Ausgabe 
6.9.1938
 
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e. Das ist nicht der

Interessen des Landes zu tun

an

esse sehr aufmerksam hören.

B. R.

weihevoll ausklingen. Schon bald nach dem Emp

E. K.

tigen habe.

Das Iudenproblem den italienischen Hochschulen.

keiner zu frieren.

Für die Verständigung und Befehlsübermittlung sorgt eine Lautsprecheranlage, die in dem Verwaltungsbau untergebrocht ist. Neben der An- läge befinden sich Schalter für die Post- und Der-

Platzes stehen die 870 Fahnen, die in großen Ständern in Form eines Hakenkreuzes aufgestellt werden. In den Lagern sorgen die Gaufilmstellen mit einem Kino, verschiedene Kapellen und eine Lautsprecheranlage, die eine Schallplattenauswahl aufweist, für genügend Unterhaltung. Auf der Straßenseite gegenüber dem Lager befinden sich Verkaufsstände aller Art, ein fahrbares Postamt und was nicht gerade unwichtig «ein dürfte ein großes Bierzelt, das 1700 Menschen saßt.

Rest entfällt auf Mische Professoren von Tech- mschen Hochschulen. Das italienische Innen- m i n i st e r i u m hat die 19 Mischen Beamten des Ministeriums ihrer Aemter enthoben. Da­mit hat die Säuberungsattton auch in den Mini» sterien selbst eingesetzt.

Ausklang des ersten Tages.

Der Führer wohnt der Festaufführung derMeistersinger" bei.

Eine glanzvolle Aufführung derMeistersinger von Nürnberg" ließ auch dieses Mal den ersten Tag

Bei unseren Hessen-Nassauern im Lager Moorenbrunn.

Schon bald nach l>cm Emp- gerichteten Büroräumen erledigt. Außer der Laut- Bahnhof Dutzendteich ausgeladen und marschierten Rathaus füllten sich Parkett sprecheranlage steht noch ein hoher Kommando- dann zu dem drei Kilometer entfernt fliegenden

Eine deutsche Erklärung an Frankreich.

Paris, 5. Sept (DKB.) havas veröffentlicht folgende Meldung:Infolge der internationalen Lage und infolge der bedeutenden Maßnahmen der Verstärkung der Effektiven und des Materials, die von Deutschland an unserer Nords st- grenze ergriffen worden sind, hat die Re­gierung eine gewisse Anzahl von Sicherheits­maßnahmen ergreifen müssen. So haben ins­besondere, um die v e f e st i g u n g s g ü r t e l auf ihrer vollständigen Effektivstärke zu halten, Re- eroisten unter die Fahnen zurückge­rufen werden müssen. Die Urlauber, Offiziere und Soldaten, haben gleichfalls Befehl erhalten, sich in ihre Garnison zurückzubegeben. Ls handelt sich also um unvermeidliche Vorsichtsmaß­nahmen; sie dürfen die öffentliche Meinung, deren Kaltblütigkeit im übrigen eines der wesentlichsten Elemente des Friedens ist, nicht beunruhigen. Auch scheint nach den letzten Informationen die allgemeine Lage sich eher in Richtung einer fühlbaren Entspannung zu entwickeln."

vllegungsausgaben. Alle verwaltungstechnischen Arbeiten, die bei der Unterbringung von einer so großen Menschenmasse entstehen, werden in gut ein-

Mn-ergerproklamaiwnen.

Nürnberg, im September 1938.

Es ist verdrießlich, an einem Tage in Nürnberg lediglich als Durchreisender ankommen und wieder abreisen zu müssen ausgerechnet dann, wenn die Vorbereitungen zum Parteitag schon so gut wie beendet und die Stunden bis zu seinem Beginn

Wissenschaft und der Wirtschaft. Zur Rechten der Führerloge im ersten Rang sah man die Vertreter des Diplomatischen Korps, auf der anderen Seite hatte eine Abordnung der Faschistischen Partei Platz genommen. Die Ankunft des Führers gab das Zei­chen zum Beginn einer Aufführung, die durch voll­endete Wiedergabe der Oper das Haus bis zum letz­ten Augenblick in seinen Bann ziehen sollte. l)ve musikalische Leitung Wilhelm Fu r t wa n g le r , der die Wiener Philharmoniker dirigierte druckte der unvergleichlich harmonischen Gesamtleistung ihren Stempel auf. Ihr stellten sich die ausgezelch- nete Inszenierung Dr. Johannes Mäurachs und die prächtige Gestaltung der Bühnenbilder und Ko- tüme durch Professor Benno von A r e n t würdig

sang des Führers im____ ------- ...... Ir..^_______a. ____, ............ ...... u_ . r

und Ränge des schlicht und stilvoll geschmückten t u r m zusammen mit dem Gau Mecklenburg, dessen Zeltlager Moorenbrunn, in dem bis dahin die Nürnberger Opernhauses mit den führenden Män- Zelte neben denen des Gaues Hessen-Nassau liegen, Ausbauarbeiten beendet waren. F v

nern der Partei und des Staates, der Kunst, der! zur Verfügung. In der Mitte des großen Lager-

zur Seite. Die Künstler schienen sich selbst zu über bieten, vor allem Rudolf B o ck e l m a n n als Hans Sachs, Josef von M a n u w a r d a als der Gold schmidt Veith Pogner, Eugen Fuchs als Beck- mesfer, Georg Hanns, der die Rolle des Kotyner übernommen hatte, Eyvind L a h o l m als der junge Ritter Walter von Stolzma, Erich Zimmer- mann als Hans Sachsens Lehrbub David. Tiana Lemnitz glänzte als Eva, Ruth Berglund als Magdalena Die vollendete Klangschonheit des Opernchors der Wiener Staatsoper und des Nurn- berqer Opernchors reihte sich den Leistungen der Solisten würdig an. Mit dem Führer spendete das Haus den großartigen Darbietungen begeisterten Beifall.

die das Leistungsniveau der Gesamtheit zwangs­läufig steigern müssen.

Und wie der Nationalsozialismus hier für das Leben des einzelnen parallel mit den Interessen aller die sinnvollste Form des Sozialismus zu ver­wirklichen strebt, so löst er aus dem gleichen na- türlichen Ausleseprinzip heraus auch in zweckvollster Weise das Problem der politischen Führung der Nation, von der die Zukunft des deutschen Dol- kes abhängt. Wie die nationalsozialistische Partei die Mahnerin des sozialen Gewissens der Nation ist, so ist sie auch die Organisation der politischen Führungsauslese unseres Volkes. In ihr ist die deutsche Jugend organisiert, und sie sorgt dafür, daß jeder junge Deutsche einmal dort stehen wird, wo er hingehört nach der Stärke seines Glaubens, nach der Größe seines Geistes und nach der Kraft seines Willens. Das ist der Rhythmus der sich immer wie­der erneuernden Kräfte der Nation, über dem der Hauch der Unsterblichkeit liegt. Es ist der kühne und gewaltige Versuch, das Schicksal eines Volkes und seiner Führung dem blinden Spiel des Zu­falls zu entreißen und mit Vernunft m sichere Bahnen zu lenken. Hier versagen alle geschichtlichen Analogien, und zwar daher, weil es noch niemals in der Geschichte ein Regime ge- geben hat, in dem die Autorität einer einzigen Per­sönlichkeit so groß und der Wille eines Volkes, ihr au folgen, so einheitlich war wie bei uns. Und wenn Sie die Frage erheben, ob dieses volkspolitisch geniale Werk an die Persönlichkeit seines Schöpfers gebunden ist, wenn Sie fragen, ob es nur auf zprei Augen ruht, dann finden Sie in den Fundamenten der Nationalsozialistischen Partei auch den Garan­ten für eine gesicherte Zukunft als Nation. Denn der Führer hat feine Partei als die Partei des deutschen Volkes so aufgebaut, daß sie auch die Kräfte zu ihrer Weiterführung in sich selbst und aus sich immer wieder selbst entwickelt. Sie ist auf den unerschütterlichen Grundsätzen einer Führerfolge er- richtet, die die Führung der Nation für alle Zeiten unlösbar mit dem Leben des Volkes verbindet/'

Die Partei ist die Organisation her politischen Führnngsanslese des deutschen Volkes. Neichspreffechef Dr. Dietrich spricht zur in- und ausländischen presse.

Nürnberg, 4. September 1938.

Nürnberg hat bereits sein Festkleid angelegt. Die Ausschmückung ist in diesem Jahre noch schöner und vor allem einheitlicher geworden als im Vorjahre. Zu all dem bunten Glanz von Fahnen, Farben und Grün sind neue Möglichkeiten der Ausschmücküng getreten. In der Königstrahe wurden mächtige Py­lonen mit den Hoheitszeichen errichtet, die das Bild dieser Straße prachtvoll heben. Neben der Stadt, in der bis zur Stunde noch emsig gearbeitet wird, herrscht in allen Lagern, die tue Tausenden von Menschen aufnehmen sollen, ein geradezu unvor­stellbarer Betrieb. Hier wird überall geschafft, um den Lagern noch den letzten Schliff zu geben, damit sie wohl vorbereitet sind, wenn die Männer aus allen Gauen eintreffen.

Wir haben am Sonntagvormittag einmal d i e Zeltstädte in der Umgebung des Neichspartei- tagsgeländes aufgesucht, um zu sehen, wie die La- ger der Männer des Gaues Hessen- Nassau aussehen. Unser erster Besuch galt dem Lager Moorenbrunn, in dem die Politi­schen Leiter unseres Gaues zum erstenmal in diesem Jahr ein Zeltlager beziehen. Ein Zeltlager verlangt naturgemäß andere Vorbereitungen als die Unterbringung in Schulen, wie sie bisher von unserem Gau üblich war. Aber auch diese Umstel­lung ging ohne Schwierigkeiten vonstatten. Wir kamen gerade recht, um die Errichtung des großen Empsangsbüros zu erleben, das schon von weitem das Standguartier unseres Gaues verkün­det. Vor dem feststehenden Verwaltungsaebäude ist in nassauischem Marmor in mächtigen Buchstaben Hessen-Nassau" in den Boden eingelegt. So hat jeder Gau schon von außen weit sichtbar seine land­schaftliche Eigenart zum Ausdruck gebracht. Im weiten Viereck stehen die Langzelte, ine 180 bis 200 Mann fassen. Es können so jeweils zwei ' Kreise in einem Zelt zusammen unterkom- - men. Die Zelte selbst sind innen gut einge- > richtet. Nicht nur Kleiderständer sind vorhanden, ' sondern auch das Schlaflager ist sorgfältig bereitet. ° Das Stroh liegt auf Holzrosten. Darüber wird Rup- fen gespannt und dann kommen nochmals für jeden einzelnen besondere Matratzen. Es braucht also

Rom, 5. Sept. (DNB.)Teuere" bringt eine Statistik über die Verteilung jüdischer Lehrkräfte auf die einzelnen Hochschulen. Danach tarnen im Jahre 1938 auf 1362 Hochschullehrkräfte 176 (über 12 v. H.) Juden, während 1919 nur 61 auf 965 Lehrkräfte entfielen, so daß sich ihre Zahl innerhalb von knapp 20 Jahren fast verdreifacht hat. Im ein­zelnen entfallen auf Mailand 18 jüdische Profes­soren, auf Rom und Turin je 16, Bologna 15, Florenz 13, Neapel 12, Genua 10, Pisa 9, Palermo 8, Padua 7, Modena und Pavia je 6, Cagliari und Triest je 5, Messina, Parma, Perugia und Siena je 4, Bari und Saffari je 3 und Catania 2. Der

m. nbera 5 Sept. (DNB.) Mit dem tradi-1 Volksgemeinschaft d en kla ssenlosen Staat tiomllen Empfang d-r in- und auİnd>jchen Presse!9 e 1 4 a f f e n u nib in ihm » t n So»« al i ». m MturoerBmis durch den R-ichspr-sseches mua praktisch p - r w , r k l i ch t. In diesem Dr Dieter ich nahm auch der Reich-Parteitag 1938 Staat g,lt d a - g I e i ch- Leist ung-pr.nz ip, leinen seitlich?» Auftakt Unter den ausiündischen di- gleiche Aus tiegsmoglichk-tt und die gl-.ch- Journalisten sah man besonders starke Gruppen! Chance des Erfolges jur all- , der it-li-nM-n und der japanischen Presse. Nach Sazial.-mu- der N.chtskanner nr musikalischen Darbietungen des Reichssymphonte- k- '»>"'*>«»>»* (

orchesters unter der Stabführung von Kapellmeister j Erich Kloß nahm Reichspressechef Dr Dietrich das Wort. Die Presse so betonte Dr. Dietrich, habe auf unserem Reichsparteitag den Platz, der ihrer verantwortungsvollen Aufgabe entspricht. Die hier versammelten Vertreter der in- und ausländischen Presse sind in Nürnberg, um für Hunderte von Millionen in aller Welt >u sehen und zu hören. Was sie in Wort und Bild berichten, wird das Auge von Hunderten von Millionen Menschen auf dem Erdball erreichen. Die Presse ist hier in Nürnberg der Dolmetsch des Erlebens für die ganze Welt. Dieser Parteitag wird im Zeichen des Groh- deutschen Reiches sichen. Der Kampf der National­sozialisten in der deutschen Ostmark hat zum Siege geführt. Für sechseinhalb Millionen Deutsche hat ein neues, glückliches Leben inmitten unseres gro­ßen und starken Deutschen Reiches begonnen.

Der Nationalsozialismus ist letzten Endes ein genial durchdachtes System der Persönlich­keit s a u s l e \ e: er ist die zielbewußte Durch­dringung des Prinzips sozialer Menfchenauslese zum Aufbau einer nationalen Volksführung. Schon Plato schreibt in seinenGesetzen", daß die genialste und fortschrittlichste Verfassung eines Volkes die­jenige fei, in der es gelinge,die Massen zur frei­willigen Unterordnung und die Weisen aus ihrer Mitte an die Führung zu bringen". Die beste Staatsverfassung und Staatsform so sagte der Führer ist diejenige, die mit natürlicher Sicher­heit die besten Köpfe der Volksgemeinschaft zu führender Bedeutung und zu leitendem Einfluß bringt. Eine solche Staatsverfassung und politische Lebensform hat der Führer dem deutschen Volk gegeben! Die Organisation, die geschaffen wurde, um sie durchzuführen und praktisch zu verwirk­lichen, ist die Nationalsozialistische Partei!

Die nationalsozialistische Staatsidee ist ein großer schöpferischer Wurf; sie löst auf nationalem und so­zialem Gebiet für das deutsche Volk Probleme, um deren Lösung Jahrhunderte vergeblich gerungen haben. Die individualistische Gesellschaftsordnung hat im Leben der Völker die Klasse heroorgebracht. Auf der Ebene des Klassenkampfes aber hat sich das Problem be$ Sozialismus als unlösbar erwiesen. Der Nationalsozialismus dagegen hat durch seine

einer Persönlichkeit aus der Umgebung des franzö­sischen Ministerpräsidenten, die erklärt habe, daß die Gerüchte über eine Mobilisierung mehrerer Jahrgänge nicht den Tatsachen entspreche. Man habe lediglich gewisse Reservisten einberufe«, um die Befesttgungstrupven auf einernormalen effek­tiven Truppenstärke^ zu halten. Diese Einberufun­gen feien unter dem Gesichtspunkt vor sich gegan­gen, ausgebildete Truppen heranzuziehen, ohne dabei den Jahrgang zu berücksichtigen. Hier­aus erkläre sich auch, daß Reservisten verschiedenen Alters aus den verschiedensten Gegenden einberufen worden seien.

Der rechtsstchendeJour" meint, Sowjet­rußland stelle Frankreich eine Kriegsfälle, um Frankreich in den Abgrund zu stürzen. Ein bestän­diger Wille, der nicht französisch, sondern s o w j et- russisch sei, fordere das Land täglich auf, die Feindseligkeiten gegen Deutschland zu eröffnen. Glücklicherweise sei das Manöver an dem gesunden Menschenverstände des französischen Volkes bis jetzt gescheitert. Es sei jedoch nicht zu bestreiten, daß in ganz Frankreich eine selten beob­achtete Nervosität herrsche. Die Einstellung einer Anzahl von Reservisten und die Beibehaltung des jetzt ausgebildeten Jahrganges unter den Fah­nen gäben zu den pessimistischen Mutmaßungen An­laß. Es wäre sehr falsch,von einer Be­geisterung zu sprechen. Im Gegenteil, die große Masse des französischen Volkes wünsche den Frieden und wolle nicht einsehen, warum Frankreich zu Maßnahmen greife in einer Frage, die absolut nichts mit den lebenswich-

zu zählen sind. Beneidenswert der Gastfreund, in . dessen Hause man kurze Einkehr hält; er tut wäh- . renb der Dauer des Parteitages Dienst an oerant- } wortungsvoller Stelle und darf allesganz vorn" - .miterleben, Jahr um Jahr. Man weiß, jetzt rollen schon wie bei einer riesigen Sternfahrt aus ganz Großdeutschland die Züge der vielen Hunderttausende von Teilnehmern hierher, zum erstenmal werden in diesem Jahre auch Tausende jener Männer dabei sein die noch in diesem Frühjahr in den Kerkern des Schuschnigg-Systems trotzig ausharrten. Man wandert unter der sachkundigen Führung des orts­ansässigen Freundes durch die festlich geschmückte Stadt, man begegnet einzelnen Formationen, stoßt gelegentlich auf ganze Bündel von ausländischen Berichterstattern, sieht drinnen in der Stadt die staunenden Augen fremdländischer Gäste und drau­ßen die langen, hellen Zeilen der Zeltstädte.

Der Werktag des schaffenden Deutschland geht auch während des Parteitages weiter. Aber es ist feit 1933 so, als machte der Deutsche an feinem Arbeits­platz an den großen politischen Sammlungstagen der Nation eine kleine Wendung in der Richtung nach der geistespolitischen Zentrale des Reiches: Kopf und Hand arbeiten weiter, das Verantwortungs­bewußtsein des einzelnen setzt in der Zeit des Vier­jahresplanes weniger aus denn je, aber das Um lauscht hierher, nach Nürnberg m . .

Es war noch immer so, daß sich in dem Partei­tage Rückschau und Heerschau, Rechenschaftserstat­tung und Befehlsausgabe für em weiteres Jayr konzentrierte. Aber wer die Parteitage nicht nur als größte politische Einzelaktion des jeweiligen Iah- res, sondern darüber hinaus auch m ihrem kon­struktiven Zusammenhang, in ihrer ^samt-politi­schen Linie aufmerksam verfolgt hat, der hat bald erkannt daß hier noch weit mehr ist. Nicht umsonst kommt'ja seit 1933 alljährlich das D'plomati che Korps zu den großen Kundgebungen umsonst waren Hunderte von ausländischen Jour- nallsten hier auf jedes Wort des Führers und seiner Mitarbeiter. _ v.,. .

Denn es ist heute längst Traditiong-w°rd-n datz Nürnberg alljährlich während des Parteikongreffes zum Lehrstuhl moderner Staatskunfr wird. Das manifestiert sich außer in den Reden und s prachen des Führers vor allem auch m jenen feierlichen Kundgebungen, die richtungweisend am Beginn des jeweiligen Kongresses stehen, nämlich in der Der- lesung der Proklamation des Führers Was die alljährliche Proklamation der offizielle Auftakt des Parteitages, für den Deutschen bedeutet, darüber braucht uns heute niemand mehr etwas zu sagen aber was ist für das weltpolitische Gewicht der Proklamation kennzeichnender als die Tatsache, daß sie mit ihrem ganzen mannigfachen Inhalt örau- ßen in der Welt um Deutschland, mit genau sol­cher' Spannung erwartet, erörtert und notwendiger- weise in die Praxis der großen Politik eintalfuhert wird wie hier bei uns im Reich!

Das ergab sich auf ganz natürliche Weise seit jenem Parteitag von 1933, bei dessen Eröffnung die Proklamation des Führers die Kampfansage an die jüdischen Elemente der Zersetzung, die Zujarn- menfassung der Nation zum Kampf gegen die Ar- beitslosigkeit und die kategorische Absage an jede Art von Kleinstaaterei neben vielem anderem brachte. Das Deutschland von 1934 hatte sich dann nicht nur innerlich, sondern auch nach außen hin politisch so verstärkt, daß unser Führer bei der Proklamation in nachdrücklichster Form die Lebensrechte der Na­tion formulieren konnte, gipfelnd m denjenigen bei­den Begriffen, die den Leitsatz der nationalsozialisti- schen Außenpolitik in sich verkörpern: Freiheit und

icht der Sozialis­mus der Trägheit, sondern bet Sozialismus her Fähigkeit, der nur dem Tüchtigen, gleich welchen Standes ober Berufes, bie Bahn frei macht und bamit ununterbrochen Kräfte nach oben führt,

Wenig von dem Lager der Politischen Leiter ent­fernt liegt das des N «F K. der Gruppe 11 Hessen- Westmark, und dicht daneben zum selben Lager­bezirk gehörend stehen die Zelte des Reichs­arbeitsdienstes. Um den großen, durch mäch­tige Fahnentürme gekennzeichneten Mittelpunkt rei­hen sich die langen Lagerstraßen mit den großen Zelten. Dazwischen liegen jeweils die überdachten praktischen Waschanlagen. In der dritten Reihe fanden wir die im Augenblick noch unbelegten Zelte des Arbeitsgaues XXV Hessen-Süd und in der Hauptstraße oberhalb der Aufmarschleitung die ein­heitlich gekennzeichneten Zelte des Arbeitsgaues XXII Hessen-Nord. Die verschiedenen Truppführer­schulen scheinen in einem edlen Wettstreit ihre Zelt­eingänge künstlerisch ausgeschmückt zu haben. Wenn der Reichsarbeitsdienst am Mittwoch seine Zelte verläßt, ziehen die Männer der SA. hier in Langwasser ein. Schon jetzt sind die Vorkomman­dos der SA.-Gruppen anwesend. Die SA.-Gruppe Hessen wird die Zelte der Truppführerschulen und die SA.-Gruppe Kurpfalz die Zelte im Block 6 beziehen. Gegenüber liegt das Zeltlager der Hit- ler-Jugend, in das bis jetzt nur einige Vor- und Wachkommandos eingezogen sind. Auch hier machen sich die langen Lagererfahrungen bemerk- bar. Besonders fallen in diesem Jahre die einheit- lich festen Verwaltungsgebäude auf, in denen sich die Verpstegungsausgabe befinbet. In einem über- dachten Vorraum ist Platz für Verkaufsstände aller Art. Am Vorabend des Reichsparteitages können wir also sagen, daß alle Lager gerichtet sind, unsere Männer aus dem Gau Hessen-Nassau aufzunehmen. Am Montag traf Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger in der Stadt der Reichsparteitage ein und war bei der Ankunft des Führers im Hauptbahnhof Nürnberg anwesend. Am gleichen Tage trafen auch öie beiden er ft en San­der z ü g e aus d e m Gau He s f en-Naf s a u ein, die die Teilnehmer aus den Greifen Groß- Frankfurt, Offenbach und Hanau nach Nürnberg brachten. Diese ersten Hessen-Nassauer wurden am

Die logische Fortführüng dieser Staatsmaxime brachte dann die Proklamation von 1935, zusam­mengefaßt in dem lapidaren Satz, daß Partei, Staat, Armee, Wirtschaft und Verwaltung nur Mittel zum Zweck der Erhaltung der Nation sind. Im olympi­schen Jahr 1936, das unzähligen nach Deutschland < gekommenen Ausländern die Friedensarbeit des Na- i tionalsozialismus zeigte, brachte die Proklamation : die Verkündung des Vierjahresplanes auf dem Hm- i tergrunb eines unzureichenden Lebensraumes und des Rohstoffmangels; sie verwies den Gedanken eines Kolonialverzichtes ein für allemal in das Reich der Utopien und betonte als Ziel der inneren Staatspraxis die Verbesserung des allgemeinen Le­bensstandards, die allgemeine Einkommenssteigerung durch Leistungssteigerung, also durch Produktions­erhöhung. Die Proklamation des Parteitages vom Jahre 1937 erhob dann in aller Form eine klare Kolonialforderung und zog die drei bedeutsamsten Schlußfolgerungen aus noch nicht einmal vollen fünf Jahren nationalsozialistischer Außenpolitik: 1. Der Versailler Vertrag ist tot. 2. Deutschland ist frei. 3. Garant der deutschen Freiheit ist die eigene Wehrmacht.

Zwischen den Proklamationen liegen die Statio­nen eines politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Ausstieges, wie er einzig dasteht. Man sollte es bei­spielsweise immer wieder mit allen Folgerungen durchdenken, was es bedeutet, wenn nicht einmal die größten und reichsten Staatengebilde der Welt auch nur ein Zehntel dessen zu leisten vermochten, was das einst von ihnen ausgeplünderte Deutschland schon allein durch die Beseitigung von rund sieben Millionen Arbeitsloser unter nationalsozialistischer Führung geleistet hat! Vor dem geschichtlichen Hin­tergründe der für jedermann erkennbaren Momente deutscher Aufbauarbeit fügen sich die Nürnberger Proklamation unseres Staatsoberhauptes zu einem Handbuch der Kunst moderner Staatslenkung zusam­men.

Es ist freilich nicht damit getan, daß man dieses Buch zeilenrnößig au lesen weiß. Man muß auch jenen Willen zu seinem Verständnis mitbringen, der heute gewissen Staaten in Europa selbst nach bald sechs Jahren noch in einem erstaunlichen Maße abzugehen scheint. Wieder steht eine bedeutsame Pro­klamation bevor die Welt sollte im eigenen Inter-

Die Meldung über militärische Maßnahmen Frankreichs an unserer weslgrenze ist um so aus­fallender, als gleichzeitig darin von einer fühlbaren Entspannung der allgemeinen Lage gespro­chen wird. Deutschland hat nie jemanden das Recht bestritten, für seine Verteidigung das Notwendige zu veranlassen. Diese Haltung galt auch gegenüber dem französischen Festungsbau, der Maginot- l i u i e. Anderseits konnte auch Deutschlandein gleiches Recht für sich in Anspruch neh­me n, um Gefahren vorzubeugen, und hat deshalb gleichartige V e r t ei d i g u n g s m a h n a h- men an feiner We ft grenze getroffen. Wie Deutschland die seinerzeitigen Vorkehrungen aus französischer Leite nicht als eine unmittelbare und bewußte Drohung aufnahm, so kann Frankreich um­gekehrt aus getroffenen deutschen Maßnahmen, die nur den seinen entsprechen, keinerlei Bedro­hung für sich ableilen und täte gut daran, alle aus dem Rahmen fallenden Maßnahmen zu ver­meiden.

pariser Presseecho.

Paris, 6. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die mili­tärischen Maßnahmen der französischen Regierung stehen am Dienstag neben dem Nürnberger Partei­tag im Vordergrund der Betrachtungen der Pariser Presse. Dabei sind die Blätter durchweg bemüht, die Bedeutung dieser Maßnahmen abzuschwä- chen und die internationale Lage als ent­spannter darzustellen. DerPetit Pari­si e n " weist daraus hin, daß Daladier erst kürzlich die Notwendigkeit unterstrichen habe,aufmerksam, entschlossen und faltblütig- zu bleiben". Seither hat- ten sich neue Ereignisse abgespielt. Es handele sich hierbei um vollkommene normale Maßnahmen, die in den Rahmen der in solchen Fällen vorgesehenen Vorsichtsmaßnahmen fielen und über die man sich deutscherseits nicht wundern dürfe. Sie könnten auf keinen Fall die Oefsentlichkeit beunruhigen, denn ihr Zweck sei der, an derAufrechterhaltung des Frie­dens mitzuwirken".

Die rechtsstchendeEpoque" gibt zu, daß eineWelle des Pessimismus" über Frankreich hinweggche und daß dies durch Sicherheitsmaßnahmen verursacht schiene, die die französische Regierung ergriffen habe. In Wirklichkeit habe sich jedoch nichts ereignet, was die bisherige Lage vom diplo­matischen Standpunkt aus verändere. Das Journal" verweist auf die Unterredung mit