Ausgabe 
6.8.1938
 
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Volkssührungsmilrumeni allerersten Ranges

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sind Schnelligkeit und Gründlichkeit die Voraus­setzungen für die Durchschlagskraft der Sendung.

Wie bisher, hat der Rundfunk die Pflicht, vor allem bei politischen Großkämpfen mit stärkstem Einsatz sich den nationalen Zielen unserer Zeit zur Verfügung zu halten. Wichtigste Voraus­setzung für seine Durchschlagskraft ist, daß er sich in keiner Sendung an einzelne Volks- oder Standes- gruppen wendet. Der Rundfunk gehört dem Volke und muß deshalb auch immer das Volk in seiner Gesamtheit ansprechen. Würde er ovn diesem Grundsatz abweichen, so wäre die unvermeidliche Folge seine allmähliche Atomisierung und damit eine unaufhaltsam schwindende Durchschlagskraft im Volke selbst

Führers gewesen. 3n unzähligen glücklichen und sorgenvollen Stunden stand er neben ihm. Er ist in der Tat sein Sprachrohr zum Volke gewesen. Heber die Aetherwellen hinweg hat seine Stimme die ganze Ration angesprochen. In seiner Hand ist er ein Volksführung s- instrument allerer st en Ranges ge­worden. Unzählige technische Begabungen haben dazu die Voraussetzungen geschaffen.

So grüßen wir-denn auch in dieser Stunde über die Aetherwellen den Führer als den Träger

Unser nächstes Ziel heißt: Dir wollen das stärkste Rundfunk l^rnd der Welt werden! Die Voraussetzungen zur Erreichung dieses Zieles sind vorhanden; alle Möglichkeiten sind gegeben, um es in kurzer Zeit zu erreichen. Allerdings bedarf es dazu erhöhter Arbeit auf dem Gebiete der Technik, der Propaganda, der Organisation und vor allem der praktischen Programmgestaltung.

Der Rundfunk ist feit dem 30. Januar 1933 ein treuer Diener der Politik des

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Die Industrie im Mittelpunkt.

Wenn auch die Rundfunkausstellungen am Ber­liner Funkturm über chre Bedeutung, die sie früher als reine Industriemessen hatten, längst weit hin­ausgewachsen und zu wahren Wunderschauen für das ganze Volk geworden sind, so be­deutet das nicht, daß sich die Rundfunkindustrie hat zurückdrängen lassen. Im Gegensatz zum vergange-

Äom Führer empfangen.

Berchtesgaden, 5. Aug. (DNB.) Der F u y ' rer empfing am Freitag im Berghof auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden den zur Zeit rnsc einer britischen Frontkämpserabord' n u n g in Deutschland weilenden General Sir Jan Hamilton.

nen Jahr, wo die Industrie nur eine Halle füllte, ist sie diesmal aus mehrere Hallenzüge verteilt und stellt schon räumlich einen Schwerpunkt der Rund­funkausstellung dar. Wieder haben die deutschen Firmen ein Jahr lang emsig gearbeitet, um in den friedlichen Konkurrenzkampf zu treten, der das Rundfunkjahr 1938/39 eröffnet. Es mag der All­gemeinheit noch nicht recht bekannt fein, daß die gesamte deutsche Rundfunkindustrie ihren jährlichen Produktionsplan nach den Rundfunkaus­stellungen orientiert und daß ein guter Start auf der Rundfunkausstellung einen guten Verlauf des nachfolgenden Geschäftsjahres garantiert. Vielfach resultieren die Gesamtumsätze bis zu 90 v. H.

DieSchau der Vollkommenheit".

Ein Rundgang durch die elf großen Hallen.

Auf der Rundfunkausstellung wird dieser neue Deutsche Kleinempfänger gezeigt, der nur 35. RM. kostet. Er ist eine Gemeinschafts­arbeit aller Firmen der Rundfunkindustrie und gewährleistet durch ein neuartiges Röhrensystem einen ausgezeichneten Empfang des Ortssenders.

(Scherl-Bilderdienft-M.)

den Abschlüssen, die auf Grund der Rundfunkaus­stellung getätigt wurden. Dem Laien werden auf seinem Gang durch die besonders repräsentative Jnüustrieschau der diesmaligen Rundfunkausstellung vor allem zwei Dinge klar: daß ihn die Industrie in seinem Verlangen nach Neuigkeiten, Ver­besserungen' und Verschönerungen auch diesmal nicht im Stich gelassen hat und daß andererseits jeder einzelne Volksgenosse das Seme dazu geben muß, damit sein Verlangen in dieser Richtung auch in den kommenden Jahren erfüllt werden kann.

Zum erstenmal ist auf der Rundfunkausstellqng auch die ostmärkische R u n d f u n k i n d'u- ft r i e vertreten, und zwar stellen die fünf ostmär­kischen Rundfunkfirmen in einer Gemeinschaftsschau den hohen Stand des ostmärkischen Rundfunkge­rätebaus unter Beweis. Die österreichische Rund­funkindustrie stand vor der Aufgabe, Radioappa­rate zu schaffen, die auch unter den besonders un­günstigen Verhältnissen, zum Beispiel in den Al­pentälern, einen einwandfreien Fernempfang sicher­ten. Sie mußten also auf besonders hohe Enlp- fangsleistung und Trennschärfe abzielen. Außerdem verlangten die österreichischen Käufer der Schusch- nigg-Zeit eine ungemein bezeichnende Tat­sache Apparate,'die die Sender des national­sozialistischen Deutschlands auch unter schwierigen Empfangsverhältnissen sicher und einwandfrei brach- ten. Der Superhet hat in Oesterreich daher schon sehr früh seinen Siegeszug angetretfen, und auf der diesjährigen Rundfunkausstellung zeigen die fünf österreichischen Firmen nur fünf Typen Sie stellen keinerlei Geradeaus-Empfänger mehr her.

Gespräch mit KdF.-Schiffen aus See.

In der schmalen Halle 4b erwartet den Ausstel- lungsbesucher ein besonderes funkisches Ereignis: Hier darf er, sofern er sich als Mitglied der Deut­schen Arbeitsfront ausweist, ein Gespräch mit einem Freund oder Bekannten führen, der sich gerade m einem KdF.-Schiff auf hoher See befindet. Die praktische Betriebsrundfunkarbeit der Deutschen Ar­beitsfront ist auch im vergangenen Jahre weiter fort­geschritten. Der Arbeitsfrontempfänger D A F. 1011" steht heute schon in fast 10 000 deutschen Betrieben und sorgt während der Werk­pausen für gute Laune und Entspannung. Vcm der Rundfunkabteilung der Deutschen Arbeitsfront wur­den allein im vergangenen Jahr Uebertragungs- anlagen bearbeitet, deren gesamte Lautsprecherlei­stung ungefähr der Leistung von 10 000 Volksemp­fängern entsprechen würde. .

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Einbau in den neuenKraft-durch-Freude"-Volks- wagen. Alles das sind Maßnahmen, die darauf abzielen, dem Deutschen Rundfunk im Lande auch den letzten Teilnehmer zu gewinnen.

Zur Sicherung eines störungsfreien Rundfunk­empfanges sind eine ganze Reihe von Vorkehrungen ' im Gange. Es ist in absehbarer Zeit mit einem Verbot für das Inverkehrbringen ft ö » rentier Geräte zu rechnen. Anlagen störungs­freier Gemeinschaftsantennen werden von uns auf das weitestgehende gefördert. In Zukunft wird wohl kaum noch ein Neubau in Deutschland ohne An­lage einer Gemeinschaftsantenne errichtet werden.

Alle Sorgen um die rein materiellen Voraus­fetzungen für die Ausbreitung des Deutschen Rund­funks werden schon durch feine großartigen kultu­rellen Leistungen gerechtfertigt. Ich erwähne in diesem Zusammenhang nur die Sendungen des Bruckner-Zyklus und der Bach-Kantaten, die er­folgreiche Zusammenarbeit mit der NS.-Gemein- schaftKraft durch Freude", z. B. dieMontage" des Reichssenders Breslau, -die Sendereihe des Reichssenders Köln:Wir schlagen eine Brücke" und die Wunschkonzerte zum Besten des Winterhilfs­werks mit einem Rekorderlös des Reichssenders Königsberg von nahezu 150 000 Mark.

Stiftung eines Rundfunkpreises.

Die Forderung nach erstklassigen Künst­lern vor tiem Mikrophon ist allgemein. Ich habe mich immer auf das.schärfste dagegen gewandt, den Rundfunk als Tummelplatz für Mittel­mäßigkeiten mißbrauchen zu lassen. Er ist auch keinesfalls eine Versorgungsanftalt für verbrauchte künstlerische Kräfte. Gerade weil der Rundfunk sich an das ganze Volk wendet, ist für ihn das Beste eben gut genug. So wurden denn auch im letzten Jahr 16 Prozent mehr Mittel an freie Mitarbeiter zur Auszahlung gebracht als im Vorjahre. Beson­ders am Herzen gelegen ist uns die Nachwuchs- fchulung für den Deutschen Rundfunk. Sie wurde bisher durch besondere rundfunkwifsenschaftliche In­stitute an einzelnen Universitäten betrieben. Es fchweben Erwägungen, diese Maßnahmen in einer neu z u errichtenden Rundfunkaka­demie zulamm

Hm all diesen Bestrebungen neuen Ansporn zu geben, habe ich mich zur Stiftung eines Rundfunkpreifes entschlossen, der erst­malig auf der Großen Deutschen Rundfunk­ausstellung 1939 in höhe von 10 000 Rlark zur Verteilung kommen soll für hervorragende wissenschaftliche oder praktische Leistungen aus der Rundfunktätigkeit, feiner Technik oder feiner

Wirtschaft.

Zur sozialen Sicherung der Rund­funkschaffenden ist geplant, folgende Ein­richtungen zu treffen:

1. eine Unterftützungskaffe für unverschuldet in Not geratene Mitarbeiter des Rundfunks;

2. eine Altersversorgung im Rahmen der für alle Reichskulturkammermitglieder geplanten einheitlichen Altersversorgung;

3. eine Sterbekaffe;

4. der Abschluß eines Vertragswertes zwischen der Reichskulturkammer und der Deutschen Arbeits­front, das die Rundfunkschaffenden m den Genuß aller KdF.-Vergünstigungen fetzen soll.

Die Eingliederung Oesterreichs :n das Reich hat den Deutschen Rundfunk vor beson­dere Aufgaben gestellt. Vorerst muß versucht wer­den, im deutschen Oesterreich eine Erhöhung der Haushaltsdichte zu erreichen, die bisher nur 35,2 Prozent gegenüber 54,62 Prozent im Altreich be­trägt. Die Ausmerzung aller destruktiven und jüdi­schen Elemente im österreichischen Rundfunk ist be­reits vollzogen worden. Der Einbau der öster­reichischen Sender und die Durchführung lands­mannschaftlich bedingter Sendungen im Rahmen des gesamtdeutschen Rundfunkprogramms ist eine Frage der nächsten Zeit.

Fernseh -Rundfunk ab 1. Oktober

Auf der diesjährigen Rundfunkausstellung ist in feiner großartigen Schau in einer besonderen Halle der Fernsehrundfunk zum erstenmal sichtbar in die Erscheinung getreten. Das neue deutsche System arbeitet mit 441 Zeilen. Es beseitigt den ftörentien Bildflimmer und genügt damit er« höhten Ansprüchen in bezug a u f Klar­heit und Äontrafte. Die Programmgestaltung für den Fernsehsender ist entsprechend unserer organisatorischen Gliederung der Reichsrundfunk­gesellschaft übertragen worden. Ed wird in Zukunft in umfangreicherem Maße möglich fein, an den großen Ereignissen der Nation nicht nur durch den Hörrundsunk, sondern auch durch den Seh» r u n d f u n k teilzunehmen.

Die Fernseh-Runtifunkindustrie zeigt auf dieser Ausstellung zum ersten Male Fernseh-Emp­fangsgeräte zum Preise von rund 800 Mark. Es ist zu wünschen, daß es in absehbarer Zett mög­lich sein wird, durch die Fertigstellung weiterer Fernsehsender und durch die Ausgabe eines Volks- g e r ä t e s auch den Fernsehrundfunk in d i e breiten Massen hineinzutragen. Jedenfalls er­bringt schon diese Ausstellung den Beweis für den hohen Stand der Entwicklung des Fernsehrundfunks und feiner Industrie in Deutschland.

Der Herr Reichspostminisier Hal sich mit meinem Einverständnis entschlossen, mit Wir­kung vorn 1. Oktober ab den Ferns eh- Rundfunkernpfang für die Allge­meinheit freizugeben. Es fall dafür vorerst keine besondere Gebühr über die bis­herige Rundfunkgebühr von 2 INark monatlich hinaus erhoben werden.

Aus diesen wenigen Angaben und Zahlen ist ohne weiteres zu ersehen, wie stark unsere Rund­funkarbeit auf die breiten Massen eingestellt ge­wesen ist und von wie großen Erfolgen sie gerade deshalb auch begleitet war.

Das Programm des Deutschen Rundfunks hat nach meinen Richtlinien klar und konsequent eine mittlere Tendenz eingehalten. Wir haben uns pein­lichst bemüht, Öen Rundfunk von ästhetischen und intellektualistischen Spielereien fernzuhaltey, ander­seits aber auch jede starre, Eigenart verwischende Nivellierung des deutschen Rundfunkprogramms zu vermeiden. Ich kann dabei, entgegen vielfachen kri­tischen Ausstellungen, darauf verweisen, daß der Deutsche Rundfunk im vergangenen Jahre 69,3 v. H. Musik, 9,9 v. H. Literatur und Dorträge, 5,6 v. H. Zeitfunk, 8,8 v. H. Nachrichten und 6,4 v. H. 93er»

Mit der15. Großen Deutschen Rund- unkausstellung Berlin 1 938" öffnet die größte Rundfunkausstellung, die jemals in Deutsch­land oder anderswo stattgefunden hat, ihre Pfor­ten. In elf großen Hallen am Kaiserdamm auf einer Gesamtfläche von 60 000. Quadratmeter umfaßt sie 9000 Quadratmeter mehr als die Schau des Jahres 1937. Es gibt kaum andere ständig wie- derkehrende. Ausstellungen am Funkturm, deren Wachstum in so steter und steiler Kurve erfolgt ist. War doch die erste Deutsche Rundfunkausstellung vor 15 Jahren im Berliner Sportpalast ein 23er« kaufssammelserium von Geräten, die sämtlich noch das Zeichen desIn-den-Kinderjchuhen-Steckens" an sich trugen, während die Rundfunkausstellung 1938 eine Schau der V o l k o m m e n h e i t ist.

Das Wunder des Fernsehens.

Die Halle 2, in der die riesige SchauDos deutsche Fernsehen" untergebracht ist, stellte die Architekturen vor eine besonder schwierige Auf­gabe; denn es galt hier, in erster Linie 'abgeschlos­sene Jnnenräume größten Ausmaßes zu schaffen, die fast alle verdunkelt sein sollten. Unti diese An­forderungen gerade für eine Halle, in der von mor­gens bis abends mit Massenandrang gerechnet wer­den muß! Die Aufgabe war schwierig aber die Lösung ist gefunden worden. In der Mitte be; Halle erheben sich Großbildräume, die Fernseh­bilder zum erstenmal bis zu Ausmaßen von 10X10 Meter geben. Der größte dieser Fernseh-Groß- bildräume saßt über tausend Menschen. In den Vormittagsstunden sendet das in der gleichen Holle befindliche Ausstellungsstudio täglich ein buntes Programm, das sich zusammensetzt aus Gesprächen, Darbietungen der Spielschar der Hitler-Jugend, aus Plaudereien mit Kindern und aus Vorstellungen von Sängern, Artisten und Instrumentalisten. Nach­mittags und abends geht in tiem Ausstellungsstudio eine Revue unter tiem TitelEndstation Berlin" in Szene, an der viele bekannte Schauspieler und Schauspielerinnen mitwirken. Rund 800 Zuschauer haben hier die Möglichkeit, nicht nur eine flotte Berliner Revue aus der Nähe zu erleben, sondern zu studieren, unter welchen technischen Voraussetzun­gen eine solche Fernsehsendungsteigen" kann.

Auf der rings um die Halle 2 laufenden Galerie werden dem Ausstellungsbesucher unter dem Leit­gedanken5 Iahre nationalsozialisti- sches R u n d fu n k s ch a ffe n" die Leistungen des Deutschen Rundfunks durch Zeichnungen, Ku> i, Statistiken, kartographische Darstellunaen, bewegliche Anschauungstafeln und Modelle vor Augen geführt. Ein paar Zahlen aus dem vergangenen Rundfunk- fahr: Es fanden insgesamt rund 160 000 Sendun­gen statt mit über 830 000 Mitwirkenden. Bemer­kenswert ist, daß von den 76 000 Sendestunden der zwölf Sender 53 000 originelle Programme der ein­zelnen Sender waren, das find rund 70 v, H.

Während sich auf der vergangenen Funkausftel- lung die einzelnen Reichssender durch eigene Sen­dungen vorstellten, tun sie es in diesem Jahre aus stillere", darum aber nicht weniger eindringliche Weise. Jedem Reichssender ist eine Koje zugeteilt, in der er in Bild und Text seine besonderen Merk­male aufzeigt. Den größten Raum hat der Deutsche Kurzwellensender bekommen. Welchen Erfolg die ständig wachsende Sendestunden­zahl des Kurzwellensenders hat, zeigt eine Koje, in der eine Auswahl der Geschenke aufgestapelt ist, die der Kurzwellensender als Dank für seine Rundfunk­arbeit von deutschen Hörern, aber auch von Aus­ländern aus der ganzen Welt erhalten hat. Da lie­gen Geweihe, Schlangenhäute, Schwerter, Tücher, Speere alles, was die fremde Welt draußen an besonderen Andenken zu schenken hat, hat sie dem Kurzwellensender nach Berlin geschickt.

HJ.-Zette auf dem Freigelände.

In dem kleinen Stück Freigelände vor der Aus- stellungshalle II stehen eine ganze Reihe von Zelten der Hitler-Jugend..Wie auch in den Jahren zuvor hat die Hitler-Jugend die diesjährige Rundfunk' ausstellung erneut zum Anlaß genommen, an den Sendungen, die in der Ausstellung und im Zusom- ni^rhang mit der Ausstellung stattfinden, teilzuneh' men, um so dem großen Publikum den Leistungs­stand der Programmarbeit der Hitler» Jugend zu zeigen. Einige der besten Rundfunk» spielscharen sind nach Berlin gekommen.

Im Funkturmgarten werden u. a. die neuestem Rundfunkgeräte im Auto zu sehen sein- Von der Internationalen Handwerksausstellung sind die Räume der internationalen Konditorei stehen­geblieben und in dieKonditorei am Funkturm" verwandelt worden, in der täglich vorn frühen Mit­tag an die verschiedensten Rundfunksendungen adge- hasien werden.

Die riesige Halle I macht auch die diesjährig« Funkausstellung mit, allerdings nur abends, dafür ist sie dann aber auch länger geöffnet als die an­deren Hallen. Aus der Halle ist ein riesiges Theater geworden, in betn Abend für Abend weit über 4500 Menschen das lustige F u n k s p i e lW eile 1838 bis 1938" sehen werden. Im ersten Teil dieses Spiels wird man erleben, wie es gewesen märe, wenn ... ja wenn es schon vor 100 Jahren Rund­funk gegeben .hätte. Im zweiten Teil wird dann um? geschaltet auf das Jahr 1938.

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unseres staatlichen Bewußtseins und den Gestalter unserer völkischen Einheit. Wir verbinden damit den D a n k an das ganze Volk, dem der Deutsche Rund- 1 funk auch im vergangenen Jahre ein treuer Freund und ständiger Begleiter gewesen ist. Besondere An- ertennung gebührt den vielen Dienststellen von Partei und Staat, die sich der hohen Aufgabe der Vervollkommnung und Verbreiterung des Deutschen Rundfunks so oft und so selbstlos zur Verfügung gestellt haben. Ich nenne hier an erster Stelle die Deutsche Reichspost und den Herrn Reichspost. Minister, deren Ingenieuren und Erfindern es vor allem zu verdanken ist, daß die technische Höhe des Deutschen Rundfunks heute in der ganzen Welt unerreicht dasteht.

In einem günstigen Stadium treten wir zur Großen Deutschen Rundfunkausstellung 1938 zu. fammen. Wir haben Erfolge erreicht, wie wir sie uns am Anfang selbst in unseren kühnsten Traumen nicht vorstellen konnten. Die letzten großen Ziele könyen genommen werden, wenn mir auf diesen Erfolgen nicht ausruhen, sondern mutig und unbeirrt auf dem einmal eingeschlagenen Wege weiterschreiten.

Es ist unser Wunsch und Wille, daß d a s g a n z e deutsche Volk Rundfunkhörer werde.

In diesem Sinne erkläre ich die Große Deutsche Rundfunkausstellung 1938 für eröffnet.

Darauf nahm Reichsminister Dr. Goebbels eine erste Besichtigung dieser weitaus größten Leistungsschau auf dem Gebiete des Rundfunks vor.

Slick in den Senderaum.

Ein Rundgang durch die Schau zeigt den hohen Stand und die schnelle Entwicklung der deut- chen Rundfunkindustrie. Der Besucher wird beim Betreten der Schau durch die Ehrenhalle mitten in das Geschehen hineingeführt: Er befindet sich i n tiem Sentiesaal eines der deutschen Reichssen- tierl Unmittelbar vor ihm baut sich das Podium einer Sendebühne auf, auf der es durchaus funkecht" zugeht das heißt: es wird regelrecht gesendet. Das Publikum darf den Sendungen bei­wohnen, so lange es ihm beliebt, aber es darf noch mehr es darf erfahren, was aus den Tönen und Stimmen wird, die die Mikrophone auf dem Po­dium schlucken. Man braucht nur ein paar Schritte weiterzugehen: an die Sendebühne fügt sich der Regieraum und weiter der Verstärker- raum. Aus dem Regieraum eilt die Sendung in ihren Tönen, Stimmen und Geräuschen fix und ertig gemischt in der Leitung weiter nach dem Verstärkerraum,. der Herzkammer des technischen Rundfunkbetriebes.

Wie wir wissen, ereignet sich nicht jede Sendung, die wir hören, im gleichen Augenblick, wenn wir sie hören, sondern sie wird von Schallplatten übertragen. Wo und wie diese Platten ge- chnitten werden, sieht man im Wachsaufnahme­raum. Selbstverständlich werden alle bedeutenden historischen Sendungen, voran die großen poli­tischen Sendungen, auf Wachs genommen. Diese Wachsplatten werden bann matriziert, und die Ma­trizen werden dem Schallarchiv der Reichs Rundfunk-Gesellschaft zugeführt. In diesem Archiv sind alle denkwürdigen Sendungen, die der Deutsche Rundfunk seit sieben, acht Jahren veranstaltet hat, aüfbewahrt. Heber 200 000 Matritzen stapeln sich heute in diesem Archiv. Wenn ein Sender dieses ganze Schallarchiv einmal senden wollte, brauchte er dazu über 30 Jahre. DasFunkhaus auf dem Rücken" könnte man den Hebertragungs­wagen nennen. Jeds rollende Rundfunkhaus, mit -tiem u. a. die Echo-Aufnahmen der einzelnen Sen­der durchgeführt werden.

Wir haben den Weg der Sendung verfolgt von der Sendebühne bis zum Verstärkerraum des Funk­hauses, und verfolgen sie nun weiter, wie sie per Kabel das Funkhaus verläßt in Richtung: Deut- s ch e Reichspost. Das gesamte deutsche Runti- unkleitungsnetz der Reichspost, bestehend aus be- onbers hochwertigen Kabeln, verfügt über eine Lei- tungslänge von etwa 12 000 Kilometer und ver­bindet alle deutschen Rundfunksender miteinander. Zur Erläuterung für den Besucher ist gewisser­maßen das Verstärkeramt des Berliner Fernamtes in die Ausstellungshalle verlegt worden. Das Pu­blikum sieht das Amt in voller Tätigkeit.

Im letzten Teil der Masurenballe, die das Wunder der Sendung" beherbergt, ist ein. regelrechtes Drahtfunknetz errichtet. Im Rund- funkverstarkeramt der Reichspost stehen in einem Drahtfunksendergestell drei Kleinstsender von etwa 16 Mikrowatt Leistung, die je eine Sendung über» nehmen und auf ihrer Trägerwelle über eine ge­meinsame Leitung zum Fernsprecheramt tragen Auch ein solches Wähleramt in Betriebsfähigkeit für 50 Teilnehmer hat die Reichspost aufgebaut und völlignaturgetreu" eingerichtet. Die drei auf einer Leitung nebeneinander laufenden Drahtfunkfendun- : gen werden hier auf die vom Ortsamt ausgehenden ! Fernsprechanschlußleitungen übertragen. Die leib nehmer regulieren einfach einen Schalter, der in i ihrer Wohnung an der Wand über dem Empfänger angebracht ist, und schon haben sie eine der drei 1 Sendungendrin". Gefällt ihnen die eine nicht, i können sie sich unter den beiden anderen aus«

haben, so ist das von den einzelnen Sendern viel- ach dahin mißverstanden worden, übermäßig viel Tanz» und reine Hnterhaltungsmusik zu senden So war das allerdings von mir nicht gemeint. Ich habe deshalb die zuständigen Instanzen angewiesen, das deutsche Rundfunkprogramm insofern umzu- tellen, als es jetzt auch in größerem U m = ange als bisher ernste und hochwer­tige Musik senden soll. Das wird vor allem zum Ausdruck kommen in der Hebertragung reprä- entatioer deutscher Sinfoniekonzerte und Opern­aufführungen. Vor allem der Deutschlandsentier soll in dieser Beziehung ein Spiegelbild deutschen künst­lerischen, geistigen und politischen Lebens sein. Die Zeitaktualität muß besonders gepflegt werden. Hier

schiedenes gesandt hat.

Wir haben dem deutschen Volke damit wahre Hausmannskost geboten. Wenn wir in den vergangenen Auseinandersetzungen über das deutsche Rundfunkprogramm den Aufgaben der Entspannung und Hnterhaltung besonderen Wert beigemeffen

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