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Um den Friedensschluß im GranChaco
Das neue Strafrecht der Schweiz
erlitten hat, von dem es sich nicht so bald erholen
Aeuyork, die judenreichste Stadt.
Welche ausländischen Schiffe wurden in England registriert?
tische» wie wirtschaftlichen Faktor entgegenbringt — der deutsch-chilenische Warenverkehr stand im Vorjahr an der Spitze der chilenischen Handelsbilanz — als Zeichen der Herzlichkeit des Einvernehmens konnte der deutsche Botschafter in Santiago bei seinem traditionellen Maiempfang auch den Präsidenten der Republik in seinen Raumen begrüßen. Es kann nach all dem nicht wundernehmen, daß man im Reich die weitere innerpoli- tische Entwicklung bis zu den Präsidentschaftswahlen mit Interesse verfolgt,
Danach soll kein Offizier von über 50 Jahren zum Oberst ernannt werden. Um den Weg zur Beförderung freizumachen, werde man eine größere Anzahl älterer Majore ersuchen, in den Ruhestand zu treten unter gleichzeitiger Erhöhung ihrer Pension fron 300 auf 400 Pfund jährlich. Auch die Pensionen von Richt-Stabsoffizieren sollen erhöht werden. Die Dienstzeit vom Leutnant bis zum Hauptmann soll auf acht Jahre verkürzt werden.
dürfte. Das Blatt bezweifelt, ob Kemal Atatürk die türkischen Truppen so schnell aus dem Sandschak zurückziehen werde, wie man sich das jetzt in Frankreich vorstellt.
senkt.
ZapanzurDesehungderparacel-Insekn
Tokio, b.Juli. (DRB. Funkspruch.) Der Sprecher des japanischen Außenamtes erklärte zur Besetzung der Paracel-Inseln durch französisch-anami- tische Polizei unter Führung französischer Offiziere, daß 1920 und 1921 von französischer und britischer Seite erklärt worden sei, daß die Paracel-Inseln zum Verwaltungsbezirk Hainan gehörten. Der Sprecher des Außenamtes betonte, daß ein Anspruch Jndochinas oder Frankreichs auf die Paracel-Inseln deshalb unberechtigt sei. Die apanische Presse wendet sich leidenschaftlich gegen Frankreichs Vorgehen und schreibt, Frankreich habe damit sein wahres Gesicht gegenüber Japan und dem Chinakonflikt gezeigt. Wenn Frankreich seine Haltung nicht ändere, so müsse Japan entsprechende Maßnahmen ergreifen. Da Hainan chinesisches Gebiet und Operationsgebiet sei und außerdem militärische Befestigungen auf- zuweisen habe, so würde die Besetzung Hainans durch Japan vollkommen berechtigt sein.
wirtschaftlichen Produktion, staatliche Unterstützung der Bauern, Verbilligung der zur landwirtschaftlichen Erzeugung benötigten Artikel, Straßen- und Eisenbahnbauten, Wiederherstellung der Ordnung im Schulwesen und in den Kirchen, verschiedene volks- gesundh^iliche Maßnahmen, Verbesserung des Loses der Arbeiterschaft, Entwicklung der Armee, weiterer Ausbau der Grenzbefestigungen, Justizreform, sowie die denkbar größte Entwicklung der Kriegsmarine und der Luftflotte. Auf außenpolitischem Gebiet stellt die Proklamation fest, daß die neue Regierung die bestehenden Bündnisse und Freundschaften noch weiter vertieft, daneben neue Freunde gewonnen und die Beziehungen zu den Nachbar st aatenverbessert habe. Zum Schluß heißt es, daß die Regierung mit den alten Methoden gebrochen habe, die nur bestrebt gewesen seien, in der Bevölkerung unerfüllbare Hoffnungen zu wecken. Die Regierung wolle, daß die ganze Nation sich an der Aktion zur Schaffung der nationalen Solidarität beteilige.
Unter dem Vorsitz des Königs fand ein Mimster- rot statt, der sich in erster Linie mit dem Problem
Welche Absichten die Türkei im Sandschak Alexandrette verfolgen wird, wird sich erst nach einiger Zeit an Hand der Ereignisse beurteilen lassen. Als tatsächliches Ergebnis kann jedenfalls schon jetzt festgestellt werden, daß auch im Nahen Orient Frankreich aus seiner Volksfront-Herrschaft keinen Nutzen gezogen hat. Die Türken hattm sich mit der französischen Herrschaft über ihre Landsleute in Nordsyrien solange abgefunden, als eben d i e Franzosen diese Herrschaft ausübten. Seitdem aber im September 1936 durch den Unterstaatssekretär Dienot der Vertragsabschluß mit Syrien zustandekam, der in dem Mandatsgebiet Syrien eine „demokratische" Herrschaft der Syrer, Alauiten usw. aufrichten wollte, schien den Türken der Gedanke dieser arabischen Herrschaft unerträglich.
Das beste ist, daß auch berufliche Kenner der ganzen Frage keine Ahnung haben, was aus dem französisch - syrischen Vertrag von 1 93 6 eigentlich werden soll. Das französische Parlament hat ihn bisher nicht ratifiziert, schon weil sich kein Abgeordneter gefunden hätte, der ihn als Berichterstatter vertreten hätte, angeblich auch, weil England in freundschaftlicher Form gegen diesen Vertrag Vorstellungen erhoben haben soll. Anderseits aber war Ende 1937 der syrische Ministerpräsident in Paris, und man soll ihm eine bindende Zusicherung mit auf den Weg gegeben haben, wonach die zweijährige Anlaufzeit für das Inkrafttreten des Vertrags bereits begonnen hätte...
Man kann also einigermaßen neugierig sein, wie diese Frage sich weiter entwickeln und wie sich die Stellung Syriens zu der Türkei gestalten wird. England ist an alledem durch seine ganze Politik im Nahen Osten, durch seine Interessen in Palästina und durch seine Oelinteressen in höchstem Maß interessiert. Man versteht, daß der englische Botschafter in Paris, Sir Eric P h i p p s , sich für einige Tage nach London begeben hat, nachdem er über alle diese Fragen mit Außenminister Bonnet gesprochen hatte...
Schanghai, 5. Juli. (DNB.) Die japanischen j Truppen zogen am Dienstag mit großen Feierlichkeiten in Hukau ein, nachdem die Stadt während der ; Nacht von chinesischen Heckenschützen gesäubert worden war. Chinesische Soldaten, die mit 30 Dschunken über den Poyangsee z u e n t k o m- men versuchten, wurden von der japanischen Artillerie unter Feuer genommen. Den japck- nischen Berichten zufolge wurden 29 Dschunken per«
Die deutschen Militärberater aus China abgereist.
Santau, 5. Juli. (DNB.) Die deutschen Mili- tärberater haben am Dienstagvormittag H a n kau verlassen und sich nach Hongkong begeben. Die Abreise wurde von einem chinesischen Sprecher oe- kanntgegeben, der bei dieser Gelegenheit der Tätigkeit der deutschen Berater in China mit anerkennenden Worten gedachte. Er wies darauf hin, daß sie auf eine mehr als fünfjährige Tätigtet! in China zurückblicke könnten. Sie feien aus Grund von Privatdienstverträgen angestellt gewesen, von denen sie bie chinesische Regierung freiwillig entbunden habe. Der chinesische Sprecher schloß mit dem Hinweis, daß sich die deutschen Militärberater den Dank u n d d i e A n e r k e n- nung der chinesischen Regierung für ihre Tätigkeit erworben hätten.
Einmarsch der Japaner in Hukau.
Hälfte aller Juden. Besonders stark von Juden durchsetzt sind die Haupt- und Großstädte. Die judenreichste Stadt aller Länder und Zeiten ist heute Groß-Neuyork, das 2,5 Millionen oder 1 5 v. H. allerJudenderWelt beherbergt. In P a l ä kt i n a bilden die dort wohnenden rund 400 000 Juden ein Drittel der Gesamtbevölkerung.
Burriana — an der Levante erobert.
Castellon, 5.Juli. (DNB.) Die Truppen des Generals Aranda, die in drei Kolonnen von Nordosten, Norden und Nordwesten in Richtung auf Nules, das 20 Kilometer nördlich von Sagunt liegt, vordringen, besetzten am Dienstag die bedeutende Levante-Stadt Burriana, deren Ha
der ständig fortschreitenden Teuerung befaßre^^ Der Ministerrat stellte fest, daß das ständige Anwachsen der Lebensmittelpreise vollkommen u n» begründet sei, weil der Mehrpreis nicht Dem Erzeuger, sondern dem Zwischenhandel zugute komme. Unter diesen Umständen sei eine Herab» drückung der Preise vollkommen gerechtfertigt. Die Regierung fordert daher sämtliche Gemeindeverwaltungen auf, behördliche Prüfer zur Fes- stellung der Ursachen der Teuerung und zur Hint- anhaltung einer weiteren Preissteigerung zu ernennen. Dem Bukarester Bäcker- und Fleischerverband wurde von Innenminister Calinescu mitgeteilt. das Brot müsse um einen Lei pro Kilogramm, ohne Qualitätsverschlechterung, verbilligt werden. Der Fleischpreis müsse um sechs bis acht Lei oro Kilo- grarnrn, j- nach der Qualität, herabgesetzt werden.
Berlin, 5. Juli. (DNB.) Die Zahl der Juden! ,
auf der Erde belief sich nach einer Zusammenstellung! JtlltUdtltCtt.
des Statistischen Reichsamtes in „Wirtschaft und!
Statistik" um das Jahr 1937 auf etwa 16,8 Millionen. Das Arbeitsprogramm der Regierung. — Die Berechnungen gründen sich dabei f aft nur auf ©amtof neftett hte frenpritttd
dieZahlderGlaubensjuden , d. h. auf die- gegen OIC Neuerung.
jenigen Juden, die der mosaischen Religionsgemein- Bukarest, 5. Juli. (Europapreß.) Die rumä- schaft angehören. Sie bilden den Kern des Welt-1 Nische Regierung hat eine Proklamation an die Be- judentums. Fast zwei Drittel, nämlich 10 Millionen I völkerung gerichtet, um sie über die in den letzten Juden, wohnen in Europa, fast ein Drittel, 5 Mil- Monaten geleistete Regierungsarbeit zu unterrichten. Hanen, in Amerika. Die europäischen Juden leben I Das Arbeitsprogramm für das zweite Halb- hauptsächlich in den Städten der osteuropäischen jahr 1938 wird folgendermaßen umrissen: Weitere Grenzgebiete zwischen Ostsee und Schwarzem Meer. Maßnahmen zur vollkommenen Wiederherstellung In einem Viereck, das durch Leningrad, Riga, Wien der öffentlichen Ordnung, Durchführung der Der- und Rostow am Don abgegrenzt wird, leben mehr waltungsreform, Sanierung der Finanzen, billige als acht Millionen, das sind nahezu d i eNandwirtschaftliche Kredite, Reorganisation der land-
fen sowie den Ort Villavieja. Burriana hatten die Roten zu einer ft arten Küstenbefestigung ausgebaut. Das Puntal-Gebirge konnte in seiner ganzen Ausdehnung befejt werden. Im ^Abschnitt Tales wurden die Di
men für das Gesetz den Ausschlag gab! Nur der Tatsache, daß die Marxisten die Strafrechtsreform untersUitzt haben, verdanken es also der Bundesrat und das Regierungslager, daß sie das Gesetz überhaupt unter Dach und Fach bringen konnten.
Trotzdem zeigt man sich in Bern befriedigt und gibt sich der Hoffnung hin, daß bis zmn Jnkraft- treten des neuen Strafrechts im Jahre 1942 die Streitaxt endgültig begraben sein werde, was jedoch erst einmal abgewartet werden muß. Denn sämtliche italienisch- bzw. französischsprachigen Kantone haben ja das Strafrecht mit mehr oder weniger starken Mehrheiten abgelehnt; selbst in der deutschen Schweiz haben eine Reihe katholischer und ländlicher Kantone das gleiche getan; und wenn von den Gegnern des neuen Strafrechts behauptet wird, daß sie bei längerer Dauer des Wahlkampfes die Mehrheit errungen hätten und daß das noch vor Inkrafttreten des Gesetzes „nachgeholt" werde, so läßt sich diese Behauptung nicht so ohne weiteres von der Hand weisen.
Kurz, der Einheitsgedanke hat einen Sieg errungen, aber für kommende Abstimmungen muß mit der Möglichkeit stärkerer Widerstände gegen „Bern" gerechnet werden. Daß die Todesstrafe nunmehr auch offiziell in der ganzen Schweiz abgeschafft ist, wird von kommunistischen und sonstigen Wühlmäusen natürlich nur begrüßt werden, ebenso, daß die Berner Regierung zum ersten Male von den Stimmen der „gemäßigten" Marxisten abhängig geworden ist.
günstiger verlaufen, als der ursprüngliche Vorschlag vorsah — obwohl die Paraguayer selber vorher erklärt hatten, sie seien wenigstens im Westen des Chaco zu Zugeständnissen an Bolivien bereit.
Man geht jetzt darauf hinaus, von Paraguay wenigstens die zugesagten Konzessionen im westlichen Chacogebiet, d. h. die Zustimmung zu einer Verschiebung der geplanten @ re n311n1e nach Osten, zu erlangen, wenn schon Bolivien keinen Hasen am Paraguay erhalten soll. Doch ist es unter diesen Umständen sehr fraglich, ob Bolivien dann seine Zustimmung zu dem Grenzziehungsvorschlag aufrechterhalten wird, da diese Zustimmung an seine unveränderte Annahme durch Paraguay gebunden war. Zudem hat sich jetzt schon in Bolivien, wie sich auch aus Rundfunkreden des Generalstabschefs ergibt, eine starke Mißstimmung wegen Boliviens „nachgiebiger Haltung" auf der Chaco-Konferenz.erhoben. Das Schicksal der Konferenz von Buenoa Aires hängt also an einem dünnen Faden. Schon kommen auch Nachrichten aus dem Chaco selber, die von Kriegsoorbereitungen zu beiden Seiten der „vorläufigen Grenze" zu berichten wissen. Südamerika richtet jetzt seine ganze Hoffnung auf die Diplomatie der Vereinigten Staaten, die, schon im Interesse der gerade von Washington verfolgten panamerikanischen Linie, alles Daran setztzn muß, um ein Wiederaufflackern der Feindseligkeiten zu verhindern und einen wirklichen Friedens schluß zu erreichen.
Buenos Aires, 5. Juli. (Europapreß.) Auf der Chaco-Konferenz von Buenos Aires ist die berühmte Konferenzkrise ausgebrochen, ein Schicksal, das keiner internationalen Konferenz, auch keiner südamerikanischen, erspart bleibt. Die Vermittlermächte Der Konferenz, USA., Die ABC.-Staaten, Peru unD Uruguay, hatten den beiden ehemaligen Gegnern, Die Durch ihre Außenminister — Baez (Paraguay) unD Diez de Medina (Bolivien) — auf der Konferenz vertreten sind, einen Grenz- ziehungsvorschlag unterbreitet, Der von Bolivien angenommen, von Paraguay aber mit Einwendungen beantwortet worden war. Namentlich hatten die Paraguayer an diesem Vorschlag auszusetzen, daß er Bolivien nördlich von Bahia Negra am Paraguay-Fluß — zudem in einer Gegend, in Der, wie wenigstens gerüchtweise verlautet, Petroleum-Vorkommen sein sollen — einen Hafenplatz sichere. Paraguay, erklärte demgegenüber, es könne auf keinen Fall zulassen, daß Bolivien sich auf dem Paraguay-Ufer festsetze. Em Mitglied Der paraguayischen Konferenz-AborDnung wurde nach Asuncion entsandt und kam mit Gegen- -x -r. Vorschlägen zurück. Die Vorschläge sind aber nun irte Sueras und Fuente berart, b,afe bje Weiterführung der Kanferenzarbel- de la Higuera erobert. Die nationalen L gefährdet erscheint: Bolivien soll keinen Hafen Flieger bombardierten nordöstlich von Amposta Qm Paraguay, sondern nur Zugang zu einem win- einen sowjetspanischen Mumtlonszug, ferner Die . ni v t einma[ schiffbaren Nebenfluß des Munitionsfabrik Gava (Provinz Barcelona), Die m L bem Negro, erhalten. Außerdem aber
Brand geriet, sowie Den Flugplatz von Alicante, wo . H , . Westen Die Grenzlinie für Bolivien un- zahireiche Gebäude und Flugzeuge vernichtet wur-11 J Den. Im Juni rourben 41 rote Flugzeuge im Luftkampf und zehn durch Die Luftabwehr ad geschossen. Die Nationalen verloren fünf Apparate durch Luftabwehr.
Sie „internationalen" Srigaden. JÄWB
= e,nr: /jun»\ Khinoen traf gemeldet, mit einem Sieg des Bundesrats und des
kh°-n Sie vorher' ^-Komintern der Wahlrrfchust aus Erwägung
in Polen, in der Tschecho-Slowakei und im Oester- oder aber wegen der Begleitumstände °er Abstim- reich Schuschniggs gearbeitet hätten. Die Spanier mung den sgedanken b°' dieser Gelegenheit selbst hätten in der sowjetspanischen Truppe nichts ledeusalls Nicht beiahen
zu agen. Einer der Hauptköder.bei der Anwerbung Andererseits ist es bezeichnend, datz °as m Freiwilligen aus Polen sei die Versprechung, neue Strafrecht nur °°n g-/- K-nt°n-n an SS k rfwsro« .“•». ttssr rr»:r«: ää s bann die P?len, die bei den spanischen Bolschewisten Jahren durch eine erste eJ’
ÄS SSS 'Sreiis bWn9 ÄÄ\i e s e r unb UMzi-re eingelegt wuroen. | Umftanb bereits genügt, um das Gesetz zu Fall zu
bringen. Und selbst unter den nun einmal gegebenen Umständen war es einzig und allein Zürich — das rote Zürich — das mit feinen 53 000 Mehrstim-
Ullrich Graf.
Zum 60. Geburtstag des treuen Begleiters Adolf Hitlers.
B e r l i n, 5. Juli (DRB.) Arn 6. Juli wird Ullrich Graf, der treue Begleiter Adolf Hitlers in den ersten Jahren des Kampfes der NSDAP, um die Macht, 60 Jahre alt. Ullrich Graf wurde in S^ch- Hagel in Bayern geboren. Er trat mit 18 J^yren freiwillig beim 1. Bayrischen Feldartillerie-Regirnent ein, um die Unteroffizierslaufbahn zu ergreifen. Wegen Dienstbeschädigung wurde er nach acht Jahren entlassen und erhielt eine Anstellung als Beamter bei Der Stadt München. Nach dem Kriege, bereits im Frühjahr 1919, als er sich wieder in feiner alten Stelle als Freibankmeifter im Münchener Schlacht- und Diehhof befand, lernte er Adolf Hitler kennen, von dessen Seite er bei keiner Veranstaltung der jungen Bewegung wich. Am 9. November 1923 warf Graf sich vor den Führer und deckte ihn vor den Kugeln. Er erhielt eine Reihe von Schußverletzungen. Erst in dem Prozeß vor dem Volksgericht stch Graf, der drei Monate in einer Klinik' zubringen mußte, den Führer wieder. Nach der Rückkehr Adolf Hitlers aus der Festung Landsberg versuchte Ullrich Graf, seinen gewohnten Dienst an die Seite des Führers wieder aufzunehmen. Die Folgen feiner schweren Verletzungen ließen jedoch die Ausfüllung feiner verantwortungsvollen Aufgabe nicht mehr zu. Ullrich Graf trägt die Partei- mitgliedsnummer 8, er ist Inhaber der drei Ehrenzeichen Der NSDAP.
neicksminister Or. Goebbels auf der Internationalen Handwerls«
Ausstellung.
Berlin, 5. Juli. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels besuchte Die Internationale Handwerksausstellung am Funkturm. Ständig dicht umringt von den Ausstellungsbesuchern und allenthalben stürmisch begrüßt unternahm der Minister unter Führung des Leiters des deutschen Handwerks in der DAF., Paul Walter, einen fast zweistündigen Rundgang durch die Hallen. Mit besonders
London, 5. Juli. (Europapreß.) Ein inter- /aL___▲ —
esiantes Licht wird durch eine Veröffentlichung des l
englischen Statistischen Amtes auf die in der letzten! •• Wwj
Zeit häufig erörterte Frage der ausländischen Schiffs- o.
regiftrierungen in England geworfen. Der Bericht Von Unserem E. F.-Korrespondenien.
sagt, daß im Monat Mai nicht weniger als 36 .
ausländische Schiffe mit einer Gesamtton- Puris, 5. Juli,
nage von 30 000 Tonnen in England registriert Die französische Presse hat fast ausnahmslos einen worden feien und von da ab die englische rosenroten Optimismus über die zwischen Flagge führten. Von diesen Schiffen waren Frankreich und der Türkei erzielte Cini- früher zwölf in den Vereinigten Staaten, neun in gung über das Schicksal des Sandschaks Holland, vier in Frankreich, zwei in Dänemark, je Alexandrette, jenes strategisch so ungeheuer eins in Griechenland und Finnland registriert, wäh- wichtigen Gebietes im östlichen Mittelmeer im Win- renb zwei Schiffe keinen Heimathafen ihr eigen zwischen der palästinensisch-syrischen Küste und nennen konnten. dem türkischen Küstengebiet, an Den Tag gelegt.
Alles, was man bisher über Den Charakter Dieser VIC Loboupporty soroen Prüfung Einigung gehört hat, bestätigt aber Die Vermutun- her filfidüfrüffunfl gen, daß es sich um eine höchst fragwürdige, vo r.
per ArUTiauTrunung. häufige „Einigung" handelt, die den Kern
London, 6. Juli. (Europapreß.) Die Forderung des ganzen Konfliktes überhaupt nicht aus der Welt der Labour-Party nach Einsetzung eines u n- schafft und jeden Tag neueReibungsflächen p a r t e i i f ch en A u s f ch u f fe s zur Untersuchung schaffen kann, der Lücken Der englischen ßuftaufrüftung und Der Bis jetzt hat man sich die staatsrechtliche Stellung Verteidigung Englands gegen Luftangriffe wird in des Sandschakgebiets ungefähr so vorzustellen: Ein einem dem Ministerpräsidenten überreichten UUima- autonomes Gebilde unter nomineller Oberhoheit der tum erneut gestellt. Bei seinem Besuch bei Cham- Genfer Liga, bewohnt von 200 000 Menschen — berlain am Dienstag überreichte A11lee eine etwa davon etwa 80 000 Türken, der Rest Syrer, Ar- 250 Seiten umfassende Denkschrift, in der auf die menter, Alauiten, Kurden, Griechen — ein franzö- angedlichen Unzulänglichkeiten und Fehler auf die- sisches Oberkommissariat, Frankreich für die Auf- fem Gebiete Der Landesverteidigung Dingeroiefen rechterhaltung der Ruhe verantwortlich, aber sran- wird. Attlee überreichte die Denkschrift mit der zösische und türkische Truppen in gleicher Stärke Drohung, Die Arbeiterpartei sähe sich gezwungen, von je 2500 Mann vorhanden, dazu ein Pvlizei- diese Denkschrift mit ihrem belastenden Inhalt der korps von tausend Eingeborenen. Frankreich denkt Oeffentlichkeit zu übergeben, wenn nicht an eine baldige Abberufung Der Truppen —■ etwa in absehbarer Zeit ein Ausschuß zur Untersuchung Ende August — um dann die tausend Polizisten
Der wahren Zustände in Der Durchführung des allein für die Ordnung sorgen zu lassen.
Luftaufrüstungsprogramms eingesetzt werde. Die „Action Fran^aise", ein Blatt, das in solchen
Weitere Verjüngung des britischen ber ^Reihe tanzt, sprich? aus, ^was anbere Blätter Offizierkorpö angekündigt. Ä" W
London, 6. Juli. (DNB. Funkspruch.) „Daily schnitten haben dürfte, zumindest, daß Frankreich Telearaph" will wissen, daß der Heeresrat in der, im ganzen Nahen^Osten einen Verlust Ansehen nächsten Zeit neue Bestimmungen zur Verjüngung *--*■ * des Offizierkorps ber aktiven Armee erlassen habe.


