Ausgabe 
6.7.1938
 
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Um den Friedensschluß im GranChaco

Das neue Strafrecht der Schweiz

erlitten hat, von dem es sich nicht so bald erholen

Aeuyork, die judenreichste Stadt.

Welche ausländischen Schiffe wurden in England registriert?

tische» wie wirtschaftlichen Faktor entgegenbringt der deutsch-chilenische Warenverkehr stand im Vorjahr an der Spitze der chilenischen Handelsbilanz als Zeichen der Herzlichkeit des Einvernehmens konnte der deutsche Botschafter in Santiago bei sei­nem traditionellen Maiempfang auch den Prä­sidenten der Republik in seinen Raumen begrüßen. Es kann nach all dem nicht wunder­nehmen, daß man im Reich die weitere innerpoli- tische Entwicklung bis zu den Präsidentschaftswah­len mit Interesse verfolgt,

Danach soll kein Offizier von über 50 Jahren zum Oberst ernannt werden. Um den Weg zur Beför­derung freizumachen, werde man eine größere An­zahl älterer Majore ersuchen, in den Ruhestand zu treten unter gleichzeitiger Erhöhung ihrer Pen­sion fron 300 auf 400 Pfund jährlich. Auch die Pensionen von Richt-Stabsoffizieren sollen erhöht werden. Die Dienstzeit vom Leutnant bis zum Hauptmann soll auf acht Jahre verkürzt werden.

dürfte. Das Blatt bezweifelt, ob Kemal Atatürk die türkischen Truppen so schnell aus dem Sandschak zurückziehen werde, wie man sich das jetzt in Frank­reich vorstellt.

senkt.

ZapanzurDesehungderparacel-Insekn

Tokio, b.Juli. (DRB. Funkspruch.) Der Spre­cher des japanischen Außenamtes erklärte zur Be­setzung der Paracel-Inseln durch französisch-anami- tische Polizei unter Führung französischer Offiziere, daß 1920 und 1921 von französischer und britischer Seite erklärt worden sei, daß die Paracel-Inseln zum Verwaltungsbezirk Hainan gehör­ten. Der Sprecher des Außenamtes betonte, daß ein Anspruch Jndochinas oder Frankreichs auf die Paracel-Inseln deshalb unberechtigt sei. Die apanische Presse wendet sich leidenschaftlich gegen Frankreichs Vorgehen und schreibt, Frankreich habe damit sein wahres Gesicht gegenüber Japan und dem Chinakonflikt gezeigt. Wenn Frankreich seine Haltung nicht ändere, so müsse Japan entspre­chende Maßnahmen ergreifen. Da Hainan chinesisches Gebiet und Operationsgebiet sei und außerdem militärische Befestigungen auf- zuweisen habe, so würde die Besetzung Hai­nans durch Japan vollkommen berechtigt sein.

wirtschaftlichen Produktion, staatliche Unterstützung der Bauern, Verbilligung der zur landwirtschaft­lichen Erzeugung benötigten Artikel, Straßen- und Eisenbahnbauten, Wiederherstellung der Ordnung im Schulwesen und in den Kirchen, verschiedene volks- gesundh^iliche Maßnahmen, Verbesserung des Loses der Arbeiterschaft, Entwicklung der Armee, weiterer Ausbau der Grenzbefestigungen, Justizreform, sowie die denkbar größte Entwicklung der Kriegsmarine und der Luftflotte. Auf außenpolitischem Gebiet stellt die Proklamation fest, daß die neue Regierung die bestehenden Bündnisse und Freund­schaften noch weiter vertieft, daneben neue Freunde gewonnen und die Beziehun­gen zu den Nachbar st aatenverbessert habe. Zum Schluß heißt es, daß die Regierung mit den alten Methoden gebrochen habe, die nur bestrebt gewesen seien, in der Bevölkerung unerfüllbare Hoff­nungen zu wecken. Die Regierung wolle, daß die ganze Nation sich an der Aktion zur Schaffung der nationalen Solidarität beteilige.

Unter dem Vorsitz des Königs fand ein Mimster- rot statt, der sich in erster Linie mit dem Problem

Welche Absichten die Türkei im Sandschak Alexandrette verfolgen wird, wird sich erst nach einiger Zeit an Hand der Ereignisse beurteilen lassen. Als tatsächliches Ergebnis kann jedenfalls schon jetzt festgestellt werden, daß auch im Nahen Orient Frankreich aus seiner Volksfront-Herrschaft keinen Nutzen gezogen hat. Die Türken hattm sich mit der französischen Herrschaft über ihre Landsleute in Nordsyrien solange abgefunden, als eben d i e Franzosen diese Herrschaft ausübten. Seitdem aber im September 1936 durch den Unterstaats­sekretär Dienot der Vertragsabschluß mit Syrien zustandekam, der in dem Mandatsgebiet Syrien eine demokratische" Herrschaft der Syrer, Alauiten usw. aufrichten wollte, schien den Türken der Gedanke dieser arabischen Herrschaft unerträglich.

Das beste ist, daß auch berufliche Kenner der ganzen Frage keine Ahnung haben, was aus dem französisch - syrischen Vertrag von 1 93 6 eigentlich werden soll. Das französische Par­lament hat ihn bisher nicht ratifiziert, schon weil sich kein Abgeordneter gefunden hätte, der ihn als Berichterstatter vertreten hätte, angeblich auch, weil England in freundschaftlicher Form gegen diesen Vertrag Vorstellungen erhoben haben soll. Ander­seits aber war Ende 1937 der syrische Ministerprä­sident in Paris, und man soll ihm eine bindende Zusicherung mit auf den Weg gegeben haben, wo­nach die zweijährige Anlaufzeit für das Inkraft­treten des Vertrags bereits begonnen hätte...

Man kann also einigermaßen neugierig sein, wie diese Frage sich weiter entwickeln und wie sich die Stellung Syriens zu der Türkei gestalten wird. England ist an alledem durch seine ganze Poli­tik im Nahen Osten, durch seine Interessen in Pa­lästina und durch seine Oelinteressen in höchstem Maß interessiert. Man versteht, daß der englische Botschafter in Paris, Sir Eric P h i p p s , sich für einige Tage nach London begeben hat, nachdem er über alle diese Fragen mit Außenminister Bonnet gesprochen hatte...

Schanghai, 5. Juli. (DNB.) Die japanischen j Truppen zogen am Dienstag mit großen Feierlich­keiten in Hukau ein, nachdem die Stadt während der ; Nacht von chinesischen Heckenschützen ge­säubert worden war. Chinesische Soldaten, die mit 30 Dschunken über den Poyangsee z u e n t k o m- men versuchten, wurden von der japanischen Ar­tillerie unter Feuer genommen. Den japck- nischen Berichten zufolge wurden 29 Dschunken per«

Die deutschen Militärberater aus China abgereist.

Santau, 5. Juli. (DNB.) Die deutschen Mili- tärberater haben am Dienstagvormittag H a n kau verlassen und sich nach Hongkong begeben. Die Abreise wurde von einem chinesischen Sprecher oe- kanntgegeben, der bei dieser Gelegenheit der Tätig­keit der deutschen Berater in China mit anerkennen­den Worten gedachte. Er wies darauf hin, daß sie auf eine mehr als fünfjährige Tätigtet! in China zurückblicke könnten. Sie feien aus Grund von Privatdienstverträgen ange­stellt gewesen, von denen sie bie chinesische Regierung freiwillig entbunden habe. Der chinesische Spre­cher schloß mit dem Hinweis, daß sich die deutschen Militärberater den Dank u n d d i e A n e r k e n- nung der chinesischen Regierung für ihre Tätigkeit erworben hätten.

Einmarsch der Japaner in Hukau.

Hälfte aller Juden. Besonders stark von Juden durchsetzt sind die Haupt- und Großstädte. Die juden­reichste Stadt aller Länder und Zeiten ist heute Groß-Neuyork, das 2,5 Millionen oder 1 5 v. H. allerJudenderWelt beherbergt. In P a l ä kt i n a bilden die dort wohnenden rund 400 000 Juden ein Drittel der Gesamtbevölkerung.

Burriana an der Levante erobert.

Castellon, 5.Juli. (DNB.) Die Truppen des Generals Aranda, die in drei Kolonnen von Nord­osten, Norden und Nordwesten in Richtung auf Nules, das 20 Kilometer nördlich von Sagunt liegt, vordringen, besetzten am Dienstag die be­deutende Levante-Stadt Burriana, deren Ha­

der ständig fortschreitenden Teuerung befaßre^^ Der Ministerrat stellte fest, daß das ständige An­wachsen der Lebensmittelpreise vollkommen u n» begründet sei, weil der Mehrpreis nicht Dem Erzeuger, sondern dem Zwischenhandel zugute komme. Unter diesen Umständen sei eine Herab» drückung der Preise vollkommen gerechtfertigt. Die Regierung fordert daher sämtliche Gemeindeverwal­tungen auf, behördliche Prüfer zur Fes- stellung der Ursachen der Teuerung und zur Hint- anhaltung einer weiteren Preissteigerung zu er­nennen. Dem Bukarester Bäcker- und Fleischerver­band wurde von Innenminister Calinescu mitgeteilt. das Brot müsse um einen Lei pro Kilogramm, ohne Qualitätsverschlechterung, verbilligt werden. Der Fleischpreis müsse um sechs bis acht Lei oro Kilo- grarnrn, j- nach der Qualität, herabgesetzt werden.

Berlin, 5. Juli. (DNB.) Die Zahl der Juden! ,

auf der Erde belief sich nach einer Zusammenstellung! JtlltUdtltCtt.

des Statistischen Reichsamtes inWirtschaft und!

Statistik" um das Jahr 1937 auf etwa 16,8 Millionen. Das Arbeitsprogramm der Regierung. Die Berechnungen gründen sich dabei f aft nur auf ©amtof neftett hte frenpritttd

dieZahlderGlaubensjuden , d. h. auf die- gegen OIC Neuerung.

jenigen Juden, die der mosaischen Religionsgemein- Bukarest, 5. Juli. (Europapreß.) Die rumä- schaft angehören. Sie bilden den Kern des Welt-1 Nische Regierung hat eine Proklamation an die Be- judentums. Fast zwei Drittel, nämlich 10 Millionen I völkerung gerichtet, um sie über die in den letzten Juden, wohnen in Europa, fast ein Drittel, 5 Mil- Monaten geleistete Regierungsarbeit zu unterrichten. Hanen, in Amerika. Die europäischen Juden leben I Das Arbeitsprogramm für das zweite Halb- hauptsächlich in den Städten der osteuropäischen jahr 1938 wird folgendermaßen umrissen: Weitere Grenzgebiete zwischen Ostsee und Schwarzem Meer. Maßnahmen zur vollkommenen Wiederherstellung In einem Viereck, das durch Leningrad, Riga, Wien der öffentlichen Ordnung, Durchführung der Der- und Rostow am Don abgegrenzt wird, leben mehr waltungsreform, Sanierung der Finanzen, billige als acht Millionen, das sind nahezu d i eNandwirtschaftliche Kredite, Reorganisation der land-

fen sowie den Ort Villavieja. Burriana hatten die Roten zu einer ft arten Küstenbefestigung ausgebaut. Das Puntal-Gebirge konnte in seiner ganzen Ausdehnung befejt werden. Im ^Abschnitt Tales wurden die Di

men für das Gesetz den Ausschlag gab! Nur der Tatsache, daß die Marxisten die Strafrechtsreform untersUitzt haben, verdanken es also der Bundesrat und das Regierungslager, daß sie das Gesetz über­haupt unter Dach und Fach bringen konnten.

Trotzdem zeigt man sich in Bern befriedigt und gibt sich der Hoffnung hin, daß bis zmn Jnkraft- treten des neuen Strafrechts im Jahre 1942 die Streitaxt endgültig begraben sein werde, was jedoch erst einmal abgewartet werden muß. Denn sämtliche italienisch- bzw. französischsprachigen Kantone haben ja das Strafrecht mit mehr oder weniger starken Mehrheiten abgelehnt; selbst in der deutschen Schweiz haben eine Reihe katholischer und länd­licher Kantone das gleiche getan; und wenn von den Gegnern des neuen Strafrechts behauptet wird, daß sie bei längerer Dauer des Wahlkampfes die Mehrheit errungen hätten und daß das noch vor Inkrafttreten des Gesetzesnachgeholt" werde, so läßt sich diese Behauptung nicht so ohne weiteres von der Hand weisen.

Kurz, der Einheitsgedanke hat einen Sieg errun­gen, aber für kommende Abstimmungen muß mit der Möglichkeit stärkerer Widerstände gegenBern" ge­rechnet werden. Daß die Todesstrafe nunmehr auch offiziell in der ganzen Schweiz abgeschafft ist, wird von kommunistischen und sonstigen Wühlmäu­sen natürlich nur begrüßt werden, ebenso, daß die Berner Regierung zum ersten Male von den Stim­men dergemäßigten" Marxisten abhängig gewor­den ist.

günstiger verlaufen, als der ursprüngliche Vorschlag vorsah obwohl die Paraguayer selber vorher er­klärt hatten, sie seien wenigstens im Westen des Chaco zu Zugeständnissen an Bolivien bereit.

Man geht jetzt darauf hinaus, von Paraguay we­nigstens die zugesagten Konzessionen im westlichen Chacogebiet, d. h. die Zustimmung zu einer Ver­schiebung der geplanten @ re n311n1e nach Osten, zu erlangen, wenn schon Bolivien keinen Hasen am Paraguay erhalten soll. Doch ist es unter diesen Umständen sehr fraglich, ob Bolivien dann seine Zustimmung zu dem Grenzziehungsvor­schlag aufrechterhalten wird, da diese Zustimmung an seine unveränderte Annahme durch Paraguay ge­bunden war. Zudem hat sich jetzt schon in Bolivien, wie sich auch aus Rundfunkreden des Generalstabs­chefs ergibt, eine starke Mißstimmung wegen Bo­liviensnachgiebiger Haltung" auf der Chaco-Konferenz.erhoben. Das Schicksal der Konfe­renz von Buenoa Aires hängt also an einem dünnen Faden. Schon kommen auch Nachrichten aus dem Chaco selber, die von Kriegsoorbereitungen zu bei­den Seiten dervorläufigen Grenze" zu berichten wissen. Südamerika richtet jetzt seine ganze Hoff­nung auf die Diplomatie der Vereinigten Staaten, die, schon im Interesse der gerade von Washington verfolgten panamerikanischen Linie, alles Daran setztzn muß, um ein Wiederaufflackern der Feind­seligkeiten zu verhindern und einen wirklichen Frie­dens schluß zu erreichen.

Buenos Aires, 5. Juli. (Europapreß.) Auf der Chaco-Konferenz von Buenos Aires ist die be­rühmte Konferenzkrise ausgebrochen, ein Schicksal, das keiner internationalen Konferenz, auch keiner südamerikanischen, erspart bleibt. Die Vermittler­mächte Der Konferenz, USA., Die ABC.-Staaten, Peru unD Uruguay, hatten den beiden ehemaligen Gegnern, Die Durch ihre Außenminister Baez (Paraguay) unD Diez de Medina (Bolivien) auf der Konferenz vertreten sind, einen Grenz- ziehungsvorschlag unterbreitet, Der von Bo­livien angenommen, von Paraguay aber mit Ein­wendungen beantwortet worden war. Namentlich hatten die Paraguayer an diesem Vorschlag auszu­setzen, daß er Bolivien nördlich von Bahia Negra am Paraguay-Fluß zudem in einer Ge­gend, in Der, wie wenigstens gerüchtweise verlautet, Petroleum-Vorkommen sein sollen einen Hafenplatz sichere. Paraguay, erklärte dem­gegenüber, es könne auf keinen Fall zulassen, daß Bolivien sich auf dem Paraguay-Ufer festsetze. Em Mitglied Der paraguayischen Konferenz-AborDnung wurde nach Asuncion entsandt und kam mit Gegen- -x -r. Vorschlägen zurück. Die Vorschläge sind aber nun irte Sueras und Fuente berart, b,afe bje Weiterführung der Kanferenzarbel- de la Higuera erobert. Die nationalen L gefährdet erscheint: Bolivien soll keinen Hafen Flieger bombardierten nordöstlich von Amposta Qm Paraguay, sondern nur Zugang zu einem win- einen sowjetspanischen Mumtlonszug, ferner Die . ni v t einma[ schiffbaren Nebenfluß des Munitionsfabrik Gava (Provinz Barcelona), Die m L bem Negro, erhalten. Außerdem aber

Brand geriet, sowie Den Flugplatz von Alicante, wo . H , . Westen Die Grenzlinie für Bolivien un- zahireiche Gebäude und Flugzeuge vernichtet wur-11 J Den. Im Juni rourben 41 rote Flugzeuge im Luftkampf und zehn durch Die Luftabwehr ad ge­schossen. Die Nationalen verloren fünf Apparate durch Luftabwehr.

Sieinternationalen" Srigaden. JÄWB

= e,nr: /jun»\ Khinoen traf gemeldet, mit einem Sieg des Bundesrats und des

kh°-n Sie vorher' ^-Komintern der Wahlrrfchust aus Erwägung

in Polen, in der Tschecho-Slowakei und im Oester- oder aber wegen der Begleitumstände °er Abstim- reich Schuschniggs gearbeitet hätten. Die Spanier mung den sgedanken b°' dieser Gelegenheit selbst hätten in der sowjetspanischen Truppe nichts ledeusalls Nicht beiahen

zu agen. Einer der Hauptköder.bei der Anwerbung Andererseits ist es bezeichnend, datz °as m Freiwilligen aus Polen sei die Versprechung, neue Strafrecht nur °°n g-/- K-nt°n-n an SS k rfwsro« .». ttssr rr»:r«: ää s bann die P?len, die bei den spanischen Bolschewisten Jahren durch eine erste eJ

ÄS SSS 'Sreiis bWn9 ÄÄ\i e s e r unb UMzi-re eingelegt wuroen. | Umftanb bereits genügt, um das Gesetz zu Fall zu

bringen. Und selbst unter den nun einmal gegebenen Umständen war es einzig und allein Zürich das rote Zürich das mit feinen 53 000 Mehrstim-

Ullrich Graf.

Zum 60. Geburtstag des treuen Begleiters Adolf Hitlers.

B e r l i n, 5. Juli (DRB.) Arn 6. Juli wird Ull­rich Graf, der treue Begleiter Adolf Hitlers in den ersten Jahren des Kampfes der NSDAP, um die Macht, 60 Jahre alt. Ullrich Graf wurde in S^ch- Hagel in Bayern geboren. Er trat mit 18 J^yren freiwillig beim 1. Bayrischen Feldartillerie-Regirnent ein, um die Unteroffizierslaufbahn zu ergreifen. Wegen Dienstbeschädigung wurde er nach acht Jah­ren entlassen und erhielt eine Anstellung als Beam­ter bei Der Stadt München. Nach dem Kriege, be­reits im Frühjahr 1919, als er sich wieder in feiner alten Stelle als Freibankmeifter im Münchener Schlacht- und Diehhof befand, lernte er Adolf Hit­ler kennen, von dessen Seite er bei keiner Veran­staltung der jungen Bewegung wich. Am 9. Novem­ber 1923 warf Graf sich vor den Führer und deckte ihn vor den Kugeln. Er erhielt eine Reihe von Schußverletzungen. Erst in dem Prozeß vor dem Volksgericht stch Graf, der drei Monate in einer Klinik' zubringen mußte, den Führer wieder. Nach der Rückkehr Adolf Hitlers aus der Festung Lands­berg versuchte Ullrich Graf, seinen gewohnten Dienst an die Seite des Führers wieder aufzunehmen. Die Folgen feiner schweren Verletzungen ließen jedoch die Ausfüllung feiner verantwortungsvollen Auf­gabe nicht mehr zu. Ullrich Graf trägt die Partei- mitgliedsnummer 8, er ist Inhaber der drei Ehren­zeichen Der NSDAP.

neicksminister Or. Goebbels auf der Internationalen Handwerls«

Ausstellung.

Berlin, 5. Juli. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels besuchte Die Internationale Hand­werksausstellung am Funkturm. Ständig dicht um­ringt von den Ausstellungsbesuchern und allenthal­ben stürmisch begrüßt unternahm der Minister un­ter Führung des Leiters des deutschen Handwerks in der DAF., Paul Walter, einen fast zweistün­digen Rundgang durch die Hallen. Mit besonders

London, 5. Juli. (Europapreß.) Ein inter- /aL___

esiantes Licht wird durch eine Veröffentlichung des l

englischen Statistischen Amtes auf die in der letzten! Wwj

Zeit häufig erörterte Frage der ausländischen Schiffs- o.

regiftrierungen in England geworfen. Der Bericht Von Unserem E. F.-Korrespondenien.

sagt, daß im Monat Mai nicht weniger als 36 .

ausländische Schiffe mit einer Gesamtton- Puris, 5. Juli,

nage von 30 000 Tonnen in England registriert Die französische Presse hat fast ausnahmslos einen worden feien und von da ab die englische rosenroten Optimismus über die zwischen Flagge führten. Von diesen Schiffen waren Frankreich und der Türkei erzielte Cini- früher zwölf in den Vereinigten Staaten, neun in gung über das Schicksal des Sandschaks Holland, vier in Frankreich, zwei in Dänemark, je Alexandrette, jenes strategisch so ungeheuer eins in Griechenland und Finnland registriert, wäh- wichtigen Gebietes im östlichen Mittelmeer im Win- renb zwei Schiffe keinen Heimathafen ihr eigen zwischen der palästinensisch-syrischen Küste und nennen konnten. dem türkischen Küstengebiet, an Den Tag gelegt.

Alles, was man bisher über Den Charakter Dieser VIC Loboupporty soroen Prüfung Einigung gehört hat, bestätigt aber Die Vermutun- her filfidüfrüffunfl gen, daß es sich um eine höchst fragwürdige, vo r.

per ArUTiauTrunung. häufigeEinigung" handelt, die den Kern

London, 6. Juli. (Europapreß.) Die Forderung des ganzen Konfliktes überhaupt nicht aus der Welt der Labour-Party nach Einsetzung eines u n- schafft und jeden Tag neueReibungsflächen p a r t e i i f ch en A u s f ch u f fe s zur Untersuchung schaffen kann, der Lücken Der englischen ßuftaufrüftung und Der Bis jetzt hat man sich die staatsrechtliche Stellung Verteidigung Englands gegen Luftangriffe wird in des Sandschakgebiets ungefähr so vorzustellen: Ein einem dem Ministerpräsidenten überreichten UUima- autonomes Gebilde unter nomineller Oberhoheit der tum erneut gestellt. Bei seinem Besuch bei Cham- Genfer Liga, bewohnt von 200 000 Menschen berlain am Dienstag überreichte A11lee eine etwa davon etwa 80 000 Türken, der Rest Syrer, Ar- 250 Seiten umfassende Denkschrift, in der auf die menter, Alauiten, Kurden, Griechen ein franzö- angedlichen Unzulänglichkeiten und Fehler auf die- sisches Oberkommissariat, Frankreich für die Auf- fem Gebiete Der Landesverteidigung Dingeroiefen rechterhaltung der Ruhe verantwortlich, aber sran- wird. Attlee überreichte die Denkschrift mit der zösische und türkische Truppen in gleicher Stärke Drohung, Die Arbeiterpartei sähe sich gezwungen, von je 2500 Mann vorhanden, dazu ein Pvlizei- diese Denkschrift mit ihrem belastenden Inhalt der korps von tausend Eingeborenen. Frankreich denkt Oeffentlichkeit zu übergeben, wenn nicht an eine baldige Abberufung Der Truppen etwa in absehbarer Zeit ein Ausschuß zur Untersuchung Ende August um dann die tausend Polizisten

Der wahren Zustände in Der Durchführung des allein für die Ordnung sorgen zu lassen.

Luftaufrüstungsprogramms eingesetzt werde. DieAction Fran^aise", ein Blatt, das in solchen

Weitere Verjüngung des britischen ber ^Reihe tanzt, sprich? aus, ^was anbere Blätter Offizierkorpö angekündigt. Ä" W

London, 6. Juli. (DNB. Funkspruch.)Daily schnitten haben dürfte, zumindest, daß Frankreich Telearaph" will wissen, daß der Heeresrat in der, im ganzen Nahen^Osten einen Verlust Ansehen nächsten Zeit neue Bestimmungen zur Verjüngung *--* * des Offizierkorps ber aktiven Armee erlassen habe.