Ausgabe 
6.7.1938
 
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B. R.

Aus aller Welt

uralte asiatische Haß." Der Redner schildert dann die Eulenburg-Moltkeschen Skandal- ) r o z e s s e der Jahre 1907/09, durch die Harden Wilhelm II. und dem Kaisertum eine vernichtende Niederlage zufügte. Ein starker Staat hätte jene krankhaften Höflinge selbst gerichtet nach den Ge­setzen der Armee. Der schwache Staat 'jener Zeit gab Männer der nächsten Umgebung des Kaisers der Lynchjustiz einer jüdischen Presse preis. So seien die Skandalprozesse Harden dieHalsband"-Prozesse der deutschen Revolution geworden.

Sauleiter Streicher auf der Tagung des Hauptamtes für Dolkswohlfahrt.

Alt-Rehs-, 4. 3uli. (©3t®.) Auf der Tagung der Reichsredner und Sachbearbeiter für biologische Medizin des Hauptamtes für Volksgesundheit in Alt-Rehse ergriff Gauleiter Julius Streicher das Wort. Hier aus der Führerschule in Alt-Rehse, führte er aus, trete ihm ein Stück Volksgemeinschaft ent­gegen, da sich ja hier die V e r t r e t e r v o n zwei Anschauungen unter ärztlicher Führung zu gemeinsamer Arbeit zusam-mengefun- d e n hätten, die früher einander bekämpften. Diese Vereinigung von Laien oder Laienärzten mit Aerz- ten sei zu begrüßen. In mehrstündigen Ausführun­gen gab Julius Streicher darüber Aufschluß, wie er auf Grund besonderer Erlebnisse und Veranlagung dazu geführt worden sei, sich der Erforschung der Judenfrage, der Kardinalfrage der natio­nalsozialistischen Weltanschauung, zu widmen. Als Praktiker appelliere er an die Versammelten, stets die Rassenfrage als das Ausschlag­gebende ihrer täglichen Arbeit anzusehen, wobei er an vielen Beispielen den unheilvollen Einfluß, den der Jude auch jetzt noch auf das deutsche Volk zu nehmen versuchte, aufzeichnete und darauf hin­wies, wie ja gerade der deutsche Arzt in dieser Hin­sicht besonders aufklärend wirken könne und Gro­ßes für die Hochzüchtung des deutschen Volkes leisten könne. Gerade die Aerzte seien es, die das große Glück hätten, die Richtigkeit der Lehren des Natio­nalsozialismus in der Praxis zu erleben. Der V o l k s t o d , den der Jude angestrebt habe, sei ein für allemal verhindert und das deut­sche Volk wieder lebensfreudig. Der Aerztestand sei wieder hohen Aufgaben zugeführt worden, deren Inhalt, man in das WortPriestertum" zusammen­fassen könne.

Wie derDaily Expreß" meldet, soll der ehe­malige Sowjetbotschafter in Polen Jakob Davtyan in einem GPU.-Gefängnis Selbst- mord begangen haben. Seine Frau, die in der Sowjetunion früher bekannte Opernsängerin Maksa- koba, sei nach Sibirien nerbannt worden. Ein weiteres Mitglied der Wartschauer Botschaft, der Sekretär Vinogradow, sei für 15 Jahre ver­bannt worden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Vertreter des Beauftragten für den Vierjah­resplan, Staatssekretär Körner, hat in diesen Tagen zusammen mit Generaldirektor Paul P l e i - q e r die bereits angekündigte Uebernahme der Steyr-Werke auf die Reichswerke Hermann Göring" vollzogen und in Bespre­chungen mit den Betriebsführern die Grundsätze der zukünftigen Zusammenarbeit festgelegt. Abschließend überzeugte sich Staatssekretär Körner in Linz von dem Stand der Arbeiten an den dortigen Reichs­werkenHermann Göring".

Am 4. Jahrestag der Verkündung des Reichs- Jagdgesetzes hat der Reichsjägermeister Generalfeld­marschall Göring den Ehren-Hirschfänger der Deutschen Jägerschaft in künstlerischer Ausfüh­rung Staatssekretär Generalforstmeister Alpers für Verdienste um das deutsche Weidwerk und Oberst­jägermeister Scherping für treue Mitarbeit bei der Schaffung des Reichs-Jagdgesetzes persönlich ver­liehen. *

Nach einer Meldung aus Canberra (Australien) sind amerikanische und britische Flugzeug fa­hrt kanten an die australische Regierung heran- getreten, um die Möglichkeit der Errichtungvon Fabriken in Australien zu untersuchen. In den Fabriken sollen sowohl Verkehrs- wie auch Mili­tärflugzeuge hergestellt werden.

Oie Erforschung der Zudenfrage

Münchener Arbeitstagung

des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands.

Groß-Deutschlands Fest der Kunst

München rüstet zumTag der Deutschen Kunst".

ist bisher allein in Deutschland und Italien voll­zogen worden.

Hieraus ergibt sich eine zweite Schlußfolgerung, daß nämlich Arbeit und Freude nicht mit Hilfe vonSozialpolitik" in dem vom Liberalismus ver­standenen Sinne wieder zusammenzubringen sind. Denn was die liberal-kapitalistischen Staaten als Sozialpolitik betreiben, ist volkstümlich und bildlich gesprochen das Umhängen des bekannten Mäntelchens der Liebe um den Leichnam von Egois­mus und Gelddenken zerstörten Volkskörpers. Nein, man muß schon den Willen zur sozialen Revolu­tion in sich tragen, muß Sozialist im echten Sinne sein, muß das Leben vom Volk und der Gemein­schaft des Volkes her sehen, wenn man Arbeit und Freude wieder zusammenbringen will.

So ist das Ergebnis des Internationalen Frei­zeitkongresses 1938 nicht weiter verwunderlich. Ita­lien und Deutschland haben auf dem Kongreß in Wort und Tat die Teilnehmer aus aller Welt ge­radezu überschütten können mit den Erfolgen der von ihnen bisher geleisteten Aufbauarbeit für die Neuordnung des gesamten Volkslebens, sie haben ihnen zeigen können, wie der Arbeiter mit seiner Familie in das gesamte Kulturleben der Nation wieder eingegliedert wurde. Bezeichnend für den Kongreß war allch, daß gerade die angelsächsischen Völker nur schwach auf dem Kongreß vertreten waren.

Eine freudig zu vermerkende Ausnahme von der stagnierenden Hilflosigkeit der Völker bildete Ja­pan. Sein Volksleben ist über die Jahrtausende hin niemals einer Zerstörung, wie wir sie in Europa über uns ergehen lassen mußten, anheimgefallen. Sein Volkskö'rper und das geistige Fundament sei­ner Weltanschauung und Religion sind intakt. Die Anfänge liberal-kapitalistischer Auffassung sind des­halb verhältnismäßig leicht in diesem Lande zu überwinden, zumal Japan an zwei großen curo-

Künste erhebt.

Ein einziges Fahnengewölbe wird gleich die Einfahrt der Bahnhofshalle den Besucher emp­fangen. Aus der Halle tritt er dann in ein Gewoge von Farben und Künstlerphantasien. Flaggen und Wimpel wehen; Triumphpforten und Schmuck­plastiken ragen auf; goldene und silberne Netze, schimmernde Baldachine spannen sich zu seinen Häupten. Es gibt eigentlich keine Plätze und keine Straßen mehr Festplatz reiht sich an Festplatz, Fahnenstraße an Fahnenstraße. Der Königs- p l a tz allein wird in seinem feierlichen Ernst un­berührt bleiben; hier wird für eine nächtliche Auf­führung der Neunten Sinfonie von Beethoven nur ein dichtes Spalier von Feuer­pylonen errichtet. Zum erstenmal werden die Mit­glieder der Reichskammer der bildenden Künste, die aus ällen deutschen Gauen nach München kommen, auch ihre Berufskameraden aus Wien und dem übrigen Oesterreich hier treffen: diesen zum Gruße sind zwischen den Säulen des Nationaltheaters Rie­senplaketten mit den Bildnissen österreichischer Mei­ster angebracht. Am Abend des zweiten und dritten Festtages erstrahlt die ganze Stadt als ein ein­ziges Lichtmeer. _

Hand in Hand mit diesen Gestaltungen dekorativer Phantasie erscheinen Dichtung und Musik, um den Schwesterkünsten der Malerei und Bildhauerei zu huldigen. Auf welcher Höhe sich die künstlerischen Veranstaltungen der Festtage bewegen, zeigt schon der Auftakt: bei der feierlichen Eröffnung des Tages der Deutschen Kunst durch Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner werden die Wiener PhiHarmo- niker unter Leitung von Richard Strauß spielen. Zu einer ErstaufführungLiebe, Trommeln und Fanfaren" im Gärtnerplatztheater schrieb Peter Kreuder die Musik. Den Reigen der großen

beschlossen sie, die Nacht im Biwak zuzubringen. Eine von der Rosetta-Hütte ausgebrochene Rettungs­expedition fand die beiden Bergsteiger am Ende ihrer Kräfte vor. Der 52jährige Ingenieur Pianto aus Rom verstarb auf bem Transport ins Tal, während sich sein Begleiter von den großen Anstren­gungen wieder erholten konnte.

Drei Geschwister in den Flammen umgekommen.

Drei Geschwister, die in dem polnischen Dorf Juljanow bei Kielce in einem Schuppen gespielt hatten, kamen in den Flammen um, als durch einen schadhaften Schornstein Feuer in dem Schuppen ausbrach. Durch den Sturm wurde der Brand auch auf die benachbarten Grund­tücke übertragen, die ebenfalls eingeäschert wurden.

Schadenfeuer in Bukarest.

Im Altstadtviertel Grivica, brach ein Feuer aus, das in wenigen Minuten 15 Wohnhäuser ergriff. Die gesamten Bukarester Feuerwehren wur­den mobilisiert, denn es bestand die Gefahr, daß das ganze dichtbewohnte Stadtviertel niederbrennen würde. Nach mehrstündigen Anstrengungen konnte der Brand lokalisiert werden. Insgesamt sind 15 Häuser bis auf die Grundmauern niedergebrannt und mehr als 30 Familien obdachlos geworden.

In polen fünf Personen vom Vlih gelotet.

Einzelne Gebiete Polens wurden erneut von schweren Unwettern heimgesucht. Besonders chweren Schaden richtete das Unwetter im Wil- n a - G e b i e t an, wo fünf Personen durch Blitzschlag getötet und zwölf Anwesen eingeäschert wurden.

Die Folgen der Unwetterkatastrophe in Iapan.

Der letzte Regensturm hat zwischen Kobe und Osaka gewaltige Verwüstungen angerichtet. Erdrutsche und Hauseinstürze haben 2 0 6 Todes­opfer gefordert. 56 Menschen wurden ver­letzt und 400 werden vermißt. 646 Häuser sind weg­geschwemmt worden, und 638 Häuser sind voll­kommen zerstört. Der Verkehr zwischen Kobe und Osaka mußte völlig eingestellt werden, da Bahn­dämme, Brücken und Geleise zerstört sind. Die Stadt Kobe bietet ein wahrhaft trostloses Bild. Ein Drittel der Stadt ist von Schlammwasser über­schwemmt. Die große Zahl der Menschenopfer er­klärt sich daraus,daß die Hochflut mit rafenber Schnelligkeit herankam. Viele öffentliche Gebäude Schulen, Warenhäuser und die Börse sind geschlossen. Das BlattTokio Anahi Schimbun" meldet, daß das Unwetter auch mehrere Ausländer schwer getroffen hat. So seien ein Deutscher und ein Franzose schwer verletzt worden. Ferner werde ein portugiesischer Kaufmann und drei Kinder vermißt.

Mexikanische Banditen entführen ein Stadtgericht.

Im mexikanischen Bundesstaat Smaloa haben Banditen die Stadt Puerto Canoas überfallen. Es gelang ihnen in der ersten Verwirrung, die Mit­glieder des Stadtgerichts zu ent­führen, das vor einigen Tagen eine Bande den mexikanischen Militärbehörden übergeben hatte. Später fand man die von Kugeln durchlöcherten Leichen des Bürgermeisters sowie seines ersten Mitarbeiters in der Nähe der Stadt an Bäumen gehenkt vor. Man befürchtet, daß die übrigen acht entführten Mitglieder des Stadtgerichts das gleiche Schickscll erleiden werden.

Verbrecherbande in polen unschädlich gemacht.

In der Wojewodschaft Lublin gelang es einer , starken Polizeiabteilung, nach wochenlanger 23er-

München, 5. Juli. (DNB.) Wie sehr sich die nationalsozialistische Geschichtswissenschaft um die Erforschung der Judenfrage bemüht, zeigt die gegen­wärtig in München stattfindende Arbeitsta­gung des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands. Der Präsident, Prof. Walter Frank teilte mit, daß das Reich wieder für die im Rahmen des Reichsinstituts ent­stehende größte europäische Bücherei zur Judenfrage Sondermittel zur Verfügung gestellt habe und daß der Aufbau dieser Bücherei in vollem Umfange begonnen habe. Selbstverständ­lich sei die Judenforschung nur ein Teil im großen wissenschaftlichen Gesamtproblem des Reichsinstituts. Wir wollen", so sagte Prof. Frank,nicht einen Debattierklub der Gelehrsamkeit schaffen, sondern eine kämpfende Gemeinschaft, in der Geist und Po­litik, Intellekt und Charakter, Erkenntnis und Kampf nicht als Gegensätze, sondern als Ergänzun­gen einer Einheit begriffen werden. Nur von solchen Zellen einer neuen Ordnung aus werden die Hoch­schulen Deutschlands innerlich erneuert werden."

Dann begann die Arbeitstagung mit einem Vortrag von Prof. Walter Frank überM a - ximilian Harden ein Beitrag zur Geschichte der jüdischen Pressemacht im wilhel­minischen Deutschland."

Prof. Frank schilderte Harden als den politisch einflußreichsten jüdischen Publizisten des wilhelminischen Deutschlands. Hardens Aufttieg als Herausgeber derZukunft" habe in dem Augen­blick begonnen, als mit Bismarcks Sturz und dem Sterben der Treitfchkefchen Generation das schöpfe­rische Zeitalter der Reichsgründung von dem erstar­renden und sich zersetzenden Zeitalter Wi Helms II. abgelöst worden sei. In dem politischen Riß zwischen Bismarck und Wilhelm II. habe sich der jüdische Pa­rasit festgesetzt.Ueberall", so erklärter Frank,fin­det sich das kaiserliche Deutschland bereits in hilf­loser Defensive gegen den Umsturz und das Judentum: Rath en aus ArtikelDer Wahrheit Rache" gehörte zu den die Seele des Judentums enthüllenden Dokumenten der Geschichte. Da steht neben dem Juden Maximilian Harden ein an­derer Jude, der sich als Monarchist und National- liberaler bekennt und am Kaiserhof verkehrt Walter Rathenau. Beide, so scheint es, kultivierte, gepflegte, aufgeklärte, blasierteEuropäer". Und plötzlich züngelt aus ihren Augen und Worten der

Der Tag der Deutschen Kunst ist nicht, wie man bei der Grundsteinlegung des Hauses der Deutschen Kunst 1933 wohl meinen konnte, ein ein­maliges Ereignis, sondern etwas Beständiges im Jahre des nationalsozialistischen Deutschland. Es war der Wille des Führers, zum 9. November, zum 1. Mai, zum Reichsbauerntag und zum Reichs­parteitag einen fünften großen Feiertag zu schaffen, der sich als hochsommerliches Fest aller Deutschen um die edelste Blüte der Nation zusammenschließt, die Kunst. Die Berufung Münchens, diesem Feste den Rahmen zu bieten, reicht in die fernste wie in die jüngste Vergangenheit der Stadt zurück; von den kunstfreudigen Bayernherzögen über König Ludwig I. spannt sich ein Bogen bis in die Tage, wo Adolf Hitler die Stadt kennenlernte und zur Hauptstadt der Bewegung machte. Auf jeden Fall besitzt die Stadt der Kunst das Rüstzeug zu einem Fest der Kunst, wie es sonst nirgends zu gestalten möglich wäre. Mag der äußere Anlaß wechseln im vorigen Jclhr war es die feierliche Einweihung des Hauses der Deutschen Kunst; in diesem Jahr ist es die Eröffnung der Zweiten Großen Deutschen Kunstausstellung in demselben Hause immer wird die Stadt München an diesen Tagen in Fülle und Farbe einer Feiertagsschönheit leuchten, die sie auch äußerlich zur Hochburg der

päischen Völkern jetzt sieht, daß wir auch in Europa die Zerstörung zu überwinden beginnen. Daß die japanische Volks- und Sozialordnung eigene Wege geht, ist bekannt. 1940 werden die Völker der Erde Gelegenheit haben, diese eigene Form anläßlich des nächsten, internattonalen Freizeitkongresses, der in Tokio stattfinden wird, zu studieren. B. R.

folgung zwei Verbrecher nach einem halbstündigen Feuergefecht, bei dem von der Polizei Maschinen­gewehre eingesetzt wurden, zu töten. Die beiden Verbrecher gehörten zu einer Verbrecherbande, die sieben Jahre lang die Wojewodschaft Lublin unsicher machte, ohne daß es gelang, sie zu fassen. Die Bande, deren einzelne Mitglieder jetzt nach­einander unschädlich gemacht werden konnten, hatte neben zahlreichen Raubüberfällen und Mordenden Tod von vier Polizeibeamten auf dem Gewissen.

Schächtverbot auch in Estland gefordert.

Dieser Tage fand in Reval eine Tagung des estländischen Tierschutzverbandes statt, an dem Ver­treter von Tierschutzvereinen aus dem ganzen Lande teilnahmen. Von mehreren Rednern wurde' dabei scharf gegen das rituelle Schlachten Stellung genommen und dessen Verbot gefordert. Der Verband hat bereits den Entwurf eines Tier­schutzgesetzes ausgearbeitet, das u. a. das Verbot des Schächtens vorsieht.

Ergiebiger Silberfund in Norwegen.

In Kongsberg in Norwegen ist in der Tiefe von 80 Meter ein außerordentlich ergiebiger Silber- f u n d gemacht worden. Die Silberader ist ewa einen Meter breit und erstreckt sich mehrere Meter in den Berg.

geklagte die Schuld trug. Die Angeklagte hat sich nach den weiteren Feststellungen des Gerichts durch die Tat an ihrem Manne, der die Ehescheidung be­trieb und ihre Rückkehr nur unter bestimmten Be­dingungen zulassen wollte, rächen wollen.

Venzinpreissenkung im Lande Oesterreich.

Wien, 5. Juli. (DNB.) Die Treibstofffirmen haben im Einvernehmen mit der Preisbildungsstelle Wien beschlossen, den Benzinpreis im Lande Oester­reich zonenweise auf 3 9 bis 4 2 Rpf. je Liter zu senken. In Wien beträgt der Preis 39 Rpf. Der Preis für Benzolqemifch wird gleichfalls ent­sprechend herabgesetzt. Die von den Garagenbesitzern und Pumpenstattonen bisher an einzelne Kunden ge­währten Sondervergütungen fallen mit dieser all­gemeinen Preissenkung in Zukunft weg.

Grohfeuer in Kalmar.

In Kolmar im Elsaß brach in dem Hauptgebäude der Präfektur ein Grotzfeuer aus, das inner­halb kurzer Zeit sämtliche Baulichkeiten der Präfek­tur in Schutt und Asche legte. Die Feuerwehr, zu deren Unterstützung auch -Militär herbeigerufen werden mußte, konnte nur ein Uebergreifen des Feuers auf die umliegenden Gebäude verhüten.

Vergsteigerlod in den Dolomiten.

3mei Felsenkletterer, die in den Dolomiten eine Besteigung der Cima della Pala unternommen hatten, wurden kurz vor Erreichung des Zieles v o n schlechtem Wetter überrascht. Starker Schneesturm und dichter Nebel machte den beiden Bergsteigern jedes Weiterkommen unmöglich. Da sie aber auch einen Abstieg nicht für ratsam hielten,

Commander Rosendahl

an den Gräbern derHmdenburg"-Vesahung.

Commander Rosendahl legte auf dem Frankfurter Hauvtfriedhof an den Gräbern der Besatzungsmit- gliet,r des Luftschiffes-Hindenburg" Kränze nie- . der. Später war er Gast des amerikanischen Gene­ralkonsuls und folgte einer Einladung des Frank­furter Oberbürgermeisters Staatsrat Dr. Krebs. Ferner besuchte Commander Rosendahl in Beglei­tung der Herren der Deutschen Zeppelin-Reederei den Flug- und Luftschiffhafen Rhein- Main. Er besichtigte eingehend die beiden Luft- schiffhallen und deren Einrichtungen. Anschließend stattete Commander Rosendahl dem Dor f Z e p - pelinheim einen Besuch ab, wo ihm Kapitän , von Schiller, der Bürgermeister des Dorfes, einen Schlüssel der Siedlung überreichte. Commamrer Rosendahl nahm an einer kameradschaftlichen Ver­anstaltung der Luftschiffbesatzung teil und wird am Mittwoch nach Friedrichshafen weiterreifen.

Kindermörderin zum Tode verurteilt.

Das Dresdener Schwurgericht ver­urteilte nach zweitägiger Verhandlung die 25 Jahre alte Henriette Anna Mehnert aus Bonnewitz bei Pirna wegen Mordes in zwei 5 öl le n zweimal zum Tode sowie zum dauernden 23 er lüft der bürgerlichen Ehrenrechte. Die Angeklagte hatte in der Nacht zum 5. Februar 1938 in einem Hotel in Pirna-Copitz ihren beiden zwölf Monate und zwei Jahre sieben Monate alten Kindern die Kchle durchschnitten und sie getötet. Die entsetzliche Tat entsprang einer unglücklichen Ehe, an deren Schei­tern nach Feststellung des Schwurgerichts die An­

großem Interesse besichtigte Dr. Goebbels die an­tiken Kostbarkeiten der kunst- und kulturhistorischen Schau. Lange verweilte der Minister in den Hal­len, in denen die Sonderschauen der 27 ausstellen­den Länder untergebracht sind. Die Leiter der ein­zelnen ausländischen Abteilungen überreichten dem Minister Ehrengaben, die für die Handwerkskunst ihrer Heimat besonders charakteristisch sind. Dann nahm Dr. Goebbels auch die deutsche Leistungsschau in Augenschein, die eine reiche Fülle von hochwer­tigen Erzeugnissen aller Zweige des deutschen Hand­werks in sich vereinigt.

Bewährungsprobe des Sozialismus.

Arbeit und Freude" war die offizielle Bezeich­nung des römischen Kongresses und darüber hinaus die allgemein aufgenommene Bezeichnung aller Or­ganisationen, die sich in der Welt mit dem Problem der Freizeit und Erholung befassen. Die Verbindung dieser beiden BegriffeArbeit" undFreude" ist eine Herausforderung des 20. Jahrhunderts an die Weltanschauung des liberalisttsch-kapitalistischen Zeit­alters, in der ja alle sogenannten demokratischen Staaten noch mit beiden Beinen stecken. Wenn man sich das klar gemacht hat, dann begreift man ohne weiteres das Ergebnis des internationalen Freizeit­kongresses.

Arbeit und Freude, das waren zwei Dinge, die sichbissen", die sich bei ihrer Berührung gegen­seitig aufhoben wie Feuer und Wasser, denn die Arbeit war vom reinen Gelddenken des Liberalis­mus zur Sklavenarbeit degradiert worden und da­mit um ihren Sinn und ihre Ehre gebracht. Wer also Freude und Arbeit wieder zusammen- bringen wollte, der mußte zuerst der Arbeit ihren Sinn und ihre Ehre zurückgeben, der mußte den Arbeiter zu einem freien Mann im Staate machen und ihm das Wissen und die Gewißheit geben, daß er nur für sich und sein Volk schaffte und nicht für die Geldbeutelinteressen irgendwelcher politisch getarnter Kliquen. Diese Wiedereinsetzung des Arbeiters in seinen Stand als vollwertiger Staatsbürger und Volksgenosse ist die Voraus­setzung jeder echten sozialistischen Volksordnung und

Theaterveranstaltungen krönt eine Festaufführung desSoffen grin", der auf Anordnung des Führers durch Professor Clemens Krauß und Rudolf Hartmann mit Bühnenbildern von Professor Emil P r e e t o r i u s neu inszeniert wurde. Am gleichen Abend finden auf neun Plätzen der Stadt bei freiem Zutritt öffentliche Fest­konzerte statt, darunter die Neunte Sinfonie von Beethoven, die Achte von Brahms, die Siebente von Schubert, das Klarinettenkonzert von Mozart, Till Eulenspiegel" von Richard Strauß, alle von ersten Orchestern des Reiches gespielt. Dazu singen an anderen Stellen, ebenfalls bei freiem Zutritt, der Wiener und der Kölner Männergesangverein und die Regensburger Domspatzen deutsche Chore. Aus der unübersehbaren Vielheit der künstlerischen Veranstaltungen läßt sich in Kürze mir ein kleiner Ausschnitt nennen.

Der Sonntag als Höhepunkt der drei Tage bringt den Festzug, dem der Führer, wie aus dem vori­gen Jahr erinnerlich, das ThemaZweitausend Jahre Deutsche Kultur" gab. Der einzigartige Zug wird von Jahr zu Jahr weiter ausgestaltet. Auf Anordnung des Führers werden seine Teile nach und nach in edlem, dauerhaftem Werkstoff gebildet; so werden in diesem Jahr die ersten Ausführungen kostbarer Gewänder zu sehen sein. Die Großbauten des Führers werden zum erstenmal. als Modelle im Zuge mitgetragen, das Stadion und das März­feld in" Nürnberg und die große Elbbrücke in Ham­burg. Ganze Gruppen find neugestaltet, so die Gruppe der Romantik und in der Neuen ZeitDas Opfer" undGlaube und Treue". In andern Zeit-- abschnitten werden ganze Gruppen neu eingefügt, so in der Renaissance die Welser-Gruppe, die den ersten deutschen Siedlungsversuch in überseeischen Ländern darstellt und die Beleihung des jungen Welser mit Venezuela durch Karl V. darstellt. Eine Gruppe aber, die 1937 im Zuge Zweitausend Jahre deutsche Kultur"' noch fehlte, wird in diesem Jahr alle Zuschauer zu besonderer Begeisterung hin­reißen: die Gruppe Oesterreich.

Am Abend des Festsonntags werden im weiten Bereich der Stadt K ü n st l e r f e st e stattfinden, die den Nachglanz der drei Tage in einem schäumenden Meer von Lichtern und Farben aufnehmen und davontragen. Zum erstenmal wird dabei der vom Führer neugeschaffene Volkspark am Justtzpalast einbezogen werden: hier wird dieF e st n a ch t d e r K ü n st l e r" in einemOlympischen Fest" rund um Wackerles Neptunbrunnen auf flammen, und der Ausstellungstempel, der pine riesige Pallas Athene aufnimmt, wird wie ein glanzerfüllter Eingang ins Elysium führen ...

Genug, um das Fernsehen, das in diesen Tagen von mehreren Städten aus nach München möglich sein wird, zu rechtfertigen; aber der Fernblick wird bei weitem nicht ausreichen. Möglich, ja wahrschein­lich, daß diejenigen Berliner, Nürnberger und Leip­ziger, die einen Augenblick an den Fernsehschirm treten, schon im nächsten Augenblick das Flugzeug nehmen, um noch schnell nach München zu fliegen.

M.