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Alle Frauen sagenLa"!

Alle Frauen bekennen sich zum Führer.

Ein Ziel der Frauenemanzipation des vorigen Jahrhunderts war die Erlangung des Wahlrechts. Die Frau wollte mitratend und mitbestimmend sein am Schicksal ihres Volkes. Jahrzehntelang währte der Kampf, der in manchen Ländern mit größter Zähigkeit und Erbitterung geführt wurde. Seit zwei Jahrzehnten hat die deutsche Frau das Stimm­recht. Es gibt unter den Frauen wohl nur wenige, ewig gestrige, die nicht teilnehmen am politischen Geschehen unserer Tage, die vielleicht noch bewußt abseits stehen oder sich gleichgültig verschließend.

Heute wird von der Frau und Mutter als Kame­radin des Mannes, als Erzieherin der Jugend, Wissen um die Lebensnotwendigkeiten ihres Volkes verlangt. Die Frauen haben diese Pflicht erkannt

und sind stolz darauf, mithelfen zu können am Wie­deraufbau iyres Vaterlandes. Das einzigartige Weltgeschehen, das wie ein Wirbelsturm über die deutschen Lande dahinfegte, hat auch in den Frauen einen begeisterten Widerhall gefunden. Sie alle sind glücklich, diesen großen Tag zu erleben, an dem ein ganzes Volksich bekenntzum Füh­rer und seiner Tat. Sie alle wollen aus freu­digem Herzen Zeugnis ablegen für ihre Dankbarkeit zu dem Manne, der Deutschland wieder frei, groß und stolz machte vor sich selbst und vor der ganzen Welt.

Deshalb sagen am nächsten Sonntag alle Frauen Ja? . F. K.

Gute Aufbauarbeit im BOM.

Oie Obergauführerin vor der Führerinnenschast des Untergaues 116.

Am vergangenen Montagabend war die gesamte Führerinnenschaft der Mädel und Jungmädel des Untergaues 116 auf der Dienststelle angetreten. Die Obergauführerin Else Riese besprach die Arbeit der kommenden Monate.

Als Abschluß der Winterarbeit werden in jeder Mädel- und Jungmädelgruppe Werkausstel- l u n g e n Aufgezogen, die von dem Fleiß und dem handwerklichen Gestaltungsvermögen der Mädel Zeugnis geben. Die gesamte Winterarbeit stand un­ter dem Gedanken des L e i st u n g s Wettbe­werbs. Es galt, die beste Mädel- und Jungmädel- aruppe des Üntergaues und Obergaues Hesien-Nas- au (13) zu finden. Der Gauleiter und die Obergau- ührerin haben sich in diesem Wettbewerb die letzte Entscheidung für die obergaubeste Gruppe Vorbehal­ten. Die beste Gruppe erhält durch den Gauleiter einen Wanderpreis, der drei Jahre lang ununter­brochen zu erringen ist und dann erst Eigentum der Gruppe wird.

Für den kommenden Sommer werden drei Leit­gedanken immer das Arbeitsziel klarstellen: Fahr­tenaktion 1938, Sommerlager und Sport.

Die Fahrten des Untergaues 116 gehen in diesem Jahr in folgende Gebiete: in den Pfingstferien gehen 200 Mädel auf Hessen-Nassau- Fahrt in den Odenwald (Fahrtkosten 10 Mark). Vom 29. Juli bis 10. August gehen 20 Jungmäüel- führerinnen in die bayerische Ostmark (25 Mark). Vom 3. bis 13. August werden 20 Mädel 14 Tage an der polnischen Grenze erleben (40 Mark). Vom 2. bis 15. August werden 40 Mädel und Jungmädel die Westgrenze, das Betreuungsgebiet des Unter­gaues, erwandern (25 Mark). Die Mädelführerin­nen und die Spielschar des Untergaues machen vom 1. bis 15. August wahrscheinlich in zwei Gruppen eine Spielfahrt in die Nordmark (25 Mark).

Während die vorstehenden Fahrten hauptsächlich für die Mädel und die älteren Jungmädel sind, gehen unsere 10- bis 12jährigen Jungmädel ins Sommerlager. Wie schon in den Vorjahren, wird das Sommerlager des Untergaues 116 wieder in die Jugendherberge Laubach gelegt. Für die 1000 besten Führerinnen' zieht der Obergau wie im Vorjahre auf der Insel Rügen diesmal in Oberbayern (Schongau am Lech) ein Zeltlager auf (Gesamtkosten 10 bis 12 Mark).

Neben unserer allgemeinen sportlichen Sommerarbeit: Erwerbung des BDM.-Lei­stungsabzeichens, Erwerbung des Schwimmscheins, Aufstellung von Sportdienstgruppen, gilt unsere Hauptarbeit den Gruppensportfesten, die im Rahmen der Reichssportwettkämpfe der HI. am 2S./29. Mai in allen Gruppen für Mädel und Jung­mädel gemeinsam stattfinden. Es gilt nicht nur, den Eltern dabei das sportliche Können unserer Mädel und Jungmädel in vielen Vorführungen zu zeigen, sondern es werden an diesen Tagen im ganzen Untergau für verschiedene Sportgruppen die besten Mädel und Jungmädel gefunden, die vom 29. Juni bis 3. Juli auf dem Obergausportfest in Mainz um den Sieg der Besten im Obergau kämpfen werden.

Außerdem sprachen noch die Jungmädelbeauf­tragte des Obergaues, Erika D e s ch, über die Er- fassung des neuen Jahrgangs zum 20. April und die Kulturabteilungsle-rterin Mi Kappel über die kulturelle Arbeit in den Sommer­monaten.

So steht der Führerinnenschaft des Untergaues 116 Gießen wieder ein vielseitiges Arbeitsfeld be­vor, das mit dem festen Willen und dem nötigen Schwung von jeder Mädel- und Jungmädelführerin zu bemeistern ist.Wer schaffen will, muß fröhlich sein" doch fehlt der Mädelarbeit trotzdem nicht der tiefere Ernst.

ein Funktionieren verhinderten. Die Feuerwehr­männer mußten nun, jeder einzeln für sich, ihre Findigkeit beweisen und die Veränderung an irgend­einem Teil der ziemlich komplizierten Maschine ent­decken und den betriebsfertigen Zustand wieder Her­stellen. Diese besondere Schulung an der neuen Mo­torspritze (die im Grundprinzip den Feuerwehr­männern selbstverständlich nicht fremd ist) verfolgt das Ziel, die Feuerwehrmänner für den Fall einer Störung sie mit den Ursachen dieser Störung ver­traut zu machen und sie in die Lage zu versetzen, diese Störung an Ort und Stelle in möglichst kur­zer Zeit zu beheben und die Motorspritze voll ein* * ** zusetzen.

Unser Bild zeigt die Gießener Feuerwehr bet der Hebung an einer der neuen Motorpumpen. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

ZM.-tlntergau 116, Gießen.

Ettbefehl.

Die Kinder aus Oesterreich treffen am Donners­tag um 14.50 Uhr in Gießen ein. Die Gießener Gruppenführerinnen treten, wie schon vereinbart, mit je 15 Mädel pünktlich um 14.30 Uhr am Bahn­hof an, in tadelloser Kluft.

Die Führerin des Mädeluntergaues 116.

Auszeichnung

für den GießenerMotorsturrn 4/M14Z.

Dem Motorsturm 4 der Motorstandarte 147 (Gie­ßen) wurde in diesen Tagen eine besondere Ehrung zuteil. Korpsführer Hühnlein sandte dem Sturm ein Anerkennungsschreiben für fein Auftreten und die gezeigte Arbeit bei einer Besichtigung, die durch den Obergruppenführer S e y d e l vor einiger Zeit in Gießen stattfand. Das Anerkennungsschreiben, das die eigenhändige Unterschrift des Korpsführers trägt, hat folgenden Wortlaut:

Der Korpsführer. München, den 29.3. 38.

Brienner Straße 41.

An den

Motorsturm 4 M/147!

Aus dem Besichtigungsbericht des Führers der Motorobergruppe West, Obergruppenführer S e y d e l, ersehe ich, daß im Sturm 4 M/147 mit Verständnis und Fleiß gearbeitet wird.

Ich freue mich über diese Meldung und hoffe, daß der Sturm auch zukünftig seine Pflichten in gleicher Hingabe wie bisher erfüllen wird.

Hühnlein.

(Sine Erinnerung der Universität.

Von der Pressestelle der Ludwigs-Universität Gie­ßen wird uns mitgeteitt:

Am 4. April 1938 jährt sich zum 100. Mal der Tag, an dem Herr Dr. med. Konrad Josef Dal - quen in Gießen die Würde eines Doktors der Medizin erworben hat. Die Medizinische Fakultät der Ludwigs-Universität gedenkt dieses Tages in herzlicher Verbundenheit mit einer alteingesessenen hessischen Arztfamilie. Mit besonderer Freude er­füllt es sie, daß auch die Nachkommen des Herrn Dr. med. Konrad Josef Dalquen, der alten lieber* lieferung gehorchend, der Ludoviciana bis in die jüngste Zeit die Treue bewahrt haben.

Vaßtechnische Beschränkungen für Reisen nach Oesterreich aufgehoben.

DNB. Amtlich wird bekanntgegeben, daß alle bisherigen paßtechnischen Beschränkungen imReise- verkehr mit dem Lande Oesterreich mit Wirkung vom 5. April 1938 beseitigt sind. Nunmehr ist die Mitnahme des monatlichen Freibetrages von 300 Mark in Reichsbanknoten und deutschen Scheide­münzen im Reiseverkehr nach dem Lande Oester­reich über die bisherige deutsch-österreichische Grenze ohne Paßeintragung zulässig.

Wichtig für die Volksabstimmung und Wahl zum Großdeutschen Reichstag.

Der Oberbürgermeister veröffentlicht heute die Bekanntmachung über die Volksabstimmung und Wahl zum Größdeutschen Reichstag am Sonntag, 10. April 1938. Alle Wahlberechtigten werden auf diese wichtige Bekanntmachung hingewiesen.

Die Ausstellung von Stimmscheinen kann beim Wahlamt (Stadthaus, Bergstraße 20, Zim­mer 18) nur bis einfchließlich Freitag, 8. April, 17 Uhr, für Ausländsdeut­sche bis Samstag, 9. April, 13 Uhr be­antragt werden.

Oefterreichische Stimmberechtigte, die in der Stadt Gießen oder im Kreise Gießen wohnen, oder im Besitze eines Stimmscheines sind, werden nur im Abstimmungsbezirk 16 (Regierungs­gebäude Landgraf-Philipp-Platz 3, Sitzungssaal) zur Abstimmung zugelasseck.

Eine Postkarte wirbt zur Volksabstimmung.

Vom 8. April an werden bei den größeren Post­ämtern im ganzen Reich einschl. Land Oester­reich Werbepostkarten mit der eingedruckten 6-Rpf.-Sondermarke zur Volksabstimmung zum Preise von 15 Rps. abgegeben. Die Karte ist vom Reichsbildberichterstatter der NSDAP., H. Hoff­mann herausgegeben worden. Sie trägt auf der Rückseite die Abbildung einer Landkarte von Groß­deutschland, das Hoheitszeichen und ein Bild des Führers nach Entwürfen von Prof. Richard Klein, München. Die Auflage dieser postseitig vertriebenen Werbepostkarten, die auch nach dem Ausland be­nutzt werden können, wenn die erforderlichen Frei­marken nachgeklebt werden, ist beschränkt.

Unsere Trachtengruppen rüsten für Hamburg und Rom.

NSG. Der Gau Hessen-Nassau beteiligt sich, wie alljährlich, auch dieses Jahr wieder an der Reichs­tagung der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" in Hamburg und an dem internationalen Weltkon­greß für Freizeit und Erholung, der heuer in Rom durchgeführt wird. Auf den Veranstaltungen, au denen es gilt, das Volkstum jeder Nation zu zeigen, werden Trachtengruppen aus dem Schützer Land, aus dem Hüttenberg und aus dem Odenwald un­sere Heimat vertreten und in der großen deutschen Volkstumsgemeinschaft die Art unserer Landschaft zum Ausdruck bringen. Für diese großen Tage be­reiten sich die Gruppen schon vor. Mit Eifer und Freude rüsten sie sich für die weite Fahrt.

Die Trachtengruppen sind nicht besonders für die Tagungen zusammengestellt worden, sondern sie ftefyen in ihrer Heimat Jahr um Jahr in dieser Arbeit und sind Träger unseres Volkstums. Im Ge­meinschaftsabend ihrer Dörfer wächst ihre Arbeit und in den Gemeinschaften ihrer Landschaft wird

sie zum Bestand. Jetzt sollen diese Gruppen ein­mal aus ihrer Arbeit heraustreten und sich hinein- stellen in das Bild des großen deutschen Volkstums, nicht um Vorführungen zu machen, sondern um von der Vielfalt und Tiefe ihres Volkstums zu künden und selbst einen Ueberbücf über die Größe deutschen Wesens und die Verschiedenartigkeit und den Gleich­klang mit anderen Völkern zu gewinnen

Mehr Eier in den Läden.

LPD. Die Selbstmarktbeschränkung, die nach den Grundsätzen der Marktordnung innerhalb der Eier­wirtschaft durchgeführt wurde, hat allen denjenigen Unrecht gegeben, die glaubten, im Gebiet der Lan­desbauernschaft Hessen-Nassau sei eine Steigerung der Eiererfassung nicht möglich.

Durch die größtenteils vorbildliche Ablieferung der Erzeuger an die Ortssammelstellen ist es gelun­gen, die Eiererfassung in Hessen-Nassau in den letz­ten Wochen auf eine unerwartete Höhe zu bringen. Einige Zahlen beweisen dies: Während im Jahre 1936 die gesamte Erfassung bei den Kennnzeich- nungsstellen nur 3169 000 Stück betragen hat, ist sie bereits in den ersten drei Monaten des Jahres 1938 auf 3 245 000 Stück gestiegen. Die größte Stei­gerung ist in denjenigen Gebieten der Kennzeich­nungsstellen zu beobachten, in denen die Erzeuger durch ihr diszipliniertes Verhalten die Eier nicht selbst an den Verbraucher gaben, sondern sie an die OrtssammelsteAen zur Ablieferung gebracht haben.

Dank dieser guten Erfassung ist es möglich ge­worden, die Kaufwünsche der gesamten Bevölkerung zu befriedigen. Der Eiermarkt ist heute so flüssig, daß jede Hausfrau in der Lage ist, sich Eier im Laden zu kaufen. Auch die Versorgung für die kom­menden Feiertage ist vollkommen gesichert.

Abschlußprüfung

in der Eisenbahnfachschule Gießen.

Am 4. April fand unter dem Vorsitz von zwei Vertretern der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. die Abschlußprüfung des Assistentenlehrgangs statt, der sich 14 Teilnehmer unterzogen. Sämtliche Teil­nehmer bestanden die Prüfung, und zwar 2 mit der NoteSehr gut", 7 mitGut" und 5 mit Genügend".

Ein Kameradschaftsabend vereinigte die Berufs­kameraden mit ihren Lehrern, bei dem der Leiter der Fachschule, Reichsbahnoberinspektor Kliff- müller, eine Ansprache hielt, in der er auf die Wichtigkeit des Dienstes bei der Reichsbahn, als größtem Verkehrsunternehmen der Welt, hinwies und die Prüflinge aufforderte, jetzt auch noch weiter zu arbeiten, damit sie auf jedem Dienstposten und jederzeit ihren Mann stellen. Nach dem Treue­gelöbnis auf den Führer und den Nationalhymnen blieben die Kameraden noch einige Stunden froh beisammen.

Neue Bäckereiverordnung für Gießen.

LPD. Im Anzeiger der Hessischen Landesregie­rung wird soeben eine Verordnung für die Einrich­tung und den Betrieb von Bäckereien (Bäckereiver­ordnung) vom 25. März 1938 veröffentlicht, die am 1. April d'. I. in Kraft getreten und für alle Betei­ligten von großer Bedeutung ist. Sie behandelt in sechs Abschnitten: Geltungsbereich, Arbeits- und Lagerräume (Begriff, Lage, Höhe, Luftraum und Grundfläche, Fenster, Fußboden, Wände und Decken, Aufstellung der Backöfen, Einrichtung), Wasch- und Umkleidegelegenheit, Betriebsvorschriften (Allgemei­nes, Reinigen der Hände, Bekleidung, Arbeitstische und Geräte, Schutz der Lebensmittel, Reinhalten der Betriebsräume, Haustiere), Durchführungsoor­schriften (Aushänge, Ausnahmen, Zwangsmittel und

Strafen, Verhältnis zu andern Vorschriften) und Uebergangsvorschriften.

Organistenkurse im Gommer 1938.

Wie der Landesverband evangelischer Kirchen­musiker Nassau-Hessen mitteilt, waren die im vori­gen Sommer und Herbst veranstalteten Organisten­kurse überaus gut besucht. Rund 150 Teilnehmer konnten an acht Nachmittagen eine wesentliche För-

Deine (Stimme dem Führer, denn er hat es in wenigen fahren bereits er­reicht, daß du einen auskömmlichen Le­bensunterhalt haft. Weiht du noch, daß vor fünf Jahren sieben Millionen Volksgenossen ohne Arbeit waren und sich, obwohl sie nur den einen Wunsch hatten, sich ehrlich ihr Vrot zu verdienen, zum Nichtstun verurteilt sahen? Weiht du noch, dah Jahr um Jahr Tausende ihrem Leben freiwillig ein Ende setzten, weil sie die Hoffnung und den Glauben an eine bessere Zukunft verloren hatten?

berung im praktischen Orgelspiel und in musik- theoretischer Unterweisung erhalten.

Diese Kurse sollen im kommenden Sommer fort­gesetzt werden; sie beginnen Ende April und Ende September. Die Kurse finden vierzehntägig statt. Die Durcharbeitung folgender Sachgebiete ist in Aussicht genommen: Technik des Choralspiels, got­tesdienstliches Orgelspiel, geeignete Literatur für den sonntäglichen Gebrauch, Grundbegriffe der Musik­lehre, Harmonisieren, Modulieren, Improvisieren, Registrieren u. a. m.

Als Kursusorte sind u. a. vorgesehen: Für die Propstei Oberhessen Friedberg, Butzbach, Gießen, Grünberg, Alsfeld, Schotten, Nidda, Büdingen.

*

** Polizei gegen Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 18.3. bis 31.3. ein: Gegen Kraftfahrer mit 25 Anzeigen und mit 36 Verwarnungen und Belehrungen; gegen sonstige Fahrzeugführer mit 1 Anzeige; gegen Radfahrer mit 10 Anzeigen und mit 36 Verwarnungen und Belehrungen; gegen Fußgänger mit 1 Verwarnung.

** Balkenbrand. Gestern am frühen Nach­mittag wurde im Hause Stephanstraße 27 ein Balkenbrand festgestellt. Der Brand kam dadurch zustande, daß ein Ofenrohr, das durch einen leeren Raum zum Kamin führte, aus feiner Fassung ge­fallen war. Glühender Ruß entzündete die Balken. Die Feuerwehr mußte herbeigerufen werden und beseitigte die Gefahr. Nach einer Stunde der Arbeit konnte die Wehr wieder abrücken.

** Freie Lehrer st ellen. Erledigt sind: Eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Climbach, Kreis Gießen; Dienstwohnung ist vorhanden; eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Reinhardshain, Kreis Gießen; Dienstwoh­nung ist vorhanden; eine Lehrerftelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule zu Rom­rod, Kreis Alsfeld, Dienstwohnung ist vorhanden; eine Schulstelle für eine evangelische Lehrerin an der Volksschule zu Hamm, Kreis Worms. Be* werber müssen das 27., Bewerberinnen das 35. Le­bensjahr vollendet und die sonstigen nach dem Deut­schen Beamtengesetz erforderlichen Voraussetzungen erfüllt haben.

Propagandafahrt des Motorsturmes 21/M147.

* Bieber, 4. März. Den gestrigen Sonntag, als letzten vor der großen Wahl, die der Welt ein« dringlich Deutschlands Einheit beweisen soll, be­nutzte der Sturm 21/M 147 zu einer groß ange* legten Propagandafahrt durch den nörd­lichen Teil des Kreises Wetzlar. Der Vormittag führte den Sturm, der mit 17 Personenkraftwagen und 4 Krafträdern angetreten war, von Bieber nach Kinzenbach, dann über Gießen, Lollar, Rutters­hausen nach Odenhausen und Salzböden, wo in den zum Kreise Wetzlar gehörenden Orten Kundgebun­gen veranstaltet wurden, welche auf die Bedeutung der kommenden Wahl hinwiesen. Die Rückfahrt nach Bieber ging über Wißmar, Krofdorf und Rodheim. Bei der Ankunft im Sturmlokal er­wartete den Sturm eine schmackhafte Erbsensuppe, welche die Frauenschaft Bieber inzwischen in liebens­würdiger Weise bereitet hatte. Zum gemeinsamen Essen hatte sich auch der Führer der Staffel II1/M 147, Staffelführer Hartmann eingefunden, der sich dann auch der Nachmittagsfahrt in den nordwestlichen Teil des Kreises anfchloß. Der Weg führte dabei nach Fellingshausen, Krumbach, Erda, Mudersbach, Ahrdt, Altenkirchen, Bermoll, Ober­

lemp, Bechlingen, Niederlemp und Groß-Alten- ftäbten. In jedem dazu befohlenen Orte trat der Sturm an, Obersturmführer Schlierbach ver­las eine Proklamation, die in ihren einzelnen Teilen durch Sprechchöre der NSKK.-Männer ein* dringlich unterstrichen wurde. Nach einer letzten Kundgebung in Königsberg rückte der Sturm gegen 19 Uhr wieder in Bieber ein. War auch das Wetter den ganzen Tag über so, wie man es ge­wöhnlich einSchweinewetter" zu nennen pflegt, so ist die Fahrt doch ohne nennenswerte Unfälle verlaufen. Die Männer hatten die Bequemlichkeit des Sonntags, zum Teil Feste in der Familie (Konfirmationen) mit dem Dienst vertauscht, und vom heutigen Zustand der Wagen soll gar keine Rede sein. Dafür hatte aber auch jeder das be* friedigende Gefühl, dem Vaterland gegenüber seine Pflicht erfüllt zu haben und hofft nun, daß die besuchten Orte sich am kommenden Sonntag bis zum letzten Mann in der gleichen Weise für Volk und Führer einsetzen.

Generalversammlung der Spar- und OarlehnSkaffe Klein-Linden.

* Klein-Linden, 4. April. Unter starker Be«" telligung ihrer Mitglieder hielt die Spar- und Darlehnskasse Klein-Linden im Saale derBurg" ihre 15. Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtskats, Bürgermeister Fi­scher, hieß die Teilnehmer willkommen. Kassen­rechner Theodor Leib gab den Jahresabschluß und die Bilanz bekannt. Den Geschäftsbericht gab der Direktor der Kasse, Wilhelm Fey.

Dem Bericht sei folgendes entnommen: Im ver­flossenen Jahr traten der Kasse 7 Mitglieder neu bei, eines schied durch Tod, 13 weitere durch Aus­tritt aus der Kasse aus, so daß die Mitgliederzahl am Ende des Geschäftsjahres 252 betrug. Der Um­satz der Kasse hat seit deren Bestehen zum ersten Male die Million überschritten und betrug auf einer Hauptbuchseite 1 101433,04 Mark. Er hat sich gegen das Geschäftsjahr 1936 um 250 000 Mark erhöht. Der Stand der Spareinlagen ist gegen das Vorjahr um weitere 31062,86 Mark angewachsen und erreichte die Summe von 246 710,67 Mark. Wie in den verflossenen Geschäftsjahren pflegte die Kasse auch diesmal wieder den Verkauf von Sparmarken, er lag in Händen des Dereinsdieners Wilhelm Deibel III. Einen sehr erfreulichen Aufschwung erlebte auch die Schusparkasse, die von Frl. Gärt­ner geleitet wird. Beide Einrichtungen erbrachten als neue Spareinlagen den Betrag von 9974,35 Mark. An fest befristeten Darlehen und Hypotheken waren 121397,81 Mark vorhanden. Am Bilanztag waren in laufender Rechnung (Geschäftskredite) 91935,26 Mark Schulden gebucht. Das Guthaben der Mitglieder in laufender Rechnung beläuft sich auf 11 553,85 Mark. Die Kasse war im abgelaufe­nen Geschäftsjahr in der Lage, sämtlichen an sie gestellten Forderungen gerecht zu werden. An neuen Krediten wurden 27 400 Mark in Anspruch genommen, die aber nur gegen erstklassige Sicher­heit Genehmigung fanden. Daß die Kassenverhält­nisse als sehr gesund anzusprechen sind, beweist der Umstand, daß am Bilanztag bei der Landesbauern* kasse an Termingeld ein Guthaben von 43 279,04 Mark vorhanden mar.

Von dem Reingewinn wurden, wie dies schon seit Jahren üblich ist, an gemeinnützigen Einrich­tungen die Volks- und Schülerbücherei Klein-Linden mit 10 Mark und die Kleinkinderschule unseres Dor­fes mit 20 Mark unterstützt. Auf die eingezahlten Mitgliederbeiträge wurden fünf v. H. an Dividen­den ausgeworfen. Der Rest des Reingewinns wird den Reserven überwiesen.

Bürgermeister Fischer berichtete anschließend über die gesetzlich durchgeführte Revision, die den Beweis erbracht habe, daß die Kasse gut geführt werde. Er sprach dem Rechner den Dcmh und die Anerkennung für die mustergültige Kassenführung aus. Da von der Versammlung keinerlei Einwände gegen die Jahresarbeit der Kasse vorgebracht wur­den, konnte Entlastung erteilt werden. Die satzungs­gemäß ausscheidenden Vorstands- bzw. Aufsichts­ratsmitglieder Friedrich Stein, Friedrich Stein­müller, Ludwig Volk und Otto Hahn wur­den wieder in ihre Aemter berufen.

Der in der Versammlung anwesende Ortsgrup­penleiter gab seiner Freude über den Aufschwung der Kasse während der nationalsozialistischen Staats­führung, der, wie in Klein-Linden, allerorts festzu- stellen sei, Ausdruck und forderte auf, am kommen­den Sonntag freudigen Herzens dem Führer den Dank abzustatten für den Wiederaufstieg unseres Vaterlandes. Mit dem Gruß an den Führer schloß der Ortsgruppenleiter seine Ausführungen.

Kreis Wetzlar.

ch Rodheim a. d. Bieber, 4. April. In der letzten Nacht brach in einem Nebengebäude des Hauses Schlierbach Feuer aus, das glück­licherweise keinen großen Schaden anrichten konnte, da die Ortsfeuerwehr sofort zur Stelle war und die Gefahr beseitigte. Die Besitzer befanden sich zur Zeit des Brandes außer Haufe und erfuhren erst jpätex von dem Brande.