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Dein Dank an den Führer: Dein La am -10. Avril.
Slütezeii deutscher Kultur.
Es ist im Leitartikel vom vorletzten Samstag — in einem größeren Zusammenhang — bereits an dieser Stelle die Rede davon gewesen, welch eine außerordentliche und schlechterdings mit nichts zu vergleichende Aufbauarbeit die nationalsozialistische Staatsführung, seit sie in Deutschland alleinigen und maßgeblichen Einfluß gewann, auf finanz-, wirtschafts- und sozialpolitischem Gebiete geleistet hat. Das wurde an Hand von einigen wenigen zahlenmäßigen Gegenüberstellungen entwickelt; diese Ziffern, so nüchtern und nackt sie sich darboten, redeten eine unerhört eindringliche Sprache, und manch einer, der die Zahlen auf sich wirken ließ, mag sich betroffen gefragt haben, ob wirklich erst ein paar Jahre vergangen seien, seit der Nationalsozialismus in Deutschland ans Ruder kam, und wie es möglich werden konnte, in diesen paar Jahren so erstaunliche, durch schlichte Tatsachen belegte und durch keine Rechenkunststücke oder blasse Theorien aus der Welt zu schaffende Leistungen zu verwirklichen. ,
Es ist vielleicht nicht unangebracht, heute einmal den Blick auf einige andere, ähnliche ziffernmäßige Gegenüberstellungen zu lenken, die sich auf den gleichen Zeitraum, aber auf ein anderes, nicht minder wichtiges Gebiet im Leben des deutschen Volkes beziehen, nämlich auf seine Kultur im allgemeinsten und weitesten Sinne. Die Zahlen, an die wir hier denken, finden sich an der nämlichen Stelle, die schon den oben zitierten Gegenüberstellungen als Quelle diente, in der großen Rede von Reichsminister Dr. Goebbels im Berliner Sportpalast am 22. März. „Zahlen beweisen", sagt ein altes geflügeltes Wort der Deutschen, das man im Büchmann nachschlagen kann; wer sich an. den Leitartikel vom vorletzten Samstag erinnert, wird die Wahrheit dieses Satzes ohne weiteres bestätigt finden, wenn er, um ein beliebiges Beispiel zu nennen, erfährt, daß das Volkseinkommen in Deutschland von 45,2 Milliarden im Jahre 1932 auf 68 Milliarden Mark im Jahre 1937 gestiegen ist; solche
Wir alle gehören -em Führer
Zahlen werden auch den ungläubigsten Thomas überzeugen müssen. Nun könnten vielleicht ein paar ganz kluge Leute sagen, das sei gut und schön und sogar eine sehr gewaltige Sache, aber mit Zahlen ließen sich doch eben nur realpotitische, wirtschaftliche Dinge erfassen und beweisen, aber nichts, was irgendwie mit dem immateriellen Wesen der Kultur zu tun habe. Natürlich kann man den kulturellen Hoch- oder Tiefstand einer Nation, seine kulturelle Leistungen, seine kulturelle Au,.laymefähig- feit nicht rein ziffernmäßig erfassen, denn Kultur ist mit Hilfe von Rechenexempeln und statistischen Tabellen nicht zu „beweisen". Was man aber ziffernmäßig .sehr wohl beweisen kann, ist eine Entwicklung nach oben oder nach unten, in die Höhe wie in die Breite, — auch auf kulturellem Gebiet.
Es ist, um ein anderes Beispiel zu nennen, vor wenigen Tagen an dieser Stelle über die durch einen Erlaß des Führers angeordnete Gründung einer Deutschen Filmakademie berichtet worden, auch über Sinn und Aufgaben dieses Instituts und über die kurz vorher vollzogene Grundsteinlegung durch Reichsminister Dr. Goebbels auf dem schon klassisch gewordenen Gelände von Babelsberg. Es ist bei diesen Gelegenheiten bemerkt worden, daß mit der Gründung der Filmakademie eine neue Epoche in der noch jungen Geschichte der jüngsten Kunst unseres Jahrhunderts angebrochen fei; und daß kein Staat auf der ganzen Welt sich eines auch nur annähernd ähnlichen Institutes rühmen könne. Durch nichts konnte die Anteilnahme der Staatsführung auch an der kulturellen Entwicklung der Nation überzeugender bestätigt werden, als durch -diese Neugründung auf einem Teilgebiet unseres kulturellen Lebens. Und es ist sehr lehrreich, sich in diesem Zusammenhang einige Zahlen aus der erwähnten Goebbels-Rede ins Gedächtnis zu rufen, die sich auf die Entwicklung des deutschen Films in den letzten Jahren beziehen. „Wir haben", so sagte der Minister, „bessere Filme, bessere'Tlieater als je zuvor. Das kommt vor allem in den Besucherzahlen zum Ausdruck. Im Jahre 1932 hatten wir 235 000 000 und im Jahre 1937 hatten wir 376 000 000 Kinobesucher. Das heißt, es ist eine Steigerung um 141 000 000 Besucher zu verzeichnen." Wir glauben, daß diese weniaen Ziffern tatsächlich ' von einer unangreifbaren Beweiskraft sind. Aber es fei daraus nichts über die Qualität des deutschen Filmschaffens zu entnehmen? Abgesehen davon, daß man in Deutschland auf die Dauer nie mit verminderter Qualität eine stärkere Anteilnahme wird erzielen können —: cs genügt, wenn man diesen Ziffern die zahlreichen glänzenden Erfolge und Auszeichnungen an die Seite stellt, welche die deutsche Filmproduktion in den letzten Jahren gerade im Ausland, gegen schärfste ausländische Konkurrenz, in internationalen Wettbewerben und vor international zusammengesetzten Preisgerichten (Venedig, Paris) zu verzeichnen gehabt hat. Es genügt auch, ein paar Namen zu nennen, in denen sich einige der hervorragendsten Leistungen der deutschen Filmproduktion in jüngster Zeit dokumentieren: man erinnere sich nur etwa an „Urlaub auf Ehrenwort", „Unternehmen Michael", „Patrioten", „Der zerbrochene Krug", „Der Herrscher" und „Traumulus"; jeder weiß, daß die Reihe dieser, nur so aus dem Gedächtnis hingefchriebeyen Namen unschwer erheblich erweitert werden könnte, und daß es viel zu weit führen würde, sie etwa durch die Namen einer langen Reihe bedeutender Regisseure, Darsteller und Kameraleute zu ergänzen, die heute in der deutschen Produktion am Merke sind. Es ist also bestimmt keine Ueberheb- lichkeit, wenn gesagt wird, daß sich der deutsche Film in den letzten Jahren Weltgeltung erobert hat.
Vielleicht ist die (u. a. auch durch Zahlen zu belegende) Aufwärtsentwicklung unseres kulturellen Lebens unter nationalsozialistischer Führung auf dem Gebiete des Films besonders augenfällig und von jedermann aus eigener Anschauung leicht zu überprüfen und zu bestätigen. Aber die gleiche Lei- stungs- und Aufnahmesteigerung läßt sich auch auf allen andern Gebieten unseres kulturellen Lebens nachweisen, beispielsweise für das Theater: die Zahl der gemeinnützigen Theater ist von 113 auf 179 gestiegen; das.Lohn- und Gehaltsaufkommen der deutschen Bühnen ist von 80 auf 100 Millionen gestiegen; der Zuschuß der Länder, Provinzen und Gemeinden für die Theater beträgt 40 Millionen Mark im Jahr; das Reich hat seit 1934 68,9 Millionen als Zuschüße zur Verfügung gestellt. Und das
rätsels findet, läßt sich auch das
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tums bieten können.
H.Ev.
Reichsdeutsche und Oesterreicher in Kopenhagen haben bereits am Montag ihrer Wahlpflicht genügt. Der Norddeutsche Lloyd hatte außerhalb der Dreimeilenzone seinen Dampfer „Orotava" zur Verfügung gestellt. Don den Reichsdeutschen wurden 577 Stimmen abgegeben. Davon waren 569 Ja-Stimmen und 5 Nein-Stimmen, drei Stimmen waren ungültig. Von den Oesterreichern wurden 42 Stimmen abgegeben, und zwar 41 Ja-Stimmen und eine Nein-Stimme. Die Verkündung des Wahlergebnisses durch den deutschen Gesandten wuroe mit stürmischem Jubel aufgenommen.
Die in Bulgarien lebenden wahlberechtigten Ausländsdeutschen und Auslandsösterreicher, die sich aus allen Provinzen ihres Gastlandes in z. T. zehnstündiger Bahnfahrt nach dem Hafen Burgas am Schwarzen Meer begaben, haben an Bord des Frachtdampfers „Theffalia" ihrer Wahlpflicht genügt. Von den insgesamt 180 Oesterreichern sprachen sich 178 für die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich und für die Liste des Führers'aus. Nur eine Stimme lautete auf Nein, eine andere war ungültig. Die an der Wahlurne erschienenen 379 Deutschen stimmten geschloffen für den Führer und die Wiedervereinigung.
Oie ersten Abstimmungen.
Deutsche und Oesterreicher im Ausland bekennen sich zum Führer.
Das erste Ergebnis der Volksabstimmung von in Brasilien ansässigen Deutschen und Oesterreichern traf aus Victoria ein, wo 103 Wahlberechtigte an Bord des Dampfers „Curityba" ihre Stimme abgaben. 94 Deutsche und 8, Oester- reicher stimmten mit Ja. Ein Stimmzettel war wegen eines Formfehlers ungültig. In Rio de Janeiro begann am Montag die Ausgabe von Wahlscheinen für die Abstimmung, die am 7. April a n Bord des Dampfers „M o n t e Olivia" stattfinden wird. Der Andrang der Volksgenossen an den Ausgabeschaltern der Wahlscheine ist außerordentlich groß.
Befreite Arbeit.
Im Anfang war die Tat! Mit diesem Wort, das Goethes suchender Faust für die Lösung des Lebens
Ausbau des Reichspropagandaministeriums.
Berlin, 5. April. (DNB.) Im Zuge des weiteren Ausbaues des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda schafft der Ausbau der P r e f f e a b t e i l u n g , die dem Reichspreffe- chef Staatssekretär Dr. Dietrich unmittelbar untersteht, zwei selbständige Abteilungen, Jnlands- presse und Auslandspresse. Die wachsende Bedeutung der volkskulturellen Fragen bedingt die Umwandlung des hierfür zuständigen Referats in eine selbständige Abteilung (XI). Die Ueberwachung der tultureüen Betätigung der Nichtarier wird in Zukunft von einer der Abteilung II ungegliederten Abteilung IIA ausgeübt werden. Innerhalb der Reichskulturkammer ist die Entwicklung nun soweit abgeschlossen, daß die Personalunion > der Leitung einzelner Abteilungen des Ministerium» und wichtiger Aemter im Bereich der Reichskulturkammer aufgehoben werden kann. Die Abgrenzung der Aufgabengebiete zwischen Ministerium und Kulturkammer ist eindeutig festgelegt: Dem
wirtschaftlichen Wiederaufbaues ; n Oesterreich umschreiben, so wie es Reichswirtschaftsminister Funk in Wien verkündet hat. Es muß für die österreichischen Wirtschaftsführer, die bislang unter so ganz andersartigen Bedingungen und ökonomischen Auffassungen zu arbeiten gewohnt waren, in der Tat ein aufrüttelndes Erlebnis gewesen sein, als sie nun hörten, daß im nationalsozialistischen Wirtschaftsleben nicht das Kapital, das Gold und die Theorie, sondern ausschließlich und allein die schaffende Arbeit die Grundlage allen Wohlstandes und jeder Währung zu betrachten sei. Denn es war ja unter dem Schuschnigg-System gerade die hervorstechendste Eigenart der österreichischen Wirtschaft, ihre A b - hängigkeit vom ausländischen Kapitalmarkt, die das Arbeitsleben in der furchtbarsten Weise einengte. Die hohen Zinslasten, welche die internationalen Gläubiger dem kleinen Lande auferlegten, konnte der Schuldner nur mit äußerster Mühe aufbringen. So blieb kein Geld und kein Raum zur eigenen Initiative. Viele Unternehmungen, die auch bei anstrengendster Arbeit auf keinen Erfolg hoffen durften, schlossen ihre Betriebe. Die Belegschaften flogen auf die Straße. Es war Sklavenarbeit, die das deutsche Volt in Oesterreich verrichtete.
Der Nationalsozialismus bringt nun die Entfesselung aller Arbeitsenergien, d. h. praktisch gesprochen, zunächst die Verlagerung des wirtschaftlichen Schwergewichts vom Auslandmgrkt auf den Binnenmarkt. Was das schaffende Volk in Oesterreich an Lebensgütern hervorbringt, foll in erster Linie auch ihm selber und damit der gesamten Nation -zugute kommen, nicht aber einem bluts- fremben Leihkapital, das nur den Rahm einer Volkswirtschaft abschöpft. Die Zielsicherheit und Entschlußkraft der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung wird dafür sorgen, daß binnen kurzem die österreichische Wirtschaft ebenso krisenfest und eoenso unabhängig von den Konjunkturschwankungen des Weltmarktes geworden ist wie die Wirtschaft im Altreich schon seit Jahren.
In welcher Weise die Ueberleitung der österreichischen Wirtschaft in das Reichsgefüge und ihre handelspolitische Neuorientierung gegenüber dem Auslande im einzelnen erfolgen soll, das hat Reichswirtschaftsminister Funk eingehend dargetan. Vor allem scheint der Hinweis beachtenswert, daß die bisherigen Handelspartner Oesterreichs und besonders seine südöstlichen Nachbarn wegen der Neuregelung nicht besorgt zu sein brauchen, daß sich vielmehr in diesem von der Natur vorgezeichneten G r o ß w i r t s ch a f t s r a u m ein noch lebhafterer und für alle Teile befriedigender Güteraustausch entwickeln dürfte. Denn je mehr das größere Deutschland seine dringendsten Lebensbedürfnisse aus eigener Arbeit und eigenen Rohstoffen befriedigt, desto größer wird auch sein Verlangen nach jenen zusätzlichen Kulturgütern fein, die ihm feine , Nachbarn aus der Fülle ihres natürlichen Reich-
Reich kümmert sich auch, wie man sich erinnern wird, in wahrhaft großzügiger Weise um die soziale Wohlfahrt und die Altersversorgung der deutschen Künstler.
Was den Rundfunk angeht, so wurde in den letzten Jahren der Preis der Apparate so weit herabgesetzt, daß auch der Minderbemittelte, wie der Minister ausführte, sich bei einiger Sparsamkeit einen anständigen Empfänger leisten kann, der ihm außerordentliche und übrigens sehr bequeme Möglichkeiten gibt, am kulturellen Leben und Schaffen seines Volkes teilzunehmen. Wir sind heute das stärkste Rundfunk-Land Eüropas: die Zahl der Hörer ist von 4,2 Millionen im Jahre 1932 auf über 9 Millionen, also um mehr als das Doppelte, im Jahre 1937 gestiegen. — Die Auflage der deutschen Zeitungen ist'von 15 auf 16 Millionen, die Zahl der Familien-Jllustrierten von 7,5 auf 13 Millionen gestiegen. Es ist hier so wenig wie auf allen übrigen Kulturgebieten anzunehmen, daß solche Steigerungen der „Verbraucherzahlen" bei einem Rückgang der tatsächlichen Leistungen möglich gewesen wären.
Nicht weniger eindringlich hat sich in den vergangenen Jahren der Kulturwille des neuen Reiches in den Denkmälern der bildenden Kunst, ganz besonders der Architektur, ausgeprägt und sich ein eigenes und unverwechselbares Gesicht geschaffen. Veranstaltungen wie die Große Deutsche Kunstausstellung und die Architektur- und Kunsthand- werk-Ausstellung in München hat es bisher in Deutschland noch nicht gegeben. Das Volk ist in einem bis dahin noch nicht erlebten Ausmaße an den Dingen der Kunst beteiligt und künstlerisch erzogen worden; diese Ausstellungen werden sich von nun an in jedem Jahre wiederholen. Und dauernder als alle Ausstellungen werden die riesigen steinernen Zeugen, die wahrhaft monumentalen Bauten des Dritten Reiches auf Jahrhunderte
hinaus den kulturellen Leiftungswillen und die künstlerische Gestaltungskraft unseres Volkes erweisen. Es ist wohl kaum notwendig, noch einmal daran zu erinnern, was auf diesem Gebiete geschaffen wurde, was hier geplant und noch im Wachsen und Werden ist: an die Bauten am Königlichen Platz in München, an das Haus der Deutschen Kunst, an die Parteitagsbauten in Nürnberg, an die in Angriff genommene, völlige städtebauliche Neufvrmung der Reichshauptstadt, an die ebenfalls vorgesehene Ausgestaltung des Hamburger Hafens als des deutschen Tores zur Welt, an die großen Parteibauten in Weimar und Dresden, an die Ordensburgen in Sonthofen, Cröffinsee und Vogelfang, an die vielen neuen Advlf-Hitler-Schulen und Jugendherbergen, an die Errichtung von Siedlungen und Neubauwohnungen, deren Zahl von 132 000 im Jahre 1933 auf 282 000 im Jahre 1936 gestiegen ist.
Das sind Leistungen, die kein Mensch wegdisputieren kann, und die man uns erst einmal nachmachen muß. Das ist eine Entwicklung, die sich in gleicher oder ähnlicher Form auch auf allen anderen Teilgebieten unseres kulturellen Lebens auf- roeifen läßt, für das deutsche Schulwesen und die deutsche Wissenschaft, für unser Schrifttum und unsere Musikpflege. Es kann, mit Rücksicht auf den vorhandenen Raum, hierauf im Einzelnen so wenig eingegangen werden wie etwa auf die Breitenwirkung der kulturellen Arbeit innerhalb der großen Organisation „Kraft durch Freude". Die wenigen Beispiele, Namen und Zahlen, charakteristisch und beispielhaft für das große Ganze, mögen genügen, um jedermann in Deutschland, und jedermann, sofern er guten Willens ist, in der ganzen Welt zu beweisen, daß auch auf kulturellem Gebiet eine neue Blütezeit in Deutschland angebrochen ist, auf die wir stolz sein können.
Hans Thyriot.
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Der 9. April ein Tag der Freude.
Ein Aufruf Dr. Leys zum »Tag des Großdeutschen Reiches-'.
Berlin, 5.April. (DNB.) Der Reichsorganisa- lionsleiler der NSDAP, und Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, erläßt zum „Tag des Großdeutschen Reiches" folgenden Aufruf:
„Schaffende Menschen in Stadt und Land!
Am 10. April werden unser Glaube und unser freudiges Bekenntnis zu Adolf Hitler vor aller Wett triumphieren! Das große deutsche Wunder von der Wiedergeburt unseres Volkes erfüllt sich von Tag zu Tag. Die Heimkehr unserer Brüder aus der ruhmreichen deutschen Ostmark kennzeichnet sich als ein Mark st ein auf dem einzigartigen Weg der nationalsozialisti- schen Revolution.
So ist der Wahltag ein Tag der Freude, an dem das gesamte deutsche Volk seinen neuerwachten Lebenswillen der ganzen Wett entgegenruft. So will es der Führer!
Deshalb hat der Führer den 9. April zum Fest- tag des ganzen Deutschen Reiches bestimmt. Von 11.55 Uhr bis 12.05 Uhr ist Reichs
betrieb sappell, um eine feierliche Proklamation entgegenzunehmen. Am Samstagnachmittag dem 9. April ruht in allen deutschen Betrieben die Arbeit, um sich in freudiger Hingabe und herzlicher Gemeinschaft auf die Wahl vorzubereiten.
Ich mache es allen Betriebsführern, Betriebsobmännern, Werkscharmännern und den Amtswaltern der Deutschen Arbeitsfront zur Pflicht, sich voll und ganz einzusehen, damit der Festtag des Groß- deutschen Reiches einzigartig in der großen Geschichte unseres Volkes dasleht! Wir sind durch den unbändigen Willen und Glauben des Führers endlich ein Volk geworden. Alle Grenzen der Stämme, Konfessionen und Stande sind beseitigt. Ueber all dem steht heute das Bekenntnis zur deutschen Volksgemeinschaft.
Am 9. April bekennen wir uns zu dieser deutschen Volksgemeinschaft unter dem Führer Adolf Hitler, durch unsere Freude, am 10. April durch unser 3a!“
Geien wir mutig und stark!
Reichsminister Dr. Goebbels sprach in Hannover.
Hannover, 5. März. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels sprach am Dienstag in Hannover, bas ihm zu Ehren prächtigen Flaggenschmuck angelegt hatte. Zu vielen Zehntaufenden strömte die Bevölkerung gegen Abend zu der Stadthalle. Der Kuppelfaal der Stadthalle hatte eine festliche Ausschmückung erfahren. Golden leuchtet im Lichte der Scheinwerfer an der Stirnseite der Halle das Hoheitszeichen der Bewegung, flankiert vom Blutrot der Hakenkreuzbanner. „Ein Volk — Ein Reich — Ein Führer." Dieses Gelöbnis grüßt in goldenen Lettern über den Säulen. Blumenschmuck umrahmt das Rednerpodium, auf dem Standarten, Stander und Fahnen Aufstellung ae- funden hatten. Mit stürmischem Jubel begrüßen die Niedersachsen Reichsminister Dr. Goebbels, als er das Wort nahm.
Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten sie dem Mnister, als er einleitend die unglückselige Vergangenheit des deutschen Volkes schilderte, das als ein Volk der Dichter und Denker schemenhaften Theorien nachjagte, sich in innerem Hader zerfleischte und verblutete, als die anderen Nationen die Welt eroberten. Ueberzeugend machte Dr. Goebbels dann auch dem letzten seiner Zuhörer klar, warum die Welt sich dem Nationalsozialismus nach der Machtergreifung feindlich gegenüberstellen mußte, der die deutsche Nation zum ersten Male in ihrer Geschichte als einen politischen Faktor, der heute nicht mehr übersehen werden kann, in das Blickfeld der Welt eintreten ließ. Die gewaltige Kraftansammlung im politischen Raum, die an die Stelle des einstigen Volkes der Dichter und Denker getreten ist, müßte, wie Dr. Goebbels dann aufzeigte, eine magische An
ziehungskraft auf alle deutschen Elemente in der Welt ausüben. „Das ist das Geheimnis der Revolution in Oesterreich", erklärte Dr. Goebbels unter lang anhaltender Zustimmung, „daß hier ein Volk in seinem wachen und gesunden Instinkt den damaligen Regierenden weit vorauseilte."
Unverwandt sind aller Augen auf den Minister gerichtet, als er mit d'en Besserwissern abrechnet, denen der Mut nicht vor, sondern erst nach dem Erfolg komme, als er mit tiefem, packendem Ernst von den Ereignissen der jüngsten Gegenwart spricht und mit treffenden. Beispielen nachweift, wie wichtig es ist, taktisch vorzugehen und das Richtige auch im richtigen Augenblick zu tun, und als er mit meisterlicher Beredtsamkeit im Vergleich zu früher den Mut des Führers und die Einmütigkeit der ihm folgenden Nation preist. Stürmischer Beifall bricht aus, als Dr. Goebbels erklärt: „Wir wollen uns beugen vor der Größe eines Mannes, wie er noch niemals in der deutschen Geschichte in die Erscheinung getreten ist."
Hinreißend ist das Bekenntnis zum Führer, mit dem Dr. Goebbels unter atemloser Stille schließt: „Nun arbeitet ein Mann an der Nation, um die Tugenden dieses Volkes, die 1918 verlorengingen, wieder zur Geltung zu bringen. Wir sind e i n politisches Volk geworden, das fein Schicksal kennt und auch den harten Notwendigkeiten fest ins Auge zu schauen weiß. Seien wir darum st a r k und mutig", so schloß der Minister, „und bleiben wir in Bereitschaft! Denn das ist alles!" — Lang anhaltender und immer wieder ausbrechender Beifall legten Zeugnis davon ab, daß es auch im Niederfachfenland am 10. Äpril nichts anderes gibt als das stolze „Ja".
1933
Lebensmut'Lebensfreude.
Duid» 900000 Ehethmds - doriehen seil August 1935 und durch Gewährung von Kinderbeihilfen an hunderttausend» von Familien stieg die ZaN der Geburten


