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Ziel ankam, fand man die Hintere Stahltür äufgc« schlossen und mußte den Diebstahl von sieben Postsäcken mit Einschreibebriefen und Paketen feststellen. Die Behörden lehnten jede Aeußerung zu dem Postdiebstahl ab, während zwei Zeitungen mit der Sensationsmeldung herauskamen, daß der Wert der gestohlenen Postsäcke auf etwa zwei Dollar-Millio- nen geschätzt wird.
Silvester-Drillinge.
Am Silvestertage wurde eine Frau in Hannover von drei gesunden Jungen entbunden. Da die Kinder nur je zwei Pund wiegen, fanden sie Aufnahme in der Kinderklinik und werden dort besonders gepflegt. Die Familie hat bereits drei Jungen und ein Mädel.
Kunst und Wiffenfchast.
Goethes Farbenlehre korrigiert.
Unter dem Titel „Schicksal einer Goetheschrift" veröffentlicht der a. o. Professor der Botanik an der Universität Halle, Dr. Günther Schmid, neueste druckgeschichtliche Funde zur Goetheschen Farbenlehre, in denen er den Nachweis führt, daß die große kritische Weimarer Sophienausgabe der sämtlichen Werke von 1894 in bezug auf einen wichtigen Abschnitt der Farbenlehre auf Grund einer falschen Druckvorlage entstanden ist. Schmid zeigt, daß die 1810 bei Cotta in Tübingen erschienene „Farbenlehre" Goethes 1812 durch die Geistin- gersche Buchhandlung in Wien unrechtmäßig nachgedruckt wurde, wobei zahlreiche Entstellungen unterliefen, obwohl der Raubdruck selbst dem Cotta- schen Original nach Möglichkeit angenähert worden ist. In den beiden Oktavbänden der „Farbenlehre" wurde der Druckvermerk abgeändert: dos dazugehörige dünne Quartheft aber, das mit seinen 17 Bildtafeln und 36 Seiten weiterem Text schon bei Cotta keinen Druckvermerk trägt, wurde auch von Geislinger ohne Druckvermerk herausgegeben. In dieser „Erklärung der zu Goethes Farbenlehre gehörigen Tafeln" befinden sich 8 reine Druckfehler,
16 Abweichungen in der Zeichengebung, die z. T. für das Verständnis des Textes nicht ohne Bedeutung sind, 51 Abweichungen in der Rechtschreibung und 40 schwerer wiegende Abweichungen, darunter solche, die den Sinn des Textes völlig verändern.
Von dieser falschen Geistingerschen Ausgabe war bisher nur an zwei Stellen etwas bekannt: 1928 vermerkt die Sammlung Kippenberg in Leipzig zwei verschiedene Drucke mit Textunterjchieden, und 1932 findet sich im Gesamtkatalog der Preußischen Bibliotheken ein gleichlautender Hinweis, ohne daß Folgerungen daraus gezogen worden wären. Nach den Schmidfchen Bemühungen wissen wir heute, daß die falsche Geistingersche Ausgabe der Weimarer Sophienausgabe als Druckvorlage gedient hat. Der Artor kommt zu dem Schluß, daß angesichts der Vorbereitung 4)er Welt-Goethe-Ausgabe die Richtigstellung dieser Irrtümer von jedermann gewünscht werden müsse. Ehrhard Evers.
^TMusikschu enimGauHesien-Tlaffau.
Die Musikschulen sind nun als ein Gemeinschafts- werk von der Hitler-Jugend und der NS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude" in die Tat umgesetzt worden. Sie haben den Titel „Musikschule für Jugend und Volk" bekommen. Von 30 geplanten Musikschulen kommen zwölf in den Gau Hessen-Nassau, und zwar nach Frankfurt, Hanau, Offenbach, Wiesbaden, Darmstadt, Heppenheim, Bensheim, Worms, Alzey, Limburg, Weilburg und Oberlahnstein. Sowohl in Alzey wie auch in Limburg sind die Musikschulen für Jugend und Volk bereits eröffnet; sie konnten in beiden Orten in den ersten Tagen je 110 Schüler gewinnen. Nunmehr ist auch die Musikschule in Frankfurt eröffnet worden. Die Schule will jedem, der musikalisch begabt ist und ein Instrument erlernen will, die Möglichkeit hierzu geben.
Gegen geringes Entgelt kann hier jeder ein Instrument spielen lernen. Es wird Jnstrumental- unterricht erteilt in Klavier, Geige, Bratsche, Cello, Kontrabaß, Flöte, Klarinette, Oboe, Fagott, Trom-
T pele, Horn und Posaune, Blockflöte, Handharmonikä und Guitarre (Laute). Die Form des Unterrichts ist der Gemeinschaftsunterricht. Neben den Streich- und Blasinstrumenten wird das gemeinsame Lied gepflegt. Um die kameradschaftliche Bindung zwischen Musizierenden zu schaffen, werden diejenigen, die die Schule verlassen, zu Musik-Kamerad- sch asten zusammengeschlossen, deren vornehmste Aufgabe es sein wird, Hausmusik zu pflegen. Die Musikschulen wollen in keiner Weise dem Privatmusiklehrer Konkurrenz machen, sie sollen vielmehr die Freude des Volkes an der Musik wecken.
Wertvolle Bibelhandschriften in Darmstadt.
Das Hessische Landesmuseum zu Darmstadt hat zwölf wertvolle Bibelhandschriften ausgestellt, die aus der Zeit zwischen Ende des 10. und Mitte des 15. Jahrunderts stammen und fast alle im Besitz des Landesmuseums oder der Hessischen Landesbibliothek sind. Beim Durchblättern begegnet man mit Purpur getränkten Seiten, auf denen Goldschrift glänzt, Anfangsbuchstaben, die wie aus Metall verfertigt erscheinen, Evangelisten- siguren und biblische Szenen, die in den Prunk dauerhafter Farben eingewandet find. Die Aschaffenburger Handschrift (aus der oortigen Schloßbibliothek, vor 1250) ist durchgängig in Gold geschrieben, ihre Darstellungen wurden in den Grund reinen Dukatengoldes eingemalt. Besonders kostbar sind auch die Buchdeckel, z. T. mit Schnitzereien aus Elfenbein und Walrohzahn verziert.
Wetterbericht.
Aufgleitende Warmluft bringt in Deutschland erneute Niederschläge, die nach Norden hin bereits in Regen übergehen. Die nunmehr zu erwartende Milderung wird voraussichtlich die Temperaturen in dem Gebiet südlich des Westerwaldes noch nicht über 0 Grad aufsteigen lassen. Stellenweise werden aber auch bei uns bereits die Schneefälle wieder in Regen übergehen.
Aussichten für Freitag: Vielfach neblig, sonst wolkig bis bedeckt, mit geringer Nieder« schlagsneigung, zunächst noch Frost, Winde um West.
Aussichten für Samstag: Bei geringen Niederschlagsneigungen zunächst noch Frost.
Lufttemperaturen am 5. Januar: morgens —6,3 Grad Celsius, abends —6,4 Grad; am 6. Januar: morgens —6,6 Grad. Maximum —4,0 Grad, Minimum — 7,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Januar: abends —1,4 Grad; am 6. Januar: morgens —1,2 Grad. — Sonnenscheindauer 4,7 Stunden.
Wintersport-Wetterdienst.
Vogelsberg. Herchenhainer Höhe: Bedeckt, —12 Grad, 38 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —12 Grad. 80 cm Gesamtschneehöhe, 3 cm Neuschee/ Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Taunus. Kleiner Feldberg: Nebel, —6 Grad, 28,2 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.
Schwarzwald. Feldberg: Leichter Schneefall, — 9 Grad, 35 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen« leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 37: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckcrei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs« preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der
Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
Londorf an! zur Gulaschkanone!
Die Bevölkerung von Londorf und Umgebung nimmt am Sonntag, 9. Januar, geschlossen teil am
Eintopf-Essen der SA.
in der gut geheizten Volkshalle zu Londorf. - Während des Essens spielt eine Musik-Kapelle. - Das Essen beginnt pünktlich um 12 Uhr. Vorher, ab. 11 Uhr, ist auf dem Sportplatz in Londorf alt und jung Gelegenheit gegeben, auf den Pferden der SA.- Reiterei zu reiten. Reitkarte 10 Pf., Preis des Eintopfgerichtes 25 Pf. Gutscheine sind bei allen Gliederungen der Partei erhältlich. Der Ertrag fließt dem Winterhilfswerk zu. Vollzählige Beteiligung aller Volksgenossen wird erwartet! 59D
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Herr Daniel Heil, Rentner
im Alter von 86 Jahren.
Frau Dorothea Heil, geb. Trapp.
Gestern abend verschied nach längerem Leiden mein lieber Mann, unser Schwager und Onkel
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Heute Donnerstag bis Sonntag:
Lachen macht gesund!
Das ist Dr. Kuglers Methode in dem heit. Film „Der Lachdoktor“
WEISS FERDI
der beliebte Münchener Komiker, spielt diesen unverwüstlich lustigen Dr. Kugler u. überwindet mitHilfe einer jungen Assistenzärztin alle Schwierigkeiten, die ihm von Mißgünstigen und Neidern in den Weg gestellt werden.
Hauptdarsteller: Carla Rust
Irmgard Hoffmann Paul Westermeier
Willy Schaeffers Josef Eichheim Blandino Ebinger Leo Peukert
Paul Heidemann
Beiprogramm und Ton-Woche
Täglich 4, 6, 8.30 Uhr, Sonntags 3, 5.30, 8.30 Uhr. 5eA
Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8jähr. Schulbildung. Ziel: Mittlere Reite (früher Einjährig - Examen genannt). Für Mädchen auch Kochen u. Nähen Schulgeld RM. 17.-, keine Nebengebühren.
Ein- u.halbjährige Handelsfachklasse Schulgeld RM. 19.- ueine Nebengebühren.
Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude, ließen, Goethestr. 32, Ruf 2486. 61a
lA/EDRE DRUCKSACHEN
WCRDC Brühl. Gießen
Gießen (Hitlerwall 47), den 6. Januar 1938.
Mehr Freude an der Raiur durch Bermühler-Äücher!
Gießener Konzertverein
Sonntag, den 9. Januar 1938, 17 Uhr, Universitäts-Aula / Viertes Konzert
Klavierabend
Claudio Arrau
Werke von Bach, Chopin, Liszt
Eintrittskarten: RM. 1. — , 1.50, 2.25 und 3 — bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten 80 Pf im Kollegiengebäude und im Studentenwerk. Kraft durch Freude Theaterring halbe Preise. 53D
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Bratheringe nach Hausfrauenart..........Dose 38
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Die Trauerfeier findet Freitag, den 7. Januar, nachmittags 2% Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt
von RM. 2.25 an bis zum feinsten Sport-Schlittschuh Nachschleifen nnd Reparieren.
Feinster Hohl schliff mit Spezial-Maschine.
Reinig
Ruf 3369 Inh. Wr. Georg Seltersweg 30
Zervelatwurst, schnittfest... 500 g 1.75, 125 g 44
Schweizerkäse, Vollfettkäse, 45%Fett i.T. 125 g 35
Emmenthalero.Rinde,Vollfettk.,45%Fetti.T. 125 g 33
Limburger Käse, Halbfettkäse,20%Fetti.T. 125 g 15
Limburger Käse o.Rinde,Halbf.-Schmelzk. 125 g 1 6
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Vogtsche
Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32
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