Aus der Stadi Gießen
Das Winterprogramm
Das
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bei sei Wette
als 0,5 Hektar Betriebsfläche mit 5646 angegeben. B.
Radfahrer totgefahren und geflüchtet.
Lpd. Worms, 4. Nov. Nachts wurde auf der Frankenlbaler Straße vor der Stadt der 50jährige Wilhelm Klag von hinten von einem Laft' kraftw agen angefahren und so schwer verletzt, daß der Tod bald darauf eintrat. Klag war in Begleitung seiner Frau auf dem Nachhause- weg und schob sein Fahrrad neben sich her, als er von dem Wagen erfaßt wurde. Der Lastwagen und sein Fahrer sind unerkannt entkommen.
___Deutsche Volksbildungswerk in der NSG. „Kraft durch Freude" umfaßt Volksbildungs- st ä 11 e und Kreisvortragsdienst. Das Volksbildungswerk tritt nunmehr zum dritten Male
UHL Seilersweg Nr. 67
adiO Telephon Nr. 3170
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Tageskalender für Samstag.
Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr Gastspiel Hermine Körner „Frau Warrens Gewerbe". — Gloria-Palast (Seltersweg): 14 Uhr „Tischlein deck dich" und „Struwwelpeter"; zu den bekannten Zeiten „Du und ich". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Liebelei und Liebe". — Reichskolonialbund: 20 Uhr im „Club" Kolonialfest. — Deutsche Stenogrophen- schaft, Gießen: .Karlsruhe" Unterhaltungsabend. — Gießener Radfahr-Vereinigung: 20.30 Uhr „Burghof" Hauptversammlung. — Artilleristen-Karnerad- schaft: 20.30 Uhr .Hessischer Hof" Kameradschafts- abend. — Oberhessischer Kunstverein: 17 (bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand.
Tageskalender für Sonntag.
Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr „Der Narr mit der Hacke"; 19 bis 22 Uhr „Der süßeste Schwindel der Welt". — Gloria-Palast (Sellersweg): 14 Uhr „Tischlein deck dich" und „Struwwelpeter"; zu den bekannten Zeiten „Du und ich". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): .Liebelei und Liebe". — Joban- neskirche: 29. Musikalische Abendseier um 17 Uhr. — Oberhefsischer Kunstvtzrein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Kaninchen- Ausstellung im „Burghof".
Gastspiel der Staatsschauspielerin Hermine Körner.
Heute abend findet im Stadttheater ein einmaliges Gastspiel der Staatsschau'spielerin Hermine Körne r in „Frau Warrens Gewerbe", Drama in vier Akten von Bernard Shaw, statt. Spielleitung Helmut Kollek, Bühnenbild: Karl Löffler. Das Gastspiel findet außer Mete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.
Spielplan des Sladlthealers „ vom 6. bis 13. November.
-er NSG. „Kraft durch Freude"
Vorausgesehen für November und Dezember.
Die Großzügigkeit der Programmgestaltung für ! das Feierabendwert läßt sich schon daran erkennen, daß für die kommenden Monate 50 Gastspiele des Rhein-Mainischen KünsUercheaters Wiesbaden und des Darmstädter Dolkstheaters vorgesehen sind. Die Theatergruppen warten mit einem reichen Spielplan auf. Aufführungen sind vorgesehen in etwa 50 Orten des Kreises Gießen und des Kreises Friedberg. Selbstverständlich wird auch diesmal im Rahmen des Feierabendringes, der die ausgesprochenen Theaterringe abgelöst hat, der Tonfilmwagen in vielen Orten zu sehen sein. Der Landbevölkerung wird-Gelegenheit gegeben sein, die besten Werke deutscher Filmkunst kennenzulernen.
Verhandlungen sind noch mit dem Musikkorps des Infanterie-Regiments 116 im Gange, das eine Anzahl Militärkonzerte geben wird. In Heuchelheim und in Watzenborn-Steinberg wird das (Sauna rißte „Lache mit uns" gastieren.
Für die S t a d t G i e ß e n ist eine große Veranstaltung im Gloria-Palast vorgesehen. Unter dem Titel „Wiener Spielzeugschachtel" wird eine Revue für einige Stunden gut unterhalten. Im Gloria- Palast wird ferner das Gauvariete „Lache mit uns" ein Gastspiel geben. Für die Ortsgruppe Nord ist ein Bunter Abend vorgesehen, für den Künstler vom Reichssender Köln verpflichtet wurden.
Im Mittelpunkt der Winterarbeit der NSG. „Kraft durch Freude" in unserer Stadt wird die Festaufführung „Rigoletto" stehen, die aus Anlaß des Jahrestages der NSG. „Kraft durch Freude" im Stadttheater gegeben wird. Kreiswalter Dop- heide wird vor der Aufführung den Bericht über die Jahresarbeit von „Kraft durch Freude" im Kreis Wetterau erstatten.
Das Programm des Feierabend-Ringes bringt außerdem Werkskonzerte, die in Gemeinschaft mit dem Reichssender Frankfurt a. M. durchgeführt werden. Kammermusik-Konzerte finden in Butzbach und in Bad-Naubeim statt, außerdem "ürd • das Münchener Romantische Ballett in Bad,.au- ; heim ein Gastspiel geben. Im Laufe dieses Winters
Iubiläumskonzerl der „Heiterkeit".
Der Männergesangverein „Heiterkeit", über dessen Werden und Wirken wir in unserer Ausgabe vom 28. Oktober berichteten, begeht — wie man uns schreibt —, sein 60jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert unter Leitung seines Chormeisters, Musiklehrer Wilhelm Schüttler, am Sonntag, 13. November, um 16 Uhr, in der Neuen Aula der Ludwigs-Universität zu Gießen. Es werden eine Reihe Chorwerke älterer, aber auch neuzeitlicher . Komponisten zum Vortrag kommen. Der Gesang
verein „Heiterkeit" vermittelt auch mit diesem Konzert wieder Darbietungen eines Instrumental-Solisten. Der junge, begabte Pianist Hans W. Guth, jetzt Frankfurt a. M., der durch Konzerte, Rundfunk und Pressestimmen schon rühmlich bekannt ist, wird mit der Wanderer-Fantasie von Franz Schubert il a. mehr aufwarten.
Kaninchenschau in Gießen.
Der Kaninchenzuchtverein Gießen veranstaltet am morgigen Sonntag seine Lokal-Kaninchenschau im „Burghof". Es sind diesmal alle Tiere der vom Reichsnährstand anerkannten Kaninchenrassen in noch nie gezeigter Zahl ausgestellt. Ein Besuch dieser Schau lohnt sich, zumal auch Pelzsachen und Angorawolle ausgestellt sind.
kunterbunt, eine Stunde deutschen Humors.
Der Goethe-Bund und Kaufmännische Verein veranstaltet, wie man uns schreibt, am kommenden Montag einen heiteren Vortragsabend, zu dem der Münchner Vortragsmeister Ernst Kreuztrager verpflichtet wurde.
der Hauptstraße vor einem öffentlichen Bauwerk» das sie gebührend bewunderten. Durch diese Auf» stellung machten sie sich allerdings, eines Verstoßes gegen die Derkehrsordnung schuldig, die derartige Ansammlungen auf den Fahrbahnen untersagt. Uni diesen Verstoß zu sühnen, machte Kreisdirektor Dr. Lotz den Vorschlag, durch eine Spendensammlung zu Gunsten der Sudetendeutschen das verkehrswidrige Verhallen wieder gutzumachen. Gesagt, getan» der Vorschlag fand allenthalben Beifall. Die Sammlung, die von einem ®en'barmeriebeamten vorgenommen wurde, ergab den Betrag von 9 Mark, der dem Konto für das sudetettdeutsche Hllfswerk zugeführt wurde.
Bei einem Konzert, das von dem Handharmonira- Mub Gießen-Lollar-Marburg am 23. Oktober gegeben wurde, kam ein Reinertrag von 249 Mark zustande, der ebenfalls für die hilfsbedürftigen su- detendeutschen Volksgenossen Verwendung fand.
Gießener lvochenmarktprette
* Gießen, 5.Nov. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse A 12^, Klasse B 12, Klasse C 11%, ausländische Kühlhauseier 11, Wirsing, % kg 8 bis 9 Pf.» 50 kg 5 bis 6 Mark, Weißkraut, % kg 4 bis 6 Pf.,
50 kg 4 Mark, Rotkraut, % kg 7 bis 8 Pf., 50 kg 5 bis 7 Mark, gelbe Rüben und Karotten, % kg 7 bis 9 Pf., rote Rüben 10, Spinat 15, Römischkohl 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 15 bis 40, Feldsalat, */io 8 dis 10, Tomaten, % kg 28 bis 30, Zwiebeln 10 bis 12, Meerettich 30 bis 60, Schwarz- wurzeln 25 bis 40, Kürbis 8 bis 9, Pilze 25, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 35 bis 40 Pf., 50 kg 3 dis 3,45 Mark, Aepfel, % kg 28 bis 45 Pf., Birnen 25 bis 40 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Gänse 1,10 bis 1,20 Mark, Enten 1*20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Nüsse, % kg 45 bis 50, Blumenkohl, das Stück 10 bis 45, Salat 8 bis 10, Salatgurken 45 bis 50, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf.
Volksgasmasken
auch für Minderbemittelte
durch Bereitstellung von Reichszuschüssen.
*7* Die NSV. ist in der Lage, die Zuweisungsscheine für Volksgasmasken an bedürftige Volksgenossen zu einem niedrigeren Preise als 5,— RM. abzugeben. Man wende sich deshalb sofort an die zuständige Ortsgruppe der NSV.
Zur Abgabe gelangen selbstverständlich auch bei verbilligter Abgabe nur unbedingt einwandfreie Volksgasmasken. Jedes dieser hochwertigen Gas- schutzgeräte trägt den amtlichen Prüfftempel des Reiches.
Dadurch ist gewährleistet, daß jeder den gleichen zuverlässigen Gasschutz erhält, ohne Rücksicht auf seinen Geldbeutel.
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Betriebsfläche 4385 ermittelt.
Kreis Friedberg.
Don der Neuordnung der Kreise in Oberheffen wurde der Kreis Friedberg nicht berührt. Der Vollständigkeit halber seien auch für diesen Kreis die wichtigsten Zahlen angegeben. Die Fläche des Kreises Friedberg umfaßt 573,66 Quadratkilometer. Die Einwohnerzahl belief sich, nach der Volkszählung am 16. Juni 1933, in 71 Gemeinden auf 93 481 (davon 46173 männliche und 47 308 weibliche). Noch der Berufsgliederung gehören zur Land- und Forstwirtschaft 22 400 — 24 v. H.; Industrie und Handwerk 34 178 — 36,5 v. H.; Handel und Verkehr 15 638 = 16,7 o. H.; öffentliche Dienste und private Dienstleistungen 7689 — 8,2 v. H.; häusliche Dienste 1743 — 1,9 v. H.; ohne Beruf 11833 = 12,7 o. H. Dir Familien- und Haushaltungsstatistik weist 23255 Einzel- unb Familienhaushaltungen, davon 1270 Einzelhaushaltungen und 21985 Familienhaushaltungen, ferner 159 Anstaltshaushaltungen, mithin eine Gesamtzahl von 23 414 Haushaltungen auf. Die Statistik überv bie Religionszugehörigkeit nach dem Staub vom 16. Juni 1933 enthält fvlgenbe Angaben: 69 639 Evangelische (Lanbeskirche), 1 Alt- lutheraner, 252 Evangelische (Sekten), 20 989 Römisch-Katholische, 11 Orthodoxe, 4 Altkatholische, 1433 Israeliten (auch biefe Zahl hat sich stark ver- minbert), 166 andere Nichtchristen, 869 Gemein- schaftslose, 117 ohne Angabe. An Gewerbebetrieben weist die Statistik für den Kreis Friedberg 6001 auf. Die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe bis 0,5 Hektar Betriebsfläche wirb in ber Statistik vom 16. Juni 1933 mit 12118, bie Zahl der Betriebe mit mehr
am 16. Juni 1933, wird mit 60 707 angegeben (davon 30 646 männliche und 30 061 weibliche). Die Berufsgliederung zeigt folgendes Bild: Land- und Forstwirtschaft 26 694 — 44 v. H.; Industrie und Handwerk 18 955 — 31,2 v. H.; Handel und Verkehr 5005 = 8,2 v. H.; öffentliche Dienste und private Dienstleistungen 2915 = 4,8 v. H.; häusliche Dienste 796 = 1,3 v. H.; ohne Beruf 6342 = 10,5 v. H. Die Familien- und Haushaltung s st a t i st i k gibt für den Kreis Büdingen folgendes an: 13 980 Einzel- und Familienhaushaltungen, davon 684 Einzelhaushaltungen und 13 296 Familienhaushattungen, hinzu kommen 24 Anstaltshaushaltungen, so daß sich die Gesamtzahl der Haushaltungen auf 14 004 beläuft, lieber die R e -- ligionszugehörigkeit bringt die Statistik folgende Angaben: 57 621 Evangelische (Landeskirche), 224 Altlutheraner, 200 Evangelische (Sekten), 1387 Römisch-Katholische, 4 Orthodoxe, 1123 Israeliten (hier ist's auch weniger geworden), 11 andere Nichtchristen, 72 Gemeinschaftslose, 65 ohne Angaben. Die Gewerbebetriebeim Kreis- gebiet gibt die Statistik mit 3933 an. Die Zahl der land- und for st wirtschaftlichen Betriebe bis 0,5 Hektar Betriebsfläche wird mit 5402, die Zahl der Betriebe mit mehr als 0,5 Hektar Betriebsfläche mit 7223 genannt.
Kreis Alsfeld.
Mit 693,94 Quadratkilometer Fläche nach dem Gebietsstand am 1. Oktober 1938 ist der Kreis Alsfeld flächenmäßig der zweitgrößte Kreis Ober- Hessens. Die Einwohnerzahl nach der Volkszählung am 16. Juni 1933 beläuft sich in 97 Gemeinden auf 44140 Personen (davon 21 810 männliche und 22 330 weibliche). Die Berufsgliederung dieser 44 140 Einwohner zeigt die Zugehörigkeit wie folgt: Land- und Forstwirtschaft 22 520 = 51,0 v. H.; Industrie und Handwerk 11 447 = 25,9 vom Hundert; Handel und Verkehr 2997 = 6,8 v. H -. öffentliche Dienste und private Dienstleistungen 1538 = 3,5 v H.; häusliche Dienste 393 = 0,9 v. H.; ohne Beruf 5245 = 11,9 v. H. Nach der Familien- und Haushaltungsstatistik ergibt sich für den Kreis Alsfeld, nach dem Gebietsstand am 1. Oktober 1938, ein Bestand von 9667 Einzel- und Familienhaushaltungen, davon 466 Einzelhaushaltungen und 9201 Familienhaushaltungen. Hinzu kommen noch 7 Anstaltshaushaltungen, so daß sich im Kreis Alsfeld die Gesamtzahl aller Haushaltungen auf 9674 beläuft. Die Religionszugehörigkeit nach der Zählung vom 16. Juni 1933 wird für die 44 140 Einwohner des Kreisgebietes wie folgt angegeben: 41188 Evangelische (Landeskirche), 236 Evangelische (Sekten), 2003 Römisch-Katholische, 2 Orthodoxe, 1 Altkatholischer, 617 Israeliten (auch hier wird der Abbau mittlerweile erheblich gewesen sein), 11 andere Nichtchristen, 58 Gemeinschaftslose, 24 ohne An- gaben. Die Zahl der Gewerbebetriebe im Kreise ist mit 2729 angegeben. Die Zahl derland - und forstwirtschaftlichen Betriebe bis 0,5 Hektar Betriebsfläche belief sich am 16. Juni 1933 auf 2920, die Zahl der Betriebe mit mehr als 0,5 Hektar Betriebsfläche auf 5717.
Kreis Lauterbach.
Durch den Zuwachs aus dem aufgelösten Kreis Schotten ist der Kreis Lauterbach auf eine Fläche von 594,06 qkm angewachfen. In 74 Gemeinden wurden bei der Zählung am 16. Juni 1933 insgesamt 33 959 E i n w o h n e r gezählt (davon 16 786 männliche und 17173 weibliche). Die Berufsgliederung sieht wie folgt aus: Land- und Forstwirtschaft 17 725 = 22,2 v.H.; Industrie und Handwerk 8876 = 26,1 v.H.; Handel und Verkehr 2131 = 6,3 v. H.; öffentliche Dtenste und private Dienstleistungen 1501 = 4,4 v.H.; häusliche Dienste 409 = 1,2 v.H.; ohne Beruf 3317 = 9,8 v.H. In der Familien- und Haushaltungsstatistik ist folgendes zu lesen: 7441 Einzel- und Familien- Haushaltungen, davon 365 Einzelhaushaltungen und 7076 Familienhaushaltungen, ferner 11 Anstalts- Haushaltungen, insgesamt also 7452 Haushaltungen des ganzen Kreises, lieber die Religionszugehörigkeit berichtet die Statistik: 31756 Evangelische (Landeskirche), 1 Altlutheraner, 58 Evangelische (Sekte), 1808 Römisch-Katholische, 1 Orthodoxer, 1 Altkatholischer, 294 Israeliten (heute aber viel weniger), 6 andere Nichtchristen, 33 Gemeinschaftslose, 1 ohne Angabe. Die Zahl der Gewerbebetriebe beläuft sich auf der Statistik auf 2188. An land- und forstwirtschaftlichen Betri e b e n bis zu 0,5 ha Betriebsfläche wurden nach der Statistik 2398, an Betrieben mit mehr als 0,5 ha
darf auch mit einem Konzert der Kuban-Kosaken gerechnet werden.
Volksbildungswerk und Kreisvortragsdienst.
Am Sonntag, 6. November, findet die 4. Morgenveranstaltung des Stadttheaters statt. Es gelangt zur Uraufführung „Der Narr mit der Hacke", ein Spiel von Eduard Reinacher. Eduard Reinacher, der besonders durch seine beiden Stücke „Der Bauern- zorn" und „Lapp im Schnakenloch bekannt wurde, ist der diesjährige J.-P.-Hebel-Preisttäger. Die Spielleitung des Stückes hat Hermann Schultze- Griesheim. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Bühnenbild: Karl Löffler. Die Intendanz macht darauf aufmerksam, daß die Morgenveranstaltung pünktlich um 11.30 Uhr beginnt. Ende 12.30 Uhr. — Am Abend findet die letzte Aufführung des großen Erfolges „Der süßeste Schwindel der Welt". Lustspieloperette in drei Akten von Rudolf Weys, Musik von Robert Stolz, statt. Spielleitung Gert Buchheim, musikalische Leitung: Joachim Popelka, Tanze: Thea Maaß, Bühnenbild: Karl Löffler. Die Dor- stellung findet außer Mete statt. Anfang 19 Uhr, Ende 22 Uhr. <
Dienstag, 8. November, Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr, zum letzten Mal: „Ein Svmmernachts- träum" von Shakespeare. Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim, musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Dienstag-Miete, 6. Vorstellung.
Mittwoch, 9. November, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr: Zum 9. November: „Fidelio", Oper von Ludwig van Beethoven, musikalische Leitung: Paul Walter, Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim. Mittwoch-Miete, 7. Vorstellung.
Freitag, 11. November, Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr, zum letzten Mal: „Dantons Tod", Drama von Georg Büchner. Spielleitung: Dr. Hannes Razum. Freitag-Miete, 7. Vorstellung.
Samstag, 12. November, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr, 3um letzten Mal: „Der Frontgockel", Lustspiel von Hans Fitz, Spielleitung: Hans Geißler. Die Vorstellung findet gleichzeittg für den KdF.-Feier- abendring, 3. Vorstellung, statt.
Sonntag, 13. November, Anfang 19 Uhr, Ende i 22 Uhr, Erstaufführung: „Dichter und Bauer", ■ Operette von Franz Suppö Musikalische Leitung: . Joachim Popelka, Spielleitung: Gert Buchheim,
Tänze: Thea Maaß. Außer Mete.
Nachdem das Amt Reisen und Wandern der NSG. „Kraft durch Freude" nach starker Beanspruchung während der Sommer- und Herbstmonate jetzt seine Tätigkeit etwas eingeschränkt hat und sich für die Wintermonate damit begnügen wird, Sonderfahrten für die Schiläufer durchzusühren, wird nunmehr alle Aufmerksamkeit der Feierabend- geftaltung zugewandt. Die Vorarbeiten sind nunmehr abgeschlossen, so daß es jetzt möglich ist, vorausschauend darüber zu berichten, was im Laufe der Monate November und Dezember an Veranstaltungen geplant ist. Bei der Gestaltung des Pro- gramms wurde besonderer Wert darauf gelegt, daß auch die Landbevölkerung zu ihrem Rechte kommt und allen Anteil an deutscher Kunst und Kultur, an Musik und guter Unterhaltung nehmen kann. Diele Künstler von gutem und bestem Namen sind verpflichtet worden.
Oos Heftpflaster.
,Lch muß jetzt endlich heimgehen, es ist schon spät geworden", fagt Frau Müller und erhebt sich.
„Aber warum denn? Bleiben Sie doch noch em wenig!" wird ihr höflich erwidert, und Frau Muller setzt sich wirklich wieder und bleibt noch. Ihr kurzer Besuch, sie wollte „nur einmal herem- fdiauen", dauerte bis spät in die Nacht. Sie konnte kein Ende finden. All die kleinen „Geschichten", die sich in der Familie, in der Verwandtschaft und bei den Nachbarn zutrugen, sie mußten doch alle besprochen werden! Da war es wirklich schwer, ein Ende zu finden. Frau Müller wußte alles und hatte über alles ein sicheres Urteil. Sie sah überall die Splitter in des Nachbars Auge, nur ihre eigenen Balken bemerkte sie nicht.
Als sie endlich gegangen mar, atmeten alle erleichtert auf. „Gott sei Dank, daß das Heftpflaster fort ist!" sagte der Hausherr. „Mir war schon bange, als sie zur Tür hereinkam." —
Wir kennen ja unsere lieben Nächsten, die nur „für einen Sprung" zu uns kommen und dann vielleicht in aller Gemütsruhe mit zu Nacht effen und oft bis Mitternacht bleiben. Selbst wenn wir mit dem Zaunpfahl winken, merken sie nichts. Jede leise Andeutung prallt bei ihnen ab. Sie wollen vielleicht gar nicht so lange bleiben, aber wenn sie einmal ins Erzählen geraten sind, bann gibt es keinen Halt mehr. Sie kommen vom Hundertsten ins Tausendste. Schlimm wird es, wenn bekannte Personen in ihren Erzählungen Vorkommen. Dann wird der ganze Lebenslauf aufgerollt, alle „Sünden" werden herausgestellt usw. Es gibt kein Ende. Die Zuhörer langweilen sich entsetzlich. Aber der Erzähler merkt nichts ...
Das sind die „Heftpflaster", Männer und Frauen, die kein Ende finden können. Mögen sie au Beginn noch so unterhaltsam sein, nach und nach versickert das Interesse, mit einem Wort: diese Menschen werden langweilig. Jede Unterhaltung, die über das erträgliche Maß hinausgeht, wird öde und fade.
Wir sollen deshalb jedem .Heftpflaster" aus dem Wege gehen, wenn es auch manchmal schwer ist. Schlimmstenfalls dürfen wir auch einmal die Höflichkeit außer acht lassen und deutlich erklären, daß wir für eine nichtssagende Unterhaltung keine Zeit übrig haben. H.
Dornoiizen.
NS.-Genieinschaft „Kraft durch Areude".
Feierabendring Gießen.
Die 3. Theaterveranstaltuna für unsere Feierabendringmitglieder findet nicht am Sonntag, dem 13. November 1938, sondern am Samstag, dem 12. November, im Stadttheater Gießen statt.
Wir machen unsere Feierabendringmitglieder darauf aufmerksam, daß die zweite Rate fällig ist und bitten um baldige Einlösung. 7122V
Die Feier am 9. November in Gießen.
An der Feierstunde für die Toten der Bewegung am 9. November, abends in der Volkshalle nimmt biß gesamte SA. des Standorts Gießen teil. Die Fahnengruppe mit sämtlichen Sturmfahnen wird von einem Ehrensturm in Stärke von 100 Mann begleitet; beide treten um 19.30 Uhr am Mittwoch im Hofe der Standarte an.
Der Verlauf der Feier ist wie folgt vorgesehen: Nach dem Fahneneinmarsch wird der Kreispropagandaleiter die Feier eröffnen. Dann folgt ein Musikstück. Hierauf wird, während sich die Fahnen senken, Standartenführer Lutter die Namen der Toten der Bewegung verlesen. Nach diesem Gedenken folgt die Ansprache des Kreisleiters Backhaus. Ein Musikstück schließt sich an. Mit dem Gruß an den Führer und dem Fahnenausmarsch schließt die
Hierauf marschiert die SA., mit den Fahnen und dem Ehrensturm an der Spitze, durch die Kaiserallee, Moltkestraße und Senckenbergstraße zum <5tanbartengebäube, wo die Fahnen feierlich eingebracht werden.
Spenden für unsere Gudetendeutschen.
Im Anschluß an die feierliche Eingliederung der „Laubacher Ecke" in den Kreis Gießen am Dienstag in Saubach besichtigten die Teilnehmer auch das reizende Städtchen. Dabei standen sie u. a. auf
an die Öffentlichkeit.
Für das Winterhalbjahr 1938/39 ist ein umfangreiches Programm vorgesehen, das bereits mit einem Dichterabend (Bruno Brehm) und mit der Eröffnung durch den Kreisleiter feinen würdigen Auftakt erfahren hat. Die nächste Dorttagsveran- ftaltung steht unter dem Thema „Weltfreimaurer' tum". Eine Vortragsreihe steht unter dem Thema „Wissenschaft im Dienste des Volkes". Diese Vortragsreihe wird in Gemeinschaft mit dem NS.- Dozentenbund durchgeführt, der schon im vergangenen Jahre der Sache der Dolksbildungsstätte alle Unterstützung lieh. Der erste dieser Dorttäge wird am kommenden Dienstag, 8. November, stattftnden.- Prof. Dr. Schultze spricht über das Thema: „Die Sonne als Heilmittel." Weitere Vortrag» reihen werden Gebiete der Naturwissenschaft, dek Landwirtschaft, der Rechtslehre, der Kunst und der Literatur behandeln.
Neben den Dorttagsreihen werden auch Arbeitskreise eingerichtet, in denen die Möglichkeit besteht, das Zeichnen und Malen, das Photographieren und Musizieren (Handharmonika) zu erlernen. Im Laufe des Winters soll auch eine Musik-I schule eingerichtet werden.
Fahrten zu Kulturstätten und Wanderungen sind ebenfalls vorgesehen. Es sollen die Goethestätten in Wetzlar, das Goethehaus und das Senckenberg-Museum in Frankfurt a. M., die Badeanlagen und das Kerkhoff-Jnstitut in Bad' Nauheim besucht werden. Eine Wanderung soll ent1 lang dem Pfahlgraben nach Kloster Arnsburg führen
Auch innerhalb unserer Stadt sind Führungen und Besichtigungen geplant. Das Oberhessische Mu- seum, das Völkerkundemuseum, das Liebig-Museum, die heimatkundliche Schausammlung des Geolog!' sehen Instituts, der Botanische ©arten usw. soll"» unter fachmännischer Führung besucht werden.
Die Landorte sollen durch einen umfangreiche" Kreisvortragsdienst am Volksbildungswerl teilhaben In 23 Orten des Kreises Wetterau werden im Winter je zwei Vorträge im Rahmen von Dorfgemeinschaftsabenden stattfinden. Der Kreisvor« tragsbienft bringt Lichtbildervorträge über Reisen, Forschungsexpeditionen, Spezialaufgaben des Vitt' . jahresplans, über Kolonien, über Erbgesundheus- • lehre und manche arrdere-Gwissenschastliche Sonder- i gebiete. .
i Es ist also jedem Volksgenossen hinreichend ö« : legenheit gegeben, sein Wissen auf mancherlei > bieten zu bereichern-
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