bestand der falschen Anschuldigung sei nicht gegeben. 1 IahrGef Was die Ehefrau V. beträfe, so stellte der Verteidiger seinem Einst:
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X Münster, 4. Ndv. Hier fand
bat aber zu bedenken, daß die Ehefrau Mutter von fünf kleinen Kindern ist.
Das Gericht verurteilte den Ehemann B. zu seine Ehefrau, die unter
ft»rz. In der Folgezeit schrieben die Eheleute noch ei ige Briefe an den. Zeugen, in denen teils Unter- jy t für das inzwischen geborene Kind verlangt, teils ptr Strafverfolgung gedroht wurde. Anfang Mai lifes Jahres erstattete der Ehemann B. gegen den Augen H. Strafantrag wegen Notzucht. Die ange- Higte Ehefrau gab vor der Polizei einen ehewidri- ütL Umgang mit dem H. zu, behauptete aber, sie ti ne sich an nichts Genaues mehr erinnern. Das Drfahren gegen H. wurde eingestellt. H. erstattete nn seinerseits gegen die Eheleute B. Strafanzeige. Qr Laufe der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen sällderte die Ehefrau B. den intimen Verkehr mit L) der niemals stattgefunden hatte, in allen Einzel- |tten. Später mußte sie sich aber berichtigen. Auch in1 her Hauptoerhandlung gab die Ehefrau B. an, Lc, kein intimer Verkehr mit dem H. stattgefunden hc-e. Der Zeuge H. verneinte ebenfalls, und zwar ur er seinem Eid, den ehebrecherischen Umgang mit le: Ehefrau B.
| 3er Vertreter der Anklage hielt die Eheleute B. lü: überführt und beantragte gegen sie wegen fak
st'fr. Alles, ir-Hörgern.
Zustand versetzt habe. Er habe aber in seiner Anzeige ausdrücklich betont, daß er keinen Beweis für die Richtigkeit seiner Vermutung habe. Der innere Tat-
Frau, die ihm in 33jähriger Ehe eine treue Lebenskameradin war. Neun Kinder schenkte sie ihm, von denen noch stchs leben. Der älteste Sohn war Direktor einer Brauerei-AG., die anderen sind Forstbeamte,x Landwirt und Lehrer geworden. 13 Enkel und 1 Urenkel erfreuen den 80jährigen. 33 Jahre lang diente er seinem Dorf als Ortsdiener in treuer Pflichterfüllung (feit 5. Oktober 1905). Ebenfalls feit fast 30 Jahren bringt er den Dorfbewohnern den „Gießener Anzeiger" ins Haus. Große Freude war es dem alten Herrn, miterleben zu können, wie aus dem schmählich geknechteten Vaterland unter der Führung Adolf Hitlers wieder ein neues starkes Reich wurde. Herzlich gratulieren auch wir dem geschätzten greifen Geburtstagskind und wünschen ihm alles Gute und Gottes Segen für feinen Lebensabend.
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verliehen, das ihm durch Bürgermeister H ö g y in würdiger Form ausgehändigt wurde, der auch gleichzeitig den Dank des Kreisamts übermittelte. Orts- gruppenleiterB r a u n sowie der Gefolgschaftsführer des Ausgezeichneten, Graf Georg Friedrich zu Solms-Laubach, beglückwünschten ebenfalls den Jubilgr mit herzlichen Worten.
* Rüddingshausen, 5. Nov. Im nahen H a i n e r h 0 f ereignete sich gestern ein schwerer Unfall. Der Landwirt Wilhelm Scherer stürzte von einer Leiter ab und fiel so unglücklich, daß er einen Halswirbelbruch erlitt. Er wurde von der Sanitätsbereitschaft Gießen in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht.
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Gastwirts Dahmer eine Zusammenkunft der Orts- bauernschaft statt. Der Beauftragte für Gartenbau, Hch. Dörr, gab in längeren Ausführungen die Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung im Obstbau bekannt. Soweit die Maßnahmen noch nicht durchgeführt waren, wurden geeignete Wege vorgeschlagen und die Beschaffung der Mittel durch die Gemeinde beschlossen. In der anschließenden Aussprache wurden Unklarheiten auch in Fragen der Viehpreise, der Saatautbeschaffung, des Absatzes von Früchten und Kartoffeln durch den Ortsbauernführer Heß und den Bürgermeister Heß beseitigt. In Aussicht gestellt wurde füt eine der nächsten Zusammenkünfte ein umfassender Vortrag über Schädlinge und deren Bekämpfung in der Landwirtschaft durch Lehrer C r ö n i g e r, Münster.
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DWatzenborn-Steinberg,5.Nov. Morgen, Sonntag, kann unser Mitbürger Johann Georg Pfaff, Hindenburgstraße, seinen 80. Geburts- t a g feiern. Unfern herzlichen Glückwunsch.
# A11 end 0 rf (Lahn), 5. Nov. Am morgigen Sonntag, 6. November, kann unser Einwohner Ludwig Binz II. in außerordentlicher geistiger und körperlicher Frische seinen 7 3. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann erfreut sich in der Gemeinde allgemeiner Beliebtheit. Viele Jahre seines Lebens widmete er als Gemeinderat, als Beigeordneter, während des Weltkrieges auch als stellvertretender Bürgermeister, feine Arbeitskraft dem Wohl der Gemeinde. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse wurde durch ihn mitbegründet, ferner war er in der Feldbereinigung und im Kirchen- vorstand tätta. Zwei Söhne, drei Töchter und neun Enkelkinder feiern mit dem alten Herrn den Geburtstag. (Auch wir beglückwünschen!)
* Lang-Göns, 5. Nov. Der Geflügel- zuchtoerein Lang-Göns begeht in diesem Jahre das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens. Damit soll eine Jubiläumsschau verbunden fein, die allerdings bisher auf Grund der Seuchengefahr nicht
kreis Bübingen.
y Ortenberg, 4. Nov. Das Ereignis für den südlichen Vogelsberg, der Drtenberger „Kalte Markt" ist zu Ende gegangen. Die vielen Schausteller und zahlreichen Verkäufer haben ihre Stände abgebrochen und zeigen zufriedene Gesichter zu dem flotten Marktgeschäft. Ein einzigartiges Erlebnis bot der Marktdienstag, an dem nachmittags das neue Luftschiff „Gras Zeppelin" über dem Städtchen erschien und einige Schleifen zog. Alle Geschäftigkeit stand augenblicklich still vor dieser Schöpfung deutschen Geistes. Langsam verschwand der Luftriese in der Richtung seines Hafens.
Zeitschriften.
— Schon 1937 wurde jenseits der Ostsee der zivile Luftschutz organisiert und ein Luftschutzgesetz erlassen. Bald darauf veranstaltete man die erste Luftschutzübung, eine Art Vorstudium zu der großen Hebung, die im September d. I. in Stockholm und anderen Teilen Schwedens stattfand. Einen interessanten Bildbericht hierüber bringt das neue Heft der „S i - r e n e". Die Luftschutz-Illustrierte enthält außerdem aufschlußreiche Bilder-Artikel über Luftschutz und Luftwaffen; Bilder aus dem spanischen Krieg und ein Preisausschreiben um die Volksgasmaske.,
— Einen Volker-PZettbewerb in der Wohnkultur bedeutete die Internationale Handwerks-Ausstellung in Berlin, über welche die Kunstzeitschrift ,;3 n n e n- Dekoration" (Verlagsanstalt Alexander Koch G. m. b. H„ Stuttgart-O) in ihrem Oktoberheft mit zahlreichen Bildern berichtet. Für uns Deutsche ist es immer ein schönes Erlebnis, bei solchen Gelegenheiten zu sehen, wie das vorkämpferische Schaffen deutscher Raumkünstler für llie Wohnungsgestaltung der aesamten Kulturwelt maßgebend geworden ist. Es hat ihm die Wege gebahnt, es hat ihm die heute noch gültigen Beispiele und Anregungen gegeben. Zugleich ist es höchst fesselnd, die nationalen Abwandlungen, dieser von Deutschland ausgehenden Wohnform zu verfolgen. Einem Kasseler Eigen- hause, welches der Architekt Bernhard Pfau geschaffen hat, ist ein weiterer Teil des Heftes gewidmet. Namentlich die Wohnräume werden bei, edler Schlichtheit der gehaltvollen Formen jedem, der Wohnfragen nach ihrer vollen Bedeutung zu würdigen weiß, etwas zu sagen haben.
Oie Narrenkappe.
Klare Sache.
Ein sehr bekannter englischer Rennstallbesitzer traf zufällig den Tierarzt, Der die Gesundheitsaufsicht in seinen Ställen führte, und fragte:
„Sagen Sie, habe ich nicht noch eine Rechnung bei Ihnen zu bezahlen?"
Der Tierarzt nickte.
„Ja, warum mahnen Sie mich dann nicht?"
„Oh", sagte der Tierarzt, „ich bitte einen Gentleman doch nicht um Geld."
„Ausgezeichnet. Wie leben Sie denn aber, wenn ich fragen darf?"
„Ausgezeichnet. Denn nach einer Weile, wenn meine Rechnung nicht bezahlt wurde, sehe ich, daß ich es nicht mit einem Gentleman zu tun habe, und dann schicke ich den Gerichtsvollzieher."
Hieronymus Zimt.
Der Maler Hans Thoma erzählte:
„Neulich schrieb mir ein Kunsthändler, er besitze ein altes Bild von mir, eine Gesellschaft im Garten darstellend. Dafür habe er einen Käufer, der verlange aber durchaus, genau zu wissen, wen das Bild darstelle. Es fei zu fürchten, daß ihm der Käufer davonginge, wenn ich ihm nicht den Gefallen täte und Auskunft gäbe. Ich schrieb dem Kunsthändler: Das Bild stellt meinen Vetter Hieronymus Zimt mit seiner Familie dar. Flugs bekam der Kunsthändler sein Geld und ich einen neuen Verwandten." E. L.
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u. l-weispännjg ’B'^ren (gutes eiirelöferb) mit
Große Strafkammer Gießen.
. Die unvorbestrafte A. K. aus Friedberg hatte sich tri der Großen Strafkammer wegen zweier Ver- gchen gegen § 49a StGB. (Aufforderung zur Be- giE)ung eines Verbrechens) zu verantworten. Gegen die Angeklagte wurde in nichtöffentlicher Sitzung ver- h ndelt. Gemäß den Ausführungen des Sachver- nnbigen hielt die Kammer den § 51II StGB, für im Augenblick des Begehens ihrer strafbaren Handlungen gegeben und verurteilte die Angeklagte, die jiy damals in ihrer Not nicht mehr anders helfen ii können glaubte, zu einer Gesamtgefäng- n s ft r a f e von drei Monaten. Diese Strafe fct durch die Untersuchungshaft als verbüßt; die Angeklagte kam sofort zur Entlassung. Da die An- gllagte das Urteil annahm und die Staatsanwalt- scioft auf die Einlegung von Rechtsmitteln verzichtete, turbe der Richterspruch sogleich rechtskräftig.
Weiterhin hatten sich die Eheleute B. aus Ober- Wsbach wegen falscher Anschuldigung und versuch- c Erpressung zu verantworten. Die angeklagte Ehe- nu hatte im Februar 1937 auf einem Kuchaus- irnsfenball in Bad-Nauheim den Zeugen H. fern ^gelernt. Als es diesem nach dem genossenen Al- (jol im Verlaufe des Maskenballs einmal schleckt narbe, begleitete ihn bie Angeklagte hinaus an bie rffdje Luft. Dort ist es aber, nach einer Bernerin g des Vorsitzenden der Kammer, dem Zeugen alb wieder recht wohl geworden, denn er tauschte nut der Ehefrau B. Zärtlichkeiten aus. Der Ehe- ninn B. schöpfte Verdacht, und zwar glaubte er, lene Frau habe mit dem Zeugen H Ehebruch geloben. Auf dem Nachhausewege gestand die Ange- 1. gte ihrem Mann einen angeblichen Ehebruch ein. ,Hause widerrief sie ihr Geständnis. Der^Ehemann . iqte aber Zweifel, die noch vergrößert wurden, als 'i, später herausstellte, daß seine Frau in anderen
Inständen war. Am 16.8.1937 schrieb der Ange- kl qte an den Zeugen H. Dieser ging aber nicht ensthast auf den anständig geschriebenen Brief ein, federn er nannte ihn einen verspäteten Faschings-
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