Ausgabe 
5.10.1938
 
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Wichtige Zeitfragen der Orthopädie

Bedeutsame Borträge auf der Gießener Tagung der deutschen Orthopäden

Aus der engeren Heimat

*

Brand durch Fahrlässigkeit.

Treis a. d. Lumda, 5. Okt. Der am Mon-

Schornsteinfeger stürzt vom Dache.

* Leihgestern, 5. Okt. Am gestrigen Diens- tagnachmittag stürzte der Schornsteinfeger Martin Marx aus Gießen, der hier auf dem Dache eines Wohnhauses mit der R e i n i g u n a desSchorn­steines beschäftigt war, infolge Ausgleitens von dem Dache herunter. Der bedauernswerte Mann erlitt dabei Brüche beider Kniegelenke, Brüche beider Handgelenke und Kopfverletzungen. Die Sanitätsbereitschaft Gießen verbrachte den Ver­unglückten nach Gießen in die Klinik.

Rektor i. R. Lung f.

A Leihgestern, 4. Okt. Unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde wurde heute nachmittag der am 1. Oktober in Bad-Nauheim verstorbene Leh­rer und Rektor i. R. Jung auf dem hiesigen Friedhof zur letzten Ruhe gebracht. Der Beisetzung ging eine Trauerfeier in der hiesigen Kirche vor­aus. Die Trauerfeier war umrahmt von Orgelspiel und Chören des Kirchengesangvereins. Am Grabe wurden Kränze niedergelegt von dem Beigeord­neten für die Gemeinde Leihgestern, ferner von je einem Vertreter des Kirchenvorstandes und des Kirchengesangvereins.

Rektor i. R. Heinrich Martin Jung wurde am 6. Januar 1857 zu Holzheim, Kreis Gießen, gebo­ren. Nach privater Vorbereitungszeit besuchte er von 1874 bis 1877 das Lehrerseminar zu Friedberg. Am 1. Mai 1877 wurde er als Lehrer an die Volks­schule zu Lang-Göns berufen. Seiner Militärpflicht genügte er im Jahre 1877 bei der Leibkompanie des Jnf.-Regts. 116 in Gießön. Ab 1. Januar 1882 wurde er cm die Schule zu Leihgestern versetzt, deren neues Schulhaus bereits im Herbst 1880 fer­tiggestellt worden war. Volle 42 Jahre, bis zur Er­reichung der Altersgrenze am 1. Februar 1924, hat er hier als erster Lehrer und später Rektor segens­reich gewirkt. Zur Feier seines 25jährigen Lehrer­jubiläums an der Schule zu Leihgestern am 3. Ja­nuar 1907 wurde ihm unter anderen Ehrungen von der Gemeinde als Zeichen der Anerkennung und der Dankbarkeit eine mit Widmung versehene gol­dene Taschenuhr überreicht.

Rektor Jung ging ganz in seinem Beruf auf. lieber zwei Jahrzehnte hat er bis zu 120 Kinder in seiner Klasse unterrichtet. Ihm war es vergönnt, ganze Generationen, Großvater,. Vater und Sohn, bei sich auf der Schulbank zu sehen. Fünfzig Jahre lang hat er in der hiesigen Kirche den Organisten- und Lektorendienst versehen. Während dieser langen Zeit gehörte er der Kirchengemeindevertretung und später dem Kirchenvorstande an.

Selten ist es wohl einem Menschen vergönnt ge­wesen, in solch geistiger Frische bis ins hohe Alter hinein seinen Lebensweg zu gehen, bis in letzter Zeit sich auch bei ihm die Beschwerden des Alters dadurch bemerkbar machten, daß er fast vollständig die Sehkraft seiner Augen verlor.

Ein außerordentlich begabter Schulmann, ein Lehrer von altem Schrot und Korn ist mit ihm dahingegangen, der es verstanden hat, seinen Schü­lern ein Wissen mitzugeben, das weit über das gewöhnliche Maß hinausging. Nun ruht er, seinem Wunsche gemäß, in heimatlicher Erde gebettet.

In der Gemeinde, die, wie er immer sagte, seine zweite, seine wirkliche Heimat geworden war, wird seine markante Persönlichkeit fortleben, wird das Andenken an den treuen Lehrer, zu dem seine ehe­maligen Schüler in Ehrfurcht aufblickten, noch lange erhalten bleiben.

In der Vormittagssitzung am gestrigen Dienstag wurden zwei Hauptthemen abgewickelt. Zum ersten Hauptthema Orthopädie und Frauen­heilkunde spracben Professor von Jaschke (Gießen) und Professor S p i tz y (Wien).

Prof, von Laschke, ließen,

konnte die Beantwortung der ihm zur Bearbei­tung vorgelegten, den Orthopäden interessierenden Fragen in eindrucksvoller Weise fcerbringen.

1. Durch Röntgenstrahlen können sehr schwere Mißbildungen im Beginn der Schwangerschaft und erhebliche Wachstumsstörungen in der Mitte der Schwangerschaft hervorgerusen werden. Professor von Jaschke fordert strenge ärztliche Ueberwachung schwangerer Frauen nach Röntgenbestrahlung. Im allgemeinen sei der überlebende Schaden an der überlebenden Frucht verhältnismäßig gering. We­sentlich wichtiger ist die Feststellung, daß die für die Diagnose angewandten Röntgenbestrahlungen die männlichen und weiblichen Keimdrüsen erheb­

sofortige Schmerzfreiheit und die Vermeidung btr Bettruhe durch sie sind Vorzüge dieses einzigartigen Verbandes.

Prof. Herzog, Gießen, sprach zu dem nächsten Hauptthema: Primäre Knochengeschwülste. An einem sehr um« fangreichen Material konnte er die Zuhörer in das schwierige Gebiet der Knochengeschwülste einführen. Er grenzte in seinem Vortrag die Gutartigkeit von der Bösartigkeit, die Entwicklungsgeschwindigkeit, das betroffene Alter der an diesen Knochengeschwül­sten erkrankten Patienten ab. An Hand vieler Prä­parate wurde den Teilnehmern Gelegenheit ge­boten, diesen theoretisch gewonnenen Eindruck durch Demonsttation zg vertiefen.

Dieser außerordentlich aufschlußreiche Vortrag des berühmten Geschwulstforschers, Prof. Herzog (Gießen), wurde in seiner klinischen Bedeutung von

Prof. HeNner, Münster, weitergeführt. Sein Thema hießZur Diagnose der Knochengeschwülste vom Standpunkt des Klinikers". An zahlreichen Röntgenbildern gelang ihm der Ver­such, den Charakter für einige Knochengeschwülste zu erkennen. Er forderte zur Feststellung der Kno­chengeschwulst die Durchführung mannigfaltiaer Hntersuchungsmethoden und schließlich auch Die operative Probeentnahme, denn sie könne letzthin allein den besonderen Charakter der Knochenge­schwulst und damit die endgültige.Behandlung in vielen Fällen bestimmen.

Mehrere Ausspracheredner konnten an Hand ihrer Erfahrungen viel zu diesem interessierenden Thema beitragen.

Dr. Leun, Gießen,

sprach über Verhütung und konservative Behand­lung von Thrombosen und Thrombophlebitiden. Er wies in seinem Vortrag Nach, daß in der hiesigen Universitäts-Frauenklinik auf Grund jahrelanger Erfahrung durch vorsorgliche Behandlung die drohende Venenentzündung und die Embolie zu einem erstaunlichen Mindestmaß zurückgedrängt werden konnte. Frühaufstehen nach Schwangerschaft und Operation, Hebungen, Medikamente, seien die Hilfsmittel dazu. Ausgezeichnete Erfolge habe ein großes Material nachweisen können, das mit elasti­schen Kompressionsverbänden (z. B. bei Krampf­adern, abgelaufener Venenentzündung, Krampf­adergeschwür und sonstige ZirkulationsstörunH) be­handelt wurde. Seit in Gießen die Orthopädische Klinik besteht, wird grundsätzlich bei den vorer­wähnten Störungen- der elastische Klebeverband in der Frauenklinik angelegt. Die Erfahrungen zeigen, daß diese Behandlungsart die Methode der Wahl für. uns geworden ist, denn keine einzige Venen­entzündung wurde bei dieser Behandlung beob­achtet. Derselbe Verband dient der schon bestehen­den Venenentzündung, sofern sie unter dem Leisten­band liegt. Ein Fortschreiten bzw. ein Aufsteigen dieser Venenerkrankung wurde unter Anwendung dieses Verbandes nie beobachtet. Die Wirtschaftlich­keit und Einfachheit dieser Behandlung, ihre fast

tag von uns berichtete Brand in der Scheune des hiesigen Landwirts Heinrich Michel VI., bei dem die Scheune mit allen Erntevorräten den Flammen zum Opfer fiel, ist offenbar auf Fahr­lässigkeit eines unbeteiligten Dritten zurückzu- führen. Die fragliche Person soll, wie man hört, in der Scheune geraucht haben. Die be- hördlichen Ermittlungen sind noch- im Gange. We­gen Einsturzgefahr mußten die Gebäudereste der Scheune gestern niedergelegt werden.

Kreis Alsfeld.

<£ Deckenbach, 5. Okt. Am kommenden Sams­tag, 8. Oktober, kann unser Mitbürger Wilhelm Friedrich im Kreise seiner sechs Kinder und elf Enkel seinen 7 5. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann ist ein alter 116er, der seiner Militärpflicht in Gießen genügte. Bei der Obst- oerfteigerung unserer Gemeinde wurden für gute Birnen, wie Gellerts Butterbirne, 8 bis 9 Mk. je Zentner, für Gräfin von Paris, Neue Poiteau 5 bis 7 Mk. und für Lokalsorten, Steinbirnen, 2 bis 3 Mark bezahlt. Aepfel waren kaum vorhanden. Der Gesamterlös der Versteigerung erbrachte 280 Mark.

Amtsgericht Gießen.

Der F. R. aus Klein-Linden hatte wegen Heber- tretung der Meldeordnung einen Strafbefehl über 3 0, R M. erhalten, weil er von Juni bis August in feiner Wirtschaft insgesamt 17 Personen beherbergt hatte, ohne überhaupt ein Fremdenbuch zu führen oder die Fremdenzettel bei der Bürger­meisterei abzugeben. Der Angeklagte legte hiergegen Einspruch ein und begründete diesen damit, er habe die Erledigung dieser Formalitäten feiner Tochter aufgetragen, diese habe es aber vergessen. Er zog es aber vor, zur Hauptverhandlung nicht zu erscheinen, so daß fein Einspruch verworfen wurde.

Ohne Erfolg blieb auch der Einspruch des E. B. aus Garbenteich. Dieser hatte einen Strafbefehl ü b e r 1 5, R M. erhalten, weil er seine Schafherde trotz wiederholter Verwarnung auf der Böschung der Reichsautobahn hatte weiden lassen. Dabei hatten die

Am Montagnachmittag wurde die wissenschaftliche Sitzung der 3 3. Tagung der Deutschen Orthopädischen Gesellschaft im Hörsaal der Hniversitäts-Frauenklinik fortgesetzt. Es tausch­ten namhafte Wissenschaftler ihre Erfahrungen in der orthopädischen Technik aus.

Prof. Zur Verth, Hamburg, bekannte Autorität auf dem Gebiete des Kunstglied­baues, trug noch nicht gelöste Probleme dieses seines Spezialgebietes vor. Heber die geschichtliche Entwick­lung der Kunstglieder kam er auf die Forderungen zu sprechen, 'die insonderheit an das Oberschenkel­bein gestellt werden müssen. Die Vereinigung der Forderungen von Arzt und Kunstbeinträger würde erst zu einem gut passenden und gut funktionieren­den Kunstbein führen. Mit der Aufzahlung der noch Nicht gelösten Probleme im Kunstgliedbau trug er die Aufgabe zur weiteren Bearbeitung dieses wich­tigen Gebietes an die jüngere Generation der Ortho­päden heran. Die sinnvollen Ausführungen regten eine eifrige Aussprache an.

Dr. Schrader, Kassel, behandelte die theoretisch-mechanischen Voraussetzun­gen für die Konstruktion orthopädischer Hilfsmittel mit Ausschluß der Kunstglieder. Er wies die Fehler auf, die sowohl im großen Gipsverband, als auch im Apparat häufiger beobachtet werden, wenn nicht das unbedingt notwendige Zusammenspiel zwischen orthopädischer Werkstatt und Facharzt für Ortho­pädie Dorliegt.

Herr Thomsen, Frankfurt a. M.

referierte über die Entwicklung der ärztlichen Hilfs­berufe (Orthopädie-Mechaniker, Masseure, Kranken­gymnastinnen, orthopädische Schuhmacher und Fuß- pfleger) in den letzten Jahren. Mit allem Nachdruck wurde hier darauf verwiesen, wie gründlich die Ausbildung dieser orthopädischen Hilfsberufe fein müsse, damit sie zum Segen des Volkes genutzt wer­den kann. Die häufige Hnzulänglichkeit dieser Aus­bildung wurde an Hand von vielen Beispielen be­legt. Die innige und notwendige Zusammenarbeit dieser Hilfsberufe mit dem Facharzt für Orthopädie soll das erstrebenswerte Ziel für beide Seiten sein. Dies verlangt jedoch eine tiefschürfende und befruch­tende Kenntnis der einzelnen Hilfsgebiete.

Water mann (Frauenburg) brachte eigens konstruierte Apparate und technische Feinheiten zur Darstellung, die eine Verbesserung auf diesem Ge­biete bedeuten. Weitere technische Einzelheiten und Verbesserungsoorschläge für die orthopädische Be­handlung wurden vorgetragen von Becker (Alt­dorf), Schramm (Stettin), Stracker (Wien) und Marquardt (München); letzterer konnte einen neuen Kunststoff für einige orthopädische Apparäte empfehlen.

Zum Schluß wurde durch einen anschaulichen Schmalfilm ein Fußkünstler unserer Tage gezeigt. Thomsen (Frankfurt) machte dazu sehr inter­essante Ausführungen und vermittelte den Zuhö­rern ein eindrucksvolles Bild von einem Mann, der eine großartige Fertigkeit feiner Füße als Ersatz für seine gelähmten Arme aufzuweisen hatte. Dieser Film brachte anschaulich die Forderung, ferne Füße möglichst frei, natürlich und viel zu gebrauchen, zum Ausdruck. Denn in ihnen liegen Fähigkeiten, die durch den Strumpf, den Schuh, die Härte und die Glätte der Straßen verkümmern.

lich schädigen können. Deshalb ergeht an die Aerzte nochmals die bekannte Mahnung, durch Abschir­mung der Keimdrüsen die Gefahr der Keimschädi- gung durch diagnostische und therapeutische Rönt­genstrahlen zu vermeiden.

2. Die Anwendung von Flüssigkeiten, Salben usw. zur Durchführung einer kriminellen Frühgeburt be­deute im allgemeinen feine Gefahr für die Frucht, öa diese entweder von dem Material nicht getroffen mirö, oder sie dadurch abstirbt. Schwere Mißbildun­gen können durch Raumbeengung im Mutterleib entstehen; sie sind dann nicht erblich.

3. Die Geburtshindernisse stellen keine Gefahr für die Bildung von Mißbildungen dar. Deshalb könne nie eine Schwangerschaftsunterbrechung wegen Ge­burtshindernis in Frage kommen, zumal durch die Schnittentbindung diese Geburtshindernisse zu um­gehen sind.

Frau und Leibesübungen.

4. Die Frage, ob und inwieweit Leibes­übungen der Frau anzuraten sind, ist grund- sätzlich an die weibliche Struktur mit ihren Unter­schieden und Gegensätzlichkeiten zum Mann zu be­antworten. Der Angelpunkt dieser* Fragestellung liegt in dem Einfluß der Leibesübungen auf die Fortpflanzung. Professor von Jaschke ging dabei von der Lebensaufgabe der Frau aus. Diese sei das Gebären. Das Wachstum der Frau sei, solange sie fein Kind geboren habe, noch nicht abgeschlossen. Erst durch die Geburt eines Kindes sei die förper- liche und psychische Vollendung der Frau gegeben. Für die Auswahl der Leibesübungen seien stets die Leibesübungen zu empfehlen, die feine Straffung der Beckenbodenmusfulatur zur Folge haben müs­sen, denn für den normalen Geburtsverlauf dürfe die dafür notwendige Quellbarfeit des Gewebes nicht im geringsten beeinträchtigt werden. Selbstver­ständlich find bei der Hebungsauswahl individuelle Empfindlichfeiten zu berücksichtigen. Dies trifft in Sonderheit für sogenannte Gemeinschafts- und Mas- fenübungen zu. Die besten und vom Frauenarzt, wie auch vom Orthopäden zu empfehlenden« Leibes­übungen seien das Schwimmen, das nicht über­triebene Reiten, leichte R a \ e n f p i e I e und das Skiläufen. Sportliche Höchstleistungen sind für die Frau grundsätzlich falsch, da diese der Fort­pflanzungsfähigkeit eindeuttg schaden können. Durch die unweibliche Straffheit der Beckenbodenmusfu­latur mit ihren Rückwirkungen auf das knöcherne Becken entstünden Gefahren für Mutter und Kind. Zur Vermeidung von Störungen wird vor Heber- treibungen auf dem Gebiete des Sportes und in Sonderheit auf dem Gebiet des Schwimmens ge­warnt. Im allgemeinen sollte die schwangere Frau für die ersten drei Monate ihrer Schwangerschaft den Sport, falls sie ihn nicht gewohnheitsmäßig vor der Schwangerschaft betrieben hat, meiden. Für schwangere Frauen werden leichte Zim- mergymnastik, Frischluft und Spa­ziergänge die gegebenen Hebungen sein. Diese letzte Forderung trifft auch für die Zeit nach der Schwangerschaft zu, in der die Organrückbildung stattfindet.

Prof. Spihy, Wien

zählte eine große Reihe angeborener Mißbildungen des Neugeborenen auf, die einer Sofortbehandlung zugeführt werden müssen. Allein die Sofortbehand­lung würde den bestmöglichsten Erfolg garantieren. Dies trifft zu für die Geburtslähmung, "für den an­geborenen Klumpfuß, für den angeborenen Platt- fuß, für die angeborene Hüftgelenks-Luxation, für den angeborenen Schiefhals und für die angeborene Krampfbereitschaft des Säuglings. Die Sofort­behandlung ist bei diesen angeborenen körperlichen Mißbildungen durch den Facharzt für Orthopädie auszuüben. Professor Spitzy brachte viele Vor­schläge aus seinem umfangreichen Erfahrungs­material.

Die Aussprache zu dem letzten Vortrag zeigte die Dringlichkeit der Sofortbehandlung dieser ange- , borenen Leiden. Man könne nie zu früh kommen, jedoch häufig, zu spät.

Prof. Pape, Würzburg,

' sprach über Bedeutung und Diagnostik von Heber- gangs- und Assimilationsformen der Lendenwirbel- l säule. An Hand von vielen Röntgenbildern brachte i er mannigfache knöcherne Veränderungen an dem letzten Lendenwirbel, die als Hrsache für viele : Schmerzen verantwortlich seien.

Zu der Aussprache meldete sich eine Reihe von : Rednern, die ihre Erfahrung gegenseitig aus- ' tauschten.

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Gießen, den 3. Oktober 1938.

Direktion der Städtischen Betriebe.

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