Ausgabe 
5.7.1938
 
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Schwurgericht Gießen

MMWWMWml

Das

*

Gautagung her Deutschen Stenographenschasl

Kommunalpolttische Tagung in Alsseld

schienepen die Tagung in der üblichen Weise.

Empfindliche Geldstrafen für Steuerhinter^iefier.

fälle zu vergüten. Jeder Bauer und Landwirt müsse in seinem eigensten Interesse Mitwirken an der

fahrer in 17 und gegen sonstige Fahrzeugführer in 2 Fällen ausgesprochen.

Vom Segen der Reichslotterie für Arbeitsbeschaffung.

im vergangenen Jahre zur Fl , gen Bestehens des Gleiberg-Dereins Tausende von Volksgenossen in den Mauern der alten Burg ver­einigte, wird nach einem rafeif',,rnt

t i Prüfungen innerhalb der

'! Örtsoereine, Kreisverbände und des Gauverbandes haben beim Reichsleistungsschreiben 4580 Steno­graphen von den untersten Abteilungen bis zur

höchsten Geschwindigkeit von 380 Silben ihr Kön-

Heuchelheim, 2. Juli. Durch einen Unfall war es dieser Tage der Ortsabteilungsleiterin des Reichsnährstandes, Frau Lina Kröck, nicht möglich, ihrer Arbeit auf den Wiesen beim Heumachen nach, zukommen. Aus diesem Grunde stellten sich nun ob« wechselnd zu verschiedenen Stunden des Tages Mit« glieder der NS.-Frauenschaft zur Verfügung und halfen der verunglückten Frau das Heu heimbrrngen. So geschah durch diese Kameradschaft der Tat der Verunglückten ein wertvoller Dienst.

ch A l l e n d o r f (Lahn), 4. Juli. Bei einem hiesigen Einwohner wurde in einer der letzten Nächte der Hühnerstall von einem Marder vder einem Wiesel ausgesucht. Man hatte vergessen, des Abends den Stall zu schließen, und so kam es, daß man am nächsten Morgen nur noch zwei Hühner, die sich in einem Schlupfwinkel verstecken konnten, luvend auffand. Am Freitag wurde das Bett des Mühlgrabens von Schilf und Schlamm gereinigt. Dieser Tag ist für die Ortsjungen schon von feher ein Freudentag gewesen, denn an diesem Tag ist der Jugend gestattet, sich die noch vorhandenen Fische zu fangen. Mit Körben und Säckchen aus­gerüstet sah man die Jugend beim Fischfang

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19. Fortsetzung.

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gen ber Angeklagten hin und betonte, daß im In­teresse einer geordneten Rechtspflege den Angeklag­ten durch harte Strafen die nötige Achtung vor dem Gesetz beigebracht werden müßte. Allerdings stand in dem vorliegenden Verfahren sämtlichen Angeklag­ten der sog. Eidesnotstand zur Seite, da sie sich durch eine wahrheitsgetreue Aussage damals selbst der Verleunidung bezichtigt hätten. In einem der­artigen Fall müssen kraft gesetzlicher Bestimmung die Strafen nach den Grundsätzen des Versuchs er­mäßigt werden. Er beantragte gegen die A. B. eine Gefängnisstrgfe von 1 Jahr, gegen K. F. wegen Meineids in zwei Fällen eine Gesamtgefängnisstrafe von 1 Jahr 6 Monaten und gegen die Mutter we­gen fahrlässigen Falscheids 2 Monate Gefängnis. Hierbei ging er davon aus, daß die Mutter infolge ihres Alters und ihrer verminderten Zurechnungs­fähigkeit die Vorgänge durcheinander geworfen habe, so daß der Vorsatz entfiele. Nach langer Be­ratung kam das Gericht zu folgendem Urteil: Die l Angeklagte A. B. wird wegen Meineides zu 1 I a h r Gefängnis, ^er Angeklagte F. ^weAen^Mein-

ch A l s f e bb, 4. Juli. In der vergangenen Woche hielt die Kreisabteilung Alsfeld des Deutschen Ge- meindetätzes unter Vorsitz des Kreisobmanns, Bür- oermeister Dr. D ö l s i n g (Alsfeld), wiederum eine Arbeitstagung ab, bei der alle Gemeinden des

des Rundgangs.

+ Grünberg, 4. Juli. Am Samstag und Sonntag weilte der Sturmbann I der 83. ^-Stan­darte Gießen in unserer Stadt. Am Samstagabend sand in der Turnhalle geselliges Beisammensein mit Manöverdall statt. Bürgermeister Krämer be- grüßte die Gäste, während der Führer des Sturm­banns 1/83, -Untersturmführer S t a st n y - H a i n, den Dank für die freundliche Aufnahme aussprach. Der Sonntagmorgen brachte für den Sturmbann Antreten im Schwimmbad. Am Nachmittag folate ein Marsch durch die Stadt, an dem auch die Gliederungen der Partei teilnahmen. Bei der cm- ! schließenden Kundgebung auf dem Marktplatz sprach

wetteifern. Ä

gfs. Leihgestern, 2. Juli. Der Frauen- ch a f t s a b e n d vor den Ferien brachte in bunter Folge Lichtbilder aus allen Gebieten des Deutschen Frauenwerks. Frau Buß begrüßte die Frauen und übernahm die Erläuterung der Filme. Sehr lehrreich war da zunächst der Bildstreifen: Altstosf/Rohstoff, der das Sammeln von Altpapier, Altmetall, Luknpen und dergleichen zeigte und die Verwendung in einem neuen Verarbeitungsprozeß erklärte. Vom Grenz- land/Ausland erzählten die Bilder aus dem Memel- gebiet und aus Ostpreußen. Lebhaftes Interesse fand auch der neueste Film, der das Haus der Reichs- rauenführung in Berlin zeigte. Den Schluß bildete der FilmArtgemäße deutsche Kleidung", der die Modelle der Kleiderschau des Deutschen Frauenwerks wiedergibt. Gemeinsamer Gesang beendete den Abend. Am Mittwoch wurden die Vorführungen in Großen-Linden wiederholt.

8 Lang-Göns, 3. Juli. Unsere Mitbürgerin Marie Stoll Wwe., Niederhofenstraße, kann am 5. Juli in körperlicher und geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag feiern. Wir wünschen Glück!

- Lich, 4. Juli. Am 1. Juli verließ nach 21jähriger gesegneter Tätigkeit in Lich Schwester Lina, die Leiterin unserer Kleinkinderschule, unsere Stadt, um in das Mutterhaus zurückzukehren. Sie war im Elisabethenstift als Kindergärtnerin aus­gebildet worden, war dann auf den verschiedensten Stationen in Darmstadt, Roßdorf, Auerbach u. a. tätig und wurde zuletzt nach hier versetzt. Sie hat es während ihrer langjährigen Wirksamkeit durch ihr freundliches und zuvorkommendes Wesen ver­standen, nicht nur die Herzen der Kleinen, sondern auch die der Großen zu gewinnen. Heber 2000 Kinder sind im Lauf der Jahre von ihr betreut worden. Mit herzlichem Dank denken'viele Eltern an diese Arbeit zurück.

co Eberstadt, 4. Juli. Hier ereignete sich dieser Tage ein Unfall. Ein Motorradfahrer kam mit seiner Maschine ins Rutschen und stürzte so unglücklich, daß er sich, anscheinend durch seim Brille, verschiedene Schnittwunden im Gesicht sowie Prellungen und Hautabschürfungen zuzog.

co Eberstadt, 3. Juli. Die hiesige Volks­schule machte vergangene Woche mit ihrem Lehrer, Herrn Reuhl, eine Wanderung in den Taunus. Der Weg führte über Butzbach auf denSchren- zer" und denHausberg" über Espa und Hoch- weise! wi/der in die Heimat. Am Samstag fand hier unter Leitung von Dr. Becker von der landwirtschaftlichen Schule und Wirtschastsberatungs- stelle Gießen ein Gemarkungsrundgang statt. Hierbei verstand es der Redner vortrefflich, den Bauern und Landwirten an den einzelnen Aeckern und Pflanzen die verschiedensten Krank­heiten und Schädlinge zu zeigen und ihre Bekämp­fung zu erläutern. Dr. Becker behandelte eingehend den Kartoffelbau und zeigte deutlich die Vorteile der richtigen Sorten- und Saatgutauswahl. Weiter wurde ein mit 7 Sorten angebauter Weizenversuch besichtigt. Die zahlreichen Teilnehmer folgten den lehrreichen Ausführungen mit größtem Interesse und stellten immer wieder Fragen. Am Schlüsse dankte Ortsbauernführer Pg. G ö r l a ch dem Leiter

Staatsanwalt verzichtete gleichfalls auf Einlegung eines Rechtsmittels, so daß das Urteil sofort rechts­kräftig wurde.

Amtsgericht Gießen

Gestern hatte sich der H. G. aus Offenbach a. M. wegen Diebstahls im Rückfalle und Hehlerei zu ver­antworten. Der Angeklagte war im vorigen Jahre hier am Flughafen beschäftigt. Mitte Juli machte er mit einem Kumpanen, der bereits wegen der gleichen Angelegenheit rechtskräftig abgeurteilt ist, eine Bierreise durch Wieseck. Dabei ließen sie m einer Wirtschaft in einem unbewachten Augenblick zwei Schirme mitgehen. In einem anderen Lokal benutzten sie gleichfalls die Abwesenheit des Wirtes, um eine Flasche Schnaps sowie Zigarren und Zi- qaretten zu stehlen. Sie hatten dabei noch die Frech­heit, das Diebesgut in der gleichen Wirtschaft am Gästetisch in aller Gemütsruhe zu verzehren. Der Angeklagte war restlos aeständig und gab zu feiner Entschuldigung an, er sei damals total betrunken gewesen. Mit Rücksicht auf das Geständnis owie die Geringfügigkeit der entwendeten Gegenstände billigte ihm das Gericht noch einmal mildernde Umstände zu und erkannte auf eine Gefäng­nisstrafe von 2 Monaten. Die Unter­suchungshaft wurde in Höhe von zehn Tagen an­gerechnet. *

Die K. M. aus Köln hatte wegen fortgesetzten Be­trugs und Diebstahls einen Strafbefehl über «fünf Wochen Gefängnis erhalten. Auf ihren Einspruch hin 'kam. die Sache gestern zur Hauptverhandlung. Die erst 21jährige Angeklagte war im Januar d. I. ihren Eltern in Köln durchgebrannt, um ihren hier bei der Wehrmacht dienenden Freund zu besuchen. Obwohl sie bei ihrer Ankunft in Gießen ganze drei Reichsmark bei sich hatte, mietete sie sich in ver­schiedenen Gaststätten und auch in Prioathausern ein Abgesehen davon, daß sie natürlich zur Bezah­lung der Miete keine Mittel hatte, besaß sie noch obendrein die Dreistigkeit, ihre Wirtsleute zu be­stehlen. So ließ sie in einem Fall einen Geldbetrag von RM. 20. mitgehen, während sie an einem anderen Platze Kleidungsstücke entwendete. Auf Grund der Hauptverhandlung kam das Gericht zu der Heberzeugung, daß die Angeklagte weniger aus verbrecherischem Hang, sondern in erster Linie in bodenlosem Leichtsinn gehandelt habe, und stellte daher das Verfahren auf Grund der Amnestie vom 20. April 1938 ein, da eine geringere Gefängnis­strafe als ein Monat zu' erwarten war.

rungsaktion im Kreise Alsfeld. In erfreulicher Weise sei festzustellen, daß schon manches besser ge» worden sei. Er empfahl den Bürgermeistern drin­gend, sich dieser Angelegenheit tatkräftig anzuneh­men. Kreisdirektor Dr. Schönhals machte alsdann noch allgemein beachtenswerte Ausführungen über die Preisbildung und Preisüber­wachung. Er wies insbesondere darauf hin, daß die Preisstoppoerordnung auch für bestehende Miet- und Pachtverhältnisse gelte. Etwaige Beanstandun­gen seien der Gendarmerie zu meiben.

Unter Mitteilungen gaben die Sachbearbeiter des Kreisamts eine Anzahl allgemeiner Verfügungen in den einzelnen Verwaltungsgebieten bekannt. Der Kreisobmann machte Mitteilungen über die Altersgrenze der gemeindlichen Ehrenbeamten. Der Kreisobmann schloß mit Dankesworten an die Er-

**VHC.-Wanderung-insMühlbachtal.

Für seine Juniwgnderung am Sonntag hatte sich der --------oo .... .

DHC. Gießen das schönste Seitental der Lahn, das! Kreises vertreten waren. Als erstes Referat behau-

Mühlbachtal, erkoren. Der Frühzug brachte die beite Stadtsekretär Weber (Alsfeld) das neue

nahezu 50 Teilnehmer nach der lieblichen Stadt Personenstandsgesetz, das am 1. Juli 1938 in Kraft Nassau, wo die Wanderung begann. Heber Berg- getreten ist. Der Referent gab zunächst einen Heber»

Nassau mit hübschem Rundblick auf den mit der blick über die hauptsächlichsten Aenderungen gegen-

Ruine Nassau gekrönten Burgberg ging es nun in über dem seitherigen Personenstandsrecht. Der das reizende Tal. An einem großen Zeltlager der Grundgedanke des neuen Gesetzes sei, die Eintra- HJ. vorüber, bald einen schmalen Fußpfad am gungen über Geburt, Eheschließung und Tod mög- Bache, der einige Male überschritten wurde, entlang, lichst eng miteinander zu verbinden und sie zu bald in schwindelnder Höhe über dem Tale gehend, einem lebensnahen Spiegelbild der Familienent- genoß man herrliche Ausblicke auf das vielgewundene wicklung und der Familienzusammenhänge zu ge- Tal, auf steile Berghänge, bewaldete Höhen und saf- statten. Hierdurch werde der rassekundlichen For- tige Wiesengründe. Vach einer Erholungspause in schung der Weg geebnet. Der Gesetzgeber habe be» der idyllisch gelegenen Schulmuhle, einer Oelmühle, wußt davon Abstand genommen, das Standesamt deren Einrichtung und Betrieb den Teilnehmern be- zum Sippenamt auszubauen, weil die Aufgaben reitwillig gezeigt wurde, ging es über den Schilde- des Standesbeamten hauptsächlich beurkundender köpf, einen Felskegel, der einen entzückenden Rund- Natur sind, während dem Sippenbeamten die Aus­blick bietet, zur Mittagsrast nach dem hochgelegenen Wertung dieser Beurkundung überlassen wird. Es Städtchen Singhofen an der verkehrsreichen Bäder- sei nunmehr Aufgabe des neuen Gesetzes, die seit- straße. Den Beschluß der genußreichen Wanderung herigen Bestimmungen, soweit sie sich bewährt bildete der Weg durch das wildromantische Dörsbach-1 haben, mit den neuen, seit der Machtübernahme oder Jammertal mit schroffen gewaltigen, oft feltfam im Jahre 1933 zum Durchbruch gekommenen Ge- geformten Felspartien, am lustig plätschernden Bach I danken, zu einer in sich geschlossenen Einheit zu entlang über tien Klosterberg mit reizvollem Blick in verbinden und die heroorgetretenen Mängel zu be» das Lahntal zum herrlich gelegenen Kloster Arnstein, fettigen. Die deutsche Personenstandsgesetzgebung dessen schöne Kirche besichtigt wurde. NSch kurzer werde in allen Ländern als mustergültig angesehen. Rast in der am Fuße des Klosters ausgangs des Im zweiten Teil seines Vortrags behandelte als- Tales gelegenen Arnsteiner Mühle erfolgte von dann Stadtsekretär Weber die Führung der neuen Obernhof aus die Heimfahrt. Personenstandsbücher, die an bie Stelle

** D i e Arbeitsgemeinschaft ehe- der seitherigen Personenstandsregister treten, maliger Landwirtschaftsschüler und Der Referent gab an Hand von Mustereintragun- -schülerinnen Gießen unternahm dieser Tage einen gen für die einzelnen Bücher eine praktische Unter» Autobusausflug, an dem sich 80 Mitglieder bet ei» Weisung über die Abfassung und den Wortlaut der

Erst in den Abendstunden konnte ermittelt werden, Verhütungsvorschriften müßten noch besser beachtet daß die freiheitsliebenden Tiere zum Hofgut Frie- werden. Es fei besser, Unfälle zu verhüten, als Un- delhausen gehörten und somit schon einen tüchtigen |' " Marsch hinter sich hatten, j

ligten. Die Fahrt führte auf der Reichsautobahn bis einzelnen Einträge.

Darmstadt, dann die Bergstraße entlang bis Heidel- Für das zweite Referat der Tagung war die berg. Hier besichtigte man die Sehenswürdigkeiten, landwirtschaftliche Unfallverhütung Nach einer längeren Rast, während der die ehe- u n d die U n f a l l v e r s i ch e r u n g das Thema, maligen Schüler ihre Erinnerungen an die Schul- Hierüber sprach der Leiter der land- und forstwirt- zeit au^tauschten, begab man sich wieder auf den I schaftlichen Berufsgenossenschaft in Hessen, Freiherr Heimweg. von Löw (Darmstadt). Der Referent ging in fei»

** Herrenlose Rinder e i n g e f a n g e n. I nen Ausführungen von der Feststellung aus, knß Gestern wurden unweit der Wellersburg einige Rin- die landwirtschaftliche Unfallverhütung in ber Be- der gesehen und eingefangen, über deren Herkunft I völkerung immer noch sehr vernachlässigt werde. Die und Besitzer man geraume Zeit im Unklaren blieb, von den Berufsgenossenschaften erlassenen Unfall-

Unfallverhütung dutch genaue Beachtung der Unfall- Verhütungsvorschriften. Bei dem großen Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtschaft bedeute der Ausfall der Arbeitskraft des landwirtschaftlichen Betriebsführers auf längere Zeit infolge eines Um falles eine schwere Schädigung Frhr. von Löw erläuterte alsdann die hauptsächlichsten Hnfallge- fahrengebiete in der Landwirtschaft. Es wurde dar­auf aufmerksam gemacht, daß Betriebsunternehmer in Schadensfällen, welche durch Nichtbeachtung der bestehenden Unfallverhütungsvorschriften entstehen, von der Berufsgenossenschaft in Höhe der von dieser gemachten Aufwendungen ersatzpflichtig gemacht werden können. Der Referent bat um tatkräftige Unterstützung der erörterten Bestrebungen durch die Bürgermeister.

Bei der A u s s p r a ch e Ji b er laufen beiß er« waltungsangelegenheiten gab Kreis­direktor Dr. Schönhals (Alsfeld) einen Heber» blick über den Stand der Do r f verschöne-

nen bewiesen. Beim Meisterschaftsschreiben für Mit- teleuropa in Budapest ging u. a. auch Hans Fischer (Darmstadt) als Sieger hervor. Im M a - schinen - Leistungsschreiben haben in den brei Klassen (Anfänger-, Praktiker- und Meister­klasse) 1189 Bewerber ihre Prüfung abaelegt. Die Geschäfts st enographen - Prüfung haben bei den 13 Industrie- und Handelskammern im Gaugebiet 521 aegen 502 im Vorjahr bestanden.« Staatlich geprüfte Kurzschriftlehrer gibt es jetzt 125, außerdem fünf geprüfte Schreibmaschinenlehrer. Zum Deutschen Stenographentag in Hamburg Mitte August fahren von Frankfurt aus zwei Sonderzüge mit 1600 Teilnehmern. Nach der Erstattung des Jahresberichts wurden alle Fragen des Unterrichts und der Fortbildung behandelt. Handelsstudienrat Mar weid (Darmstadt) sprach über die erfolgver­sprechendste Art der Ausbildung der Unterrichtsleiter in den Ortsvereinen, ebenso gab Martin (Wies­baden) seine Erfahrungen darüber bekannt. Der Gouobmann für Schreibmaschinen, S p e h n k u ch , (Offenbach), behandelte den Schreibmaschinenunter­

richt. Heber die Jahresrechnung für 1937 und den Haushaltsplan 1938 erstattete der Gauschatzmeister Engelhardt (Mainz) einen befriedigenden Be­richt.

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Möglichkeit berat sollte. Um Whei beschlossen, so a viel Tanks ' war eine neue sang 1911 M wurde. Dah Er Infanterie, d. ' einen Frontabs eingesetzt werbe stellung erfe 1 Feld- und 302

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Gestern wurde bas Verfahren gegen die A. B., deren Mutter und den K. F., sämtlich aus Lißberg,

... , »wegen Meineids zu Ende geführt. Die Angeklagten

Spotfamf der 7tS(5-Kraft durch jreuoe . ^aften bekanntlich in einem Beleidigungsprozey, Tia»- Qof*fntMpHfs$urhi5 wird vom Donnerstag! Heu ein Arzt gegen zwei andere Lißberger Einwoh- au? Mittwoch verlegt und findet das erste Mal am n-r angestrengt hatte der. W°hrh°^ zuwider unter

Das Gleiberafest ftndet nicht flfoff. tet. Diese Verleumdung, die, wie einwandfrei fest-

gestellt wurde, völlig zu Unrecht erhoben mar, bil- Gleiberafest, das insbesondere öete damals den Gegenstand des Beleidigungsver-

re zur Feier des hundertjahn- ?ahreng. Obwohl die Angeklagten hartnäckig bis

nrtn Lum Schluß leugneten, wurde durch die sehr um»

ern der alten Burg ver- kqngreiche Beweisaufnahme eindeutig festgestellt, daß i Entschluß des Gleiberg- Gerücht von den Angeklagten feinen Ausgang Vereins in diesem Jahre nicht stattsinden. Man hat genommen hatte.

sich zu dieser Maßnahme deshalb entschlossen, weil $er Vertreter der Anklagebehörde mies in seinen gegenwärtig eine solche Fülle von Veranstaltungen Ausführungen auf die Verwerflichkeit der Handlun- (nicht nur in Gießen, sondern auch in der Hmge- ' : Cl~'

bung) stattfindet, die es geraten erscheinen läßt, das Gleibergfest in diesem Jahre nicht zu feiern. Ur­sprünglich war es für Sonntag, 17. Juli, vorgesehen. Ein wesentlicher Grund für die Absage des Festes mar die Tatsache, daß am gleichen Tage in Rod­heim ein großes Turnfest stattfindet, an depi die Turner der ganzen Umgebung teilnehmen werden.

Welche Freude, heute durch Deutschland zu fah­ren! Kein Schornstein ist mehr zu sehen, der nicht raucht. Ueberall auf dem Lande erfreut wieder die altgewohnte Sauberkeit und Ordnung und, in wel­cher Richtung wir uns auch bewegen, sehen mir Neues. Gigantische Straßen mit gewaltigen Kunst­bauten entstehen allerorts, die kleinen einst unan­sehnlichen Landsträßchen aber sind zu vorzüglichen staubfreien Verkehrsadern geworden. Wir nähern uns den Städten. Ein Baufieber hat die Vororte, - - is öer Angeklagte F. wegen Mein-

ergrist-n. wir stvhen au, mafrSefi"eu^to?5,'c ete in zwei Fällen zu insgefami 1 Johr 2 Mo- Industrieviertel. 3m Innern der Stadt- uberichrei- naten verurteilt; die Mutter wurde

t-n wir breite neue Brucken, ub°r d>° em verviel. Autzerdem wurde den beiden Ber-

sachter Krastwagenverkehr brandet. U-berall sind die I bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer

Straßen zu eng geworden Hacke und Kran r£?"lc" Lon je drei Jahren aberkannt. Di- Untersuchungs- Häuserreihen fort, um dem neuen Leben Luft zu rouröe nicht angerechnet, da sie bis zuletzt ge« schaffen. Die größten ftadte Deutschlands erhalten h hatten^Bezüglich der Mutter mar das Ge- em neues Gesicht. Unfere Hafen, unsere Werften, Ansicht, daß diese möglicherrneise ihre da-

einst verödet, sind wieder voll froher Bewegung. mQlige Aussage subjektiv für wahr gehalten habe, df-' ALbefchasfu^g f°he°n'Biel°°Iah?-Zurücks B°id° Angeklagten nahmen das Urteil an. Der war den einzelnen in Arbeit zu bringen ihre Auf­gabe, und immer 'weiter vervielfältigt wuchs ihr ,

Sinn. Sie kann manchen Verdienst am deutschen i

Aufbau für sich in Anspruch nehmen und ebenso die ~ ~ 4 m

Volksgenossen, die als Losverkäufer ihr geholfen LPD. F r a n k f u r t a. M., 4. Juli. Der Gguver­

haben. Denn bie Reichslo11erien für Ar- band Hessen der Deutschen Stenvaraphenschaft hielt beitsbeschaffung waren wichtige Mitarbeiter am Sonntag in Frankfurt eine Dertreteroersamm- am großen Werk, und ihr Aufgabengebiet ist mit lung ab. Gauoerbandsoertreter Werner (Darm» der Größe der Leistungen nur gewachsen. Auch jetzt stadt) begrüßte die Teilnehmer. Nach dem vom wieder werben die braunen Glücksmänner um Gro- Geschäftsführer Krapp (Darmstadt) erstatteten schen für den deutschen Aufbau und teilen bei Herei- Jahresbericht erhöhte sich im Jahre 1937 der Mit- chertem Gewinnplan wieder bei fofortigem Gewinn- gliederbestand von 16 343 Mitgliedern in 124 23er» enttckeid ihre willkommenen Gaben aus. 1 einen auf 18 627 und stieg nach einer Zwischenzäh- m lung zum 1. Juli 1938 auf 19 100 Mitglieder in

Gießener Wochenmarrtpreife. 125 Vereinen.

* Gießen 5 Juli Auf dem heutigen Wochen- Die Häuser der kurzschrisi, gemeinsam mit markt kosteten: feine Molkereibutter, % kg 1,52-Mk., der DAF. betrieben, verzeichneten tn 155 Lehr-

Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., gängen in Kurzschrift und INaschinenschreiben

Käse, das Stück 4 bis 8, Eier, deutsche, Klasse 8 13, insgesamt 3661 Teilnehmer, die eigenen Lehr-

Klasse A 12/-, Klasse B 12, Klasse C 11'/., Klasse v gänge der Stenographenschafi in 4390 Lehr-

10%, Enteneier :.2, gängen 54166 Teilnehmer, zusammen also in

Z.i-ÄÄSS'Si'äSÄ «... «

40 Zwiebeln 15 bis 20, das Bündel 10 bis 15, g r a p h e n p r u f un g e n. Außer insgesamt 7282 Rhabarber, % kg 12 bis 15, Kartofeln, alte, Vi kg b e ft a n b e n e n Prufun g e n innerhalb der 5 Pf, 5 kg 44, 50 kg 3,30 bis 3,90 Mk., neue,' Q

kg 9 bis 10 Pf., Pfirsiche 50 bis 60, Himbeeren 50, Aepfel, ausländische, 60 bis 65, Kirschen 70, Stachelbeeren 25 bis 35, Johannisbeeren 35 bis 45, Erdbeeren 45 bis 50 Pf., Hähne 1,10 bis 1,15 Mk., Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mk., Blumenkohl, das Stück 10 bi$ 70, Salat 5 bis 10, Salatgurken 30 bis 50, Einmachgurken 8 bis 20, Oberkohlradi 5 bis 10, Suppengrün, das Bündel 5, Rettich 5 bis 15, das Bündel 20, Radieschen, das Bündel 5 bis 10 Pf.

Aus der engeren Heimat.

Unfälle auf dem Lande.

Der 66 Jahre alte Landwirt Heinrich Konradk aus Lauter stürzte beim Heuholen vom Wagen ab und erlitt einen Bruch des linken Armes. Belm Wälzen von Baumstämmen kam der 23 Jahre alte Arbeiter Heinrich Weisel von Birklar mit einem Arm unter einen ber Stämme und mußte eben« falls mit einer Bruchverletzung in ärztliche Behang lung gebracht werden. Der Landwirt Heinrich K ö n i g von Ober-Kleen erlitt durch einen ungluck« lichen Sturz einen Hnterschenkelbruch. -7 Mit einem schweren Hnterkieferbruch mußte der 24iahnge Wer« ner H e d d e r i ch aus Wetzlar in ärztliche Behänd« lung gebracht werden. Er war mit dem Motorrad unweit von Dutenhofen gestürzt. .Sämtliche Ver­unglückten wurden in die Chirurgische Kttrnk nach Gießen gebracht.

3m Dienst schwer;» Schaden gekommen

Den Verletzungen erlegen.

* Altenkirchen (Kreis Wetzlar), 5 Juli. .2« der Nacht zum Sonntag wollte der hiesige ^Nacht« Wächter Gelzenleuchter einen jungen Mann, der betrunken war und randalierte, zur Ruhe mah­nen. Der Betrunkene griff, anscheinend erbost über diese Ermahnung, den Nachtwächter an und schlug ihn mit einem Stück Eisen aufben Kops Der Nachtwächter erlitt habet eine Wunde, an ber sich bald darauf Blutvergiftungserschemun« gen zeiaten Der bedauernswerte Mann mutzte tri )ie Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht wer­den und ist gestern den Folaen der Verletzung und der eingetretenen Blutvergiftung erlegen.

Landkreis Gießen.

Lpd. Büdingen, 4. Juli. Das Finanzamt Büdingen hat den Fischhändler Konrad Nos III. in Wolf wegen fortgesetzter Hmsatzsteuer-, Einkom­men- und Bermögenssteuerhinterziehung mit einer Geldstrafe von insgesamt 52 000 Mark belegt.- Der Bäcker und Händler Isidor F e l s e n t h a l in Bindsachsen, jetzt in Frankfurt a. M., Herder-. - 9-----r> , . . /

strahe 39 wurde wegen fortgesetzter Einkommen- K''eisletter Backhaus. Außerdem sprachen noch steuerhinterziehung in eine Geldstrafe von 1000,---Hntersturmführer Stastny-Haiu urü> Orts- Mark genommen. igruppenletter Schutz.