Ausgabe 
5.2.1938
 
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Möglichkeiten aller, anderen Volksgenossen ist.

Der

wies auch wieder der gute Besuch aus allen Teilen

30. Januar mit dem Gruß an den Führer und er-

gen und Winken zu geben; die lebhafte Aussprache

alten, erfahrenen Schützen aus der Fülle feiner reb chen Erfahrung heraus eine Menge von Anregun-

teilte dann dem Erbprinzen zu Solms- Hohe nfolms-Lich das Wort zu einem Vor-

Lohn für diese Arbeit besteht nicht zuletzt in der Verwurzelung und Seßhaftmachung mit und auf dem Lande. Daraus entspringt gesundes Leben auf Generationen hinaus! Daran sollen alle denken, die vor der Berufswahl stehen. Nicht klingender Lohn allein macht glücklich und sichert die Zukunft, son­dern der Beruf, in dem ich eine Lebensaufgabe er­füllen kann.

jugeimei|ier nun) aus uer xierjammiung heraus zwei Büchsen gestiftet, die im Sommer den Iäger- schaftsmitgliedern auf dem Schießstand zur Ver­fügung stehen werden. Anschließend führte das Jägerschaftsmitglied Textor (Leihgestern) eine

Eine sehr große Anzahl Siedler rekrutieren sich aus dem Arbeiterstand. Der Reichsnährstand wird dafür sorgen, daß diese Aufstiegsmöglichkeiten zum Neu­bauern nicht nur nicht verkümmern, sondern i m - mer mehr erweitert werden. Kein schönerer Lohn ist wohl denkbar, als sich aus bescheidenen Anfängen heraus zum Neubauern emporzuarbeiten! Die Volksgenossen, denen dieser Aufstieg nicht

von ihm neu konstruierte Falle zum Fang von Kleinraubzeug vor, die ebenfalls großes Interesse fand. Begrüßt wurde die Tatsache, daß das Gieße­ner Jägerliederbuch in seinem bequemen Taschen­format wieder in Neuauflage unb -bearbeitung er- schienen ist. Musik, Lied und Jagd gehören seit alten Zeiten zusammen. Das Jagdlied ist vom jagdlichen Brauchtum nicht zu trennen. Gerne Pflege wird durch die Neuerscheinung wesentlich er­leichtert. Der Lehrgang für Jungjäger, die im Mai dieses Jahres ihre Jägerprüfung ablegen wollen, beginnt am 10. Februar.

trag überDie Technik des Schießens mit Büchse, Pistole und Flinte". Der Vortragende alsMeister­schütze des Jagdkreises Gießen 1937" und erfolg­reicher Teilnehmer an den großen Wettkämpfen der Deutschen Jägerschaft anläßlich derInternationa­len Jagdausstellung" war in der Lage, auch dem

lichkeiten und Berufsaussichten. Der junge Mensch, der sich der Landwirtschaft zuwendet und eine Lehr­lingsstelle annimmt, soll vor allem keine Min­derwertigkeitsgefühle haben. Er kann stolz darauf sein, daß er an der Bebauung der Scholle Mitarbeiten darf, und daß er eine Arbeit verrichtet, die erst die Voraussetzung für die Lebens-

Läg°rabend.

Der von dem Kreisjägermeister des Kreises Gie­ßen neu eingeführte Jägerabend erfreut sich bei den Jägern des Kreises steigender Beliebtheit. Das be­

arbeit, sondern vor allen Dingen auch eine entspre­chende Unterstützung des Betriebsführers verlangt. Eine weitere Entwicklung führt zum landwirt­schaftlichen Verwalter. Daneben gibt es die verschiedensten Arten landwirtschaftlicher Be­tätigung. Erwähnt sei nur der Melker, für den der Reichsnährstand besondere Ausbildungsvor­schriften erlassen hat, auf Grund deren die Stelle eines Melkermeisters erreicht werden kann;, ferner der Gärtner, der Molkereigehilfe und der Brennereigehilse. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß in den großen Betrieben echnungsführer gebraucht werden, für die eine besondere Ausbil­dung vorgesehen ist. Alles in allem genommen, bie­tet die Landarbeit die verschiedensten Berufsmög-

werden dauernd überwacht. Es ist dem Reichsnähr­stand Ernst, dafür zu sorgen, daß die jungen Men­schen nach Abschluß ihrer Lehrzeit weitergefördert werden. Diejenigen, die sich während ihrer Lehr­zeit und wahrend des Besuchs der landwirtschaft­lichen Fortbildungsschule als besonders tüchtig und regsam erwiesen haben, wird Gelegenheit gegeben, die bäuerliche Werkprüfung abzulegen, um hierdurch sich die Möglichkeit zu weiterem Auf­stieg zu verschaffen.

Der Landarbeiterberuf ist keineswegs einseitig. Es bestehen die verschiedensten Entwicklungsmöglich­keiten. Was die Entlohnung anbetrifft, so wird selbstverständlich eine Entlohnungsform angestrebt, die eine Familiengründung ermöglicht. Der Landarbeiter ist nach den bindenden Vorschrif­ten der Tarifordnung nicht nur auf den Barlohn angewiesen, sondern er wird zum Teil in Natura­lien entlohnt, die die Lebenshaltung einer Familie sicherstellen. In der Wohnungsfrage sorgen die günstigen Bestimmungen des Dierjahresplanes für eine zufriedenstellende Lösung. Durch Ueber- lassung von Deputat - und Pachtland kann

glückt, sind keineswegs darauf angewiesen, immer j m Anfangsstellungen zu verbleiben. Es bieten sich-_____,__________

für sie Entwicklungsmöglichkeiten der verschiedensten . bewies dies am besten. Um das Schießen mit der Art. In manchen Gegenden kennt man noch die Büchse billiger zu gestalten, wurden dem Kre.s- Bezeichnung G r o ß k n e ch t. Das ist eine Stellung jägermeister noch aus der Versammlung heraus gehobener Art, die nicht nur schematische Hand- zwei Büchsen gestiftet, die im Sommer den Jäger-

eine weitere wirtschaftliche Stärkuna des Land- des Kreises, den der Febrüarabend zu verzeichnen arbeiters erreicht werden. Die Bewirtschaftung von hatte. Der Kreisjägermeister, Gaujägermeister Ni- Deputat- und Pachtland mit Hilfe des Betriebs- Molaus, eröffnete ihn unter Hinweis auf den führers ist außerdem die beste Dorbe-dingung und Vorschule für den Aufstieg zum Neubauern.

Aus der engeren Heimat.

Oer Wettbewerb um den schönsten Bauerngarten.

NSG. Der Bauerngartenwettbewerb 1937 im Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau er­brachte 479 Anmeldungen, von denen 389 den Be­dingungen entsprachen. Von diesen Gärten konnten 139 mit Preisen ausgezeichnet werden. Hierbei er­hielten 53 Gärten die GesamtbewertungSehr gut" und 106 die BewertungGut". Von den 230 verbleibenden, nicht mit Preisen bedachten Gärten erhielten noch 156 Besitzer Anerkennungsschreiben, während die restlichen 74 Gärten als stark verbes­serungsfähig zu bezeichnen sind. Unter den 159 Preisträgern befinden sich 39, die bereits beim Bauerngartenwettbewerb 1936 einen Preis erhal­ten haben. Die Preise bestehen aus neueren und neuesten Sorten ausdauernder Blütengewächse, deren Weiterverbreitung in den Bauerngarten an­gestrebt wird. Sie gehen den Preisträgern im Frühjahr 1938 zu.

Keine(tzeheimmiitel" gegen die Maul- und Klauenseuche. NSG. In letzter Zeit werden wieder häufiger Mcktel zur Heilung ober Vorbeugung von Tier­seuchen entweder in indirekter ober in birefter Werbung bei den Tierhallern angeboten. Offenbar hat der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche Her­steller und Händler von Tierarzneimitteln veranlaßt, die Werbung erneut aufzunehmen. Es werden da­bei Mittel angeboten, die in der Mehrzahl der Fälle nach sachverständiger Auffassung und nach Erfahrungen zur Bekämpfung der Seuche entweder als ungeeignet unb als wertlos zu bezeichnen finb, fo baß vor der Anwendung gewarnt werden muß, oder die keinerlei Vorzüge gegenüber anderen be­währten Mitteln des deutschen Arzneischatzes haben. Die geforderten Preise sind meist ungewöhnlich hoch und vollkommen ungerechtfertigt. Häufig han­delt es sich um sog.Geheimmittel", die schon bei früheren Seuchengängen angepriesen und als zweck­los erkannt worden find. Diese Werbung führt die Tierhalter erfahrungsgemäß dazu, die erkrankten Viehbestände ohne Hinzuziehung tierärztlicher Hilfe selbst zu behandeln. Sie gefährdet damit eine wirk­same, im allgemeinen Interesse liegende Seuchen­bekämpfung.

Nach den einschlägigen Bestimmungen über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens ist be­kanntlich jede Werbung für Arzneimittel und -gegenstände oder Heilverfahren gegen Viehseuchen verboten, wenn sie eine Behandlung der Tiere durch andere Personen als Tierärzte herbeiführen kann oder sich an Laien, d.h. an Tierhalter usw. richtet.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 4. Fedr. Am Mittwoch, 2-Februar, beging Landwirt Kaspar Lenz IV. in geistiger und körperlicher Frische seinen 7 5. Ge­burtstag. Von vielen Seiten wurden dem Ju­bilar, der jahrzehntelang der Kirchengemeindever­tretung angehörte und heute noch aktiv im Vor­stand der Kleinkinderschule mitarbeitet, Ehrungen entgegengebracht. Am Abend erfreute ihn der Kir- ck)enchor mit einigen Liedvorträgen. Am Don­nerstag, 3. Februar, wurde 'Frau Margarete Hof 96 Jahre alt. Sie ist die älteste Einwohnerin unseres Dorfes unb stammt aus Hartenrob im hes­sischen Hinterlanb.

A Garbenteich, 2. Febr. Am Samstagabenb feierte der hiesige GesangvereinViktoria" sein 59. Stiftungsfest. Im überfüllten Saale des Der- einslokalesZum grünen Baum" sprach Vereins- führer Stein herzliche Begrühungsworte, streifte die hohen Leistungen des Chores und hob die öftere Mitwirkung bei politischen und anderen öffentlichen Anlässen hervor. Flotte Marschmusik einer von San- gcsbruder Schäfer Mammengestellten Kapelle er­öffnete den ersten Teil eines gut ausgewählten Pro­gramms. In Abwechslung wurden dann hochstehende gesangliche und musikalische Darbietungen gegeben.

Der gegen das Vorjahr an Sängerzahl gewachsene Chor fang unter Leitung von Chorleiter Sommer (Watzenborn) Kompositionen von Glier, Silcher, Erk, Gluck, Baumann unb Stürmer und konnte damit eine gut geschulte Pflegestätte neuzeitlichen Liedgutes unter Beweis stellen. Ein dreiaktiges Schauspiel, von Mitgliedern des Vereins in allen Teilen gut wieder- gegeben, füllte den weiteren Abend aus. Zu Ehren­mitgliedern des Vereins wurden für besondere Ver­dienste Wilhelm Mohr I. und Karl Feuster er­nannt und mit einer künstlerischen Urkunde ausge­stattet. Fröhliche Stunden echter Sängerkameradschaft schlossen bei Tanz einen für den Verein in jeder Hin­sicht von Erfolg gekrönten Abend ab.

wg. Großen-Buseck, 2. Febr. Die M i lch- a b s a tz g e n o s s e n s ch a f t hielt bei Gastwirt Heinrich Brück ihre 5. Generalversammlung ab. 170 Mitglieder nahmen teil, 188 gehören der Ge­nossenschaft an. Milchlieferanten konnte die Genos­senschaft 200 zählen. Direktor Karl Schwalb sprach zunächst über den guten Geschäftsgang im vergangenen Jahre.' Rechner Dort erstattete den Jahresbericht und gab an Hand von Zahlen eine Uebersicht über den Geschäftsbetrieb. Insgesamt wurden 993 495 Kilogramm Milch angeliefert. Der Ortsverkauf belief sich auf 68 319 Liter. An die Molkerei wurden 925 176 Kilogramm geliefert. Die Rücklieferung an Magermilch betrug 481,451 Liter. Der Rechner erstattete ferner den Kassenbericht, der Aufsichtsratsvorsitzende den Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrates. Der Revisionsbericht, der Tätigkeits­bericht des Aufsichtsrates, der Kassenbericht und die Bilanz wurden von der Versammlung genehmigt. Zur Verteilung des Reingewinns wurde beschlossen, 10 v. H. dem Reservefonds, das Uebrige der Be­triebsrücklage gutzuschreiben. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Vor­standsmitglied Fritz Esau, sowie die Aufsichts­ratsmitglieder Heinrich Seipp I. und Wilhelm H,e n ß V., die satzungsgemäß ausschieden, wurden wiedergewählt. Im weiteren Verlaufe der Ver­sammlung gab Rechner Dort Aufschluß über die Berechnung der Milch nach Fettprozenten. Ober­wachtmeister Fritz von hier sprach anschließend über die neue Reichsstraßenverkehrsordnung.

* Allendorf a. d. Ld a., 3. Febr. Die Mä­delschar 7/116 veranstaltete in der hiesigen Stadthalle einen wohlgelungenen Dorfgemein­schaf t s a b e n d. Die Mädelgruppenführerin Emilie Re i n h a r d sprach einleitend über den tieferen Sinn dieser Abendveranstaltung. In Gemeinschaft mit der Hitler-Jugend gelangten dann einige kleine Spiele zur Aufführung, die von dem Humor der Mädchen Zeugnis ablegten und dankbar ausgenommen wur­den. Musikalische Darbietungen der Freiwilligen Feuerwehr Allendorf a. d. Lda. und Gedichtvorträge in heimischer Mundart trugen zur weiteren Ver­schönerung des Abends bei.

+ Lauter, 3. Febr. Heute fand hier eine Luftschutzalarmübung statt. Gegen 19 Uhr ertönte die Sirene. Kurze Zeit darauf lag unser Dorf im Dunkeln. Die Hebung ist gut verlaufen. Es war dies die dritte Verdunkelungsübung in die­sem Winter.

gfs. Beltershain, 3. Febr. In unserer Frauen schäft fand ein Kochabend der Abtei­lung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft statt, wobei Frau Schäfer über die vielseitige Verwendung der Kartoffel sprach und Rezepte dazu verteilte. Am Schluß wurde ein Apfelkuchen als Kostprobe ge­reicht, der allgemeines Lob erhielt. Die Frauen staunten, daß ein so guter Kuchen mit so wenig Kosten gebacken wurde. Es waren 28 Frauen an­wesend.

/ Lich, 4. Februar. Gestern um 18 Uhr ertönte unerwartet die Sirene und kündigte eine vorher in keiner Weise vorbereitete Verdunke­lungsübung an. In wenigen Minuten war die Stadt in Dunkel gehüllt. Es klappte alles zur Zufriedenheit, so daß die Uebung nach etwa 3/< Stunden beendet werden konnte.

)( Lich, 4. Febr. Am Mittwochabend sand im Gemeindesaal die diesjährige Hauptversammlung des Evgl. Kirchenchors statt. Die Schriftfüh­

rerin, Frau El. M a ch a l e t k, erstattete den Jah­resbericht, der von reger Tätigkeit des Chors im vergangenen Jahre Zeugnis ablegte. Kaufmann Hillemqnn legte den Kassenbericht vor und tonnte einen günstigen Abschluß bekanntgeben. Der Chorleiter, Lehrer Stein, wies in längeren Aus­führungen auf das Jahresfest der Kirchen- und .Frauenchöre des evgl. Dekanats Gießen hin, das am Sonntag vor Pfingsten hier stattfinden soll. Der Kirchenchor war der Meinung, daß er das Fest, das 800 bis 900 Sänger und Sängerinnen in un­sere Stadt führen wird, im Vertrauen auf die schon oft bewährte Gastfreundschaft der Licher Einwohner annehmen durfte. Es wird ein besonderes Erlebnis für unsere Gemeinde werden. Die Versammlung be­schloß, den schon zur lleberlieferung gewordenen frohen Abend" in diesem Winter am 27. Februar ;u feiern. Zum Schluß dankte der Vorsitzende der Schriftführerin, dem Rechner und besonders dem Chorleiter für die geleistete Arbeit, ebenso den Mit­gliedern, und forderte zur eifrigen Vorbereitung des Festes auf.

6 Birklar, 2. Febr. Die Kriegerkame­radschaft hielt im Saal von Düringer ihre Generalversammlung ab. Rechner Heinrich Wag­ner erstattete Bericht über das vergangene Jahr und gab gleichzeitig die Kassenoerhältnisse bekannt. Kameradschaftsführer Friedrich Müller I. legte in Anbetracht seines hohen Alters sein Amt nieder. An seine Stelle wurde Karl Müller II. und als stellvertretender Kameradschaflssührer Wilhelm Wolf bestimmt. Kamerad Karl Müller II. er­hielt für besondere Schießleistungen ein Diplom und die Siegernadel. Im Anschluß an die Versammlung fand ein Opferschießen für das Winterhilfswerk statt. Als ältester Schütze beteiligte sich der Veteran Ludwig Weisel, der auch Mitbegründer der Kameradschaft ist. Zum Abschluß schilderte Kamerad Heinrich Seitz noch Erlebnisse an der Ostfront.

gfs. Inheiden, 3. Febr. Im Pflichtabend der Frauenschaft verteilte die Leiterin FrauWil- h e l m die Abzeichen an die neuen Frauenwerks­mitglieder und wies auf die Bedeutung dieser Ver­pflichtung zur Mitarbeit hin. Lied und Spruch ver­schonten die Feierstunde. Außerdem sand ein Ar­beitsgruppenabend statt, bei dem die Abteilungs­leiterin, Frau Schäfer, praktische Ratschläge für Backen und Kochen gab. Es nahmen 40 Frauen an dem Abend teil.

<> Obbornhofen, 2. Febr. Der hiesige G e s a n g v e r e i nFr o h s i n n" hielt in der WirtschaftZur Schule" seine Generalversammlung und einen Familienabend ab. Vereinsführer Theo­dor Kammer erstattete den Jahresbericht und er­innerte besonders an das erfolgreiche Wertungs­singen, das vom Verein ausgerichtet wurde. Den Sängörn dankte er für fleißigen Singstundenbesuch. Sieben Sangesbrüder, die oei keiner Singstunde

I

fehlten, wurden mit einer Ehrennadel bedacht; es waren dies die Kameraden Theodor Kammer, Heinrich Ruppe l X., Heinrich Kämmerer, Hugo Hahn, Willy Kämmerer, Adolf Groß und Otto B o m m e r s h e i m. Rechner R u p p e l erstattete den Jahresbericht, der in Ordnung befun­den wurde. Es wurde beschlossen, in diesem Jahre ein auswärtiges Sängerfest zu besuchen. Die Holzhauerarbeit en im hiesigen Gemeinde­wald sind beendet. Ein Teil der Holzhauer wird im benachbarten Wald von Bettenhausen weiter be­schäftigt.

Kreis Friedberg.

> Münzenberg, 2. Februar. Hier fand im GasthausZum Löwen" eine Kundgebung der Partei statt. Das LiedVolk ans Gewehr" leitete dcn Abend ein. Jungvolk, Hitler-Jugend, SA., Jungmädchen und BDM. erinnerten in Liedern, Gedichten und im gesprochenen Wort an den Weg unseres Volkes von 1918 bis 1933. Sodann sprach Kreisleiter Backhaus, ausgehend von den ras­sischen Eigenschaften des deutschen Volkes, über die Pflichten jedes einzelnen dem Aufbauwerk des Führers gegenüber, er rechnete aber auch mit den Miesmachern und Meckerern ab. Die nahezu zwei-

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einhalbstündigkn Ausführungen des Kreisleiters fanden starken Beifall. Die Schulen von Münzenberg, Griedel, Kirch-Gons und Pohl-Gons fanden sich dieser Tage mit ihren Mannschaften zu einem Gerätewettkampf in der Butzbacher Turnhalle ein. Sowohl bei den Knaben, als bei den Mädchen konnte die Müntzenderger Jugend siegreich sein. Bei den Knaben kamen in weiterer Reihen­folge die Schulen Griedel, Pohl-Gons und Kirch- Gons. Bei den Mädchen nahm Pohl-Gons die zweite Stelle ein. Die bei diesem Geräteturnen ge­zeigten Leistungen waren erfreulich gut.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 4. Febr. Unser Dorf hatte von hundert Jahren 570 Einwohner. In der Zeit von 1830 bis 1850 wanderten etwa 140 Per­sonen nach Polen und Amerika aus. Trotzdem hat Ruppertsburg heute rund 700 Einwohner. Auch das abgelaufene Jahr brachte wieder eine Zu­nahme, stehen doch einer Geburtenzahl von 19 nur 5 Sterbefälle gegenüber. Auch eine starke Heirats­lust machte sich bemerkbar; es wurden 13 Paare getraut, eine Zahl, die hier bisher noch kaum er­reicht wurde.

Aus -en preußischen Aachbargebieien.

Kreis Dehlar.

O Krofdorf, 28. Jan. Zu dem Standes­amt Krofdorf gehören die Orte Krofdorf-Glei­berg, Vetzberg und Kinzenbach. Im Jahre 1937 wurden dort folgende Eintragungen vorgenommen: Geburten: Krofdorf-Gleiberg 37, Vetzberg 11, Kin­zenbach 12. Sterbefälle: Krofdorf-Gleiberg 27, Vetz­berg 4, Kinzenbach 11. Insgesamt, fanden 34 Ehe­schließungen statt. Ende dieses Monats blickt die hiesige Bezugs- und Absatzgenossen- schaftder frühere Landwirtschaftliche Konfum- verein, auf ihr 50jähriges Bestehen zurück./Kürz­lich stürzte durch einen Sturmwind ein Schäm­st e i n vom Dach des .früheren Amts-Bürger- meiftereigebäuöes in der (Bleiberger Straße, glück­licherweise ohne Personen zu verletzen. Zur Zeit ist die Wiederherstellungsarbeit im Gange, die sich auch auf die Ausbesserung der übrigen Kamine erstreckt.

D Krofdorf-Gleiberg, 2. Febr. Einen gewiß nicht oft vorkommenden Zufall für einen ländlichen Ort bedeutet die Tatsache, daß das Jahr 1937 in Krofdorf-Gleiberg nicht weniger als vier tief im Dorfleben verwurzelten Vereinen Anlaß zum Gedenken ihres Gründungstages gab. Den Reigen.der Jubiläen eröffnete als ältester Ver­ein der Gleibergverein mit feiner großen, noch in bester Erinnerung stehenden Feier im Juni 1937. Auf eine 95jährige Sängertradition blickte der Ge­sangvereinGermania" zurück. Der Turnverein verzeichnete sein' 50jähriges Bestehen, und zuletzt konnte die am 30. Dezember 1887 gegründete Land­wirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft ebenfalls auf 50 Jahre Lebensdauer Rückschau hal­ten. Die Geschichte aller vier Vereine beweist, daß, aus dem Dorfleben gewachsen, jeder in seiner Eigenart Ersprießliches geleistet hat, das, zusam­men genommen, den Geist der Dorfgemeinschaft in jeglicher Hinsicht förderte.

_L W i ß mar, 2. Febr. Der hiesige Turn­verein vereinigte seine Mitglieder zur Hauptver­sammlung im Saale von Wolf. Vereinsfühter Hermann gedachte zunächst der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder und erstattete dann dep Jahresbericht, dem zu entnehmen war, daß der Verein in allen Abteilungen einen Aufstieg zu verzeichnen hatte. An den Veranstaltungen des RfL. beteiligte sich der Verein jeweils mit gutem Erfolg. Der Leiter der Fußballabteilung S ch a r f konnte auf einen steten erfolgreichen Spielbetrieb der Fußballmannschaft Hinweisen, desgleichen der Leiter der Handballabteilung K. Reinhard. Beide Mannschaften führen die Tabelle ihrer Klasse an. Der Vereinsführer reate die Ausstellung von Jugendmannschaften an. Kamerad Klinke! er­stattete den Kassenbericht, der 1562,22 Mark Ein­nahmen und >421,49 Mark, Ausgaben verzeichnete. Die Kasse wurde in Ordnung befunden. Dietwart W. Todt sprach anschließend über die volkspoli­tische Bedeutung der Leibesübungen. Eingehend wurde dann über die Beteiligung am Deutschen Turn- und Sportfest gesprochen, an dem der Ver­ein mit zehn Kameraden beteiligt sein wird. So­dann schritt man zu den Wahlen. Der stellver­tretende Dereinsführer W. Todt beglückwünschte ,zunächst den Vereinsführer zur Erringungbes Goldenen Reichssportabzeichens. Einstimmig wurde der bisherige Vereinsfühter wiedergewählt. Seihe Mitarbeiter verblieben in ihren Aemtern. Für 25- jährige Mitgliedschaft wurden die Kameraden W. Schäfer, H. S p e ie r, K. Speier, $) Kronenberger, H. Kümmel, W. Rupp und W. Leib mit der silbernen Ehrennadel aus­gezeichnet. Der Hüttenarbeiter Ludwig Fied - I e r von hier kam in seiner Wohnung unglücklich zu Fall und erlitt eine Gehirnerschütterung.

chFrankenbach,3. Febr. Die zweitälteste Ein­wohnerin unserer Gemeinde, die Witwe Elisabethe C l o o s , konnte am heutigen Donnerstag, 3. Fe­bruar, ihren 8 0. Geburtstag feiern.

*c b e r f l e e n , 2. Febr. Bei außerordent- uch starker Beteiligung veranstaltete die hiesige Kriegerkameradschaft in der Volkshalle einen Konzertabend, der in seinem musika­

lischen Teil vom Musikkorps des II. Bataillons Jnf.-Regt. 36 (Butzbach) bestritten wurde. Die Lei­tung lag in Händen von Feldwebel Baumann. Kamerad Braun begrüßte die zahlreichen Teil­nehmer, insbesondere das Musikkorps, im Namen der Kameraden der alten Armee. Sodann wartete das Musikkorps mit einer Reihe ausgezeichneter musikalischer Darbietungen auf; es brachte Märsche, gute Musik aus Operetten, sowie Konzert- und Charakterstücke zu Gehör. Die Zuhörer dankten mit anhaltendem Beifall, fo daß sich die Kapelle im­mer wieder zu Zugaben entschließen mußte. Zu Ehren der ältesten Kameraden spielte die Musik das LiedIch schieß' den Hirsch im wilden Forst" und bereitete damit besondere Freude. Ein Fylo- phon-^olo von Unteroffizier Gor n er wurde ebenfalls sehr beifällig aufgenommen. Im Verlaufe des Abends, dessen Reinertrag zu gleichen Teilen für das Winterhilfswerk und für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge bestimmt war, sprach Kame­rad Braun über die Deutsche Kriegsgräberfür- sorge und forderte auf, daß jedermann dazu bei­tragen möge, die Gräber unserer gefallenen Hel­den würdig ausgestalten zu können. Sodann wurde der Gefallenen gedacht. Zum Abschluß des Kon­zerts dankte Kamerad Braun der Kapelle für ihre hervorragenden Darbietungen und den zahl­reichen Zuhörern für ihre Aufmerksamkeit. Kame­radschaftlich blieb man dann noch geraume Zeit beisammen.

Rundfunkprogramm

Sonnlag, 6. Februar.

6 Uhr: Hafenkonzert vorn Flugzeug-Stützpunkt der Westfalen", Bremer Freihafen. 8.15: Gymnastik. 8.30: Christliche Morgenfeier. 9: Kleiner Bauern­kalender. 9.15: Chorgesang. 9.45: Herz im Blut. 10: Habe den Mut, zu bewundern und ehrfürchtig zu sein. Aus den Gesetzen der Deutschen Studentenschaft. 10.30: Ewiges Deutschland. 11.15: Wintermärchen. Eine Hörfolge. 11.50: Unser Kalenderbild: Februar. 12: Musik am Mittag. 14: Für unsere Kinder: Ka­sperle setzt seinen lustigen Reisebericht fort. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Me­lodien. 15.15: Gregor der Knecht. Hörfolge um ein Bauernleben. 16: Damenfitjung des Mainzer Kar- nevalvereins. 17: Deutsche und Wehrmachts-Ski­meisterschaften 1938. Der Torlauf im Skistadion Neustadt. 17.30: Damensitzung des Mainzer Kar- nevalvereins (Fortsetzung). 18: Schwankende Gestal- ten. Heitere Erscheinungen im menschlichen Leben. 19: Nachrichten. 19.10: Heimat und Volkstum. Berg­mannsgesang. 19.40: Fußball-Länderspiel Deutsch­land Schweiz. Schluß der 2. Halbzeit. 19.W: Sportspiegel des Sonntags. 20: Großes Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Deutsche unb Wehrmachts-Ski- meifterschaften^938. 2. Dag: Torlauf. 22.30: Sport­bericht. 22.40: Wir bitten zum Tanz. 24 bis 2: Nacht­musik.

Zttonlag, 7. Februar.

6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkon­zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10: Schulfunk: Der Arme und der Reiche. Ein Spiel von Erika Geldern. 10.30: Froher Klang zur Werkpause. 11.40: Hausfrau, hör zu! 11.55: Der Glücksmann. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Alles für euch und's WHW. Wunschkonzert zugunsten des Winterhilfs- wertes. 15: Volk und Wirtschaft: Wann liegt ein Betriebsunfall vor? 15.15: Für unsere Kinder: Jetzt basteln wir ... 15.45: Sport der Jugend. Wenn in den Bergen der Schnee liegt. 16: Ferdinand Ries. Zum 100. Geburtstag des rheinischen Komponisten. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.15: Der fröhliche Lautsprecher (Schallplatten). 18.30: Deutsche und Wehrmachts-Skimeisterschaften 1938: Bericht vom 50=km=Dauerlauf. 18.45: Deutschland baut auf. Neue Aufgaben des Winterhilfswerkes. 19: Nachrichten. 19.15: Stuttgart spielt auf. Heitere Feier­abendmusik. 21: Franz Peter Kürten über die Mund- artdichtung. 21.15: Kammermusik. 22: Nachrichten.