Ausgabe 
4.4.1938
 
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OerTag der Legion" in Wien

Männer in den alten Kampfruf, in das Sieg-Heil

Grenze gekommen, um hier nach meiner Anordnung QU| öcn eine Lehrtruppe der zukünftigen SA. h^n Appell. Oesterreichs zu bilden. Trotz grötzter Sehnsucht1

auf den Führer ein. Die nationalen Lieder beenden

besonders große Mew

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Er die Zu in

leuchtet im Glanz der Tiefstrahler, ihre großen gol­denen Adler breiten weithin ihre stolzen Schwingen. Der Führer verläßt den Wagen. Unablässig braust immer wieder der Jubel der Hunderttausende zum

Volk, ein Reich, ein Führer!

Oie Stadtgemeinde Braunau ehrte ihren größten Sohn.

gestellt. Hiervon sind bestimmt für Kleinsied­lung und Kleingärten8 Millionen RM., zum Bau von Volkswohnungen (billigen Miet­wohnungen) zunächst 10 Millionen RM. und für Instandsetzung vorhandener Wohnräume drei Millionen RM. Darüber hinaus wird der Minister auch den Bau von Wohnungen für Beamte, für Land- und Forstarbeiter und für ländliche Hand­werker durch Reichsbeihilfen fördern. Schließlich wird durch Reichsbürgschaften der Wohnungs- und Siedlungsbau wie im alten Reich ermöglicht werden.

ten mehrere hundert Gefangene. Im Abschnitt Jaca rückten die Kolonnen auf der Straße BiescaBroto vor und besetzten mehrere Dörfer. Der Vormarsch war jedoch in diesem Abschnitt insofern behindert, als es den' Bolschewisten gelungen war, sämt­liche Brücken zu spreng en. Auch ein Eisen­bahntunnel war durch Sprengungen zerstört wor­den. Im Süden der erwähnten Straße eroberten

Führer hinan.

Dann steht der Führer vor seinen Bayern, wendet sich in anderer PZeise als sonst an Massen im Vaterland. Der Führer sprach wie einer Familie. Unbändige Freude drückt sich

Berlin, 2. April. (DNB.) Der britische Bot­schafter Sir Neville Henderson hat dem Reichs­minister des Auswärtigen, von Ribbentrop, heute zwei Noten überreicht, in denen die Wieder­vereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich anerkannt und das Exequatur für das in Wien zu errichtende Generalkonsulat erbeten wird. Die Noten haben folgenden Wortlaut:

Eller Exzellenz, ich habe die Ehre, Euer Ex­zellenz auf Weisung Seiner Majestät Staatssekre­tärs für auswärtige Angelegenheiten davon zu be­nachrichtigen, daß S. M. Regierung im Vereinigten Königreich beschlossen hat, S. M. Gesandt­schaft in Wien zurückzuziehen und durch ein Generalkonsulat zu ersetzen. Es ist beab­sichtigt, diesen Wechsel etwa am 15. April durchzu­führen, Herr D- St. G a i n e r , C. M. G., O. P. E-, zur Zeit S. M. Generalkonsul in München, ist für den Posten S. M. Generalkonsul in Wien ausersehen. Unter diesen Umständen habe ich die Ehre zu bitten, daß Herrn Gainer in seiner neuen Eigenschaft als Exequatur bewilligt werden möge;

zwisck>en hat das Feuer die letzten Reste der Baracke zerstört. Bis auf Grund und Boden muß die An­lage vernichtet werden. Ein letzter schmählicher Zeuge eines vergangenen schimpflichen Systems.

Göring sprach in Salzburg.

Salzburg, 2. April. (DNB.) Generalfeldmar­schall Göring traf gegen Mittag, voll, tosenden Jubel der Salzburger begrüßt, auf der Stadtbrücke ein, wo ihn Reichsstatthalter Seyß-Jnquart und

Gauleiter Wintersteiger willkommen hießen. Wieder schlug die ganze Liebe, die tiefe Dankbarkeit der Volksgenossen dem Manne entgegen, der sein Wort Führer befreite Land

Maffenschauübung der italienischen Luftwaffe zu Ehren des Führers.

Rom, 2. April. (DNB.) Von den drei großen militärischen Kundgebungen, die von der italienischen Wehrmacht zu Ehren des Führers und Reichskanz­lers veranstaltet werden, wird zweifellos das von der Luftwaffe längs der thyrrenifchen Küste bei Civita Vecchia durchgeführte große Luftmanö­ver zu einer besonders eindrucksvollen Demonstra­tion werden. Zu dieser Hebung, die den Charakter einer möglichst naturgetreuen Kriegshandlung er­halten soll, werden zehn Fliegerstürme mit in-gesamt 300 Flugzeugen modernster Bauart ein­gesetzt werden.

dem Residenzplatz spricht Göring das letztemal vor der Wahl auf österreichischem Boden. Auch hier be­tont Hermann Göring mit aller Kraft:Wir wer­den Arbeit schaffen, wir werden die reichen Schätze dieses Landes heben, den Bauern helfen, wir werden dafür sorgen, daß Oesterreich genau so festgefügt, wirtschaftlich genau so stark dasteht, wie

Linz, 1. April. (DNB.) Die Stadtgemeinde Braunau hat dem Führer das Heimatrecht der Stadt Braunau verliehen. Der Gemeinde- tag hat namens der Bevölkerung der Stadt Braunau in einem Telegramm gebeten, das Heimatrecht der Stadt annehmen zu wollen.

Am Samstag fand in Gegenwart des Jugend­führers des Deutschen Reichs, Baldur von Schirach, in Braunau eine machtvolle Wa hl- kundgebung statt, die ganz im Zeichen der Jugend stand. Sie wurde besonders eindrucksvoll durch den Einmarsch sämtlicher Bann­fahnen aus dem bisherigen Reichsgebiet, die über die Jnnbrücke von Simbach her nach Braunau ge­tragen wurden. Im lodernden Licht der Fackeln bekundete dieser Einmarsch nach Braunau symbo­lisch die ewige Verbundenheit der Jugend im Groß­deutschen Reich. Den Fahnen folgten ein Fan- farenzug und die Gliederungen der HJ.-Abordnun-

dafür verbürgte, daß das vom _ , nun auch wirtschaftlich wieder aufleben kann. Auf

München, 2. April. (DNB.) Um 18 Uhr haben die drei großen Ausstellungshallen, die Stätten der Führerrede in der Geburtsstadt der Bewegung sein werden, die Tore geöffnet, und schon eine Stunde später ist kaum ein Platz mehr in den wei­ten Räumen der 20 000 verfügbar. Imposant ist der Festschmuck, den die große Halle angelegt hat. Ihr gibt das Rot der Bühnen- und Wandverkleidung, an der Bühne mit einem Flor leuchtender Früh­lingsblumen, an den Wänden mit Goldgirlanden eingefaßt, zusammen mit den frei von der Decken­fläche herabwallenden Bannern der Bewegung die bestimmende Note. Die Riesenfläche der Stirnwand an der Bühne nimmt zur Hälfte ein mächtiger Hoheitsadler von gleißendem Gold ein. Von der gegenüberliegenden Wand ruft in mächtigen Buch­staben in Goldschrift die Parole für den 10. April: Führer, mir folgen Sir!

Noch zwei Minuten erwartungsvoller Stille: Dann eröffnet der stellvertretende Gauleiter Otto Nipp old die Kundgebung mit einem Gruß an die 20 000 Volksgenossen, die in den drei Hallen versammelt sind, an die Hunderttausende, die den Führer auf der Theresienwiese erwarten, und an die weiteren Hunderttausende, die aus dem ganzen Lande herbeigeeilt sind. Dann spricht der Gauleiter des Traditionsgaues, Adolf Wagner. In lapi­daren Sätzen stellt Adolf Wagner heraus, wie das Land Bayern 1933 die Eigenstaatlichkeit opferte, um das Reich zu gewinnen, die weißblaue Fahne einzog, um die Hakenkreuzfahne Adolf Hitlers auf­zuziehen. Großdeutschland ist geboren, und am 10. April wird es aus der Taufe gehoben werden. Alle großen Deutschen aller Zeiten werden Paten an diesem von einem ganzen Volke vollzogenen Akt sein. Keiner darf und keiner wird fehlen, alle werden kommen.

Nun donnern von der Höhe des Ausstellungs­parks her die Salutschüsse. Der Führer hat auf seiner Fahrt durch München die Theresienwiese er­reicht. Blutrot leuchtet die Phalanx der Pylonen auf einer Front von vielen hundert Metern. Ein phan­tastisches Bild, die hell beleuchtete, mit rotem Tuch bespannte Pforte, mit der die via triumphalis quer über die Theresienwiese ihren Anfang nimmt. 120 Musiker von drei SA.-Musikzügen setzen auf ihren Zinnen zum Badenweiler Marsch an. Langsam geht die Fahrt des Führers über die Triumphstraße. Aufrecht steht der Führer im Wagen, und freudigen Auges schaut er auf das schöne Bild, das sich ihm bietet. Rechts und links von der breiten Triumph­straße haben 800 Fahnen der Bewegung sich zum Gruß gesenkt. Hinter ihnen sind Angehörige der Formationen angetreten. In ihre Mauer aber bran­det unaufhörlich das Jauchzen der Massen, die die Hakenkreuzfähnchen in ihren Händen schwenken und nicht müde werden, immer wieder in Sprechchören: Wir danken unserm Führer! Ein Volk, ein Reich, ein Führer!" ihrem Glück Luft zu machen. Nun .setzen Fanfaren der HI. ein. Wie ein Gelöbnis der Jugend, alle Kraft einzusetzen für die Erhaltung und Fortführung des großen Werkes Adolf Hitlers.

Die imposante, von Künstlerhand erbaute riesige Freitreppe am westlichen Hang der Theresienwiese

ihren Gesichtern aus, als der Führer mit liebevoller Anerkennung hervorhebt, daß der Aufstieg durch das aufflammende Reichsgefühl der Besten dieses Bayerngaues gewährleistet wurde. Mit heißer Liebe jubeln Männer und Frauen dieses kernigen Stam­mes Adolf Hitler zu, als er zurückführt aus den Punkt, an dem er vor 20 Jahren in dieser Stadt anfing, als er denKreuzzug gegen Trägheit, Un­vernunft, Lügenhaftigkeit" zu predigen begann. Das Angesicht des Führers ist hart und gespannt geworden, als er nach dem Verweilen in der Urzeit der Partei nun einen Aufriß seiner Arbeit der letzten fünf Jahre als Reichskanzler gibt.Dieses Wunder aber hat das deutsche Volk selbst vollbracht dadurch, daß es mir treuen Herzens Jahr für Jahr folgte." Der Appell zum 10. April bringt herab in offene Herzen. Einmütiges Vertrauen steigt hoch. Adolf Hitler hört es, hinreißend endet er.

Nach der Kundgebung in der Ausstellungshalle besteigt der Führer feinen Wagen, um über die Theresienwiese in die Stadt zurückzufahren. Wäh­rend noch die Pylone ihre roten Fackeln in die Höhe senden, ist die Häuserfront des Bavariaringes in orangefarbenes Licht getaucht, und von ihr wachsen 10 Meter hoch die gewaltigen Buchstaben empor, die 600 Meter weit die ganze Länge des Bavariaringes beherrschen. Wie eine Vision steht das Flammenband am nächtlichen Himmel, um zu künden, was all die Millionen im alten Reich und in der freien Ostmark aus innerstem Herzen fühlen:

Englands Anerkennung der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich.

Die Hauptstadt der Bewegung bereitet dem Führer eine denkwürdige Huldigung

gen aus dem übrigen Reich. Wie die alljährlich rvie- derkehrende Aufnahme eines neuen Jungoolk-Jahr- ganges in Marienburg, wie das Reichsführerlager in Weimar, wie der Sternmarsch der HI. nach Nürnberg zum Reichsparteitag, so soll auch diese Kundgebung in Braunau durch eine immer wiederkehrende Veranstaltung für die Jugend des Großdeutschen Reiches besondere Be­deutung erhalten.

21 Millionen Reichsmark

für den Wohnungsbau in Oesterreich.

Berlin, 2. April. (DNB.) Zum großzügigen Ausbau der Wohnungs- und Siedlungsverhältnisse in Oesterreich hat der Neichsarbeitsminister sofort außer den für die Beseitigung und den Ersatz von Elendswohnungen bestimmten 5 Millionen RM. aus seinen Haushaltsmitteln weitere 21 Millio­nen R M., d. h. fast 32 Millionen Schilling, bereit-

Oie Einnahme Leridas.

Großer strategischer Erfolg der nationalspanischen Gruppen.

noch Eurer fieimal habt Ihr meinen Befehl jahre­lang treu « nd gehorsam befolgt. Nun ist die Stunde der Befreiung und damit die Rückkehr gekommen. Ihr werdet Euer Dissen und können von jetzt an In den Dienst der Wie­deraufrichtung der österreichischen S A. stellen. Den Erfolg dieser Eurer Arbeit will ich zum erstenmal am Parteitag zu Nürn­berg überprüfen. Ich weih schon jetzt: Ihr werdet ein Vorbild sein in Gehorsam, Disziplin und Hingabe im Dienst der Nationalsozialistischen Partei und damit Großdeutschlands. Ihr werdet vor allem aber einen unlösbaren Bund bilden mit jenen Tausenden braver SA.-TNänner, die nicht wie Ihr das Glück hatten, in diesen Jahren ihrer Ge­sinnung offen Ausdruck geben zu können, die aber trotz Verfolgungen und Terror der Bewegung eben- falls in Treue ergeben geblieben waren. Ich spreche damit Euch und allen anderen österreichischen SA.- 2Uännern meinen Dank aus. Von jetzt ab aber sollt Ihr wieder sein: Deutsche SA.-Wänner der Nationalsozialistischen Parlei. Adolf Hitler."

Der Stabschef spricht bann von der Verpflich­tung der lebenden gegenüber den toten Kameraden. Er feiert den Glauben, die Treue und den Einsatz der Mäner der Legion. Er ruft ihnen zu, nun wie­der gemeinsam mit den SA.-Kameraden aus her illegalen Zeit in der deutschen Ostmark weiter zu marschieren mit dem gleichen Glauben, der gleichen Treue und der gleichen Opferbereitschaft. Vor uns steht, so rief der Stabschef, die SA., die in der Standarte Horst Wessels als leuchtendes Beispiel den SA.-Männern in Deutschland vorausmarschiert. Und vor uns steht unser erster SA.-Mann in Deutschland, unser Führer Adolf Hitler. Mit dem Gelöbnis, daß die SA. für den Führer ihr Letztes einsetzen werde, schließt der Stabschef seine An­sprache. Wie aus einem Munde stimmen die SA.-

Pyrenäen und ihren Ausläufern keine West-Ost- Derbindungen, weder Straßen noch Bahnen, gibt. Direkte Bahnverbindungen bestehen von Lerida nach Saragossa, Barcelona, Tarragona. Die Ent­fernung bis Tarragona beträgt 70 Kilometer, bis zur Grenze der Provinz Barcelona 60 Kilometer. Die Htraße nach Andorra bildete bisher einen wich­tigen Transportweg für fr anzöfif che Kriegsmaterallieferungen. Durch den Fall Leridas ist dieser Transportweg nun unter­bunden. Die nördlich von Lerida im Pyrenäen­gebiet Nordaragons sichenden sowjetspanischen Ab­teilungen sind durch den Verlust der Stadt von ihren Verbindungen abgescknitten, da sie von Lerida aus mit Lebensmitteln und Material ver­sorgt wurden. Ihre Lage ist nunmehr unhaltbar geworden.

Lerida ist eine Stadt, die im Laufe ihrer Ge­schichte schon mehrmals heiß umtämpft war. Sie wurde von Cäsar, von den Arabern und schließlich auch einmal von den Franzosen er­obert. Die Operationen in diesem Abschnitt leitete General Page, der sich bereits einmal als Oberstleutnant einen Namen gemacht hatte, als er im Jahre 1936 die nationalspanischen Truppen in schnellstem Tempo bis an die Tore Madrids her- angeführt hatte. Nach der Einnahme Leridas stehen von 50 spanischen Provinzen 36 unter nationaler Verwaltung, während die Bolschewisten nur noch in 14 Provinzen hausen. Aber auch von diesen befinden sich bedeutende Teile, wie von den Provinzen Madrid, Guadalajara, Castellon, Jaen und Tarragona, bereits im Besitz der nationalen Truppen.

zu diesem Zwecke füge ich seine Bestallungsurkunde bei. Ich benutze diesen Anlaß ... usw."

Euer Exzellenz, mit Beziehung auf meine Note vom heutigen Tage, mit der ich die deutsche Regie­rung von dem Beschluß S. M. Negierung im Ver­einigten Königreich, S. M. Gesandtschaft in Wien durch ein Generalkonsulat zu ersetzen, Kenntnis ge­geben habe, habe ich die Ehre, Sie auf Weisung S. M. Staatssekretärs für auswärtige Angelegen­heiten in diesem Zusammenhang davon zu benach­richtigen, daß S. M. Regierung im Vereinigten Königreich sich naturgemäß ihre Stellung­nahme zu den Fragenvorbehalten muß, die sich auf Verträge und andere Ange­legenheiten beziehen, die sich daraus ergeben, daß Oesterreich auf gehört hat, als souveräner, unabhängiger Staat zu bestehen. Ich werde deshalb zu gegebener Zeit die Ehre haben, Euer Exzellenz eine weitere Mitteilung über oiese Anaelegenheit zugehen zu lassen. Ich benutze diesen Anlaß ... usw."

Wien, 2. April. (DNB.) Ganz Wien steht im Zeichen desTages der Legion". Das 'Große Wecken von ftinf Spielmanns- und Musikzügen der Legion und der SA.-SiandarteFeldhermhalle" ruft am frühen Morgen die in einem Fahnenmeer wogende Stadt wach. Der Tag beginnt mit der Ehrung der Gefallenen am Helden­denkmal durch den Stabschef der SA. Begleitet von dem Führer der Oesterreichischen Legion, SA.- Obergruppenführer Reschny, begibt sich der Stabschef in die Gruft. Zwei SA.-Männer tragen den Lorbeerkranz.

Inzwischen aber beginnt bereits der Anmarsch der Legion. Menschen über Menschen fluten nach, dem Heldenplatz. Standarte auf Standarte nehmen zu beiden Seiten des Prinz-Eugen-Denk- mals Aufstellung. Die andere Hälfte des Platzes füllen die Gliederungen der Partei. Pünktlich um 14 Uhr fliegen die Fahnen und Standarten hoch. Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, steht auf dem Balkon der Burg, auf dem sich schon vorher führende Männer aus Partei, Staat und Wehr­macht eingefunden hatten. Der Appell der ^Legion beginnt. Ein Lied aus der Kampfzeit leitet ihn ein. Dann senken sich die Fahnen und Standarten, die SA.-Kameraden nehmen die Mütze ab. Ein SA.- Führer meldet:Wir gedenken der Toten der Bewegung und geloben, das Erbe ihres Sieges mit unserem Leben zu wahren. Sie alle stehen mitten in unseren Reihen, voran die Helden, die unter Henkershand ihr Leben lassen mußten." Und dann verliest der Sprecher die Namen der Toten: Hans Domes, Franz Holzweber, Otto Planetta ...Sie starben", so schließt der Sprecher, damit Deutschland lebe."

Gauleiter B ü r ck e l überbringt dann den Män­nern der Legion im Auftrage des Führers folaende Kundgebung:

ZHänner der Oesterreichischen Legion! Nach einem schweren, aber durch die Umstände bedingten aus­sichtslosen Kampf seid Ihr einst über die deutsche

Ein aller guter Freund und Waffengefahrte Ungarns.

Der ungarische Reichsverweser begrüßt den Anschluß.

Budapest, 4. April. (DNB.) Reichsverweser von Hort Hy richtete am Sonntagabend im Rundfunk eine Botschaft an d i e unga­rische Nation, in der er betonte, daß die Wiedervereinigung Oesterreichs mit Deutschland nichts anderes bedeute, als daß ein durch die Friedensverträge in eine unmögliche Lage gebrachter alter guter Freund sich mit dem anderen alten guten Freund und ge­treuen Waffengefährten Ungarns vereinigt habe, der allezeit auf Leben und Tod ein ver­läßlicher und worth alte nd er Ver­bündeter gewesen sei. Die Vereinigung komme bloß scheinbar unerwartet, da sie ein jahr­hundertealter Wunsch des Deutsch­tums war. Leute, die gern im Trüben fischten, versuchten mit Schauemachrichten eine Erregung hervvrzurufen. Er könne jedoch jedermann ver­sichern, daß hier niemand die Ordnung und Ruhe ungestraft stören dürfe.

Der ungarischen Jugend rief der Reichsverweser zu, sie möge stets fleißig arbeiten, dann könne der Erfolg nicht ausbleiben. Zu den wir­kungsvollsten Mitteln des Gedeihens der Völker gehöre der Handel. Der Schlüssel für den Ausstieg liege in rechtschaffener ernfter 21 r b ei t, nicht aber in demagogischen Phrasen, Diese Einsicht sei besonders wichtig heute, wo die Lage sich auch außenpolitisch langsam zu klären beginne. Die Genfer Liga habe in der Europapolitik ihre frühere Wichtigkeit verloren. Die Aufgabe eines wirklichen Völkerbundes wäre die Aus­merzung der Kriegsursachen durch eine völlige Neuregelung der Verhältnisse. Auf dem Boden der Ungerechtigkeit könne ein Frieden nicht gedeihen. Da die Genfer Institution ihre Aufgabe nicht erfüllt habe, werde der Regelungsprozeß auch ohne sie in Fluß kommen. Die Lage könne nur der richtig übersehen, der über alles orientiert sei. Deshalb solle der verantwortlichen Regierung vop der Oeffentlichkeit das gleiche Vertrauen entgegen­gebracht werden, wie sie es von Seiten des Reichs­verwesers genieße. Er kenne nur ungarische Ziel­setzungen und nur gesetzliche Mittel zu ihrer Er­reichung. Er vertraue auf die Nüchternheit und die Vaterlandsliebe des ungarischen Volkes und dar­auf, daß, wenn Ungarn eins sei, auch Gottes Hilfe sicher fei.

Burgos, 3. April. (DNB.) Nach amtlicher Mitteilung haben die Truppen des General Vague am Sonntagnachmittag nach glanzendem Kampf Lerida genommen. Sie stürmten zuerst den Schloßberg auf dem rechten Ufer des Segre-Fluffes, nahmen dann die Bahnstation und besetzten darauf in Zusammenarbeit mit Tankabteilungen den Rest der Stadt. Die versprengten bolschewistischen Hor­den, welche in der Stadt noch Widerstand leiste­ten, wurden gefangen genommen. Die natHmal- spanischen Truppen eroberten im Norden Leridas acht Ortschaften; erbeuteten in diesen Abschnitten igen Kriegsmaterial und mach- Gefangene. Im Abschnitt Jaca

Sie luchen eine Ursache /

für Ihr blasses Aussehen, für Ihre Appetitlosigkeit? Bei vielen Menschen, besonders bei schulpflichtigen Kindern wirkt sich die sitzende Lebensweise und der Mangel an Bewegung in frischer Luft ungünstig auf das Allgemeinbefinden aus. Sie fühlen sich abge­spannt und müde wie nach einer überstandenen Krankheit.

In diesen Fällen leistet das blutbildende Kräfti­gungsmittel Bioferrin vorzügliche Dienste. Bioferrin enthält sämtliche Nährstoffe des Blutes. Es ist in allen Apotheken erhältlich.

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(BAYER)

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die nationalspanischen Truppen 50 Ortschaften.

Im Süden der Provinz Aragon besetzten die Le­gionäre südlich von Gandesa an der Straße nach Tortosa den Ort P i n e 11 und drangen weiter in das Gebirge vor. Sie machten über 300 Gefangene, unter denen sich 200 Mitglieder einer internatio­nalen Brigade vefanden. In diesem Abschnitt wur­den 10 sowjetrussische Tanks erbeutet. Im Abschnitt Merella wurden die gegnerischen Verteidigungslinien durchbrochen und wichtige Berg­stellungen erstürmt. An der Guadalajara- Front und im Abschnitt von Teruel griffen die Bolschewisten vergeblich die nationalen Stellungen an. In der Nähe der Insel Ibiza wurde ein feindlicher Martinbomber abgeschossen.

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Mit dem Fall von Lerida ist die Hauptstadt der gleichnamigen katalanischen Provinz, eine Stadt von 30 000 Einwohnern mit Textilindustrie, Verarbei­tungsindustrie für landwirtschaftliche Erzeugnisse, ferner mit mehreren bedeutenden Kriegsmaterial­fabriken, die trilweise erst von den Bolschewisten angelegt worden sind, in den Besitz der Nationalen gekommen. Die Provinz Lerida ist die landwirt­schaftlich wichtigste Kataloniens. Lerida ist auch der Mittelpunkt wichtigster Eisenbahn- und Straßen­verbindungen nach allen Himmelsrichtungen. Durch die Einnahme Leridas bricht notwendigerweise das gesamte noch unter der Herrschaft der Roten be­findliche westlich der senkrechten Linie Lerida Pyrenäen liegende Gebiet zusammen, da es in den

das übrige Reich. Wir werden derStadtSalz- burg ihren deutschen Charakter wie­der geben. Festspiele werden hier abgehalten werden, nicht von Juden, nicht von Emigranten, sondern deutsche Menschen sollen sich freuen an deut­schen Festspielen. Oesterreich hat Tage stürmischer Freude hinter sich, und noch einmal, wenn am 10. April das einstimmige Ja gefallen ist, wird der Jubel von neuem angehen. Aber bann, am 11., wollen wir den Helm fester binden, wollen wir in die Hand spucken, mit ihr anpacken, so kräf­tig und so inbrünstig, wie ihr euch jetzt gefreut habt. Wenn eine Stadt in Oesterreich am 10. April lOOprozentig sich zum Führer bekennt, dann muß es Salzburg sein!

Wie ein Orkan brauste der Jubel über den Platz. Die Soldaten der österreichischen Ehrenformationen sind von dieser Stunde so mitgerissen, daß sie be­geistert mit in die stürmischen Heilrufe einstimmen. Langsam verklingt die Welle der Abschiedsrufe, die den Generalfeldmarschall begleiten. Der Sonderzug trägt ihn ins Reich zurück.