Ausgabe 
4.4.1938
 
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Rr.79 Erstes Blatt

188. Zahrgang

Montag, 4. April 1938

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Eichener Anzeiger

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Der Führer in der Güdostmark des Reiches.

Die Gieierer grüßen ihren Befreier in Kundgebungen von beispielloser Begeisterung.

Ein beispielloser Empfang.

Graz, 3. April. (DNB.) Ueber acht Tage ist der Führer nun durch alle deutschen Gaue gezogen in einer einzigartigen Fahrt des Jubels' und der Freude. Auf seiner ersten Fahrt durch die Ostmark, nach Graz, der steierischen Landeshauptstadt, be­reiteten die Volksgenossen der Ostmark auf der gan­zen Strecke dem Führer geradezu unbe)chreib- liche Kundgebungen. Aus ihrer Begeiste­rung und ihren Heilrufen sprach der Erlösungsruf der Freiheit, sprach der Jubelschrei des Glückes, dessen diese deutschen Menschen seit nunmehr drei Wochen teilhaft geworden sind und wofür sie dem Schöpfer Großdeutschlands aus übervollem Herzen danken wollen. Um 15.20 Uhr ist die steierische Landeshauptstadt erreicht? Ein Jubel ohne Ende, ein Orkan der Begeisterung, ein Meer der Freude empfängt den Führer, als er als erster aus dem Zuge steigt und den Reichsstatthalter Dr. Seyß- Jnquart, Gauleiter Bürckel und die anderen Män­ner mit Handschlag begrüßt. Drei Mädchen in Steie­rer Tracht überreichen dem Führer Blumen aus der Heimat, Sprechchöre der SA.-Stürme auf dem Bahnsteig bitten den Führer, zu ihnen zu kommen, und er macht ihnen auch die Freude. Er schreitet ihre Front entlang, um dann weiter durch die Halle an den Ehrenformationen vorbei auf den Vorplatz zu treten. Man hört nur einen einzigen Schrei der Freude, der sich fortpflanzt durch die Menschenmauer, an der der Wagen des Führers langsam entlangfährt hin zur Maschinenhalle, wo 20 000 Volksgenossen feit Stunden aufjfyn warten.

Die riesige Halle der Weitzer Waggonfabrik hat rund zehn Jahre leer gestanden. Als die Systern-

regierung stürzte, machte sie einen trostlosen Ein­druck, während sie einst die größte Waggonfabrik Oesterreichs beherbergte. Ein Teil der Maschinen war zuletzt schon an einen jüdischen Althändler zur Verschrottung abgegeben worden. Nun ist plötzlich seit dem 11. März wieder frisches Leben eingezo­gen in die eben noch so trostlose Halle. Ringsum hat man die Wände mit Hakenkreuzfahnen ver­kleidet. Der Mittelraum ist mit Bänken besetzt, die dazwischen liegenden Gänge sind dicht gedrängt von Volksgenossen, die sich das Erlebnis nicht nehmen lassen wollen, den Führer nicht nur zu hören, son­dern ihn während der Ansprache auch zu sehen.

Jetzt rauscht am Eingang drüben am anderen Ende ein Jubelsturm auf. Der Führer ist da! Langsam schreitet er den Gang entlang. Die Halle dröhnt von den Sieg-Heil-Rufen, die sich zu be­geistertem Jubel steigern, ein betäubender Orkan der Freude und des Jubels. Alles steht in feierlicher, freudiger Haltung mit ausgestrecktem Arm. Es dauert wohl zehn Minuten, bis der Landeshaupt­mann, Ingenieur Helfrich, sich verständlich machen kann. Immer wieder werden feine Gruß­worte von Sprechchören unterbrochen, als er fest­stem, daß der Führer jeden Steierer unendlich glück­lich und stolz gemacht hat.

Nicht anders ist es bei Gauleiter Bürckel. Er kann nicht mehr weitersprechen, als er die Fest­stellung trifft, daß wir Deutsche sind und unseren Adolf Hitler haben, dem wir Treue halten. Am Schluß gibt es einen spontanen Sprechchor der über 20 000 Menschen, die den SchwurEin Volk, ein Reich, ein Führer" mitsprechen und immer aufs neue wiederholen.

noch einmal in der gleichen Weise in den abend­lichen Straßen auf dem Wege zum Landeshaus, der mit Leuchtbändern von vielen, vielen Hunderten und Tausenden von Glühlampen gezeichnet war.

3m Landhaus.

Steierische Jugend umjubelt den Führer.

Das steirische Landhaus, der herrliche alte Bau, einer der schönsten dieser wunderschönen Stadt Graz, ist angestrahlt, so daß er dadurch in seiner ganzen Pracht erst recht zur Geltung kommt. Der Führer geht durch den herrlichen barocknen Hof des Landhauses, vorbei an den Abordnungen von HI. und BDM., die hier in ihrer schmucken Landestracht aufgestellt sind. Und über die Treppe hin zum Rittersaal, dessen edle Ornamentik durch den Glanz der festlich leuchtenden alten Kristallglaslüster noch gewinnt. Hier stehen wieder Steirer Jungen und Mädchen in der Tracht des Landes. Lautlose Stille herrscht, als der Führer, den Kindern freund­lich zulächelnd, den großen Festsaal betritt. Hier be­grüßt ihn der Landeshauptmann Helfrich mit ehrfurchtsvollen und herzlichen Worten. Der Führer dankt in einer kurzen Ansprache, in der er der Hoffnung Ausdruck gibt, nun öfter nach Graz kom­men zu können. Es sei sein Wunsch, daß die deutsch­österreichischen Lande sich immer enger und fester mit dem großen deutschen Vaterlande zusammen­schließen.

Dann stellt der Landeshauptmann dem Führer die leitenden Männer der Wehrmacht und der Be­hörden vor, dazu eine Anzahl von alten verdien­ten Kämpfern der Steiermark, unter denen der Führer manch bekanntes Gesicht gesehen

haben mag. Jedem einzelnen drückt er die Hand und spricht mit dem einen oder anderen herzliche Worte. Dann trägt er sich als erster in das Goldene Buch der Stadt Graz ein, darunter das Da­tum dieses denkwürdigen Tages. So hat dieses Gol­dene Buch die schönste Weihe erhalten, und die Grazer sind stolz darauf. Der Landeshauptmann zeigt dem Führer dann einen Band mit Aufnahmen aus der Kampfzeit des Nationalsozialismus in Graz und der Steiermark. Eingehend und aufmerksam besichtigt der Führer diese Bilder und unterhält sich eine Zeitlang mit dem Landeshauptmann darüber.

Dann begibt sich der Führer zurück in den Ritter­saal zu den Buben und Mädeln, frische, hübsche Ge­sichter, von denen die Freude leuchtet, dem Führer so nahe zu sein. Er spricht zu ihnen freundliche Worte, dann fingen die Mädchen ein Lied ihrer Heimat in mehrstimmigen Chor. Auch die Jungen und Mädel im Hof des Landhauses begrüßt der Führer jetzt kurz. Es ist ein wunderbares, unvergeß­liches Bild, diese prächtige deutsche Jugend in der malerischen Tracht zu sehen, und auch der Führer ist sichtlich erfreut über diese kurzen Minuten einer besonderen Kundgebung der Verehrung, die ihm von seiner steirischen Jugend bereitet wird.

Als dann der Führer aus dem Landhaus wieder auf die Herrengaffe tritt, braust noch einmal ein Sturm der Begeisterung aus den wartenden Men­schenmassen. Wir müssen staunend erleben, daß es ipimer noch und immer wieder Steigerungen gibt. Während der Führer langsam an der'ganzen Front der Herrengasse entlangschreitet, umbrandet ihn brausender Jubel. Und dann wiederholt sich die Triumphfahrt noch ein drittesmal auf dem Rück­gang zum Hotel. Dort harren die Menschen Stun­den um Stunden aus, ihre Sprechchöre hallen durch die Nacht, und wieder und immer wieder muß der Führer sich zeigen. In dieser Nacht kommt Graz nicht zur Ruhe, es ist genau wie vor zwei Wochen in Wien, als sich damals die erste Spannung eines gequälten Volkes in der Freude über diese Rettung aus Leid und Not gelöst hatte. Hier aber in Graz gibt es nur noch Freude und Gelöbnis.

Leidenschaftliches Vekennlnis zu Adolf Hiller.

Die erste große Jteöe des Führers in der befreiten Ostmark.

Und nun spricht der Führer. Er steht ruhig und gelassen mit strahlenden Augen und freudig be­wegtem Gesicht auf dem Podium. Kristallklar und mit vor Freude leicht schwingender Stimme spricht er zu seinen steierischen Volksgenossen. Der Führer, hat kaum ausgesprochen, da dankt ihm der Jubel- schrei dieser Menschen, die nun so glücklich und stolz geworden sind. Die Kundgebungen erhoben sich zu einem Ueberschwang der Begeisterung, als der Führer erklärte:Ich bin so glücklich, in diesen Tagen hier zu sein, da sich ein Traum meiner Jugend und die Sehnsucht meines Lebens erfüllt hat."

Inmitten dieser unbeschreiblichen Stimmung der Steirer zeichnet der Führer ein Bild der neuen deuts ch^e n Volksgemeinnschaft, kündet er von dem Aufstieg, den das Deutsche Reich auf der Grundlage der nationalsozialistischen Volksge­meinschaft in knappen fünf Jahren genommen hat, und angesichts dieser gigantischen Leistung prägt er das Wort:Wie trägt das deutsche Volk wieder den Kopf hoch, mit welchem Stolz blickt dieses Volk heute wieder auf seine Wehrmacht, wie ist es überzeugt, daß keine Macht der Welt es jetzt mehr bezwingen kann!" Da bricht es aus den Steirern, die am Munde des Führers hängen, hervor mit Urgewalt, und die riesige Halle erschüttert und er­dröhnt unter den donnernden Heil!-Rufen derer, die nun wissen, daß auch sie mit Recht sagen können, daß sie diesem stolzen Volk angehören. Und aufs neue wiederholen sich diese Stürme bei der Fest­stellung des Führers, daß Deutschland auch wieder eine wirtschaftliche Macht ersten Ranges geworden sei, und zwar ohne jede 'Hilfe des Auslandes, nur aus eigener Kraft.

Lr findet tiefstes Verständnis und begeisterte Zustimmung, als er sich mit dem so oft miß­brauchten Begriff der Selbständigkeit auseinanderseht und dabei klarmacht, daß es eine Selbständigkeit unter fremdem Schuh oder auf fremden Wunsch niemals geben könne:Ich kenne nur eine Selbstän­digkeit der deutschen Nation, die Selbstän­digkeit aller Deutschen. Line Selb- ständigkeit, die vom Ausland geschühl werden muß, gibt es nicht und kann es nicht geben. Lieber wollte ich mit meinem Volke zugrunde gehen als eine solche Selbständigkeit entgegen- nehmen!"

Dann spricht der Führer von den Leiden und der Not des deutschen Volkes in Oesterreich, als fremdem Willen gehorsame Fronvögte diese auf­gezwungeneSelbständigkeit" gegen den Willen des Volkes mit Gewalt und mit Terror auf­recht z u e r h a l t e n versuchten, den Freiheits­drang des Volkes immer schärfer und furdjtbarer unterdrückten und dadurch stärkeren Widerstand hervorriefen, den sie durch noch grausameren Terror zu brechen sich nun anschickten. Der Führer läßt die Ereignisse jener drei Tage, m denen Wem geschichte gemacht wurde, vor den Massen noch einmal lebendig werden und schließt:2>er 9Jlann, der glaubte, sich dem Lauf des deutschen Schicksals entgegenstellen zu können, ist in drei Tagen mit seinem ganzen Anhang zerbrochen. Tosende Heil!-Rufe erschüttern die Halle.Das Lied, das ich in meiner Jugend oft selber gläubigen Herzens gesungen habe, wurde Wirklichkeit: Ser Sturm'brach.los, das Volk stand auf! Und an diesem Tage hat Deutsch-Oesterreich feine

wahre Mission nun bekommen: Bollwerk und Stützpunkt des Deutschen Reiches zu sein, O ft - mark der Germanen!" Die Massen springen von ihren Plätzen empor. Minutenlange Ruse Sieg-Heil!",Ein Volk ein Reich ein Füh­rer!" tosen durch die Halle.

Bei der Schilderung dieser großen geschichtlichen Wende erwähnte der Führer aber auch jene eiserne Begrenzung unseres Willens und unserer Ziele, die wir vornehmen, weil sie im Interesse unseres Rei­ches und seiner Zukunft notwendig ist. Ein Staat habe sich mit seinem genialen Reorganisator, einem Manne von säkularem Ausmaß der Erhebung, freundlich, sympathisch gegenüber verhalten.Ich habe schon betont", so rief der Führer aus,wir werden das nie vergessen, und ein solches Wort gilt bedingungslo s." Jugoslawien habe dieselbe Haltung eingenommen, und ebenso Ungarn. Wir seien glücklich, vier Grenzen zu besitzen, die uns der Sorge entheben, sie militärisch beschützen zu müssen. Wenn man glaubte, daß die Huldigungen und der Enthusiasmus der Menge, die die Rede Satz für Satz begleiteten, sich nicht mehr steigern könnten, so zeigte der überwältigende Jubelsturm, der am Schluß der Rede losbrach, wel­cher Tiefe des Gefühls die grenzdeutschen Steierer fähig^sind. Dieser Orkan der Begeisterung schlägt dem Führer entgegen, als er feine Rede mit den Worten schließt:

Der Herrgott hat die Völker geschaffen! Was aber der Herrgott einigt, sollen die Menschen niemals mehr trennen! Und zum heiligen Zeichen dessen soll am 10. April nun d i e ganze Nation antreten! Ich habe sie aufgerufen, nicht nur hier, sondern i m ganzen Reich. Und sie i ft a n g e t r e t e n ! Ich ziehe heute wieder voran wie in der ganzen Zeit meines kämpfens und Ringens um den deutschen Menschen. Am 10. April wollen wir gemeinsam unser Volum abgeben. Zum ersten Male in der Geschichte unseres Volkes wird ein Reich gebaut nach dem Willen des Volkes selbst. Ich will dabei in Zukunft nichts anderes fein, als was ich in der Ver­gangenheit war: Warner meines Volkes, Lehrer meines Volkes, Führer meines Volkes! Ich will auch in aller Zukunft nur ein Gebot kennen, das mich feit meiner Geburt verpflichtet hat: Deutschland!"

Eine noch nie erlebte Triumphfahrt wurde dann die Fahrt des Führers zum Hotel. Seit vielen, vielen Stunden standen die Menschen an der 5 Kilo­meter langen Straßenführung von der Weitzer Waggonhalle bis zum Parkhotel. Auf Tischen und Bänken, mit Kisten und Kasten, ja mit Leitern hatten sie auf den Bürgersteigen Galerien entstehen lassen, die sich in den Häusern fortsetzten bis zu den Dächern. Es gab kein Fenster, dlis nicht in der ganzen Fläche von Köpfen besetzt war und mit Armen, die mit Fähnchen winkten. Am Schloßberg klebten die Menschen an den Hängen, in den Bäu­men, und ganz oben auf der Höhe, wo die Brüstung von einer weit ins Land leuchtenden Hakenkreuz­fahne verkleidet war, standen sie dichtgedrängt, auch wenn sie von der Höhe nicht mehr erkennen konnten als eine Kolonne von Autos unten in der Straße. Es war eine einzige, eine nie erlebte Triumphfahrt. Kurz vor 19 Uhr bestieg der Führer dann wieder den Wagen, und die Triumphfahrt wiederhotte sich

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Frohe Jugend in stolzem Reich.

Daß es so bleibe, dazu hilfst auch Du am 10. April mit Deinem Ja!

Lager Wollersdorf in Flammen.

Freiheitsfeuer des erwachten Oesterreich.

Wollersdorf, 2. April. (DNB) Nun ist auch der letzte Wunsch der Nationalsozialisten in Oester­reich in Erfüllung gegangen und der letzte Schand­fleck, den das verschwundene System hinterlassen hat, ausgelöscht. Das Lager Wollersdorf, jenes berüchtigte Anhaltelager, das über Tausende und aber Tausende..von treuen Nationalsozialisten Not, Leid und Elend gebracht hat, ist heute nacht in Flammen aufgegangen. Damit ist eine Einrichtung hinweggefegt, die nicht nur in Oester­reich, sondern weit darüber hinaus mit Schimpf und Schande genannt wurde. Wir stehen hier auf wü­stem, ödem Steinboden, das Ganze ein Bild nieder- drückender Trostlosigkeit. Heute aber liegt frohes Lachen über dem Lager des Leides. Menschen sind hier versammelt, Nationalsozialisten, Kämpfer und Streiter Adolf Hitlers, die hier in diesem Lager ge­sessen haben, die gemartert wurden und Not und Pein erdulden mußten, weil sie dem Führer folgten in ihrem Glauben und ihm die Treue hielten. Der Landesleiter der Partei, Major Klausner, erin­nert daran, daß im Verlaufe von viereinhalb Jah­ren 4 5 0 0 0 der besten Deutschen der Ost­mark hier an dieser Stätte eingekerkert waren und teilte mit, daß der Name Wöllersdorf, der in der ganzen Welt eine traurige Berühmheit erlangt hat, als Ehrenname von nun an Wöllersdorf- Trutzburg heißen soll.

Gauleiter Bürckel sagt dann: Die Flamme, die jetzt zum Himmel emporlodert, sie möge aller Welt verkünden: Die innere Kraft unseres Reiches hat ihren Verteidiger im deutschen Herzen gefunden!

Die Wahrheit unseres Glaubens braucht weder Schrecken noch Haß zu ihrem Schutze, noch lebt sie von menschlichen Konstruktionen und Paragraphen. Sie ist uns vom Schöpfer in die Seele gebrannt. Das i ft unjere Freiheit! Sie lebt nicht hin­ter Stacheldraht und in dumpfen Zellen, sie wird nicht gezwungen mit der Peitsche, sie krönt viel» mehr das vergangene Martyrium durch die Bruder­hand. Um mich sind die Männer versammelt, die hier gelitten haben um ihr Volk. Im Namen aller Deutschen danke ich allen! Ich weiß es, Ihr Braven, Tausende und aber Tausende, die Ihr Eure Pflicht getan habt, daß Ihr überglücklich seid, endlich ge­siegt zu haben.

Unser Glaube, unser Reich, unser Führer brauchen zu ihrem Schutze nicht die Fol­terkammer. Euch ist es ja zu danken, daß der Liebe zu Volk und Führer in diesem Lande eine Bresche geschlagen wurde. So war doch Euer Kampf am Ende ein" Eroberungskampf um alle. Erobern tut man aber nicht, um zu vernichten, son­dern um zu besitzen. Und wenn alle in diesem Lande den Führer lieben und ihre Hand zum Gruß erhe­ben, so heißt das zugleich, daß alle sagen: Euch danken wir, daß Ihr uns befreit habt von falschem Glauben. Diesem Sinn von Opfer und Sieg soll an dieser Stelle ein Denkmal Ausdruck geben. Es soll erstehen inmitten einer herrlichen Anlage und soll die Aufschrift tragen:Ihr habt Treue gesät und Sieg geerntet. Eure Ernte aber ist unser Deutschland!"

Donnernder Beifall dankt dem Gauleiter. In«