Ausgabe 
4.1.1938
 
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fl d. d' 9 e

I

Oie Kämpfe der Iußball-Kreisklaffen

1. Kreisklasse.

Rodheim I, SA.-Kampfgemeinfchaft Gießen I 3:2. Wider Erwarten verlor die SA.- Mannschaft in Rodheim.

Klein-Linden Alten - Buseck 3:3. Die Platzmannsihaf führte bis zur Halbzeit 3:0, nach der Halbzeit holte Alten-Buseck auf.

Großen-Buseck I Lollar II 5:3. Ein sehr verteiltes Spiel. Zu Anfang führte Großen- Buseck 2:0, dann holte Lollar 3 Tore auf, denen Großen-Buseck noch 3 weitere Tore entgegensetzte.

Leihgestern I 1 9 0 0 Gießen II 7:0. Leihgestern zeigte sich von der besten Seite, es ist unverständlich, daß die Zweite von 1900 Gießen sich in dieser Höhe schlagen ließ.

Garbenteich Steinbach 3:1. Die Gar- benteicher waren dieses Mal besser und gewannen verdient; auch in dieser Höhe.

2. Kreisklasse.

Oppenrod Lehnheim. Die Oppenröder machen in den letzten Spielen von sich reden, auch der eindeutige Sieg gegen Lehnheim beweist, daß die Mannschaft von Oppenrod im Kommen ist.

Grünberg Queckborn 3:3. Die Queck- börner scheinen sich gut einzuspielen.

Göbelnrod Treis 3:4. Hier konnten die Trciser dem Platzverein beide Punkte abringen.

Muschenheim Geilshausen 3:4. Man hatte mit einem Sieg der Platzbesitzer gerechnet, aber Geilshausen schoß ein Tor mehr.

Daubringen Staufenberg 4:3. Ein gleichwertiges Spiel, aus dem Daubringen als Sie­ger hervorging.

Leihgestern I 1900 Gießen II 7:0 (2:0).

Während die Gäste komplett antreten konnten, mußten die Einheimischen ihren rechten Verteidiger ersetzen und traten wie folgt an: Dutenhöfer; Vel­ten I., Laux II.; Wedemann II., Väth, Textor; Sauber, Arnold, Krick, Funk, Laux I. Leihgestern begann das Spiel mit neun Mann, konnte es aber doch überlegen gestalten. Etwa eine Viertelstunde war bereits gespielt, biß sie sich ergänzen konnten. Aber dann hatte der Gast nichts mehr zu bestellen. Einen Strafstoß von Arnold wehrte ein Gästever­teidiger mit der Hand ab. Den fälligen Elfmeter verwandelte Arnold sicher zum Führungstor. Nach­dem Laux I. das zweite Tor erzielt hatte, ging es in die Pause. Nach der Pause fielen in regelmäßi­gen Abständen noch fünf weitere Treffer, für die sich Funk, Laux I., Arnold, Funk und Krick einsetzten. Der Sieg Leihgesterns war auch in dieser Höhe verdient.

Heimische Skiläufer in TilMmpsen.

Großer Skisporttag im Hohen Vogelsberg.

Zn diesem Winter finden, gegenüber dem Vor­jahre, sehr frühzeitig auf dem Hoherodskopf die Kreismeisterschaften des Kreises 8 (Gießen) im Gau 12 statt. Bei diesen Meisterschaften sind insbe- -sondere "der Skiklub Gießen und der Skiklub Wetz­lar stark vertreten. Aus den bereits vorliegenden Meldungen kann man schon ersehen, daß eine große Anzahl der besten Läufer an den Start geht. Be­reits am Samstag, 8. Januar, wird der größte Teil der Wettläufer auf dem Hoherodskopf ein- treffen, da am Samstagabend die Bekanntgabe der Strecke, sowie die Startoerlosung erfolgt. Unter den vielen Meldungen finden wir die Besten wieder von den vorjährigen Kreiswettkämpfen, und zwar im L a n g l a u s den letzten Kreismeister Georg M ü l - I e r (Skiklub' Gießen), im Abfahrtslauf Karl A l t h a u 5 (Skiklub Gießen), Karl Burgsteiner (Skiklub Gießen). Ebenso sieht man Gg. Müller und Karl Burgsteiner beim Sprunglauf vertreten. Eine sehr starke Teilnahme mit guten Läufern stellt auch der Skiklub Wetzlar. Die Gesamtmeldungen betragen schon heute das doppelte gegenüber dem letzten Winter. Man kann mit rund 60 Meldungen rechnen.

Außer diesen Läufern ist für dieses Jahr neu, daß der Kreis 11 (Friedberg) in Verbindung mit dem Kreis 8 (Gießen) die Kreismeisterschaften zusammen

durchführt. Die Wertungen der Läufer geschieht ge­sondert nach den Kreisen. Der Kreis 11 ist ja eben­falls gut bekannt durch seine Läufer, vom Taunus­gebiet und der Kreis 8 wird auf einen starken Gegner stoßen. Die Wettkämpfe beginnen am Sonntag um 8.25 Uhr mit der Flaggenhiffung vor dem Klubhaus. Der Start zum Langlauf erfolgt 8.30 Uhr pünktlich. Die Autobusse des Skiklubs Gießen werden am Sonntag so rechtzeitig abfahren, damit die Wettläufer zeitig am Start sein können. Ebenso ist somit den Zuschauern Gelegenheit ge­geben, diese Wettkämpfe genau zu verfolgen.

Die Gesamtleitung der Kreiswettkämpfe liegt in den Händen des Kreisfachwartes (Fachamt Skilauf) Fritz D ö r f n e r, dem eine große Anzahl Mitarbei­ter zur Verfügung steht.

Für die Kreiswettkämpfe gibt es erhebliche Vor­arbeit zu leisten. Die Langlaufstrecke über mehrere Kilometer, zum Teil schwieriges Gelände, muß sorg­fältig abgesteckt werden und diese Arbeit nimmt mehrere Stunden in Anspruch. Aber der Skiklub Gießen, der an der Ausrichtung maßgeblich beteiligt ist, hat ja immer zuverlässige Helfer an der Hand. Bei gutem Wetter und günstigen Schneeverhältnissen ist damit zu rechnen, daß sich die Skiwettkämpfe zu einem großen sportlichen Erfolg gestalten.

lleberraschungen im Handball-Lager.

DsL. 1860 Marburg verlier! gegen To. Hörnsheim 9:6.

Was vielleicht mancher gehofft, aber feiner offen ausgesprochen hatte, ist eingetreten. Hörnsheim hat für eine der größten Überraschungen der Vorspiele der Bezirksklasse gesorgt. Marburg, das noch bis vor kurzer Zeit ungeschlagen mit an der Spitze lag, hat damit bereits sein zweites Spiel verloren und ist damit weiterhin zurückgefallen, so daß nunmehr der Tv. Lützellinden unangefochten mit 4 Punkten Vorsprung in die Rückrunde geht.

Das Spiel sah die einheimische Mannschaft in ausgezeichneter Form. Sie spielte nicht nur einen hervorragenden Handball, sie wußte sich vor allen

Dingen immer und in der richtigen Weise einzu- setze'n, so daß der Gegner tatsächlich nichts machen konnte. Es mag Marburg zugute gehalten werden, daß es einen kleinen und ungewohnten Platz vor­fand. Diesmal hätte, nach dem Spielgeschehen zu urteilen, auch ein großes Spielfeld nichts genützt.

Trat auch in der ersten Halbzeit die Ueberlegen- heit rein zahlenmäßig noch nicht so sehr zutage, so merkte man dann doch nach der Pause, wie sich das Blatt wendete und wie die Gäste ein Tor nach dem anderen passieren lassen mußten. Mit dieser Mannschaft und ihrer Leistung wird noch mancher Gegner in Hörnsheim verlieren.

In der 1. Kreisklasse gab es gleich zwei lieber«

Husten, Frösteln, rauher Hals

Mischung mit Wasser und Zucker eingenommen und war von dem guten

Erfolg überrascht. Binnen 2 Tagen war die Erkältung beseitigt, und ich fühle mich seitdem wieder frisch tinb munter. Klosterfrau-Melissengeist wird in meiner Hausapthoke nie mehr ausgehen."

hei Ihrem t------ .

Hauen Packung mit den drei

Weiter Herr Josef Pospich (Bild nebenstehend), Angestellter, Köln-Zollstock, Nauheimerstr. 24, am 30. 4. 37:Ich, meine Frau sowie meine vier Kinder waren diesen Winter stark erkältet. Da hörte ich von Klosterfrau-Melissengeist. Durch den Gebrauch von 3 Flaschen haben wir uns alle ausgeheilt."

Nehmen Sie deshalb bei jedem Anflug von Erkältung sofort Klosterfrau-Melissengeist. Sie erhalten ihn Apotheker oder Drogisten in Originalflaschen zu RM 2.80, 1.65 und.90. Nur echt in der lung mit den drei Nonnen; niemals lose.

Heiserkeit, Schnupfen, Kopfschmerzen sind meist die Anzeichen beginnender Erkältung, die bei Vernachlässigung leicht zur Grippe führen kann. Um ernsthafte Erkrankungen vorbeugend abzuwehren, verfährt man wie folgt: Je einen Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist und Zucker in einer Tasse gut umrühren, kochendes Wasser hinzugießen und möglichst beiß zwei dieser Portionen vor dem Schlafengehen trinken (Kinder nehmen die Hälfte). Zur Nachkur und zur Vermeidung von Rückfällen trinkt man noch einige Tage dreimal täglich einen Teelöffel Klosterfrau-Melissengeist in einem Eßlöffel Wasser oder in einer Tasse Tee.

Viele haben sich schon auf diese Weise geholfen. So schreibt z. B. Herr Gerhard Wagner, Verlagsinhaber, Leipzig N 22, Noßlauerstr. 8, am 6. 11. 37:Seit Wochen wurde ich eine in Den Gliedern liegende Erkältung mit Husten und heißem Kops nicht los. Da besorgte ich mir auf Grund Ihrer Anzeige »Schnellkur« vor einigen Tagen eine Flasche Klosterfrau- Melissengeist. Am Abend vor dem Schlafengehen habe ich nun zweimal hintereinander einen Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist in der empfohlenen

36K37 Zwangsversteigerung.

Am Donnerstag, dem 13. Januar 1938, vormittags 9% Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 204, die den 17D

zu A a) kratz, Louis, zu Vi,

b) kratz, Margarete, geb. Neu, dessen (inzwi­schen geschiedene) Ehefrau, zu %,

c) kratz, Anneliese, Tochter der zu a und b Genannten, zu XA\

zu B auf den Namen der

a) kratz, Louis, Heilgehilfe, zu

b) kratz, Margarete, geb. Neu, dessen (inzwi­schen geschiedene) Ehefrau, zu % in Gießen zugeschriebenen Grundstücke versteigert:

A Grundbuch für Gießen, Band 11, Blatt 532:

1 Flur I, Nr. 301, hofreile in den Betrag neuen Bauen (Diezstrahe Nr. 11), der Schätzung 438 qm, 25 500, RM.

Einheitswert (1.1.1935) = 26 100 RM.

B Grundbuch für Gießen, Band 23, Blatt 1051:

1 Flur II, Nr. 108, Grabgarten auf Betrag dem Zand in der Schwarzlach, der Schätzung 586 qm, 1 500, RM.

Einheitswert (1.1.1935) = 1 170 RM.

Die Versteigerung erfolgt zwecks Aufhebung der Gemeinschaft als Miteigentümer nach Bruchteilen.

Gießen, den 13. November 1937.

Im Auftrage be-5 Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsoorsteher.

71/36 Zwangsversteigerung.

Am Donnerstag, dem 13. Januar 1938, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 204, die den 18D

zu A a) kratz, Louis, zu Yt,

b) krag, Margarete, geb. Neu, dessen (inzwi­schen geschiedene) Ehefrau, zu X,

c) kratz, Anneliese, Tochter der zu a und b Genannten, zu XA;

zu B auf den Namen der

a) kratz, Louis, Heilgehilfe, zu Vi,

b) kratz, Margarete, geb. Neu, dessen (inzwi­schen geschiedene) Ehefrau, zu XA, in Gießen zugeschriebenen Grundstücke versteigert:

A Grundbuch für Gießen, Band 11, Blatt 532:

1 Flur I, Nr. 301, hosreite in den Betrag neuen Bauen (Diezstraße 11), der Schätzung 438 qm, 25 500, RM.

Einheitswert (1.1.35) = 26 100 RM.

hiervon das der geschiedenen Ehefrau kratz zu­stehende Viertel.

B Grundbuch für Gießen, Band 23, Blatt 1051:

1 Flur II, Nr. 108, Grabgarten aus Betrag dem Zand in der Schwarzlach, der Schätzung 586 qm, 1 500, RM.

Einheitswert (1.1.35) = 1 170 RM.

hiervon die der geschiedenen Ehefrau kratz zu­stehende hälfte.

Gießen, den 13. November 1937.

Im Auftrage des Am'-sgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher.

raschungen. Einmal ist es die ungewöhnliche hohe Niederlage des Tv. Lang-Göns m Gröningen (16:2) und zum anderen der einwandfreie Sieg des Tv. Dutenhofen über den Tufpo Groß-Rechtenbach (5:3). Lang-Göns konnte diesmal wiederum nicht gefallen. Die Mannschaft erscheint vollkommen außer Takt. Eine kurze Ruhepause wäre am Platze und auch verschiedene Umstellungen scheinen unbedingt notwendig zu sein. Dutenhofen hat in seinem

letzten Spiel eine hervorragende Leistung gezeigt Die Mannschaft war nicht wiederzuerkennen. Sie> spielte wie aus einem Guß und konnte, wenn audn nicht rein zahlenmäßig, einen überlegenen Sie» feiern. Die Niederlage, die die Gäste bezogen, hos die Frage der Staffelmeisterschaft wieder undurchj sichtig gemacht, denn nun stehen Garbenheim unH Groh-Rechtenbach punktgleich nebeneinander.

Schöne Dörferstolze Bauern

Ginn und Aufgaben der OorfverschönerungSaklion.

Die meisten Bauern verbringen ihr ganzes Leben im engen Umkreis des Dorfes und der nächsten Kleinstadt. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts waren sie deshalb stolz darauf, Haus und Hof mit den besten Schöpfungen einer bodenständigen und stammesverwachsenen Gebrauchskunst auszufüllen. Das zeigt sich noch heute in der Bauweise, Aus­schmückung und einfachen, naturhaften Symbolik der Einrichtungen ebenso wie in den Holzschnitzereien oder Malereien vieler Dörfer. Als aber beim Vor­marsch der Technik das Land immer mehr ver­städterte und die Bauernjungen und -mädel in die neuen Industriestädte wanderten, da verfielen diese volkskünstlerischen Regungen und lieferten das Dorf und seine landschaftlichen Eigenarten einer einförmi­gen, bürgerlichen Tischler- und Malerkunst aus.

Rückkehr zur bäuerlichen Kultur.

Erst in den letzten Jahren bemerkten wir auf un­seren Fahrten durch das deutsche Land wieder eine Wandlung des Dorfbildes zum Besseren; denn durch den Unermüdlichen Aufruf der nationalsozia­listischen Führung und durch die Reinigung der bäuerlichen Standesehre von volksschädlichen Vor­urteilen wurden im Bauern wieder die überliefer­ten und heimatgebundenen Formen und Vorstellun­gen wach. Indem das uralte Brauchtum und die Lebensweise.von der nationalsozialistischen Welt­anschauung durchdrungen wird und so die bäuerliche Arbeit einen neuen Sinn erhält, erneuert sich auch der geistige Blutstrom der ererbten bäuerlichen Kul­tur wieder. Das wird um so schneller zu erreichen sein, je besser die Umwandlung des ganzen Dorfbildes in ein landschaftgebunde- nes-Aussehen gelingt. Der Bauer soll durch seine Umgebung ständig daran erinnert werden, daß er eine eigene Kultur, eine bäuerliche Kultur besitzt. Deshalb hat die Aktion zur Ver­schönerung des deutschen Dorfes" in' jedem Gau ein Musterdorf eingerichtet, dem bald eines in jedem Kreis folgen wird. Damit wird den 47 000 deutschen Dörfern die Richtung angegeben.

Geme.nschastsaktion zur Oorfverschönerung.

In vielen Dörfern haben sich die Führer der na­tionalsozialistischen Organisationen bereits zu A r - beitsgemein schäften zusammengeschlossen, die sich die Dorfverschönerung nach einem einheit­lichen Plan zur Aufgabe gemacht haben. Die wich­tigsten Arbeiten bleiben natürlich den Fachleuten Vorbehalten. Jede geplante Aktion wird vorher den zuständigen Stellen angezeigt, damit die Richtlinien eingehakten werden und im Eifer des Gefechtes z. B. keine Kulturdenkmäler, wie alte Brunnen, Backhäuser oder Grabsteine, vernichtet werden. Nach der Festlegung der Aktion im Frühjahr 1936 hatte sogleich auch die HI. auf dem Lande damit begon­nen, die Straßen, Plätze, Gräben, Bäche und Höfe von Unkraut und Schutt zu säubern. Dann wurden die Wohnungen entrümpelt, die Häuserfronten ab- gewaschen und vielfach neu gestrichen, Abflußgräben gezogen ober verfallene Zäune erneuert. Dies alles sind jedoch negative Maßnahmen, die erst die Vor­aussetzungen zur eigentlichen Verschönerung des Dorfbildes schaffen. Durch Wettbewerbe und Aus­zeichnungen muß in jedem Bauern der Ehrgeiz ge­weckt werden, fein Haus, seine Straße uni) sein

Dorf zu einem Musterbeispiel ländlicher Kultur 31t j machen.

Schon der Dorfeingang soll sauber und ge­pflegt sein; denn er. ist die Visitenkarte des Dorfes^ Bei einem Gang über die Dorfstraße sott man nicht gerade über Schlaglöcher stolpern oder in Abwässern waten. Links und rechts zieren vielleicht Baum- zeilen das Straßenbild, und die Fronten der Häuser sollen in Material, Form und Farbe das Typische der Landschaft ausdrücken. Deshalb muß jeher Bauer, der einen Anstrich plant, auch auf die Fas-! jaden der Nachbarhäuser achten. Hat er ein Fach-, werkhaus, dann wird er es nicht verputzen lasses sondern die einfache Balkenkonstruktion in Farbe und' Ausschmückung nach der Gebrauchskunst feinet Vorfahren erneuern. Wenn er selbst nicht zurecht- kommt, dann stehen ihm die Aemter der NS.-Ge-

meinschaftKraft durch Freude" oder die Kreis- Vertreter des Bundes Deutscher Heimatschutz bera­tend zur Seite. Besonders die Heime der Land­arbeiter sollen durch eine sachkundige Beratung ein ebenso schönes Aussehen bekommen wie bit Häuser der Erbhofbauern. 1

Aufgaben der Oorfbetreuung.

Hat jeder Bauer für feinen Teil mitgeholfen, die Dorfstraße zu verschönerns dann wird die Aktion! zweckmäßig mit der Anlage des Dorfangers fortgesiihrt, der wieder Mittelpunkt des dörflichen Lebens werden und den Rahmen für Feste up.b Feiern abgeben muß. Man wird dem Boden eine widerstandsfähige feste Grasdecke geben und Baum- gruppen in sinnvoller Aufgliederung ansetzen, wobei durchaus nicht immer eine Linde den Reichen anzu- führen braucht. Besondere Sorgfalt verlangt hie Ausgestaltung der Schule, des Gasthauses und des Gemeinschaftshauses. Gerade hier sucht man hie bäuerliche Eigenart zuerst, hier muß sie deshalb am besten ausgeprägt sein. Jede Schule sollte auch einen Lehrgarten besitzen, in dem die Jugend die Blumenpflege und die Anpflanzung von Gewürz- und Heilkräutern praktisch erlernt. Im D o r f g a ft- h o f erwartet man richtige Bauernmöbel und her;

Stoßtrupp der Musterdörfer eingereiht zu werden, dann hat auch die Landflucht ihr natürliches

Jahreszeit entsprechenden Blumenschmuck, aber keine Reklameschilder oder städtische Einrichtungs­gegenstände. Am wichtigsten aber ist das Dorfge­meinschaftshaus. Es soll aus heimischem Baumöles rial hergestellt sein und in die Landschaft hinein- passen. Schließlich wird jedes Dorf seinen Stolz dareinsetzen, sich einen Sportplatz, ein S ch w immbad und ein eigenes HI. - Heinr zu erwerben oder zu erarbeiten.

Wie weit diese Pläne zu verwirklichen sind, bas hängt von der Haltung des Dorfes ab. Denn mit; großen staatlichen Unterstützungen kann es nicht! rechnen. Doch der Gemeinschaftssinn, beiu das Landleben von jedem einzelnen verlangt, ist her Grundstein, auf dem die neuen Aufgaben am besten erfüllt werden können. Wenn jeder Bauer sich fo eigenständisch und behaglich einrichtet, daß er sich! auf seinem Hof am wohlsten fühlt, wenn jedes Dorf nach den staatlichen Richtlinien danach strebt, in den

im Landdienst, im Landjahr, im Ernteeinsatz schöne Äorfer und stolze nengelernt haben, werden einen Beruf wählen, he ihnen das Leben auf dem Lande ermöglicht, hab.

Ende gefunden. Und auch viele junge Städter, die, l Arbeitsdienst obei tolze Bauern ken Berns mähfpn hc>

33/37 Zwangsversteigerung.

Am Montag, dem 24. Januar 1938, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 204, die den 16D

Schuhmachermeister Christian Weeg II. und dessen

Ehefrau Johanna Weeg, geb. Noll, in Gießen zugeschriebenen Grundstücke versteigert:

Grundbuch für Gießen, Band XVI, Blatt 754?

1* Flur I, Nr. 251, hofreite auf Betrag dem neuen Weg (Neuenweg der Schätzung Nr. 11), 85 qm 11000, RM.

Einheitswert (1.1.1935) = 12 000, RM.

Gießen, den 6. Dezember 1937.

Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: _________ K arle, Ortsgerichtsvorfteher.____________

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Bekanntmachung. |

Betr.: Ausgabe der Fettverbilligungsscheine und berl Bezugsscheine für Konsum-Margarine (ohne Verbilligung) für die Monate Januar bis März 1938.

I. Fettverbilligungsscheine für Volksgenossen, die nicht in taufender Fürsorge des Wohlfahrtsamtes stehen:

A G: Mittwoch, 5. Januar, 3% bis 12 und 15 bis 17 Uhr;

H M: Donnerstag, 6. Januar, 8% bis 12 und

15 bis 17 Uhr;

NS: Freitag, 7. Januar, 8% bis 12 und

15 bis 17 Uhr:

TZ: Samstag, 8. Januar, nur BVi bis 12 Uhr. 21D

II. Bezugsscheine für Konsum-Margarine (ohne Verbilligung):

A K: Montag, 10. Januar, 8XA bis 12 und.

15 bis 17 Uhr:

LS: Dienstag, 11. Januar, 8% bis 12 und 15 bis 17 Uhr:

TZ: Mittwoch, 12. Januar: 8% bis 12 und

15 bis 17 Uhr:

Die Ausgabe erfolgt im Stadthaus, Gartenstraße 2, Zimmer 13.

An Kinder werden Fettscheine nicht abgegeben.

Die festgesetzten Zeiten sind unbedingt einzuhaltent

Gießen, 3. Januar 1938.

Der Oberbürgermeister (Wohlfahrtsamt.)

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