Ausgabe 
4.1.1938
 
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12 Uhr: Mittagskonzert. 13: Nachrichten.

13.15:

Gedenket der hungernden Vögel!

Dis Zagd im Januar

Das Jahr des Jägers ist in sein letztes Viertel

getreten. Seinen Höhepunkt hat es überschritten.

Die Erntezsit ist vorüber, die fiege und Pflege des Dildes treten wieder in den Vordergrund.

schein in kalter Schneenai

imen wir noch

»i Von unseren Wildhühnern endet des Fa­ll n e s Schußzeit zusammen mit der des Hasen.

Ringeltauben, Schnepfen, Bekassinen und wilde

Papierwaren- Langgasse, in verkauft wur-

geschehen. 19: Nachrichten. 19.10: Walzerseligkeit. 20.15: Konzert mit Werken von Max Bruch (Zur 100. Wiederkehr seines Geburtstages am 6.1.). 21.15: Klänge der Heimat: Der Bodensee. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtkonzert: Wagner Schumann Brahms.

klären.

Tote Zeit" sagt da der Mann, der seit Wochen schon Tag um Tag zur Treibjagd geht und nun betrübt feststellt, daß der Hase Schonzeit hat, und stellt die Flinte in den Schrank. Ihm fehlt das Beste am deutschen Jäger, er ist nichtHeger". Mancherlei schöne Weidsprüche schmücken Iagdstube und Jagdhütte. Der schönsten einen aber hat Her­mann Löns dem Heger geweiht:

Das Schießen allein macht den Jäger nicht aus; Wer weiter nichts kann, bleibe lieber zu Haus.

Doch wer sich ergötzet an Wild und an Wald, Auch wenn es nicht blitzet und wenn es nicht knallt, Und wer noch hinauszieht zur jagdlosen Zeit, Wenn Heide und Holz sind vereist und verschneit, Wenn mager die Aesung und bitter die Not Und hinter dem Wilde einherschleicht der Tod;

Und wer ihm dann wehret, ist Weidmann allein, Der Heger, der Pfleger kann Jäger nur sein.

Wer bloß um das Schießen hinaus ging zur Jagd, Zum Weidmanne hat er es niemals gebracht.

Hubertus.

Rundfunkprogramm

Dienstag, 4. Januar.

aittlungen auf.

Kreis Wehlar.

> Wetzlar, 3. Jan. In dem reschäft von E. Dietrich in der

.n auch Feuerwerkskörper

wird, sondern mit guten Aussichten auf Erfolg unter Tags ebenso anwenden kann, zumal wenn der Schnee Reineckes Tisch spärlicher gedeckt sein läßt. Sei es nun des Hafen Todesklage, das Anast- gezeter eines Vogels, das Fiepen eines Kitzes oder das dünne Pfeifen der Mäuse: alle diese Töne ver­steht der erfahrene Fuchsjäger nachzuahmen und den roten Schelm heranzuholen. Von ganz beson­derem Reiz allerdings ist dieses Jagen beim Mond-

Mittaaskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: 0 holde Frau Musika! 15: Volk und Wirtschaft: Rohstoff Stroh. 15.15: Clara Schumann als Künst­lerin, Frau und Mutter. Eine Hörfolge. 16: Nach­mittagskonzert. 17.30: Kleines Konzert. 18: Zeit-

Nur wenige Nutzwildarten haben während des .anzen Monats noch Schußzeit. Dazu gehört vor llem das Rotwild beiderlei Geschlechts, dessen lbsckuß im Hartung zu Ende zu führen ist. Gleiches ilt für das Damwild.

Der Dezemberschnee hat früher und besser als in en Vorjahren die Jagd auf die Sauen gestattet, '.echt stattlich ist bereits die Strecke, die in Ober« essen erzielt werden konnte. Sie wird sich zur rcube des Bauern im Laufe des Januar noch i höhen.

Die schwere Zeit des Hasen geht ihrem Ende (itaegen. Am 16. Januar heißt es wiederHahn i Ruh'!". Die Hasenjagd war in vielen Revieren < ne rechte Enttäuschung. Waren die vorjährigen i suchen, die bis weit in das Frühjahr hinein an- ! eiten, die Ursache, so sind die meisten jetzt vor- mdenen Hasen als seuchenfest zu betrachten, nach« m sie die Krankheit überstanden haben. Um so I ertvoller sind sie als Eltern der Hasengeneratio- i m, die das neue Jagdjahr bringen soll. Ihnen allen möglichen Schutz und Pflege angedeihen zu lassen, ist der sicherste Weg, um in von der Witte- ung begünstigten Jahren wieder zu guten Strecken u kommen.

Immerhin hatte der Knabe erhebliche Brand- uerletzungen am Kopf und an den Armen er­sten und liegt nun in ernstem Zustande im Kran- nhaus darnieder. Das Feuer wurde von der her- eiaerufenen Feuerwehr rasch bekämpft.

<£ Salzböden, 3. Jan. Der hiesige Ium» /herein veranstaltete in der Gastwirtschaft von Weisdrod einen Theaterabend, der mit einem Grußwort des Dereinsführsrs- Hermann Wagner , eröffnet wurde. Zunächst gelangte ein Theaterstück M Aufführung, das in die Zeit des Weltkrieges [lurütfführte und ausgezeichnet wiedergegeben wurde, anschließend sah man noch ein Lustspiel, das von Sen zahlreichen Zuschauern ebenfalls dankbar auf­genommen wurde.

§ Bieber, 3. Jan. Der hiesige Gesangoer- einLiederhain" veranstaltete einen Gemein­

rCäcilie" zufammenaesrellt, erfreute mit heiteren horvorträgen. Mitalieo Karl A l b a ch schilderte icht- und Schattenseiten aus dem Stadterleben, weitere Chorvorträae und Tanz füllten den sehr irf besuchten Abend aus.

rjähriger in derLahn totaufgefunden.

* Wißmar, 4. Jan. Dieser Tage ereignete sich n bedauerlicher Vorfall. Der 17jährige Otto Uster von hier fetzte seinem Leben freiwillig n Ende, indem er sich in der Nacht vom 2. zum Januar in die eiskalten Fluten der Lahn stürzte id dort den Tod fand. Am gestrigen Montagnach- lttag barg man den Unglücklichen unweit der Zißmarer Schrebergärten (gegenüber der Baden- arg) aus dem Fluß. Was den jungen Mann,, der ei seinem Großvater als Lehrling in der Wag- erei tätig war, in den Tod getrieben hat, konnte isher nicht endgültig ermittelt werden. Die Gen- armerie nahm heute morgen die notwendigen Er­

das Jagen in den Lappen, Die Pirsch und den An­sitz hinzu und tuen auch noch der Luderhütte Er­wähnung, so ist die Mannigfaltigkeit wahrlich so groß, daß die Fuchsjagd allein dem Monat ihren Stempel aufdrücken kann.

Die Ranzzeit unserer Edelpelzträger, des Baum- und des Steinmarders, liegt allerdings wie die des Dachses auch im Juli-August. Aber im Januar- Februar setzt noch einmal eine zweite, die soge­nanntefalsche" Ranz ein. Das Jagen und Keckem, das damit verbunden ist, verrät die Liebesleute oft dem Jäger. Sonst ist es die Spur, die im Schnee steht oder die meist mit Beerenresten durchsetzte Losung, die den Jäger darauf Hinweisen, daß es Marder in seinem Reviere gibt.

Dem großen Wiesel aber, dem geschätzten Her­melin, diesem gefährlichsten Feinde unserer Niedersagd, stellen wir jetzt am besten in Stein-, Holz- oder Strohhaufen ober in Durchlässen mit Kastenfallen nach.

Das Raubwild kurz halten, heißt aber zugleich das Nutzwild hegen. Von zwei Seiten droht diesem, vor allem dem Niederwild, Gefahr. Gehen wir nur einmal bei Schnee hinaus in unsereheckenlosen" Felder. Wie Maulwurfshaufen liegen weithin jedem Feinde sichtbar die armen Hühner huf dem Schnee. Auch Mümmelmann findet kaum einmal wirkliche Deckung. Und bas andere ist der Hunger, menn'ber Schnee hoch liegt. Dankbar ist das Wild, wenn der Mensch ihm bann eine Bahn vom Einstand zur Aesung tritt, wenn er das^ Heidekraut frei scharrt oder den Schnee vom Brombeerlaube klopft. Hier und dort schlägt der Standhauer Proßholz, und das ausgeastete Holz der Obstbäume wird an ge­eigneten Stellen ausgelegt. Rüben und Möhren helfen weiter Meister Lampe über die Zeit der Not. Hinterkorn und Heublumen schütten wir für Fasan und Huhn. Dazu erzählt uns der Schnee, wo nachts die Katze pirscht, und verrät uns des hetzenden Hundes Wechsel, damit wir wissen, wo wir ihm das Handwerk legen können. Auch jede einsame Menschenspur, die draußen im Winter­walde steht, soll der Jäger mit Argwohn betrachten. Leicht ist es meist, die Gründe herauszufinden, die den Mann in den Wald führten. Sie sind dem

schaftsabend. Darbietungen des Männerchores, unterhaltsame Duette, der Gesang gemeinschaftlicher Lieder und Tanz wechselten in bunter Folge mit» besucht a& Veranstaltung war sehr gut

* Dutenhofen, 3. Jan. Die 23 Jahre alte $au5.a.n9Gfte^ Klara Best.zog sich durch einen unglücklichen Sturz einen Unterschenke lbruch 3U. Die Verunglückte mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

Jäger oft nicht gleichgültig. Und.auch die Garten­zäune wollen wir in u geffen! Mancher Biedermann

Schlingensteller in höchsteigener Person entlarvt. Wenn sich die Jäger nur einmal mehr die Mühe machten, die Dorfränder und Einzelgärten abzu­gehen, es würde sich lohnen und ihnen manches er-

Mklwoch 5. Januar.

6 Uhr: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 9.45: Hausfrau, hör zu! 11.40: Gaunachrichten. 11.45: Deutsche Scholle: Für die Bäuerin: Gold auf dem Schweinerücken. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittaaskon- zert. 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreuno. 15: Volk und Wirtschaft: Worüber man heute spricht. 15.15: Zwölf im Schlitten. Manuskript: Jenny Wie­gand. 16: Balladen von Carl Loewe. 16.30: Nach­mittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 19: Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 21.15: Wie ... Sie können nicht einschlafen? Ein Gute- Nacht-Kabarett. 22: Nachrichten. 22.20: Kamerad, wo bist du? 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik.

-n, brach am Nachmittag des Silvestertages Feuer aus. Feuerwerkskörper entzündeten sich, ^-plädierten unter großem Getöse und setzten den ganzen Laden in Brand. Einige Jungen standen dabet tm Laden. Einer der Knaben sprang durch den Feuerherd auf die Straße. Seine Kleider hatten Dabei Feuer gefangen, und nur einem rasch yinzu- fprinqenben Metzgergesellen war es zu danken, daß der Knabe nicht in seinen Kleidern verbrannte.

der harten .Reit nicht Her­mann wurde oabel schon als

Gänse, die alle Schußzeit haben, kommen allgemein als W-ild nicht in Frage, sondern können nur in dem einen oder anderen Revier gelegentlich einmal ' eine Rolle spielen.

So ist die Auswahl für den Jäger recht klein ge­worden. Der Abschuß des Rehwildes ist be­endigt. Enten liegen zwar zusammen mit Sägern und anderem Wasserwild zur Zeit zahlreich und in den verschiedensten Arten auf unseren Flüssen und Bächen, aber sie haben Ruhe vor dem Jäger. Sie gehören zu demjenigen Wild, dessen Lebens, raum durch die Neulandgewinnung in Sumpf und Moor fortgesetzt eingeengt wird. Dazu hat kein Wild in dem letzten strengen Winter solche Ver­luste gehabt wie das Wasserwild, wobei der Ab- gang an Enten auf etwa drei Viertel des Gesamt­bestandes zu schätzen ist. Freue sich der Jäger drum, wenn er der Breitschnäbel starke Schafe jetzt beobachten kann, auch wenn ihm das Gesetz als Schützer des Wildes den Schuß verbietet. Es acht wieder aufwärts nach dem katastrophalen Rückschlag. So tritt die Nutzwildjagd immer mehr zurück. ,Dafür schiebt sich im Hartung das Weidwerk auf unser Staub mit b in den Vordergrund. Eine Ausnahme davon macht nur der Dachs, der be­reits im Juli bzw. Auaust ranzte, und in dessen altem Mutterbau wir oft schon im Januar Jungdächse .finden. Drum ist er wieder geschützt, während zum Bejagen von Fuchs, Marder, Iltis und Hermelin die beste Zeit gekommen ist. Die Bälge sind auf 8 der Höhe ihres Wertes. Welche Weidmannsfreude | aber ist gerade mit der Jagd auf Reinecke Rotooß | verbunden! Man konnte schon im letzten Jahre fest- stellen, wie das Verständnis dafür nach dem ' Wegfällen des mühelosen Fanges im Tellereisen wieder im Wachsen begriffen ist. Die Rollzeit des Fuchses beginnt. Mit viel Gekecker, Gekreisch Iimb Geraus treibt sich oft schon untertags die Hochzeitsgesellschaft im Walde herum. Im tiefen Bau sucht sich die Fähe der zudringlichen Freier zu erwehren. Wessen Nase darauf eingestellt ist, der wittert" nun schon von weitem den Fuchspaß ober den befahrenen Bau, auf dem überall die Trittfiegel im Schnee stehen. Zwei, drei und mehr I Füchse stecken dann oft in einem Bau und lassen J sich verhängnismäßig leicht zum Springen bringen. J Drum ist nun die rechte Zeit für den schneidigen IDckel oder Terrier gekommen. Wer einmal einen ganz großen Tag^beim Sprengen im Hartung mit- gemacht hat, der ist für alle Zeitengenossen" ge­macht

Und wie schön ist das Fuchsdrücken mit wenigen, tauberen Flinten! Voraussetzung für den Erfolg ist die Kenntnis der Pässe. Wie rasch sind bann die paar Fuchstreiben einmal durchgedrückt. Und wenn ,1 überhaupt Füchse da sind, wird es schon knallen. l 3u Ehren gekommen jst auch wieder die Hasen- j quäke, die man nicht nur nachts, wie oft geglaubt

Mordversuch am Neujahrstag.

Zwei Menschen niedergeslochen. Der Täler verhaftet.

Lpd. Mainz, 3. Jan. In einem Hause in"der Altstadt drang am Neujahrstag der Johann B e n d e r in die Wohnung des Johann H. und stach ihn nach kurzem Wortwechsel nieder. Auch seine Stiefschwester, die Braut des H., die sich schützend vor ihren Bräutigam gestellt hatte, ver­letzte er schwer. Während der Zustand des H. be­denklich ist, dürfte feine Braut, sofern keine Kom­plikationen eintreten, sich außer Lebensgefahr be­finden. Bender flüchtete nach der Tat, konnte aber noch am gleichen Abend fe ft genommen wer­den.

Jahreshauptversammlung des Vereins für Leibesübungen Lollar.

Am Sonntagnachmittag hielt der Verein für Leibesübungen Lollar 1883 im VereinsheimGer­mania" seine Jahreshauptversammlung ab. Nach

Eröffnung und Begrüßung durch den Vereinsführer Kamerad Karl Brück sprach zunächst der Dereins- dietwart Kamerad Eb. Schmidt über die Diel« arbeit in den Vereinen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen. Die Geschäftsberichte des Ver­einsführers und seiner Mitarbeiter ergaben, daß die Tätigkeit rege und vielseitig war. An aus­wärtigen größeren Veranstaltungen, die beschickt wurden, seien erwähnt: das Feldbergturnfest, das Kreisfest in Dillenburg, das Unterfreisturnen in Grünberg und das Hoherodskopf-Bergfest, bei denen wertvolle Sieae errungen wurden. Der Kassen­bericht des Kassenwarts war befriedigend. Die Neu­wahl ded Dereinsführers ergab die einstimmige Wiederwahl des Kameraden Brück. Der vom Kassen­wart Dorgetragene Voranschlag für 1938 wurde genehmigt. Die Aufgaben des Jahres 1938 wurden erörtert, in dessen Mittelpunkt das Deutsche Turn- und Sportfest in Breslau steht. Der Verein wird sich mit einer Abordnung beteiligen. Eine Reisekasse für Breslau ist eingerichtet. Nach Erledigung eini­ger weiterer Vereinsangelegenheiten wurde die Ver­sammlung mit einemSieg-Heil" auf Führer und Vaterland geschlossen.

Wirtschaft.

Nhein-Mainische Börse.

Millagsbörse: Still, aber fest.

Frankfurt a. M., 3. Jan. Der Jahresanfang brachte der Börse am Aktienmarkt nur wenig Geschäft, da der Auftragseingang nach den Feier- taaen noch gering war. Aus dem Zinstermin er­folgten Neuerwerbungen hauptsächlich in Renten­werten, insbesondere ließ sich der heutige Zeich­nungsbeginn auf die neue Reichsanleihe nach Mit­teilungen der Zeichnungsstellen sehr gut an. Für die Aktienmärkte waren daher nur wenig Mitte! frei, doch waren weiterhin kleine Anlagekäufe zu beobachten, während Abgaben kaum vorgenommen wurden. Die Haltung blieb infolgedessen fest und die meisten Kurse zogen weiter um durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. an. Das Interesse konzentrierte sich auf einige Spezialwerte. Im Vordergrund standen AEG. auf die günstigen Mitteilungen mit 120,25 bis 120,75 (118,75), ferner am Montanmarkt Rhein­stahl mit 145,65 (143,50), Deutsche Erdöl mit 144,50 (142,75) und am Chemiemarkt Nütgerswerke mit etwa 150 (148). Auch in IG,-Farben erfolgten weitere Käufe bei 159 (158,50). Im einzelnen kamen Jul. Berger 1,25 v. H., Daimler 1,25 v. H., Sie­mens 1 v. H., Reichsbank 0,40 v. H. und Felten 0,25 o. H. höher an, während Hoefch 0,25 v. H. und Bem- berg 0,50 v. H. abbröckelten. Unverändert fetzten Moenus Maschinen mit 125, Demag mit 144,25, Westdeutsche Kaufhof mit 58,50 und Metallgefell- fchaft mit 144,75 ein.

Am Rentenmarkt war das Geschäft vor­läufig sehr klein. Fest lagen Kommunal-Umschul- bung mit 94,80 bis 94,90 (94,75). Ferner stiegen Reichsbahn-DA. ex Dividende um 0,75 v. H. auf 128,75 (131,50). Reichsaltbesitz lagen mit 129,30 (129,25) voll behauptet. Erhöhte Nachfrage zeigte sich nach Liguidationspfandbriefen, die vorwiegend 0,25 o. H. anzogen, auch Pfandbriefe waren gefragt bet unveränderten Kursen. Teilweise laicht gebessert waren auch Stadt- und Staatsanleihen, dagegen notierten Industrie-Obligationen uneinheitlich bei Abweichungen bis 0,40 v. H.

In der zweiten Börsenstunde blieb die Tendenz fest und verschiedentlich stellten sich weitere Er­höhungen ein, das Geschäft konnte sich aber kaum beleben. IG.-Farben 159,50 bis 159,75 nach 159, Rheinstahl 146,25 nach 145,65, Verein. Stahl 113,50 nach 112,75, AEG. 121 nach 120,25, Hoesch 115,75 nach 115,25, Rheinmetall 145 nach. 144. Die erst später notierten Werte kamen zumeist bis 1 v. H. höher zum Kurs, niedriger lagen aber Schuckert mit 177,50 (178,75), Akkumulatoren mit 227,50 (229)

und Mainkraft mit 96 (97), ferner bröckelten. Salz­detfurth Kali, Th. Goldschmidt je 0,50 v. H. ab.

Abendbörse fest.

Die Abendbörse war weiter fest und brachte auf weitere Kundschaftskäufe erneut durchschnittliche Erhöhungen von 0,50 bis 0,75 o. H. Das Geschäft hatte allerdings infolge des mangelnden Angebots keinen größeren Umfang. Einen weiterhin guten Eindruck hinterließ die lebhafte Zeichnung auf die Reichsanleihe; man rechnet schon jetzt mit einer wesentlichen Ueberzeichnung. Stärker erhöht waren in Anpassung an Berlin Deutscher Eisenhandel mit 150,25 (148,50). Etwas lebhafter waren IG. Far­ben mit 159,90 (159,75), AEG. mit 121,75 (121), Verein. Stahl mit 113,90 (113,50). Ferner stiegen Adlerwerke Kleyer auf 108,75 (108), Bemberg auf 139 (138,25), Bekula auf 164,50 (164), Gesfürel auf 146,50 (145,75), Goldschmidt auf 138,25 (137,50), Junghans auf 123 (122,40), Mannesmann auf 115,25 (114,75), Buderus auf 122,25 (122), Conti Gummi auf 192,25 (191,75) und Demag auf 145 (144,75), während Deutsche Linoleum nicht ganz behauptet lagen mit 163,50 (164). Unverändert zur Notiz gelangten u. a. Metallgesellschaft mit 144,75, VDM. mit 170, Rheinmetall mit 145, Moenus mit 125 und Hapag mit 80 sowie Rheinstahl mit 146,25. Arn Einheitsmarkt blieben Bankaktien unverändert, von Jndustriewerten gewannen Faber 6- Schleicher 0,75 v. H. auf 116,75.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 3. Jan. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W20 220, Roggen R 12 193, R15 196, R 18 200, R19 202 Großhandelspreise der Mühlen der ge­nannten Preisgebiete. Futtergerste, Futter­hafer. Weizenmehl Type 812 W 13 29,30, W 16 29,40, W 19 29,40, W20 29,75, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfutter­mehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstätion.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 4. Jan. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 929 Kälber, 250 Hämmel, 135 Schafe, 3360 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 20 bis 45, Schafe 15 bis 38, Schweine 51,50 bis 56,50 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schweine zu- geteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- kurs

Schluß! Mittag­börse

Dumm

31.12.

3.1.

31 12.

3.1.

5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

101,85

101,6

101,6

99,8

99,8

99,8

99,8

ty»% Deutsche Retchsschatzanwei-

100,25

jungen von 1935 . ..........

<y,% Deutschs Retchsschatzanwei-

99,5

99,5

99,5

99,5

jungenwon 1935, II. Folge ...

iy»°/o Deutsche Reschslchatzanwei-

99

99

99

99,4

jungen von 1936, 111, Folge ..

5%% Boung Anleihe von 1930 ..

106,75

106,9

106,65

107

4y2% Hessische Bolköstaat von 1929

100,15

100,25

100,3

Wt% Deutsche Reichspostschatz von

100,3

100,3

100,5

100,7

1934 I......................

4%% Deutsche Reichöbahnschatz

99,9

99,75

99,9

99,75

von 1936 I..................

Reichsanleihe-Altbesitz..........

129.25

129,3

129,3

129,3

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

139

Auslos.-Rechlen..............

139

4y2% Hess. LandeSbk. Darmstadi

99,75

99,75

Goldpse. R. 12..............

99,75

5y,% Hess. Landes-Hyp.-Banl Liqu. Goldpse...............

101,75

101,65

4%% Preutz. Landespsdbr.-Anst.

Goldpse. R. 19..............

100

100

100

100

4*/2% Preuß. Gold-Komm. R. 20

99

99

99

99

<y2% Darmstädter Komm.-Lan

desbankR. 6................

99

99

Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe

Auelos.-Rechte 1..............

135,4

135,5

135,4

135,6

4%% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15

99,75

99,75

99,75

99,75

4yz% Franks. Hyp. Gold-Komm.

>

Obl. 2 3 ... ..............

99

99

*

5ya% Franks Hyp. Liquidation

Goldpse.....................

6y2% Rheinische Hyp. Liquidation

101,9

102

Goldpse.....................

102

102

102

102

Steuergutschein-Verrechnungskurs

111,35

111,35

111,4

A.G. für Verl hrswesen .... 6ft

131,25

131,75

131,65

133

Hamburg-Südam. Dampfschisf. 0

-

130

Ha>nburg-Am< riko Palet......0

Norddeutscher Lloyd..........0

78,75

80

78,75

80,25

81

80,5

81,5

Deutsche üReid sbahn Borz.-Akt. 7

131,5

128,75

131,75

128,65

Retchrbank................. 12

208,9

209,25

208,5

209

Berliner Handelsgesellschaft . 6%

134,5

135

135

Commerz, und Privat-Bank ... 6

118,75

118,9

118,75

118,9

Deutsche Diskonto............ 6

124,5

113,4

125

124,5

125

Dresdner Bank........ 4

113,5

113,4

113,5

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß« kurs

Schluß?. Wend, börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag- börse

Damm

31.12.

3.1.

31-12

3.1-

Accumulatoren-Fabrik......

. 14

229

227,5

228

225

Aschaffenburg Zellstoff......

.. 6

144

144

143,5

144,5

Bemberg.................

.. O

137,5

139

136,5

137,7b

Bekula...................

.. 8

164

164,5

164,5

164,5

BuberuS Eisen.............

.. &

119,75

122,25

119,75

120,75

Gement Heidelberg.........

.. 7

169,75

169,75

Gement Karlstadt..........

.. 6

Conti Gummi.............

. 12

190,5

192,25

190,25

191,5

Daimler Motoren..........

sy,

136,75

138,5

136,25

138,5

Dessauer Gas.............

.. 4

118,65

119,13

Deutsche Gib öl'............

.. 5

142,75

144,5

144

145

Deutsche Gold« und Silber..

.. 9

252

252

Deutsche Linoleum.........

Elektrische Lieferungen......

. 10

163,5

163,5

163,5

163

.. 6

132

132

132,5

132

Elektrische Licht und Kraft...

.. 7

143,4

143,5

143

143,5

I. G. Farben-Jndustrie .....

.. 7

158,5

159,9

158,25

159,65

Felten & Guill-oume.......

.. 6

133

133,25

132,75

133.5

Gesfürel..................

.. 7

145,13

146,5

144,75

146

Th. Goldschmidt...........

.. 6

138

138,25

137,25

137,65

Gritzner Maschinen.........

.. 0

46,5

46

46,65

47

Harvener.................

8'/,

174

175,75

174

175,25

Hoesch Eisen...............

3'/,

115,5

115,75

115

116

Philipp Holzmann.........

.. 8

157

157,75

157

157,75

Ilse Bergbau..............

.. 6

164

162,75

160

Ilse Genüsse..............

.. 6

134,5

136,5

136

136

Kali Aschersleben..........

.. 4

115

116

115

116

Klöcknerwerke.............

4yt

118,5

120

118,25

120,25

Kokswerke und Chemische Fabrik 7

157,5

158,75

Lahmeyer................

Mainkraft.................

.. 6

120,5

121,65

122

.. 4

97

96

Mannesmann......... ...

4y,

114,5

115,25

114,25

115

Mansfelder Bergbau.......

.. 7

160

159,75

160

Metallgelellschaft...........

.. 6

144,75

144,75

145

145

Orenstein L Koppel ........

.. 0

108,75

110

Rheinische Braunkohle......

. 12

232,5

232,5

232,4

232,5

Rheinische Elektro..........

.. 6

128

128

129

Rheinstahlwerke............

.. 6

143,5

146,25

144

146

Rheinisch-Westfälische Elektro

.. 6

130,4

130,25

129,9

130

Nütgerswerke .............

.. 7

148

150

147,5

150,5

Salzdetfurth Kali..........

.. 6

177,5

177

178

177

Schuckert L Co.............

.. 7

178,75

.177,5

178

177,5

Schultheis Payenhofer......

.. 4

96,5

96,9

Siemens & Halske.........

.. 9

206

207

205

208,25

Süddeutsche Zucker.........

10

214

215

218

Bereinigte Stahlwerke......

V/t

112,75

113,9

112

113,65

Westdeutsche Kaufhof .......

.. 0

58,5

58,5

58,13

58,75

Westeregeln Alkali..........

.. 4

115

116

115

116

Zellstoff Walbhof..........

Ltavi Minen..............

0,6

152

29

151,5

152

28,75

151,75

29,25

Deoi enmarfl Berlin Frankfurt a. M.

31 .Dezember

z. Januar

Amtliche Neuerung

Amp-che Notierung

Geir

tfleir

«nei

Buenos Aires.............

Brüssel...................

Rio de Janeiro............

Polen....................

Kopenhagen...............

Danzig...................

London.. .,...............

HelsingforS................

Paris....................

0,728

42,12

0,133

47,00

55,40

47,00

12,41

5,49

8,432

138.17

13,09

0,732

42,20

0,135

47,10

55,52

47,10

12.44

5,50

8.448

138.45

13,11

0,728 42,14 0,133 47,00

55,45 47,00

12,42

5,49

8,432 138,21

13,09

0,732 42,22

0,135

47,10

55,57

47,10

12,45

5,50

8.448

138,49

13,11

Italien...................

31 .Dezember

3-Iaunar

Amtliche Notierung

Anultche Dotierung

weio

Bries

Geld

Bries

Japan....................

0,723

0,725

0,724

0.796

Jugoslawien ..............

5,694

5,706

5,694

5 706

Oslo .....................

62,37

62,49

62,42

Wien.....................

48,88

49 05

Lissabon..................

11,97

11

Stockholm................

Schweiz..................

874^

Spanien..................

14-49

Praa...................

Budapest.................

Neuholl..................

2,484

2,488

2,483

2,487