Ausgabe 
3.8.1938
 
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Ab 4. August

Kommt auch mal vor. Aber Herr Mertens macht sich nichts mehr draus. In einer halben Stunde kommt der Briefträger und bringt ihm den Gießener Anzeiger. Damit kann er sich zunächst bis Mittag beschäftigen. Und dann scheint sicher die Sonne wieder.

Machen Sies ebenso: lassen Sie sich den Gießener Anzeiger in den Urlaub nachschicken, kostet nicht die Welt. Geben Sie bitte Ihre Ferienanschrift drei Tage vor der Abreise in der Geschäftsstelle an. Sie können sich die Zeitung auch postlagernd schicken lassen, wenn Sie noch nicht wissen, wo Sie wohnen.

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Die drei Restetage bilden den Höhepunkt in unserem

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Wir haben alle schönen Reste zusammengetragen und auf Extra tisch en übersichtlich ausgebreitet, damit Sie nach Herzenslust wühlen und wählen können. Greifen Sie zu bei unseren Resten hat die Billigkeit das Wort!

Pilze möglichst rasch verbrauchen!

Lpd. Frankfurt a. M., 2. Aug. Am Montag erkrankten zwei Mitglieder einer Höchster Familie plötzlich an Vergiftungserscheinungen, nachdem sie vorher ein Pilzg'ericht gegessen hatten. Es handelte sich um Pilze, die von den Erkrankten selbst gesucht worden waren, doch keineswegs um giftige Pilze. Die Pilze müssen vielmehr dadurch ungenießbar und gifthaltig geworden sein, daß sie schon am Samstagmorgen im Wald geholt wurden und m unzweckmäßiger Weise, also ung^putzt und unge­kühlt, bis zürn Montagmittag aufbewahrt waren. Durch geeignete Gegenmittel ist im Befinden oer Erkrankten inzwischen eine Besserung eingetreten, so daß Lebensgefahr nicht mehr be* steh t. Der Vorfall gibt Veranlassung, darauf hm- zuweisen, Pilze nach dem Sammeln sofort z u putzen und, wenn sie nicht bald gegessen werden, entweder in gekochtem Zustand oder an einem ge­eigneten Ort aufzubewahren, da sie besonders unter dem Einfluß der Hitze leicht ungenießbar und ge­fährlich werden können.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 1. Aug. Unsere ver­einigte Feuerwehr wurde dieser Tage durch Kreisfeuerwehrführer Rausch aus Schotten zur Probe alarmiert und hatte einen Brandangriff auf die abseits und erhöht gelegene Försterwohnung durchzuführen. Der Brandangriff nahm einen be­friedigenden Verlauf. Das Gerätehaus unserer Feuerwehr, das sich seit geraumer Zeit als zu klein erweist, wird im Auftrag der Gemeinde erheblich erweitert. Zur Zeit sieht man in unserer Gemar­kung mehrere Aecker mi t Mo hn bepflanzt. Die großen weißen und roten Blüten bilden eine hübsche Zierde des Feldes. Die Samen des Mohnes liefern vorzügliches Speiseöl. In unserer Gemarkung wird auch viel Flachs und Raps angebaut. Zur Blüte­zeit tragen diese Pflanzen dazu bei, das Land- fchaftsbild ungemein farbenprächtig zu gestalten.

Ungetreuer Werbeleiter vor Gericht.

Auch für die Konkurrenz tätig gewesen.

LPD. Frankfurt a. M., 2. August. Bei einer Firma, die ein Kindernährmittel vertreibt, war als Werbeleiter der in den vierziger Jahren stehende vorbestrafte Waldemar Schuhmacher tätig. Er hatte sich bald über alles, was bei der Firma technisch und büromäßig vorging, orientiert. Er genoß das größte Vertrauen und arbeitete einen großangelegten Werbeplan aus. Eines Tages entdeckt eine Kontoristin ein Blau­pausepapier des Werbeleiters, das sie stutzig macht, urfb übergibt es dem Betriebsführer. Der Inhalt des Blattes ließ keinen Zweifel, daß der Werbeleiter sich auf dem Gebiet der Werkspionage betätigte. Sch. kam unter Beobachtung und wurde eines Tages verhaftet, nachdem durch die Beschlag­nahmung einer Korrespondenz bei einer Stuttgarter Firma der gleichen Branche es völlig klar geworden war, daß sich der Werbeleiter zum Verrat von Betriebsgeheimnissen hergegeben hatte. Das Stuttgarter Unternehmen war von ihm genau über den bevorstehenden Werbeplan orien­tiert worden, ja, Sch. hatte sogar schon einen Gegenfeldzug eingeleitet, indem er einen Prospekt für Stuttgart ausarbeitete, der geschickt abgefaßt war und der Frankfurter Firma erheb­lichen Abbruch tun konnte. Gegen Sch. kam es zu einer Anklage wegen Untreue und Vergehens gegen § 17 des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, gegen den Inhaber des Stuttgarter Unternehmens wegen Anstiftung zur Untreue und unlauteren Wettbewerbs. Letzterer hatte sich zwar nicht an den Angeklagten Sch. gewandt, sondern dieser vielmehr an ihn, aber der Stuttgarter Kauf­mann hatte sich auf die Sache eingelassen und Sch. eine monatliche Vergütung in Aussicht gestellt. Auch war nach der aufgefundenen Korrespondenz vor­gesehen, daß Sch. einen leitenden Posten in d e m Stuttgarter Unternehmen be­kommen sollte. Der Mitangeklagte hatte u. a. von Sch. eine Liste der Apotheken und Drogerien er­beten, die von dem Frankfurter Unternehmen be­liefert wurden.

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Das Sch offengeft'chk tzerurkeltte Sch. z« zwei Jahren Gefängnis und 500 RM. Geldstrafe und den Mitangeklagten an Stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten zu 2000 RM. Geldstrafe und zu weiteren 1000 RM. Geldstrafe. Das Gericht stellte fest, daß Sch. in ganz ungeheuerlicher Weise die Treuepflicht als Gefolgschaftsmitglied verletzt habe.

Geistige Arbeitwird gemessen"

Interessante Versuchsergebnisse.

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Donnerstag, den 4. Aug., nnchm. 2 Uhr, versteigere ich an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt nn Bersteigerungslokal Neuenweg 28 dabier), zwangsweise gegenBar- zahlung: emp

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Schon vor längerer Zeit hat man erkannt und durch Versuche bestätigt, daß geistige Arbeit mit Ermüdungserscheinungen des Körpers verbunden ist. Zum Nachweis dieser Tatsache be­nutzte man einige Apparate, die im wesentlichen das Nachlassen der Muskelkraft nach längerer geistiger Anstrengung zeigen sollten. Bei praktischen Versuchen für Schuloerhältnisse wurde besonders ein einfaches Hilfsmittel verwendet, das man als Ergographen bezeichnet. Bei diesem wird die Muskelkraft eines Fingers, meistens des Mittel­fingers, durch die Spannung einer starken Feder ober eines Kautschukriemens gemessen. Natürlich zeigte sich, daß das körperliche Befinden des Men­schen auf das Höchstmaß der Arbeitsleistung des Fingers einen erheblichen Einfluß hat. Aber das Nachlassen der Leistung trat nicht nur bei rein körperlicher Ermüdung hervor, sondern auch nach längerer geistiger Arbeit. Man sollte denken, daß bei der Anstrengung des Gehirns die Muskeln der Hand Ruhe haben und deshalb in ihrer Leistung nicht beeinträchtigt werden. Aber das Gegenteil ist der Fall. Die Versuche zeigten auch eine Grad- abstusunq, je nachdem bei gleicher Zeitdauer die geistige Arbeit leichter oder schwerer war.

Schon damals haben Lehrer, die die Unterrichts­verteilung eines Schultages auf psychologischer Grundlage aufbauen wollten, beobachten können, daß auch nach Messungen mit den Ergographen einige Fächer den Schüler mehr anstrengen als andere, und daraus die richtige Folgerung gezogen, daß die Fächer adwechfeln müssen. Ferner wurde eine Erfahrung bestätigt, die auch die Praxis schon gebracht hatte, daß schwere Unterrichtsstunden in längerer Reihe den Turnunterricht un­günstig beeinflussen können, wenn ihm nicht eine längere Ruhepause vorangeht.

Nun haben kürzlich zwei amerikanische Unioer- fitätsprofefforen den Nachweis der körperlichen Er­müdung nach geistiger Arbeit auf eine andere Art zu führen versucht, die ein noch tieferes Eindringen in das ganze Problem zu versprechen scheint. Sie benutzten den Umstand, daß durch unsere Muskeln elektrische Ströme gehen, die allerdings nur schwach sind, aber doch meßbare Unterschiede zeigen. Die Versuchsperson, ein Student, saß ruhig auf einem Stuhl. Elektroden wurden an einzelne Körperteile, besonders an Arm und Bein, gelegt; sie führten die Muskelströme durch feine Drähte zu einem sehr

r'esultaten zeigt, In welchem Maß geistige Arbeit bei den verschiedenen Menschen den Kräftevorrat beansprucht. Wenn jetzt in Deutschland die höhere Schule in kürzester Zeit ihr Ziel erreichen soll, so ist die Auslese der für geistige Arbeit recht geeig­neten Schüler zu einer dringenderen Aufgabe ge­worden; sie liegt im Sinne einer Höchstleistung auf allen Gebieten. TI.

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empfindlichen Apparat, einem Oszillographen, dessen Nadel die Schwankungen verzeichnen konnte. Um jede Störung durch äußere elektrische Einflüsse auszuschalten, hatte man große Metallschirme auf- gestellt. ,

Nun gab man dem Studenten verschiedene Auf­träge, die sich auf Dorlesen, Auswendiglernen und namentlich auf das Rechnen bezogen, ferner auf geistige Arbeit bei ablenkenden Geräuschen. In ihrem Bericht heben die beiden Professoren Davis und Shaw, welche diese Untersuchungen gemein­sam ausführten, mit Bestimmtheit hervor, daß die zitternde Nadel ihres Apparates erhebliche Unter­schiede zeigte, je nachdem die betreffende Arbeit leichter oder schwerer war, je nachdem z. B. die Addition von Zahlen in langsamen oder schnellem Tempo geleistet werden sollte. Auch die Beschäfti­gung mit Phantasiebildern und die Vorstellung, daß man die Gedanken für eine Rede sammeln soll, wirkten im Sinne einer Arbeit. Da der Apparat nach seiner ganzen Anlage ein empfindlicher An­zeiger für Muskelspannungen ist, so könnten die erzielten Ergebnisse für den verblüffenden Satz sprechen, daß wir nicht nur mit dem Gehirn, son­dern auch mit den Muskeln denken.

Zunächst ist es aber wohl noch nicht entschieden, ob vielleicht die Reizung der Körpernerven durch Denkprozesse als wesentlicher Faktor in Betracht kommt. In jedem Fall muß ein neues Hilfsmittel, welches die Beziehung zwischen Körper und Geist in objektiver Weise zu untersuchen vermag, Beachtung verdienen. Bei dem Ergographen ist zu überlegen, daß dieser nur die Summe der ausgegebenen Spannungen während einer längeren Zeit ver­zeichnete, während der Oszillograph den Prozeß des Lernens und Denkens dauernd verfolgen kann.

Die Amerikaner haben ihre Versuche zunächst an derselben Person gemacht. Die praktische Bedeutung der Sache könnte aber echöht werden, wenn man sie auf Schuloerhältnisse und auf die Berufsfrage anwendete. Es würde sich wahrscheinlich zeigen, daß die gleiche geistige Leistung bei dem einen jungen Menschen einen im Apparat sichtbaren größeren Kraftaufwand erfordert als bei dem andern. Neben gewissen I n t e l l i g e n z p r ü s u n g e n , die in den letzten Jahren vorgeschlagen und vielfach auch durchgeführt wurden, kann ein objektives Ver­fahren wie das des Oszillographen recht wohl zur Ergänzung dienen, wenn es in zuverlässigen Meß-

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