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VVW v Frühjahr war er gesehen worden und dann spurlos
ianutzt, um den Bock herauszulocken aus dem $) plb oder der Dickung, nennt man diese ganze
Blattjagd.
Von Ernst Hölzel.
! iuch die „Blattzeit". Sie ist eine der schönsten und f aadlich interessantesten Zeiten im ganzen Iagdjahr, voran auch die um diese Zeit meist besonders blutgierigen Schnaken nichts zu ändern vermögen.
Wenn der Jäger vor der Wand seines Aller- leiligsten sitzt, an der seine Böcke hängen, und seine ilugen Hinweggleiten läßt über all die Stangen, Serien und Rosen, die dem Laien höchstens wegen ihrer Verschiedenheit auffallen, dann werden die Träger dieser Gehörne wieder lebendig und erzählen hm die Geschichte von damals, als er diesen und -neu Bock jagte und schließlich auch streckte. Kurz mb einfach sind viele Geschichten, aber am spannendsten und erinnerungsreichsten sind doch meist ;erade die aus der Blattzeit.
verschwunden. Die Blattzeit ging zu Ende, es war am 17. August, als ich, mehr zufällig, in jene Gegend kam. Da fiel mir die Mär vom Dreistanger ein. Wozu hat man sein Handwerkszeug in der Tasche? Rasch ist der Jagdstuhl aufgeklappt, eine Buche gibt Deckung und — alten Böcken der Blattzeit muß man etwas bieten. Schon gellt das Angstgeschrei durch den stillen Waldesdom. Da wird unter dem nächsten Fichtenhorst etwas Rotes hoch und zieht schnurstracks auf mich los. Er ist's! Rur keine Dummheit jetzt. Er sucht, findet nichts und will wieder dorchin, woher er gekommen ist, da kommt er mir breit, und im Feuer wirft es ihn
Gestern um die Mittagszeit kamen — wir berichteten bereits darüber — die heimischen Teilnehmer des Kreises 8 (Lahn-Dill) in ihrem Sonderzug von Breslau zurück. Der Marsch durch die Stadt erregte freudiges Aufsehen, denn die Marschkolonne, der die Fahnen des Reichsbundes für Leibesübungen und die alten Fahnen der Vereine vorausgetra- gen wurden, bot ein buntes Bild.
Reichsbund-Kreisführer Dr. Schäfer hielt eine kurze Ansprache, rief Ereignisse und Erlebnisse von Breslau noch einmal in die Erinnerung zurück, sprach davon, wie es gar nicht möglich sei, alle die ungeheuer starken Eindrücke sofort und ganz sich zu eigen zu machen, weil es ja nicht nur Sportliches und Kämpferisches zu sehen und zu erleben gegeben habe. In eindeutiger Weise sei allen bewußt geworden, daß das deutsche Volk ein Volk der Leibesübungen geworden sei und auf dem beschrittenen Wege einer lichten Zukunft entgegengehe. Diejenigen, die dabei mit dem Kranz als Sieger- auszeichnung zurückkehren konnten, dürften stolz sein auf diese Ehre. Von allen denen, die sich auszeich-
Schlaf- und Ausgehröcken das berühmte blausamtne Barett und den Arbeitsrock, auch jenen seidenen Frack, den der Meister bei diesem Konzert trug. Oder man verfolgt die Manuskripte und und Erstdrucke des Dichters Wagner, der sich die Texte der Opern und Musikdramen ausnahmslos selber schrieb, zurück bis zu jenem Jugenddrama „Leubald und Adelaide", in dem sich das Shakespeare-Erlebnis des Leipziger Musikstudenten austobte und schließlich zweiundvierzig Personen als Leichen aus der Bühne versammelte.
Während der rein gefühlsmäßig betrachtende Besucher durch die Stimmung der Gedenkräume angeregt wird, im Glasenapp-Zimmer die Arbeitslust des Gelehrten schwingt, im Raume Ludwig II. die fürstliche Vornehmheit des Königs empfindet, der — nach des Dichters Rat — mit dem Sänger ging, und an anderer Stelle die Schreib- und Waschtische, die Eheringe, Haare und Schreibfederi^ Wagners, seinen großen Arbeitssessel, den er sich bauen ließ, und das Sofa wiederfindet, auf dem er im Palazzo Vendramin sein Leben aushauchte, ist dem Gelehrten hier eine Forschungsstätte erschlossen, die durch Stiftungen immer weiter ausgebaut wird und heute schon neben vielen kostbaren Originalhandschriften Wagners die größte Büchersammlung des Wagner-Schrifttums mit 3000 Bänden in 21 Sprachen umfaßt, zu der sogar die Gelehrten aus Amerika herüberpilgern.
Kultur, wo gern Rehwild steht. Kaum ist der erste Ton heraus, da wird ein Stück hoch. Glas! Ricke! Doch halt, da ist ja auch der Kavalier. Und was für einer! Ganz kurze fchwarze Stangen hat er, der typische Abschußbock. Mit allerlei Konzert bringe ich das sehr einige Paar schließlich dahin, daß ich den Bock einigermaßen frei habe. Im Schuß hatte ich die Empfindung, daß der Bock sich bewegte. Aber er zeichnete und sprang offenbar recht krank in die Schonung ab. Auch die Ricke entschwand mir. Wo der Bock zuletzt in der Schonung gestanden hatte, schwankten noch ein paar Distelköpfe. Aha, er macht sein Testament! Drüben in der Hütte liegt der junge Rauhbart. Der soll auch seine Freude haben. Bis ich zurück bin, wird der Bock verendet sein, und es gibt eine nette Totsuche für den jungen Hund.
Alljährlich, wenn der Juli ins Land gekommen ist, dmmt die Unruhe in unser Rehwild, die seine hohe -eit einleitet. lief den Windfang über der Erde, üd)t der Bock auf der Fährte einer Ricke nach [ncr Liebsten, mit sehnsuchtsvollem Fiepen ruft ias Schmalreh nach dem Bräutigam, keuchend und iepend geht die Jagd durch Wald und Feld, wenn !>r Bock feine Ricke treibt. Und weil der Jäger ilit Hilfe eines geeigneten Blattes, etwa der Buche Oer des Flieders, diese Töne nachahmt und dazu ~ ” dem Hafer-
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gewinnt.
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Hochschulnachrichten.
Professor Dr. Leo Weißgerber, Ordinarius für indogermanische Sprachwissenschaft an der Universität Rostock, wurde in gleicher Eigenschaft an die Universität Marburg berufen.
Der nb. ao. Professor Dr. Carl Moncorps an der Universität M ü n st e r ist zum ordentlichen Professor für Dermatologie in Münster ernannt worden.
Professor Dr. Oswald K r o h , Ordinarius für Er- ziehungswisfenschaft an der Universität Tübingen, hat einen Rus an die Universität München erhalten: Professor Kroh hat den Ruf angenommen und wird als Nachfolger des verstorbenen Aloys Fischer den Münchener Lehrstuhl für Pädagogik und Psychologie übernehmen.
Professor Dr. Johannes Rothe, Ordinarius für Kulturtechnik an der Universität Königsberg, ist von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden.
Professor Dr. Friedrich Percival (Stegmann van Dritzwald, Ordinarius für Tierzucht an der Universität I e n a, ist kurz vor der Vollendung des 70. Lebensjahres gestorben.
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Wir hatten uns verstanden.
Eine ganz vertrackte Geschichte erlebte ich im vorigen Jahre. Ich saß auf eiper Leiter an einer
3m Schmuck des Siegerkranzes.
Abschlußfeier der Breslau-Zahrer auf dem Landgraf-Philipp-Platz
Eine hochwillkommene Ergänzung und Vertiefung des Theatererlebnisses findet aber Der Besucher der Festspiele. Ihre Geschichte ist ausgebreitet in zahlreichen Bildern, Entwürfen und beleuchteten Modellaufbauten früherer, besonders der ersten Bayreuther Inszenierungen. Die Versenkung in die Entwicklung von Gewand und Szenerie gehört zweifellos zu den reizvollsten Studien, die auch der künstlerisch empfindende Laie hier treiben kann. Sieht man in der vergleichenden Darstellung etwa eines Walküre-Aktes in Abständen von je zwanzig Jahren von der ersten Gestaltung durch Julius Hoffmann über Brückner auch 1896 noch ausschließlich mit gemalten Kulissen und Soffitten arbeitende Bühnenbilder bis zu der ersten plastischen Ausformung der Felspartien von Friedrich Kranich d. Ae. (1906), dann lassen sich, ähnlich wie beim Vergleich der heutigen Szenerien mit den Uraufführungsmodellen Ioukowskis für den Parsifal oder den ersten Meistersinger-Entwürfen der Brüder Brückner, die sämtlich im Original vorhanden sind, nachdenkliche Betrachtungen darüber anstellen, wie, trotz aller peinlich genauen Vorschriften des Dichterkomponisten,
die Szenenkunst vom Geschmackswandel der Zeit we-1
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Um so verdienstlicher ist zes, daß eine berufene ( Jüngerin des großen Bayreuthers an anderer Stelle ' der Stadt dem Gast der Spiele auch die Begegnung ! mit dem Menschen Wagner erschlossen hat. Es ist ' die Richard-Wagner-Gedenkstätte, die । in einem Seitenflügel des Neuen Schlosses unter- ! gebracht ist und mit städtischer Hilfe sich in ein- , einhalb Jahrzehnten zu einem schönen und bedeut- amen Kulturdenkmal entwickelt hat. Helena Walern, die von dem ersten Wagner-Biographen Carl Friedrich Glvsenapp erzogen wurde und jahrelang seine Gehilfin war, hat den Nachlaß des Gelehrten — zahlreiche wertvolle Handschriften und eine umfassende Wagner-Bibliothek —• 1919 vor dem Zugriff der Bolschewisten aus Riga gerettet und nach zähem Ringen in ihrer neuen Heimat Bayreuth als Grundstock der heutigen Richard- Wagner-Gedenkstätte im Jahre 1924 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neunundzwanzig Räume umfassen die Sammlungen jetzt, und Tausende gehen jährlich durch die ftimmungsDoUen Sale, denen die Persönlichkeit der Gründerin besondere Eigenart verliehen hat. Es handelt sich nicht um ein „Museum" im üblichen Sinne, in dem nur wissenschaftliche Genauigkeit und Vollständigkeit das Zepter führen. Museum und Archiv, Weihestätte und volkstümliche Ausstellung sind zu einer Einheit gefügt, die jeden Besucher anspricht und dem schlichten, kunstempfänglichen Handarbeiter nicht weniger sagt als dem Forscher.
Der biographische Teil führt in eindrucksvoller Zusammenstellung d i e (Stationen Des W a g - nerschen Lebens vor Augen. Ein feines Gefühl für den Lebenswert von Bildern, Dokumenten und Erinnerungsgegenständen hat die Lebens- und Werklinien des wachsenden Menschen Wagner nachgezeichnet und mit bezeichnenden geschichtlichen und künstlerischen Zeugnissen seiner Umwelt fonfrontiert und verschmolzen. Kein Katalog zwingt den Besucher zu dem trocfenen Nummernspiel des Nach- schlaqens: das lebendige Wort der führenden Leiterin oder ihres wissenschaftlichen Gehilfen erschließt den Gästen die Bedeutung der Gegenstände. Da sieht man beispielsweise die .Partitur der IX Symphonie Beethovens, die der fünfzehnjährige Richard Wagner aus Begeisterung abschrieb, nach- dem ihn die erste erschütternde Begegnung mit Dem , Titanenwerk.mehrere Tage buchstäblich in Fieber , versetzte, und später begegnet man dem Programm > der Grundsteinlegung für das Bayreuther Festspiel- i haus, bei der die denkwürdige Aufführung derselben - IX. Symphonie im Markgräflichen Opernhaus unter ■ Wagners Leitung erklang; unter den persönlichen Erinnerungsgegenständen sieht man zwischen den
sentlich mitbestimmt wird — trotz aller Ansprüche erstarrter Pietätsdogmatiker.
Denn was diese frühen Gestaltungen von den heutigen Meisterwerken auf der Bayreuther Fest- pielbühne unterscheidet, ist nicht die Technik und die Materialgesetzlichkeit allein. Im wirren Gestrüpp der alten Nibelungenfelsen, im rein malerisch aus der Makartzeit empfundenen Zaubergarten Joukowskis, der für die Bewegung der Darsteller kaum Platz ließ, im üppigen Detail eines meiningerhaften Burghofes für den zweiten Lohengrin-Akt ist eben ein anderer Geist am Werke als in den nicht weniger poetischen, aber auf Weite, Monumentalität und Raumgefühl gestellten Bildern eines Emil Pree- t o r i u 5 , in dessen Szenerien die „Auffassung" einer verwandelten Gegenwart vom Wesentlichsten im zeitüberdauernden Werke Richard Wagners ihren reinsten Niederschlag gefunden hat. So schließt sich an dieser Stätte des Gedenkens für den Genius Richard Wagners die Erinnerung an den Menschen mit der Vertiefung des Werkerlebnisses in ausstellungsmäßig vorbildlicher Weife zusammen und leitet auch den nur Neugierigen immer wieder zur Einsicht in das überpersönliche Vermächtnis des Meisters von Bayreuth.
Und über ihm hängt einer, der hat weder gute Stangen, noch Perlen, noch ist er gut vereckt. Es war im August 1931, und es wollte nicht recht klappen mit der Blatterei. Was sprang, war nicht zum Schießen, und was zum Schießen war, sprang micht. Gerade als ich wieder hinaus will, um Hubertus und Diana aufs neue zu versuchen, kommt "her Briefträger und meldet Besuch an, dessen Vorliebe für Rehkeule bekannt war. „Schieß nur einen Vock" war die Mahnung der besorgten Hausfrau. Und nun kam mir der, den ich schon wiederholt begnadigt hatte und der in der Zwischenzeit viel gerauft haben muß. Erst als er auf der roten Decke lag, sah ich, daß er alle Ende abgekämpft hatte. Gewonnen hat er dadurch nicht, und als ich mit gefülltem Rucksack nach Hause kam und die i Familie rief: „Wie ist er?", brauchte ich nur zu j lagen: ,Wie die Verfassung des Deutschen Reiches.
Cs war nämlich am 11. August 1931, und seitdem heißt er der „Verfassungsbock".
neten, erwarte er als Kreisführer, daß sie ihr Können und ihre Fähigkeiten, den jüngeren Kameraden zur Förderung zur Verfügung stellten, um auch die Nachkommenden zu diesen Leistungen heranzufuh- ren. Gießen dürfe stolz darauf sein, daß so viele Turner und Sportler mit dem Eichenkranz geschmückt zurückkehren konnten. Der Kreis 8 habe in Ehren bestanden gegenüber allen anderen Kreisen des Reiches. Diese'Tatsache erfülle mit Genugtuung. Mit der Aufforderung, mitzuarbeiten auch in der Zukunft, schloß Kreisführer Dr. Schäfer seine Ausführungen—
Kreisleiter Backhaus
warf in einer kurzen Ansprache zunächst einen Blick zurück auf die lange Zeit der Vorbereitung in den Vereinen für dieses Fest, an die eifrige Uebungs- arbeit, auf die Vorbereitung für die Wettkampfe. Nun aber seien die großen Tage vorüber und für die kommenden Monate würden die Teilnehmer an diesem Feste sich noch oft der einzigartigen Tage erinnern. Der Kreisleiter erinnerte dann seinerseits an das große volksdeutsche Erlebnis, daß allen den
Auf Wagners Spuren in Bayreuth.
Von unserem Sonderberichterstatter
Johannes Jacobi.
„Tristan und Isolde", die Neuinszenierung im Bayreuther Festspielhaus zur Ehrung seines Schöpfers im Jahre des 125. Geburtstages Richard Wagners, „P a r f i f a l", das Weihespiel, und die vier Glieder des Nibelungen-Ringes haben wieder Tausende von Kunstfreunden nach Bayreuth gerufen. Wenn die Festspiele am 20. August ihr Ende erreicht haben, werden es Zehntausende gewesen sein, die von dem Zauber angerührt worden finb, der aus Musik und Dichtung, aus Gesang und Darstellung, aus der Verschmelzung von Malerei, Architektur und Bewegungsspiel das deutsche Wunder ies Gesamtkunstwerks geschaffen hat. Während die Werke des Meisters eine in die Tiefe der Nation und in die Weite der Welt reichende Gemeinde zusammenschließen, erhebt sich unter den Besuchern der Festspiele immer wieder die Frage nach den Zeugnissen des Menschen Wagner, nach den Dokumenten seines Lebens, seines Ringens und Werdens. Es ist keine unerlaubte Neugier, die hier nach Privatem forscht. Es ist vielmehr die.Ergriffenheit von Geist und Werk, die zu den Statten strebt, die durch das Erdendasein eines Großen geweiht sind. Jeder Besucher Weimars wird — ahn- lid), wie Hebbel im Schiller-Haus vor der kargen Bettstatt stand, auf der der Geist die Gebrechen des Leibes bezwang — mit Ehrfurcht durch die Räume Weiten, in denen ein Goethe gelebt, geliebt und gelitten hat.
In Bayreuth dagegen ist der persönliche Lebens- oezirk des Meisters nicht ohne weiteres zugänglich. Eewiß kann man im Garten Wahnfrieds die mächtige Granitplatte auf dem efeuumwachsenen Hügel lehen, in dem Richard Wagner an der Seite Cosimas richt. Das Grab auf eigenem Grund, in dessen Arust der Meister schon zu seinen Lebzeiten prüfend hineinstieg, ist mit seiner schönen Heckenumfriedung unter schattenden Laubbäumen ein Ort der Andacht, an dem sich wohl jeder Teilnehmer der Festspiele ZU innerer Sammlung einmal einfindet. Aber das Haus selber, die Villa „Wahn fried", wird von den Enkeln und ihrer Mutter bewohnt, und die Arbeits- und Wohnräume des Meisters, das noch keineswegs erschlossene kostbare Archiv und die große Bücherei offnen sich nur dem Gast der Familie oder zu stiller Zeit dem Wagner-Forscher.
Unsere heimischen Fahnenschwingerinnen mit den neuen Fahnen, die die Stadt Gießen eigens für das Turn- und Sportfest in Breslau anschaffte. Im Vordergrund sieh man den Reichsbundkreisführer Dr. Schäfer. Neben ihm Erika Röhrnig, die mit ihrem dritten Platz im Dreikampf der Frauen das beste Ergebnis mitbrachte. — (Aufn. |?h Neuner, Gieß. Anz.)
Festteilnehmern beschieden worden war und sprach von der unverbrüchlichen Verbundenheit aller derer, die deutscher Zunge sind, jener Verbundenheit, die gerade den Teilnehmern am Fest in Breslau sinnfällig bewußt geworden sein mag. Aber auch den Auslanddeutschen mag stark und neu klar geworden sein, daß ein 75-Millionen-Dolk von Brüdern hinter ihnen steht.
Die heimischen Turner und Sportler hätten nun auch Gelegenheit gehabt, ihre Leistungen mit Denen der Kameraden der anderen Gaue messen zu können. Zahlreiche Siege seien mit nach Hause gebracht worden und sie alle, die den Eichenkranz tragen, dürften sich dessen bewußt sein, daß sich die Einwohnerschaft unserer Stadt herzlich Darüber freue, daß so viele Siege von unseren heimischen Turnern und Sportlern errungen wurden. Abschließend gab Kreisleiter Backhaus Der Hoffnung Aus- Drucf, Daß es gelingen möge, Diese Leistungen auch weiterhin zu steigern.
Mit einem Gedenken Des Führers unD Den Liedern Der Nation wurde die Feier, Der zahlreiche Volksgenossen beiwohnten, geschlossen. An Der Feier nahmen übrigens auch Die Turner unD Sportler aus Wieseck unD aus Heuchelheim in stattlicher 21n- zahl teil. Dann rourDen Die Fahnen eingerollt unD man begab sich auf Den Heimweg. — Besonders gefielen die prächtigen Fahnen in den Stadtfarben von Gießen, gezielt mit dem Gießener Wappen, die von Turnerinnen getragen und für den Zweck des Festes in Breslau eigens von der Stadt Gießen beschafft worden waren.
Heimische Vereine imponierten bei den Gondervorführnngen.
Außer der ^Beteiligung an den verschiedenen Wettkampfarten zeigten unsere heimischen Vereine in « Breslau auch Die mit großer Sorgfalt vorbereiteten Sondervorführungen. So gab der Tv. 1846 Gießen Ausschnitte aus seinem Uebungsbetrieb. Acht Turner zeigten ihr Können am Längspferd. Unter ihnen befand sich auch der 70 Jahre alte Turner Th. Daubel, der durch seinen Einsatz nicht zuletzt zu dem Erfolg seiner Riege beitrug. Vier Turnerinnen des Vereins warteten ferner mit Hebungen mit dem Medizinball auf. Das Urteil der Kampfrichter lautete: „Gut geleiteter Verein — der Uebungsftoff war entsprechend Dem Alter der Teilnehmer richtig gewählt".
Von Den LanDvereinen unserer näheren Umgebung zeigten Der Turnverein Wie.seck mit 10 Turnern ausgezeichnet durchgearbeitete Hebungen im Bodenturnen und erhielt dafür die Auszeichnung „Sehr g u t". Eine Wertung „Sehr au t" erzielte auch der Turnverein Großen- Linden, der ebenfalls mit feiner Vorführung im Bodenturnen Den denkbar besten Eindruck hinterließ.
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In einem Buchenaltholz mit einzelnen Fichten- um. Ein ganz alter Bock, der viel Fveude machte. - - ..... - - '' * ~ Auch meine Frau freute sich, denn alte Kriegskame
raden pflegen im August sich einjufteUen, und da sollte Der Rücken ein befonDerer Leckerbissen für die Freunde sein. Seitdem ich diesen Bock gegessen habe, glaube ich nur noch bedingt an die Zahnalterslehre. Denn dem Rücken nach war er mindestens doppelt so alt, als sein vollkommen abgeschliffenes Gebiß verriet. Der eine der Gäste war Jäger. Ihm legte ich, als die „Arbeit" zu Ende ging, einen Unterkieferast wortlos neben Den Teller. Mit einem Augurenlächeln gab er ihn mir zurück.
Da hängt an meiner Wand ein „ganz alter Herr", der schon stark zurückgesetzt hatte. Der Güte eines 3agbfreunDes verDanke ich ihn, Der mich einluD, Den Lock zu schießen, Dem er vergeblich im fünften Jahre zu Gefallen ging. Wir wußten, wo er seinen NnstanD hatte, als wir uns an einem schwülen AugustabenD in Himbeerbüsche „einschoben", Die im WuchenhochwalD nahe seiner Dickung ftanDen. Zart begann Der Weidgeselle zu fiepen, nichts regte sich, schon verlockenDer für einen solch alten Rehbock mochte Das „piu" klingen, Das nun folgte. Auch nidjts. UnD Die Schnaken summten unD surrten unD stachen. UnD Dann schrillte Durch Die Stille Des JßalDes Das Angstgeschrei, Das Dem Bock erzählen feilte, Daß hier ein anDerer in sein Revier ein- jeDrungen sei unD eine Schöne treibe. Wie aus !»er Pistole geschossen, so pflegen manche Böcke darauf zu antworten. Auch hier blieb alles still. Ein »erstohlener Blick auf Die ArmbanDuhr zeigt gerabe dreißig Minuten seit Dem ersten Fieplaut — Doch tDas ist Das? Vorsichtig, Schritt um Schritt schleicht es Da heran, rot Die Decke, grau Das Haupt, unD pman möchte meinen, er nutze jeden Baum als Dek- i fung aus. Schon längst ist die Büchse gestochen, noch I einen Schritt, Dann ist Das Blatt frei. Das Geschoß | zerriß Das Herz Des Freiers im roten Frack.


