Ausgabe 
3.8.1938
 
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Neuyork, 1. 2lug. (DNB.) Der deutsche Flie-1 und begnügte mich sonst mit kurzen Ruhepausen im ;r 6ans Bertram, der als erster Weltreisender Hotel. Lachend erzählte Bertram, daß er

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Wetterbericht

Neuyork. Auf dieser Etappe schlief ich wie in der

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Die Beerdigung findet Donnerstag,den 4. August, nach m. 4 Uhr statt

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Die fahrplanmäßige Mise um die Welt Hans Bertram erzählt vomWeltflug auf die Minute''. Magalhaes brauchte 540 Tage, Bertram sechs.

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ger Hans Bertram, der als erster Weltreisender ausschließlich auf fahrplanmäßigen Flugzeugen um die Erde fliegt und heute abend an Bord des deutschen FlugbootesNordwind" Neuyork zum Weiterflug nach den Azoren verläßt, schilderte dem Neuyorker Vertreter des Deutschen Nachrichten­büros ausführlich den bisherigen Verlauf des W e l t f l u g e s auf die Minute" seit dem Start in Berlin am 15. Juli. Bertram, der bewei-

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sen will, daß die Entwicklung des internationalen Luftoerkehrswesens bereits so weit ist, daß auch ein Flug um die Welt pünktlich durchgeführt werden kann, legte bisher zwölf eigentliche Flug­tage zurück und verbrachte zwischendurch vier Tage an Land. Nach seiner Ankunft in Neuyork be­richtete er:

Die Lufthansa-MaschineBoelcke" beförderte mich über die erste Strecke nach Bagdad, von wo ich in einem Flugzeug der Air France nach einem Aufenthalt von 4 Stunden 10 Minuten nach Ka­ra ch i in Indien weiterflog, weil das nächste Ziel der deutschen Maschine Teheran war. In Karachi erlaubte eine Rast von sechs Stunden einen kurzen Schlaf. Schon am dritten Tag landete ich mit der gleichen Maschine in Kalkutta, wo ich sieben Stunden bis zum Start nach Bangkok warten mußte. Hier verließ ich das französische Flugzeug, mit dessen Mannschaft ich mich bereits angefreundet hatte. Ich finde, daß Flieger, ganz gleich welcher Nation, immer Kameraden sind, wo sie sich auch treffen. Am nächsten Morgen bestieg ich eine Maschine der Imperial Airways zum Weiterflug nach Hongkong, wo der erste längere Aufent­halt vorgesehen war. lieber dem Pazifik herrschte gerade ein Taifun, so daß derClipper" der Panamerican Airways mit dem Aufstieg warten mußte, was mich aber nicht weiter störte, da ich diese Verzögerung schon von vornherein mit ein­kalkuliert hatte. Endlich ging es dann in der rie­sigen amerikanischen Maschine weiter über die endlose Wasserwüste des Pazifik nach genau fahrplanmäßigen Zwischenlandungen in Guam (der südlichsten und größten Insel des Ma- rianen-Archipels), Wak-Jsland, Midway-Jsland und Honolulu bis nach San Franzisko.

Am Goldenen Tor bestieg ich schon nach zwei Stunden die Maschine der United Airlines nach

beim Flug über den Pazifik in einem Buch über Magalhaes' historische Weltreise tm Mittelalter die Schilderung gefunden habe, nach der Magalhaes für die Reise von der spani­schen Küste nach Guam 540 Tage brauchte. ch schaffte die Strecke in sechs Tage n."

Das wichtigste im internationalen Flugverkehr ist, so erklärte Bertram abschließend, daß die Fahrpläne genau eingehalten werden. Hätte ich auf der Strecke BerlinBagdad nur we­nige Stunden Verspätung gehabt, dann hätte ich das Flugzeug nach Karachi nicht mehr erreicht und eine ganze Woche warten müssen. Heute klappt aber im zwischenstaatlichen Flugverkehr bereits alles tadellos: Der Flughafen in Bangkok ist fetzt genau so modern, wie der in Tempelhof oder Newark, er besitzt z. B. alle Vorrichtungen, um auch Landun­gen bei Nacht und Nebel zu ermöglichen.

Bereits im Jahre 1936 versuchten drei amerika­nische Berichterstatter, in planmäßigen Flugzeugen um die Welt zu fliegen. Sie benutzten dabei aber auch andere Transportmittel wie Eisenbahn, Dampf­schiffe und Sonderflugzeuge, um die Anschlüsse an fahrplanmäßige Verkehrsflugzeuge abzukürzen, lieber den Atlantik fuhren alle drei mit dem Zeppe-

Der schnellste von diesen dreien war Ekins 18 Tagen, 14 Stundens Hans Bertram ist erste, der zu dem Flug um die Welt ausschließ- reguläre Luftverkehrslinien benutzt.

In der Wertungsreihenfolge führt immer noch Kurt Schmidt (NSFK.-Gruppe 16 Karls­ruhe), der auf unserem Bilde im Gespräch mit Flugkapitän Hanna R e i t s ch zu sehen ist. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (in Urlaub), i. V.: Ernst Blum­schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 38 : 9035. Druck und Verlag: Brühlfche Univerfitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

fier Dr. Munch Bearüßungsworte an die rund 650 Teilnehmer. 38 Lhnder aller Erdteile haben Abordnungen entsandt. An der Spitze der deutschen Abordnung steht Professor Eugen Fischer (Ber- lin). Im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier stand em Dortrag des Präsidenten des Kongresses, Thomas Thomseü, über die dänische Archäologie und über die Geschichte der von ihm geleiteten ethno­graphischen Sammlungen Dänemarks. Die Führer der verschiedenen Länderabordnungen überbrachten die Grüße ihrer Heimat; für Deutschland sprach Professor Fischer. Die Zahl der Dorträge ist auf 170 festgesetzt.

Slaalsarchlvdireklor Dr. knetsch f.

Dr. phil. Carl Knetsch, Direktor des Kur­hessischen Staatsarchivs, ist im Alter von 64 Jahren in Marburg gestorben. Mit Knetsch, der seit 33 Jahren am Marburger Archiv tätig war, starb der wohl beste Kenner der gesamten hessischen Familien­geschichte. Sein literarisches HauptwerkDas Haus Brabant" wurde zum Standardwerk der hessischen Geschichtsforschung. Auch die Familie Goethe gehört zu den Geschlechtern, deren Entwicklung der ver­storbene Gelehrte ausgezeichnet hat.

670 Tote und Verwundete im Juli.

Jerusalem, 3. Aug. (DNB.) Die Unruhe­bilanz des letzten Monats ist sehr aufschlußreich. Als Opfer der fortgesetzten Zusammenstöße und Terrorhandlungen wobei besonders an die furchtbare Wirkung der Bombenwürfe jüdischer Ter­roristen in Haifa und Jerusalem erinnert sei waren im Juli insgesamt 670 lote unb Ver­wundete zu verzeichnen. Nicht weniger als 148 Araber und 60 Juden wurden getötet. Die Zahl der Verwundeten beträgt auf arabischer Seite 256, auf jüdischer 201.

Inzwischen werden bereits wieder neue lieber* griffe gemeldet. So wurde am Damaskustor in Jerusalem ein arabischer. Polizeisergeant von unbekannten Tätern schwer verletzt. Aus Haifa kommen Meldungen über zwei neue Bomben­würfe, wobei es drei Verwundete gab. Aus H e - b r o n wird ein Angriff von Freischärlern auf das Regierungsgebäude gemeldet. Nach dem Eintreffen von Polizei zogen sich die Angreifer zurück. An vielen anderen Stellen des Landes kam es weiter­hin zu Schießereien und anderen Zwischenfällen. Ein bei dem gestrigen Feuergefecht an der Straße nach Nablus schwerverletzter Soldat ist gestorben. Weiter wird gemeldet, daß auf der Eisenbahnstrecke . LyddaHaifa ein Güterzug infolge Sabotage ent­gleiste. Auf der Strecke JaffaLydda geriet ein Güterzug auf eine Mine. Schaden wurde bei her Explosion nicht angeridjte^^

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Vorhersage für Donnerstag: Meist heiter, später örtliche Gewitterstörungen. Warm und schwül, schwache Winde.

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