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Aus aller Welt

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Letzte Spuren einer verschollenen deutschen Australien-Expedition.

Durch einen grausigen Fund in der australischen Wüste scheint nunmehr nach 90 Jahren das Schick­sal des berühmten deutschen Australlenforschers Leichhardt aufgeklärt worden zu sein. Im sud­australischen Parlament zu Adelaide wurde be- kanntaegeben, daß in der Simpson-Wüste nordöst­lich von Mount Dare, etwa 30 Meilen vom Finke- Fluß, a ch t S k e l e t t e w e i ß e r M ä n n e r auf- aefunden wurden, von denen angenommen wird, » es die Ueberreste der im Jahre 1848 verscholle­nen Expedition des deutschen Australieniorschers

v e r u n g l ü ck t e bei einem Aufstiegsversuch auf die Aiguille noire, einem der schwierigsten Klettergebiete in diesem Gebirge. Vor dem Aufstieg banden sich alle fünf an ein einziges Seil in der Annahme, daß auf diese Weise auch die weniger geübten Teilneh­mer der Gruppe den Aufstieg meistern konnten. Nachdem sie erst wenige Meter geklettert waren, ver­lor der Vorletzte der Seilschaft durch ein nieder­gehendes Felsstück, das ihn getroffen hatte, den Halt und ft ü r z t e ab. Er riß seine vier Kameraden, die sich nicht gesichert hatten, mit. Vier von ihnen kamen mit V e r l e tz u n g e n davon, der fünfte, der an der Spitze geklettert war, blieb tot auf dem Gletscher liegen. Bei einer Truppenübung von Alpinis im Gebiete des 2400 Meter hohen Monte Cimone in den Karnischen Alpen stürzte ein Offizsersaspirant über eine 50 Meter hohe Wand tödlich ab.

Bei einer Besteigung des Kleingtockner sind, wie derVölkische Beobachter" meldet, vier Münchener Bergsteiger an einer stark vereisten Wand a b g e- st ü r z t. Zwei von ihnen wurden leicht, die beiden anderen schwer verletzt. Bei den Verletzten Han- beit es sich tim den 28jährigen Kurt G e i ß l e r , den 28jährigen Alfred Gerber, den 22jährigen Kunst- gewerb'ler Max Lagrange und den 25jährigen Referendar Fritz W a c z e l.

3m Kamps um den öilbersattel am Itanga Parbat.

Eine Gruppe von fünf Bergsteigern aus dem Fe­rien-Feldlager von Ugot am Fuße des Mont Blanc

Vorn Lager VI hat die Nanga-Parbat- Mannschaft mehrere Vorstöße gegen den Sil­be r s a t t e l unternommen, die aber infolge des an­haltend schlechten Wetters und insbesondere infolge des sehr starken Windes ihr Ziel nicht erreichten. Am 27. Juli gingen die Bergsteiger daher in das Haupt- lager hinab, um sich dort zu erholen und sich für einen neuen Angriff vorzubereiten, zu dem am 30. Juli bereits die erste Abteilung wieder auf­gestiegen ist.

Mm die Großdeutfche Schachmeisterschaft.

geleitet.

Verheerender Scheunenbrand in Obersranken.

Don einem verheerenden Schadenfeuer wurde das Gut der Heil- und Pflegeanstalt Kutzen- berg bei Ebensfeld in Oberfranken heimgesucht. In der 100 Meter langen und 14 Meter tiefen Scheune, die in ihrem Unterteil sämtliche Vieh-, Schweine- und Schafftälle beherbergt, brach aus noch nicht ge­klärter Ursache Feuer aus. Das ganze Gebäude brannte bis auf dke Grundmauern nieder. Das Vieh konnte gerettet werden. Insgesamt fielen dem Feuer 100 Fuhren Heu, 400 Zentner Gerstenstroh eine große Menge alter Futtervorrate und die landwirt­schaftlichen Maschinen und Geräte zum Opfer.

Paris, 3. Auq. (DNB. Funkspruch.) Zu den Schmuggeleien und Betrügereien des Großrabbiners der Juden von Brooklyn, Isaak Leiser, werden jetzt Einzelheiten bekannt, wie er sein Opium und Heroin in Bibeln und Talmutbüchern mit doppeltem Boden schmuggelte. 81 solcher Bibeln und Talmutoucher, die zu 'Schmuggelzwecken mißbraucht wurden, konn­ten entdeckt werden. Man/ schätzt den Wert des auf diese Weise geschmuggelten Rauschgiftes auf mehrere Millionen Pfund Sterling. In einer Mel­dung aus Jerusalem wird die Vermutung aus­gesprochen, daß sich dort eine internationale Schmugglerbande j ü r Rauschg if te ge­tätigt als deren Oberhaupt ebenfalls der 1 udifche Oberrabbiner aus Neuyork-Brooklyn ange- sehen wird. Die Untersuchung wird fortgesetzt.

Der Tod in den Bergen.

Franco-Spanien im inneren Ausbau

Der werdende (Staat.

Finnischer Besuch in Berlin.

Berlin, 2. Aua. (DNB.) Die anläßlich der Eröffnung des deutsch-sinmschen Luftverkehrs auf der Strecke BerlinHelsingfors in der Reichshaupt- stadt weilende finnische Delegat ton war am Montagabend unter Führung von Derkehrsmimster Sa lo v a ara Und Innenminister Dr. Ke k kön­nen Gast des Reichsministers der Luftfahrt, Generalfeldmarschall G ö r i n g , im Heim des Aeroklubs in Rangsdorf. Außerdem nahmen der finnische Gesandte in Berlin, Exzellenz Wuori- ma a, sowie Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Innenministeriums, des Propagandamimste- riums und der Deutschen Lufthansa an dem kame­radschaftlichen Zusammensein teil. In den An­sprachen von Verkehrsminister Salovaara und des Chefs des Allgemeinen Luftamtes tm Reichs- luftfahrtministerium, Ministerialdirektor Fr s ch, tianq in gleicher Weise der aufrichtige Wunsch zu einem weiteren Ausbau der 3yfa,"^

menarbeit in der deutsch-finnischen Handelsluftfahrt wider. .. .. ...

Am Dienstagoormittag besuchten die finnischen Gäste den Neubau des Berliner Zentralflughafens Tempelhof und des Reichsluftfahrtrniniftenurns und äußerten lebhaft ihre uneingeschränkte Bewunde­rung für die großzügigen und vorbildlichen An­lagen und Baue. Vor dem Start der Delegation zum Rückflug nach Helsingfors gab der ^unische Gesandte am Dienstagmittag einer Empfang. Auch hier wurde erneut der Wunsch zu einem frucht­bringenden Erfahrungsaustausch und emem freund­schaftlichen Zusammenwirken im Luftverkehr ve-

Pünktlich 14.10 Uhr startete das planmäßige Streckenflugzeug in Tempelhof, um die finnischen Gäste in ihre Heimat zurückzubringen.

Trauerfeier für die verunglückten Berg­leute in Merkers.

Der Reichsminister der Luftfahrt und Ober­befehlshaber der Luftwaffe GeneralfeldrnarfchaU Göring hat dem Flugkapitän B l a n ke n bür g folgendes Telegramm zugehen lassen: Mit Stolz und Freude habe ich die Meldung von Ihrem 100. Transozeanflug entgegengenommen. Durch diese Leistung haben Sie erwiesen, daß die Deutsche Luft­hansa in vorbildlicher und mustergültiger Weste den Transozeandienst aufgebaut, planmäßig Durajqe-- fübrt und zu einer von der gesamten Algerischen Welt anerkannten Höhe entwickelt hat. Ich spreche Ihnen für Ihre hierbei bewiesene persönliche Tat­kraft und Einsatzbereitschaft meine vollste Aner­kennung aus. Generalfeldmarschall Goring hat ferner Flugkapitän Blankenburg sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift übermittelt.

Grotzeuer in der Ahön.

Ein furchtbarer Brand suchte das Rhönstädt­chen Fladungen heim. Acht Wohnhäuser und acht Scheunen sowie Nebengebäude dem Feuer zum Opfer, das sich mit rasender Schnelligkeit aus- qebreitet hatte. An den in den Scheunen lagernden aroßen Heuvorräten fand das Feuer reiche Nah­rung Die Bekämpfung des Brandes gestaltete sich

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Der 1813 in Trebatsch an der Oberspree geborene Ludwig Leichhardt hat sich um die Erforschung des fünften Erdteils aroße Verdienste erworben. 1841 hatte er im Osten Australiens seine erste erfolgreiche Expedition durchgeführt. Die erste Durchqu.'rung des damals noch völlig unerforschten Nordostens von Australien gelang Leichhardt in den Jahren 1844 bis 1845. Er erforschte als erster dis dortigen Küstengebiete. Nach fehlgeschlagenen Versuchen, den ganzen Erdteil in ostwestlicher Richtung zu durch- queren, ist er mit seinen Getreuen im Jahre 1848, als er von Queensland nach Perth an der Oft- küste aufgebrochen war, verschollen. Es hieß damals, feine Expedition sei von Eingeborenen überfallen und die Teilnehmer ermordet worden. Der jetzige Fund enträtselt das Schicksal des beuh (eben Forschers, und der Fundort stellt ihm zugleich das ehrenvolle Zeugnis alls. bereits die Hälfte des damals vorgenommenen Weges zurückgelegt zu hoben. Die bis in die letzte Zeit hinein eifrig be­triebenen Nachforschungen nach der Leichhardt- Exvedition dürsten jetzt ihren Abschluß gefunden haben.

Rabbiner Isaak Leiser das Haupt einer Weltschmugglerbande?

Merkers (Rhön), 2. Aug. (DNB.) Auf dem KalischachtKaiseroda" ruhte am Dienstag Die Arbeit. Es galt Abschied zu nehmen von elf Ar­beitskameraden, die in der Nacht zum Sonntag den Bergmannstod fanden. Mit den Leiv- tragenben waren vereint die führenden Manner der Bewegung und des Staates, mit ihnen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Gauleiter uno Reichsstatthalter S a u ck e l und Ministerpräsident Marsch! er. Nach den Worten des Betriebsob- mannes nahm Dr. Ley das Wort zur Trauerrede. ,Lch habe euch elf toten deutschen Bergarbeitern . so begann er bewegt,den Gruß des Führers zu überbringen, den Gruß des Volkes und der Pa^l^^' den Gruß aller schaffenden Deutschen Diese Man­schen sind in einem großen heiligen Dienst gefallen. Ihr Leidtragenden seid nicht mehr allein, der Fuy-

Gowjeispanische Angriffe an der Ebrofront abgewiesen.

Bilbao, 3. Aug. (DNB.) Der Kampf an der Ebrofront dauert fort. Nationale Flieger und Artillerie brachten in starkem Einsatz dem Gegner hohe Verluste bei. Die A n g r i s f e d e r S o w i et- spanier wurden gänzlich a b g e w i e s e n. Zahl­reiche feindliche Stellungen konnten erobert werden. Ueberläufer sagten aus, daß Entmutigung und Ver­zweiflung in den bolschewistischen Reihen herrsch­ten In den späten Nachmiftagsstunden des Diens­tag ließen die Angriffe stark nach, vermutlich in­folge Mangels an Munition, da der Nachschub durch die nationalen Tiefluftangriffe fortgesetzt ge­stört wurde. \

elf Ministern heute fünf gleichzeitig Mitglieder des Nationalrates find. Regierung und Partei haben ihre gemeinsame Spitze in Franco selbst, der heute der Staatschef Nationalspaniens ist.

Erst nach der Zusammenfassung aller ausbau­fähigen Kräfte in der neuspanischen Staatspartei ging Franco daran, aus derJunta Tecnica" ein Ministerium zu machen, also den provisorischen Notbehelf in einen dauernden und wohl geglieder­ten Apparat umzuwandeln. Die in der Staatspar­tei zusammengefaßten geschichllich und landsmann­schaftlich gewordenen Gruppen wurden bei ber Bil­dung des neuen Ministeriums berücksichtigt. Für die alten Streit-Erinnerungen gab es. angesichts der drängenden Fülle unmittelbarer Aufgaben und der harten Pflicht zur Bewährung in schwierigen Um­ständen wenig Raum und Zeit. Die frühere spa­nische Verwaltung war nicht besonders wirksam gewesen und stand den großen sozialen Aufgaben ziemlich hilflos gegenüber. Aber woran die meisten Ausländer nicht gedacht haben und nicht denken, das ist der ganz wesentliche Umstand, daß der Krieg Spanien in zwei Hälften zer­legt hatte: Die Zentralstellen waren in dem roten Madrid, die nachgeordneten unteren Verwaltungs­stellen mußten sich plötzlich mit eigenen Mitteln in schwierigen Situationen behelfen; alle Banken und alle Ve'rkehrsanstalten waren in ähnlicher Weise zerrissen, und die Fülle der daraus entspringenden Schwierigkeiten ist leicht einzusehen. Der Krieg hat die damit gegebenen Problemstellungen allerdings auch vereinfacht: Denn nun, da an jeden einzelnen Bürger die Frage von Sein und Nichtsein ; herantrat, erhöhte sich die Bereitwilligkeit zur Mit- arbeit, und manche Frage, die in normalen Zeiten > zu stürmischen Auseinandersetzungen geführt hätte, - wurde verhältnismäßig nebensächlich. In personeller - Hinsicht wirkte der Krieg-wie ein Sieb: Junge, un­belastete und frische Kräfte setzten sich durch, die al­ten Parteihelden verschwanden von selbst ober muß­ten unter dem Druck der allgemeinen Unzufrieden­heit ihren Abschied nehmen. Gerade von französi­scher Seite wird diese Verjüngung und erhöhte Wir­kungskraft des nationalspanischen Staatsapparates heute, mit einem Anflug von etwas neidvoller Be­wunderung, häufig genug anerkannt. Französische Besucher Nationalspaniens, die die Schäden der ein­gewurzelten parteipolitischen Korruption im parla­mentarischen Frankreich kennen, verzeichnen mit Er­staunen die Tatsache, daß im Laufe zweier kurzer, allerdings auch blutiger Jahre, aus dem passiven, gleichgültigen und höchstens auf das eigene Inter­esse bedachten Spanier ein Staatsbürger wird, der an seinem Staat mitarbeitet und dem der Staat darum auch zu einem persönlichen Besitz geworden ist eben durch Arbeit, nicht durch Worte oder gar durch Parteistreit.

rer trägt euere Sorge, ber Führer trägt eueren Schmerz, das ganze Volk fühlt mit euch/

Die bergpolizeilichen Untersuchungen über die Ur- ache des Unglücks konnten im wesentlichen abge-- chlossen werden. Die Untersuchungen ergaben, daß irgendein Verschulden nicht vorliegt, sondern daß der beklagenswerte Tod von elf bewährten Arbeits­kameraden durch Naturgewalten verursacht wurde, )ie leider im Bergbau immer wieder Opfer er­fordern.

Klugkapitän Blankenburgs 100. Ozeanflug.

Mit ber ßanbung des Lufthansa-Postflugzeuges Nordmark" am Sonntagabend in Neuyork voll­endete Flugkapitän Joachim Blankenburg feinen 10 0. Ozeans lug. Mit dieser Leistung teht Blankenburg an erster Stelle in .der Welt; zuvor hat kein Ozeanflieger eine derartige Anzahl von Ozeanflügen erreichen können. B^u^enburg, ein geborener Berliner, der seinen Wohnsitz in Bremen hat, unternahm 1930 von Bord des Lloyd- DampfersEuropa" ,au5 feinen ersten Schleuder­flug im Lufthanfa-Postdienst nach Neuyork 1934 führte er den ersten planmäßigen Sudatlantik- Postflug nach Brasilien aus. 1936 konnte er mit Direktor Freiherr von Gablenz zusammen den ersten durchgehenden Nordatlantikflug mit emem Verkehrsflugboot nach Neuyork aussühren. Blan­kenburg hat im Laufe seiner Tätigkeit vielt über eine Viertelmillion Kilometer quer über den Atlan­tischen Ozean geflogen.

Große Waldbrände in Frankreich.

Die auch in Frankreich herrschende außergewöhn- liche Hitze hat eine Reihe großer Waldbrände zur Folge gehabt. Aus Nantes an der Loiremun- dung wird gemeldet, daß dort ein Waldbrand mehrere hundert Hektar Wald vernichtet hat. Drei Dörfer kamen dadurch in größte Gefahr. Das Dorf Tillon war schon vollkommen von den Flammen umgeben und konnte nur durch angestrengteste Tätigkeit der ganzen Bevölkerung vor dem Unter­gang gerettet werden. In Paris wurden am Dienstag bis zu 3 6 Grad im Schatten ge­meßen.

Badeunglück an der französischen Attankikküste.

Ein schweres Badeunglück ereignete sich in einem kleinen Strandbad in der Nähe von St. Mar. tin auf der Insel Re an - ber atlantischen Küste Frankreichs. Zwanzig Kinder einer Ferienkolonie waren bei Ebbe dabei, unter der Aufsicht einer Lehrerin ein Meerbad zu nehmen, als sieben Mäd- chen die sich zu weit in das Meer hinausgewagt hatten, plötzlich in tiefes Wasser gerieten. Die Lehrerin eilte den Kindern sofort zu Hilfe. Es ge­lang ihr auch, eines der Kinder zu retten. Bei ihren weiteren Bemühungen wurde sie jedoch, eben­so wie die übrigen sechs Kinder, ein Opfer der Wellen.

Internationaler Kongreß der Anthropologen und Ethnologen in Kopenhagen.

Der zweite Internationale Kongreß der Anthrologen und Ethnologen wurde in Anwesenheit seines Schutzherrn, Komg Christian X. von Dänemark, in der Kopenhagener Universität eröffnet. Im Namen Dänemarks und der dänischen Staatsregierung richtete Außenmini.

außerordentlich schwierig, da anfänglich Wasserman­gel herrschte. Die Feuerwehr mußte sich darauf be­schränken, den Brand 3u lokalisieren. Hervorragen­den Anteil an den Rettungs- und Löscharbeiten haben die Arbeitsdienstmänner aus vier benachbar­ten Lagern. Ihnen ist es auch zu verdanken, daß chließlich der Wassermangel behoben werden konnte; ie errichteten ein Stauwehr in einem Bach, so daß di» Motorspritzen eingesetzt werden konnten. Der gesamte Viehbestand mit Ausnahme einiger Schweine wurde gerettet; dagegen konnte von den Brandgeschädigten meist nur die notwendigste Habe geborgen werden. Eine Reihe weiterer'Hauser wurde durch Feuer und Wasser schwer beschädigt.

Das Großfeuer ist, wie die polizeilichen Ermitt­lungen ergaben; durch ein Kind verursacht worden. Dieses Kind war von seiner Mutter in den Keller geschickt worden, dessen Eingang sich m der Scheune befand. Dor dem Keller zündete das Kind ein Streichholz an und warf es, noch glim­mend, in die Futtervorräte, die kurz darauf m Flammen aufgingen. Der durch den Brand unge­richtete Schaden ist außerordentlich groß. Außer zahlreichem Hausgerät, Kleidern, Wäsche und Schuhen fielen dem Feuer über 100 Fuhren Heu zum Opfer. Der Gemeindediener Baumgart ver­lor seine ganze Habe. Hilfsmaßnahmen für die Brandgeschädigten wurden noch am Dienstag em«

Neues auf der Funkausslellung.

Der Bedienungskomfort an den neuen Rundfunkempfängern die m Mem W R erften- mal auf ber Runbfunkausstellung gezeigt werden, ist eins der markantesten Merkmale der Großen Rundfunkausstellung. So z.B. zeigt dieser Apparat eine Tastatur, auf der leber sich acht verschiedene Sender abstimmen kann, die dann Mit Hilfe eines gebauten kleinen Elektromotors durch einen einfachen Druck den gewünschten Sender im Lautsprecher erklinge lassen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

jpanien absticht. . ,

Die »Zunta Tecnica" war em Notbehelf. Nach den militärischen En'olgen im Süden und Norden, später auch im Osten des Landes, mußte zunächst eine klarere Scheidung zwischen militärischen und zivilen Zuständigkeiten erfolgen. Gleichzeitig drängte sich das wesentliche Problem Spaniens zur Losung heran: Nämlich, eine enge Verbindung zwischen Regierung und Volk zu schas­sen. Die Regierung war durch Jahrhunderte em reiner Behördenapparat gewesen, zu einem Teil wenig wirksam, zu einem anderen Teil auch korrupt. Die Aemter wurden als Dersorgungsstellen der Partei-Cliquen mißbraucht. Es kam also entschei­dend darauf an, eine enge Verbindung zwischen Bevölkerung und Behördenapparat herzustellen, und diese Aufgabe übernahm die spanische Einheitspartei, die Franco tm April 1937 ins Leben rief- Diese einheitliche Staatspartei ver­einigte die geschichtlich und landsmannschaftlich ge­wordenen Gruppen der Falangen, Requetes und Carlisten, was nicht ganz ohne Reibungen ab ging, aber schließlich zu einem glücklichen Ende ge.uhrl wurde. Die Notwendigkeiten des Krieges machten es Franco verhältnismäßig leicht, die von altersher bestehenden Gegensätze mit dem Hinweis zu ube^ brücken, daß zunächst gesiegt und auch nach dem Siege einträchtig z u s a m m e n g e ar« beitet werden müsse. Der Arbeitsausschuß der Nationalpartei ist durch Personalunion weitgehend mit der Staatsverwaltung verbunden, so daß von

Im Schachturnier um die Mei st er­schaff von Großdeutschland wurde in Bad Oeynhausen die zehnte Runde gespielt. Die an der Spitze liegenden Meister konnten sich durchweg er­folgreich behaupten. Stand nach der zehnten Runde: Eliskases 8% Punkte, Kieninger 7% Punkte, Koch 6V$, H e r r m a n n 6, K r a n k i und Richter je 5^, Becker, Engels und Koh­ler je 5, Rollstab 4%, Reinhardt und Schmidt je 8%, W e i l 3, Eisinger 2V-, N o warra 1% Punkte.

Wilkens beteiligt sich an Ellworths Südpol- Expedition.

Wie ein Amsterdamer Blatt meldet, hat Sir Hubert Wilkens mitgeteilt, daß er sich an die von Lincoln E l l s w o r t h organisierte Südpol- Expedition anschliehen wird.

Britischer Flugzeugkonstrukteur tödlich verunglückt.

Hauptmann F. S. B a r n w e l, der Konstrukteur des bekannten Bristol-Kampfflugzeuges sowie des Bristol-Blenheim-Bombers, stürzte in der Nahe des Bristoler Flughafens mit seinem Flugzeug auf eine Landstraße und fam ums Leben. ..Darnwel hatte das Bristolflugzeug gebaut, das für Groß­britannien den Höhenweltrekord errang. Auck das Flugzeug, mit dem er adstürzte, war nach feinen eigenen Angaben gebaut worden.

Alle, auch sichtlich voreingenommene Befucher < Spaniens stimmen darin überein, daß die Lebens- verhältniffe der bürgerlichen Bevölkerung in dem Nationalfpanien Francos unendlich besser sind als in Rotspanien, daß unmittel­bar hinter der Front schon wieder Handel und Wandel aufleben, daß die Züge regelmäßig ver­kehren, daß der Außenhandel weitergeht und daß die Motorisierung im Personen- und Güterverkehr merkliche Fortschritte macht. Wirtschaftlich besonders interessierte Beobachter verzeichnen vor allem auch den Tatbestand, daß die n a t i o n a l s p a n i s ch e Währung unendlich besser steht als die rotspanische, obwohl die Machthaber von Valencia und Barcelona das Gold der Bank von Frankreich und dasbeschlagnahmte", tatsächlich geraubte Eigentum vieler Privatpersonen zur Der-, fügung hatten.

Als Franco vor reichlich zwei Jahren den bol­schewistischen Anschlag abwehrte, mußte er einen qanz neuen Derwaltungsapparat schaffen. Zunächst wurde eine ,Hunta Tecnica^ bestellt, also eine Art Militärausschuß, der sich mit den Angelegenheiten hinter der Front beschäftigte. Franco gewann zahl­reiche Beamte und Techniker für seine neue Ver­waltung, und der Erfahrung dieser Männer gelang es, mitten in den Kriegswirren das allgemeine Leben in Gang zu halten, ja sogar der Wirt­schaft neue Impulse zu geben. Schon an dieser Stelle muß auf den wichtigsten Punkt, wenig­stens im Vorbeigehen, hingewiesen werden: Daß es nämlich zunächst darauf ankam, in dem zerrüt­teten Lande Vertrauen zu gewinnen und insbesondere die tiefen sozialen G e g e n - fätze zu überbrücken. Sieben Zehntel allen Grundbesitzes befinden sich in der Hand der Kirche und des Adels; da den Pächtern die Aussicht er­öffnet wurde, in absehbarer Zeit und durch er­schwingliche Leistungen Eigentümer zu werden, wurde das agrarsoziale Problem so wirksam gelost, daß von diesem GesahrSnpunkt nicht nur keine weiteren Störungen ausgingen, sondern daß Natto- nalspanien durch feine glänzende Leb en s- mittelüerforgung auf das fcharfite von Rot-