Englands Warenvorräte für den Kriegsfall.
London, 2. Juni (Europapreß.) Die Vorbereitungen der englischen Regierung für die Sicherstellung der Nahrungsmittelzufuhr im Kriegsfälle führten am Donnerstag zur Einbringung einer Vorlage im Unterhaus, durch die das Wirtschaftsministerium ermächtigt werden soll, wichtige Nahrungsmittel in unbeschränktem Umfange und in einer ihm richtig erscheinenden Weise aufzustapeln. Die Vorlage sieht ein Berka u s s v e r b o t für den Fall vor. daß die aufgestapelten Nahrungsmittel zu einem späteren Zeitpunkt auf einmal auf den Markt geworfen werden und dadurch ein Ueberangebot mit ungünstigen Preisentwicklungen Hervorrufen könnten Der Mini- ster erklärte, daß vor allem Weizen Zucker und Walfischöl aufgestapelt werden sollen. Es handle sich lediglich um Vorsichtsmaßnahmen für den Fall, daß England während eines Krieges vorübergehend die Herrschaft zur See verliere oder daß seine Nahrungsmittelversorgung vorübergehend durch Luftangriffe unterbrochen werde.
2,5 Millionen Pfund Zusahprogramm für die englischen Tlottenrüstungen.
London, 2. Juni. (DNB.) Die zusätzlichen Vorschläge für den Marinehaushaltsplan belaufen sich auf 2 410 500 Pfund. Don dieser Summe entfallen 177350 Pfund auf Neubauten im Jahre 1 938. Letztere umfassen zwei Schlachtschiffe, sieben Kreuzer, ein Flugzeugmutterschiff, drei U-Boote, ein Zerstörerdepotschiff ein U-Bootdepotschifs, ein Flugzeugreparaturschiff, drei Minenleger, zwei Kanonenboote, sieben Motorschnellboote, vier Leichter (für allgemeine Dienstzwecke) sowie eine Anzahl kleinerer Hilfsfahrzeuge. Außerdem sieht das Programm den Ankauf des Wasserflugzeug- Mutterschiffes „Albatros" von der auftra- lifchen Regierung vor Mit diesen zusätzlichen Ausgaben beläuft sich jetzt der Voranschlag für das Flottenbauprogramm 1938 auf 56 479 440 Pfund, was eine Erhöhung um 1 484700 Pfund im Vergleich zum Vorjahr bedeutet
Oie Bolschewisten setzen im Ttichteinmischungsausschuß ihre Berzögerungetakist fort.
London, 2. Juni. (DRV.) Im Nichtein- Mischungsausschuß erklärte der sowjetrussische Geschäftsträger Kahan (Kohn), die Sowjetregierung sei bereit, ihre bisherigen Vorbehalte gegenüber der Auszählungsmethode der Freiwilligen aufzugeben und die vorgeschlagene Einteilung in vier Haupt- kategorien entsprechend dem britischen Plan anzunehmen. Die Sowjetregierung habe auch nichts gegen den vorgeschlagenen Zeitpunkt der Kontrolle einzuwenden, vorausgesetzt, daß wenn nach Ablauf von 30 lagen und 10 Tagen weiterer Karenzzeit die Zurückziehung der Freiwilligen nicht begonnen habe, die Kontrolle automatisch wieder aufhören und keine weiteren Verlängerungen der Kontrolle unter keinem Vorwand stattfinden sollen. Die Sowjetregierung müsse jedoch Eategorifd) darauf bestehen, daß die Kontrolle zu Lande und zur See verstärkt und wirksam gemacht werde. Gleichzeitig wiederhole die Sowjetregierung den Vorschlag, daß internationale Beobachter ständig in den spanischen Häfen sein müssen. Nur unter diesen Bedingungen seien die letzten britischen Vorschläge annehmbar. Die sowjetrussischen Vorschläge bedeuten, daß die Sowjetregierung neue Schwierigkeiten macht, die ein weiteres Hinauszögern der Ärbeiten des Nicht« einmischungsausschusies mit sich bringen. "Nach längeren Auseinandersetzungen, in denen die Haltung Kahans (Kohns) einer scharfen Kritik unterzogen wurde, vertagte sich der Ausschuß bis nach den Pfingstfeiertagen. Bis dahin sollen die Mächte zu der sowjetrussischen Forderung Stellung nehmen.
Zuspitzung der Sandschak-Frage.
Neuer türkischer Schritt in Paris.
Paris, 3. Juni. (Europapreß.) Die Sandschak- Frage gibt in Paris zu starken Besorgnissen Anlaß. Ein neuer Schritt des türkischen Botschafters in Paris, Suad Davas, bei Außenminister Bonnet hat Bestürzung hervorgerufen. Der Botschafter hat eine Note seiner Regierung über die jünßften Zwischenfälle im Sandschak-Gebiet überreicht. Die türkische Regierung beklagt sich heftig über zahlreiche Ueberariffe, Deren Opfer türkische Staatsangehörige im Sandschak-Gebiet aewesen seien. Die französische Regierung möge sofort die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um ähnliche Zwischenfälle künftig zu vermeiden. Der französische Außenminister hat den französischen Botschafter in Ankara und den französischen Oberkommissar in Syrien telegraphisch angewiesen, ihm Bericht 31^ erstatten. In Paris spricht man die Befürchtung aus, daß die Türkei zum Schutze ihrer Staatsangehörigen im Sandschak- ©ebiet einschreiten könnte. Der französische Außenminister hat deshalb die Behörden in Syrien und im Sandschak-Gebiet angewiesen, alle Maßnahmen zu treffen, damit die Wiederholung von Zwischenfällen vermieden und der Türkei fein Vorwand zum Einschreiten gegeben werde.
Oie zweite Schiacht an der Lnnghai-Vahn.
Kihsien von den Japanern erobert.
Schanghai, 3. Juni. (Europapreß.) Die Japaner haben am Donnerstag in der seit Tagen in der Provinz Honan, dem Gebiet der Lunghai- Bahn, entbrannten Schlacht nach schweren Kämpfen, die die ganze Nacht andauerten und bei denen auch die Luftwaffe eingesetzt wurde, die befestigte Stadt Kihsien erobert. Gleichzeitig gingen sie auch weiter südlich vor und überschritten die Grenze zwischen den Provinzen Anhwei und Honan und besetzten die Stadt Luyi. Die Eroberung von Kihsien bedeutet den Durchbruch durch die äußere Verteidigungslinie von Kaifeng, in dessen Umgebung, wie die Japaner behaupten, die Chinesen die Hauptschlacht vorbereiten. Am Donnerstagabend meldete man auf japanischer Seite bereits' einen allgemeinen Rückzug der chinesischen Truppen nach Westen mit Ausnahme der nördlich der Lunghai- bahn, insbesondere bei Sanyichai, neun Kilometer
nordwestlich von Lanfeng stehenden, erst kürzlich verstärkten chinesischen Truppen.
"Ein neuer Versuch der Japaner, die Verbindung mit der abgeschnittenen Division unter Führung Generals Doiharas aufzunehmen, wurde am Freitagmorgen unternommen. Es soll den Japanern gelungen fein, den Gelben Fluß in der Höhe von Tschenlinkau zu überschreiten. Dagegen ist den japanischen Truppen in der Anhwei-Provinz heftiger Wider st and geleistet worden,
als sie sich anschickten, die Stadt H 0 f e i einzunehmen. Bis zu den Mittagsstunden des Freitags soll es ihnen nicht gelungen sein, in Schußweite an die Stadt heranzukommen, da die Chinesen die Stadt mit letzter Kraft verteidigen. Aus chinesischer Quelle verlautet, daß es den in der Schansi-Provinz stehenden chinesischen Truppen gelungen sei, in den letzten zwei Wochen zehn Orte im südlichen Teil der Provinz zurückzuerobern. Namen wurden allerdings nicht bekanntgegeben
Gras Gano über den Osterakkord mit England.
»Anerkennung Der gegenseitigen historischen Position."
Rom. 2. Juni. (DNB.) Der zweite von dem Institut für auslandsaußenpolitische Studien veranstaltete Kongreß unter dem Vorsitz von Staatsminister Pirelli ist in Mailand in Anwesenheit Keiner Kgl Hoheit des Grafen von Turin vom italienischen Außenminister Graf C i a n 0 eröffnet worden „Das faschistische Italien", so erklärte Graf Ciano, „das dem Grundsatz der Achse Rom- Berlin treu ist, wird fortfahren, eine Politik enger Zusammenarbeit und tiefgehenden Einvernehmens mit dem nationalsozialistischen Deutschland durchzuführen Diese Freundschaft ist in schweren Stunden erprobt und verstärkt worden. Heute bildet zusammen mit der Gemeinsamkeit der Ideale und Interessen die gemeinsame Grenze für die beiden jungen Nationen und die beiden alten Völker einen neuen Grund des Verstehens, der Solidarität und der gegenseitigen Achtung. Die italienisch-deutsche Soli- Parität trat zum ersten Male in Erscheinung, als die beiden Länder zusammen entschlossen gegen den Angriff Stellung nahmen, den der Bolschewismus an einem Ende Europas unternommen hatte, indem er in Spanien das Sprungbrett für eine noch weitgehendere Aktion der moralischen und sozialen Zersetzung des Abendlandes zu scharfen versuchte. Der Aktion gegen den Bolschewismus habe sich das starke und edle japanische Volk angeschlossen.
englische Ministerpräsident in feiner mutigen und offenen Unterhausrede bei der Vorlage des mit dem Italien Mussolinis geschlossenen Abkommen bewiesen. Die Worte des, hervorragenden Staatsmannes hätten im italienischen Volk tiefen Widerhall gefunden Sie seien ein Beweis für die Absichten, die Neville Chamberlain und sein Mitarbeiter Lord Halifax bei ihrem Werk der Klärung und Versöhnung gehegt hätten. Die italienisch-englischen Abkommen hätten den Vorteil, den Boden von den Resten der Vergangenheit gesäubert und die Beziehungen zwischen den beiden Imperien auf eine Grundlage der Klarheit und Der Aufrichtigkeit ge - st e l l t zu haben, die die einzige sei, auf der Heber- einkommen zwischen Nationen dauerhaft und fest sein könnten Nichts sei gefährlicher als Abkommen zu schließen, die sich unter vergänglichen Kompromissen, Mißtrauen und geheimen Absichten verbergen Es sei nicht im Stile des faschistischen Jtalens, in politische Kombinationen dieser Art einzutreten. Es liege auch in niemandes Interesse, vor allem nicht im Interesse des Friedens, der, um dauerhaft zu sein, nicht auf dem brüchigen Gewebe diplomatischer Abkommen aufgebaut werden könne, sondern die Anerkennung der gegenseitigen historischen Position verlange. Dies seien die Elemente, die den italienisch-englischen Abkommen Kraft und Leben verleihen.
Eine Bahnung an Frankreich.
Die italienische Presse zur Rede Cianos
Die Arbeiten des Kongresses würden in Italien die Kenntnis außenpolitischer Fragen vertiefen, jenseits der Grenzen aber das Wesen der italienischen Probleme, die nur allzuoft mißverstanden und verfälscht würden, klarstellen Man könne kein Werk, das dauerhaft und fruchtbar sein solle, zu Ende führen, ohne es aus der Erkenntnis der neuen Realitäten, die die Geschichte dauernd schaffe, aufzubauen. Eine solche Erkenntnis habe der
Rom, 2. Juni. (Europapreß.) In politischen Kreisen will man aus den Erklärungen Cianos heraus, zusammen mit der von ihm erhobenen Forderung nach gegenseitiger Anerkennung und Ach
tung der geschichtlichen Stellungen eine MahiU nung an Frankreich herauslesen, die Der-1 Handlungen mit Italien in dem gleichen aufrichti- 1 gen und in einem den gegebenen Totsachen Rech- 1 nung.tragenden Geiste mit dem gleichen europäischen 1 Willen zur Zusammenarbeit weiterzuführen, wie : seinerzeit die Engländer. So schreibt „Giornale | d'Jtalia", dos imperiale Italien verfolge heute eine imperale Politik, die ihm das Recht z gebe und es ihm zur Pflicht mache, in allen großen Fragen Europas und der Welt m i t z u r e d e n. Die Richtung der italienischen Außenpolitik werde unabänderlich festgelegt durch" die deutsch-italienische Solidarität, die durch die europäischen Ereignisse bis hin zur direkten Grenznochbarschaft zwischen den beiden Nationen nur noch wertvoller und vielseitiger gestaltet worden sei. Wie oft müsse man noch wiederholen und durch Tatsachen belegen, daß Italien keine politischen Abmachungen mit anderen Volkern annehmen könne, die außerhalb ober im Gegensatz und zur Wirklichkeit der Achse Berlin—Rom stehen mürben.
Das pariser Wo.
Paris, 3. Juni. (DNB. Funkspruch.) Jour sieht zwei Tendenzen in der Rede Cianos: Der feste Wunsch Italiens weiterhin eng mit Deutschland zusammenzuarbeiten und die Entschlossenheit Roms, überall und mit allen Mitteln gegen den Bolschewismus zu kämpfen. Man könne feststellen, daß das vollkommene Schweigen des italienischen Außenministers über die französisch-italienischen Beziehungen Darauf schließen müsse, Daß Die Ver- hanDlungen zwischen Rom und Paris fürs erfte nicht wieder auf genommen werden mürben, zum mindesten nicht, solange Frankreich nicht klar und deutlich gezeigt habe, daß es das Spiel Moskaus nicht mehr mitmache, Rom scheine der Ansicht zu sein, daß ein Abkommen mit einer Regierung, die Gefangene der Volksfront sei, keinen Sinn habe. Der Frieden könne nur ehrlich und dauerhaft mit einem n a t i 0 n a • I e n Frankreich geschlossen merben. Der bem Quai d'Orsay nahestehende „Petit Parisien" ist ebenfalls der Ansicht, daß man für den Augenblick nicht an eine Wiederaufnahme der französisch-italienischen Besprechungen denken könne. — Das „Journal" sagt: Man müsse Die höflichen Worte an Die Adresse Englands ermähnen, die vom italienischen Außenminister sicherlich mit dem Ziel gesagt morden seien, um einen Unterschied zwischen der Politik Großbritanniens und derjenigen Frankreichs zu machen. Der Plan der französisch-italienischen Verhandlungen müsse Der „Realität Der Achse Rom— Berlin" Rechnung tragen. -
Die Wetterführung des Vuuprogramms in der Reichshanptstadt
Oer Große Stern im Tiergarten wird „Forum des Zweiten Reiches".
Das Modell für bas neue Verwaltungsgebäude des Deutschen Gemeinbetages. — (Scherl-M.)
I
Berlin, 3.Juni. (DNB.) Die Durchführungsarbeiten zur baulichen Neugestaltung Berlins» Die mit bem Bau b e r O st - W e st - A ch s e, mit dem Beginn des Neubaues der Wehrtecknischen Fakultät irn Bereich Der neuen Hochschulstabt, mit der Verbreiterung der Doßstraße, Dem Neubau der Reichskanzlei und dem Abbau der Siegessäule bereits in vollem Gange sind, werden nun durch die gleichzeitige Inangriffnahme einer Anzahl größter Ein- jelarbeiten um ein Vielfaches erweitert. Mit der Inangriffnahme folgender Arbeiten wird am 14. Juni die Durchführung der Planung fortgesetzt:
Arn Schnittpunkt der Nord-Süd-Achse mit Der Potsdamer Straße, Dort roo Der neue Rundplatz mit einem Durchmesser von 210 Meter entsteht, wird auf Dem niedergelegten Baublock Potsdamer, Margarethen- und Viktoriastraße der Grundstein zum Haus des Deutschen Fremdenverkehrs und damit zum ersten großen Neubau an der neuen Nord-Süd-Straße gelegt.
Die völlige Neuordnung des gesamten Berliner Reichsbahnnetzes beginnt mit der Aufnahme der Arbeiten an Drei Baustellen: am Königs- Platz mit Dem Bau Der norD-süDlichen U-Bahnlinie Der Reichsbahn, in Großbeeren mit Dem Neubau eines Verschiebebahnhofes als Ersatz für Den jetzigen alten Verschiebebahnhof Tempelhof und mit Dem Neubau Des Abstellbahnhofes T e m p e l h 0 f als Ersatz für Den jetzigen Abstell, bahnhof Papestraße. Mit diesen Arbeiten wird zugleich die praktische Voraussetzung für die spätere Einlegung des Südbahnhofes und des Nordbahnhofes geschaffen. An drei Baustellen wird mit den Tiefbauarbeiten für die nord-südliche Untergrundbahn in der neuen Achse begonnen: am Königsplatz, am Kreuzungspunkt der Nord-Süd- Achse mit der Charlottenburger Chaussee und in Tempelhof. Ein Spreedurchstich am Königsplatz ermöglicht nach Fortfall des bisherigen Spreebogens den 1000-Tonnen-Kähnen des Mittellandkanals hier freie Durchfahrt. An Der Kreuzung Charlottenburger Chaussee-bisherige Siegesallee wirD mit Der umfangreichen Tunnelanlage, Die Den Kreuzungsverkehr Der beiDen Achsen bewältigen soll, begonnen. Es wirD mit Dem Versetzen Der Denkmäler Der Siegesallee nad) Der jetzigen Großen-Stern-Allee im Tiergarten begonnen. Zum Haus des Deutschen Ge- meinöetages, dem ersten größeren neuen Bauwerk der Ost-West-Achse zwischen Bahnhof Tier- garten und Charlottenburger Brücke, wird Der Grundstein gelegt
Der Große Stern im Tiergarten her durch Die Vergrößerung feines Durchmessers auf 200 Dieter und die Jleuaufffeüung der erhöhten
Siegessäule zu einem der repräsentativen Plätze der Reichshauptstadt wird, soll durch Die Ausgestaltung seiner engeren und weiteren Umgebung Darüber hinaus zum Forum des Zweiten Reiches werden. Während die bisher dort aufgestellten Jagdgruppen an verschiedenen Stellen des Tiergartens eine neue Stätte finden, sollen an der Rordseite des verbreiterten Rundplahes die Denkmäler Roons, Moltkes und vismarcks zur Aufstellung kommen, die jetzt auf dem Königs- Platz stehen.
Auch die Denkmäler der Siegesallee werden ihren Standplatz wechseln; denn die jetzige Siegesallee wird als Teil der Nord-Süd-Straße erheblich verbreitert. Ein Zurücksetzen in Die neue Straßenflucht würDe Die Denkmäler, Die schon heute Durch Den Fährverkehr stark getrennt sinD, noch weniger räumlich zusammenwirken lassen unD Damit Den früheren parkartigen Charakter Der Allee endgültig zerstören. Es ist daher für die Denkmäler e i n
Parkweg des Tiergartens gewählt wor- Den, Der sowohl von jedem Fährverkehr frei bleibt, als auch auf den Großen Stern zuführt und diesem Damit eine noch größere Bedeutung als Ehrenplatz des Zweiten Reiches verleiht. Die Große- Stern-Allee, der von Südosten auf den Rund- platz Der Siegessäule führende Weg, soll Die neue Siegesallee werDen. Hier werden die Denkmäler Der Siegesallee weiter in sinngemäßer räumlicher Verbindung mit Der Siegessäule bleiben. Da sowohl Die Siegesallee als auch die Sieges« fäule zusammen mit den anderen Denkmälern des Konigsplatzes historische Baudokumente des Zweiten Reiches darstellen, besteht für uns die Verpflichtung, diese Denkmäler für die Zukunft zu erhalten. Dabei ist es gleichgültig, daß Der Wert der Denkmäler im einzelnen heute stark umstritten ist. Aus dem gleichen Grunde werden auch die Torbauten der Charlottenburger Brücke, die beim Bau der Ost-West-Achse vorübergehend abgetragen werden mußten, als Bauzeugen einer historischen Vergangenheit w i e d e r e r r i ch t eck.
Die ersten Aeubaisten.
Oa- neue Verwaltungsgebäude des Deutschen Gemeindetages.
erste Land, das der Gastlichkeit einen Palast errichtet. Der Bau erhält seine Vorderfront auf der West- feite bes grofjen Rundplatzes, dem Stadtinnern zu- gekehrt. Diese halbrundförmige Vorderfront har eine Länge von 106 Metern, während die frontale Ausdehnung der Rückseite etwa 200 Meter beträgt -Jt?Up.tmerfmaIe bes Baues sind Die das Erdge- Motz einfassenden Bogengänge und die Riesenfen-
Obergeschosses, hinter denen sich in hundert JJleter Lange Die großen Säle erstrecken. Der größte Raum Des GebäuDes wirD Der Tagunqs-und u e ft f a a I sein, in Dem 1600 Personen Platz fin- Den können. Das ErDgeschoß hat für Ausstellungs- Zwecke Auskunfterteilung unD Reisebüroschaltee ^00 Quadratmeter Raum. Auch eine weiträumige JSaftftatte ist hier vorgesehen, ferner ein Mull er p 0 st a m t und ein Raum für wechselnde Ausstellungen der Reichspost. Eine zweite Gaststätte volkstümlichen Stils wird im Keller zu gemütlichem Verweilen einladen. Für die Gefolgschaft ist im Dachgeschoß eine Kantine mit Wirtschaftsräumen für etwa 1000 Personen vorgesehen. Die Pläne und Entwürfe haben unter JBetreuuna durch Den Gene-
Das neue VerwaltungsgebäuDe Des Deutschen Gemeinbetages an Der Ost. West-Achse in Charlottenburg, zu Dem Der Grundstein gelegt werden soll, wird bei einer Frontlänge non 260 Metern neben 3000 Büroräumen einen großen Saal für 600 Personen und mehrere kleine Sitzungssäle umfassen Der mit Granitplatten bedeckte Ehrenhof des Hauses öffnet das Gebäude zur Oft-West-Achse hin. Vom Ehrenhof gelangt man in eine große Vorhalle. Hier schließt sich eine Trep- penanlage aus Kunststein mit massivem Geländer an. Die Architektur weist eine klare ulld ruhige Linienführung mit reicher Profilierung auf. Vor der tanggestreckten Front an Der Berliner Straße wirD ^^tUcher See entstehen, Der von gärtnerischen L-chmuckanlagen umgeben sein wird. Den Bauplatz bestimmte der Generallnspektor für die Reichshauptstadt, Prof. Speer, während der Entwurf unter dessen ständiger Betreuung von den Architekten Stadtbaurat Prof. Dr. E 1 k a r t (Hannover) und ;öiplomingenieur Sch 1 empp (Berlin) stammten. D>e Bauzeit ist auf anderthalb Jahre berechnet.
as Haus des Deutschen Fremdenverkehrs roirb , y nrrourTe oaoen unter Betreuung hurrh him (Rene- ”. bbe5 P,atz-- auf dem geatzen j ralbauinfp'ttor fßrof Speei M "lÄen Ä-
hi»ntah™r'bem. l bahndirektor Hugo Rö t tch e r unb Reichsbahnbau-
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