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^nrniür*!rA des Deutschen Fremdenverkehrs voraussichtlich untergebracht werden der Reichsaus- l?ub für Fremdenverkehr, der Reichsfremdenver- kehrsverband' die Reichsoerkehrsgruvve, Hilfsge- uH*?65 m5-ftcl)r,5,?ie Rrichsbahnzentrale für den Üte*?e®,eOerte?r' bas Reichsbahnwerbeamt, h rrb.h ^m^9re65enJ.rale' ^r Deutsche Automo. gx»!U& und die Wirtschaftsgruppe Gast­

statten- und Beherbergungsgewerbe.

3n 15 Zähren ein neuer Grünewald.

Sterbender Kiefernforst wird zu lebenskräftigem Mischwald.

neu u1? im Laufe der nächsten 15 Jahre umgestaltet. Die Planung des General- baulnspektors, Professor Speer, weist umfassende Neupflanzungen durch Durchsetzung des Kie­fernwaldes mit Laubbäumen vor, die Anlegung neuer Wanderwege über die ^oyen und am Hafenufer, die Schaffung von Spiel- un d Erholungsplätzen und eine weitaus bessere Verkehrserschließung durch neue Erstraß en, Parkplätze, Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und ähnliches. Das Wald gebiet selbst bleibt dem Auto nach wie vor verschlossen.

Eine Reihe schwerwiegender Gründe war für die umfassende Neugestaltung maßgebend: Der vor etwa 200 Jahren als Ersatz für den abgeholzten Mischwald neu angelegte Kiefern forst hat im Laufe der Jahrzehnte den Boden derartig einseitia beansprucht daß das Wachstum in den größten Teilen des Waldes heute still steht. Der Grüne­wald ist em sterbender Wald. Die landschaftlich schö­nen Teile sind kaum erschlossen, es fehlen Zufuhrungsstraßen und Parkplätze, und schließlich steht die Zahl der zweckmäßig angelegten Sport-, Spiel- und Erholungsplätze in keinem Verhältnis zu der heute immer größer werden Zahl der Be- fucher dieses größten im Stadtgebiet Berlins lie­genden Waldgeländes. Von diesen Tatsachen gehen ri Forderungen aus, die der Generalbauinspektor gestellt hat, um aus dem größten zusammenhängen­den Grunareal in nächster Nähe der Reichshaupt­stadt, dem sterbenden Kiefernforst, einen Wald zu machen, der in Zukunft eine ideale Erho­lungsstätte für die Berliner Bevölkerung sein

Ausklang

des Reichsführerlagers der HI.

Weimar, 2. Juni. (DNB.) Nach dem Ab­schluß der Vorträge in der Weimarhalle wurde auf dem Appellplatz die Lagerfahne feierlich eingeholt. Am Abend fand auf dem festlich geschmückten und illuminierten Marktplatz eine Abschiedskundgebung statt. Gauleiter Sauckel verabschiedete sich von den HJ.-Führern. Stabsführer Lauterbacher betonte, daß dieses dritte Reichsführerlager die Idee der Ge­meinschaft und Kameradschaft bestärkt und gute Arbeitsergebnisse gebracht habe. Der Stabsführer kündigte an, daß wahrscheinlich in zwei Jahren wiederum ein Reichsführerlager der HI. in Weimar stattfinden werde.

Neuordnung des österreichischen Berufsbeamtentums.

Berlin, 2. Juni. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt wird eine Verordnung zur Neuordnung des öster­reichischen Berufsbeamtentumes veröffentlicht. Die Verordnung dient der Umstellung der österreichischen Beamtenschaft auf den nationalsozialistischen Staat in gleicher Weise wie das Berufsbeamtengesetz von 1933 im Altreich. Sie lehnt sich in ihrem Aufbau eng an dieses an und ermöglicht vor allem die Ausscheidung von jüdischen, jüdisch versippten und politisch unzuverlässigen Beamten, Angestellten und Arbeitern des öffentlichen Dienstes, wobei den be­sonderen Verhältnissen in Oesterreich Rechnung ge­tragen wird. Die Verordnung hat, wie seinerzeit das Berufsbeamtengesetz, vorübergehenden Charakter. Ihre Durchführung obliegt dem Reichs­statthalter in Oesterreich. Die vorgesehenen Maß­nahmen sind längstens bis zum 31. Dezember 1939 durchzuführen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer empfing am Donnerstag in der Reichskanzlei den österreichischen Heerführer aus dem Weltkrieg, General Krauß.

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Der Präsident derAkademiefürDeutfches Recht, Reichsminister Dr. Frank, berief aus Anlaß der Eröffnung der Gaftvortragsreche der Aka­demie an der Universität Wien und der Elngliede- rung der Gesellschaft für Rechts- und Staatswissen- schaften in die Akademie für Deutsches Recht den Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart und den Dekan der Juristischen Fakultät Prof. Dr. Schoen - b a u e r zu Mitgliedern der Akademie für Deutsches Recht.

Der japanische Generalleutnant I t a g a k i wurde nach einer Audienz beim Kaiser und nach Unter­redungen mit Fürst Conoe, dem Chef des General­stabes Kanin sowie dem bisherigen Kriegsmimster General Sugijama zum Kriegsminister er­nannt.

Nach einer zweiten Operation starb in Kingston der Gouverneur von Jamaika, Sir Ed- ward Denham. Er hat den Posten seit 1934 be- kleidet, nachdem er vorher im Kolomaldlenst höhere Pasten innegehabt hatte. Die Zeitungen weisen dar­auf hin, die unruhig- Lage in Jamaika habe einen entscheidenden Einfluß aus di-,Krankheit des Gouoer- neurs gehabt. #

Nach noch unbestätigten Meldungen soll es bei Santa Rosa in der Provinz El Oro wegen Grenz- streitigkeiten zu Z u f ° m m - n st e n zwischen eruadorischen und peruanischen T r u p p e n gekommen sein. Die Verluste der ecuadonschen Truppen werden mit 500 Mann angegeben^^^^^^

Der Blutorden großer Kampforden der nationalsozialistischen Erhebung.

Unser Bild zeigt die beiden Reliefs des Blutordens der Bewegung, den der Führer im x November 1933 anläßlich der Zehnjahresfeier der ersten Erhebung den daran aktiv beteiligten Kämpfern der SA., der Reichskriegsflagge und des Bundes Oberland verliehen hat. Die Auszeichnung wird an einem roten, schwarz-weiß geränderten Bande am Knopfloch der rechten

Brusttasche getragen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Berlin, 2. Juni. (DNB.) Der Führer hat fol­gende Anordnung erlassen:

3m Kampf um das Großdeulsche Reich wurden Hunderte ermordet, viele Tausende verletzt und in die Kerker geworfen. Diese mutigsten, opferbereite­sten und tapfersten Männer der Bewegung sollen für immer unseren Nachkommen leuchtendes Vorbild fein. Am dem auch sichtbaren Ausdruck zu geben, verfüge ich:

1. Der bisher für die aktive Teilnahme am 9. November 1923 verliehene Blutorden zvird nunmehr auch an solche Parteigenossen verliehen, die im alten Reich und in bett öster­reichischen Gauen im Kampf für die Bewegung

a) zum Tode verurteilt, dann zu lebens­länglichem Kerker begnadigt wurden;

b) Freiheits- bezw. Kerker strafen (auch in österreichischen Anhaltelagern) von mindestens einem 3ahr verbüßt haben; z

c) besonders schwer verletzt wurden.

2. Der Blutorden bleibt nach dem Tode des Trä­gers in Familienbefih.

3. Der Reichsschahmeister der NSDAP, ist für die Bearbeitung aller Blutordensangelegenheiken zu­ständig. Die Verleihung des Blutordens erfolgt durch mich auf Antrag des Reichsschahmeisters.

4. Die notwendigen Ausführungsbesiimmungen erläßt der Reichsschahmeister der NSDAP.

München, den 30. 5. 1938.

(gez.) Adolf hitler.-

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Der Blutorden der nationalsozialistischen Be­wegung wurde seinerzeit durch den Führer gestiftet.

um jene Männer zu ehren, die am 9. November 1923 an seiner Seite standen. Infolgedessen sind auch nur 1500 Orden an die Teilnehmer der na­tionalsozialistischen Erhebung zur Ausgabe gelangt. Zwischen damals und heute liegt jedoch eine Zeit­spanne, die reich an Opfern der Bewegung Adolf Hitlers ist. Unzählige haben im Kampfe gegen den Marxismus ihr Leben eingesetzt. Unzählige haben ihr Bekenntnis zum Nationalsozialismus mit langer Freiheitsberaubung oder dem Verlust chrer körper­lichen Gesundheit büßen müssen. Diesen Kämpfern für den Sieg des Nationalsozialismus wird nun ebenfalls der Blutorden verliehen werden, der damit weit über seine ursprüngliche Bedeutung hin­ausgeht. Er wird jetzt zu einer Auszeichnung, die nicht nur die Erinnerung an schwere Zeiten in sich schließt, sondern vor allem eine Höch st e Aner­kennung für die gebrachten Opfer be­deutet. Tausende und aber Tausende, die eine schwere Leidenszeit durchmacken mußten, dafür aber auch einen um so Herrlicheren Sieg erranaen, werden künftig den Kampforden der nationalsozialistischen Bewegung tragen. Und auch die Männer, die in Oesterreich zu dem Tode am Galgen verurteilt wur­den, die Tausende, die für ihre Ueberzeugung in die Anhaltelager des schwarz-gelben Systems gingen, waren durch ihren Mut, ihre Haltung und'Gesin­nungstreue die besten Propagandisten der deutschen Sache. Durch ihre Opfer, durch das Leid, das man ihnen und ihren Familien angetan, trugen sie dazu bei, daß Oesterreich in entscheidender Stunde seinen Weg ins Großdeutsche Reich gefunden hat, ohne daß auch nur ein Schuß abgegeben zu werden brauchte. Das Verdienst jener Männer, die selbstlos alles ein­setzten, wird nunmehr in besonders sinnfälliger Weise ausgezeichnet.

Kunst und Wissenschaft.

Hans von Wolzogen f.

In seinem Bayreuther Heim st a r b einer der letzten Getreuen des Hauses Wagner aus der Zbit des Meisters, Hans Freiherr v. Wolzogen, im Alter von 89'/r Jahren. Wolzogen wurde am 13. November 1848 als Sohn des späteren Schwe­riner Hoftheaterintendanten Alfred v. Wolzogen in Potsdam geboren; seine Mutter war eine Tochter Schinkels, sein Großonkel der Schwager Schillers. 1872 kam Wolzogen auf der Hochzeitsreise zum ersten Male nach Bayreuth, das später seine zweite Heimat werden sollte. DieBayreuther Blätter", eineZeitschrift im Geiste Richard Wagners", gab er bis zu seinem Tode heraus; von feinen zahl­reichen Schriften find die Erinnerungen an Wäg­ner, ein Führer durch Wagners Musik und Ab- handlunaen über die Sprache in Wagners Dich­tungen hervorzuheben. Wolzogen hat sich auch mit E. .T. A. Hoffmann und Wilhelm Raabe beschäfttgt und mehrere Operntexte geschrieben.

Praktische Gemeinschaftsarbeit der Wissenschaft.

Dieser Tage kamen in Frankfurt Wissenschaftler der medizinischen und naturwissenschaftlichen Fa­kultäten zu gemeinsamer Arbeit zusammen. Die Konferenz beschäftigte sich mit dem ThemaChemie und Physiologie des Eiweißes". An den Verhand­lungen ist nicht allein die Wissenschaft beteiligt, sondern auch viele Zweige der Nahrungsmittel­wirtschaft und der chemischen Industrie. Mit den Erkenntnissen über die Wirksamkeit des Eiweißes im menschlichen Körper liefert die Wissenschaft einen wertvollen Beitrag zur Sicherstellung der Ernäh­rung des deutschen Volkes. Der erste Teil der Kon­ferenz beschäftigte sich mit der Chemie. Das grund­legende Referat hielt Professor Dr. Felix, der Leiter des Frankfurter Instituts für vegetative Physiologie. In weiteren Referaten wurde die Be­deutung und Wirksamkeit des Eiweißes im mensch­lichen Körper behandelt. Der zweite Teil der Kon­ferenz behandelte das Eiweiß bei den Jmmunitäts- reaktionen. Das grundlegende Referat hielt Pro­fessor Dr. Abderhalden (Halle).

Deutscher Geschichtsforschertag 1938.

Die diesjährige Tagung für Landesge­schichtsforschung und Archivwesen. die der Gesamtoerband der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine feit dem Jahre 1852 jährlich ab­hält, findet vom 25. bis 29. September in Inns­bruck statt. Mit chr werden der deutsche Archiotag

und die Jahresversammlung der deutschen landes­geschichtlichen Publikationsinstitute verbunden sein. Gegenstand der Vorträge und Verhandlungen wird in diesem Jahre unter dem GesamttitelOesterreich und das Reich" die Landesgeschichte, Siedlungs­kunde und Volkfsforschung des österreichischen Rau­mes fein.

Bogoljubow Sieger im internationalen Schachturnier.

In der letzten Runde des internationalen Schachturniers in Bad Elster verlor Wei- nitfchke gegen Ahues, während Bogol­jubow und G i l g sich unentfchieden trennten. Der Schlußstand lautet: 1. Bogoljubow, 6,5 Punkte, 2. und 3. Engels und Eliskases, je 6 Punkte, 4. und 5. Gild und Kieninger, je 5,5 Punkte, 6. und 7. R e l l st a b und Ahues, je 4,5 Punkte, 8. Michel, 3,5 Punkte, 9. Dr. Weil, 2,5 .Punkte, 10. Weinitschke, 1 Punkt.

Aus aller Wett.

Der Mörder des Weimarer ^-Wachtpostens an einem neuen Verbrechen beteiligt.

Im Regensburger Vorort Lappersdorf wurde eine schwere Bluttat verübt, an der auch einer der beiden Mörder des Weimarer ^-Wachtpostens, der steckbrieflich gesuchte Peter F o r st e r, beteiligt ist. Die Kriminalpolizei hat in der Gegend von Schwandorf eine große Suchaktion eingeleitet, da sie annimmt, daß sich Forster dorthin geflüchtet hat. Der flüchtige Forster hatte in einer Regensburger Wirtschaft mit dem 45 Jahre alten Max S ö l l n e r aus Regensburg einen Einbruch im Pfarrhause von Lappersdorf verabredet. Während Forster den Auf­passer spielte, brach Söllner in das Pfarrhaus ein, wo sich ihm unvermutet die Haushälterin entgegen­stellte. Söllner verletzte die Frau mit einem Messer so schwer, daß sie bald darauf starb. Der Mörder konnte von den Dorfbewohnern nach aufregender Jagd festgehalten und der Polizei übergeben wer­den, während sein Komplice entkommen konnte. Söllner gab dann bei seiner ersten Vernehmung an, daß er bei der Tat von dem Mörder des Wachtpostens begleitet war.

Erdstoß in Osioberfchlefien.

Am Donnerstagfrüh gegen 3.45 Uhr wurde die Bevölkerung des südöstlichen Ostoberschlesien durch eine starke Erder sch ütterung aus dem Schlaf

geweckt. Der Erdstoß war so hefttg, daß die Bevöl­kerung panikartig ins Freie flüchtete. In der Um­gegend von Kattowitz wurde der Erdstoß besonders stark verspürt. Möbelstücke wurden aus ihren Stel­lungen gerückt, Bilder fielen von den Wänden. In Eichenau wurden schwere Schäden an Gebäuden angerichtet. Zwei Wohnhäuser wankten in ihren Grundmauern, und in den Wänden bildeten sich große Risse. Die 150 Bewohner verließen fluchtartig die beiden Häuser, deren Unbewohnbarkeit später von der behördlichen Baukommission festgestellt wurde. Auch in Hohenlohehütte wurden erhebliche Schäden festgestellt. Die Ursache der Erderschütte­rung ist noch nicht ermittelt Es wird vermutet, daß sie auf den Einsturz abgebauter Grubenstrecken aus älterer Zeit zurückzuführen sind.

Fieberhafte Suche nach einem entführten Kinde.

Bundespolizisten und Tausende von Farmern, Notstandsarbeitern und Pfadfindern, die teils mit Schrotflinten, teils mit Knüppeln bewaffnet sind, suchen in der Gegend von Princetown (Florida, USA.) fieberhaft nach dem in der Nacht aus dem Bett geraubten fünfjährigen James Cash und sei­nen Entführern. Die Eltern haben die Hoffnung aufgegeben, ihr Kind lebend wiederzusehen, obwohl sie die verlangten 10 000 Dollar Lösegeld an dem verabredeten Punkt der einsamen Landstraße in einer Schuhschachtel aus dem Auto warfen. Sucher fanden dann die leere Schuhschachtel. Besonders eingehend wird die von Moskitos und Klapper­schlangen heimgesuchte Sumpfstätte von'Everglades abgesucht, da man befürchtet, daß das Kind dort versteckt gehalten wird.

Tausendjährige Linde vom Sturm entwurzelt.

Bei dem orkanartigen Sturm, der in den letzten Tagen auf dem Westerwald herrschte, wurde auf dem Marktplatz in Steimel eine' mächtige, tausend Jahre alte Linde umgerissen. Der Baumriese stürzte auf die Hauptstraße, so daß dßr Verkehr für längere Zeit umgeleitet werden mußte.

Flugzeugunfall in Brasilien.

In Santos (Brasilien) verunglückte ein Wasserflugzeug der Syndicato Condor Ltda. beim Start. Von den an Bord befindlichen 15 Personen konnten 13 gerettet werden. Die Maschine führte fer­ner die für Argentinien und Chile bestimmten Luft­postsendungen, die Deutschland am 19. d. M. verlassen haben, mit sich. Die Post konnte größtenteils ge­borgen werden und wurde durch ein Ersatzflugzeug weitergeleitet.

4 Tote, 12 Schwerverletzte beim Absturz eines Sowjetflugzeuges.

Das Sowjetflugzeug N 212, das von den im Nördlichen Eismeer gelegenen Kaiser-Franz-Josefs- Jnseln zum Festband^zurückfliegen wollte, ist in der Nähe von Archangelsk infolge Motorstörung a b gestürzt. An Bord befanden sich 16 Personen, unter ihnen der Rekordflieger B a b u s ck k i n. Bei dem Unglück kamen vier Personen, auch Babuschkin, ums Leben. Die übrigen Insassen konnten mit schweren Verletzungen geborgen werden.

Vier Jahre Zuchthaus für. einen jüdischen Rassenschänder.

Die. Düsseldorfer Große Strafkam­mer verurteilte den 37jährigen Juden Alfred Salomon wegen Rassenschande zu einer Zucht­hausstrafe von vier Jahren und zehn Jahren Ehr­verlust. Salomon hatte mit einem 21jährigen arischen Mädchen ein Vssrhältnis gehabt, wobei er verschwieg, daß er Jude sei. Außerdem hatte er dem Mädchen einen falschen Namen angegeben und auch verschwiegen, daß er mit einer Jüdin verlobt war.

Eine Urheberrechksklage Lehärs.

Der Höchste Gerichtshof im Haag als Revisions- instanz hat entgegen den Dorinstanzen entschieden, daß für Rundfunkmusik in Kaffeehäusern U r heberrechte zu zahlen sind. Der Entscheid wurde in einer Klage getroffen, die der Komponist Franz Lehar gegen einen Kaffeehausbesitzer in Rotterdam angestrengt hat. Der Beklagte hatte seinen Gästen Gelegenheit geboten, die vom Sender Hilversum übertragene OperetteDer Zarewitsch" von Lehär im Lautsprecher mitzuhören.

Unglück an einem italienischen Bahnübergang.

An einem Bahnübergang in Terzigno (Provinz Neapel) hat ein Schnelltriebwagen ein Fuhrwerk überfahren, auf dem sich zehn Personen befanden. Drei Knaben wurden auf der Stelle getötet und weitere drei Personen schwer verletzt. Die Bahnwärterin, die die Schranke zu schließen ver­gessen hatte, wurde verhaftet.

Großfeuer in zwei holländischen Fabriken.

In einer Lampenfabrik in Herzogenbusch in Hol. land brach ein großer Brand aus. Das Gebäude stand innerhalb kürzester Frist in hellen Flammen. Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, daß das Feuer auf eine benachbarte große Zigarrenfabrik übersprang. In der dicht besiedelten Umgegend brach eine Panik aus. Die angrenzenden Grundstücke mußten geräumt werden. Beide Fabriken sind so gut wie vollkommen verloren. Es heißt, der Brand sei auf eine Explosion zurückzusühren. Der Sach­schaden ist.noch nicht zu übersehen. Verluste an Menschenleben sind nach den bisherigen Feststellun» gen nicht zu beklagen.

3nlernalionale Taschendiebe in Paris verhaftet.

Beim Verlassen des Autobusses Neuilly-Daumesnil wurden in Paris drei international bekannte Taschendiebe von der Polizei festgenommen, nachdem sie einige Augenblicke vorher einem Fahr­gast die Taschen geleert hatten. Unter den drei Langfingern, die sämtlich bereits vorbestrafte xunb des Landes verwiesene Ausländer sind, befindet sich auch ein antifaschistischer italienischer Emigrant, der wegen seines hohen Alters unter seinesgleichen die Bezeichnung desAlterspräsidenten der Lang­finger" trägt.

Ein Deutscher als Schöpfer der neuen 5-Eent-Münze in USA.

Einem Deutschen in Chikago ist eine besondere Ehre zuteil geworden. Es handelt sich um einen Kupferstecher namens Felix Schlag, der aus 390 Bewerbern für die Zeichnung der demnächst in Um­lauf kommenden neuen 5-Cent-Münze als Sieger hervorging. Die Münze stellt das Bildnis des frühe- ren Präsidenten der Vereinigten Staaten Thomas Jefferson (1801 bis 1809) dar. Die 5-Cent-Münze, die in den Vereinigten Staaten kurz alsnicket bekannt ist, ist die am meisten im Umlauf befindliche Münzeinheit Schlag hat an der Kunstakademie in München studiert.

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