Ausgabe 
3.5.1938
 
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UN- das SA -Sportabzeichen. I

Wi-derholungsübung dieses Abzeichens ein Leichtes zu sein, denn ich hatte

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Der

(Nachdruck verboten!)

12. Fortsetzung.

seine .

aus- man über

NSG. Die Wiederho lungs Übung für das SA.-Sportabzeichen, die wegen der Volksabstimmung verschoben wor­den war, fmdet nunmehr am Sonntag,

ür mein Reichssportabzeichen schwerere Bedingun­gen zu bestehen. Dennoch sah ich bald ein, daß der Gemeinschaftssport unter weltanschaulich Gleicharti­gen etwas anders ist, als die Erkämpfung einiger Hochleistungen auf Gebieten, die mir sportlich be- sonders gut lagen. Nicht SA.-Sportabzeichen oder Reichssportobzeichen muß es daher heißen, sondern jedem Deutschen das SA.-Sportabzeichen und jedem Sportler dann das Reichssportabzeichen."

mit Stolz zu den Trägern des SA.-Sportabzeichens. Sie wissen um die Bedeutung und die Notwendig­keit dieser Schule harten Einsatzes und kamerad­schaftlichen Kampfes. Sie kennen den inneren Wert dieser vom Führer geschaffenen Einrichtung. Sie ar- beiten mit an dem gemeinsamen Ziel. Jeder gesunde

> Deuticbe erkämvft sich das SA."Sportabzeichen!

Beneidenswert, trotz allem", sagt Walter Lenzsch oufatmend, nachdem Marga geendet und sich ein bißchen verwirrt über sich selbst in ihren Stuhl zurückgelehnt hat. Und in seinen Augen steht ge­schrieben: Immer bist du mir beneidenswert er­schienen, und am meisten damals, weiß du noch?

Aber hier müssen Sie sich jetzt gründlich ruhen und erholen", sagt. Tante Martha, und sieht ihr an, daß sie gern Marga Montwill die Hände striche oder über die Haare

Und der Doktor lehnt sich zurück, und

8. M a i statt.

Mit Stolz kann der Träger des SA.-Sportabzei- chens ob er nun SA.- oder NSKK.-Mann ist, ob er der ff oder dem Reichsarbeitsdienst angehört, ob er es als Angehöriger der Polizei, oder einer anderen Formation erworben hat, oder ob er einer SA.-Sportgemeinschaft zugehört sagen, daß er durch den Erwerb dieses Abzeichens seine körper­liche Leistungsfähigkeit, seinen Einsatzwillen und seine charakterliche GrundhaUung bewiesen hat. Männer aller Altersstufen, Volksgenossen aller Be­rufe, haben sich den vorbereitenden Hebungen un­terzogen und haben die Bedingungen erMt, die zum Erwerb des Abzeichens erforderlich sinh. Und das ist das Schöne an diesem Zeichen, das ist das Stolze für die, die es tragen. Eine schlichte Plakette ist das äußere Kennzeichen einer kämpferischen Ge­meinschaft, die aus allen Formationen unserer Be­wegung, aus allen Schichten unseres Volkes zusam­mengeschweißt wurde. Der Stolz, der diese Männer ihr Zeichen trogen läßt, läßt sie auch gerne der Mühen und Opfer gedenken, die sie neben Beruf und laufendem Dienst in ihren Einheiten zum (Erringen ihres SA.-Sportabzeichens aufwenden mußten.

Anläßlich der ersten Wiederholungsubung haben wir mit einer Anzahl Sportabzeichenträger gesprö- chen, und geben aus den Reihen dieser Kameraden zuerst einem jungen Scharführer, von Beruf Dach­decker, das Wort:Als Angehöriger des Bau- gewerbes SA.-Mann zu sein ist nicht sehr einfach. Unser Beruf, der uns zu einer sehr unregelmäßigen Arbeitszeit zwingt, erfordert unseren vollen körper- lichen Einsatz. Da uns nicht eine Werkstatt vor den Unbilden der Witterung schützt, sondern der Dach­deckerberuf uns unter freiem Himmel auf den Dä­chern der Häuser und auf den Firsten der Kirch­türme arbeiten läßt, sind uns Härte und Strapa- zen nicht fremd. Wenn unser Tagewerk vollendet ist, wäre dem Dachdecker die wohlverdiente Ruhe zu gönnen. Dennoch ziehe ich, wenn die anderen Feierabend machen, gern mein Braunhemd an und setze mich für den Führer und seine SA. ein. Als Scharführer sah ich es als meine Aufgabe an, mei­nen Männern im Erwerb des SA.-Sportabzeichens voranzugehen. Die Hebungen waren mir ein will­kommener Ausgleich gegen die einseitige Berufs­arbeit, und die gemeinschaftlich im Kameradenkreis überwundenen Strapazen führten uns noch enger zusammen, als es der allgemeine SA.-Dienst schon tat. Für meine Hebung bei der Wehrmacht war mir die Schule des SA.-Sportabzeichens eine wertvolle

Ein Kriegsteilnehmer, Vater mehrerer Pimpfe, meint:Hätten wir 1914 alle schon das SA.-Sportabzeichen gehabt, wir wären damals von vornherein weitgeländegängiger" gewesen und hätten uns nicht erst nach und nach von dem Feind das geländemäßige Verhalten aneignen müssen, das uns im Graben sehr notwendig war. Wenn früher der Soldat nach seiner aktiven Dienstzeit, oder der Sportler etwa nach seinem 30. Lebensjahr keine Leibesübungen mehr trieb, sondern sich oft auf die aule Haut Legte und seinen Körper vernachlässigte, o ist es heute durch das SA.-Sportabzeichen an­ders geworden. Um mich nicht vor meinem ältesten Pimpf schämen zu müssen, der mit Stolz feiix HI ' Leistungsabzeichen trägt, hatte ich mich entschlossen, das SA.-Sportabzeichen zu erwerben. Ich bedaure diesen Entschluß nicht. Ich konnte zu meiner Heber» raschung feststellen, daß mein Körper, trotz vier Fahren Frontdienst, noch elastisch und zäh genug war. Mit Stolz trage ich das SA.-Sportabzeichen neben meinen Kriegsauszeichnungen, habe ich es doch, genau wie jertc, ehrlich errungen. Den Grund­schein'der Lebensrettungsgesellschaft, den mein Sohn ebenfalls besitzt, werde ich mir im Lause dieses Sommers gleichfalls zu holen versuchen."

Ein Politisch er Leiter, ein alter SA.- Mann aus der Kampfzeit, sieht im SA.-Sportad- ze'chen den Anlaß, wieder mit dem Kameraden der SA. gemeinsam die Strapazen zu teilen und kämpferischen Einsatz zu pflegen.

Zum Schluß hören wir, daß eine sogenannte Sportkanone erzählt:Da ich mich seit Fah­ren sportlich spezialisiert habe und den Boxsport wettkampfmäßig betreibe, sogar mehrfach repräsen­tativ herausgestellt wurde, blieb mir keine Zeit, neben meinem lausenden Training und meinen Wettkampsverpflichtungen SA.-Dienst zu tun. Den­noch wollte ich das SA.-Sportabzeichen erwerben. Ich schloß mich einer SAG. an und lernte den Kampfsport von einer ganz anderen Seite kennen. Nicht Spitzenleistungen, sondern Mannschaftssport aus breitester Grundlage in kameradschaftlicher' Ge­meinschaft wurden hier gewertet und alle Organe des Körpers mußten hier mittun. Der mir völlig neue Geländesport, der Wehrsport, der kamerad­schaftliche Zusammenhalt haben mich eine ganz an­ders geartete Sportart iij ihrer Vielfältigkeit und Zweckmäßigkeit kennen lernen lasten. Ich freue mich auf die Wiederholungsübung im Kreise der Mit­kämpfer."

Aehnliche Aeußerungen hörten wir von Beamten der Polizei und vom B a h n s ch u tz , von Män­nern der Sanitätskolonnen und der F e u er­losch Polizei. Wir sprachen den Büromenschen und den Studienrat, den Fabrikarbeiter am laufen­den Band und den Bauern: Sie alle bekennen sich

Geprüfte Hausgehilfinnen.

Was die Hausgehilfin in zweijähriger Hauswirt- schaftlicher Lehre lernt, bildet die Grundlage für viele weibliche Berufe, es bedeutet ein Wissen und Können, das für jede Lebenslage zu brauchen ist.

Fn Gegenwart des Kreisschulrats N e b e l i n g und des Regierungsrats Repp aus Darmstadt fand in der Berufsschule die Prüfung der Haus- haltslehriinge statt. Die Abteilungsleiterin für Volkswirtschaft-Hauswirtschaft des Kreises Wetterau, Frau Mathy, leitete die Prüfung und stellte zunächst weltanschauliche'Fragen, die von den Mäd­chen gut beantwortet wurden. Das theoretische Wis­sen wurde von Fachlehrerinnen geprüft. Da gab es Fragen aus dem Wirtschaftsleben, die Chemie der Küche wurde durchgenommen, die Auslagen beim Einkauf berechnet und ein Haushaltsbuch angelegt. Mit großem Eifer gingen die Mädchen jann an ihre verschiedenen praktischen Aufgaben. Sie muß­ten selbständig ein Mittagessen für vier Personen Herstellen. Während die Speisefolge der einen Braten, Gemüse und Süßspeise verlangte, bereitete die andere einen Eintopf aus Fischfilet, Sauerkraut und Kartoffeln, hatte aber dabei noch die Zu­bereitung von Hefekuchen. So waren alle aus­giebig und abwechslungsreich beschäftigt und er­füllten ihre Aufgabe mit Fleiß und Geschick, wie die Kostproben beim Essen erwiesen.

Der Nachmittag war der praktischen Hausarbeit gewidmet. Es wurde gewaschen und gebügelt. An.

Fäden hin und her.

Vornan von Hedda Westenberger.

Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35.

Pfarrer Anthes f.

Am 27. April starb hier nach langem, schweren Leiden der Seelsorger der Luthergemeinde, Psar- rer Ludwig Anthes. Er hat den Eintritt in den Ruhestand, der ihm wegen seiner geschwächten Ee- sundheit für den 1. Mai mit dem Ausdruck des Dankes für seine der Landeskirche geleiteten treuen Dienste bewilligt worden mar, nicht mehr erleben

I

Da senkt Marga Montwill ihren Blick: Doktor hat, wenn er einen so voll und mit einer leisen Nachdenklichkeit anschaut (wie schon ein paar­mal, seit man beim Essen sitzt) verteufelt schöne,

Vorstufe."

Aehnlich äußerte sich ein Kamerad vom Schmiedehandwerk:Für einen Hand­werksmeister, der zugleich mit der Führung der Fnnungsgeschäfte betraut ist, scheint der SA.-Dienst und besonders der Erwerb des SA.-Sportabzeichens eine kaum tragbare zeitliche Belastung. Aber es heißt hier: ,Dennoch!' Das Seite-an-Seite-Stehen mit Kameraden aus anderen Berufen, das Ange­wiesensein auf den Nebenmann im Mannschafts­kampf, das Herausholen der letzten Reserven aus dem Körper gab mir stets wieder einen neuen Aus­trieb. Die Verleihung des Abzeichens war mir eine Stunde, die alle Opfer und Strapazen vergessen

machte."

Ein sf- Sportreferent sagte:Als ich zum ersten Male die Bedingungen des SA.-Sport- . - . -

abzeichens kennen lernte, schien mir die Erringung' Deutsche erkämpft sich das SA.-Sportabzeichen!

Oha, weiß sie was? Stehen die beiden am Ende so, daß Lenzsch gebeichtet hat? denkt Marga und prüft die beiden Gesichter. Aber da ist nichts zu sehen. Lenzsch sieht noch- immer nicht sehr gescheit aus, und Monika hat sich schon umgewandt und rückt die Stühle am Tisch zurecht. Jetzt kommt end­lich auch der Doktor Hammerbacher und füllt das Zimmer mit seiner Stimme und klopft dem jungen Kollegen den Buckel,^daß es nur so scheppert, und stupft Monika in die Seite, daß sie ein bißchen auf* quietscht, und'führt schließlich mit scharf gewinkeltem Arm Marga Montwill zu Tisch. Dann werden die Löffelerbsen aufgetragen, und Tante Martha ent­schuldigt sich vielmals, was aber im Stühlerücken untergeht.

Also Mahlzeit, Kinder", sagt Onkel Hammer­bacher, und alle beginnen stumm, mit gesenkten Augen, zu essen. Dazu tickt die große Hhr in der Ecke, und Tapsy umstreicht indianerhaft mit leise klingelndem Halsband den Tisch.

Hagelbildung.

Es wäre nicht richtig, den Mai nur von dieser gewitterhaften Seite zu bewerten. Er ist unter den Monaten tatsächlich der Wonnemonat, denn nicht nur der durchschnittliche Wetterverlauf mit, seiner Neigung zu viel Sonnenschein ist bei der jungen, grünen Pracht der Natur ein Hochgenuß, auch b;e icmpcratnrlage, die gemäßigt zwischen 17 bis 23 Grad Mittagswärme verläuft, entspricht den mensch­lichen Wünschen. Man schätzt eine derartige ge­mäßigte Temperatur weit mehr als die brennende Hiye und drückende Schwüle des Hochsommers. Der Bauer wünscht sich nach der alten Regel einen küh­len und feuchten Mai. Diese Regel ist im Durch­schnitt zu Recht bestehend, doch wird m diesem Jahre, da der April soviel Wärme vermissen ließ, bezüglich der Kühle eine Korrektur nötig sein. Da­gegen ist die Erwartung von Niederschlägen um so mehr begründet. Der April hat relativ kleine Feuch­tigkeitsmengen gebracht, weil die Schauer ob sie aus Regen oder Schnee bestanden durchweg im Ergebnis geringfügig waren.

Man stellt an den Mai große Ansprüche, die er wohl kaum restlos erfüllen wird. Immerhin hoffen ro r, daß er uns für den zu schlechten April etwas entschädigt. ______________________

Pfarrer Anthes wurde am 8. Funi 1883 in Caub als Sohn des dortigen Pfarrers geboren. Er stu­dierte in Erlangen, Halle und Marburg und schloß sich dabei dem Verein Deutscher Studenten an. Die erste theologische Prüfung legte er 1906 in Her­born die zweite 1908 in Wiesbaden ab. Hierauf war er bis 1909 als selbständiger Vikar in Hachen- bürg tätig. Dom 1. Mai 1909 bis Anfang 1911 verwaltete er die dritte Pfarrei in Homburg vor der Höhe, dann die Pfarrstelle in Geisenheim, bis er am 1. Fuli 1911 als Pfarrer in Därstadt bei Bad-Schwalbach angestellt wurde. Hier ent­wickelte er eine besondere Tätigkeit auf dem Ge­biet der Fugendarbeit, so daß er Landesleiter hcs Bundes Deutscher Fugendvereine wurde, den er für Nassau und Hessen begründet hat. Auch rief er das Jugendheim Schloß Westerburg ins Leben und begründete eine Schwesternstation in Bärstadt. Hier begann auch seine Mitarbeit an den Verhandlun­gen, die auf den Zusammenschluß der fünf Landes­kirchen Hessen, Nassau, Frankfurt a. SQL, Kurhessen und Waldeck abzielten, aber ihn nur bezüglich der drei erstgenannten Kirchen erreichten. Fm Oktober 1927 wurde Pfarrer Anthes das Pfarramt der Bergkirche in Wiesbaden übertragen. Auch hier widmete er sich insbesondere der Jugendarbeit, d:e dann in stärkerem Maße auch in den anderen Wiesbadener Gemeinden betrieben wurde, und er begründete u. a. eine Theologisch-wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Laien.

Am 1. August 1934 versetzte der Landesbischof Pfarrer Anthes an die Luthergemeinde zu Gießen. Auch hier entstand durch sein Wirken schon in kur­zer Zeit eine feste Gemeinschaft zwischen Pfarrer und Gemeinde. Die Folge war ein starkes Auf­blühen des Gemeindelebens. Aber schon nach etwa zweijähriger Tätigkeit war zu erkennen, daß seine Gesundheit den großen Anstrengungen des Dienstes nicht mehr gewachsen war. Wegen schwerer Er­krankung mußte er im Herbst 1936 einen Urlaub antreten, aus dem er zum Bedauern der Gemeinde nicht mehr in den Dienst zurückkehrte. Der Heim­gegangene hat unter diesem, durch seinen geschwäch­ten Gesundheitszustand erzwungenen, allzu ftühen Verzicht auf seine seelsorgerische Tätigkeit schwer gelitten, und noch auf seinem Sterbelager beschäf­tigte ihn der Gedanke, daß er der Gemeinde seine Dienste nicht so habe leisten können, wie cs seinem Herzenswünsche entsprochen hätte. Die Gemeinde wird ihn in treuer Dankbarkeit nicht vergessen. N.

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Einmal läßt der unglückliche Doktor Lenzsch in der Verwirrung der Gefühle einen Löffel auf die Erde fallen und taucht lange mit hochrotem Kopf unter den Tisch, während Tante Marthchen ihm s-till- schweigend einen neuen Löffel hinlegt. Einmal mur­melt Monika, daß wieder mal aal; Jetjlt, und angelt über den breiten Tisch, wobei ihr der pludrige Aermel durch die Suppe wischt. Einmal kommt hochrot die Köchin herein und meldet iiu Feldwebelton, daß noch Würstchen draußen sind, und einmal gibt Tante Martha dem bettelnden Seppi einen energischen Klaps und flüstert ihm zu, daß ersofort rausges-teckt wird, wenn er nicht s-till ist".

Dann haben alle den ersten Teller bewältigt, und während Tante Martha den zweiten ausgibt, wischt sich der Doktor befriedigt Mund und Kinn und eröffnet die Unterhaltung?

Na, also," wie's denn wäre, mit einem Wochen­ende in seinem Hause? Nicht das Heb elfte, wie? Und was sie denn sage, die Gnädige aus Berlin, ,u der jungen Dame Monika, die meistens einen Ladestock verschluckt habe, die aber sonst ein ganz brauchbares Mädchen sei. Zum Beispiel ist sie eine ausgezeichnete Jägerin, jawohl, das traut ihr keiner

Um diese 2 von allen in1 reinigen. Sd die rohen P nehmender ! schätzt. Aus deutsches Ku ätherisches C fördernde W Meerrettichse zur vermehre zur Fördern! lich beiträgt für die Nier Nheumatismi aus. Da er > besitzt, findet Linderung vc fetten« und tupfen das i mildert und

Neben dies als altijergeb Meerretich in Fisch- und F zu Dielen Sa Kewürze spat wirten und a meninyn Du

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Aus der Stadt Gießen.

AZünsche um den Mai.

Als der März endete, waren die deutschen Mittel­gebirge, abgesehen von den Gipfelregionen des Har­zes, des Riesengebirges, des Schwarzwaldes und der bayerischen Doralpen, bereits schneefrei. Fetzt, im Beginn des Wonnemonats, also vier Wochen weiter in den Frühling hinein, leuchten die Höhenzüge und Nordseiten der' mittleren Gebirgslagen wieder tm Schnee und die Bergbäche führen in großen Men­gen neues Schmelzwasser talwärts, das die außer­ordentlich starken und häufigen Schneefälle im ver- qangenen April in einer Neuschneedecke konzentrier­ten. Während am Ende des vorletzten Monats März die Vegetation unmittelbar vor dem Grün- ausbrud) bzw. vor der Blüte stand, zeigt sich jetzt am Maibeginn, daß bas junge Grün wahrend der vergangenen vier Wochen kaum vorwärts gekom­men ist.

Der geringe Grad der Weiterentwicklung der Vegetation im April ist teilweise sehr folgenschwer gewesen. Es kam zur Baumblüte, und die um die gleiche Zeit eintretenden anhaltenden Schneefälle und Fröste haben, wie jetzt feststeht, in den meisten Gegenden großen Schaden angerichtet. Wir schauen also betrübt auf den April zurück. Wenn auch dieser Monat sich immer durch eine gewisse Launenhaftig­keit auszeichnet, so hatte man mit einem derartigen Rückfall in winterliches Wetter nicht gerechnet. Hm so höher sind die Hoffnungen auf den Mac. Man sagt im Dolksmund, daß auf einen schlechten April ein schöner Mai folge, entsprechend der Erkenntnis, daß sich derNachwinter dann gründlich ausgetobt habe.

Trotz dieser Regelsetzung wollen wir nicht zu optimistisch sein. Es scheint so, daß der diesjährige Frühling zwar kein ausgesprochener Schlechtwetter, frühling ist, aber doch sehr stark zu Extremen neigt. Unb im Mai noch bie bekannten und berüchtig­ten .Eishelligen" auf dem Kalender stehen, wollen wir 'in der Wetterkalkulation vorsichtig fein. Der Mai ist der Monat der ersten und der schwersten Gewitter. Die Maigewitter haben einen besonders schlechten Ruf, nicht nur wegen ihrer Starke unb relativ großen Häufigkeit, sondern auch wegen der sie begleitenden Hagelschläge. Im Mai ist die Atmo­sphäre der gemäßigten Zone in den mittleren und höheren Lagen noch verhältnismäßig kalt. Beson­ders in diesem Jahre, nach den überaus starken Frösten des April, dürfte die Anwärmung der Hochatmosphäre, insbesondere über dem Ozean, nur sehr langsam vor sich gehen. Dagegen pflegen sich die unteren Luftschichten, namentlich über dem Fest­land, sehr schnell zu erhitzen. So entstehen die gro­ßen Temperaturgegensätze zwischen Land unb Meer einerseits bzw. Erdboden und Hochatmosphäre an­derseits. Die Folge ist eine gewisse Spannung m der Luft, bie zu Gewittern führt. Entsprechend der Größe dieser Spannung ergibt sich meistens ein erhebliches Maß von heftigen elektrischen -Entla­dungen; das Vorhandensein von kalter Luft in ge­ringer Höhe aber bringt bie Voraussetzungen für

Voniotizen.

Tageskalender für Dienstag.

Gloria-Palast (Seltersweg):Olympia, Fest der Schönheit". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Groß-Alarm". Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Hhr, Ausstellung rm Turmhaus am Brand.

Stadtthealer Gießen.

Die heutige Dienstag-Miete (29. Vorstellung) ist auf Donnerstag, 5. Mai, verschoben worben.

zu, unb überhaupt, so draußen sehr brauchbar, sehr brauchbar. Unb was ben Herrn Chefarzt in spe anlange, ber werbe wohl auch nicht ungehalten sein, wenn bie ehemalige Tanzstunbenliebe unter einem Dach mit ihm bas Wochenende verbringe, wie? Haha, ja, na, das verspreche ja wohl bann ganz lustig zu werden, unb eigentlich sei es gar keine Frage mehr: Fräulein Montwill müsse einfach ba- bleiben.Nicht wahr, Marthchen, nicht wahr, Monika?"

Walter Lenzsch lacht etwas gepreßt unb schielt zu Marga hinüber. Danzstundenliebe, bas sei gut, bas sei ein Witz! Nicht angeschaut habe ihn bas gnädige Fräulein in der Tanzstunde, obwohl er seinerseits bis über bie Ohren verliebt gewesen sei.

In dem Zustand befinden Sie sich wohl seitdem meistens?" sagt Monika spitz unb salzt verzweifelt bie zweite Portion Löffelerbsen, bis Tante Martha ihr mit Kopfschütteln bas Salzfäßchen entwindet. Walter Lenzsch zieht seine Augen von Marga zu­rück und schickt sie zu Monika hinüber. Na, meistens das fei ein bißchen viel behauptet, aber gelegent­lich fyabe er sich allerdings in diesem Zustand be» funden. Unb babei wird fein himmelblauer Blick bedeutsam, so daß Monika den ihren schleunigst auf ihren Teller senkt.

Also wie dem auch sei, mischt sich bann der Doktor wieder ein, da Fräulein Montwill ber all-

Knochen werden von der Schuljugend gesammelt.

NSG. Alle Arten Knochen sind ein wertvoller Rohstoff, der für die Volkswirtschaft nicht verloren gehen darf, sondern in allen Haushaltungen ge­sammelt unb ber Weiterverarbeitung zugeführt wer- ben muß. Die oammlung von Knochen wird im Gau Hessen-Nassau von ber Schuljuaend durch­geführt, nicht von der Hitler-Jugend.

neigt, unb ihre raschen Aeuglein sind noch winziger vor lauter Mftleid; Walter Lenzsch sieht aus­gesprochen neidisch aus, und ber Doktor...

Augen strahlen in ehrlicher Achtung:Tüchtig, tüch­tig. Wie freu ich mich, daß cs Paul Montwill- Tochter so weit gebracht hat!"

Nur Monika -sagt nichts. Aber e^ ist plötzlich eine Weichheit in ihrem hübschen hochmütigen Gesicht, und wie sie nun auf steht und Marga eine Zigarette anbietet und Feuer bringt, bas heißt ganz deutlich: Zwar mag ich dich nicht, aber vor dem Kerl in dir ziehe ich trotzdem den Hut.

Marga lächelt ganz fein, wie Monika ihr das Feuer hinhält, und sagt bann leise, mit einem viel­leicht unbewußten Blick auf Lenzsch:Was für hübsche Hände Sie haben, Fräulein Monika!"

Aber Lenzsch hllft gerade Tante Martha, die Tel­ler zusammenstellen. Nach Tisch pflegen die Ham­merbachersdrei Schritte" durch den Garten zu tun. Das war schon damals so, als Marga Montwill mit ihren Eltern zu Besuch war.

So tut man diesedrei Schritte" auch heute, obwohl der Garten noch kahl unb winterlich aus­sieht, und obwohl ein ganz ordentlicher Wind weht.

Dabei ergibt sich's bann, daß Walter Lenzsch zu Marga hintreten kann, die etwas adsetts von ben anderen eine zärtliche Unterhaltung mit Tapfy hat.

(5ibt er auch Pfötchen?" fragt Lenzsch unb beugt sich zu Tapsy hinunter, der schief an der Haus­mauer klebt und seinen breiten Kopf zärtlich und sentimental gegen Margas Knie gelegt hat.

Nein", sagt Marga,Pfötchen gibt er nicht. Dazu sind wir zu groß, nicht wahr, Tapsy? Das haben wir mal gemacht, als wir kleiner waren. Aber das ist lange vorbei, nicht wahr, Tapsy? Daran erinnern wir uns schon gar nicht mehr, nicht wahr, Tapsy?"

Meinst du damit vielleicht mich?" fragt Lenzsch

unb krault ben Hund.

Marga hebt flüchtig den Blick.Dich? Wieso dich? Und außerdem: Warum sagen mir auf einmal du? Es ging doch ganz gut mit dem Sie. Meinen Sie nicht, verehrter Herr Doktor?"

(Fortsetzung folgt.)

gemeinen Forderung auf Hierbleiben nicht wider­sprochen habe, so dürfe man annehmen, daß sie bleibe. Nun frage sich bloß, was man dem ver­wöhnten Großstadtkinb im kleinen Eigelstein bieten könne...

Aber, mein Gott", lächelt Marga unb legt un­willkürlich ihre Hanb auf bie bes Doktors,mein Gott, lieber Onkel Hammerbacher, bieten... ? Wenn ich wirklich Ihre nette Einlabung annehme, so ist damit schon mehr Hübsches für mich getan, als ich auf dieser Fahrt erwarten konnte. Bitte, bieten Sie mir nichts weiter! Ich finde es hier so entzückend unb so himmlisch geruhsam! Mehr will ich gar nicht, ober vielmehr, J3as ist ja gerade bas, was ich brauche! Wollen Sie mir glauben, daß ich seit Fahren nicht mehr an so einem breiten Familientisch gesessen habe? Und daß ich seit Fahren nicht mehr Löffelerbsen mit Speck unb Würstchen an so einem Tisch gegessen habe? Unb sich vorzu- stellen, baß nun nichts Aufregendes und (Eiliges mehr geschieht bis zum Kaffee, womöglich bis zum Abendbrot das ist für mich wie ein Märchen

aus Niemandsland. Glauben oie es mir!"

Sie schaut reihum unb sieht aller Augen auf sich gerichtet. Monika lächelt etwas ungläubig» befrembet; Tante Martha hat den Kopf leicht ge»

kluge unb junge Augen.

Eine kleine Stille entsteht.

Ob sie benn so viel Arbeit in Berlin habe, fragt Tante Martha bann leise, unb ihre Stimme klingt, als frage sie nach einer Verstorbenen^ Sicherlich habe sie boch einen Beruf, nicht wahr? Ach, bitte, was für einen? Unb mit dem Spitzmausgesicht zu Monika hinüber, bie gerade dem jungen Doktor das letzte Würstchen aufdrängt:Siehst du Monika, jetzt wirst du genau hören, wie das ist, in einem Beruf in Berlin. Du wolltest doch immer nach Berlin, weißt du noch? Noch vor einem Jahr hast du s-tändig davon geschwärmt."

Monika errötet über und über, und der junge Doktor Lenzschgeht los wie Blücher" freilich nur auf sein Würstchen, dessen einer Zipfel denn auch lustig über den Tisch unb auf Margas Kom­pottlöffel hüpft.

Marga verfrachtet freundlich das Wurftzipfelchen auf ihren Teller.

Walter Lenzsch schlägt deshalb unter dem Tisch dankend die Hacken zusammen, unb bann beginnt Marga zu erzählen.

Sie hat nur ganz obenhin erzählen wollen, wie eben ein Mensch, der sich im stillen denkt: Was wissen, was verstehen denn die da von dir und deinem Leben? Aber unter des Doktors lebendigem Blick, unter Tante Marthas herzlichen unb gescheiten Fragen, vor Matter Lenzschs freundschaftlicher Sach- lichkeit ja, unb auch vor Monikas immer selbst- vergessener werdendem Blick geht ihr auf einmal das Her; auf. Sie schildert ihr Leben, wie es wirklich ist, mit allen Sorgen und Noten, mit allen Erfolgen und Enttäuschungen, und sogar den letzten Grund ihrer plötzlichen Urlaubsfahrt gesteht sie ein.

Einmal, ganz kurz, ist ein kleines Erschrecken in ihr: Was tu ich denn, warum gebe ich mich so preis? Ader gleich hinterher schämt sie sich dessen: Pfui Marga Montwill, was 'für ein Gedanke! Sind bas Gesichter, benen man sichpreisgibt"? Sind bas Augen, in denen etwas anderes steht als selbstvergessenste Teilnahme für dich? Wann je hat­ten fremde Ohren so viel Zeit, so viel Geduld für dich? Wann je waren fremde Menschen dir so

wenig fremd?