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daß ihre Organisationen die Förderung der Regierung erhielten und gleichberechtigt neben dem Allgemeinen Gewerkschaftsbund gehört würden.

Ob sich in Zukunft eine große nationale Gewerk­schaft, die die kleinen Einzelgewerkschaften in sich aufnehmen würde, neben dem marxistisch orientier­ten Allgemeinen Gewerkschaftsbund zu bilden ver- mag, ist eine noch unentschiedene Frage. Der Mit­glieder des Allgemeinen Gewerkschafts­ou n d e s hat sich teils eine tiefe Entmutigung, teils ein heftiger Unwille gegen die Gewerkschaftsführung bemächtigt. Wie dieLiberte" berichtet, sind bei der Führung des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes im Laufe des Tages Tausende von Austritt s - erklärungen eingelaufen. Hunderte von Ge­werkschaftlern haben in der Unterffrundbahn, in den Autobussen und in den Pariser Straßen öffentlich ihre Mitgliedskarten zerrissen. Der Allgemeine Gewerkschaftsbund und sein General­sekretär I o u h a u x haben durch ziemlich flaue Ver­lautbarungen den niederschmetternden Eindruck, den die Streikbewegung auf die Anhänger gemacht hat, nicht verwischen können. Sie haben für den 5. De­zember eine außerordentliche Sitzung des Landes­rats des Gewerkschaftsbundes angekündigt. In die­ser Sitzung werden die rein gewerkschaftlichen Kreise von den Kommuni st en Rechenschaft über die Verantwortung an dem Mißerfolg der Streik­bewegung fordern. Man rechnet bereits mit heftigen Auseinandersetzungen und vielleicht sogar mit dem Austritt hochstehender Persönlichkeiten aus dem Gewerkschaftsbund. Das könnte das Zeichen zu einer neuen Spaltung fein. Unter den Arbeitern ist jeden­falls die Enttäuschung über die Haltung der leiten- ten Persönlichkeiten des Gewerkschaftsbundes, die

die Massen zu dieser Kundgebung aufhetzten, sehr groß. Sehr viele Arbeiter haben am Mittwoch gan^ offen erklärt:W ir sind verkauft worden!

Gegen die Anführer der Generalstreikbewegung werden von der Regierung energische Straf­maßnahmen ergriffen werden. Sie werden sich vor allem gegen die im Hintergründe stehenden Hetzer richten.. Diejenigen Personen, die an der Vorbereitung des Streiks oder seiner Durchführung beteiligt waren und die Sitze in den Verwaltungs­räten der großen staatlichen und halbstaatlichen Einrichtungen, wie der Bank von Frankreich, in der Nationalen Eisenbahngesellschaft, der Arnortt- sationskasse usw., haben, werden aus diesen Aemtern entfernt werden. Diese Maßnahme dürfte u. a. auch den Gewerkschaftsführer I o u - haux treffen, der Mitglied des Vorstandes der Bank von Frankreich und mehrerer anderen staat­lichen Einrichtungen ist. Die wenigen Arbeiter und Beamten der zentralen Verwaltungen, gegen die disziplinarisch vorgegangen werden muh, werden aus dem Dienst entfernt werden. Soweit es sich nur um eine einfache Dienstenthebung han­delt, muß die Entscheidung des zuständigen Mini­sters innerhalb drei Tagen erfolgen. Gegen die­jenigen Angestellten der öffentlichen Dienste und Konzessionsgesellschaften, die den Requisitionsbefeh­len nicht nachgekommen sind, werden die gesetzlichen Bestimmungen Anwendung finden. Durch die Niederlage, die der Allgemeine Gewerkschaftsbund mit dem Zusammenbruch des Generalstreiks erlitten hat, ist das persönliche Ansehen des französischen Ministerpräsidenten innerhalb der breiten Masse des französischen Volkes erneut gestiegen, so daß das Parlament ihm in der kommenden Woche wohl auch kaum die Gefolgschaft versagen kann.

Oie Organisation freiwilliger Hilfskräste in England.

Nationale Stammrolle für den Kriegsfall.

EP. London, 1. Dezember.

Die englische Regierung hat die zwangsweise Einführung einer nationalen Stammrolle in Frie­denszeiten endgültig fallen lassen. Dagegen soll im Kriegsfälle die Zwangs st ammrolle e i n g e f ü h r t werden. Der Minister für die zivile Verteidigung, Sir John Anderson, setzte im Un­terhaus seine Pläne zur Freiwilligen-Rekrutierung aller zur Verfügung stehenden Menschenkräfte für die verschiedenen nationalen Hilfsorganisationen auseinander. An Stelle der zwangsweisen Ein­reihung vorhandener Menschenkräfte werd^ die frei­willige Organisierung durchgeführt werden, mittels einer das ganze Land erfassenden Propaganda­welle, die bereits Mitte Januar nächsten Jahres einsetzen soll. Es wird damit ein freiwilliges nationales Register eingerichtet werden, aus verschiedenen, nach Kategorien geordneten Ne- benregistern. Zur Unterstützung der Propaganda wird Sir John Anderson schon in kurzer Zeit ein Handbuch veröffentlichen, in dem genaue Angaben über alle Hilfsorganisationen und die für sie ge­wünschten Kräfte angeführt werden. Jeder Eng­länder soll an Hand dieser Angaben in der Lage sein, zu überprüfen, welche Pflichten er überneh­men kann und soll sich bereits in Friedenszeiten zur Schulung in diese Organisationen einreihen.

Zu den Blättern, die sich für die Regierungs- maßnahmen einsetzen, gehört bezeichnenderweise die oppositionelleNews Chronicle", die meint, daß die Regierung recht daran tue, wenn sie in Friedenszetten am Prinzip der Freiwilligkeit fest­halte. Allerdings müsse die nationale Politik auch so sein, daß sie junge Männer und Frauen ver­anlasse, ihre Bereitschaft, dem Lande zu dienen, zu

zeigen. Auch dieDaily Mail" ist mit dem Plan der Regierung einverstanden. Unzufrieden ist dagegen der konservativeDaily Telegraph . Der Grundsatz der Freiwilligkeit sei unvereinbar mit der Erkenntnis, daß man eine Stammrolle brauche. Wenn die Zeit dafür gekommen sei, das gesamte Menschenmaterial wirksam zu organisieren und ein­zusetzen, dann könne eine Maßnahme, die nur einen Teil erfasse und noch dazu einen unsicheren Teil, nicht genügen. Eine Freiwilligen-Stammrolle gebe zwar die Zahl der zum Dienst bereiten Män­ner und Frauen an, aber keinen Anhaltspunkt da­für, ob sie fähig seien, Dienste zu leisten. Es sei unmöglich, die Welt davon zu überzeugen, daß Eng­land sich für eine volle nationale Anstrengung vor­bereite, so lange man die grundlegenden und not­wendigen Maßnahmen für deren Organisierung sorgfältig vermeide. AuchDaily Expreß" ist enttäuscht darüber, daß man an dem Grundsatz der Freiwilligkeit festgehalten hat. Es sei eine Methode, die dem Drückeberger alle Möglichkeiten gebe. Die Verteidigung Englands bleibe weiter dem Zufall ausgesetzt.

Die meisten Parlamentarier erklärten sich nach dem Bekanntwerden der Pläne zufriedengestellt und begrüßten die Erklärung als einen Schritt vorwärts in der Organisierung der englischen Ver­teidigung. Sowohl auf der Regierungsfeite als auch bei der Opposition findet sich Erleichterung darüber, daß der Dienst freiwillig und nicht zwangsweise fein soll. Die englischen Sozialisten hätten einen Zwang zur Dienstpflicht leicht agitatorisch auswerten können, während die Regierungsa/ihänger Mühe ge­habt hätten, ihn in Einklang mit Chamberlains Be­friedungspolitik zu bringen.

Der erste Spatenstich an derNeichsautobahn im Sudetenland

Eger, I.Dez. (DNB.) An der Straßenkreuzung EgerLiebenstein, in der Nähe der Einmündung von Franzensbad, vollzog der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, den er­sten Spatenstich zur Reichsautobahn im Sudetengau, die diesen jüngsten Gau Deutschlands bald durch die starken Klammern der Reichsautobahnlinien mit dem Altteich verbinden wird. Um die Mittagsstunde hatte sich auf dem Marktplatz die Bevölkerung in Hellen Scharen ein» gefunden. Vor der Tribüne, hatte die 200 Mann starke neue Gefolgschaft der Reichsautobahn, Ge- folgschastsmitglieder der Obersten Bauleitungen der RAD. aus dem Reich und die Ehreneinheiten der Partei und ihrer Gliederungen Aufstellung genom­men. Hier überreichten der Generalinspektor Dr. Todt und Gauleiter Henlein den neuen Ge­folgschaftsmitgliedern der Reichsautobahnen persön­lich die Arbeitsgeräte, die ihnen, wie Dr. Todt her­vorhob, später eine Erinnerung an das Jahr der Befreiung des Sudetenlandes, an den Tag des er­sten Spatenstiches im Sudetenland und an den Wie­deraufbau des neuen Großdeutschen Reiches sein sollen.

Am Nachmittag hatten sich auf der Feststätte des ersten Spatenstiches, einer sich weithin ziehenden Wiese am Rande des Kammerwaldes, wohl an 60 000 Volksgenossen aus dem ganzen Egerlande eingefunden. Den Gruß des Egerlandes entbot Kreisleiter Wollner (Karlsbad). Dann sprach Ge­neralinspektor Dr. T o d t: Wenn heute erst 200 Ar­beiter an dieser Stelle die Arbeit begännen, so wür­den es bald, wenn erst alle Strecken der Reichs­autobahn im Sudetenland in Angriff genomm.m seien, wohl an die 20 000 Arbeiter sein, die hier wieder Brot und Arbeit fänden. Ein Arbeiter aus der neuen Gefolgschaft der Reichsautobahn ver­sicherte, daß die sudetendeutfchen Arbeiter wüßten, was chre Pflicht fei, nämlich dem Führer treu zur Seite zu stehen. Der Führer habe das Seine für die Sudetendeutschen getan, die nun wissen, was sie für ihn zu tun haben. Nun machte sich Gauleiter Henlein zum Dolmetsch der Sudetendeutfchen. Wenn einst der Zustand der Straßen in Deutschland Ausdruck der inneren und äußeren Zerrissenheit und Uneinigkeit des Volkes gewesen seien, so seien die Reichsautobahnen der sichtbare Ausdruck der politischen Einheit, der Stärke und Größe des na­tionalsozialistischen Staates und seiner Führung und Ausdruck einer Idee.Das Sudetenland, das wir mit tiefinnerstem Heimatstolz zu den schönsten Gauen unseres großen Vaterlandes zählen dürfen, wird das Ziel Tausender und aber Tausender sein, die ihre Reise in den jüngsten (Bau des Reiches lenken. Unsere Weltbäder, durch viele Jahre

Mißwirtschaft geschädigt, werden aufblühen, und unsere Industrie wird den Wirtschaftszentren des Reiches nahegebracht, unsere landwirtschaften Ge­biete werden ganz neue Absatzmöglichkeiten finden. Das größte Geschenk aber fei, daß Tausende und aber Tausende der Arbeitslosen wieder Arbeit und Brot finden würden.

Generaldirektor Dr. Todt bat dann den Stell­vertreter des Führers, den ersten Spctt»n- stich zu vollziehen.

Rudolf Heß

führte dann in einer oft von stärkstem Beifall unterbrochenen Ansprache unter anderem aus:

Die Reichsautobahn ist ein großes sozia­listisches Werk, geweiht im Auftrage des Führers durch die Gesamtheit und für die Gesamt­heit. Auf ihr rollen auch wenn es fein muß d i e Machtmittel der deutschen Nation. Auf ihr rollen unsere Divisionen, unsere Geschütze, unsere Panzerwagen zum Schutze der Gemeinschaft, nicht zuletzt zu euerem Schutze, Sudetendeutsche. Eueren Schutz hat das ganze deutsche Volk über­nommen! Und wir wissen, daß ihr nie wieder von uns gerissen werdet (stürmische Zu­stimmungskundgebungen). Ihr schafft an einem Werk mit, das einst Zeugnis ablegen wird von dem durch den Nationalsozialismus neu beseelten germanischen Schaffensdrang. Diese Straßen sind in ihrer technischen Vollendung, in der Schönheit ihrer Linienführung, in der geschmackvollen Sauber­keit ihrer Ucbergänge und Brücken, in ihrer zu­sammenhängenden Planung einmalig auf der Welt. Sie sind Zeugnisse der Schöpferkraft eines ganz Großen der deutschen Geschichte. Sie sind zu Stein und Beton gewordener Wille eines Mannes. Ohne Adolf Hitler lebte heute in Deutschland kein gesundes, glückliches und aufstrebendes Volk. Es hätte diese strahlende Jugend nicht und nicht jene frohen Mütter die dem Volke freudig ihre Kinder schenken, weil sie deren glücklicher Zukunft gewiß sind. Es gäbe keine gesunde Landwirtschaft mit ihrem starken Bauern­tum, keine aufblühende Wirtschaft brächte Stunde um Stunde produktive Werte hervor, Güter, an denen wir alle teilhaben. Keine wahre Volks­vertretung, wie die NSDAP., würde das Volk be­treuen. Es würde kein deutsches Heer in modern­sten Waffen mit bester Ausbildung marschieren in vorbildlicher Disziplin. Deutschland hätte keine her­vorragende Luftwaffe und keine zivile Luftfahrt von überragender Güte. Wir hätten keine neue starke Kriegsflotte, ferne Handelsschiffahrt, die sich ihren Rang im Weltverkehr wieder eroberte. Keine

Oie Neuordnung des Feuerlöschwesens.

Oie Freiwillige Feuerwehr als Silfspolizeiiruppe.

Berlin, I.Dez. (DNB.) Der Chef der Ord­nungspolizei, General Daluege, sprach vor Pressevertretern über das neue Feuerlösch- g e s e tz. Das Feuerlöschwesen hat im Rahmen seiner bisherigen Organisation die ihm gestellten gemein­nützigen Aufgaben bei einer ständigen Steigerung der Leistungen erfolgreich gelöst. Aber auch für die allgemeine Landesverteidigung sind auf diesem Gebiete Aufgaben und Pflichten erwach­sen, die bei dem Grundsatz sparsamster Menschen- vcrteilung nur gelöst werden können, wenn die Or­gane des Feuerlöschwesens mit den anderen für Sicherheit und Ordnung zuständigen staatlichen Stellen klar zusammengefaßt werden.

Entsprechend dem nationalsozialistischen Führer­prinzip werden die bisherigen Berufsfeuer­wehren als ordentliche Gemeindepo­lizei in die F e u e r f ch u tz p o l i z e i über­geleitet. Aus den freiwilligen Feuer­wehren wird unter Beibehaltung ihrer Bezeich­nung eine Hilfspolizeitruppe geschaffen. Denn zur Bewältigung aller im Feuerlöschwesen erwachsenen Aufgaben ist ein Millionenheer von Kräften notwendig, die aus freiem Willen jederzeit einsatzbereit sind. Als Kilfspolizeitruppe werden die freiwilligen Feuerwehren in das Polizeikorps des Reiches eingegliedert und damit dem Reichsführer ff unterstellt. Das Aufsichtsrecht und alle übrigen Aufgaben und Pflichten der Länder und Gemeinden in bezug auf die freiwilligen Feuerwehren sind da­neben erhalten geblieben.

Die Feuerschutzpolizei tritt als vierte Sparte der Ordnungspolizei neben die Schutzpolizei des Reiches, die Schutzpolizei der Gemeinden und die Gendarmerie. Die Beamten der Feuerschutz- polizei sind Polizeivollzugsbeamte. Die bisherigen, von den freiwilligen Feuer­wehren gebildeten Vereine und Verbände werden zu einem Zeitpunkt, den der Reichsminister des Innern bestimmt, aufgelöst, da es bei der wachsenden Bedeutung des Feuerlöschwesens nicht weiter tragbar ist, das Schicksal einer so wichtigen Formation wie die Feuerwehren von den Mehr­heitsbeschlüssen einer Mitgliederversammlung ab­hängig zu machen. An die Stelle der Vereine tritt als Organ des Ortspolizeiverwalters die freiwil­lige Feuerwehr als Hilfspolizei- truppe. Die Führer der Wehren werden von dem

Ortspolizeiverwalter ernannt und abberufen. Die Beschaffung und Erhaltung der Löschgeräte und son­stigen Anlagen, ihre Uniformierung und Ausrüstung, ist Aufgabe der Gemeinden. Den Mitgliedern der Feuerwehren ist der Loh naus fall bei der Brand- und Katastrophenbekämpfung zu er ft al­ten, soweit ihnen die unentgeltliche Hilfeleistung billigerweise nicht zugemutet werden kann.

In der Tatsache, daß für die Organisation der Feuerwehren als Hilfspolizeitrupven an dem Grund­satz einer aus freiem Willen kommenden Leistung festgehalten werden soll, liegt zugleich eine Anerkennung für die großen Verdien st e, die sich die bisherigen Feuerwehren um die Erhaltung deutschen Volksgutes und deutschen Lebens erwor­ben haben. Unzählige sind auf dem Felde dieser frei­willig übernommenen Pflicht gefallen. Ihnen allen läßt jetzt der nationalsozialistische Staat durch das neue Gesetz die verdiente Anerkennung zuteil werden.

Oer Neichsführer ff an die Feuerwehren.

Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Po­lizei, Heinrich H i m m l e r , hat an die Formationen der deutschen Feuerwehren folgenden Aufruf ge­richtet:

Mit dem von der Reichsregierung beschlossenen und nunmehr verkündeten Gesetz über das deutsche Feuerlöschwesen ist ein neuer Stein auf dem Wege zum Gesamtaufbau des deutschen Polizeikorps ge­setzt worden. Ihr seid nunmehr Angehörige der deutschen Polizei als Feuerschutzpolizei oder freiwillige Hilfspolizei mit allen gesetz­lichen Vollmachten und Pflichten. Eure selbstlose durch Zahlen der Leistungen bewiesene, stets aufs neue in der Stille geleistete Arbeit feit lieber« nähme der Macht im Dritten Reich durch unseren Führer Adolf Hitler, die Toten und Schwerver­letzten unter Euch, zeugen von dem nationalsozialisti­schen Geiste in Euren Reihen, zeugen von der Er­füllung des Gelöbnisses: Freund und Helfer jedes Volksgenossen zu sein! Ich begrüße Euch in den Reihen der Polizei. Ich erwarte von Euch, daß Ihr nunmehr die Organisation in allen Teilen und die Leistungen der deutschen Feuerwehren auf allen Gebieten zur höchsten Stufe bringt"

großen Bauten von unsterblicher Schönheit, wie am Königlichen Platz in München und wie die Partei­tagbauten in Nürnberg, legten Be-weise ab von Deutschlands künstlerischer Kraft. Unsere großen Städte würden nicht umgebaut zu stolzen Mittel­punkten ihrer Landschaften und nicht ein Kilometer Autobahn führte durch Deutschland wie heute 3000. Ohne Adolf Hitler hätte Deutschland keine große Zukunft vor sich. Jedes Jahr des nationalsozia­listischen Reiches, 'jeder Monat, jeder Tag ist ein erneuter Beweis, daß Männer die. Ge­schichte machen. Die großen Persönlichkeiten sind Meilensteine am Wege der menschlichen Ent­wicklung. Adolf Hitler, den wir getrost zu den ganz großen Persönlichkeiten rechnen können, kenn­zeichnet eine Entwicklung von Tausenden von Mei­len. Seine Autobahn ist der stärkste Ausdruck der Schöpferkraft einer markanten Persönlichkeit mit den Mitteln unserer Zeit. Es ist unser Gebet, es möge der Allmächtige dem deutschen Volke nie wie­der nehmen seine Arbeit, seine Arbeitsfreude und seine Schaffenskraft. Und er lasse uns Lebenden den Mann erhalten, der in feiner Arbeitskraft und feinem Fleiß, in feiner vorbildlichen Hingabe an fein Werk der größte deutsche Arbeiter ist. Er möge uns den Mann erhalten, zu dem wir in Bewun­derung aufschauen und dem wir in leidenschaft­licher Liebe angehören: Er möge uns Adolf Hitler erholten!

In die Beifallskundgebungen, die die Worte von Rudolf Heß auslösten, tönten die Pfiffe der Loko­motiven der Bahnen. Die Loren rollten, umjubelt, vor die Tribünen. Unter stürmischen Kundgebungen der Menge vollzog bann Rudolf Heß den ersten Spatenstich. Dann ertönten Hornsignale, und auf der Höhe des Kammerwaldes fielen die letzten Tannen und gaben den Blick ins Altreich frei.

Auftreten der Juden in der Oeffentl'chkeit.

Berlin, 1. Dez. (DNB.) Nachdem bereite f ü t den Tag der nationalen Solidarität eine reichseinheitliche Regelung für ein Ausgehverbot der Juden verfügt worden ist, hat der Reichsinnenminister durch eine Polizeiverordnung die Regierungspräsidenten in Preußen, Bayern und in den sudetendeutschen Gebieten und die ihnen gleich- stehenden Behörden in den übrigen Landern all­gemein ermächtigt, Juden deutscher Staatsangehörig­keit und staatenlosen Juden räumliche und zeitliche Beschränkungen des Inhalts auf­zuerlegen, daß sie bestimmte Bezirke nicht betreten ober sich z u bestimmten Zeiten in der Oeffentlichkeit nicht zeigen dür­fen. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 Reichsmark oder mit haft bis zu sechs Wochen bestraft.

Australien

will 15000 Juden ousnehmen.

Sibney, 2. Dez. (DNB. Funkspr.) Die austra­lische Bunbesregierung setzte am Donnerstag die Einwanderungsquote für Juden auf 15 000 für bie nächsten drei Jahre fest. In Anbe­tracht bes überaus bünn besiebelten australischen Erbteils ist diese Zahl wirklich nicht erschütternb, dennoch könnte bie Tatsache an sich anbereu briti­schen Kolonien unb Dominien als nachahmenswert tc3 Beispiel ans Herz gelegt werben. So ganz traut man aber auch in Australien bem Emigrantenfrie- ben nicht, denn im Senat zu Canberra wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, der bie zwangsläu­fige Registrierung aller Ausländer, deren Aufenthalt in Australien länger als 60 Tage beträgt, vorsieht. Nur die Konsuln und sonstigen offiziellen Vertreter ausländischer Regierungen sind von der Registrierungspflicht befreit.

Oer Mörder

des Klausenburger Nektars verhafiei

Bukarest, 1. Dez. (Suropaprefc.) In Staufen- bürg find die beiden Urheber des Attentats auf den Rektor der Klausenburger Universität festgenommen

worden. Es handelt sich um die beiden Handels- a k a d e m i k e r Nicolae F r a n c u aus Kronstadt und Trajan Pocuraru aus Lugos. Francn ge­stand, sich an dem Anschlag beteiligt zu hahsn. Er und Pocuraru seien durch Los zur Ver­übung des Revolverattentats be­stimmt worden. Die Begleitumstände bei der Der- chaftung Francus ergaben, daß er sich mit dem Ge­danken trug, Selbstmord zu begehen.

Italien tritt dem

Londoner Hlottenvertrag bei.

London, 1. Dez. (Europapreß.) Am Freitag wird im Londoner Auswärtigen Amt die italienische Beitrittserklärung zum Londoner Flotten­vertrag vom Jahre 1936 (zwilchen England, Frankreich unb den Vereinigten Staaten) unter­zeichnet werden in Uebereinftimmung mit hem englisch-italienischen Abkommen, das den Beitritt Italiens zu den Flottenabmachungen des Jahres

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Oie Rationale Solidarität fordert Deine Opfer.

1936 vorsieht. Bei den Vorverhandlungen zu diesem Flottenvertrag war Italien als Beobachter zugegen verzichtete jedoch nach Verhängung von Sanktionen im Zusammenhang mit dem abessinischen Feldzug aus eine aktive Teilnahme. Durch den nunmehrigen Beitritt bindet sich die italienische Regierung an 'bie Gleitklausel, bie im Sommer biefes Jahres zustande- gekommen war. England hatte wiederholt zu ver­stehen gegeben, es beabsichtige nicht, die neugeschaf­fene Höchstgrenze von 45 000 Tonnen ausrunutzen, sondern sich vorerst eine Grenze von 40 000 Toiz- nen zu setzen, unter der Voraussetzung, daß diese Grenze von anderen europäischen Mächten nicht überschritten werde.

Amerikas wdusirielle Mobilmachung. Washington, 1. Dez. (Europapreß.) Der stell­vertretende amerikanische Kriegsminister Louis Johnson bezeichnete es als bie Aufaabe der Vereinigten Staaten, eine inbuftrieüe Mobilma­chung der Hilfskräfte für jeden Fall vorzubereiten. Ich wünsche nicht, wieder 14 Monate verstreichen zu sehen zwischen der Kriegserklärung und dem Tage, an dem unsere erste, zum Angrift befähigte Division an bie Front gebracht werben kann. Ich möchte bie Erfahrungen von 1917/18 nicht wieder­holt sehen." Johnson gab bekannt, baß 10000 Jn- buftrieunternebmungen ihre Erzeugung auf b e n kriegsmäßigen Umfang eingestellt haben. Als unmittelbares Ziel bes Kriegsministeriums kün­digte Johnson an: Standardisierung aller wichtigen Kriegsmaterialien; Veraroßerung ber Kapazität der Rüstungsindustrie; Vorbereitung einer raschen Um­stellung der Rüstunasindusttie auf öie erhöhte (Er­zeugung im Kriegsfälle mit Hilke von laufenden erzieherischen Aufträgen" und Erzeugungsplänen.

Tschianykaischek baut Eisenbahnen.

Schanghai, 1. Dez. (Europapreß.) Nach Meldungen von chinesischer Seite ist ber Bau Zweier neuer Eisenbahnlinien im Gang, bie eine bessere Verbindung zwischen Sowjetrußland und China herbeiführen sollen. Auf chinesischer Seite arbeitet man beschleu­nigt am Bau einer Linie von Paoki an der Westgrenze ber Schensi-Prvvinz nach L a n ch a u, ber Hauptstadt von Kansu. Auf sowjetrussischer Seite würbe bie Umwanblung einer A u tst r a ß e in eine Eisenbahnlinie in An­griff genommen, bie bie Turksib-Bahn (die Tur­kestan-sibirische Bahn von Taschkent nach Novo- Sibirsk) mit der chinesischen Grenze verbinden soll. Das Material für den Bau ber PaokiLanchau- Bahn wirb, wie es heißt, durch Abbau ber Bahnen