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an der Grenze des von den Japanern besetzten Ge­bietes gewonnen. So liegen Nachrichten darüber vor, daß große Mengen von Schienen von dem China verbliebenen Teil der PekingHanküu- und der Lunghai-Bahn fortgeschafft wurden.

Oer japanische Vorstoß nach Echensi

Peiping, 2. Dez. (Europapreß.) Der japanische Versuch, in die Provinz Schensi nordwest­lich von Hankau einzudringen, stößt auf unerwartete Schwierigkeiten. 10 000 Mann regulärer chinesi­scher Truppen aus dem südwestlichen Teil der Provinz Schansi sind weiter nördlich aufgetaucht unt) entfalten einen Bandenkrieg. Die Stärke der chinesischen Streitkräfte im Norden der Provinz H o n a n wurde von einem japanischen Snrecher mit ungefähr 250 000 Mann angegeben.

Gowjetrußland baut eine »chinesische Mauer".

Warschau, 1. Dez. (Europapreß.) Wie aus Erzählungen von aus Sowjetrußland nach Polen geflüchteten Bauern hervorgeht, haben die Sowjets in den letzten Tagen die Bevölkerung der Grenz- dyrfer zwischen Annapol und Slawuts in der Nähe der polnischen Stadt Zdolbunow (Wolhynien) mas­senweise ausgesiedelt und auf Sonderzügen ins Landesinnere transportiert. Diese Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit den Bauern­unruhen, die in der Gegend von Szepietowka vor einiger Zeit durch Strafexpeditionen blutig unterdrückt werden mußten. Um eine Beobachtung des Landes von polnischer Seite aus unmöglich zu machen, wird von den sowjetrussischen Militär­behörden längs der Grenze ein dreieinhalb Meter hoher Bretterzaun errichtet, der mit Draht­verhauen versehen ist. Zn Abständen von mehreren hundert Metern befinden sich Tore, die durch Pasten bewacht werden. Ein solcher Zaun wurde bisher im Grenzabschnitt Zdolbunow erbaut. Diese rotechinesische Mauer" soll entlang der ganzen polnisch - sowjetrussischen Grenze gezogen werden.

Kleine politische Nachrichten.

3m Sudetendeutschen Wahlkampf sprachen am Donnerstag Rudolf Heß in Eger, Alfred Rosenberg in Karlsbad, die Reichsmmi- fter Dr. Goebbels und Dr. F r i ck in Aussig bzw. Troppau und Gauleiter B ü r ck e l in Eger. Die 14 000 Sudetendeutschen der Reichshauptstadt wurden in einer Kundgebung im Berliner Sportpalast er­faßt-

Herr vom R a t h , der Vater des ermordeten Ge­sandtschaftsrates, hat dem Untersuchungsrichter mit« geteilt, daß er in den Verhandlungen gegen den jüdi­schen Mörder Herschel Grünspan alsZivilklä- g e r auftreten werde. Der französische Rechtsanwalt Maurice G a r c o n wird die Interessen der Eltern des ermordeten Gesandtschaftsrates vertreten.

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Die belgische Regierung beschloß die sofor­tige Abberufung des belgischen Geschäftsträgers und des belgischen Konsuls in Barcelona, nach­dem der Barcelona-Ausschuß seine ,Diplomatische Vertretung" in Belgien abberufen hat, als Protest gegen die Entscheidung der belgischen Regierung, in diplomatische Beziehungen zu der spanischen Natio­nalregierung zu treten.

Aus aller Welt.

Oie Autoräuber Reif und Horn hingerichtet.

Berlin, 1. Dez. (DNB.) Am 1. Dezember sind, nachdem der Führer und Reichskanzler es abgelehnt hat, von feinem Gnadenrecht Gebrauch zu machen, der 1920 geborene Herbert Reif und der 1^19 ge­borene Johannes Horn hingerichtet worden, die vom Sondergericht Mannheim am 29. November zum Tode verurteilt worden find. Es handelt sich um die beiden Verbrecher, die am 13. November auf der Reichsautobahn bei Heidelberg in der Absicht eines Raubüberfalls den Bäckermeister Müller in fei­nem Wagen in derselben Weise, wie sie <s schon an den Vortagen in vier Fällen mit anderen Kraft­wagenführern getan hatten, durch Winken anhielten und um Mitnahme baten. Während der Fahrt hat Reif verabredungsgemäß von dem hinteren Sitz aus mit einem versteckt gehaltenen schweren Eisenhammer den Kraftwagenführer mehrmals auf den Kopf ge­schlagen und ihn schwer verletzt.

Todesurteil im Limburger Mordprozeß

Lpd. Limburg, 1. Dez. Das Limburger Schwur­gericht verkündete folgendes Urteil: Der Karl Hof­mann aus Burgsolms wird wegen vollendeten Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Die Bluttat hat sich am 11. Oktober in Oberbiel im Westerwald abgespielt. Dort erschoß der heute 20jährige Hof­mann, angeblich aus Eifersucht, in einer Gastwirt­schaft ein löjähriges Mädchen. Das Mädchen war durch drei Kopfschüsse getötet worden, die aus un­mittelbarer Nähe abgegeben worden sind.

In der Verhandlung benahm sich der Angeklagte stumpf und gefühllos. Er gab an, daß er vorgehabt habe, sich vor den Augen des Mädchens zu er­schießen. Im letzten Augenblick sei ihm das Mädchen in den Arm gefallen und sei so in die Schußrichtung gekommen. Don dem Schießsachoerständigen wurde die Darstellung des Angeklagten als durchaus un­glaubwürdig bezeichnet. Nach der Tat hat sich der Angeklagte zwei unbedeutende Streifschüsse am Kovf beigebracht. In der Urteilsbegründung heißt es, daß die Tat mit voller Ueberlegung begangen und nach einem bestimmten Plan ausqeführt wor­den ist, habe der Verlauf der Beweisaufnahme, ohne Zweifel zu lassen, bestätigt. Der Angeklagte nahm das Urteil in voller Ruhe auf.

Eisenbahnunglück in Australien.

Im Nordosten Australiens ereignete sich ein Eisenbahnunglück. Bei Hughenden in Queens- land stießen $roei Züge zusammen. Die Lokomotiv­führer der berden Züge und ein Heizer wurden g e - tötet, ein Zugführer schwer verletzt. Das Kra­chen beim Zusammenprall der beiden Lokomotiven war meilenweit im Lande zu hören.

26 Kinder bei einem Verkehrsunglück in Amerika ums Leben gekommen.

In Saltlake-City (USA.) wurde ein vollbesetzter Schulomnibus an einem ungeschützten Bahnüber- gang von einem Güterzug erfaßt und vollkommen zertrümmert. Bisher wurden 2 6 Tote festgestellt. 12 Kinder liegen noch schwerverletzt im Krankenhaus, so daß mit mettercn Todesopfern gerechnet wird. Sämtliche Zierate und Krankenschwestern der Umgebung sind zur Unglucksstelle gerufen worden.

LufischiffGraf Zeppelin" besucht das befreite Sudetenland.

Wie die Wahlpropagandaleitung für die sudeten­deutschen Gebiete mitteilt, wird das Luftschif Graf Zeppelin" am 2. und 3. Dezember eine über das gesamte Sudetenland ausgedehnte Fahrt durchführen. Zum ersten Male wird dadurch allen Volksgenossen des Sudetengaues Gelegenheit gegeben, dieses Wunderwerk deutscher Technik zu sehen.

Mißglückter Anschlag auf den vlihzugNordjüle".

Auf den dänischen BlitzzugNordjüte" wurde ein Anschlag verübt, der glücklicherweise ohne ernste Folgen blieb. Als der Zug auf dem Wege von Aalborg nach Kopenhagen die Station Arden passiert hatte, wurden die Fahrgäste durch einen gewaltsamen Stoß erschreckt. Eine Untersuchung er­gab, daß zwischen den Schienen zwei schwere Eisenschwellen angebracht worden waren, von denen der Zug eine gesprengt hatte, so daß ein Entgleisen vermieden wurde. Später wurde ein 22jähriger Mann aus der Umgegend verhaftet, der inzwischen den Anschlag eingestanden hat. Es ist übrigens das zweitemal im Laufe eines halben Jahres, daß auf den Bahnoerkehr in Nordjütland ein Attentat versucht wurde.

Sensationeller Mädchenraub in Amerika.

Ein neuer Fall von Menschenraub ereig­nete sich in der Nähe des Exon Hill im Staate Maryland, unweit der Grenze des Bezirkes von Washington. Dort überfielen Banditen, die einen Lastwagen benutzten, zwei auf dem Heimweg aus der Klosterschule befindliche 18jährige Mädchen. Der einen gelang es zu entkommen: die andere wurde von den Banditen auf den Lastwagen geschleppt, offenbar zunächst vergewaltigt und Dann entführt. Die gesamte Polizei von Maryland und Washing- ton mhndet nach den Mädchenräubern. Bluthunde wurden angesetzt, um die Umgebung des Tatortes abzusuchen. Man befürchtet, daß die Banditen ihr Opfer inzwischen ermordet haben.

Fünf Kinder durch einen Blindgänger in Polen getötet.

Ein schwerer Unfall ereignete sich in dem pol­nischen Dorf Siolek in der Wojewodschaft Lemberg. Sechs Jungen hatten beim Spiel auf dem Felde einen Blindgänger gefunden, der vermutlich noch aus dem Weltkrieg stammte. Die Jungen ver­suchten, die Granate zu öffnen. Plötzlich explodierte das Geschoß und zerriß fünf Knaben auf der Stelle. Der sechste wurde schwer verletzt.

Gattenmörder zum Tode verurteilt.

Das Nordhausener Schwurgericht verurteille den 1894 im Kreise Marienwerder geborenen Otto Friedrich D i 11 m a n n zum Tode. Dittmann hatte am 6. März 1938 in Heiligenstadt feine Ehe­frau vorsätzlich und mit Ueberlegung getötet. Der Angeklagte hatte längere Zeit mit seiner um vieles jüngeren Schwägerin ein Liebesverhältnis unter­halten. Als dieses Liebesverhältnis seiner Frau zu Ohren kam, und sie sich heftig dagegen zur Wehr setzte, faßte Dittmann den Entschluß, ferne Frau zu beseitigen und ermordete sie.

Explosionsunglück in einer sächsischen Grube.

In der GewerkschaftVereinigte Feld" am Fa­stenberg in Johanngeorgenstadt ereignete sich ein Explosionsunglück, dem die Bergleute Otto H ä h n e l und Erich Herberg zum Opfer fielen, während ein Steiger verletzt wurde. Die beiden Knappen waren damit beschäftigt, ein Bohrloch zur Sprengung vorzutreiben und gerieten dabei auf ein altes, noch mit Sprengstoff besetztes Bohrloch, des­sen Vorhandensein ihnen unbekannt war. Der alte Sprengstoffsatz explodierte und tötete die beiden Bergleute auf der Stelle.

Kältewelle und Schneestürme lu Amerika.

Die starke Kältewelle in den Vereinigten Staaten, die bisher über hundert Todes­opfer gefordert hat, hat das Gesicht der Millio­nenstadt Neuyork mit einem Schlage verändert. Zwar haben in der Innenstadt 42 000 Schnee­schipper und 4500 Schnee^flüge wieder ein nor­males Verkehrsleben ermöglicht. In den Außen­vierteln der Stadt bereitet Der Schnee jedoch dem Kraftwagenverkehr noch große Hindernisse. Zum ersten Male seit Jahrzehnten sieht man daher wieder Pferdeschlitten im städtischen Ver­kehr. An der Grenze von Kanada ist eine Jagdgesellschaft, an der hundert Personen teilneh- men, durch einen Blizzard vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten worden. Man befürchtet, daß sie sehr bald unter Lebensmittelmangel zu leiden haben wird und hat Flugzeuge zu ihrer Rettung eingesetzt.

Fünf Todesopfer des Flugzeugunglücks bei San Franzisko.

lieber den Unfall eines Passagierflugzeuges der United Airlines, das in der Nähe der Küste auf dem Pazifik niedergehen mußte, werden jetzt Einzelheiten bekannt. Von den vier Fluggästen und den drei Be­satzungsmitgliedern konnten sich infolge der hoch­gehenden See nur ein Fluggast und der Pilot retten. Die übrigen fünf Personen wurden, wie die Ge­retteten berichten, nacheinander von den Wagen vom Rumpf und den Flügeln der Maschine, worauf sie geklettert waren, ins Meer gespült und gingen unter. Den beiden Ueberlebenben ist es schließlich gelungen, sich an Land zu retten.

Wetterbericht

Am Südrande der über Nordeuropa hinwegfüh­renden Wirbeltätiakeit setzt sich in Deutschland auch weiterhin das wechselhafte und zu einzelnen Nieder- chlägen neigende Wetter fort.

Vorhersage für Samstag: Wechselnde Bewölkung mit einzelnen meist schauerartigen Nie­derschlägen. Temperaturen wenig geändert. Lebhafte bis kräftige Winde aus Süd bis West.

Vorhersage für Sonntag: Fortdauer des wechselhaften Westwetters mit einzelnen Nieder- chlägen.

Lufttemperaturen am 1. Dezember: mittags 8,6 Grad Celsius, abends 6,9 Grad: am 2. Dezember: morgens 5,8 Grad. Maximum 8,6 Grad, Minimum heute nacht 5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Dezember: abends 5,7 Grad; am 2. De­zember: morgens 5,2 Grab Niederschläge 1,2 mm. Sonnenscheindauer 4,6 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 38: 10013. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Länge, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit dep Illu­strierten 15 Pf mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom l. September 1937

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Start-Rätsel

Es waren einmal 3 Kraftfahrer, die tanzten bis morgens um fünf auf einem Ball. Als sie nach Hause fahren wollten, war es über Nacht richtiger Winter geworden. Sie fanden ihre Wagen tief verschneit und ganz durchfroren.

Wie starteten sie?

DER ERSTE öffnete seine Kühlerhaube, zog den Startknopf heraus, betätigte den Anlasser und lieh den Motor ungefähr eine Viertelstunde lang vorsichtig im Leerlauf laufen. Erst dann schob er den Startknopf wieder hinein, gab etwas Gas und fuhr langsam an.

DER ZWEITE gab, sobald der Motor ange­sprungen war, ordentlich Gas und schob den

Startknopf wieder hinein. So Heb er seinen Motor mehrere Minuten auf immer höheren Touren laufen, bis er warm war. Dann öffnete er die Kühlerhaube und fuhr los.

DER DRITTE gab nach dem Anspringen etwas Gas und schob den Startknopf sobald als möglich wieder rein. So lieh er seinen Motor nur kurze Zeit am Stand laufen und fuhr dann gleich los. Zunächst benutzte er länger als üblich den 1. Gang, ohne den Motor dabei jedoch hoch­zujagen. dann den 2. Gang usw.. so daß sich der Motor auf der Fahrt ohne zu große Anstrengung erwärmen konnte. Später hielt er noch einmal an und öffnete die Kühlerhaube.

Wer von den Dreien hat es richtig gemacht?

Sie meinen doch nicht etwa DER ERSTE? Er machte es nämlich gerade schlecht Da­durch, daß er den Startknopf zu lange draußen läßt, bekommt sein Motor übermäßig lange ein zu fettes Gasgemisch, während er sich im Leerlauf zu langsam erwärmt Die Folge davon ist daß sich an den kalten Zylindeiwändeu eine Un­menge Kraftstoff niederschlägt der das Oel verdünnt und den Oelfilm abwäscht 1

DER ZWEITE machte es nicht besser. Er handhabt zwar den Start knöpf richtig, schadet aber seinem kalten Motor durch das Hoch jagen in wenigen Sekunden mehr als durch viele tausend Kilometer Fahrt

DER DRITTE aber ist der gewitzigtste. Einer­seits vermeidet er durch richtige Handhabung des Startknopfes, daß das Schmieroel in seinem Motor verdünnt wird; andererseits verliert er

keine unnütze Zeit mitStandlaufen", sondern erwärmt seinen Motor durch schonendes An­fahren bei geschlossener Kühlerhaube so schnell als möglich, ohne ihn hochzujagen.

Voraussetzung für eine so zweckmäßige Start­technik ist jedoch die Verwendung eines Spezial-Winteroels, das auch im kalten Motor nicht zu dick wird und sofort einen zusammen­hängenden Oelfilm bildet.

Wenn Sie im Winterhalbjahr mit ARCTIC fahren, haben Sie nie Schwierigkeiten mit dem Starten und können immer sofort los fahren. Dieses berühmte Winteroel ist so kältefest, daß es auch im schärfsten Frost leichtflüssig bleibt und schon bei der ersten Umdrehung des Motors die Zylinderwandungen mit einem schützenden, schmierkräftigen Oelfilm überzieht.

ANMERKUNG: Weitere wertvolle Winke für den Fährbetrieb Im Winter bringt das Handbuch Kampf den Winter tücken'S das jedem Kraftfahrer auf Anforderung mittels Postkarte kostenlos von der Deutschen Vacuum Oel Aktiengesellschaft, Hamburg 1, Semperhaus B 89, zugesandt wird

Das berühmte Winteroel

DEUTSCHE VACUUM OEL AKTIENGESELLSCHAFT HAMBURG