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S.Jt.-iport

Kußball um die Weltmeisterschaft.

Schweiz schlägt Portugal mit 2:1 (2:0).

In Mailand wurde am Sonntag vor 12 000 Be­suchern der Ausscheidungskampf zur Fußball-Welt- Meisterschaft zwischen den Mannschaften der Schweiz und Portugals ausgetragen. Die Schweiz gewann recht glücklich mit 2:1 (2:0) Toren und wird nun in der Weltmeisterschafts-Vorrunde am 4. Juni in Paris Deutschlands Gegner sein.

Die Portugiesen bestritten den Kampf in der gleichen Besetzung wie das Treffen gegen Deutsch­land in Frankfurt. Es war ein aufregender Kampf, in dem die Portugiesen zwar Feldoorteile hatten, aber bei ihren Stürmeraktionen von großem Pech verfolgt waren. Die Eidgenossen kamen in der 23. Minute durch ihren Linksaußen Aebi nach guter Vorarbeit von Trello Abegglen zum Füh­rungstreffer und schon fünf Minuten später er­höhte Amado, der eine Steilvorlage des aufge­rückten Verteidigers Minelli geschickt verwertete, auf 2:0. Die letzte Viertelstunde der ersten Halb­zeit und fast die gesamte zweite Hälfte standen im Zeichen der ständig stürmenden Portugiesen, aber die Schweizer Abwehr stand eisern. Cruz, Portugals Linksaußen, konnte einen Handelfmeter nicht ver­wandeln: er setzte das Leder gegen den Pfosten. Und später war Peiroteo im Kampf mit Huber Sieger, verfehlte dann aber das leere Tor. Erst eine Viertelstunde vor Schluß glückte Peiroteo tm Nachschuß das einzige Gegentor.

Breslau stellt über 150000 Quartiere.

Die Ouartierwerbung für das Deutsche Turn- und Sportfest in Breslau hat bis jetzt schon einen ganz außergewöhnlichen Erfolg zu verzeichnen. Es wurden bereits über 150 000 Quartiere zur Ver­fügung gestellt. Dennoch ist es nicht möglich, alle Teilnehmer an dieser großen Volkskundgebung der deutschen Leibesübungen in' Breslau selbst unter­zubringen. Ortschaften in der näheren Umgebung, wobei Schweidnitz die äußerste Grenze darstellt, müssen ebenfalls mit Festteilnehmern belegt wer­den. Die Verbindung nach Breslau wird mit fahr­planmäßigen Zügen und mit sogenanntenWohn­zügen" hergestellt, die die Festteilnehmer zu einem stark ermäßigten Preis befördern und nach Bedarf verkehren.

Zum Deutschen Turn- und Sportfest will auch die Ordensburg Vogelsang mit einer star­ken Mannschaft kommen. Dem Gau Mittelrhein wurden von der Ordensburg bereits 25 aktive Wett­kämpfer für Breslau gemeldet.

Kroßes Programm für das internationale Eifelrennen.

Auch in diesem Jahre wird das internationale Eifelrennen am 12. Juli auf dem Nürburgring, Deutschlands einzigartiger Motorsportveranstaltung, ein vielfältiges Bild von der Leistungsfähigkeit des Krastfahrfports geben. Es starten Krafträder in drei Klassen, Sportwagen mit und ohne Kompressor in vier Klassen und die neuen Formelwagen. Mit Aus­nahme der kompressorlosen 1100-ccm-Sportwagen müssen alle Fahrzeuge zehn Runden (228,1 Kilo­meter) zurücklegen. Ausgetragen werden drei Ren­nen. Im ersten sind die Solomaschinen vereint: die drei verschiedenen Klassen starten in kurzem Abstand.

Das gleiche gilt auch für die vier Sport­wagenklassen im zweiten Rennen. Das dritte Rennen bringt den Kampf der Formelwagen. An Preisen stehen über 4 0 0 0 0 Reichsmark zur Verfügung. Zum Rennen zugelassen sind nur die Fahrer, die im Trainina fünf Runden in einer Mindestzeit auf der Nordschleife des Nürburgringes zurückgelegt haben.

Neichslehrgang für KdK.-Sporiwarte.

Am Hochschulinstitut für Leibesübungen zu Mar­burg fand in der Zeit vom 24. bis 30. April ein Reichslehrgang für Gausportlehrer, Kreissportlehrer und Keissportwarte der RSG.Kraft durch Freude" statt, der etwa 60 Teilnehmer aus allen Gauen Deutschlands umfaßte. Die Teilnehmer erhielten eine einheitliche Ausrichtung für die künftige Arbeit des KdF.-Sportes, inbesondere des Betriebssports. Sie waren in den Wohnheimen des Hochschulinstituts untergebracht. Abschließend unternahmen die Lehr­gangsteilnehmer eine Omnibusfahrt nach dem Eder­see, die ihnen die landschaftliche Schönheit dieses Teiles des Hessenlandes vor Augen treten ließ.

Schmelings Trainingslager in Gpeculator.

Der deutsche Meister aller Klassen, Max Schrne- li ng, tritt am 3. Mai von Bremerhaven aus seine 37. Atlantikfahrt an. Sein Trainingslager vor dem am 22. Juni im Neuyorker Yankee-Stadion statt­findenden Weltmeisterschaftskampf mit Joe Louis will Schrneling wieder in Speculator aufschlagen, das rund sechs Stunden von Neuyork mitten in schönen Bergen nicht weit von Lake Placid liegt. Joe Louis beginnt am 27. Mai in Pompton La­kes im Staate NewYersey mit seinen letzten Vor­bereitungen.

Diesmal ein irischer Erfolg.

Internationales Reitturnier in Rom.

Nach mehreren Tagen eines niederdrückenden Regens herrschte am Samstag beim Internationa­len Reitturnier in Rom wieder strahlender Sonnen­schein. Diesmal wurde der Große Preis der Stadt Rom entschieden, den sich Irland durch Kpt. Lewis aufLimerich Lace" holte. Bisher waren die irischen Reiter leer ausgegangen.

Auf dem schweren Sa-Kurs mit seinen 16 Hin­dernissen und 18 Sprüngen bis zu 16,0 Meter Höhe fühlten sich die deutschen Pferde so recht zuhause. An den voraufgegangenen Tagen, an denen in er­ster Linie Wendigkeit verlangt wurde und die Schnelligkeit der Ritte nur zu leicht Flüchtigkeits­fehler mitbrachte, lag unfern Vertretern der Kurs weniger. Diesmal aber befanden sich unter den neun fehlerlosen Bewerbern von 80 Teilnehmern vier Deutsche, die mit großer Sicherheit den schwie­rigen Kurs genommen hatten. Die Zeiten aber reichten nicht für einen der ersten Plätze aus. So mußten sich Baccara, Baron IV, Nimir und Tora mit dem 5. bis 8. Platz begnügen, immerhin ein gutes Zeugnis für die ausgeglichene Lei­stung der beutscheiyVertretung. Ottokar kam mit drei Fehlern noch auf den zehnten Platz vor Oberst, Goldammer und Tasso.

Neues amerikanisches Stabhochsprung- Talent.

Es ist erstaunlich, wie groß in USA. die Zahl der Stabhochspringer ist, die Höhen erreichen, die in Europa fast unwahrscheinlich klingen. So siegte jetzt in Los Angeles der bisher wenig bekannte Lorin Dai) mit 4,45 Meter vor dem schon wieder­holt hervorgetretenen Kenneth Dills, der 4,37 Meter übersprang. Der Weltrekordmann und Olym­piasieger M e a d o w s erreichte 4,27 Meter. Day unternahm dann einen Angriff auf den Wettrekord, den Meadows und Sefton mit 4,54 Meter halten, wozu die Latte auf 4,57 Meter gelegt wurde. Fast glückte der Versuch, die Latte fiel aber, doch war hier mehr der Wind von Einfluß als eine kaum wahrnehmbare Berührung.

Mussolini-Pokal für die Targa Florio.

Für das tradittonsreiche Autorennen auf der Insel Sizilien, die Targa Florio, das am 22. Mai zum 29. Male durchgeführt wird, hat der italienische Staatschef M u s s o I i n i . einen wertvollen Pokal geftiftet, der dem Rennen eine noch größere Be­deutung gibt.

Um Englands Zuhballpokal.

Im Londoner Wembley - Stadion wurde am Samstag das Endspiel um Englands Fußballpokal ausgetragen. Preston Rorthend, das die Trophäe schon einmal im Jahre 1889 gewonnen hatte, siegte in der verlängerten Spielzeit mit 1:0 über Huddersfield Town und konnte aus

den Händen des Königspaares Pokal und Cup« medaillen in Empfang nehmen. 93 000 Besucher er­lebten bei kühlem, windigem Wetter einen harten, aufregenden Kampf, in dem wie stets in solchen entscheidenden Begegnungen keine überragen­den Leistungen geboten wurden.

Kurze Sportnotizen.

Die deutsche Handballelf, die am 15. Mai in Aachen gegen Holland spielt, hat folgen­des Aussehen erhalten: Lüdicke (Dessau): Siebje (Hersfeld), Schwank (Düsseldorf): Eisner (Wupper- tal), Bauch (Koblenz), Wiese (Kassel): Festenhövel (Wuppertal), Daun (Solingen), Kritzokat (Hannover), Braselmann (Wuppertal), Fischer (Aachen).

Ein Sternflug nach Breslau bringt auch die Sporttlieger zum Deutschen Turn- und Sportfest 1938 in Schlesiens Hauptstadt. Den Glanz, punkt des Flugtages am 24. Juli werden Kunstftüge von Gras Hagenburg, Lochner und Ohlsmann bilden.

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Olympiasieger Jesse Owens, der nach den Olympischen Spielen bekanntlich Berufssportler wurde, hat jetzt bei der Stadt Cleveland (USA.) eine Anstellung als Leichtathletik-Sportlehrer ge­funden.

DiedeutscheSchikampfzeit zieht sich bis in den Sommer hin. Als letzte Veranstaltung steigt das internationale Glöckner-Rennen, das vom 29. Mai auf den 12. Juni verlegt wurde.

FiihrerappellderASM.-GruppeHeffeninGießen

iheit erkennen läßt. So llfrhunderten die Besten

NSG. Im großen Hörsaal der Universität in Gießen fand am Samstagabend ein Führer- appell der NSKK.-Gruppe Hessen statt, zu dem 170 Führer angetreten waren.

NSKK.-Oberqruppenführer Seydel

gab in grundsätzlichen Ausführungen die Richt­linien für die Sommerarbeit der NSKK.-Gruppe Hessen bekannt. Er ging zunächst auf die Gescheh­nisse der letzten Wochen ein und betonte, daß wir in einer Zeit von gewaltiger Größe leben, in der ich politische Ereignisse von einem Ausmaß ab« pielen, deren volle Würdigung erst einer späteren Epoche vorbehalten bleibt. Ganz Deutschland steht noch unter dem Eindruck der Schäftung des Groß- deutschen Reiches durch unseren Führer, eine Tat, die die Sehnsucht der Besten des Volkes wahr wer­den ließ.

Obergruppenführer Seydel wies dann darauf hin, daß nur der die Größe der Tat des Führers ermessen kann, der die Geschichte des deutschen Vol­kes aus ihren Anfängen heraus kennt. In knapper Form umriß er dann den Werdegang des deutschen Volkes, das schon in den Sippen und Stämmen der alten Germanen die ersten Versuche der Schaf-

ung einer volksdeutschen Einheit erkennen läßt. So kämpften auch in späteren 3al, ;

unseres Volkes bis in unsere Tage für ein einiges Deutschland. Erst dem Führer blieb es Vorbehalten, mit der Errichtung des Großdeutschen Reiches unter die Tragik der deutschen Geschichte den Schlußstrich

zu ziehen.

Der Obergruppenführer dankte anschließend den Männern der NSKK.-Gruppe Hessen für den vor­bildlichen Einsatz anläßlich des letzten Wahlganges. Ebenso anerkennenswert sei der Einsatz der Gruppe im Dienst des Winterhilfswerkes gewefen.

Er gab dann in großen Zügen die grundsätz- liehen Richtlinien für die Sommerarbeit bekannt und wies auf die Notwendigkeit hin, den Dienst der Einheiten so lehrreich wie möglich auszugestalten, damit Führer und Männer mit Freude und Eifer am Dienst teilnehmen. Besondere Beachtung ver­diene die Heranbildung aus den Reihen der pingen NSKK.-Männer. Der Unterricht fürVerkehrs­sünder" durch die Standarten habe sich als sehr segensreich erwiesen und soll weiter ausgebaut werden. Durch Ausbildung von Motor-HJ.-Fah- rern soll die Motorisierung der Jugend gefördert werden. Der Jugend seien gerade in letzter Zeit wieder durch besondere Maßnahmen des Korps­führers Hühnlein erhebliche Vergünstigungen hin­sichtlich ihrer Ausbildung und Berechtigung zum Fahren eines Kraftfahrzeuges zuteil geworden. ' Obergruppenführer Seydel gab zum Schluß feiner Ausführungen der Erwartung Ausdruck, daß die Motorgruppe Hessen entsprechend den gegebe­nen Richtlinien auch in den kommenden Monaten ihren Mann stehe.

Der Führer der NSKK.-Gruppe Hessen,

Gruppenführer

Nichard Print von Hessen, dankte anschließend seinen Männern für die ge­leistete Arbeit und die erzielten Erfolge des letzten Halbjahres. Er ging dann auf die näheren Einzel­heiten der vom, Obergruppenführer gegebenen Richtlinien, ein uni) gab das Dienst- und Sport- / Programm für die Sommermonate bekannt. Er schloß den Appell mit dem Wunsch, daß die Som- merarbeit der Einheiten das gleiche erfreuliche Bild erleben möge, wie die Leistungen des vergangenen Halbjahres.

Entscheidende Gruppenkäinpse

um die Deutsche Fußballmeisterschaft.

Bei den Endrundenspielen um die Deutsche Fuß­ballmeisterschaft gestaltete sich der 30. April zu einem Kampftag erster Ordnung. In der Gau- gruppe 1 fiel erwartungsgemäß bereits die Ent­scheidung zugunsten des Nordmarkmeisters Ham­burger SV., der sich durch einen 3:l-(3:0-)Sieg Über den Ostpreußenmeister Yorck Insterburg die zum Gruppensieg notwendigen Punkte holte' Die Frankfurter Eintracht, die gegen Stettin das Rück­spiel 5:0 (1:0) gewann, kann zwar mit den Ham­burgern noch auf gleiche Punktzahl kommen, nie aber deren ausgezeichnetes Torergebnis erreichen. Im Hamburger SV. steht der erste Teilneh- mer an der Meisterschafts-Dorschluß- runde fest.

Eine sehr wichtige Vorentscheidung war in ©au« grup^pe 2 im Rückspiel zwischen DfR. Mannheim und Schalke 04 fällig. Der badische Meister benö­tigte nur ein Unentschieden, um sich die erste An­wartschaft auf den Gruppensieg zu erhalten, wäh­rend der deutsche Meister, der zuhause gegen die Mannheimer 1:2 verloren hatte, unbedingt gewin­nen mußte, um im engeren Wettbewerb zu bleiben. Nun, 30 000 Zuschauer erlebten im Mannheimer «tadion einen aufrege nben und mitreißenden

Kampf, der in einem 2:2 ausklang, nachdem der Meister bei der Pause 2:1 geführt hatte. Der DfR. Mannheim müßte nun das große Ziel erreichen, er benötigt allerdings dazu noch einen Sieg in fei­nem letzten Spiel gegen den Mittemeister Dessau 05, der am Samstag überraschend in Berlin gegen den BSV. 92 mit 3:2 gewann und damit zeigte, daß er nicht gewillt ist, lediglich als Punktlieferant auf­zutreten. Im Falle eines Unentschiedens oder gar einer Niederlage kann sich in letzter Stunde für Schalke noch alles zum Guten wenden. Aus eigener Kraft vermag der Meister aber die Mannheimer nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.

In ©au gruppe 3 blieb der BC. Hartha wei­terhin unbesiegt, ja Fortuna Düsseldorf hatte in Oberhausen Mühe, zum Ausgleich zu kommen (2:2) und wenigstens einen Punkt zu retten. So wird die Entscheidung in dieser Gruppe also später fallen.

In Gaugruppe 4 bewies Hannover 96 er­neut feine Kampfkraft. Der Niedersachsenmeister gewann in Aachen mit 2:1 und baute damit die führende Stellung aus. Alles wird sich im Nürn­berger Kampf zwischen Club und Hannover ent­scheiden!

Mannheims großer Triumph.

DfH. Mannheim -KE. Schasse 04 2:2.

Das Ruckspiel zwischen Badens Meister DfR. Mannheim und dem deutschen Meister Schalke 04 hatte seine Anziehungskraft auf die badisch-pfälzische Fußballgemeinde nicht verfehlt: 30 000 Zuschauer umsäumten am Samstagnachmittag die Mann­heimer Kampfbahn, als Schiedsrichter Best (Frank­furt a. M.) die Mannschaften ins Feld führte. Mannheim spielte in bester Besetzung, auch der Meister hatte mit Ausnahme von Urban, dessen Posten Schweißfurth einnahm, seine derzeitig stärkste Mannschaft zur Stelle. Schafte konnte mit einer 2 :1-Fuhrung in die Pause gehen, mußte sich später aber durch Elfmeter den Ausgleich gefallen lassen, unb mit 2:2 klang auch ber große Kampf aus. Babens Meister ist nach biefem Unenftchieben erster Anwärter auf ben Gruppensieg, benötigt aber aus dem Spiel gegen ben Mittemeister Dessau 05 min­destens noch einen Punkt! Die beiben Mannschaften:

Mannheim : Detter: Conrad, Rohling: Henninger, Kamenzin, Feth: Langenbein, Rohr, Lutz, Adam, Striebinger.

Schalke : Klodt: Sontow, Bornemann; Gellesch, Tibulski, Berg: Kalwitzti, Szepan, Pörtgen, Kuzorra, Schweißfurth.

In den ersten Minuten sah man zusammenhang­loses Spiel beider Mannschaften. Dann kamen die ersten gefährlichen Angriffe ber Mannheimer, aber sie würben ebenso sicher gestoppt wie bie Dorstöße ber Schalter auf ber Gegenseite. Schalkes Zusam- menspiel war in ber Folge bestechen!) schön, unb schon nach 13 Minuten hieß es 1:0 für den Mei-

st er. Don rechts kam der Ball zu Kuzorra, der seine Angreifer geschickt täuschte und Pörtgen so gut be- biente, baß biefer keine Mühe hatte, ben Ball im Mannheimer Tor unterzubringen. Der DfR. kämpfte aber unentmutigt weiter unb schaffte schon vier Mi­nuten später burch Striebinger den Ausgleich. Der Torsegen riß nicht ab; nach 20 Minuten hatte Schalke die Führung wieder zurückerobert, als Kuzorra eine Vorlage Kalwitzkis gut aufnahm und unhaltbar einschoß. Beim Stand von 2:1 für Schalke wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause wartete ber VfR. mit schnellen, gut auf gebauten Angriffen auf unb beherrschte die ßage eine volle Dierielstunde lang. In dieser Zeit mußte der Meister stark verteidigen. Gerade als sich die Westfalen wieder frei machten, verschuldete Sontow gegen Striebinger einen Elfmeter, den Feth zum 2 :2 verwertete. Schalke protestierte leb­haft, und im Verlauf ber unerfreulichen Debatten mürbe Pörtgen bes Feldes verwiesen. Schalke spielte nun mit zehn Mann, hatte aber trotzdem klare Vor­teile. Alle Angriffe scheiterten an ber Aufmerksam­keit ber Mannheimer Deckung, unb auch als Mann­heim seinen Derteibiger Rößling durch Platzverweis verlor, konnte der Meister das fiegbringenbe Tor nicht mehr schaffen. Der VfR. bot eine gute Gesamtleistung und verbaute ben einen wichtigen Punkt seiner restlosen Hingabe. Schalke war spiele­risch besser, hatte aber einen schwachen linken Flügel. Das Unenftchieben war ein gerechtes Ergebnis.

Schule und Leibeserziehung.

Gestaltung der Leibeserziehung für Jungen und Mädchen in den hefsischen Schulen im Sommer 4938.

später entschieden.

Wenn auch für die weibliche Jugenb noch keine Reichsrichtlinien, wie bei ben Knaben, vor­liegen, so gilt doch gleichermaßen für die Gestattung ihrer Leibeserziehung im Sommerhalbjahr bie Be­tonung ber Gebiete Leichtathletik, Schwimmen und Spiel.

Die seitherigen hessischen Sommerkampf­spiele werden nach Inhalt und Organisation den Reichsrichtlinien angepaßt.

3. Oberstufe (Klassenzusammenfassung wie bei den Knaben): Zum erstenmal wird für diese Stufe an Stelle des seitherigen Dierkampfes eine Kampf- spielrunde durchgeführt. Zum Leistungsvergleich wirb das Korbballspiel gewählt.

Herbst-Sportfest.

Die Arbeiten des Sommerhalbjahres finden ihren Abschluß in einem Herbstsportfest. Diese Veranstal­tung läßt sich auf eine Schule beschränken, kann aber ebenso in der Zusammenfassung von zwei ober mehreren Schulen ihre zweckentsprechende Ge­staltung erfahren. Es soll bei dem Fest eine Schau froher und wertvoller Leides^ erziehung abrollen, durch die Oeftentlichkeit und Elternschaft von der erzieherischen Bedeutung schuli­scher Leibeserziehung überzeugt werben.

Die Abteilung VII der Landesregierung erließ in I hingewiesen. Heber neue Auszeichnungen wird den letzten Tagen die Anweisungen zur Gestaltung -nUckü-d-n der Leibeserziehung für Jungen und Mädchen im Sommer 1938. Danach stehen in allen Jungen- schulen in den kommenden Sommermonaten bie Leichtathletik, das Schwimmen und das Spiel im Vordergrund. Dem Schwimmen muß überall dort, wo die örtlichen Verhältnisse es zulassen, in allen Altersstufen während der günftigen Monate breite­ster Raum gewährt werben.

Männliche Jugend.

1. Unterstufe (7. unb 8. Schuljahr unb Unterklassen der höheren Schulen): Als Kampfspiel wird das G r e n z b a l l - bzw. das Fußschlag- ballspiel gepflegt, lieber bie Wahl zwischen diesen Spielen entscheidet nach Rücksprache mit ben betreffenden Lehrkräften der mit der Durchführung der Spiele Beauftragte. Die seitherigen Kämpfe um die Kreismeisterschaft fallen künftig weg. Die Teilnahme an diesen Spielrunden, bie zwischen Sammer- und Herbstferien durchgeführt werben, ist für alle Schulen grundsätzlich Pflicht.

2. Mittelstufe (E-Klassen der Volksschulen und Mittelklassen der höheren Schulen): Zwischen den Sommer- unb Herbstferien werden Runden­spiele im Handball durchgeführt. Ueber künftige Auszeichnungen wird später entschieden.

3. Oberstufe (Oberklassen der höheren Schu­len): Es werden Rundenspiele im Handball aus- getragen. Wettspiele um bie Provinz- bzw. Landes­bestleistung fallen künftig fort.

Weibliche Jugend.

1. Unterstufe (Klassenzusammenfassung wie bei ben Knaben): Als Kampfspiel bleibt das vor­jährige Grenzballspiel bestehen. In. den wenig ge­gliederten Schulen werden zweckmäßig die Jungen- und Mädchenspiele zeitlich und örtlich zusammen­gelegt. Die Beteiligung ist für alle Schulen ver­bindlich. In den Schulen, in denen bisher keine Mädchenturnstunden eingerichtet waren, ist durch entsprechende Gestaltung des Stundenplanes min­destens eine zweistündige Leibeserziehung in ber Woche einzurichten. Einem hierbei notwendig werdenden gemeinsamen Turnunterricht für Jungen unb Mädchen steht in ben wenig gegliederten Schulen nichts im Wege.

2. Mittelstufe (Klassenzusammenfassung wie bei ben Knaben): Auch in dieser Stufe bleibt das Grenzballspiel als Kampfspiel bestehen. Auf bie Bildung, von Klassen- statt Schulmannschaften wird

Berirksverwaliungsgericht Gießen.

Sitzung am 29. MpriL

In ber Sache: Privatentbinbungsanstatt Dr. Hacke- mann in Bab-Nauheim; hier: Antrag bes Kreisamts Friebberg auf Entziehung ber Konzession, würbe bi«* Verhanblung vertagt.

Kreis Alsfeld.

§ Alsfelb, 28. April. Der hiesige Zweig» verein bes VHC. hielt unter Leitung von Bür­germeister Dr. Völsing seine Mitglieberversamm- lung vom abgelaufenen Geschäftsjahr bei guter Be­teiligung ab. Aus bem Jahresbericht bes Vorsitzen­den ging hervor, daß bie planmäßige Wanbertätig- keit biefelbe Beteiligung, im Durchschnitt 25 Per­sonen, aufzuweisen hatte, wie im Vorjahr. Herz­liche Gebenkworte roibmete der Vereinsführer bem verstorbenen Geh. Rat Pros. Dr. Sommer (Gie­ßen), ber ein treuer Freund des Alsfelder VHC. war und gern in feinem Kreise weilte. Die Rech- nungsablaae des Vereins vom Jahr 1937 durch ben Rechner, Lehrer Jäckel, fand bie Billigung ber Versammlung, ebenso ber Voranschlag für 1938, ber sich mit 447,30 Mark in Einnahme unb Ausgabe bewegt. Infolge ber burch bie Erbauung ber Reichs­autobahn im Raume ber Gemarkung Alsfelb ein­getretenen Verlegung von W^gen ist eine grunb- legenbe (Erneuerung ber Wegemarkierung in der nächsten Umgebung erforberlid), wofür ein größerer Betrag vorgesehen wird. Für die fleißigen Wan- berer erfolgte bie Verleihung bes goldenen VHC.- Abzeichens, darunter an den Wandermeister zum 19. Male. Ferner erhielten zehn Mitglieder das Ehrenzeichen für 25jährige Mitgliedschaft und ein Mitglied für 40jährige Mitgliedschaft. Der Wander- plan für 1938 weist 15 Wanderungen auf. Mit einem warmherzigen Appell an bie Mitglieber zur regen Beteiligung an ben Wanderungen schloß ber Dereinsführer bie Versammlung.