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ftig minderwertiger Mensch ist, wurde der Straf- milderungsgrund des § 51 Abf. 2 StGB, zuge­billigt. Er hat wohl die Fähigkeit, das Unerlaubte seiner strafbaren Handlungen einzusehen, aber die Fähigkeit, nach dieser Einsicht zu handeln, ist bei ihm stark vermindert. Auch bei ihm zeigt die Vor­strafenliste, daß er bei jeder Gelegenheit stiehlt und dabei selbst Dinge entwendet, die für ihn kaum einen Wert haben. Auch er ist ein Gewohnheits- oerbrecber, bei dem die Sicherungsverwahrung im Interesse der Allgemeinheit angeordnet werden mußte. Die Unterbringung in eine Heil- und Pflege- onstalt hätte hierfür nicht genügt; denn der ganze

Lebenslauf von Kaffitz zeigt, daß er ein schwacher, leicht beeinflußbarer und, wohl auch durch seine geistige Beschränktheit mitoerursacht, haltloser Mensch ist. Die Unterbringung in eine Heil- und Pflegeanstalt würde daher nicht genügen, um die Oeffentlichkeit im ausreichenden Maße vor ihm zu wahren.

Nagel wurden bei der Strafzumessung mil­dernde Umstände zugebilligt. Dabei war entschei- denü, daß Nagel nur zweimal vorbestraft ist und daß er derjenige war, der am wenigsten bei der Ausführung der Diebstähle mitgewirkt hat.

an

Aus der engeren Heimat

be-

etwos Liebe zur Sache und geläuterter, obachtung geschulter Geschmack ergänzen.

diese nie ganz trocken werden.

Das sind nur einige Winke. Alles übrige

muß Be-

Der schöne Balkon und seine pflanzen praktische Winke zu Anlage und pflege.

so daß die GesamtmitgliederAahl nunmehr 188 . _ trägt. An Eigenkapital sind rund 40 000 Mark vor-

Ein- Balkon ist nach der Art seiner Benutzung sowohl Außen- wie Jnnenraum. Ruht er auf Pfosten oder Säulen, die mit ihrem Mauerwerk als Sockel bis zum Erdboden reichen, dann heißt er Alta n" und bietet die Möglichkeit, ihn vom Gar­ten aus mit Glycinen oder ähnlichen Schling­gewächsen zu begrünen. Stellt ein Balkon die Ver­bindung verschiedener Räume des gleichen Stock­werks her und zieht er an einer oder mehreren Außenseiten des Hauses entlang, dann spricht man vomSöller", wie er mit brennendroten Ge­ranien bepflanzt, fast jedes zweite Haus im deut­schen Alpengebiet ziert. Ein Erker ist ein all­seitig geschlossener Balkon, dessen Blumenschmuck sich besonders an die Architektur anzupassen hat. DieL o g g i a" (sprich Lodscha) ist ein an einer Außenseite offener Innenraum und ohne Blumen- schrnuck nicht denkbar. Auch die erhöhte, an das Haus angegliederte Terrasse, die man unter Umständen passenderHauslaube" nennen könnte, gehört zu den Räumen, welche Blumen­schmuck verlangen.

Balkon, Altan, Söller, Loggia und Terrasse dienen in der guten Jahreszeit den Bewohnern während der Mahlzeiten und Feierstunden zum Aufenthalt in freier Luft. Sie stellen eine geschätzte Erweiterung des Wohnraumes Dar, deren Annchm- lickkeit durch gepflegten Blumenschmuck wesentlich erhöht werden kann. Sie sind zugleich aber aucy ein zierender Bestandteil des Wohnhauses, insonder­heit seiner Fassade. Diese aber bedeutet das Gesicht eines Gebäudes. Dieses Gesicht will gepflegt fein.

Ein Balkon, den die Sonne den Sommer über ohne Blumenschmuck befcheiift, ist wie ein Bild ohne Rahmen, unvollständig, und wie ein Garten, in dem keine Blupie blüht und dem alles fehlt, was schön ist und seinen Wert bedingt, der Bal­kon ist dann öde, kahl und unfreundlich. Befindet er sich zudem noch an der Straßenfront, allen Blicken preisgegeben, so wird er, da man ihn nicht verbergen kann, in seiner Leere zum stummen Ein­geständnis für die Armut des Besitzers an Schön­heitssinn oder an Mitteln für das bißchen Grün und Blumen, welches notwendig wäre, diesen Mangel abzustellen. Andererseits verdient hervor- gchoben zu werden, wie der mit Blumen begrünte Balkon den ganzen, Sommer über die Bewohner erfreuen kann, zugleich auch dem Haus und da­mit dem Gesamtbild der Straße zur Zierde gereicht. Nicht unerwähnt sollen die erzieherischen Werte- 'bleiben, die im Zusammenhang mit einer gewissen­haften Blumenpflege bei b-tr Heranwachsenden Ju­gend darin bestehen, daß sie zur Erfüllung einmal übernommener Pflichten angehalten werden kön­nen, weil die Blumen selbst es sind, welche jede Vernachlässigung rechtzeitig melden.

Diese Erkenntnisse sind von hohem Wert. Sie haben bereits dazu geführt, daß schon bei der Pla­nung eines Wohnhaus-Neubaues das Anbringen und sturmsichere Befestigen von Balkonkästen ms Auge gefaßt und nachher auch praktisch durch- gesuhrt wird. Nicht selten sind die aus Eisenbeton hergestellten Brüstungen mit geeigneten Vertiefun­gen versehen, in welche nur die passende Erde ein- gefüllt zu werden braucht, um die Pflanzen auf­nehmen zu können. Wo das nicht der Fall ist, soll man mit Fensterkästen von 18 Zentimeter Breite und Tiefe (im lichten gemessen), bei 80 Zentimeter Länge rechnen. Sie müssen, besonders an der Straße, unbedingt sicher befestigt sein. Schon aus diesem Grunde sind einzelne Töpfe zu vermeiden. Sie sind aber auch sonst noch unpraktisch, weil sie zu wenig Erde fassen und im Sommer stark aus­trocknen, wodurch viel Arbeit entsteht, die bei Ge­brauch von Kästen vermieden werden kann. Ihr Anstrich ist nicht nebensächlich. Wie die ganze An­ordnung, hat er sich nach dem Hause zu richten. Die Farbe darf niemals auf Kosten der Blumen­

handen, dieser Betrag kann als sehr, günstig be­zeichnet werden. Nach dem Reoisionsbericht wurde dem Vorstand und Aufiichtsrat Entlastung erteilt. Aus dem Revisionsbericht war zu entnehmen, daß die Kassengeschäfte einwandfrei geführt wurden. Die satzungsmäßig ausscheidenden Mitglieder Magnus als Vorstandsmitglied, sowie Leun und Klotz als Auffichtsratsmitglieder wurden einstimmig wiederge­wählt. Als neues Mitglied in den Vorstand wurde Wilhelm Ludwig L u h einstimmig gewählt. Bedingt durch die Steigerung der Spareinlagen wurde die Passiokreditgrenze auf 300 000 Mark erhöht. Nach­dem der Rechner noch verschiedene Ausführungen über den Geschäftsbetrieb gemacht hatte, schloß der Aufsichtsratsvorsitzende den offiziellen Teil der Ver­sammlung mit dem Gruß an den Führer.

# Daubringen, 29. April. Der Spar» und Vorschuß-Verein Daubringen hielt seine Jahreshauptversammlung ab. Geschäftsbericht und Jahresrechnung ließen einen weiteren Aufstiea der Kaffe erkennen. Die Spareinlagen beliefen sich am Bilanztag auf 183 308 Mark, die Aktiven ver- zeichneten 213 430 Mark, die Passiven 212 227 Mk. Der Schule wurden für bewiesenen Sparsinn der Kinder 50 Mark zugewiesen. Mitglied Henkel wurde zum stellvertretenden Direktor und aus dem Aufiichtsrat in den Vorstand berufen. Der Anfiichtsrat wurde durch Mitglied Hermann er­gänzt. In der jüngsten Gemeinderots­sitzung, wurde über die Erweiterung des Friedhofs beraten. Mit anliegenden Grund­stücksbesitzern wurde bereits in Verhandlungen ein­getreten. Unser Mitbürger, Zugführer Heinrich Wagenbach und Frau Margarethe, geb. Walter, konnten dieser Tage das Fest der silbernen Hochzeit feiern.

# Mainzlar, 30. April. Der Schlosser Wil­helm Pfeiffer konnte am gestrigen Freitag auf eine 25jährige Tätigkeit in den Didierwerken zu­rückblicken. Aus diesem Anlaß fand im Schlosser­

wirkung hervortreten. Schon darum vermeide man alle grellen Gegensätze.

Wirklichen Genuß bietet ein solcher Balkonschmuck seiner Pflegerin jedoch nur dann, wenn die Blu­men eine besondere Ueppigkeit zeigen und diese hängt zum Teil mit der Wahl der richtigen Erde zusammen. Es darf darum in dieser Hinsicht nicht am Pfennig gespart werden. Die reine Mistbeet- und Lauberde, wie man sie beim Gärtner kauft, auch die schwarze Walderde, sind unvermischt zu leicht. Die Wurzeln finden in solcher Erde nicht den festen Halt und das Wasser läuft zum großen Teil beim Begießen schnell unten wieder ab. Man soll daher außer etwas Sand, auch einen Teil alten Lehm vom Abbruch alter Gebäude, sonst Rasenerde von verwesten Rasenschollen aus guten Wiesen dar­unter mischen, auch genügend fest pflanzen. Als Vorratsdünger gebe man auf den Inhalt eines Kastens von der angegebenen Größe zwei Hände knapp voll Hornmehl und zwei Liter Biohum. Mehr nicht. Das genügt für das erste Wachstum vollkommen. Wenn nach der Entwicklung des Blatt­werks gegen Ende Juni das Blühen einsetzt, be­ginnt die wöchentliche Nachdüngung mit Blumen- dünaer in flüssiger Form 2 Gramm auf den Liter Wasser. Zusätze von künstlichen Düngemitteln, be­sonders solche mit hochkonzentriertem Ge- halt unter die Erdmischungen sind unter allen Umständen zu vermeiden. Es gibt sonst kranke Wurzeln.

Unübertreffliches Pflanzmaterial liefern die neue­ren Scharlachgeranien in den verschiedenen Färbungen von reinem Weiß über rosa, ziegelrot und bis zum tiesdunklen Ton des Rotweins. Auch in den Hänge- oder Efeugeranien ist die Auswahl der Farbentöne reichhaltig. Man verwendet die letzteren gern an die vordere Reihe, wo sie herab­hängend, bald den Kasten decken und fetzt die auf­recht wachsenden dahinter. Die andern Hauptpflanzen für Balkonschmuck, die billiger heranzuzieh^n und zu beschaffen sind, bestehen in den einfach blü­henden Petunien. Sie entwickeln bei ge­wöhnlicher Pflege, wenn sie volle Sonne und etwas Windschutz genießen, eine erstaunliche Fülle von Blüten. Läßt der Flor nach schlechtem, kalten Wetter etwas nach, dann braucht man nur leicht zu düngen und die wiederkehrende Sonne wird sie neu beleben. Es muß aber gesagt sein, daß in ungünstigen Sommern die Geranien sich widerstands­fähiger zeigen. Für sonnenarme Nordlagen eignen sich außer Fuchsien noch Hortensien, Efeu, grün- und buntblättrige Tradescantien und härtere Blatt­pflanzen des Zimmers. An Schlinggewächsen ist die blaue Glockenrebe (Cobaea scandens), Passionsblu­men, Zierspargel und in größeren Gefäßen noch Edelwicken als allgemein geschätzt, zu empfehlen.

Man vermeide alles, was der Architektur des Hauses widerspricht. Das ist einmal das unruhige Durcheinander, wie es die eifrigsten Liebhaber fer­tig bringen, die jede Schönheit nur in der Einzel­pflanze sehen, um dabei die Gesamtwirknng aus den Augen zu verlieren. Dann beschränke man sich auf wenige, mit einander harmonierende Farben. Jedes Rot, das Spuren von Blau errchält, gibt mit anderem Rot, in dem Gelb enthalten ist, einen schreienden Mißton. Die beliebten blauen Petunien wirken für sich zu tot, wie überhaupt Mau der Fernwirkung entbehrt. Prächtig ist das helle Rot der Petunie Himmelsröschen, das auch vielen an­deren Sorten eigen ist. An Stellen, die den Win­den stark ausgesetzt sind, vermeide man die hoch­wüchsigen Petunien. Wer Kapuzinerkresse als Bal­konschmuck verwenden möchte, belasse pon der aus­gehenden Saat nur wenige Pflanzen und laste

Landkreis Gießen.

* W i e s e ck, 1. Mai. Der hiesige 28 Jahre alte Fuhrmann Karl Becker erlitt durch einen Sturz eine starke Beckenprellung und mußte in ärztliche Behandlung nach Gießen gebracht werden.

K Steinbach, Mai. Am heutigen Tage feiert der älteste Mann unserer Ge­meinde, Herr Johannes Balser L, Landwirt und früherer Pflasterer, seinen 8 2. Geburtstag bei großer geistiger und körperlicher Frische. Seme Ehefau, mit der er am 7. April 57 Jahre verhei­ratet war, steht im 81. Lebensjahre. Am 3. Mai feiert Frau Marie S e r t h W w e., geb. Petri, ihren 7 5. Geburtstag.

Großen-Linden, 29. April. Die hiesige Spar- und Darlehnskasse hielt bei Mit- glied Ernst Pirr untet Leitung des Aufsichtsratsvor­sitzenden Johannes Leun IX. ihre ordentliche Ge- neralversammlung ab. Der Aufsichtsratsoorsitzende gedachte zunächst der im Geschäftsjahr 1937 ver­storbenen Mitglieder. Rechner W e i ß erstattete so­dann den Geschäftsbericht und die Bilanz für das Jahr 1937. Die Bilanz wies einen Reingewinn von 2819 Mark auf, der auf Vorschlag wie folgt ver­teilt wurde: 5% v.H. Dividende auf Geschaftsgut- haben der Genossen 680 Mark, Reservefonds 1100 Mark, Betriebsrücklage 938 Mark, Volksschule Gro- ßen-Linden 40 Mark, Kleinkinderschule Großen-Lin­den 30 Mark, Verein für das Deutschtum im Aus­land 30 Mark. Das Winterhilfswerk wurde eben­falls mit einem monatlichen Beitrag bedacht. Die Spareinlagen wiesen trotz der Rückzahlung von 42 624 Mark eine Steigerung von 21 350 Mark auf. Alle vertretbaren Kredite konnten bewilligt werden. Das Bankguthaben bei der Landesbauernkaste hat sich von 4000 Mark auf 12 000 Mark erhöht. Der Jahresumsatz stieg von 240 000 Mark auf 550 000 Mark. Die Einlagen der Schulsparkaste und der Kartenverkauf steigerten sich ebenfalls ganz erheb­lich. An neuen Sparbüchern wurden im vergange­nen Geschäftsjahr 47 ausgegeben. Im gleichen Zeit­raum wurden zehn neue Mitglieder aufgenommen,

aufenthaltsraum ein Appell der Schlosser zur Ehrung ihres Arbeitskameraden statt. Der Betriebs­führer sprach herzliche Glückwünsche aus. Werkschar­führer R e e h überreichte dem Jubilar im Auftrag der Kameraden ein Geschenk.

§ Allendorf (Lumda), 28. April. Am Sonn­tag hielt der Spar- und Dorschußverein seine jährliche Generalversammlung ab. Erschienen waren 177 Mitglieder. Die Bilanz per 31. Dezem­ber 1937 enthält u. a. an Aktiva in laufender Rech­nung 127 843 Mark, Hypotheken 180 039 Mark, Schuldscheindarlehen 56 073 Mark. In Passiva: lau­fende Rechnung 36 048 Mark, Spareinlagen 325 240 Mark, Geschäftsguthaben 20 026 Mark, Reingewinn 791 Mark. Die Bilanz schließt beiderseitig ab mit 431465 Mark. Gesamtumsatz 1937 3913 955 Mark. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist in Ein- nahme und Ausgabe 24 834 Mark aus. Vorstands­mitglied Ludwig Becker, welcher die Versamm­lung leitete, erstattete den Geschäftsbericht. Der Zu­gang an Mitgliedern betrug 28, der Abgang durch Tod 5 (darunter der seitherige Direktor Christoph Formhals), infolge Kündigung und Wegzug 10. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1937: 305. Die verstor­benen Mitglieder wurden durch ein stilles Ge­denken geehrt. Im vergangenen Geschäftsjahr kamen 93 neue Sparbücher zur Ausgabe. Der Kleinsparoerkehr hat sich erfreulich entwickelt. Die Verlesung des Revisionsberichtes geschah durch den Aufiichtsratsvorsitzenden Rein. Die Jahresrechnung 1937 wurde von dem Rechner D ö l l vorgetragen. Die Spareinlagen haben sich im Berichtsjahre um rund 14 000 Mark erhöht. Von den Mitgliedern wurden keine Einwendungen erhoben. Dem Vor­stand wurde Entlastung erteilt. Bei den Ersatz­wahlen wurde das seitherige Vorstandsmitglied Lud­wig Becker als Direktor und Kaufmann Karl Reuning in den Vorstand gewählt. Oberrevisor Hartmann hielt dann einen lehrreichen Vortrag über den Stand der Kasse und über das Genossen­schaftswegen. Nach dem üblichen Schluß der Ver­sammlung folgte ein gemütliches Beisammensein.

< Holzheim, 29. April. Die hiesige Land­wirtschaftliche Kredit-, Bezugs- und Abfatzgenossenschaft hielt ihre Generalver­sammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Landwirt W. P. Jung, leime die Versammlung. Der Geschäftsbericht, von Rechner Buß erstattet, zeigte eine weitere Aufwärtsentwicklung der Kasse. Der Umsatz hat sich um eine Viertelmillion auf 1300 000 Mark erhöht. Die Einlagen stiegen um rund 20 000 Mark auf 273 000 Mark. Die Schul­sparkaste und der Sparkartenoerkauf erbrachten 5115 Mark neue Einlagen. Die Ausleihungen be­

tragen 304 000 Mark, im abgelaufenen Jahr konn­ten 22 000 Mark neue Ausleihungen bewilligt' wer­den. Von den Mitgliedern wurden für 42 600 Mark Waren bezogen, während für 37 000 Mark Ge­treide und Kartoffeln abgesetzt wurden. Durch die Saatgutreinigungsanlage wurden 800 Zentner Saalgetreide gereinigt und gebeizt, mit der im vorigen Jahr neu angeschafften Dämpfkolonne wur­den rund 3000 Zentner Kartoffeln gedämpft. Die Mitgliederzahl beträgt jetzt 187. In der General­versammlung waren 175 Mitglieder anwesend. Vom Reingewinn wurden 1500 Mark dem Reserve­fonds überwiesen. Für den zurückgetretenen Direk- tor Klotz wurde der stellvertretende Direktor Ohly gewählt, für diesen wurde zweiter Direktor B. W. Klotz, das satzungsgemäß ausscheidende Vorstandsmitglied W. A r ch wurde wiedergewählt; in den Aufsichtsrat wurde der Ortsbauernsührer Hch. Kuhl neugewählt.

Bücheriisch.

Alexander von Gleichen-Ruß- wurm:Der Wunderdokto r." Von der Heilsehnsucht der Jahrhunderte. Preis gebunden 4,80 Mark. Verlag Literarisches Institut P. Haas & Cie., Augsburg. Der bekannte Kulturphilosoph zeigt hier eine Geschichte der Heilkunde in Wechsel­wirkung mit jenem Mystizismus, der Scharlatane, Goldmacher und Volksverführer aller Art hervor­gebracht hat, der aber andererseits auch die Schul­medizin immer wieder anregen mußte, den Ur­sachen dieser geheimnisvollen Macht nachzugehen. Das mit interessanten zeitgenössischen Bildern aus­gestattete . Buch gibt in einem fesselnden Streif zu g durch die Jahrhunderte anregende Einblicke in''Zu­sammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Wun­dertätigkeit und wissenschaftlicher Forschung., L.

Vater und Soh n." Noch 50 lustige Streiche und Abenteuer, gezeichnet von E. O. Plauen. Im Deutschen Verlag, Berlin. (113.) Dies ist nun schon der dritte Band mit den po­pulären Abenteuern der Firma Vater und Sohn, und man muß die unerschöpfliche Phaiüasie des Zeichners Plauen bewundern, der das Paar erfun­den hat. Es find hier wieder eine Menge der kurio­sesten und lustigsten Bildergeschichten vereinigt, die sich ohne Worte von selbst erklären und großen wie kleinen Leuten eine vergnügte Stunde bereiten wer­den. Das Schönste daran ist vielleicht dies, daß man immer wieder spürt: der Mann, der das gemacht hat, ist nicht nur ein Zeichner, sondern auch selber ein Vater. Sicher ist er ein guter Vater seines kleinen Sohnes. hth.

Wirtschaft.

Rhein-Mainische Börse.

Freundlich.

Frankfurt a.M., 30.April. An der Wochen­schlußbörse entwickelte sich nur kleines Geschäft, da sich der Auftragseingang in engen Grenzen hielt. Die Haltung war weiterhin freundlich, und am Aktienmarkt ergaben sich zumeist kleine Er­höhungen. Die feste Haltung einiger Sperrmark­werte gab etwas Anregung. IG. Farben befestigten sich bei etwas größeren Umsätzen auf 158,25 (157,50) und Reichsbank stiegen auf 198 (197,50). Von Montanwerten erhöhten sich Verein. Stahl auf 111 (110,75) und Hoesch auf 115,25 (115), während Rheinstah lauf 147,50 (148) abbröckelten. Auto- und Maschinenaktien kamen bei kleinem Geschäft zumeist 0,25 bis 0,50 v. H. höher an. Elektroaktien lagen nicht immer voll behauptet,' Deutsch-Atlanten 122,75 (123,65), Gesfürel 150,50 (151). Im einzelnen no­tierten Berger Tiefbau mit 159 (158,50). Westdeut­sche Kaufhof mit unverändert 109,25, Conti Gummi mit unverändert 207,75, AG. für Verkehr mit un­verändert 139,25, hingegen Bemberg mit 149,75 (150,50).

Von Renten gingen Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,13 v. H. zurück auf 130,25. Am Pfandbriefmarkt wurden Goldpfandbriefe zumeist repartiert. Liqui­dationswerte wichen nur unbedeutend ab. Auch Stadt- und Staatsanleihen zeigten bei ruhigem Ge­schäft zumeist die gestrigen Kurse. Etwas niedriger die beiden Frankfurter mit 99,40 (99,75). Im Frei- oerkehr ermäßigten sich Kommunat-Umschuldung auf 96,15 (96,20), Späte Schuldbuchforderungen un­verändert 99,75.

Auch im Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Ausdehnung, und die Kurse blieben größtenteils un­verändert. IG. Farben waren bei verhältnismäßig lebhaftem Geschäft weiter erhöht auf 159,75 nach 158,25, während sonst kaum zweite Notierungen er­folgten. Die später notierten Werte lagen uneinheit­lich. Weiter fest lagen Hanfwerke Füssen mit 140 (138,25). Von Zellstoffwerten erhöhten sich Feld­mühle auf 145,50 (144,25), hingegen Aschaffen­burger Zellstoff 136 (136,75). Niedriger lagen u. a. Daimler mit 152 (152,75).

Im Freiverkehr waren Dingler etwas be­lebter mit 96,50 bis 97,50 (96), Elsass. Bad. Wolle erholten sich auf 88 bis 90 (87).

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a Hl.

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk Mittag börse

Schluß- kurs

Schlußk. Abend börse

Schluß­kurs

Schluß^ Mittag, börse

Darum

29.4.

30-4

29.4

30.4.

Damm

29.4.

30-4

29-4

30-4.

6% Deutsche ReichSanlethe v. 1927

101,9

102

102

102

Accumulatoren-Fabrtk.......14

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

99,3

99,3

99,3

99,3

Aschaffenburg Zellstoff........6

136,75

136

136,5

136,25

*yi% Deutsche RetchSschatzanwet-

Bemberg.................. 0

150,5

149,75

151

150

~

Tefilin R

164

164,5

164

164,75

4%% Deutsche ReichSschatzanwei

f

Buderus Eisen...... 5

124,5

122

120,25

122,5

fangen von 1935, 11. Folge ...

99,7

99,7

99,7

99,7

Gement Heidelberg........... 8

159,75

160

4%% Deutsche Reichsschatzanwei

Conti Gummi.............. 14

207,75

207,75

208

207,5

fangen von 1939, 111. Folge ..

99,75

99,75

Daimler Motoren..........6y2

152,75

152

152,25

152

5%% Doung-Anleihe von 1930 ..

103,75

104,13

104,13

Dessauer Gas ............... 6

125,75

126

4%% Hessische Volksstaat von 1929

101

101

101

Deutsche Erdöl.............. 6

146

146

146

146,5

4yä% Deutsche Reichspostschatz von

Deutsche Gold- und Silber .... 9

248,5

248,5

1934 1......................

100,6

100,6

«

177,75

178 5

178

4%% Deutsche Reichsbahnschatz

Elektrische Lieferungen........6

123,5

124

124

124

100

100

100

100

143,5

144

144

144 5

132,75

132,65

132,6

132,6

157,5

159 .75

157 65

Oberhessen Provinz-Anleihe mil

Feiten & Guilleaume.........6

141,75

141,5

141,65

14b 75

AuSlos.-Rechten..............

Gesfürel....................7

151

150,5

150,75

151

4Yt% Hess. Landesbk. Darmstadt

Th. Goldschmidt ............. 7

148

Goldpse. R. 12..............

100

100

100

-

Grilmer Maschinen........... 0

50,25

_

49 5

5y,% Hess. Landes-Hyp.-Bant

Harpener................. 4%

169,25

170

165

101

101

Hoesch Eisen................. 5

115

115.25

114 75

4fc% Preuß. Landespfdbr.-Anst

Philipp Holzmann........... 8

166,75

166,5

167

166

Goldpse. R. 19..............

100

ioo

100

100

Ilse Bergbau................ 7

157,5

4/2% Preuß. Gold-Komm. R. 20

100

100

100

100

Ilse Genüsse................ 7

137,75

138

138,25

4yz% Darmstadter Komm.-Lan

Kali Aschersleben............ 4

110

110

99,75

99,75

_

122 F5

Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe

Kokswerke und Chemische Fabrik 7

161

161,25

Auslos.-Rechte I..............

138,75

138,9

138,9

Lahmeyer..................6

135

135,5

135,75

135,75

<Yt% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15

100

100

100

Mainkraft................... 4

96,65

97,5

4yj% Franks. Hyp. Gold-Komm.

Mannesmann............... 5

115,65

115,9

115,9

116

Lbl. 2 3....................

100

100

_

-

Mansfelder Bergbau......... 7

5Vi% Franks. Hyp. Liquidation

Metallgesellschaft.............6

I40j

140

140,5

140,5

Goldpse........

101,13

101,13

-

firenflein & Kovvel..........0

5yt% Rheinische Hyp. Liquidation

Rheinische Braunkohle.......12

229,75

229,75

230

Goldpse.....................

101,25

101.2

101,25

101,2

Rheinische Elektro............6

Steuergutschein- Verrechnungskurs

111,35

111,35

111,5

111,5

Rheinstahlwerke..............6

148

147,75

147,75

148,5

Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6

125

. 125

125

124,9

A.G. für Verkehrswesen .... 6%

139,25

139,25

139,65

139,5

Rütgerswerke............... 7

156,5

157

157,13

157,5

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Salzdetfurth Kall............6

166

165

166

165,5

Hamburg-Amerika Paket......0

80

79,5

79,5

Schuckert L Co.............. 7

184,5

184,75

185,25

Norddeutscher Lloyd........ 0

80

80,25

80,25

Schultheis Patzenhofer........4

_

103,13

103,13

Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. '

130,4

130,5

130,4

130,75

Siemens & Halske.......... 10

_

213,25

212

213

*

Süddeutsche Zucker.......... 10

218,25

218

218,25

218

198

197,9

198,13

Vereinigte Stahlwerke........ 5

Berliner Handelsgesellschaft . 6 y.

128,25

128,65

129

129

Westdeutsche Kaufhof.........0

109^25

109,25

'109,4

109,25

Commerz- und Privat-Bank ... 6

115,9

115,9

115,9

115,9

Westeregeln Alkali............4

109,5

109,5

110

109,5

Deutsche Diskonto............ 6

120,5

120,5

120,5

120,5

Zellstoff Waldhof............7

145,5

146

146,65

146,65

Dresdner Bank.............. 5

113 I 113,25

113

113,25

Ltavi Minen..............0,65

25,4

25,75

25,75

29 .April

30 April

29 April

30. April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

yner

Geld

Brie,

Geld

Briei

Geld

Briei

Buenos Aires.............

0,651

0,655

0,651

0,655

Japan..................

0,723

0,725

0,723

0,725

Brüssel...................

41,86

41,94

41,88

41,96

Jugoslawien .........

5,694

5,706

5,694

5,706

Rio de Janeiro............

0,145

0,147

0,145

0,147

Oslo ............

62,32

62,44

62,32

62,44

Polen....................

47-00

47,10

47,00

47,10

Stilen.............

55,36

55,48

55,36

55,48

Lissabon............

11,265

11,285

11,265

11,285

Danzig...................

47,00

47,10

47,00

47,00

Stockholm .........

63,90

64,02

63,90

64,02

London...................

12,40

12,43

12,40

12,43

Schweiz..................

57,18

57,30

57,20

57,32

Hellings ort................

5,485

5,495

5,485

5,495

Spanien................

Paris....................

7,662

7,678

7,642

7,658

Prag.....................

8,651

8,669

8,651

8.669

Holland..................

138,41

138,69

138,41

138,69

Budapeü..........

Italien...................

13,09

13,11

13,09

13,11

2,487

2,491

2,487

2,491