Ausgabe 
2.3.1938
 
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aus?"Wir haben jetzt Führerinnenschu- l e n in Malaga und Valladolid, die Mädchen wer­den dort geistig und sportlich geschult und lernen alle Gebiete der sozialen Fürsorge und ihre Orga­nisation."

Die Tätigkeit der Falangistinnen, von denen ich hörte, besonders der Einsatz so unmittelbar hinter der kämpfenden Front", sage ich,wird auch Opfer gekostet haben. Darf ich auch von Einzelheiten per­sönlichen Heldentums erfahren?"

Im Kriege", antwortet die Führerin,starben achtzehn weibliche Falangisten vor dem Feind." Darf ich", frage ich noch einmal,Namen und Taten erfahren, die ein Beispiel für den Einsatz der weiblichen Falange sind? Glauben Sie, Senorita, am Beispiel der einzelnen persönlichen Tat erkennen die Menschen, die von dem Leid und dem Helden­tum des nationalen Spaniens draußen in der Welt viel zu wenig wissen, die sittliche Größe und die Idee des spanischen Freiheitskampfes."

Pilar Primo de Rivera erzählt mit ruhiger stockender Stimme:Da ist Sagraria Muro. Sie war unsere Prooinzialleiterin in Toledo. Es war am Abend vor der Besetzung des Alkazar. Un­sere Soldaten standen schon am Rande der Stadt, die Roten waren in fiebernder Aufregung. Denn es ging um die Entscheidung. Da stürmte Sagraria Muro, die bisher den Roten entgehen konnte, auf die Straße und rief:Arriba Espana! Arriba Espana! Sie rief den Kampfruf der Falange mit­ten in die roten Haufen. Dann wurde sie mit Knüppeln totgeschlagen. Sie war 18 Jahre alt."

Und dann", sagte Pilar Primo de Rivera,ist da unsere Provinzialleiterin in Valencia ein Beispiel: Vicenta Chabas. Sie wurde, 19 Jahre alt, mit ihrer jüngeren Schwester erschossen. Sie sangen zusammen unsere Falangehymne in ihren letzten Augenblicken vor dem Tode, bis die Salve der Rotgardisten chre Stimmen auslöschten."

Ich muß an Marie von Clotts im Rigarer Zen­tralgefängnis 1919 denken. Sie ging auch singend in den Tod; sie nahm ihre baltischen Leidensgenos­sen an die Hand ihrer Seelenstärke und starb so. Ich muß an Schlageter denken, an seinen letzten Ruf: Es lebe Deutschland!, der über die Salve des Exekutivkommandos sich erhob als ein Fanal der Zukunft, die heute deutsche Wirklichkeit ist .

Pilar Primo di Rivera gibt mir zum Abschied die Hand. Ich habe ihr viel zu danken: Das Wissen von dem Geiste des jungen nationalen Spanien und den Glauben an seine sieghafte Zukunft.

Einsatz des weiblichen Arbeitsdienstes im nationalen Spanien.

Salamanca, 2. März. (DNB. Futtkspruch.) Am Dienstag wurde zum erstenmal der weib­liche Arbeitsdienst eingesetzt. Eine große An- zahl Frauen zwischen 17 und 38 Jahren, die durch eine Regierungsverordnung aufgerufen worden waren, traten ihre Arbeit in verschiedenen Einrich­tungen des nationalen Hilfswerks wie Schneider­werkstätten, Apocheken usw. an. Aus allen Teilen Nationalspaniens wird berichtet, daß die Frauen mit großem Eifer sich den Pflichten unterziehen, die ihnen anvertraut werden.

Oer neue Schauprozeß in Moskau.

DieGeständnisse" sollen dieNotwendigkeit derständigen Mobilisation" begründen.

Moskau, 1. März. (DNB.) Sämtliche Mos­kauer Blätter beschäftigen sich mit dem am Mittwoch beginnenden neuen Schau-Prozeß Bucha­rin, Rykow und Jagoda, und die übrigen ange­klagten ehemaligen Sowjetgewaltigen.Vernichtet die Trotzki-Spionenbande! Tod den verdächtigen Landesverrätern, den dreimal verfluchten Schlangen und schändlichen Mördern!" so lauten die Schlag­zeilen. Unter hysterischen Ausbrüchen und wilden Verwünschungen bringt die Presse die in der Ver­lautbarung der Staatsanwaltschaft enthaltenen An­klagepunkte in allen Variationen wieder vor. Im Zentrum des kommenden Prozesses werde, so schreibt dieJswestija", wiederumder alte Spion und Bandit, der langjährige Agent ausländischer Nachrichtendienste und Volksfeind Trotzki" stehen. Weiter werde sicherweisen", daß sich unter den Angeklagten sogar frühere Angehörige der z a r i - stischen Geheimpolizei (der sogenannten Ochrana") befänden, die ihre Verbrechen und Pro­vokationen viele Jahre hindurch unter der Maske von ergebenen Anhängern des Sowjetregimes wei­tergetrieben hätten. Weiter wird aus den Kommen­taren der Sowjetblätter deutlich, daß sich die unge­heuerlichen Unterstellungen, die bereits die erste Verlautbarung an die Adresse auswärtiger Mächte richtete, in erster Linie auf Japan und Deutsch­land beziehen dürften. Es scheint den Veranstal­tern des kommenden, blutigen Sckauspiels in erster Linie darauf anzukommen oyne jede Rücksicht auf den verheerenden Eindruck im Auslande, das Kriegsgespenst der Sowjetbevölkerung vor Augen zu führen, indem man die Sowjetunion als unmittelbar bedroht erscheinen läßt, um dadurch dieständige Mobilisationsbereitschaft" zu vertiefen, eine ArtMobilisierung" des Geistes zu schaffen, die angesichts der schweren inneren Erschütterungen des Sowjetstaates angezeigt erscheinen mag. Die Kommentare der Moskauer Blätter klingen über­einstimmend aus in der Forderung nach einer exem­plarischen Bestrafung der Angeklagten. Mit Losun­gen wieTod den toll gewordenen Hunden!", Schlagt der trotzkistischen Schlange den Kopf ab!", Vernichtet die Spione und Verräter so, daß von ihren unflätigen Ueberresten auch keine Spur mehr bleibt!" usw. versuchen die Blätter einander förm­lich zu übertreffen. Jedenfalls dürften solche Aeuße- rungen keinen Zweifel an dem Schicksal der Ange­klagten bestehen lassen.

Paris macht sich Gedanken.

Rückwirkungen derMoskauerMassenmorde auf die Schlagkraft des Sowjetheeres.

Pa^ir, 2. März. (DNB. Funkspruch.) Die radi- kalsoziake ZeitungR 6 publique" schreibt, wenn die jetzigen Angeklagten erschossen worden seien, blieben nur noch Molotow und Litwi- now-Finkelstein übrig, die vielleicht Gegen­stand eines neuen Prozesses würden. Stalin würde dann der einzige Ueberlebende der alten Bolschewisten sein unö auf den Grä­bern seiner Opfer allein herrschen können. Man werde vielleicht behaupten, daß es sich hier um eine rein sowjetrussische Angelegenheit handele. Dies sei jedoch nicht der Fall, denn auch Frankreich habe ein Wort mitzureden. In Sowjet­rußland schieße man Generale und Techniker nie­der. Die Bolschewisten in Spanien hätten eben»

Neuordnung im Berliner Theaterwesen.

Harald Paulsen und Heinrich George mit Jntendantenposten beauftragt.

für den Bau eines Luftschiffes ein, weil sie den Flughafen in Lakehurst und das bisher für die Luftschiffahrt ausgebildete Personal erhalten sehen möchte.

Berlin, 1. März. (DNB.) Einer Anregung des Generallintendanten Klöpfer entsprechend, schei­det am 1. März das Theater am Nollendorfplatz

Harald Paulsen. (Scherl-Bilderdienst-M.) aus dem Verband der Berliner Volksbühne aus. Mit der selbständigen Leitung des Theaters am Nollendorfplatz hat Reichsminister Dr. Goebbels den Staatsschauspieler Harald Paulsen beauf­tragt. Diese Regelung erfolgt unbeschadet der be­stehenden Abonnementsverhältnisse. Gleichzeitig hat Reichsminister Dr. G o e b b e l s den Staatsschau­spieler Heinrich George mit der Leitung des Schiller-Theaters beauftragt. Das Schiller-Theater wird nach vollständigem Umbau mit Beginn der kommenden Spielzeit im Herbst neu eröffnet werden.

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Mit der Beauftragung der Staatsschauspieler Ha­rald Paulsen und Heinrich George durch Reichsminister Dr. Goebbels sind wieder zwei hervorragende aktive Darsteller des deutschen Thea­ters und Films mit wichtigen Jntendantenposten in der Reichshauptstadt betraut worden, wie das vor längerer Zeit bereits durch die Berufung von Gustaf Gründgens zum Generalintendanten des Preußischen Staatsschauspiels und von Eugen Klöpfer zum Leiter der Volksbühne geschehen ist. Mit dieser Neubesetzung zweier reichshaupt­städtischen Jntendantenposten bekundet sich der Wille der kulturellen Führung, Persönlichkeiten in die verantwortliche Theaterleitung zu berufen, die nicht nur Namen von repräsentativer Geltung haben.

sondern die auch durch ihre eigene schöpferische Leistung weit über den Umkreis und Wirkungs­bereich von Berlin hinaus als vorbildliche Vertreter einer neuen deutschen Theaterkunst gelten müssen. Mit der Berufung solcher Männer wird natur­gemäß die künstlerische Arbeit an den von ihnen zu betreuenden Bühnen einen sehr lebendigen, per­sönlich bestimmten Impuls erhalten, zumal den bei­den neuen Intendanten neben der eigentlichen, vor­wiegend organisatorischen Tätigkeit als Bühnen­leiter zweifellos genügend Spielraum zur Entfal­tung ihrer schöpferischen Kräfte gegeben werden wird, die sich in beiden Fällen sowohl auf rein dar­stellerische als auch auf regiemäßige Aufgaben er­strecken dürfte. George, der früher am Frank­furter Schauspielhause wirkte, und Paulsen, der von der Berliner Operette herkommt, sind durch

Heinrich George. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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zahlreiche große Filmrollen seit Jahren auch in der Provinz sehr bekannt geworden. Paulsen hat sich zu einem erstaunlich vielseitigen Charakter­darsteller entwickelt, wie dies beispielsweise die FilmeOberwachtmeister Schwenke" undTraumu­lus" zeigten, um zwei seiner markantesten Leistun­gen anzuführen. George ist ein Menschen­darsteller von außerordentlicher Lebensfülle; aus der langen Reihe seiner Filme greifen wir nur einige besonders charakteristische heraus, wenn wir etwa an denVolksfeind", denBiberpelz",Ver­sprich mir nichts",Unternehmen Michael",Rei­fende Jugend" undHermine und die sieben Auf­rechten" erinnern. hth.

falls geglaubt, die Marine-Offiziere ermorden zu können. Die Folge davon fei, daß die sowjetspa­nische Marine heute nichts mehr wert sei. Man brauche sich nur einmal vorzustellen, was ge­schehen wäre, wenn die französische Regierung sechs Monate vor dem Weltkriege zusammen mit einigen Botschaftern und ftüheren Regierungsmitgliedern die Generale Joffre, Foch, Petain, Gallieni und an­dere hätte erschießen lassen. Das Volk hätte sich dann gefragt, ob auch wirklich alle Verräter ver­urteilt seien und bei der ersten Niederlage hätte man geschrien: Frankreich sei verraten. Stalin aber hämmere Soldaten und Zivilisten den Gedanken des Verrats ein , man könne sicher sein, daß auch der erste Schrei des sowjetrussischen Hee­res im Kriegsfälle der fein werdewir find ver­raten". Für Frankreich fei es aber peinlich, im Kriegsfälle auf die Unterstützung eines Landes und Heeres angewiesen zu sein, in dem ein ehemaliger Ministerpräsident, zahlreiche Minister, Botschafter Generale und Admirale Spione seien.

Oer Mord von Lubon.

Die Kommunisten hatten den Mörder Pfarrer Streichs durch das Los bestimmt.

Warschau,!. März. (DNB.) Im Zusammenhang mit dem kommuni st ischen Mord an dem katholischen Geistlichen in Lubon bei Posen wurden 30 Kommunisten verhaftet, die an dem Verbrechen beteiligt sind. Aus der bisheri­gen Untersuchung geht klar hervor, daß es sich bei dem kommunistischen Mordanschlag in der Kirche um ein von langer Hand vorbereite­tes Verbrechen handelt. Wie mehrere War­schauer Blätter melden, hatten die Luboner Kom­munisten am Vortage die Ermordung des Geist­lichen Streich sowie die eines zweiten Geistlichen beschlossen. Der Mörder war durch das Los b e st i m m t worden.

EinDeutscher Tag" in Linz abgesagt.

Wien, 1. März. (DNB.) Wie von maßgebender Stelle verlautet, findet eine am 6. März in Linz unter dem MottoDeutscher Tag" angesetzte Kundgebung, auf der Innenminister Seyß- I n q u a r t sprechen sollte, nicht statt. DieLinzer Tagespost" bringt unter dem TitelDisziplin halten" einen Aufrufdes volkspolitischen Referenten bei der Landesleitung der Vater­ländischen Front Oberösterreichs, in dem darauf hingewiesen wird, daß gesetzlich verankerte Verbote von jedem Nationalsozialisten strengstens respektiert werden müßten. Nur so werde es möglich sein, Provokateuren das Handwerk zu legen und die zu leistende gewaltige Aufbauarbeit ruhig durchzu­führen. Der volkspolitische Referent und die Führer der Nationalsozialisten seien, wie es in dem Aufruf weiter heißt, überzeugt, daß von heute an kein .Grund mehr vorliegen werde, sich mit Schwierig­keiten befassen zu müssen, die vielleicht durch die Mißachtung ihrer Wünsche entstehen könnten. An­griffe auf seine Gesinnung brauche indessen niemand zu dulden; sie würden die schärfste Zurückweisung erfahren.

Der Bundespräsident hat den am Sonntag zum Stellvertreter des Dolkspolitischen Referenten beim Amt der Frontführung bestellten Dr. Hugo Jury zum Staatsrat ernannt. Dr. Jury entstammt nationalsozialistischen Kreisen und gehörte dem Siebener-Ausschuh für nationale Befriedung an.

Wechsel im Oberkommiffariat von Palästina.

Neue Zwischenfälle im ganzen Lande.

Jerusalem, 1. März. (DNB.) Der Oberkom­missar von Palästina, Sir Artur Wauchope, verläßt Palästina, um nach England zurückzukeh- ren. In seine Amtsperiode, die 1931 begann, fallen die Zeichen schwerster Unruhen und Wirtschafts­depressionen. Mit seiner Amtsführung ist auch der Plan der Teilung Palästinas eng verbunden. Die ZeitungAddifaa" schreibt, Sir Artur Wauchope, der einst voller Hoffnungen nach Palästina gekom­men sei, stehe nach einer Versuchszeit von sieben Jahren vor dem Fehlschlag seiner Po­litik. Er habe erkennen müssen, daß ein Land keine Versuchsstation sei. Diese Zeit von sieben Jahren hätte aber auch genügen müssen, um alle leitenden Politiker von der Wertlosigkeit dieser in Palästina geübten Politik zu überzeugen. Der neue Oberkommissar, Sir Harold Alfred M c M i» chael, wird Donnerstag in Palästina Eintreffen.

Nach einer Ruhepause von mehreren Tagen, die in der Hauptsache durch außerordentlich starke Re gen fälle veranlaßt wurde, haben sich wie­der zahlreiche Zwischenfälle im gan­zen Lande ereignet. Bei Safet wurde ein Ara­ber aufgefunden, der von unbekannten Tätern er­schossen worden war. Im Gebiet von Emek wurde ein Jude durch mehrere Pistolenschüsse von Unbekannten tödlich verletzt. Die Bahnlinie bei Gaza wurde durch Bombenabwürfe beschädigt. Schließlich sind zahlreiche Omnibusse außerhalb der Städte unter Feuer genom­men worden. Aus Sicherheitsgründen hat die Po- lizei im Bezirk von Nablus ihre Stationen durch Militär besetzen lassen. Mit einer Befestigung der Polizeistationen an der Nordgrenze von Palästina soll begonnen worden sein.

Amerikas Klottenrüstung.

DerBau eines neuen Luftschiffes geplant.

Washington, 1. März. (DNB.) Der Marine­ausschuß des Abgeordnetenhauses empfahl am Dienstag die Schaffung eines 30-Millionen- Dollar-Fonds für Versuchszwecke. Drei Millionen Dollar sollen dabei für den Bau eines neuen lenkbaren Luftschiffes als Ersatz für dieLos Angeles" bestimmt fein. Vorgesehen sind ferner Erprobungen neuer Erfindungen, dar- unter eine fiuftmine, die nach den Behaup­tungen ihres Erfinders Barlow die Seekriegsfüh­rung grundlegend ändern würde.

In einer Unterredung mit derAssociated Preß" fordert der Vorsitzende des auswärtigen Senats­ausschusses, Pittmann, weitere 60 0 Mil­lionen Dollar für Flottenbautenan­gesichts der Fortsetzung der ausländischen Kriegs­vorbereitungen und des Nichtvorhandenseins kon­struktiver Friedenspläne". Der Appell des Senators ist nicht von der Regieruna angeregt worden. Prä­sident Roosevelt wäre im Gegenteil sehr froh, wenn fein noch immer im Ausschuß des Repräsentanten­hauses liegender Antrag für den Aufbau der Flotte in feiner gegenwärtigen Form endlich an­genommen würde. Der Präsident sträubt sich daher dagegen, daß von den 15 Millionen Dollar, die er für Versuchszwecke vorgesehen hatte, drei Millionen für den Bau eines Luftschiffes vom Tvp derLos Angeles" abgezweiat werden sollen. Er erklärte, daß die Admiralität die 15 Millionen f ü r Versuche mit Windschiffen brauche. Er habe allerdings gegen den Bau eines Luftschiffes nichts einzuwenden, vorausgesetzt, daß der Kongreß dafür noch besondere Mittel bewillige. Die Lustfahrtabteilung des Marineamtes tritt dagegen

Oas zweite KdF.-Schiff laust Mitte März vom Stapel.

Fahrt der KdF.-Flotte nach Afrika.

Berlin, 1. März. (DNB.) Arn 12. März läuft das zweite K d F. - S ch i f f in Hamburg auf der Ho- waldt-Werft vom Stapel. Wie derWilhelm Gustloff" wird es ein 2 5 0 0 0 Tonnen gro­ßes Gemeinschaftsschiff, das rund 1500 Urlauber aufnehmen kann, denen es unter Ver­wertung der modernsten Errungenschaften ein Höchstmaß an Geräumigkeit und Schönheit bietet. Allein die Deckfläche beträgt 5000 Quadratmeter, eine Konstruktion, die bei Schiffen dieser Größe anderswo in der Welt noch nicht geglückt ist. Alle Kabinen gehen nach außen, auch die Mannschafts­kabinen, und haben außer dem eigentlichen Schlaf­raum noch eine gemütliche Wohnecke mit Tisch, Sofa und Sesseln. Fließendes Wasser, warm und kalt, sowie eingebaute Schränke werden allen An­sprüchen gerecht. Mit diesem neuen Schiff, dem Wilhelm Gustloff", und dem Lloyd-Dampfer S t u 11 g a r t", den die KdF. jetzt angekauft hat, werden noch mehr Volksgenossen KdF.-Hochseefahr- ten machen können als bisher; weitere Schiffs­bauten find geplant.

Die KdF.-Mittelmeerflotte, bestehend aus den drei DampfernDer Deutsche",Sierra Cordoba" undOceana", machten den ganzen Winter hin­durch Fahrten rund um Italien und landete 30 000 Volksgenossen in Genua, Neapel, Palermo und Venedig. Auf der Rückfahrt der KdF.-Flotte nach Deutschland im März, wird zum ersten Male Afrika angelaufen. Zweitägiger Aufenthalt

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in Tripolis ist vorgesehen. DerW i l h e l m Gustloff" wird in wenigen Tagen seine Reisen beginnen. Ende März sollen zum erstenmal KdF.- Urlauber an Bord gehen, Werftarbeiter, die den Riefen selbst gebaut haben. Nach kürzeren Fahr­ten in die Nordsee wird derWilhelm Gustloff" am 21. April feine erste Auslandsreise antreten. Mit insgesamt vier Schiffen:Wilhelm Gustloff", Der Deutsche",Sierra Cordoba" undOceana" unternimmtKraft durch Freude" eine Fahrt nach Madeira, lieber 4000 Volksgenossen aus allen deutschen Gauen werden daran teilnehmen.

Reifeprüfung fürden Führernachwuchs.

Berlin, 1. März. (DNB.) Unter dem Vorsitz des Reichsgeschäftsführers des NS.-Lehrerbundes, Pg. Friedmann, bestanden in der NSD. - Oberschule in Feldafing am Starnberger See 29 Abiturienten die Reifeprüfung. Zum zwei­ten Male feit ihrem Bestehen entläßt diese erste parteieigene Schule, die dem Stellvertreter des Führers unmittelbar unterstellt ist, Schüler als Abi­turienten, die auf völlig neuer revolutionärer Grundlage eine nationalsozialistische Erziehung er­halten haben. Reichswalter W ächt! er, der'vom Stellvertreter des Führers mit der Oberaufsicht über die NSD.-Oberschule beauftragt ist, hat sich be­reits mehrfach von den hervorragenden Ergebnissen der Erziehungsarbeit, die an dieser Schule unter der Leitung von SA.-Oderführer G o e r l i tz ge­leistet wird, überzeugen können. Der Großteil der Abiturienten wird die Laufbahn des Führer­nachwuchses in der Partei ergreifen. ,

Aus aller Wett.

Ungeheure Berkehrswelle am Rosenmontag in Mainz.

LBD. Mainz, 1. März. Der Jubiläums- Rofenrnontagszug brachte eine ungeheure Verkehrswelle über Mainz und war nur durch die außerordentlichen Verkehrsmaßnahmen und den ganzen angespannten Einsatz der Behör-

Das jüngste Funke-Marieche beim Kölner Karnevals- Umzug. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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den und ihrer Organe, reibungslos zu bewältigen. Man darf vorwegnehmen, daß diese Aufgabe restlos und zur vollen Zufriedenheit gelöst worden ist, denn trotz des gewaltigen Fremdenzuftroms und trotz der riesigen Steigerung des Kraftwagen- und Straßen­bahnverkehrs ist die Zahl der Unfälle gering zu nennen. Auf der Großen Bleiche wurde ein Bäcker­lehrling aus Kostheim, der plötzlich aus den Zu- fchauerrechen trat, von einem Kraftwagen übersah-