aus?" — „Wir haben jetzt Führerinnenschu- l e n in Malaga und Valladolid, die Mädchen werden dort geistig und sportlich geschult und lernen alle Gebiete der sozialen Fürsorge und ihre Organisation."
„Die Tätigkeit der Falangistinnen, von denen ich hörte, besonders der Einsatz so unmittelbar hinter der kämpfenden Front", sage ich, „wird auch Opfer gekostet haben. Darf ich auch von Einzelheiten persönlichen Heldentums erfahren?"
„Im Kriege", antwortet die Führerin, „starben achtzehn weibliche Falangisten vor dem Feind." — „Darf ich", frage ich noch einmal, „Namen und Taten erfahren, die ein Beispiel für den Einsatz der weiblichen Falange sind? Glauben Sie, Senorita, am Beispiel der einzelnen persönlichen Tat erkennen die Menschen, die von dem Leid und dem Heldentum des nationalen Spaniens draußen in der Welt viel zu wenig wissen, die sittliche Größe und die Idee des spanischen Freiheitskampfes."
Pilar Primo de Rivera erzählt mit ruhiger stockender Stimme: „Da ist Sagraria Muro. Sie war unsere Prooinzialleiterin in Toledo. Es war am Abend vor der Besetzung des Alkazar. Unsere Soldaten standen schon am Rande der Stadt, die Roten waren in fiebernder Aufregung. Denn es ging um die Entscheidung. Da stürmte Sagraria Muro, die bisher den Roten entgehen konnte, auf die Straße und rief: „Arriba Espana! Arriba Espana!“ Sie rief den Kampfruf der Falange mitten in die roten Haufen. Dann wurde sie mit Knüppeln totgeschlagen. Sie war 18 Jahre alt."
„Und dann", sagte Pilar Primo de Rivera, „ist da unsere Provinzialleiterin in Valencia ein Beispiel: Vicenta Chabas. Sie wurde, 19 Jahre alt, mit ihrer jüngeren Schwester erschossen. Sie sangen zusammen unsere Falangehymne in ihren letzten Augenblicken vor dem Tode, bis die Salve der Rotgardisten chre Stimmen auslöschten."
Ich muß an Marie von Clotts im Rigarer Zentralgefängnis 1919 denken. Sie ging auch singend in den Tod; sie nahm ihre baltischen Leidensgenossen an die Hand ihrer Seelenstärke und starb so. Ich muß an Schlageter denken, an seinen letzten Ruf: Es lebe Deutschland!, der über die Salve des Exekutivkommandos sich erhob als ein Fanal der Zukunft, die heute deutsche Wirklichkeit ist .—
Pilar Primo di Rivera gibt mir zum Abschied die Hand. Ich habe ihr viel zu danken: Das Wissen von dem Geiste des jungen nationalen Spanien und den Glauben an seine sieghafte Zukunft.
Einsatz des weiblichen Arbeitsdienstes im nationalen Spanien.
Salamanca, 2. März. (DNB. Futtkspruch.) Am Dienstag wurde zum erstenmal der weibliche Arbeitsdienst eingesetzt. Eine große An- zahl Frauen zwischen 17 und 38 Jahren, die durch eine Regierungsverordnung aufgerufen worden waren, traten ihre Arbeit in verschiedenen Einrichtungen des nationalen Hilfswerks wie Schneiderwerkstätten, Apocheken usw. an. Aus allen Teilen Nationalspaniens wird berichtet, daß die Frauen mit großem Eifer sich den Pflichten unterziehen, die ihnen anvertraut werden.
Oer neue Schauprozeß in Moskau.
Die „Geständnisse" sollen dieNotwendigkeit der „ständigen Mobilisation" begründen.
Moskau, 1. März. (DNB.) Sämtliche Moskauer Blätter beschäftigen sich mit dem am Mittwoch beginnenden neuen Schau-Prozeß Bucharin, Rykow und Jagoda, und die übrigen angeklagten ehemaligen Sowjetgewaltigen. „Vernichtet die Trotzki-Spionenbande! — Tod den verdächtigen Landesverrätern, den dreimal verfluchten Schlangen und schändlichen Mördern!" — so lauten die Schlagzeilen. Unter hysterischen Ausbrüchen und wilden Verwünschungen bringt die Presse die in der Verlautbarung der Staatsanwaltschaft enthaltenen Anklagepunkte in allen Variationen wieder vor. Im Zentrum des kommenden Prozesses werde, so schreibt die „Jswestija", wiederum „der alte Spion und Bandit, der langjährige Agent ausländischer Nachrichtendienste und Volksfeind Trotzki" stehen. Weiter werde sich „erweisen", daß sich unter den Angeklagten sogar frühere Angehörige der z a r i - stischen Geheimpolizei (der sogenannten „Ochrana") befänden, die ihre Verbrechen und Provokationen viele Jahre hindurch unter der Maske von ergebenen Anhängern des Sowjetregimes weitergetrieben hätten. Weiter wird aus den Kommentaren der Sowjetblätter deutlich, daß sich die ungeheuerlichen Unterstellungen, die bereits die erste Verlautbarung an die Adresse auswärtiger Mächte richtete, in erster Linie auf Japan und Deutschland beziehen dürften. Es scheint den Veranstaltern des kommenden, blutigen Sckauspiels in erster Linie darauf anzukommen — oyne jede Rücksicht auf den verheerenden Eindruck im Auslande —, das Kriegsgespenst der Sowjetbevölkerung vor Augen zu führen, indem man die Sowjetunion als unmittelbar bedroht erscheinen läßt, um dadurch die „ständige Mobilisationsbereitschaft" zu vertiefen, eine Art „Mobilisierung" des Geistes zu schaffen, die angesichts der schweren inneren Erschütterungen des Sowjetstaates angezeigt erscheinen mag. Die Kommentare der Moskauer Blätter klingen übereinstimmend aus in der Forderung nach einer exemplarischen Bestrafung der Angeklagten. Mit Losungen wie „Tod den toll gewordenen Hunden!", „Schlagt der trotzkistischen Schlange den Kopf ab!", „Vernichtet die Spione und Verräter so, daß von ihren unflätigen Ueberresten auch keine Spur mehr bleibt!" usw. versuchen die Blätter einander förmlich zu übertreffen. Jedenfalls dürften solche Aeuße- rungen keinen Zweifel an dem Schicksal der Angeklagten bestehen lassen.
Paris macht sich Gedanken.
Rückwirkungen derMoskauerMassenmorde auf die Schlagkraft des Sowjetheeres.
Pa^ir, 2. März. (DNB. Funkspruch.) Die radi- kalsoziake Zeitung „R 6 publique" schreibt, wenn die jetzigen Angeklagten erschossen worden seien, blieben nur noch Molotow und Litwi- now-Finkelstein übrig, die vielleicht Gegenstand eines neuen Prozesses würden. Stalin würde dann der einzige Ueberlebende der alten Bolschewisten sein unö auf den Gräbern seiner Opfer allein herrschen können. Man werde vielleicht behaupten, daß es sich hier um eine rein sowjetrussische Angelegenheit handele. Dies sei jedoch nicht der Fall, denn auch Frankreich habe ein Wort mitzureden. In Sowjetrußland schieße man Generale und Techniker nieder. Die Bolschewisten in Spanien hätten eben»
Neuordnung im Berliner Theaterwesen.
Harald Paulsen und Heinrich George mit Jntendantenposten beauftragt.
für den Bau eines Luftschiffes ein, weil sie den Flughafen in Lakehurst und das bisher für die Luftschiffahrt ausgebildete Personal erhalten sehen möchte.
Berlin, 1. März. (DNB.) Einer Anregung des Generallintendanten Klöpfer entsprechend, scheidet am 1. März das Theater am Nollendorfplatz
Harald Paulsen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) aus dem Verband der Berliner Volksbühne aus. Mit der selbständigen Leitung des Theaters am Nollendorfplatz hat Reichsminister Dr. Goebbels den Staatsschauspieler Harald Paulsen beauftragt. Diese Regelung erfolgt unbeschadet der bestehenden Abonnementsverhältnisse. Gleichzeitig hat Reichsminister Dr. G o e b b e l s den Staatsschauspieler Heinrich George mit der Leitung des Schiller-Theaters beauftragt. Das Schiller-Theater wird nach vollständigem Umbau mit Beginn der kommenden Spielzeit im Herbst neu eröffnet werden.
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Mit der Beauftragung der Staatsschauspieler Harald Paulsen und Heinrich George durch Reichsminister Dr. Goebbels sind wieder zwei hervorragende aktive Darsteller des deutschen Theaters und Films mit wichtigen Jntendantenposten in der Reichshauptstadt betraut worden, wie das vor längerer Zeit bereits durch die Berufung von Gustaf Gründgens zum Generalintendanten des Preußischen Staatsschauspiels und von Eugen Klöpfer zum Leiter der Volksbühne geschehen ist. Mit dieser Neubesetzung zweier reichshauptstädtischen Jntendantenposten bekundet sich der Wille der kulturellen Führung, Persönlichkeiten in die verantwortliche Theaterleitung zu berufen, die nicht nur Namen von repräsentativer Geltung haben.
sondern die auch durch ihre eigene schöpferische Leistung weit über den Umkreis und Wirkungsbereich von Berlin hinaus als vorbildliche Vertreter einer neuen deutschen Theaterkunst gelten müssen. Mit der Berufung solcher Männer wird naturgemäß die künstlerische Arbeit an den von ihnen zu betreuenden Bühnen einen sehr lebendigen, persönlich bestimmten Impuls erhalten, zumal den beiden neuen Intendanten neben der eigentlichen, vorwiegend organisatorischen Tätigkeit als Bühnenleiter zweifellos genügend Spielraum zur Entfaltung ihrer schöpferischen Kräfte gegeben werden wird, die sich in beiden Fällen sowohl auf rein darstellerische als auch auf regiemäßige Aufgaben erstrecken dürfte. George, der früher am Frankfurter Schauspielhause wirkte, und Paulsen, der von der Berliner Operette herkommt, sind durch
Heinrich George. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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zahlreiche große Filmrollen seit Jahren auch in der Provinz sehr bekannt geworden. Paulsen hat sich zu einem erstaunlich vielseitigen Charakterdarsteller entwickelt, wie dies beispielsweise die Filme „Oberwachtmeister Schwenke" und „Traumulus" zeigten, um zwei seiner markantesten Leistungen anzuführen. George ist ein Menschendarsteller von außerordentlicher Lebensfülle; aus der langen Reihe seiner Filme greifen wir nur einige besonders charakteristische heraus, wenn wir etwa an den „Volksfeind", den „Biberpelz", „Versprich mir nichts", „Unternehmen Michael", „Reifende Jugend" und „Hermine und die sieben Aufrechten" erinnern. hth.
falls geglaubt, die Marine-Offiziere ermorden zu können. Die Folge davon fei, daß die sowjetspanische Marine heute nichts mehr wert sei. Man brauche sich nur einmal vorzustellen, was geschehen wäre, wenn die französische Regierung sechs Monate vor dem Weltkriege zusammen mit einigen Botschaftern und ftüheren Regierungsmitgliedern die Generale Joffre, Foch, Petain, Gallieni und andere hätte erschießen lassen. Das Volk hätte sich dann gefragt, ob auch wirklich alle Verräter verurteilt seien und bei der ersten Niederlage hätte man geschrien: Frankreich sei verraten. Stalin aber hämmere Soldaten und Zivilisten den Gedanken des Verrats ein , man könne sicher sein, daß auch der erste Schrei des sowjetrussischen Heeres im Kriegsfälle der fein werde „wir find verraten". Für Frankreich fei es aber peinlich, im Kriegsfälle auf die Unterstützung eines Landes und Heeres angewiesen zu sein, in dem ein ehemaliger Ministerpräsident, zahlreiche Minister, Botschafter Generale und Admirale Spione seien.
Oer Mord von Lubon.
Die Kommunisten hatten den Mörder Pfarrer Streichs durch das Los bestimmt.
Warschau,!. März. (DNB.) Im Zusammenhang mit dem kommuni st ischen Mord an dem katholischen Geistlichen in Lubon bei Posen wurden 30 Kommunisten verhaftet, die an dem Verbrechen beteiligt sind. Aus der bisherigen Untersuchung geht klar hervor, daß es sich bei dem kommunistischen Mordanschlag in der Kirche um ein von langer Hand vorbereitetes Verbrechen handelt. Wie mehrere Warschauer Blätter melden, hatten die Luboner Kommunisten am Vortage die Ermordung des Geistlichen Streich sowie die eines zweiten Geistlichen beschlossen. Der Mörder war durch das Los b e st i m m t worden.
Ein „Deutscher Tag" in Linz abgesagt.
Wien, 1. März. (DNB.) Wie von maßgebender Stelle verlautet, findet eine am 6. März in Linz unter dem Motto „Deutscher Tag" angesetzte Kundgebung, auf der Innenminister Seyß- I n q u a r t sprechen sollte, nicht statt. Die „Linzer Tagespost" bringt unter dem Titel „Disziplin halten" einen Aufrufdes volkspolitischen Referenten bei der Landesleitung der Vaterländischen Front Oberösterreichs, in dem darauf hingewiesen wird, daß gesetzlich verankerte Verbote von jedem Nationalsozialisten strengstens respektiert werden müßten. Nur so werde es möglich sein, Provokateuren das Handwerk zu legen und die zu leistende gewaltige Aufbauarbeit ruhig durchzuführen. Der volkspolitische Referent und die Führer der Nationalsozialisten seien, wie es in dem Aufruf weiter heißt, überzeugt, daß von heute an kein .Grund mehr vorliegen werde, sich mit Schwierigkeiten befassen zu müssen, die vielleicht durch die Mißachtung ihrer Wünsche entstehen könnten. Angriffe auf seine Gesinnung brauche indessen niemand zu dulden; sie würden die schärfste Zurückweisung erfahren.
Der Bundespräsident hat den am Sonntag zum Stellvertreter des Dolkspolitischen Referenten beim Amt der Frontführung bestellten Dr. Hugo Jury zum Staatsrat ernannt. Dr. Jury entstammt nationalsozialistischen Kreisen und gehörte dem Siebener-Ausschuh für nationale Befriedung an.
Wechsel im Oberkommiffariat von Palästina.
Neue Zwischenfälle im ganzen Lande.
Jerusalem, 1. März. (DNB.) Der Oberkommissar von Palästina, Sir Artur Wauchope, verläßt Palästina, um nach England zurückzukeh- ren. In seine Amtsperiode, die 1931 begann, fallen die Zeichen schwerster Unruhen und Wirtschaftsdepressionen. Mit seiner Amtsführung ist auch der Plan der Teilung Palästinas eng verbunden. Die Zeitung „Addifaa" schreibt, Sir Artur Wauchope, der einst voller Hoffnungen nach Palästina gekommen sei, stehe nach einer Versuchszeit von sieben Jahren vor dem Fehlschlag seiner Politik. Er habe erkennen müssen, daß ein Land keine Versuchsstation sei. Diese Zeit von sieben Jahren hätte aber auch genügen müssen, um alle leitenden Politiker von der Wertlosigkeit dieser in Palästina geübten Politik zu überzeugen. — Der neue Oberkommissar, Sir Harold Alfred M c M i» chael, wird Donnerstag in Palästina Eintreffen.
Nach einer Ruhepause von mehreren Tagen, die in der Hauptsache durch außerordentlich starke Re gen fälle veranlaßt wurde, haben sich wieder zahlreiche Zwischenfälle im ganzen Lande ereignet. Bei Safet wurde ein Araber aufgefunden, der von unbekannten Tätern erschossen worden war. Im Gebiet von Emek wurde ein Jude durch mehrere Pistolenschüsse von Unbekannten tödlich verletzt. Die Bahnlinie bei Gaza wurde durch Bombenabwürfe beschädigt. Schließlich sind zahlreiche Omnibusse außerhalb der Städte unter Feuer genommen worden. Aus Sicherheitsgründen hat die Po- lizei im Bezirk von Nablus ihre Stationen durch Militär besetzen lassen. Mit einer Befestigung der Polizeistationen an der Nordgrenze von Palästina soll begonnen worden sein.
Amerikas Klottenrüstung.
DerBau eines neuen Luftschiffes geplant.
Washington, 1. März. (DNB.) Der Marineausschuß des Abgeordnetenhauses empfahl am Dienstag die Schaffung eines 30-Millionen- Dollar-Fonds für Versuchszwecke. Drei Millionen Dollar sollen dabei für den Bau eines neuen lenkbaren Luftschiffes als Ersatz für die „Los Angeles" bestimmt fein. Vorgesehen sind ferner Erprobungen neuer Erfindungen, dar- unter eine fiuftmine, die nach den Behauptungen ihres Erfinders Barlow die Seekriegsführung grundlegend ändern würde.
In einer Unterredung mit der „Associated Preß" fordert der Vorsitzende des auswärtigen Senatsausschusses, Pittmann, weitere 60 0 Millionen Dollar für Flottenbauten „angesichts der Fortsetzung der ausländischen Kriegsvorbereitungen und des Nichtvorhandenseins konstruktiver Friedenspläne". Der Appell des Senators ist nicht von der Regieruna angeregt worden. Präsident Roosevelt wäre im Gegenteil sehr froh, wenn fein noch immer im Ausschuß des Repräsentantenhauses liegender Antrag für den Aufbau der Flotte in feiner gegenwärtigen Form endlich angenommen würde. Der Präsident sträubt sich daher dagegen, daß von den 15 Millionen Dollar, die er für Versuchszwecke vorgesehen hatte, drei Millionen für den Bau eines Luftschiffes vom Tvp der „Los Angeles" abgezweiat werden sollen. Er erklärte, daß die Admiralität die 15 Millionen f ü r Versuche mit Windschiffen brauche. Er habe allerdings gegen den Bau eines Luftschiffes nichts einzuwenden, vorausgesetzt, daß der Kongreß dafür noch besondere Mittel bewillige. Die Lustfahrtabteilung des Marineamtes tritt dagegen
Oas zweite KdF.-Schiff laust Mitte März vom Stapel.
Fahrt der KdF.-Flotte nach Afrika.
Berlin, 1. März. (DNB.) Arn 12. März läuft das zweite K d F. - S ch i f f in Hamburg auf der Ho- waldt-Werft vom Stapel. Wie der „Wilhelm Gustloff" wird es ein 2 5 0 0 0 Tonnen großes Gemeinschaftsschiff, das rund 1500 Urlauber aufnehmen kann, denen es unter Verwertung der modernsten Errungenschaften ein Höchstmaß an Geräumigkeit und Schönheit bietet. Allein die Deckfläche beträgt 5000 Quadratmeter, eine Konstruktion, die bei Schiffen dieser Größe anderswo in der Welt noch nicht geglückt ist. Alle Kabinen gehen nach außen, auch die Mannschaftskabinen, und haben außer dem eigentlichen Schlafraum noch eine gemütliche Wohnecke mit Tisch, Sofa und Sesseln. Fließendes Wasser, warm und kalt, sowie eingebaute Schränke werden allen Ansprüchen gerecht. Mit diesem neuen Schiff, dem „Wilhelm Gustloff", und dem Lloyd-Dampfer „S t u 11 g a r t", den die KdF. jetzt angekauft hat, werden noch mehr Volksgenossen KdF.-Hochseefahr- ten machen können als bisher; weitere Schiffsbauten find geplant.
Die KdF.-Mittelmeerflotte, bestehend aus den drei Dampfern „Der Deutsche", „Sierra Cordoba" und „Oceana", machten den ganzen Winter hindurch Fahrten rund um Italien und landete 30 000 Volksgenossen in Genua, Neapel, Palermo und Venedig. Auf der Rückfahrt der KdF.-Flotte nach Deutschland im März, wird zum ersten Male Afrika angelaufen. Zweitägiger Aufenthalt
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in Tripolis ist vorgesehen. Der „W i l h e l m Gustloff" wird in wenigen Tagen seine Reisen beginnen. Ende März sollen zum erstenmal KdF.- Urlauber an Bord gehen, Werftarbeiter, die den Riefen selbst gebaut haben. Nach kürzeren Fahrten in die Nordsee wird der „Wilhelm Gustloff" am 21. April feine erste Auslandsreise antreten. Mit insgesamt vier Schiffen: „Wilhelm Gustloff", „Der Deutsche", „Sierra Cordoba" und „Oceana" unternimmt „Kraft durch Freude" eine Fahrt nach Madeira, lieber 4000 Volksgenossen aus allen deutschen Gauen werden daran teilnehmen.
Reifeprüfung fürden Führernachwuchs.
Berlin, 1. März. (DNB.) Unter dem Vorsitz des Reichsgeschäftsführers des NS.-Lehrerbundes, Pg. Friedmann, bestanden in der NSD. - Oberschule in Feldafing am Starnberger See 29 Abiturienten die Reifeprüfung. Zum zweiten Male feit ihrem Bestehen entläßt diese erste parteieigene Schule, die dem Stellvertreter des Führers unmittelbar unterstellt ist, Schüler als Abiturienten, die auf völlig neuer revolutionärer Grundlage eine nationalsozialistische Erziehung erhalten haben. Reichswalter W ächt! er, der'vom Stellvertreter des Führers mit der Oberaufsicht über die NSD.-Oberschule beauftragt ist, hat sich bereits mehrfach von den hervorragenden Ergebnissen der Erziehungsarbeit, die an dieser Schule unter der Leitung von SA.-Oderführer G o e r l i tz geleistet wird, überzeugen können. Der Großteil der Abiturienten wird die Laufbahn des Führernachwuchses in der Partei ergreifen. ,
Aus aller Wett.
Ungeheure Berkehrswelle am Rosenmontag in Mainz.
LBD. Mainz, 1. März. Der Jubiläums- Rofenrnontagszug brachte eine ungeheure Verkehrswelle über Mainz und war nur durch die außerordentlichen Verkehrsmaßnahmen und den ganzen angespannten Einsatz der Behör-
Das jüngste Funke-Marieche beim Kölner Karnevals- Umzug. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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den und ihrer Organe, reibungslos zu bewältigen. Man darf vorwegnehmen, daß diese Aufgabe restlos und zur vollen Zufriedenheit gelöst worden ist, denn trotz des gewaltigen Fremdenzuftroms und trotz der riesigen Steigerung des Kraftwagen- und Straßenbahnverkehrs ist die Zahl der Unfälle gering zu nennen. Auf der Großen Bleiche wurde ein Bäckerlehrling aus Kostheim, der plötzlich aus den Zu- fchauerrechen trat, von einem Kraftwagen übersah-


