Ausgabe 
2.3.1938
 
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Spezia-

darf die Entwicklung zum

als verzehnfacht.

in der Wilhelmstraße ab.

den Hof

daß seine Luftwaffe allen Gegnern zum Trotz unüberwindlich ist.

werdet ihr höchste Erfolge erzielen können.

Wenn der Führer in seiner Reichstagsrede jenes stolze Wort gebrauchte, dah wir nicht mehr länger dulden würden, dah zehn Millionen deutsche Volksgenossen jenseits der Grenze unterdrückt würden dann wiht ihr, Soldaten der Luft­waffe, dah, wenn es sein muh, ihr für die­ses Wort des Führers einstehen müht bis zum Lehen. Stotz darauf, dah nun der Führer selbst den unmittelbaren Oberbefehl über unsere Wehrmacht genommen hat, sind wir auch in diesem Stolz verpflichtet, jederzeit einsatzbereit zum Schuhe der Heimat zu stehen. Unbändiger Kampfeswille, strahlende Sieges- gewlhheit durchglüht unsere Waffe. Denn wir auch als Deutsche, wenn wir als Menschen leidenschaftlich den Frieden wünschen, so sind wir als Soldaten der jüngsten Waffe jederzeit bereit, dem Führer und dem Volke zu beweisen,

Reichsfinanzverwaltung im nationalsozialistischen Staat. Aufgabe der Finanzakademie ist, Lehrgänge für die höheren Beamten der Reichsfinanzverwal­tung durchzuführen, durch die vor allem die enge Verbindung zwischen Front und Ministerium her­gestellt und die weltanschauliche Schulung der höhe­ren Beamten vertieft wird.

lin, Geheimrat Kuhn, die Anwesenden. Staats­sekretär Reinhardt gab einen umfassenden Ueberblick über die Entwicklung des Schulungs­und Ausbildungswesens in der Reichsfinanzverwal­tung. Dann sprach der Reichsfinanzmini, st er zu den ersten Lehrgangsteilnehmern über die verantwortungsvolle Stellung der Beamten der

Nach der mit stürmischem Beifall aufgenommenen Rede spielte das Hochschulorchester der Luftwaffe das Andante aus der 7. Sinfonie von Beethcwen. Während die Festoersammlung sich von den Plätzen erhob, gedachte Generalfeldmarschall Göring des Führers.3n dieser Stunde", so sagte er,ge­denken wir mit tiefster Dankbarkeit und unaus­löschlicher Verbundenheit des Mannes, der uns das soldatische Leben wiedergab. Wir gedenken unseres Obersten Befehlshabers und unseres Führers Adolf Hitler, Sieg-Heil!" Der Gesang der Nationalhym­nen beschloß die eindrucksvolle Stunde der Erinne­rung an die Erringung der Freiheit unserer Luft­waffe. Dann nahm Generalfeldmarschall Göring

Vorbeimarsch der Ehrenformationen am Ehren-

listenlum niemals im gleichen Maße zuge­lassen werden, wie sie bei den allgemeinen Wissenschaften heule als Taksache vorliegt. 3n der jungen Luftfahrt bedarf es neben der Ausgestaltung der speziellen Kenntnisse für jeden Sonderzweig des intensiven Austausches der Erfahrungen auf dem Gesamtgebiet. Wit der Stiftung einer be­sonderen Denkmünze der Akademie, die für Verdienste um grundlegende und umwälzende Fortschritte auf dem Gebiete der Luftfahrt an 3n- und Aus­länder verliehen roerben soll, und deren Satzung in das 3ahrbuch der Akademie ausgenommen wurde, ist ein wichtiger Schritt für die Ehrung um die Luftfahrt hochverdienter TNänner getan worden.

Noch stehen wir am Anfang. Aber mit der Zwangsläufigkeit eines Naturgesetzes geht der

Die technische Aufgabenstellung an alle mit Luft- ahrtforschung irgendwo beschäftigten Stellen wurde einheitlich besonderen Abteilungen im technischen Amt des Reichsluftfahrtministeriums unterstellt. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen des Personals wurden dem Leben der Technik und Wissenschaft andernorts geltenden Grundsätzen angepaßt. Die Schaffung besonderer Forschungsprofessuren war hier ein wichtiger Schritt. Für die Heranbildung des erforderlichen Nachwuchses für die Luftfahrt­industrie und die technische Forschung wurde der Ausbau umfassender Lehreinrichtungen in Berlin, Braunschweig und Stuttgart vorgesehen. Das zer- plitterte und unübersichtliche technisch-wissenschaft- liche Berichtswesen wurde für die Luftfahrt im gan­zen Reiche zusammengefaßt. Um den Wissenschaftler in der Forschungsanstalt mit dem Konstrukteur im Industriewerk zusamm^nzubringen, um beide wie­derum mit dem Offiziers- und Jngenieurkorps der Luftwaffe zu verbinden, ferner um auch außen­stehenden Wissenszweigen, wie etwa dem Natur­wissenschaftler, dem Mathematiker, dem Arzt, dem Meteorologen, besonders auch dem Erzieher unse­rer deutschen Jugend Gelegenheit zu geben, am Fortschritt der deutschen Luftfahrt mitzuwirken, wurde die Bildung der Lilienthal-Gesell­schaft für Luftfahrtforschung angeord­net.

Durch die Bildung der Deutschen Aka­demie der Luftfahrtforfchung soll das Füh- rertum unserer gesamten Luftfahrtwisfenschaft und -technik gemeinsam mit dem Führertum der Luftwaffe zu geistiger Gemeinschaftsarbeit an den weitreichenden Problemen der Bezwin­gung des Luftmeeres znfammengeführt werden. 3n dieser Akademie sollen auch Vertreter der Naturwissenschaften und der Medizin der Luft­fahrt den Schah ihrer Erfahrungen zur Ver­fügung stellen. Auf dem Gebiet der Luftfahrt

Einbruch in den Luftraum vor sich. Die Entfernungen auf dieser Erde schrumpfen zusam- men. Die Ozeane verlieren ihre lebenszerschneiden­den Kräfte, und ferne Kontinente verspüren den heißen Atem einer aufdämmernden neuen Zeit. Schon ist menschlicher Forschungswille und mensch­liche Unrast in jene erdfernen, lebensfeindlichen Schichten der Lufthülle eingedrungen, die kalt und abweisend unseren Erdball ummanteln. Schon wur­den hierbei neue Erkenntnisse für die Beschleuni­gung des Menschenflugs im Dienste des völker­verbindenden Luftverkehrs begonnen. Rastlos sind die Erfinder der ganzen Welt tätig, um die größten Feinde des sicheren und zuverlässigen Fluges zu bekämpfen: den Nebel und das Eis. Eine Fülle verschiedener Einzelmittel zur Abwehr dieser Gefahren wird ein so hohes Maß von Sicherheit erbringen, daß die immer weiter ausgreifende Luftfahrt kein größeres Gefahrenrisiko mehr tragen wird als die Seefahrt und die anderen Zweige des Gesamtverkehrs. Wir müssen uns glücklich fühlen, daß gerade diese Generation der Soldaten jenes ersten, so unglücklichen Weltkrieges, am Beginn einer Zeit lebt, die den S t e m p e l d e s fliegen» den Menschen als wesentliches Merkmal tragen wird, immer in der Hoffnung, daß dieser neue Aus­druck eines Lebenswillens in erster Linie berufen sein soll, der Menschheit die Güter der Kultur zu vermitteln und den Frieden. Die deutschen Mit­glieder der Akademie haben die verpflichtende Auf­gabe, ihre ganze Kraft innerhalb der Forschung herzugeben für die sieghafte Ueberlegenheit unserer Luftwaffe, die Sicherheit unseres Volkes und die glanzvolle Gröhe der deutschen Nation. Daß diesem Streben ein voller Erfolg beschieden sein möge, ist mein aufrichtiger, warm empfundener Wunsch.

Es folgten zwei fachliche Vorträge über Entwick- lung von Flugzeug und Motoren. Zunächst sprach Prof. Diplomingenieur W. Messerschmitt, Wehrwirtschaftsführer und Direktor in den Baye­rischen Flugzeugwerken, über die Entwicklung der F l u g l e i st u n g e n. Er wies darauf hin, daß wir heute in der Lage seien, Flugzeuge zu bauen, die die bestehenden Langstreckenrekorde spielend schlagen könnten und betonte, daß es nie möglich gewesen wäre, unser Können so schnell in die Wirklichkeit umzusetzen und die Erfolge der letzten Jahre zu erreichen ohne die planvolle Unterstützung durch den Führer und den Generalfeldmarschall Göring. Zum Schluß sprach Prof. Dr.-Jng. Mader, Vorstands- Mitglied der Junkerswerke Dessau, über Erfahrun- gen und Entwicklungsrichtung von Flugmoto­ren. Aus der Arbeit der letzten Jahre wurde in dem Vortrag besonders das Ringen um die inneren Probleme des Flugmotors anschaulich gemacht und festgestellt, wenn es in Deutschland gelungen sei, den Vorsprung des Auslandes in wenigen Jahren nahezu aufzuholen, so sei dies dem Freimachen der Energien zu danken, die wir in Forschung und Technik im deutschen Volk zur Verfügung hätten.

sprach und diesen Wert auslöste. Die neue Wehrmacht entstand.

Heer und Marine konnten unmöglich allein die Grenzen schützen, wenn nicht auch der vertikale Luftraum gesichert war. So mußte neben einem neuen Heer, einer neuen Kriegsmarine auch eine neue Luftwaffe entstehen. Wie Deutschland immer bereit war, in Abrüstungsverhandlungen ein« zutreten, so war Deutschland auch damals bereit, auch auf die vielen anderen Abrüstungsvorschläge einzugehen, aber immer unter der einen Bedingung, daß ein gewisses Mindestmaß gewährleistet wurde. Durch die Schuld der anderen das will ich heute an diesem Tage feststellen nicht durch Deutsch­lands Schuld war damals kein Resultat erzielt wor­den Vor Deutschland und vor der ganzen Welt hat der Führer immer wieder die These der Gleich­berechtigung aufgestellt. Dieses Deutschland war nun gezwungen und verpflichtet, wie es auch die ande­ren taten, sich eine Luftwaffe zu schaf­fen, die allein die Sicherheit bot, deutsches Volk und deutsches Land gegen feindliche Angriffe zu sichern; und wir waren daher gezwungen, sofort an einen großen Aufbau der Luftwaffe heranzugehen. In den Märztagen 1935 brausten zum erstenmal deutsche Geschwader über Berlin hinweg und gaben der Welt Kunde: Auch die deutsche Luftwaffe ist wieder auferstanden. Denn eine Tarnung war bei dem großen Aufbau nicht mehr länger möglich. D i e R i s i k o - F l o t t e stand , und nun ging es mit frischer Arbeit an das große Werk. Am 15. März 1935 erfolgte die Freimachung der gesam­ten Wehrmacht jener Tag, an dem Deutschland nun wieder den harten Aufstieg zur Groß­macht begann.

Zwei Wurzeln der Kraft waren es, aus denen nun der Neuaufbau einer großen Luftwaffe möglich war; zuerst jener Fliegergeist des Weltkrieges, jene tapfere und kühne Haltung eines 3mmelmanns, eines Bölcke, eines Richt­hofen, jener Geist, der in der SA. und ff un­terer nationalsozialistischen Weltanschauung wieder auferstand, der antrat, um das Reich zu retten, jener Geist, der es ermöglichte, den fort­gesetzten Kampf gegen Kommunismus und Zer­setzung zu führen. Die andere Wurzel der Kraft war jene geistige Ausrichtung des Volkes, die In den 3ahren allmählich erfolgt war durch die Arbeit unserer nationalsozialistischen Bewegung. Denn lange bevor man die Waffen selbst schmieden konnte, mußte ja erst der Geist ge­schmiedet werden, der die Waffe führt. Das war das besondere Verdienst unseres Kampfes, schließlich gekrönt durch jenen Sieg am 30. 3a- nuar 1933, der aus einem ohnmächtigen und zerrissenen Volk das feste Fundament einer neuen Volksgemeinschaft geschaffen hat. Und aus dieser Volksgemeinschaft entstand ein neues Volk, mit festem Vertrauen, ein Volk, das wie­der stolzer das Haupt erhob, ein Volk, in dem der Heroismus lebt.

IV. Pilar primo de Rivera.

IV.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten I Salamanca, im Februar 1938.

Während ich durch abenddämmerige Gassen des malerischen Salamanca zum Hause der Falange gehe, spreche ich mit meinem Begleiter über das Schicksal der nationalspanischen Frauenführerin. Senorito Pilar Primo de Rivera ist eine Tochter des Generals und Staatsführers, der soviel für Spanien geschaffen hat und doch tragisch sterben mußte. Sie ist die Schwester des bei den Roten zum Tode verurteilten Falangeführers, über dessen Schicksal keine Gewißheit zu erlangen ist, ihr anderer Bruder wurde in Madrib ermordet, eine jüngere Schwester vor kurzem erst nach 13- monatiger Gefangenschaft aus dem roten Kerker be­freit. Wohl keine spanische Familie ist in den Jah­ren des Freiheitskampfes gegen den Bolschewis­mus vom Leide verschont worden. Don den Primo de Riveras, die in vorderster Front für ihr Vater- land stehen, forderte das Schicksal schwerste Opfer. Nun führt die junge Pilar Primo de Rwera das Werk ihres Vaters und ihrer Brüder bei den spa­nischen Frauen fort. Die Jugend, sagt mein Be­gleiter, sieht zu ihr auf wie zu einer Heiligen.

Wir treten in die weite Helle Halle des Falange- aebäudes. Die Wache mit der roten Mütze der Re- quetes grüßt diszipliniert. Mein Begleiter klart mich darüber auf, daß die in der Falange Espanola Tradicionalista vereinten Falangisten und Requetes ihre alten Abzeichen weitertragen und im Wacht- dienst des Falangegebäudes sich ablosen. Wir gehen durch lange Gänge und stehen im Vorzimmer der Frauenführerin. An der Schreibmaschine fitzen junge Falangistinnen in ihrer schlichten Tracht an der Arbeit. Die Sekretärin geleitet uns in das Zim­mer ihrer Führerin. Ein kleiner Raum, nur ein Schreibtisch in der Mitte, davor einige Stuhle, als einziger Schmuck an der Wand ein silbernes Kru- zisix; es hängt gerade über dem dunklen Kopf der Falangeführerin, die sich hinter ihrem Schreibtisch erhebt und uns freundlich und nut einer ruhigen Geste begrüßt. Wir fetzen uns. Es ist eine Atmo- sphäre der Stille und Güte um diese junge zarte Frau. Senorita Pilar ist die Gründerin der falangistischen Frauenbewegung, sie begann ihr Werk schon vor der Revolution, Schul­ter an Schulter mit ihrem Bruder, und beide setzten sich voll und ganz ein, wie sie es vom Vater ge­lernt hatten. Man fühlt, daß der Herzschlag dieser Führerin in den Falangistenmädchen leben muß.

Oer Führer dankt

den ausgeschiedenen Generalen.

Berlin, 1. Wärz. (DNB.) Der Führerund R e i ch s k a n z l e r Hal den auf Grund der Anord­nungen vom 4. Februar am 28. Februar aus - geschiedenen Generalen in herzlich gehal­tenen Dankschreiben noch einmal feine An- erfennung für die der Wehrmacht geleisteten hervorragenden Dienste ausgesprochen. Gleichzeitig hat er ihnen seinBUdmiteigen- händiger Unterschrift überreichen lassen.

OaS Goldene Ehrenzeichen für Admiral von Trotha.

Berlin, 1. März. (DNB.) Der Stellver­treter des Führers stattete dem Vizeadmiral von Trotha aus Anlaß seines 70. Geburtstages einen Besuch ab, um dem verdienten Soldaten und nationalen Vorkämpfer die Glückwünsche des Führers und der NSDAP, zu überbringen. Rudolf Heß verband mit diesen Glückwünschen die Ueberreichung des Goldenen Ehrenzei­chens der NSDAP, in Würdigung seines un­ermüdlichen Einsatzes für die nationalsozialistische Bewegung und das neue Reich. Als besondere Ge- burtstagsaabe des Führers übergab Rudolf Heß dem Jubilar außerdem einen Mercedes-Benz- Wagen. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Raed er, als Vertreter der SA. Obergruppenführer von Jagow, Brigadeführer Schormann von der Auslandsorganisa­tion, Gauinspektion Seefahrt, überbrachten weitere Glückwünsche. Der Jugendführer des Deutschen Rei­ches, v. S ch i r a ch, überreichte dem Ehrenführer der Marine-HI. die Goldene HJ.-Nadel.

Eröffnung der Finanzakademie in Berlin-Tegel.

Berlin, 1. M-irz. (DNB.) Die in BerNn-Tegel auf der Halbinsel Reiherwerder neuerrichtete Fi­nanzakademie ist durch den Reichsminister der Fi­nanzen, Graf Schwerin von Krosigk, er­öffnet worden. Nach einem Musikstück der Berliner Zollkapelle begrüßte der Oberfinanzpräfident Ber-

Spanische Reise.

Von unserem Sonderberichterstatter W. E. Freiherr von Medem.

Jetzt konnte ich mein Wort einlösen, das ich den Kameraden des Richthofen-Geschwaders an jenem furchtbaren Tage in Aschaffenburg gegeben hatte, als wir gezwungen auseinandergehen mußten. Je­nes Wort:Was ich kann, werde ich tun, bas Ge­schwader muß und wird neu erstehen." Jetzt stand es neu ! Und so habe ich mein Wort ein« gelöst. Ich denke mit tiefem Dank an die Jahre zurück, da ich immer wieder von Ihnen, meine Mitarbeiter, Neues fordern mußte. Es ist deshalb für mich eine Dankespflicht, die aus tiefem Her­zen kommt, wenn ich unseres ersten Gene­ral st abschefs gedenke, jenes wundervollen Menschen und Soldaten, General Wevers. Aber dieser mein Dank gilt auch allen, die in diesen Jah­ren mitgearbeitet haben, um die deutsche Luftwaffe wieder zu dem zu machen, was sie heute ist.Jung ist unsere Waffe, und ich wünsche, daß sie ewig jung bleiben möge, denn nur so lange die Luftwaffe jung ist, wird sie über jenen kühnen Geist verfügen, den nun einmal ein Flieger haben muß, wenn er seine Aufgabe erfüllen will. Und immer wieder predige ich es euch: eine Kame­radschaft muß euch z us a m m e n b i n Ö e n und Zusammenhalten, weil sie in schwer­sten Zeiten vielleicht das letzte Band ist, um Schwe­res zu überwinden. So, in dieser Haltung, wird die Waffe einen Garant des deutschen Frie- d e n s bilden. Aber, ich gestehe es offen: Furchtbar, wenn der Einsatz befohlen wird. Dann wollen wir dem Volk es schwören, dann wollen wir zum Schrecken unserer Angreifer werden, dann roitfb es nichts mehr geben, was uns vor einem rückhaltlosen Draufgängertum zurückschreckt. Für die deutsche Luftwaffe kann nur das beste Material gut genug fein. Hier liegt eine große Aufgabe für alle die, die darüber zu sorgen haben, daß das beste Material geliefert wird. Die For­schung ist nur einzusetzen, um immer wieder die Leistungen, um immer wieder den Wert dieser Luitwaffe aufs höchste zu steigern. Die deutschen Ar-beiter rufe ich aus, unermüdlich in den Fa­briken tätig zu fein. Ich weiß, daß ich viel von ihnen verlange, Ueberstunden auf Überstunden, aber sie schaffen ja an dem Schwert der Nation. Die Luftwaffe muß sich aber auch allezeit bewußt fein, daß sie eine Einheit zu bilden hat, eine E i n- b e i t mit den beiden Schwesterwaffen, und daß nie Überheblichkeit in ihr aufkommen darf, daß sie stets erkennen muß: Auch sie ist nur ein Teil des Ganzen. Jede andere Waffe_ ist ihr gleichberechtigt und gleich wichtig. In der höch­sten Unterstützung der Schwesterwaffen hat sie ihren größten Ruhm zu finden. Aber auch in sich hat sie e i n e E i n h e i t zu bilden. Flieger, Flakkanonen und Funker sind unlöslich miteinander verbunden. Auch hier wünsche ich nicht, daß einer sich über den anderen erhebt. Nur im besten Zusammenwirken

Deutsche Forschung und Technik helfen bei der Eroberung des Lustraums. Generalfeldmarschall Göring spricht aus der Festsitzung der Akademie für Lustsahrtsorschung

Der Anfang, erzählt Pilar Primo de Rivera, sei schwer gewesen, denn die Volkssronttegierung habe die Organisation mit allen Mitteln verfolgt. Sie konnte sich mit ihren Frauen nur heimlich treffen in Madrid, meist im Museum. Und vor den un­sterblichen Werken der alten spanischen Maler seien die Anweisungen an die Kampfgenossinnen gegeben worden. Davon, daß so viele dieser jungen (Spanie­rinnen später in der Hölle der Madrider Kerker endeten, Urtfagbares vor ihrem Tode erlitten, spricht die Führerin nicht. Aber es liegt ein solches Wissen von Leid und stillem Heldentum auf ihrem feinen, vergeistigten Gesicht, in der Tiefe ihrer großen dunklen Augen, daß eine Frage ehrfurchts­los wäre.

lieber 400 000 Frauen, Mädchen und Kinder ist die weibliche Falange heute stark, aber die Bewe­gung ist stets im Wachsen. Das Arbeitsgebiet sei sehr' groß, sagt die Führerin: Betreuung der kamp- senden Front in den Lazaretten und Soldaten­heimen, die soziale Fürsorge im Lande, es sei da so viel zu tun, so viele Sorgen seien zu beheben, Mütter zu betreuen, deren Männer im Felde stün­den, Kinder zu pflegen, deren Väter an der Front starben. Dann die nationale Erziehung der Jugend, ihre körperliche und seelische Ertüchtigung.

Wird", frage ich, ,bet dieser sozialen Tätigkeit ein Unterschied gemacht nach Herkommen, politischer Einstellung und Religion?"Nein, nein", schüt- leit die Führerin energisch den Kopf:Auch wenn die Väter der Kinder drüben bei den Roten kämp­fen ober dort gefallen sind, wir nehmen uns ihrer an, es ist doch spanische Jugend, es sind Spanier!"

Hal die weibliche Falange mit dieser sozialen Tätigkeit des Herzens Erfolge gehabt in der lieber- Windung politischer Gegensätze und sozialen Miß­trauens?"Größte Erfolge", antwortete die Führerin,wir bearbeiten systematisch die befreiten Gebiete, wir folgen mit unserer sozialen Offensive unmittelbar den vorgehenden Truppen IV« Stun­den nach der Einnahme von Malaga und Bilbao zum Beispiel waren wir mit unseren Lebensrnitteln, Medikamenten und unseren Frauen schon in den befreiten Städten, in Santander begann die Landes­leiterin des sozialen Dienstes ihre Tätigkeit, als noch in den Straßen geschossen wurde."

Das erfordert, sage ich in ehrlicher Bewunde­rung,nicht nur viel Charakter und Herzensgüte Ihrer Falangistinnen" denn ich kannte die Hetz- welle aus den Kämpfen im Baltikum, die nach der Befreiung eines Ortes ihre nur zu begreifliche Rache suchtsondern auch Organisattonskraft. Bilden Sie Ihre Führerinnen für diese Tätigkeit

Berlin, 1. März. (DNB.) Die Deutsche Akademie der Luftfahrtforfchung, die bereits große Erfolge auf ihrem Arbeitsgebiet, Luftfahrtwissenschaft und -technik, verzeichnen kann, gedachte in einer Festsitzung am Dienstagabend des Jahrestages der Freiheit der deutschen Luftfahrt. Im Festsaal des Hauses der Flieger versammelten sich alle die Männer, die in Deutschland auf dem Gebiete der Luftfahrt, der Luftfahrtforschung, der Luftfahrttechnik und der allgemeinen technischen Wissenschaft einen Namen haben, dazu zahlreiche Gelehrte, die im Rahmen der Akademie in Gemein- chaftsarbeit mit den Konstrukteuren bemüht sind, >ie wissenschaftlichen Grundlagen der Luftfahrt zu erweitern, ferner die Reichsminister Rust, Ehren­mitglied der Akademie, Reichsaußenminister von Ribbentrop, Reichsminister von Neurath, Reichswirtschaftsminister Funk, Reichsverkehrs- mimster Dr. DorpmüHer, Reichsfinanzminister Graf Schwerin-Krosigk, Reichsführer hh Himmler, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Generaloberst von Brauchitsch sowie der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, General der Artillerie Keitel. Auch im Mittelpunkt dieser Ver­anstaltung stand eine Rede des Reichsministers der Luftfahrt, Generalfeldmarschall Göring, des Prä­sidenten der Akademie, der überFünf Jahre Luft- ahrttechnik" und über die gemeinsame Arbeit der

Akademie u.a. folgendes ausführte:

Für die Neugestaltung unserer Luftfahrttechnik fehlten uns bei der Machtübernahme die notwen­digen Ausgangspunkte. In fünf Jahren haben mir eine Industrie geschaffen, die an Leistungs­fähigkeit und schöpferischen Werten gleichbe­rechtigt neben bi e neue ßuftro affe ge­treten ist und die heute durch ihre schöpferischen Leistungen die Achtung und Bewunderung der ganzen Welt besitzt. Eine große und mo­derne Luftfahrtforfchung befindet sich heute im Aufbau, eine in sich geschlossene Luftfahrt» Wissenschaft, die den Stand der hierin füh­renden Großmächte eingeholt und mit ihnen auf allen wichtigen Gebieten den Kampf um die beste Leistung auf genommen hat. Neue Windkanäle von hoher Leistungsfähigkeit sind ent­standen. Motorenprüfstände gestatten die Fortent­wicklung unserer Triebwerke auf immer größere Leistungen und bis zu den größten Flughöhen. Das für die Sicherheit des Luftverkehrs so bedeutsame Funkgerät wird durch unermüdliche Forschungs­arbeit in besonderen Instituten vervollkommnet. Die Einwirkung des Fluges in schnellen Flugzeugen und großen Flughöhen auf Physis und Psyche der Flugzeugbesatzungen, also das Gebiet der sogenann­ten Flugmedizin, ist ein weiteres bedeutsames Ge­biet unserer wissenschaftlichen Forschung geworden. Fünf Reichsanstalten für die technische Forschung der Luftfahrt und eine Anstalt für die flugmedizi­nische Forschung sind im Bereich der Luftfahrt neu errichtet oder neu gestaltet worden. Das Personal der gesamten Luftfahrtforschung wurde gegenüber dem Stande im Zeitpunkt der Machtergreifung mehr