Ausgabe 
1.10.1938
 
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Nr. 230 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Samstag, l./§onntag,2. Oktober 1058

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Gietzener Anzeiger

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Die Reichshaupistadi bereitet dem Führer einen triumphalen Empfang.

Einem Aufruf des Berliner Gauleiters folgend wird die Bevölkerung der Reichshauplstadl heute mittag dem Befreier des Sudetendeulschtums auf dem Dege vom Anhalter Bahnhof bis zur Reichs­kanzlei in der Wilhelmstratze einen triumphalen Empfang bereiten, als äußeres Zeichen des Dankes für die Vollbringung des großen Friedenswerkes.

Der Führer

von Mönchen abgereist.

2N ü n ch e n, 1. Ott (DNB.) Der Führer verließ am Freitag spät abends die Hauptstadt der Bewegung, um sich u a ch B e r l i n zu begeben. Ob­wohl Tatsache und Zeitpunkt der Abfahrt des Füh­rers nicht bekanntgegeben worden waren, hatte sich auf dem Hauptbahnhof eine vieltausend­köpfige Menge versammelt, die dem Führer begeisterte Kundgebungen bereitete. Von allen Bahnsteigen eilten die ReLsenden herbei, um den Führer in freudiger Ueberraschung zu grüßen, veberall hörte man die Rufe:Führer, wir danken dir!", mit denen die Münchner ihrer stürmischen Begeisterung über die Befreiung der Sudetendeutschen Ausdruck gaben. Mit brausenden Heil-Rufen begleiteten die Tausende die Abfahrt des Führer- Sonderzuges.

Adolf Hitlers Heimkehr.

beer und frischen Blumen umrahmt. Daneben sieht man oft die Bilder Konrad Henleins. Nicht ohne Bewegung bemerkt man selbst in den abgelegensten Straßen und in den kleinsten Fenstern, daß die Be­völkerung von Asch ihren Dank und ihr freudiges Bekenntnis zum Ausdruck bringt. Girlanden spannen sich von Haus zu Haus. In allen Straßen sieht man, aus vielen Lämpchen zusam­mengesetzt, dle Freiheitszeichen leuchten, und von den Häuserfronten oder aus den Auslagen geben Spruchbänder den Dank für die befreiende Tat des Führers wieder.

Fahnen und Girlanden in den Grenzstädten.

Warnsdorf, 30. Sept. (DNB.) Die in letzter Zeit wiederholt im Zusammenhang mit tschechischen Bluttaten genannte sudetendeutsche Grenzstadt Warnsdorf stand am Freitagnachmittag schon ganz im Zeichen der Hakenkreuzfahnen. Man hat nicht erst den Aufruf der politischen Landesleitung der SDP. abgewartet, sondern die darin verkün­dete Parole schon vorher mit riesiger Begeisterung in die Tat umgesetzt. Jedes Haus ist mit Fahnen und Wimpeln, Kränzen und Blumen geschmückt. Und so wie in Warnsdorf ist es auch in Ober-

Hennersdorf und R u m b u r g. Aus allen Fenstern wehen die Symbole der Freiheit, obwohl noch in den letzten Tagen der tschechischen Willkür­herrschaft darauf die Todesstrafe stand. Die Ge­schäfte, in denen Bilder des Führers, Fahnen und Girlanden zu haben find, werden oon den Kauf­lustigen förmlich gestürmt. In ganz kurzer Zeit hat sich das Gesicht dieser Grenzstädte grundlegend ver­ändert.

Tagesbefehl an die Truppe.

Berlin, 30. Sepl. (DRV.) Der Oberbe­fehlshaber des Heeres, Generaloberst von B r a u ch i l f ch, Hal folgenden Tagesbefehl an die Truppen erlassen:

Mil dem 1.10. beginnend, wird das deutsche Heer in die von unserem Führer befreiten deutschen Ge­biete der Tschechei e i n r ü ck e n. Das deutsche Heer betritt die erlösten Gebiete in der stolzen Freude, Künder deutscher Zucht und Ordnung zu sein und als Werkzeug seines Obersten Befehls­habers von nun an feinen deutschen Stam­me sbrüdern den starken Schuh der deut­schen Waffen gewähren zu dürfen.

heil dem Führer!

Kein Krieg mehr zwischen uns und England.

Oie gemeinsame Münchener Erklärung des Führers und Neville Ehamberlains

Berlin, 1. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der Sie­ger kehrt zurück in die Hauptstadt des abermals ver­größerten Reiches. Die Namen all der Großen, die an Deutschland in Tausenden von Jahren bauten, schweben heute um das Haupt des Mannes, zu dessen Ehren die Fahnen wehen in diesem schöner werdenden Berlin, in dem immer herrlicher auf­blühenden Deutschland. Im Genie des Füh­rers, dem Vorbild von Treue, Ehrenhaftigkeit und hartnäckiger Entschlossenheit, feiert ein ganzes er­neuertes Volk sich selbst. Die, die sich jetzt die Wil- Helmstraße entlang drängen, um ihn zu erwarten, haben in schweren Wochen gestanden, genau wie er: fest, unnachgiebig, entschlossen. Das ist die Waffe, mit der dieser. unvergleichlich große Volksführer seine Schlachten erkämpft und mit der er diesmal seinen und des Volkes Sieg erstritt.

Die hunderttausende in Berlin, die Millwnen und Millionen an Rhein und Weser, Elbe und Donau und Oder und vor allem in den Tälern der de u t-

Das Ergebnis der letzten Besprechung.

München, 30. Sepl. (DNB.) Der britische Pre­mierminister Neville Ehamberlain stattete FrcUagmiilag dem Führer in feiner Mün­chener Wohnung am P r i n z r e g e n t e n- Platz einen mehr als einstündigen Besuch ab, der den beiden Staatsmännern Gelegenheit zu einer längeren Aussprache gab. Der Führer und Reichskanzler und der britische Premierminister haben nach ihrer Unterredung folgende ge­meinsame Erklärung herausgegeben:

Dir haben heule eine weitere Besprechung ge­habt und sind uns in der Erkenntnis einig, daß die Frage der deutsch-englischen

Beziehungen von allererster Bedeutung für beide Länder und für Europa ist.

Wir sehen das gestern abend unterzeichnete Ab­kommen und das deutsch-englische Flot­tenabkommen als symbolisch für den Wunsch unserer beiden Völker an, niemals wieder gegeneinander Krieg zu füh­ren.

Wir sind entschlossen, auch andere Fragen, die unsere beiden Länder angehen, nach der Me­thode der Konsultation zu behandeln und uns weiter zu bemühen, etwaige Ursachen von Meinungsverschiedenheiten aus dem Wege zu räumen, um auf diese Weise zur Sicherung des Friedens Europas beizutragen.

Adolf Hitler. Neville Ehamberlain.

30. September 1938.

f d) e n Sudeten, grüßen jubelnd die erneuerte Macht und Stärke des Reiches und grüßen da­mit sich selbst. Weil er sich ein neues Volk zu bil­den vermochte, schreitet A d o l f h i t l e r von einem

Die Besetzung des sudetendeutschen Gebietes.

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Berlin, 30. Sept. (DNB.) Die Internationale Kommission, die mit der Regelung der Anwen­dung des Münchener Abkommens vom 29. September beauftragt ist, hat heute nachmittag um 17 Uhr Ihre erste Sitzung abgehalten. Sie hat den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Herrn v. Weizsäcker, zum Vorsitzenden ernannt. Dieser dankte seinen Kollegen und gab der Ueber- zeugung Ausdruck, daß ein Geist der Freund- schaft und des Ausgleichs die Verhand­lungen beseele. Die Kommission ernannte eine ll n - terkommission für militärische Fra­

ge n, die sich sofort mit der Frage der Durchführung der Bedingungen für eine reibungslose Uebergabe der fraglichen Gebiete der I. Zone befaßte. 3n der Vollsitzung hat die Inter­nationale Kommission alsdann die Vorschläge der genannten llnterkommission angenommen, vor der Aufhebung der Sitzung gaben die Mitglieder der Kommission der lleberzeugung Ausdruck, daß in den beteiligten sowie in allen übrigen Ländern nichts unterlassen wird, was geeignet ist, um die für eine erfolgreiche Beendigung ihrer Arbeiten nötige Atmosphäre aufrechtzuerhalten.

Das sudetendeutsche Gebiet wird nach dem Münchner Abkommen in fünf Abschnitten durch deutsche Truppen besetzt. Die obige Karte zeigt Abschnitt I: Besetzung am 1. und 2. Oktober, Abschnitt II: Besetzung am 2. und 3. Oktober, Abschnitt III: Besetzung am 3., 4. und 5. Oktober, Abschnitt-IV: Besetzung am 6. und 7. Oktober. Das restliche, vorwiegend deutsche^Gebiet wird, nach endgültiger Abgrenzung durch eine Kommission, bis zum 10. Oktober von deutschen Truppen besetzt. (Scherl-Bilderdienst, Berlin.)

Bayreuth, 30. Sept. (DNB.) Der Führer» der Sudetendeutschen Pckrtei, Konrad Henlein, Hal ckn den Führer folgendes Tele­gramm gesandt: Mein Führer! 3m Namen des seit 20 3ahren gequälten und unterdrückten Sudeten­deutschtums danke ich 3hnen, mein Füh­rer, tiefbewegten Herzens für die uns er­kämpfte Freiheit.

Linder und Kindeskinder werden noch den Tag loben, an dem durch den Anschluß an das Groh- deutsche Reich Sie, mein Führer, unsagbares Leid von Millionen in tiefe Freude und stolze Zuversicht verwandelten.

Worte sind zu schwach, um 3hnen das auszu- drücken, was wir alle in diesem Augenblick für Sie empfinden.

3n tiefer Dankbarkeit wird das gesamte Sudeten­deutschtum jederzeit in treuester Gefolg­schaft hinter feinem Befreier stehen.

3n Treue grüßt Sie, mein Führer, 3hr ergebener

Konrad Henlein.

Erntetag zum anderen, kann er das Reich zu höhen führen, nach denen selbst die größten Kaiser mittel­alterlicher Reichsherrlichkeit vergebt.cy strebten. In der Stärke und der Kraft des Staatsmannes, der heute in seine Hauptstadt aus München zurückkehrt, darf sein Volk stolz die eigene Kraft und Stärke und Treue feiern.

Das Sudelendeutschtum dankt feinem Befreier.

Konrad Henlein an den Führer.

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Asch schmückt sich zum Empfang.

Asch, 1. Okt. (DNB.) Seit mehr als acht Tagen wehen die deutschen Freiheitsfahnen über Asch, dem sauberen, fleißigen und rein deutschen Jndu- striestädtchen unweit Selbs. In seinem Schmuck der Fahnen, Girlanden und Embleme ist Asch ein ein­ziges Geständnis zum größeren Deutschland, hat seinen Schmuck in diesen Stunden noch vervielfäl­tigt. Nun gibt es tatsächlich kein Haus und kein Fenster mehr ohne die stolzen Hakenkreuzbanner. Die Auslagen der großen und kleinen Geschäfte sind ausgeräumt, mit rotem Tuch ausgeschlagen und tra­gen Führerbilder und Führerbusten, oon Goldlor-

Das Zriedenswerk.

Die Münchener Vereinbarung der vier großen europäischen Nationen hat der ernstesten Krisis im Zusammenleben der Völker seit Beendigung des Weltkrieges-eine Wendung zum Guten gegeben. Die Frage, ob bereits zwanzig Jahre nach dem Ende jenes furchtbaren Ringens, das der lebenden Gene­ration, ob Sieger oder Besiegte ist einerlei, noch mit all seinen Schrecken und in seiner ganzen Sinn­losigkeit in krassesten Farben vor Augen steht, schon wieder alle Mittel eines friedlichen Ausgleiches er­schöpft sind und als ultima ratio der Appell an die Waffen bleibt, haben die vier leitenden Staats­männern Europas Adolf Hitler, Benito Mussolini, Neville Chamberlain und Edouard Daladier in vollem Bewußtsein ihrer Verantwortung für das gemeinsame untrennbare Schicksal der europäischen Völker mit aller Entschiedenheit verneint. Ifnb sie wissen aus der ungeheuren Spannung dieser Tage, aus der erregten Anteilnahme, dem ungeduldigen Warten, dem von schwerem Druck befreiten Auf­atmen und schließlich dem erlösenden Begeisterungs» sturm der Massen, die sie auf den Weg nach Mün­chen und ihre Beratungen dort Stunde für Stunde begleitet haben, wie sehr ihr Entschluß, allen Ver­suchungen, die Dinge in einen Krieg treiben zu las­sen, der nur ein allgemeiner f£in könnte, ein ebenso großzügiges wie stabiles Friedenswerk entgegenzustel­len. dem tiefsten Sehnen ihrer Völker entspricht. Der Abstand der Ansichten über die konkreten Möglich­keiten zur Lösung des sudetendeutschen Problems war in den vorausgegangenen Verhandlungen so gering geworden, daß die Völker es nicht begriffen hätten, wie sich an diesem Problem noch ein neuer Weltkrieg mit all feinen Schrecken hätte entzünden sollen. Nun ist das Friedenswerk vollendet, die Welt atmet auf, aus schwerer Krisis ist das Gefühl der europäischen Schicksalsgemeinschaft, der Wille zur Zusammenarbeit gewaltig gestärkt hervorgegangen und wir wissen, daß die Stunde des Näherrückens der Staatsmänner und ihrer Völker, die Stunde der Selbstbesinnung, die Stunde der Prüfung nicht un­genutzt geblieben ist.

Die gemeinsame Erklärung Adolf Hitlers und Chamberlains, die aus den deutsch-englischen Be­ziehungen die Gefahr eines kriegerischen Konflikts für alle Zeiten ausschaltet und die persönliche Aus­sprache, die in diesen letzten schicksalsschweren Tagen so gute Früchte getragen hat, auch in Zukunft ;um Mittel einer auf Vertrauen und gegenseitiger Hoch­achtung sich gründenden Verständigung der beiden großen Nationen macht, ist eine Tat, die sich dem Friedenswerk der Lösung des sudetendeutschen Pro­blems ebenbürtig und verheißungsvoll zur Seite stellt. Wir wissen, daß die Verständigung mit Eng­land ein Fundamentalsatz der außenpolitischen Linie des nationalsozialistischen Deutschlands ist, weil es keinerlei naturgegebene Gegensätze zwischen den bei­den großen Nationen zu sehen vermag, deren große Geschichte durch die Jahrhunderte beide wohl oft verbündet, aber nur einmal als Feinde sich gegen» übersah, in der tragischen Episode des Weltkrieges. Das deutsch-englische Flottenabkommen, in dem sich das Reich freiwillig eine Beschränkung seines Flottenbaus auferlegte,-war bereits ein Dokument für den festen Willen Adolf Hitlers, was an ihm liegt, dazu zu tun, daß der Weltkrieg tatsächlich eine einmalige Episode in der Geschichte der deutsch- englischen Beziehungen bliebe. Es hat lange ge­dauert, bis seine Argumente in England das volle Verständnis gefunden haben. Es mußte erst wieder der Abgrund einer neuen furchtbaren Katastrophe vor den Augen des britischen Volkes sich auftun, bis sich auch in England der vorurteilsfreie, auf­rechte und mutige Staatsmann fand, der entschlossen war, den Geist des deutsch-englischen Flottenabkom- mens auch in der Praxis der allgemeinen politischen Linie des Britischen Reiches wirksam werden zu lassen. Neville Chamberlain wird damit zum Testa­mentsvollstrecker feines Vaters, der als britischer Kolonialstaatssekretär und überragender Kopf der britischen Politik um die Jahrhundertwende zur Zeit des Burenkrieges sich heiß um eine Verständigung mit dem Deutschen Reich bemühte, ohne freilich da­mals erfolgreich zu sein. Die Ratgeber Wilhelms II., Bülow und Holstein, trauten dem britischen Aner­bieten nicht, aber auch in England fand Chamber- Iains Politik nicht den Widerhall, den eine deutsch- englische Allianz bedurft hätte, um traafähig zu sein. Lag damals in dem Scheitern der Verständi­gung schon der Keim zu dem verhängnisvollen Kon­flikt, dessen Ausgang auch für England reich an Enttäuschungen gewesen ist, so ist heute wiederum bei allen ideologischen Verschiedenheiten beider Völ­ker ihre Verständigung die Grundlage des europäi­schen Friedens. Chamberlain hat sich ebenso wie Adolf Hitler immer wieder dazu bekannt, daß er nicht Nachlassen werde, den Brückenschlag zu ver­suchen. Die letzten Wochen der europäischen Krisis mit den Besprechungen in Berchtesgaden und Godesberg und schließlich der Uebereinfunft von München haben die Richtigkeit dieser politischen Praxis auf die eklatanteste Weise bewiesen. So ist die Erklärung Chamberlains und Adolf Hitlers ein neuer Eckstein des europäischen Friedenswerkes, das geeignet ist, durch die aus ihm erwachsene Atmo­sphäre gegenseitigen Vertrauens notorische Unruhe­stifter wie den Moskauer Bolschewismus völlig nebenhin zu setzen.

Dürfen wir also die allgemeinen Auswirkungen der Münchener Zusammenkunft der leitenden euro» päischen Staatsmänner nicht nur als eine überall dankbar empfundene Entspannung, sondern auch als Auftakt einer wahrhaft konstruktiven Politik der Organisierung eines neuen Europa begrüßen, so geben auch die zur endgültigen Lösung des sudeten­deutschen Problems in München gefaßten Beschlüsse uns die frohe Gewißheit, daß hier ganze Arbeit geleistet worden ist, um in dem Wetterwinkel Eu-