Ausgabe 
1.9.1938
 
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Aus -er engeren Heimat.

Unfälle auf dem Lande.

Die 6Zjährige Landwirtsehefrau Luise Menget aus Reiskirchen kam unglücklich zu Fall und zog sich einen Unterschenkelbruch zu. Ebenfalls mit einem Unterschenkelbruch und einem Wadenbein- bruch mußte die Landwirtsehefrau Katherina Bücher aus Saasen in ärztliche Behandlung gebracht werden. Durch einen unglücklichen Sturz zog sich die 64jährige Witwe Frau Emilie Sem- b er aus Unter - Seibertenrod schwere innere Verletzungen (Beckenbruch) au. Das vier­jährige Söhnchen Wilhelm des Landwirts Arnold aus Weidenhausen wurde dieser Tage von einem Kraftwagen erfaßt und üverfahren. Das bedauernswerte Kind erlitt einen Schädelbruch, Ver­letzungen im Gesicht und am Kopf. Sämtliche.Ver­unglückte mußten in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

Landkreis Giehen

Mainzlar, 31. Aug. Der Brenner Philipp Schneider aus Treis a. d. Lda. konnte dieser Tage auf eine 25jährige Tätigkeit in den hiesigen Didierwerken zurückblicken. Aus diesem Anlaß fand für die Brenner im Betrieb ein Appell statt. Der Arbeitsplatz des Jubilars war geschmückt. Direktor Schroth überbrachte die Glückwünsche der Firma. Werkscharführer Reeh übermittelte die Grüße der Gefolgschaft. Von Arbeitskameraden wurde ein

wertvolles Geschenk überreicht. Die Ehrung durch die Firma war bereits am 1. Mai erfolgt. Die Kriegerkameradschaft veranstaltete ein Prcisschießen um die Kyffhäuser-Chrennadeln, an dem sich auch die Kameradschaft Daubringen beteiligte. Bester Schutze war L. Mohr (Daubringen) mit 160 Ringen, der sich damit die Anwartschaft auf die goldene Ehrennadel erworben haben dürfte.

+ ' Main.zlar, 31. Aug. Am vergangenen Sonntag entstand in einer hiesigen Wirtschaft zwi- schen Burschen aus Daubringen und Mainzlar ein Streit, in dessen Verlauf ein junger Mann, Karl W c i m e r aus Daubringen, mit dem Messer in die Seite gestochen wurde. Der Verletzte wurde nach erster ärztlicher Hilfeleistung nach Hause gebracht. Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf.

8. Lang-Göns', 1. Sept. Trotz der ungünsti­gen Witterung haben die hiesigen Schulkinder einige Male Aehrenfür das W HW. gesam­melt. Das Ergebnis, es kamen vier Zentner Weizen zusammen, war recht gut.

Kreis Marburg.

Lpd. Marburg, 31. Aug. Im benachbarten Cölbe stürzte die Witwe des Bäckermeisters Thielemann durch einen Fehltritt eine Treppe hinunter und zoa sich einen Bruch der Wirbel- faule HU. An den Folgen der Verletzungen ist die Verunglückte in einer Marburger Klinik gestorben.

Schloß Vellevue, ein würdiges Gästehaus.

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Auf Anordnung des Führers und Reichskanzlers wird das an historischen Ereignissen reiche Schloß Bellevue in Berlin zum Gästehaus des Dritten Reiches umgebaut. Seit Wochen sind fleißige Hände am Werk, dieses hervorragende Berliner Bauwerk für künftige Staatsbesuche herzurichten. Unser B'ld zeigt einen Blick durch einen Toreingang auf den Hauptbau des Schlosses. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Oer Sternenhimmel im September

Von Or. Erwin Koffinna.

Eine der eindrucksvollsten Erscheinungen am Abendhimmel der Herbstmonate ist : Milch­straße. Seit den ältesten Zeiten hat das zarte Lichtband die Phantasie der Menschen angeregt, und zahllos sind die Deutungen, die sich an das himm­lische Gebilde knüpfen. Die Bezeichnung Milchstraße finden wir zuerst bei dem römischen Dichter Ooid, der sie wahrscheinlich von den Griechen übernommen hat. Denn schon im 5. Jahrhundert vor Chr. schil­dert Pindar das schimmernde Band alsdie leuch­tende Straße", auf der die Götter von den Quellen des Ozeans zur Himmelsburg aufsteigen. Den Ara­bern ist es der große Himmelsfluß, an dessen Rande die Tiere zur Tränke gehen, und auch die Chinesen sehen in ihm denSilber fluß". Bezog sich der Name Milchstraße ursprünglich nur auf die milchartige Farbe, so gestaltete das naive Denken diesen Be­griff später dahin um, als wenn es sich wirklich um eine Straße aus Milch handele. Diese Au fas- sung findet sich in den Sagest des klassischen Alter­tums, in altarabischen Märchen und ist auch unseren Kindern aus ihren Märchenbüchern vertraut, und zwar in der Gestaltung, daß Engel die Straße täg­lich mit frischer Milch übergießen und so für die Er­haltung des zarten Schimmers sorgen.

Die Beobachtung der Milchstraße wird uns heute immer mehr erschwert, besonders in den größeren Orten. Sobald die Dunkelheit einsetzt, umgibt uns eine Flut von elektrischem Licht, die jede Betrachtung des zarten Sternenbandes unmöglich macht. Man muß heute schon aufs Land fahren, wo im Umfreis von einigen Kilometer keine störenden Lichtquellen vorhanden sind und dazu einen klaren, wondlchem- losen Abend wählen. Dann entfältet sich die Milch­straße in ihrer Schönheit als ein rekfyes (Beiocbe glitzernder Diamanten auf dunklem Grunde. Steil steigt das Lichtband im Nordosten auf, wo jeßt gegen 22 Uhr die Kapella im Fuhrmann funkelt, zieht über Perseus, Kassiopeia und Kepheus zum Schwan im Zenit, wo sie sich in zwei Arme teilt. Den helleren können wir über die Sternbilder Adler und Schild des Sobieski bis zum Schützen am Ho­rizont verfolgen. Besonders auffällige Gebilde sind die langgestreckte Sternwolke im Schwan und die dreieckige Schildwolke ungefähr in der Mitte zwi­schen dem hellen Stern Atair des Adlers und dem Schützen. Man muß diese Himmelsgegenden mit ausgeruhten, an die Dunkelheit gewohnten Augen betrachten, am besten mit Hilfe eines lichtstarken Fernglases, um die große Mannigfaltigkeit m o Verteilung der Sterne zu erkennen. Neben ausge­dehnten Sternwolken von besonderem Glanz, gwt es förmliche Sternleeren, die wie dunkle Locher aus­sehen, aber in Wirklichkeit kosmische Staubwolken sind, die das Licht der hinter ihnen stehenden vterne obschirmen. _. .

Die Erscheinung des sich um den ganzen Himmel schlingenden Lichtbandes wird durch den Bau unse­res Fixsternsystems bedingt, das die Form einer sehr schwachen Linse von etwa 100 000 Lichtjahren

Durchmesser, aber nur wenigen tausend Lichtjahren Dicke besitzt. Die mit freiem Auge sichtbaren Milch­straßenwolken sind mehrere tausend Lichtjahre von uns entfernt. Wegen dieser enormen Entfernung drängen sich die Sterne in manchen Gebieten schein­bar so eng zusammen, daß selbst in großen Fern­rohren eine Auflösung nicht möglich ist und ein milchartiger Schleier den hellen Hintergrund bildet. Die Sommersternbilder sind gegen 22 Uhr schon stark nach Westen gerückt. Arktur im Bootes nähert sich bereits dem westlichen Horizont, über dem wir in größerer Höhe die nördliche Krone, den Herkules, und am Rande der Milchstraße die prächtig strah­lende Wega in der Leier sehen. Der'ganze Himmels­teil östlich der Milchstraße wird von den Herbststern­bildern eingenommen. Hock im Südosten finden wir das große, aus einem Sechseck und einem links an­schließenden Quadrat, dem sogenanntenGroßen Tisch" gebildete Pegasusbild, an dem links die leicht geschwungene Sternreihe der Andromeda hängt. Es ist nicht schwierig, in der mondlosen Zeit während der zweiten Septemberhälfte den berümten A n - dromedanedel, den einzigen mit bloßem Auge sichtbaren Spiralnebel, aufzusuchen. Wir finden ihn über dem zweiten hellen Stern der Andromeda, von links gerechnet, als verwaschenen, milchigen Lichtfleck. Aber erst die Photographie hat uns den spiralförmigen Bau dieses fernen Milchstraßen­systems erschlossen, auf dessen Ebene wir schräg hinaufblicken und das rund eine Million Lichtjahre entfernt ist.

In der Verlängerung der Sternreihe der An­dromeda stoßen wir auf den veränderlichen Stern Algol im Perseus, dessen Licht durch den umlau» senden Begleiter alle 69 Stunden auf ein Drittel seiner normalen Helligkeit abgeblendet wird. Algol- verfinsterungen können beobachtet werden am 12. September um 23 Uhr und am 15. um 20 Uhr. Die Lichtabnahme und Wiederzunahme geschieht ganz allmählich und dauert je fünf Stunden. Die vor­wiegend aus schwächeren Sternen bestehenden Bilder Steinbock, Wassermann, Fische und Widder nebst den eben über dem Osthorizont herauskommenden Plejaden geben uns die Lage des Tierkreises an. Am Nordhimmel erscheint das prächtige Sternbild des Großen Bären in tiefer Stellung und daher für die Beobachtung sehr günstig, lieber dem mitt­leren Schwanzstern Mizar erblickt ein normales Auge noch ein winziges Sternchen, Alkor ober das Reiterlein" genannt.

Den Abendhimmel schmücken drei helle Planeten. Im Westen ist Venus als Abendstern alleröings nur noch eine Stunde nach Sonnenuntergang sicht­bar. Den Südhimmel beherrscht Jupiter mit majestätischem Glanz vom Beginn der Dunkelheit bis gegen 3 Uhr. Der Ringplanet S a t urn er­scheint Anfang September um 20, Ende des Monats um 18 Uhr. Für einen geübten Beobachter ist fer­ner am Mörgenhimmel in der Zeit vom 10. bis

20. September der Merkur 1 bis IVz Stunden vor Sonnenaufgang sichtbar.

Die Sonne überschreitet auf ihrer scheinbaren Bahn am 23. September, 18 Uhr, den Himmels- aquator in südlicher Richtung, womit astronomisch der Herbst beginnt. Der Mond zeigt folgende Licht- gestalten: erstes Viertel am 1., Vollmond am 9., letztes Viertel am 17., Neumond am 23. September.

Briefkasten der Redaktion.

B. W. Zur Verbrennung nach dem Tode genügt der eigenhändig niedergeschriebene Wunsch. Die Unterschrift muß öffentlich beglaubigt werden. Am besten wenden Sie sich an das Standesamt, das für diese Angelegenheit Formulare besitzt und für die Beglaubigung 50 Pfennig in Anrechnung bringt

Sjl.-tfpOTt

Lokalkampf Bf» =K-1900.

Der kommende Sonntag bringt nach langer Zeit wieder einmal aus Anlaß des Opfertages des Deutschen Sportes einen Lokalkampf zwischen den ersten Mannschaften des VfB.-Reichsbahn und der Spielvereinigung 1900. Das Spiel wird um so mehr Interesse finden, als es gewissermaßen einen Probe­galopp darstellt, der einigen Aufschluß geben wird über die Spielstärke im Verhältnis zueinander. Da die beiden Mannschaften in diesem Jahre wieder Verbandsspielgegner sein werden, darf man mit einer Begegnung rechnen, die es in sich hat. Die Mann­schaftsaufstellungen liegen noch nicht endgültig fest.

Bierter Marathonlauf in Weilburg.

Der Gau Hessen führt alljährlich, zusammen mit dem reichsoffenen Marathonlauf, in Weilburg den Kampf um den Titel eines Gaumeisters durch. Am 25. September wird diese Veranstaltung zum vierten Male abgewickelt. Im Vorjahre beteiligten sich über 90 Läufer an dem Marathonlauf-, auch jetzt, drei Wochen vor Meldeschluß, liegen bereits fast 5 0 Meldu.ngen vor. Da auch schon Läufer aus der Ostmark gemeldet haben und weitere Nennungen zu erwarten sind, ist dieses Jahr mit einer Rekord­beteiligung von über 100 Läufern zu rechnen. Sieger im vergangenen Jahre war der Berliner B o r g f e n in 2:38,30 Stunden.

Gießens Faustballer schlugen sich gut.

Zu einem Ausscheidungskampf für die Deutsche Meisterschaft trafen sich in Frankfurt die Gaumeister von Baden, Hessen, Mittelrhein und Südwest. Von den Spielen im Faustball, Korbball und Schlagball der insgesamt 22 Mannschaften fanden naturgemäß die Spiele der ersten Foustballklasse das größte Interesse, zumal hier keiner Mannschaft eine über­ragende Stellung zugesprochen werden konnte und jeder der Sieg möglich war. Der Gießener Turn­verein bestritt die Wettkämpfe mit der Mannschaft Dr. Hofmann, Riexinger, Pfeffer L, Pfeffer II., Michels.

Die Mannschaft trat zuerst gegen den Baden- meister Mannheim-Sandhofen an, kam wie ge­wöhnlich nur schwer ins Spiel, und als nach einem noch nicht entscheidenden Rückstand der ersten Halb­zeit auch in der zweiten Hälfte sich noch keine Wen­dung zeigte, mußte man das Spiel mit 30:40 ab­geben.

Im zweiten Treffen gegen Köln gelang dann ein eindeutiger Sieg mit 32:45, so daß noch nichts ver­loren war.

Die Entscheidung mußte im Endspiel gegenLicht-

Lust" Frankfurt fallen. Am Nachmittag niedergehen­der Regen hatte den Rasen außerordentlich glatt gemacht, als die Mannschaften zur Entscheidung an­traten. In diesem Spiel bekamen auch die Frank­furter zu spüren, daß gegen die Bomben des Gie­ßener Anschlägers Riexinger kein Kraut gewachsen ist. Wie seit Jahren befolgten sie wieder die Taktik, durch konsequentes Anspiel ihn vom Rückschlag aus­zuschalten. Nach anfänglichem Hin und Her in der Führung sicherten sie sich einen kleinen Vorteil bis zur Halbzeit, den sie bis zum Schluß hielten. Mit 39:46 retteten sie den Sieg und damit den Platz un­ter den letzten sechs Mannschaften der Deutschen Meisterschaft.

30 deutsche Leichtathleten in Paris.

Die deutsche Mannschaft für die Leicht­athletik - Europameisterschaften in Paris (3. bis 5. September) hat nun nach dem Länderkampf gegen Schweden ihre endgültige Be­setzung erhalten. 30 Athleten werden entsandt; un­besetzt bleiben die Läufe über 1500 und 5000 Meter und der Hochsprung. Darüber hinaus werden noch einige Athleten, die ursprünglich gemeldet waren, zuhause bleiben, so Wegner, Eichberger, Wöllner und Dompert. Der deutsche 100-Meter-Meifter Horn­berger startet, ebenso wie Neckermann (Mannheim), nur in der Staffel, und Rudolf Harbig ist nur für die 800 Meter vorgesehen, da die 400 Meter zeitlich zu nahe bei den 800 Meter liegen Im ein» zelnen hat das deutsche Aufgebot folgendes Aus- sehen:

10 0 Meter: Kersch (Frankfurt a. M.); 200 Meter: Scheuring (Ottenau); 4 0 0 Meter: Linn'hoff (Berlin); 8 00 Meter: Harbig (Dres- den); 1 0 0 0 0 Meter: Syring (Wittenberg); 110 Meter Hürden: Kumpmann (Köln); 4 0 0 Meter Hürden: Hölling (Breslau), Glaw (Berlin); 3 0 0 0 Meter Hindernis: Kaindl (München); 50-Kilometer-Gehe-n: Dill (Berlin). Bleiweiß (Berlin); Marathon­lauf: Beistch (Stuttgart), Puch (Potsdam); Weitfprung: Lang (Leipzig), Leichnm <Ber» (in); Stabhochsprung: Sutter (Freiburg); Diskus: Schröder (Berlin), Lampert (München); Hammer: Biask (Berlin), Hein (Hamburg); Kugel: Wöllke (Berlin), Stöck (Charlottenburg); Speer: Stöck (Charlottenburg); Dreisprung: Kotratschek (Wien); Zehnkampf : Sievert (Hamburg), Glötzner (Weiden); 4X100 Meter: Kersch (Frankfurt a. M.), Scheuring (Ottenau), Hornberger (Frankfurt a. M.), Neckermann (Mann­heim); 4 X 400 Meter: Harbig (Dresden), Linnhoff (Berlin), Rinck (Berlin), Bues (Berlin), Blazejezak (Hannover).

jeder einmal Kamps um den Slädleachler!

Alljährlich stellt der Kampf um den Städteachter das ausflingenöe rudersportliche Ereignis des Jah­res dar. So wird es auch in diesem Jahre wieder fein! Die Ausrichtung dieses längst traditionell ge­wordenen Rennens um den Wanderpreis der Städte Gießen und Wetzlar hatte diesmal der Gießener RuderklubHassia" zu Übernehmen. Schon sind alle Vorbereitungen getroffen. Da der kom­mende Sonntag'gleichzeitig der Opfertag des Deut­schen Sportes ist, hat man Veranlassung genom­men, mit dem Kampf um den Städteachter auch einige andere Wettbewerbe zu verbinden, die die treuen Freunde des Wassersportes dazu anregen werden, sich an der Lahn einzufinden.

Drei Boote am Start.

Für den Kampf um den Städteachter sind drei Boote gemeldet. Gießener Rudergesell­schaft und Gießener RuderklubH a j f i a" liegen als Gießener Vertretung am Start, außer­dem tjat der Ruderverein Wetzlar 1919 eine Mannschaft gemeldet. Das Rennen wird so ausgetragen, daß zwischen den beiden Gießener Booten am Vormittag ein Vorrennen ausgefahren wird, und der Sieger aus diesem Vorkampf be­streitet dann am Nachmittag das Rennen gegen das Wetzlarer Boot.

Gemeldet sind von den einzelnen Vereinen fol» gende Mannschaften:

Ruderoerein Wetzlar 1919: Otto Wag­ner, Friedel Weiß, Walter Scheidt, Fritz Scheidt, Fritz Findling, Willi Schäfer, Ernst Döringer, Heinz Müller, St.: Heinz Steinbach.

Gießener Rudergese11 s chaft 1 8 7 7: Friedel Joedt, Hermann Duill, Hans Rübsamen, Walter Beck, Karl Georg, Fritz Meister, Karl Well- höfer, Georg Hartmann, St.: Heinz Loh.

Gießener RuderklubHassia" 1906: Kurt Zirkler, Rudolf Paul, Hanns Hoos, Theo Otto, Otto Schupp, Friedrich Bausch, Hermann Groetzsch, Willi Schmidt, St.: Emil Noll.

Hitler-Jugend erstmalig am Start.

Die Hitler-Jugend, unter der Leitung des Bann» fachwartes Hans Rübsamen, wird zu einem 1. Hitler-Jugendvierer, zm einem An­fänger - Hitler - Jugendoierer und zu einem Hitler-Jugendvierer (offen für die Städte Gießen und Wetzlar) starten. Das Programm sieht ferner ein Rennen zweier Boote des GRK.Hassia" vor, die ebenfalls in einem Hitler-Jugendoierer- Kampf starten. Außerdem wird ein 2. Hitler- Jugendvierer ausgetragen.

Stadtmeisterschaften der Paddler.

Auch die Paddler werden dazu beitragen, den Opfertag des Deutschen Sportes zu einem schönen Erfolg zu gestalten. So geht es unter der Leitung der Paddlergilde Gießen und unter Be­teiligung der den Gießener Rudervereinen ange» schlossenen Paddler um die Stadtmeisterschaft im Einer-Wonder-Faltboot, ferner wird ein Rennen im Einer-Wander-Faltboot für die Alters­klasse über 32 Jahre gestartet. Außerdem steht ein Rennen um die Stadtmeisterschaft im Zweier- Wander-Faltboot bevor, an dem sich die den Vereinen angehörenden Paddler der Stadt Gießen beteiligen können. Auch für die Altersklasse wird ein Rennen im Zweier-Wander-Faltboot aus­getragen.

Alte Herren im Gigvierer. Berlosnngsachtcr.

Neben dem Kampf um den Städte-Achter werden auch verschiedene andere Rennen gefahren. Der Gießener RuderklubHassia" trägt die Klub- meisterschaft im Ein er aus. Die Alten Her­ren wird man in Gigvierern bewundern können. Den Abschluß des umfangreichen sportlichen Pro- gramms wird ein Verlosungsachter bilden, für den die Mannschaften, die am Städte-Achter beteiligt sind, in kunterbunter Besetzung also je­weils Gießener und Wetzlarer Ruder in einem Boot beisammen die Kräfte messen werden.

Die AS.-Kampsspiele rufen!

Oie große Leistungsschau der wehrhaften Mannschaft.

Auf dem Reichsparteitag des vergangenen Jahres gelangten die NS.-Kampffpiele zum ersten Male zur Durchführung. Der Führer selbst hatte die Ver­anstaltung dieser Wettkämpfe angeordnet und mit ihrer organisatorischen Durchführung die SA. be­auftragt. Diese NS.-Kampfspiele, die auf dem Gebiet der Leibeserziehung etwas völlig Neues darstellen, sind wie kaum etwas anderes dazu ge­eignet, in intensiver Arbeit stetig Geist und Körper zu schulen. Die Kampfspiele halten sich ganz bewußt im Rahmen der Erziehungsaufgaben, die die SA. übernommen hat und die niemals beendet sein werden, denn es soll die ganze deutsche Jugend in diesem SA.-Geist erzogen werden. Die seelischen Kräfte der Nation und ihren Kampfgeist gilt es wachzuhalten. Welche Aufgabe gerade die SA. dabei zu erfüllen hat, das hat Hermann Göring, als die Kampfspiele ins Leben gerufen wurden, wie folgt umrissen:

Bon jeher verstanden wir unter SA.-Geist die Verkörperung des Kampfwillens der Partei, geboren aus der Kraft der nationalsozialisttschen

Weltanschauung. Nach dem Willen des Führers schickt sich die SA. neben ihren immerwähren­den politischen Aufgaben an, ihr Bekenntnis zum Wehrgeist durch Haltung, Vorleben, Bei­spiel und Tat über ihre eigenen Reihen hinaus tief ins Volk zu tragen. Gelingt es der SA., für die Erhaltung und Stärkung der seelischen und körperlichen 'Wehrkraft des Volkes Bestes zu leisten, so wird die Geschichte diesen, ihren zweiten entscheidenden Sieg, vielleicht einmal höher werten als den ersten."

Wir könenn ohne Uebertreibung erklären, daß dieses vor über einem Jahr gesprochene Wort 5)er­mann Görings jetzt bereits zum großen Teil seins Erfüllung gefunden hat. Der große Erfolg, der bei den NS.-Kampfspielen des vergangenen Jahres erzielt werden konnte, hat alle bei ihnen mitroir* kenden Gliederungen der Bewegung, wie SA., ff, NSKK., NSFK., HI., ebenso wie die Wehrmacht, die Polizei und den Reichsarbeitsdienst, nicht ruhen lassen, sondern zu immer neuem Einsatz angespornt, So ist seit dem Reichsparteitag des ücrgangcnc*