Aus der engeren Heimat.
Bürgermeister Haug scheidet vonderOarmstädterStadtverwaltung.
LPD. Darmstadt, 31. Jan. Der bisherige Wohlfahrtsdezernent der Stadt Darmstadt, Bürger- meifter Haug, verabschiedete sich am Montagabend in einer Sitzung von den Ratsherren und den Amtsoorständen der Stadt Darmstadt, da er nach dem Willen des Gauleiters Reichsstatthalters Sprenger die Dienststelle des Gauamtsleiters der NSD., die er seit September 1933 bereits inne» hat, nunmehr hauptamtlich übernimmt. In der Sitzung widmete Oberbürgermeister Wamboldt dem nach nahezu fünfjährigem Dienst ausscheidenden treuen Mitarbeiter herzliche Abschiedsworte. Gauamtsleiter Haug verband mit dem Dank an den Oberbürgermeister und seine früheren Mitarbeiter für die vertrauensvolle Zusammenarbeit seine besten Wünsche für die Zukunft.
Kriegerkameradschastf 870/11 Wieseck
* Wi e s e cf, 31. Jan. Die Kriegerkamer ad- schaft 1 8 7 0/7 1 veranstaltete im Sagle der Gastwirtschaft „Germania" einen gut besuchten Kameradschaftsabend. Kameradschaftsführer Bürgermeister Euler hieß die Kameraden mit ihren Angehörigen willkommen. Ein Vorspruch und das gemeinsam gesungene Lied „Volk ans Gewehr" leitete über zu der Ansprache des Kameraden Weber, der an das gewaltige Ringen des Großen Krieges und das eindrucksvolle Erleben jedes Frontsoldaten vom Weltkriege bis in das Deutschland Adolf Hitlers erinnerte. Nach weiteren Gedichtvorträgen gedachte Kameradschaftsführer Euler der gefallenen Kameraden des Weltkrieges und der Toten der Bewegung. Das Lied vom guten Kameraden erklang,
während sich die Anwesenden von ihren Plätzen erhoben. Der Kameradschaftsführer wies dann auf. die Bedeutung des Abends hin, in deffen Mittelpunkt die Ehrung einiger verdienter Kameraden stand, die 25 und 50 Jahre lang in Treue dem Reichskriegerbund und ihrem Vaterland gedient haben. Dann gab der Redner einen umfassenden Ueberblick über die Geschichte der NSDAP, vom ersten Parteitag des Jahres 1923 bis zur Machtergreifung durch den Führer, der das Staatsschiff mit fester Hand durch schwere Zeit steuerte. Er erinnerte an den Tod Hans Eberhard M a i k o w s k i s, der am Tage der Machtübernahme durch feige Kommunistenhand ermordet wurde, und mit dem Worte: i „Die Treue ist das Mark der Ehre" schloß Pg. Euler seine Ausführungen.
In der anschließenden Ehrung wurden 20 Kameraden mit der silbernen Kyffhäusernadel und drei Kameraden für 50jährige Zugehörigkeit mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Es find dies die Kameraden Johann Deibel, August Rohm und PH. Moser. Diese drei Jubilare erhielten außerdem noch ein Bild des Führers sowie ein Dankschreiben des Bundesführers ^-Gruppenführer Oberst a. D. Reinhard. Die silberne Ehrennadel für gute Schießergebnisse erhielten Kameradschafts- schießwart Schneider und zehn weitere Kameraden. Fechtwart Reuter wurde durch ein Ehrendiplom für Verdienste im Sammeln von Altstoffen geehrt.
Kameradschaftsführer Euler schloß den Abend mit dem Gruß an den Führer. Die Kameraden saßen noch lange mit ihren Angehörigen bei frohen Soldatenliedern und heiteren Vorträgen beisammen. Erfolge derOiphtherie-Schuhimpfung
LPD. Schotten, 31. Jan. Die im Kreise Schotten immer noch umgehende Diphtherie hat zu umfangreichen Schutzimpfungen ge
führt, die sich hervorragend bewährt haben. Das Staatliche Gesundheitsamt des Kreises Scholten richtet deswegen einen Appell an die Eltern, die Kinder schutzimpfen zu lassen. Durch die vor einem Jahr durchgeführte Schutzimpfung in Schotten und vier weiteren Kreisorten, durch die alle Kinder von 1 bis 14 Jahren erfaßt wurden, ist die Erkrankungshäufigkeit von 43 (darunter 6 Todesfällen) Erkrankungsfällen im Jahre 1936 und Januar 1937 auf 6 herabgesunken. Dagegen sind die Diphtheriefälle in den Orten des Kreises, in denen Schutzimpfung nicht statttzefunden hat, nicht abgesunken, sondern mit 16 Fällen (darunter ein Todesfall) gleich geblieben.
Canöfreis Gießen
£ Wieseck, 1. Febr. Die seit einigen Tagen wieder in ihrer Heimatgemeinde weilende Elisabeths Becker, Witwe des vor einigen Jahren verstorbenen Musikers, Dirigenten und Komponisten des Liedes „Ach wär ich einmal im Busecker Tal", Heinrich Becker, wird morgen 80 Jahre a l t. Die alte Frau verlebt ihren Lebensabend bei ihrer Tochter in Alsfeld. Sie ist geistig noch sehr rege und interessiert sich noch für alle Vorgänge in ihrer alten HeiMatgemeinde. Unseren herzlichen Glückwunsch.
5 Albach, 31. Jan. Am gestrigen Sonntag konnte Ludwig Arnold II., Landwirt, seinen 8 4. Geburt s^tag feiern. Herr Arnold ist Ehrenmitglied des Kirchenvorstandes und war früher Beigeordneter und dann Bürgermeister unseres Dorfes; er ist der Vorgänger unseres jetzigen Bürgermeisters Lenz. Der alte Herr erfreut sich noch einer guten Gesundheit, er hilft noch mit bei allen landwirtschaftlichen Arbeiten im Betrieb seines Sohnes. Wie rüstig er noch ist, ostht daraus hervor, daß er, wenn er Besorgungen in Gießen hat, mindestens einen Weg zu Fuß macht. An seinem Geburtstage wurde sein erstes Urenkelkind getauft. Leider ist
seine Gattin schon vor 27 Jahren und zwei Kinder von ihm im jugendlichen Alter geftorben. Dem alten Herrn gelten unsere besten Wünsche.
T Großen-Linden, 1. Febr. Der Land- und Gastwirt Philipp Schaum feiert' am 2. Februar seinen 7 0. Geburtstag. Der Jubilar erfreut sich noch einer sehr guten Gesundheit und leitet den Betrieb seines Sohnes (der Kriegs- invalide ist) noch vollständig. Er war früher Ge- meinderatsmitglied und lange Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr; während feiner Tä- tigkeit stand die Wehr im Kreis immer mit an erster Stelle. Dem Jubilar, der ein alter und treuer Bezieher des Gießener Anzeigers ist, unsere herzlichen Glückwünsche.
polizeidirekior i. 2R. Jteinfyarf
70 Jahre alt.
LPD. Darmstadt, 31. Jan. Ein im Hessen- lande weit bekannter Mann feiert am 3. Februar seinen 7 0. Geburtstag: Polizeidirektor i. R. Dr. Nikolaus Reinhart. Er führte in schwerer Zeit, von 1915 bis 1920, die Polizeidirektion in Darmstadt und wurde im Frühjahr 1920 vorzeitig durch die rote Regierung in den Ruhestand versetzt. Vorher stand er als Verwaltungsbeamter aji den Kreisämtern in Gießen, Darmstadt, Bensheim und Mainz und wurde anschließend als Regierungsrat im Ministerium des Innern verwandt.
Briefkasten der Redaktion.
lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung)
Anfrage TL St II. Die Gerichtsgebühren für die Beurkundung betragen 2 Mark, die Notariatsgebühren betragen 6 Mark. Der angegebene Kaufpreis ist grunderwerbssteuerfrei.
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Frau Käthe Lohr Witwe
Gießen (Kaiserallee 26), Artern, Leipzig, den 31. Januar 1938.
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Die Traueifeier findet am Mittwoch, 2.Februar, nachm. 3.30 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt — Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.
In tiefstem Schmerz:
Dr. Ernst Lohr und Frau Ruth, geb. Triebel Hellmuth Lohr und Frau Thea, geb Rüdiger Erich Lohr und Frau Else, geb. MicheL
Am Samstag, dem 29. Januar 1938, verschied an den Folgen eines tragische^ Unglücksfalles unsere liebe, unvergeßliche Mutter
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Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen, besonders Herrn Pfarrer Weisel für die trostreichen Worte am Grabe unseres so früh Dahingeschiedenen,. dem Gesangverein Germania, der Direktion und Gefolgschaft des Elektrizitätswerkes Gießen, und allen denen, die ihm die letzte Ehre erwiesen haben, unseren innigsten Dank.
In tiefer Trauer:
Frau Kätchen Volk und Kind Familie Heinrich Volk X.
Familie Friedrich Hofmann III.
Heuchelheim, Aliendorf a. d. Lahn, den 31. Januar 1938.
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Saarbrücken 2 (Neunkircher Str. 125) und Dresden-A. (Tischerstr. 18), den 1. Februar 1938.
Die Einäscherung erfolgte in Dresden. Die Trauerfeier und Beisetzung findet am Mittwoch; dem 2. Februar, nachmittags 1.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt.
ist am 25. Januar 1938 im 84. Lebensjahre sanft entschlafen.
Namens der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Westecker
Luise Junker, geb. Westecker Ottilie Westecker, geb. Rühl Erich Junker und 2 Enkelkinder.
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Unser lieber, herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel, Großonkel und Urgroßonkel
Herr Heinrich Westecker
Erkälten Sie sich leicht?
Dann ist es gut. stets Klosterfrau-Melissengeist zur Hand zu haben. Er belebt und durchwärmt den Körper, erhöht seine Widerstandskraft und beugt in wirksamer Weise vor. Man trinkt zu diesem Zweck 2—3mal täglich einen Teelöffel Klosterfrau-Melissengeist auf einen Eßlöffel Wasser oder in einer Tasse Tee.
Bereits bestehenden Erkältungen und Grippeansällen begegnet man durch folgende Schnellkur: Ze 1 Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist und Zucker in einer Tasse gut umrühren, kochendes Wasser hinzugietzen und möglichst heiß zwei Portionen dieses wohlschmeckenden Heißtrankes (Kinder erhalten die Hälfte) vor dem Schlafengehen einnehmen. Dadurch wird auch die meist wohltuende und notwendige Schweißbildung begünstigt, und die Krankheitserreger werden bekämpft und unwirksam gemacht; man schläft danach gut und fühlt sich fast immer am anderen Morgen merklich gebessert. Zur Nachkur und zur Vermeidung von Rückfällen trinke man noch einige Tage die halbe Menge.
Klosterfrau-Melissengeist hat schon vielen bei Erkältungskrankheiten ge- ______________________________ Holsen. So berichtet beispielsweise Herr Hermann Fälsch, Postinspektor. Magdeburg. Goethestr. 47, am 21. 3. 37: „Ich kann Ihnen nur bestätigen, daß Klosterfrau-Melissengeist von ausgezeichneter Wirkung ist. Klostersrau-Melissengeist hat mir bei Erkältungserscheinungen, wie sie in diesem nassen Winter besonders häusig vorkamen, schnelle und gute Dienste geleistet, so daß ich überhaupt nicht dienstunsähig und krank wurde."
Und weiter Herr Eurt Zippel (Bild nebenstehend), Kaufmann, Dresden A 24, Sedanstr. 18, am 11. 6. 37: „Ich bin ständig auf Geschäftsreise uno kann Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, daß ich dauernd Klosterfrau-Melissengeist mit Erfolg verwende. Besonders leistet er mir bei Erkältungen und Überanstrengungen gute Dienste/
Nehmen auch Sie bei den ersten Anzeichen von Erkältung oder Grippe getrost einmal Klosterfrau- Melissengeist. Sie erhalten ihn bei Ihrem Apotheker oder Drogisten in dm l?lgueA Lriginalvackungen mit den drei Nonnen zu NM &8.Q/1^ unö oiemolä -iPfe.
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Gestern abend entschlief infolge längerer Krankheit mein innigstgeliebter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Bruder
Wilhelm Schmidt
im Alter von 58 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Schmidt Familie Hans Dubs und alle Angehörigen.
Gießen (Kirchstraße 13), den 31. Januar 1938.
Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 2. Februar, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt.
Beileidsbesuche dankend verbeten.
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München.
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Mittwoch, 2. Febr. 1938, nachm. 2 Uhr versteig, ich dahier, Neuenweg (Berkaufslokal Hartmetr) bzw. an Ort u. Stelle — Bekanntgabe dortselbst — zwangsweise
Herzliehe Einladung zum Bibel- und Bekenntnisabend am Mittwoch, dem 2. Februar 1938, 20 Uhr in der Stadtkirche.
Es spricht:
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