Oie Welt an der Zeitenwende.
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Erh blick»e <^enkunq der Preise für Kskao-Erzeugnisse.
lassen kann. Wir haben auch schmerzliche Opfer bringen müssen: die Vernichtung des „LZ. Hindenburg" in Lakehurst am 7. Mai, der Untergang des Dersuchsboots „Welle" mit 25 braven Matrosen am 20. Januar westlich von Fehmarn in schwerem Schneesturm, das Lawinenunglück der deutschen Nanga-Parbat-Erpedition, und der feige Ueberiall roter Bombenflieger auf das im internationalen Kontrolldienst bei Ibiza liegende deutsche Panzerschiff „Deutschland" haben vielen braven deutschen Männern das Leben gekostet. Auch Arbeit und Verkehr haben manche Opfer gefordert. Dennoch erfüllt uns beim Abschied von diesem Jahr stolzes Selbst- bemußtsein ans die Kraft und Tüchtigkeit unseres Volkes, das sich aus Not und Zerrissenheit durch den Nationalsozialismus erhoben hat zu einer (Einheit
Rom, Ende Dezember 1937.
Nach Unterzeichnung der italienisch - englischen Gentlemen-Vereinbarung vom 2. Januar 1937 über das Mittelmeer hatten manche von einer Verlängerung der Achse Rom — Berlin gesprochen. Andere sahen eine zweite Achse Rom — London entstehen, die dazu bestimmt gewesen wäre, in der europäischen Politik die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien wieder lahm- zulegen. Keine dieser Vermutungen ist im Laufe des Jahres Wirklichkeit geworden. Wohl aber wurde die Achse Berlin — Rom von Monat zu Monat stärker und wirksamer, und seit der Zusammenkunft des Duce mit dem Führer in der Reichshauptstadt können nur noch Mißgunst und blinde Voreingenommenheit an ihrer Aktionsfähigkeit zweifeln. Italien betrachtet das Werden des neuen Europa und die Befreiung der europäischen Welt von den Fehlern des Versailler Diktats als natürliche Funktion der Achse, die zur Seele seiner ganzen Außenpolitik auf dem Kontinent und im Mittelmeer geworden ist und die mit ihrer antibolschewistischen Losung seit der Bildung des Dreiecks Berlin—Rom— Tokio bis in den Fernen Osten hinüberreicht.
Wo aber steht London? Und wo Paris in dem großen geschichtlichen Prozeß, durch den Moskau mit seinen Expansionsbestrebungen endgültig aus Europa ausgeschieden werden muß? Mit dieser Frage trat Italien in das Jahr 1937 ein. Sie ist, was England betrifft, trotz guten Anfangs und des nicht weniger versprechenden Briefwechsels Chamberlain-Mussolini nicht vorwärts gekommen. Italien hat mit seinem Austritt aus der Genfer Entente keineswegs England oder Frankreich endgültig abgeschrieben. Die nüchterne Realpolitik Roms läßt eine solche Annahme nicht zu. Wenn Italien vor dem Jahresschluß endlich mit dem Genfer Institut, mit dem es innerlich längst fertig war, abgerechnet hat, so wollte es damit vor allem gegenüber London und Paris darüber Klarheit schaffen, daß die Fiktionen der Genfer Liga bei den Auseinandersetzungen mit Rom künftig ebensowenig als Hindernis benutzt werden können wie gegenüber Berlin oder Tokio. Nach dieser Klarstellung muß, wenn Politik überhaupt einen lebendigen Sinn haben soll, im neuen Jahr für die europäische Zusammenarbeit und Friedenspolitik ein neuer Boden betreten werden.
Das Rüstzeug Italiens dazu ist in Ordnung. Politisch baut es auf die Achse Berlin—Rom und ihre gute Wirkung im Donauraum, wo die Staaten angesichts der blinden Politik des französischen Volksfrontregimes sich umorientieren und, wie die Geschäftsreise von Delbos zeigte, die Entfremdung gegenüber Paris weitere Fortschritte macht. Italien darf weiter auf seine Freundschaft mit SÜdsla - wien vertrauen, dessen Ministerpräsident Stoja- dinowitsch gelegentlich seiner Italien-Reise vor aller Welt die Möglichkeit'neuer Zerwürfnisse zwischen Rom und Belgrad ausschloß und damit den Frieden an der Adria neu bekräftigte. Italien weiß ferner,
Morden des Jahres 1937 in Verbindung zu bringen, ohne daß dafür ein Beweis erbracht worden wäre.
Der äußere Erfolg der Weltausstellung ist leider beeinträchtigt' worden durch die Verspätung, mit der sie begann und durch die Unordnung, mit der sie ausklingt. Denn heute noch weiß niemand recht, ob sie im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll. In finanzpolitischer Hinsicht dagegen hat Frankreich wieder gewisse Zeichen der Besserung aufzuweisen. Immerhin dürften die Kassen des Staate? nicht sehr reichlich gefüllt sein, da vor der Rückzahlung der englischen Anleihe in Höhe von sechs Milliarden Franken zwei weitere Anleihen in Holland und der Schweiz, und schließlich noch eine Inlandsanleihe über Schatzscheine notwendig war. Doch verfügt Frankreich trotz anhaltender Passivität seiner Handelsbilanz noch über bedeutende Reserven. Darin und im Beharrungsvermögen seiner Bevölkerung liegt das Geheimnis feiner Widerstandskraft, obwohl das Jahr 1937 keine Klärung gebracht hat.
Sammlung des Mittelstandes aufzurufen, so ist der kommunistische Traum schließlich auch von den Sozialdemokraten vereitelt worden, die unter dem Eindruck des Blutterrors in der Sowjetunion und in der Erkenntnis der Verbindung zwischen Sowjetregierung und Komintern die Einigpngsoerhandlungen abgebrochen haben. Innerhalb der Rechten ist die von D o r i o t geplante „Front der Freiheit" in ihren Anfängen stecken geblieben, und über die Sozialpartei senken sich die Schatten der zahllosen Beleidigungsprozesse um d e l a Rocque, die ein unerfreuliches Bild von den Zuständen innerhalb der Gegner der Volksfront zeichnen.
Die zahlreichen Streiks und Zusammenstöße, die ein ernstes Ausmaß besonders in den nordafrikanischen Besitzungen annahmen, runden das inner- politische Bild Frankreichs. Don der so oft gepriesenen inneren Ruhe zeugt ebenso wenig die in den letzten Wochen so viel besprochene Affäre der sogenannten Kuttenträger, wobei es nicht an Versuchen gefehlt hat, diese geheimnisvolle Organisation mit verschiedenen Bombenanschlägen und
Bogota, 31. Dez. (DNB. Funkspruch.) Drei Flugzeuge sind über Columbien abge- stürzt, sie befanden sich zusammen mit einem
Handels, die nachweisbar noch zu den höheren Preisen eingekauft waren, dürfen bis zum 10. Januar 1938, die alten Bestände des Einzelhandels bis zum 20. Januar 1938 zu den alten Preisen verkauft werden. Die neuen erheblichen Preisermäßigungen müssen also vom 21. Januar 1938 ab ohne alle Ausnahme eintreten.
Schweres Flugzeugunglück in Columbien.
Ein kommunistisches Attentat?
; ffrankreichs Weg von Vlum zu Chautemps.
en urnerui' v. (9.-ÖenchteriKiiiei
Paris, Ende Dezember 1937.
Für die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen war die Weitaus st ellung von besonderer Bedeutung. Sie hat eine persönliche Fühlungnahme zwischen leitenden Persönlichkeiten, ständischen Berufsgruppen, zwischen Vertretern der Frontkämpfer, der Jugend, der Kunst und Wissenschaft beider Länder ermöglicht. Dieser Gedankenaustausch hat manche Ansätze geschaffen. Frankreichs Außenminister Delbos sagte Anfang des Jahres in einer Rede, man brauche zu Beginn von Verhandlungen nicht unbedingt gleicher Ansicht zu sein und könne schließlich doch zu einer Einigung gelangen. Das deutsch-französische Vertragswert auf handelspolitischem Gebiet, das am 1. August in Kraft trat, bietet in dieser Hinsicht durch die weitgehende Verknüpfung der Wirtschaft beider Länder einen Ausgangspunkt von großer Wirkungsmöglichkeit. Die Außenpolitik Frankreichs aber war nach wie vor allzu sehr von dem Schlagwort einer „G e- samtlösung" bestimmt, das sich zu den ähnlichen Vorstellungen von einem „unteilbaren Frieden" und von der „kollektiven Sicherheit" gesellt hat, als daß Paris sich bereit gefunden hätte, eine unmittelbare politische Aussprache mit Berlin in die Wege zu leiten. Bewußt ober unbewußt zieht Frankreich eine Einheitsfront der westlichen sogenannten Demokratien, möglichst einschließlich der Vereinigten Staaten, einer europäischen Lösung vor, die nun einmal nicht ohne Berlin und Rom gefunden werden kann. Damit setzt Frankreich sich über die geographische Schicksalsgemeinschaft Europas zugunsten einer Politik hinweg, deren Schwergewicht außerhalb unseres Kontinents liegt.
Es hat in Frankreich nicht an scharfer Kritik des Paktes zwischen Paris und Moskau gefehlt. Aber die amtliche Politik vermochte sich nicht von ihm zu lösen. Und man kann vielleicht mit allerlei Vorbehalten Frankreich das Zeugnis ausstellen, daß es trotz zahlreicher bolschewistischer Versuche, die von Moskau und Rotspanien ausgingen, an der Idee des Friedens festgehalten hat. Daß aber die Entwicklung der spanischen Angelegenheit, besonders hinsichtlich der Umstellung Englands, für die französische Politik allerlei unliebsame Ueberraschungen gebracht hat, steht auf einem anderen Blatt und sollte eigentlich den führenden politischen Persönlichkeiten eine Lehre gewesen sein. Heute scheinen die maßgebenden Franzosen nun doch allmählich in Franco den Sieger zu sehen und trösten sich mit der Hoffnung, daß er die Unterstützung seiner Gegner durch Frankreich vergessen und den Neuaufbau Spaniens nicht ohne Frankreichs Hilfe vornehmen werde. Die Ost reise von Delbos, die den Kreis der französischen Außenpolitik dieses Jahres schließt, sollte Frankreich die Beruhigung wiedergeben, daß es in Europa nicht vereinsamt dasteht.
Der Wechsel von Blum zu Chautemps kennzeichnet die innerpolitische Entwicklung Frankreichs. Der Uebergang von der sozialdemokratischen zur radikalsozialen Führung der Volksfront hat sich unter zeitweise sehr ernsten Spannungen vollzogen. Trotzdem bildrt her Linksblock nach wie vor die Grundlage der französischen Politik. Die berühmte „Pause", die Blum unter dem Druck finanzpolitischer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten als vorübergehende Vertaaung der von seinen Hintermännern geforderten Reformen im Februar dieses Jahres einschaltete, ist bis auf weiteres zu einem Dauerzustand geworden. Von den blutigen Ereignissen ih Clichy bis zu der dramatischen Auseinandersetzung zwischen dem Senat und dem Kabinett Blum zeigt das Kräftespiel der Volksfront die Bestrebungen der radikalsozialen Partei, ihre Selbständigkeit und damit ihre Führerrolle wiederzugewinnen. In der Politik Chautemps' und seines Finanzministers Bonnet finden sie : besonders nach dem Ergebnis der Kantonalwahlen ihren weiteren Ausdruck. Wenn zu Beginn des Jahres die bolschewistischen Bemühungen um Schaffung einer proletarischen Einheitsfront die Radikalsozialen veranlaßten, demgegenüber zur
Die Leichen der sieben verbrannten Flieger werden von dem kubanischen Kreuzer „Patria" von Buenaventura nach Havanna übergeführt werden.
Bl-ilbad unter den Führern des aeorg sehen Volkes.
Warschau, 30. Dez. (DNB.) Die Tifliser kommunistische Zeitung „Sarja Wostoka" bringt die Wahlrede des kommunistischen Parteifunktionärs Beria, der als Henkersknecht Stalins in ganz Kaukasien bekannt ist. Aus dieser Rode erfährt die Öffentlichkeit die grauenhafte Mitteilung,
| der Panamerican Columbus Society veranstaltet wurde. Die kubanische und die dominikanische Regierung hatten bereits vor dem Eintreffen der Flie- ger in Cali die columbianische Regierung um polizeiliche Maßnahmen gebeten, da durch dominikanische Kommunisten, die in den Vereinigten Staaten und Portorico leben, ein Attentat gegen die glatte Durchführung des ' -Columbus-Fluges" geplant fei. Daraufhin wurden die Flugzeuge von columbianischem M l.tär
daß es in Oesterreich und in Ungarn gute Freunde hat, deren Interessen im Rahmen der auf der Achse Berlin—Rom betriebenen Politik weiter gefördert werden können. Mit Albanien, dessen Grenzen nach der Verständigung Rom—Belgrad keinem bedrohlichen Druck mehr ausgesetzt sind, hat es seinen Freundschafts- und Bündnisvertrag um weitere zehn Jahre verlängert. Und so kann der Duce heute kraftvoll die antibolschewistische Losung im Mittelmeer vertreten, Italiens Stellungen in Nordafrika und Aethiopien ausbauen und die Beziehungen zur arabischen Welt fördern.
Wo Italien dabei in Gegensatz zur Politik des englischen Weltreichs geraten sollte, ist es jederzeit zu Verhandlungen bereit, die seiner Ansicht nach früher oder später werden kommen müssen. Im Hinblick darauf hat es auch bereits am Noten Meer mit dem fernen vor wenigen Monaten einen 25jährigen Freundschaftsvertrag geschlossen und ist im Fernen Osten dabei, über den Antitominternpqkt sich neue Möglichkeiten zu ■ schaffen, die sich nach den Erwartungen Noms nur günstig auf die Mittelmeerfrage auswirken können. Das Mittelmeerproblem ist nach Lage der Dinge in erster Linie eine italienisch-englische Angelegenheit. Italiens Ziel ist dabei die Anerkennung des ostafri- kanischen Imperiums durch England. Der Instanzenweg über die Genfer Entente ist nach der Austritts- erflärung Italiens für Rom gegenstandslos geworden, und nan ist hier sicher, daß die Macht der Tatsachen schließlich die großen wie die kleineren Staaten zur Anerkennung zwingen wird. Vielleicht werden sich diese Dinge leichter lösen, wenn mit dem Siege des Generals Franco die spanische Frage endgüftig liquidiert ist, obwohl nicht zu übersehen ist, daß besonders der französisch-italienische Gegensatz sich danach vorübergehend verschärfen kann.
Das faschistische Italien sieht aber den kommenden Entwicklungen mit Gelassenheit entgegen. Es vertraut auf die innere Logik des gradlinigen Weaes seiner Außenpolitik, die Europa wertvolle Beiträge zur Sicherung des Friedens gebracht hat. Italien ist entschlossen, seine militärischen und wirtschaftlichen Machtmittel auch weiterhin in den Dienst dieser klaren, beharrlichen und verständigungsbereiten Friedenspolitik bei voller Einsatzbereitschaft zur Wahrung seiner Lebensrechte und Lebensnotwendigkeiten zu stellen. Das Italien des Duce weiß dabei, daß seine Grundstellung, die Achse Berlin—Rom, nicht etwa eine theoretische Konstruktion, sondern ein geschichtlich gewordenes Gebilde ist, das nicht nur der Lebenskraft von zwei jungen aufstrebenden Völkern entspricht, sondern auch in der Solidarität der faschistischen und der nationalsozialistischen Revolution fest verankert ist, die die neue Zeit und das neue Europa schließlich doch gegen alle Verleumdungen siegreich formen und gestalten werden.
woch nach Panama starteten, stürzten sie schon 20 Meilen nach ihrem Start brennend über den Cordillcren ab.
Berlin, 30. Dez. (DNB.) Der Reichskom - missar für die Preisbildung teilt mit: - .... _____________
..Hausseartige Preisst eigerungen für Roh-, streng kfe w a ch t. Als die Flugzeuge am Mitt- kakao auf dem Weltmarkt machten Ende -*- - <** ~ “ ~ '1'
1936 und bis znm Sommer 1937 die Zulassung von Preiserhöhungen bei Kakaopulver, Tafelschokoladen und anderen Kakaoerzeugnissen notwendig Die seither eingetretene Abschwächung der Weltmarktpreise für Rohkakao macht es möglich, vom 1. Januar 1938 die Preise für Kakaoerzeugnisse erheblich z u lenken. Vor dem Weihnachtsfest hätten die Dreise nur mit chweren Verlusten für Groß- und Kleinhandel gesenkt werden können, deren Bestände noch zu höheren Preisen eingekauft worden waren. Die neuen ■ßreife entsprechen ungefähr den Preisen des Monats Oktober 1936 und führen damit die Ladenverkaufspreise für Tafelschokolade bis zu 5 Pf. je 4.afel zurück. Die alten B e st ä n d e des Groß-
Skaates im Jahre 1937 auf dem weifen Gebiet der Kulturpolitik sind hier schon in einem Sonderaufsatz dargestellt worden. An dieser Stelle soll nur noch einmal der Eröffnung des Hauses der deutschen Kunst am 18. Juli und der ersten großen deutschen Kunstausstellung durch den Führer gedacht werden, ferner der ersten Verleihung des am vierten Jahrestage der nationalsozialistischen Revolution gestifteten deutschen Nationalpreises für Kun st und Wissenschaft an den Architekten Paul Ludwig T r o o st, an den Staatsphilosophen der nationalsozialistischen Bewegung Alfred Rosenberg, die bedeutenden Aerzte August Bier und Ferdinand S a u erbrach, sowie an den Forschungsreisenden Wilhelm Filchner, schließlich der von Reichsminister Dr. Goebbels angeordneten Abgabe von fünf Pfennigen für jede ausgegebene Theaterkarte zur Sicherstellung der. Altersversorgung der Bühnenschaffenden. Die Bemühungen der Reichsregierung um eine Befriedung der Evangelischen Kirche fanden ihren Niederschlag in einem Erlaß des Führers vom 15. Februar über die Einberufung einer verfassunggebenden Generalsynode. Mehrere große Reden des Reichskirch'-nmiuisters Kerrl gegen Ende des Jahres dienten dem Zweck einer Klärung Jn dem Verhältnis von Staat und Kirche durch die entschiedene Feststellung, daß der Staat einzig und allein die Sicherung der religiösen Freiheit im Sinn habe. Am 11. Dezember wurde die Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche dem Leiter der Deutschen Evangelischen Kirchenkanzlei übertragen und die Leitung der Landeskirchen den im Amt befindlichen Kirchenregierungen, in Nassau-Hessen dem im Amt befindlichen Leiter der obersten kirchlichen Verwaltungsbehörde. Eine kaum faßbare sittliche Verwilderung in einer Reihe katholischer Ordensniederlassungen wurde in zahlreichen Prozessen enthüllt, die in voller Öffentlichkeit durchgeführt werden mußten, um die im Ausland verbreiteten Behauptungen zu widerlegen, den Angeklagten seien die Geständnisse abgepreßt worden.
Aus dem Gebiet der Erziehung sind sowohl von der Partei wie vom Staat Maßnahmen von grundsätzlicher und grundlegender Bedeutung angebahnt worden, um, wie es der Führer in feiner großen Reichstagsrede vom 30. Januar ausgesprochen hat, auch auf dem Gebiete der politischen Führung der Nation „einen natürlichen und vernunstgemäßigen Ausleseprozeß" sicherzustellen, durch den „die wirklich fähigsten Köpfe unseres Volkes ohne Rücksicht auf Geburt, Herkunft, Namen ober Vermögen nur gemäß der ihnen gegebenen höheren Berufung zur politischen Führung der Nation bestimmt werden". Auf der Ordensburg Sontho'en im Allgäu umriß der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley Ende November vpr den Kreis- und Gauamtsleitern einen genauen Plan für die Erziehung des Führernachwuchses der Partei, nachdem bereits im Januar eine Verfügung des Führers die von Dr. Ley und dem Reichsjugendführer von Schirach ausgearbeiteten Richtlinien für die als Vorschulen für die nationalsozialistischen Ordensburgen dienenden Adolf-Hitler-Schulen genehmigt hatte. Die Erfordernisse der Gegenwart, namentlich die zweijährige Wehrpflicht und die Arbeitsdienstpflicht, machten namentlich im Hinblick auf das bevölkerungspolitisch erwünschte Ziel, Heiratsalter und Familiengründung nicht noch weiter hinauszuschieben, eine Verkürzung der Schulzeit notwendig, was durch einen Erlaß des Reichserziehungsministers vom 22. Februar eingeleitet wurde. Ein weiterer Erlaß über die V e reinheit- lichung des höheren Schulwesens vom 20. März über die künftigen Arten der höheren Schulen brachte die organisatorische Schulreform zu einem gewissen Abschluß. Die Ausbildung i für das Lehramt an höheren Schulen ■ wurde durch einen Erlaß vom 6. August für das i ganze Reichsgebiet einheitlich geregelt. Die Ein- i weihung der Bern Hard-Rust-Hochschule i für Lehrerbildung in Braunschweig gab ' am 23. Mai dem Reichserziehungsminister Gelegen- 1 beit, über die Aufgaben des Jugenderziehers im i völkischen Staat grundlegende Ausführungen zu i machen. '
Der Erziehung wie der Volksgesundheit in gleL 1 rfjem Maße bient das Deutsche Jugendherbergs- werk, das im vergangenen Jahr ebenso wie 1 die Heimbeschaffungsaktion der Hitler-Jugend ; einen starken Antrieb erfahren hat. Vom Anna- ' berg aus, der stolzen Gedenkstätte des oberschlesi- ; scheu Selbstschutzes, konnte der Reichsjugendführer ' am 17. Oktober 58 neuerbaute Jugend- , herbergen im ganzen Reich ihrer Bestimmung übergeben, für 19 wurde das Richtfest begangen, zu weiteren 19 der Grundstein gelegt. Bevölkerungspolitisch von Bedeutung war die Uebergabe der ersten Ehrenbücher an kinderreiche Familien am 2. Dezember. Die weitere Ausdehnung der Kinderbeihilfen, die eine gesetzlich festgelegte Abgabe der Arbeitslosenversicherung an das Reich künftighin ermöglichen wird, kündigte Staatssekretär Reinhardt am 30. Dezember an. Auf dem ersten Relchstreffen der Deutschen Volksqe- sundheitsbeweguna in Düsseldorf stellte der Reichs- ärzteführer Dr. Wagner am 8. August die Einführung eines Stammbuches für Volks - g e s u y d h e i t in Aussicht. Die einheitliche Zusammenfassung des Deutschen Roten Kreuzes wird die Leistungsfähigkeit dieser in Krieg und Frieden gleich verdienstvollen Organisation erhöhen und ihren wirkungsvollen Einsatz gewährleisten. Am 5. Oktober eröffnete der Führer und Reichskanzler das fünfte Winterhilsswerk des deutschen Volkes, dessen Ertrag mit dem Fort- ' schreiten der wirtschaftlichen Gesundung mehr und mehr auch der vorbeugenden Gesundheitsfürsorge zugute kommen kann, für die in dem Hilfswerk „M utter und Kind" und dem R e i ch s m ü t- terdie. nst die Nationalsozialistische Volkswohl- fahri großartige und in der Welt beisviellos dastehende Organisationen geschaffen hat. Der ,.T a g der nationalen Solidarität" am 10. Dezember, Htzr mit einem Ertrag der Sammlungen in Höhe von 7,6 Millionen Mark gegenüber dem Dorsahr eine Steigerung um 35,2 v. H. erbrachte, zeigte, wie sehr das Winterhilfswerk Herzenssache de-r ganzen deutschen Volkes geworden ist.
Besonders augenfällige Sinnbilder des nun sich seinem Ende zu neigenden Jahres der Arbeit sind die großen Bauten und Baupläne des nationalsozialistischen Reiches. Durch Erlaß vom 30. Januar wurde zur planvollen Gestaltung des : Stadtbildes der Reichshaupt st adt der Architekt Professor Dip.-Jng. Albert Speer zum Generalbauinspektor ernannt, der zum erstenmal bei einem Wettbewerb für den Bau eines neuen Rathauses im Verwaltungsbezirk Kreuzberg Richtlinien für die bauliche Gestaltung Berlins bekannt gab. Am 27. November wurde in Anwesenheit des. Führers und Reichskanzlers der Grundstein zu der neuen Wehrtechnischen Fakultät gelegt, mit der
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Von unterem Scb.-Berichtersiatier.
der Anfang gemacht werden soll für den Neubau einer zusammenhängenden Hochschulstadt, die am Westrand Berlins entstehen wird. Am 4. Dezember konnte auf dem Weltflughafen Tempelhof, einem Werk Professor Sagebiels, das Richtfest gefeiert werden. Neben der Reichshauptstadt sollen nach dem Willen des Führers in erster Linie die Hauptstadt der Bewegung, die Stadt der Reichsparteitage und die Stadt Hamburg in ihrer baulichen Ausgestaltung großzügig und planmäßig geordert werden. Die Weihe des Hauses der Deutschen Kunst an der Prinzregentenstraße in Mün - d) e n haben wir schon erwähnt, der Führerbau am Königlichen Platz wurde beim Besuch Mussolinis seiner Bestimmung übergeben, an der Lubwig- slroße entsteht das Haus des Deutschen Rechts, weitere repräsentative Bauten und großzügige Straßenerweiterungen sind in Angriff genommen. In Nürnberg legte der Führer bei der Eröffnung der ersten Nationalsozialistischen Kampfspiele am 9. September den Grundstein zum Deutschen Stadion, an den Bauten auf dem Reichsparteitagsgelände wurde mit Energie weitergearbeitet. In Hamburg wird eine Riesenhängebrücke entstehen ferner eine Fahrgastanlage an der Stadtseite des Hafens und eine zwei Kilometer länge Uferstraße mit einem Hochhaus von 250 Meter Höhe mit 60 Stockwerken, an das sich ein großer Saalbau an- schließen soll, schließlich ein „Kraft-durch-Freude"- Hotel und weitere Hochhäuser mit 15 Stockwerken Einen besonderen Merkstein erreichte der mit aller Energie vorangetriebene Bau der Reichsautobahnen. Am 17. Dezember konnte der Generalinspekteur für das deutsche Straßenbauwesen dem 2000. Kilometer der Neichsauwbahn dem Verkehr übergeben. Die am 16 November erlassene Straßenverkehrsordnung soll der seit der nationalsozialistischen Revolution durch die persönliche Initiative des Führers gewaltig gestiegenen Motorisierung Rechnung tragen.
Sv zeigt dieser Rückblick auf ein neues Jahr nationalsozialistischer Staatsführung, der nur ergänzen sollte, was in den letzten Tagen schon in einer Reihe von Sonderaufsätzen behandelt worden ist, ein Bild neuer großer Erfolge, auf die wir stolz sein dürfen, denn geniale Führung und unermüd- l'.cher Arbeitswille haben nüammengemirft um eine Leistung zu schaffen, die sich in der Welt sehen
des Wittens, wie zwei Jahrtausende deutscher Ge- „ . . . , u. ,................. .....
schichte sie nicht kannten. Ein inniges Gefühl des vierten Flugzeug auf einem Rundflug über Dankes an den Führer, der uns auf dem Wege derlvmerikanische Hauptstädte, der als ,Co- Selbstbesinnung voranschritt, verbindet sich mit ver- lumbus-Flug" von den Regierungen Kubas und trauensoyller Zuversicht, daß auch das nun herauf- der Dominikanischen Republik gemeinschaftlich mit ziehende neue Jahr uns gewappnet findet zu na- A ‘ " '■ '
tionalfozialistischer Tat für Deutschlands Größe und Freiheit. Dr. Fr. W. Lange.


