daß neben den bereits gemeldeten kommunistischen Funktionären auch zahlreich^ hochangesehene n a t i o n a l g e s i n n t e georgische Gelehrte, Dichter, Künstler und Politiker, von denen man lange Zeit nichts mehr hörte, erschossen worden sind. Den Erschossenen werden üblicherweise „Spionage", „Verrat", „Diversion" usw. nachgesagt. Wahr ist nur, daß die Erschossenen ehrlich für ihr Volk eintraten. Das genügt Stalin, um die Blüte der georgischen Intelligenz zu zerschlagen. *
Anschlag gegen den Kalifen von Spanisch-Marokko.
Höllenmaschinen in Postpaketen aus Französisch-Marokko entdeckt.
Te tu an, 31. Dez. (DNB.) Die nationalspanischen Behörden veröffentlichen eine Note über einen verbrecherischen Anschlag gegen hohe spanische und arabische Persönlichkeiten Spanisch-Marokkos, der in Französisch-Marokko vorbereitet wurde. Am Donnerstag trafen drei Postpakete ein, die H'ö llenmaschinen enthielten. Sie waren gerichtet an denKalifen von Spanisch-Marokko, an den nationalspanischen Kommissar und an den nationalspanischen Ortskommandanten der Garnison Laroche. Da ein Postpaket auf der Kommandantur Verdacht erregte, wurde es im Park des Gebäudes geöffnet. Dabei brachte ein Uhrwerk eine starke Bombe zur Explosion. Die anderen beiden Pakete konnten noch rechtzeitig beschlagnahmt werden. Der verbrecherische Anschlag rief besonders bei der arabischen Bevölkerung große Empörung hervor. Die Schuld an dem Anschlag trage, so betont die Note, die Volksfront in Französisch-Marokko. Die muselmanische Bevölkerung füllte die Moscheen und stattete Dankgebete ab für die Errettung des Kalifen.
Gegen das Monopol der „60 Familien".
Vorstoß des Noosevelt-Kabinetts.
Washington, 31. Dez. (DNB. Funkspruch.) Innenminister Ickes erklärte in einer Rundfunkrede, d i e Macht des in wenigen Händen konzentrierten Reichtums müsse in der kommenden Kongrehtagung gezwungen werden, sich den Gesetzen der Vereinigten Staaten anzupassen. Ickes schrieb den gegenwärtigen Konjunkturrückgang einem „S i tz st r e i k der 60 Familien" zu, durch die die amerikanische Wirtschaft kontrolliert werde. Zwischen der Macht des Geldes und der Macht des demokratischen Instinkts herrsche ein scharfer Konflikt. Der Konflikt sei in den letzten Monaten so intensiv geworden, daß es nunmehr klar sei, daß der Kampf bis zum Ende durchgeführt werden müsse, bis die Pluto- kratie ober die Demokratie, bis Amerikas 60 Familien oder Amerikas 120-Millionen-Volk siegten.
Der stellvertretende Justizminister Jackson, einer der engsten Mitarbeiter Roosevelts, bezeichnete die großen preisgestaltenden Wirtschaftsmonopole als Urheber des gegenwärtigen Konjunkturrückganges. Sie machten sich die Depression zunutze, um den New Deal zu liquidieren. Sie erstrebten eine „aristokratische Anarchi e", die jede Kontrolle der Bundesregierung abschütteln wolle. Dieser Generalstreik des Kapitals gegen die Bundesregierung verfolge das Ziel, die Kontrolle über Löhne und Lebensstandard an sich zu reißen. — Einige Blätter wollen wissen, daß Roosevelt Jackson als den kommenden Gouverneur des Staates Neuyork, möglicherweise sogar a l s Präsidentschaftskandidaten für 1940 begünstige. Seine Angriffe werden aufgefaßt als Zeichen des unbeugsamen Willens zur Fortführung feines Kurses.
Maßnahmen Gogas gegen das Judentum.
Nmftt^sende Pläne zur Säuberung des rumänischen Staates.
B u k a r e st, 30. Dez. (DNB.) Die Regierung Octaoian Goga, die sich die 'Regierung der nationalen, christlichen und bäuerlichen Union nennt, hat die jüdischen Zeitungen „Dimineatza", „Adeverul" und „Lupta" verboten und allen jüdischen Journalisten die Freifahrtausweise auf der Eisenbahn entzogen. In der Verfügung heißt es, daß der Ministerrat zum Schutze der Oeffentlichkeit vor zerstörenden Tendenzen vom ersten Augenblick an die Hindernisse zu beseitigen wünsche, die sich gegen die nationale und christliche Idee erhöben. Oeffentliche Fragen seien eine Familienangelegenheit des einheimischen bodenständigen und staatsbildenden Volkes. Daher würden die erwähnten Zeitungen verboten, weil sie größtenteils von Fremden geschrieben worden seien, die Interessen dienten, die den rumänischen Ansprüchen zuwiderliefen. Die Schanklizenzen und die Lizenzen für den Vertrieb von Tabak sollen allen Juden entzogen werden und ihnen eine weitere Ansiedlung auf den Dörfern nicht gestattet werden. Einige Blätter wollen wissen, daß die Regierung die Enteignung des jüdischen ländlichen Besitzes vorbereite. Schließlich ist noch eine Überprüfung aller ärztlichen Doktordiplome geplant. Kürzlich war festgestellt worden, daß von Juden zahlreiche Doktordiplome gefälscht bzw. auf unsaubere Weise erworben wurden.
Oie Kämpfe in Schantung.
Hankau, 30. Dez. (DNB.) Die noch in der Provinz Schantung stehenden chinesischen Truppen beziehen die in monatelanger Arbeit von der Zivilbevölkerung ausgehobenen Siel'! ungen bei Weishjen an der Eisenbahn Tsinan—Tsingtau. Um den Zugang zu Tsingtau wird erbittert gekämpft, die Chinesen bieten alles auf, um den japanischen Vormarsch auf Tsingtau aufzuhalten. Tsingtau ist von 80 v. H. der Zivilbevölkerung geräumt worden. Fast alle Ladengeschäfte sind geschlossen und die Straßen sind verödet. Japanische Brauereien, Warenhäuser, Fabriken, Werkstätten und Werksanlagen, die den bisherigen Zerstörungen entgangen sind, werden sämtlich in die Luft gesprengt. Ucber der Stadt stehen die Brandwolken von großen Bränden, die an mehreren Stellen ausgebrochen sind.
ASV.-Dilanz 1937^ Ausgaben 1938
23on Gauamisleiter Bürgermeister Haug Darmstadt.
NSG. Das nunmehr zu Ende gegangene Jahr 1937 stand im Zeichen des planvollen Ausbaues unserer NSV.-Arbeit im Gau Hessen-Nassau. Die Erfolge dieser Arbeit sind uns nicht versagt geblieben. Wenn ich heute die Bilanz 1937 ziehe, so weist sie das erste Mütter- und Säuglingsheim in Lindenfels auf, den Erwerb des NSV. - Mütter Heimes Schönberg bei Bensheim, den großzügigen Ausbau des Knabenübungslagers Rimdidim, die Uebernahme des Jugendheimes Brandau im Odenwald sowie des Kleinkinderheimes Nieder- Seelbach im Taunus. Im Kreis Schlüchtern wurden beachtliche Maßnahmen im Rahmen des Rhönhilfswerkes begonnen. Ueber hundert Dauerkindergärten wurden .in 1937 im Gau errichtet. Dazu fiedelte im Jahre 1937 die Gau- amtsleitung aus einem unzweckmäßigen und den Verhältnissen nicht mehr entsprechenden Gebäude in ein freundliches und ausreichendes Verwaltungsgebäude, das Jakob-Spreng er-Haus, in Darmstadt über.
Die neue Aufgabe der NSV. im Rahmen des Vierjahresplanes die Durchführung des Ernäh - rungshilfswerkes, brachte uns große Erfolge. In fast allen größeren Städten des Gaues ist das Ernährungshilfswerk angelaufen und wird nunmehr weiter ausgebaut. Die in Darmstadt erstellten Ställe des Ernährungshilfswerkes wurden von den zuständigen Stellen als vorbildlich für bas Reich anerkannt. Neben all biefen Aufgaben fand die große Umorganisation des politischen (Baues statt, die in der Zusammenfassung seither getrennter Kreisleitungen auch uns in der NSÄ.- Drganifation große Umstellungen in personeller und sachlicher Hinsicht brachte.
Alles in allem können wir mit dem im Jahre 1937 Erreichten vollauf zufrieden fein. Dies fand auch Ausdruck in der Anerkennung des Gauleiters und des Hauptamtsleiters Hilgenfeldt, der mit dem im Gau Hessen-Nassau gerade im letzten Jahr Erreichten mehr als zufrieden war. Wenn ich diese Bilanz heute ziehen kann, danke ich es in erster Linie dem Vertrauen und der Unterstützung des Gauleiters. Ohne ihn wären zahlreiche Maßnahmen undurchführbar gewesen. Der Gauleiter hat sich auch bei den Arbeiten der NSV., wie überall im Gau, an die Spitze ge st eilt und sein sicheres Urteil und seine Erfahrung uns immer wieder geschenkt. Zum Zweiten verdanken wir den Erfolg neben dem Einsatz der Mitarbeiter der (Bauamtsleitung der unermüd- . liehen Arbeitsleistung und der restlosen Hingabe der die Organisation tragenden Kreisamtsleiter, Ortsgruppenamtsleiter und ihrer Mitarbeiter. Die namenlosen und unbekannten Amtswalter und Helfer der NSV. verdienen bfefen Dank ebenso. Es ist mir daher ein ehrliches Bedürfnis, allen diesen Mitarbeitern dafür den Dank auszusprechen, den sie verdient haben.
Ein neues Jahr steht vor der Tür! Was es uns bringt, wissen wir nicht. Daß es Arbeit, Mühe und
Sorgen bringen wird, ist sicher. Und das ist gut so. Neue Pläne stehen für 1938 vor uns. Der Umbau des Heimes Brandau wird durchgeführt, desgleichen der Um- und Erweiterungsbau des Heimes Wildsachsen; der Erwerb von zwei neuen NSV. -Mütterheimen ist eingeleitet. Zwei NSV. - Kinderheime werden noch unser eigen werden, und damit vorerst den Bedarf an Heimen erfüllen. Der Ausbau der Anlagen des Ernährungshilfswerkes wird uns vollauf beschäftigen. Neu wird schon zu Beginn des Jahres 1938 der durch die NSV. durchgeführte Vertrieb der Dolksgasmasken einsetzen. Neben all diesen Aufgaben wird die NSV.-Mitgliederwerbung weiter betrieben werden, und auch den Letzten in Arbeit und Brot stehenden Volksgenossen erfassen.
Neue und große Aufgaben sind uns daher auch im Jahre 1938 wieder gestellt. Es wird uns nichts geschenkt werden. Wir brauchen alle Kräfte und wir brauchen Mitarbeiter, auf die wir uns voll und ganz verlassen können. Immer mehr werden daher auch die verantwortlichen Dienststellen der Gauamtsleitung und der Kreisamtsleitungen mit hauptamtlichen Amtsleitern und Mitarbeitern besetzt werden müssen. Die sachlich und persönlich unhaltbaren Zustände der seitherigen ehrenamtlichen Mitarbeiter sind in vielen Fällen nicht mehr tragbar. Wir werden auch 1938 alle Kräfte mobilisieren, um unseren Aufgaben gerecht werden zu können. Wir dürfen nicht müde werden. Die NSV.-Arbeit selbst aber ist für jeden, der in ihren Diensten steht, die schönste Genugtuung und Rechtfertigung. Wir können uns alle nicht von der Bewegung Adolf Hitlers trennen. Wir marschieren mit ihr in gute und schlechte Tage. Die NSV. des (Baues Hessen-Nassau aber wird auch 1938 ihre Pflicht und Schuldigkeit tun.
Ich schließe mit den Sätzen, die ich dem anläßlich der Einweihung der neuen Gauamtsleitung erschienenen Bildbericht „Aus der Arbeit der NSV. und des WHW. im (Bau Hessen-Nassau'" gab: „Wir erfüllen auch weiter unsere Aufgaben nicht aus barmherziger Moral oder charitativen Regungen, sondern allein aus der sittlichen Pflicht, die wir dis Nationalsozialisten unserem Volke gegenüber zu erfüllen bereit sind. Wir sind nichts anderes und wollen nur so gewertet werden: ein Werkzeug und Glied der nationalsozialistischen Bewegung und ein Instrument in der Hand des Führers in seinem gigantischen Kampf um ein neues, stolzes und glückliches Deutschland. Wir glauben, damit nicht nur unsere Pflicht Volk und Nation gegenüber zu tun, sondern auch dem Herrgott und Lenker der Völkerschicksale zu.dienen. Deutschland ist unser Glaube, unser Dogma, unsere Mission und unser Schicksal! Adolf Hitler aber ist unser großes und einziges Vorbild. Ihm dienen wir, für ihn arbeiten wir dort, wo wir stehen, und mit ihm marschieren wir in ein ewiges Deutschland!"
Kabinettswechsel in Aegypten.
Konflikt zwischen König und Ministerpräsident.
Der junge ägyptische König Faruk hat den bisherigen Ministerpräsidenten Nahas Pascha, der zugleich der Führer der ägyptischen Nationalpartei (Wafd) ist, in der ungnädigsten Form entlassen. Die Entlassung, die als Auflösungsdekret des bisherigen Ministeriums bezeichnet wird, wurde Nahas Pascha, der seit einigen Wochen krank ist, in seiner Prioatwohnung übergeben und wurde mit unbefriedigender Geschäftsführung begründet. Der zum' Nachfolger bestimmte Führer der parlamentarischen Opposition hat nach den letzten Meldungen die wichtigsten Posten seines neuen Kabinetts bereits besetzt. Der neue Ministerpräsident Mohamed Mahmud hat gleichzeitig 500 Studenten, die wegen politischer Vergehen im Gefängnis saßen, freigelassen. Für die politische Spannung in Aegypten war es bezeichnend, daß bereits im November ein Revolverattentat auf den bisherigen Ministerpräsidenten Nahas Pascha versucht wurde, während kurz darauf fein Außen- und Finanzminister sich nur durch Flucht vor Tätlichkeiten retten konnte.
Der Konflikt zwischen König und Ministerpräsident begann mit einer Meinungsverschiedenheit über die „Blauhemden", der halbmilitärischen Jugendorganisation der U n a b h ä n g i g k e i t s- Partei (Wafd), die der König in eine reine Sportorganisation umgewandelt wissen wollte. Später kamen noch Auseinandersetzunaen über die Zuständigkeiten des Königs und d"s Ministerpräsidenten, über das Verhältnis von Mohammedanern und christlichen Kopten und schließlich über P a - l ä st i n a hinzu. Und mit dem Stichwort „Palästina" sind wir schon bei einem Kernpunkt, denn hinter den innenpolitischen Auseinandersetzungen tauchen die großen Fragen der Außenpolitik auf. Nahas Pascha galt als ein Freund Englands, hat sich feinen militärischen Wünschen gefügig gezeigt und wurde vom englischen Botschafter — in einer Audienz bei dem König — zu halten versucht. Dor der Auslosung des Kabinetts hatte der König die
Bildung eines Koalitionskabinetts vorgeschlagen, die jedoch abgelehnt wurde. Ein weiterer Vorschlag des Königs, die Punkte der Verfassung, um die der Streit der Parteien geht, einer Kommission zu unterbreiten, wurde zwar grundsätzlich angenommen, dagegen die Zusammensetzung der Kommission abgelehnt, da nur drei Vertreter des Wafd 18 anderen gegenüberstanden. Letztere waren in der Mehrzahl frühere Minister. In der Zusammensetzung des neuen Kabinetts ist vor allem bemerkenswert: Ministerpräsident und Innenminister: Mohammed Mahmud Pascha, stellvertretender Ministerpräsident und Finanzen: Ismail Sidky Pascha; Aeußeres: Abdul Fattah Jehja Pascha; Justiz: Achmed Khashaba Pascha; Krieg: Hussein Rifki Pascha, der Adjutant des Königs. Die Liste enthält Vertreter aller Minderheiten, jedoch keinen Wafdisten. In Kairo hält die Spannung weiter an. Vor dem Saadi-Klub kam es zu Studentendemonstrationen für Nahas Pascha. Ein starkes Polizeiaufgebot verhindert Ansammlungen in den Straßen der Hauptstadt.
Das neue Kabinett Mahmoud Pascha leistete am Donnerstagauend dem König seinen Eid. Der Ministerpräsident erklärte, seine erste Aufgabe sei die Auflösung aller politischen uniformierten Organisationen, allo auch der wafdistischen Blauhemden, um deren Fortbestehen hauptsächlich der Streit zwischen Hof und Kabinett Nahas Pascha entstanden ist. Bemerkenswert iff, daß das neue Kabinett völlig außerhalb der Waldi- Partei steht, die aber 90 v. H. der Kammersitze inne hat. Demzufolge ist eine Kammerauflösung wahrscheinlich. Die wafdistischen Parlamentarier tagten unter dem Vorsitz Nahas Pascha, der erklärte, der Kampf gegen die Intrigen die feit dem Tode König Fuads system"tilch gegen 'ün Kabinett betrieben feien, würden fortgesetzt werden.
Aus aller Wett.
Streif um den neuenfbecffen Frankfurter ©iorgione.
Das Städelsche Äunftinftilut in Frankfurt hat. wie gemeldet, vor einigen Monaten durch Ankauf aus dem Kunsthandel ein übermaltes Tafelgemälde aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts erworben. Dieses Bild wurde gereinigt und untersucht und; stellte sich als echter ® i o r g i o n e heraus, die I Rettung der Kinder Romulus und Remus darstel-! lend. Der Wert des Bildes steigerte sich naturgemäß um ein Vielfaches des Erwerbspreises. Wie jetzt bekannt wird, hat nun der Verkäufer des Bil-( des, ein Kunsthändler in Berlin, nach Kenntnis- j nähme von der Entdeckung, den Verkauf a n =; gefochten. Es bleibt abzuwarten, wie der Streit um das Gemälde ausgehen wird.
IHerfroürbiger Jagdunfall in Australien.
Ein eigenartiger Iagdunfall, bei dem eine Frau und ein junger Mann getötet sowie fünf weitere Personen verletzt wurden, wird aus Melbourne (Australien) gemeldet. Durch eine Kugel, die in das Magazin einer Kohlengrube einschlug, wur
den zehn Sprengstoffbehälter zur Explosion gebracht. Beide Jagdausflügler wurden getötet. Die Frau wurde 80 Meter weit ins Meer geschleudert. Zwei Häuser in der Nähe stürzten ein, wobei fünf Bewohner verletzt wurden.
heftige Schneestürme in Bulgarien.
Aus ganz Bulgarien werden ungewöhnlich heftige Schnee st Ürme gemeldet, die erhebliche Verkehrsstörungen zur Folge haben. Die Züge hatten Verspätungen bis zu sieben Stunden. In Süd- Bulgarien, wo die Schneemassen stellenweise zwei Meter hoch liegen, mußte eine Bahnstrecke zeitweise vollkommen stillgelegt werden. Fast ^.sämtliche Telegraphenverbindungen in der Provinz^sind unterbrochen. Jeglicher Verkehr auf den Hauptoerbindungsstraßen mußte eingestellt werden.
XBdferbmijf
des Beichswelterdienstes. Ausgabeorf Frankfurt.
Die Großwetterlage wird weiterhin durch das kräftige Hoch über England beherrscht, das kontinentale Kaltluftmassen nach Mitteleuropa steuert und dadurch anhaltendes Frostwetter bedingt. Zeit
weise ist durch über Norwegen vordringende maritime Luft eine leichte Frostmilderung zu erwarten, die aber nicht von Dauer fein wird. Stärkere Schneefälle sind nicht zu erwarten. .
Aussichten für Samstag (Neujah r): Weiterhin Frost, meist wolkig bis heiter, leichte Schneefälle nördlich des Taunus, Winde aus Nordosten bis Osten.
Aussichten für Sonntag: Fortdauer des Frostwetters, trocken.
IBinterfport-lBefferbienfL
Vogelsberg. Hoherodskopf: Heiter, — 8 Grad, 40 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. — Herchenhainer Hohe: Heiter, —8 Grad, 26 cm Gesamtschneehöhe, 1 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.
Rhön. Wasserkuppe: Bewölkt, —9 Grad, 55 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Sauerland. Winterberg: Heiler, —8 Grad, 26 cm Gesamtschneehöhe, verharscht, Ski und Radel gut,
Schwarzwald. Feldberg: Leichter Schneefall, — 11 Grad, Gesamtschneehöhe 35 cm, Neuschnee 5 cm, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Mrcblicbe Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Neujahrstag, den l.^anuar.
In allen Kirchen Kollekte für das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes.
Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 17: Pfarrverwalter Metzler. — Fohanneskirche. 9.30: Lic. Trommershaufen; 17: Pfr. Franz. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Gottesdienst. — Petrus- kapelle, Wetzlarer Weg 59. 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kindergottesdienst. — Wiefeck. 9.45: Gottesdienst; 11: Kinderkirche. — Albach. 12.30: Gottesdienst; Kollekte. — Steinbach. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; Kollekte. — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Mainzlar. 10: Gottesdienst. — Klein-Linden. 13.30: Gottesdienst; Kollekte. — Watzenborn-Steinberg. 13: Gottesdienst. Garbenteich. 13: Gottesdienst. — Haufen. 10: Gottesdienst. — Cid). 10: Stiftsdechant Kahn; Kollekte; Chorschule, Kirchenchor; 14: Stiftspfarrer Naumann. — Nieder- Veffingen. 10: Stiftspfarrer Naumann; Kollekte. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; Kollekte. — Bettenhausen. 13.30. Hauptgottesdienst; Kollekte. — Wuschenheim. 11: Gottesdienst; Kollekte. — Birklar. 18.30: Gottesdienst; Kollekte. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Wirberg. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Veitsberg. 10: Lesegottesdienst., — Beltershain. 13: Gottesdienst; Kollekte.
Sonntag, den 2. Januar.
Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Gottesdienst. — Fohanneskirche. 9.30 Uhr: Pfarrassistent Paetow. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30 Uhr: Gottesdienst. — Petruskapelle, Wetzlarer Weg Nr. 59. 9.30: Gottesdienst (siehe Johanneskirche). — Wiefeck. 10: Gottesdienst; 15: Bibelstunde. — Albach. 12.30: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauvigottesdienst. — Kirchberg. 10: (Bot« tesdienst. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; Kandidat Hahn; 11.15: Kindergottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 13: Gottesdienst. — Garbenteich. 10: Gottesdienst. — hausen. 11: Gottesdienst. — Lich. 10: Pfr. Dr. Heymann. — Nieder-Veffingen. 13.30: Pfr. Dr. Heymann. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; Stiftspfarrer Naumann, Lich. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst; Stiftspfarrer Naumann, Lich. — Wufchenheim. 10.30: Gottesdienst. — Birklar. 13.30: Gottesdienst. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Harbach. 13: Gottesdienst; Kollekte.
Evangelische Stadlmission. Löberstraße 14. Samstag, 1. Januar (Neujahr). 20.15 Uhr: Evangelisa« tionsDortrag. — Sonntag, 2. Januar. 8.30: Morgen- andacht; 13.30: Sonntagsschule; 20.15: Evangelisa- tionsDortr^g.
Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Samstag, 1. Januar (Neujahr). 20.30 Uhr: Predigt. — Sonntag, 2. Januar. 9.45: Erbauungsstunde; 11: Sonn- tagsschule; 20.30: Evangelisation.
Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, den 1. Januar. 20,30 Uhr: Evangelisationsstunde. — Mittwoch, 5. Januar. 20.30: Bibelstunde. — Don« ncrs'ag, 6. Januar. 20.30: Jugendbundstunde.
Neuaposiolische Gemeinden," Händelstraße 1, Eder- straße 13. Samstag, 1. Januar (Neujahr). 9.30 Uhr: Gottesdienst. — Sonntag, 2. Januar. 15.30: Gottesdienst.
Baptislengem"inde, Gartenstraße 13: Sonntag, den 2. Januar. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 16: Predigt.
katholische Gemeinden.
Samstag, den 1. Januar (Neujahr).
Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. Messe; j 8: Spendung der hl. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: Singrnesse mit Predigt; 15: Vesper mit Segen. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt.
Sonntag, den ?. Januar. Namen-Jesu-Fest.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. Messe; 8: Spendung der hl. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: Singmesse mit Predigt; 17.30: Andacht. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Licy. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Scholten. 10.30: Hochamt mit Predigt.
Oeffentlicher Sonntagsdienst.
Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01
Feuerwache: Telefon 2244 45. Notruf Telefon 02.
Hauptpost acht: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.
Stadtpostamt: Für Schlietzfachabholer 1 bis 13 Uhr.
Sanitätskolonne: Telefon 2500.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm tiang:. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst BIum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 37: 10 780. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis/10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.


