Nr. 305 Erstes Blatt
187. Jahrgang
ZI. Dezember 1937/1. Januar 1938
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Vertrauen und Pflichterfüllung die Grundlagen unserer Arbeit auch in der Zukunst.
Eine Botschaft des Führers zum Jahreswechsel.
Sie Idee der Mion triumphiert
München, 1. Fan. (DNB. Funkspruch.) Der Führer hat zum Jahreswechsel folgenden Auf- r u f erlassen:
Nationalsozialisten! Nationalsozialistinnen! Parteigenossen!
In wenigen Wochen vollenden wir ein halbes Jahrzehnt der nationalsozialistischen Staatsführung. Heute am Tage des Jahreswechsels 1937/38 erinnern wir uns bewegten Herzens an die Zeit voS fünf Jahren, da der Umbruch in Deutschland begann!
Welch' ein unermeßlicher Wandel hat seitdem stattgefunden. Ein politisch, moralisch und materiell geschlagenes, von tiefstem Jammer erfülltes Volk ist in knapp einem halben Dezennium wieder zu einer stolzen Größe emporgeführt worden. An Stelle des damaligen parlamentarischen Wirrwarrs ist ein deutsches Volk als Gin» heitsftaat entstanden. Das Durcheinander zahlreicher politischer, moralischer und wirtschaftlicher Einflüsse wurde beendet. Eine einheitliche Führung leitet und regelt heute das Gesamtleben unseres Volkes. Die allgemeine Desorganisation machte einer Ordnung Platz, die vielleicht für einzelne übelwollende oder selbstsüchtige Interessenten unangenehm sein mag, für die ganze Nation aber von segensreichen Folgen geworden ist.
Ein Wust von Ueberlieferungen, deren wirklicher Gehalt meist nur die Verherrlichung der Zersplitterung der deutschen Nation war, wurde beseitigt. Ohne Rücksicht auf Herkunft und Bindung der Einzelnen an Länder-, Stammes-, Konfesswns- oder Parteiinteressen triumphiert heute tatsächlich und symbolisch die Idee der Nation. Der Klassenkampf hat aber für immer sein Ende gefunden in der Errichtung der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft!
Wirtschaftspolitisch ist es in diesen fünf Jahren gelungen, d i e schwer sle Krise Deutschlands zu überwinden. Es spricht sich heute leicht aus, daß wir sechs 2H i 11 i o - neu Menschen aus der früheren Erwerbs- lofigkeit in eine nützliche Produktion üdcrzuführen vermochten, baß wir das nationale Volkseinkommen gewaltig erhöhten, in einer Zeit internationaler Währungskrisen die deutsche Reichsmark stabilisierten und vor allem der so viele Völker heimsuchenden fortgesetzten Verteuerung aller Lebensbedingungen wirkungsvoll begegneten.
Alles dies sind Tatsachen, die am liebsten von denen leicht hingenommen werden müßten, die einst unfähig waren, diese Probleme zu lösen und deren Fehler oder Verbrechen der Nation so unsagbaren Schaden zugefügt hatten. Die Größe dieser gelungenen Leistungen nsird aber erwiesen bei einem Blick auf unsere Umwelt. Denn während Deutschland dank der sich auf allen Gebieten auswirkenden aufbauenden Arbeit der nationalsozialistischen Staatsführung ein Element der Ordnung, des Friedens im Innern und damit auch des Friedens nach außen ist, sehen wir in so vielen uns umgebenden Staaten die gleichen Fiebererscheinungen, die vor fünf Jahren auch Deutschland durchschauerten.
Ws eigener Äraff
Allen gegnerischen Prophezeiungen können wir zusammenfassend heute die stolze Wahrheit entgegenhalten, daß das deutsche Volk in seiner Ordnung gesünder, in seiner Kultur reicher und in seinem Lebensstandard gehoben worden ist.
Am sichtbarsten wird der Wandel in der außenpolitischen Stellung des Reiches von heute gegenüber dem von 1933 erscheinen. Damals eine niedergetretene und verachtete rechtlose Ration, heute ein stolzes Volk und ein starker Staat, beschützt von einer großen ihm dienenden Wehrmacht. Diese neue deutsche Weltmacht hat durch ihren Anschluß an starke Freunde mitgeholfen, ein internationales Element selbstsicherer Ordnung zu bilden, gegenüber dem Treiben jener dunklen Kräfte, die Mommsen einst als das Ferment der Dekomposition von Völkern und Staaten bezeichnete. An dieser neuen Gestaltung einer wirklichen Völker-Zusammenarbeit wird der jüdisch-bolschewistische Deltaufruhr endgültig scheitern!
Diese staunenswerte Wiederaufrichtung der deutschen Ration und des Reiches ist dabei — und dies erfüllt uns alle mit besonderem Stolz — das ausschließliche Ergebnis der eigenen Kraftanstrengung unseres Volkes. Richt fremde Liebe und fremde Hilfe haben uns wieder groß gemacht, sondern der nationalsozialistische Wille,
unsere Erkenntnis und unsere Arbeit.
Was ich auch als Führer und Kanzler des Reiches in diesen fünf Jahren zu leisten vermochte, konnte mir nur gelingen durch d i e treue Hilfe unzähliger Mitarbeiter in der Partei, im Staate und in der Wehrmacht. Wenn ich am Abschluß des Jahres 1937 all diesen einzelnen danke, dann weiß ich, daß der tiefste Dank dem deutfchen Dolk selbst gebührt, jener Millionenmasse schaffender und arbeitender Menschen in Stadt und Land, die mir ihr gläubiges Vertrauen schenkte und bei jedem Appell ihre Pflicht dem neuen Staat gegenüber erfüllte. Dies war die Voraussetzung für alle Erfolge. Dies muß auch die.Grundlage für unsere Arbeit in der Zukunft sein! Daß die nationalsozialistische Partei es vermocht hat, diese Millionen- masse nicht nur zu mobilisieren, sondern mit einem einmütigen Denken zu erfüllen und in wuchtiger Geschlossenheit hinter die Staatsführung zu stellen, ist ihr ewiges unvergängliches Verdienst. Sie wird daher in den kommenden Jahrhunderten, als die politifch-befugtefte Führung der deutschen Nation, der Garant für die große Zukunft unseres Volkes fein. Dieser zu dienen und sie vorzubereiten, gilt auch die Arbeit des kommenden Jahres.
Stärkung der Ration auf allen Gebieten ihres Lebens fei die Parole! Jnnerpolitifch heißt dies: Verstärkung
Garde der
Gauleiter Sprenger an
Parteigenoffen, deutsche Volksgenossen!
Ein Jahr zähen Ringens, aber auch des Erfolges wird von dem Marschbefehl abgelöst, der auch im neuen Jahre unser ganzes Tun unter die Forderungen der Lebensnotwendigkeiten unseres Volkes stellt.
Im zweiten Jahre des Vierjahresplanes sieht der Gau Hessen-Rassau wiederum mit unverminderter Arbeitskraft und laten- fteuöigfeit z u den vom Führer gestellten Ausgaben und wird sie bewältigen!
Roch härter wird unser Wille sein, noch stärker unser Eifer! Roch größer unser sozialistisches Tatbekenntnis in der Arbeit für die deutsche Volksgemeinschaft und schärfer unser haß gegen alle Feinde des Lebens unserer Ration!
Ohne jede Konzession an spießbürgerlich-sattes Denken oder schöngeistige Schwäher, die unserem revolutionären Stil ihre sogenannte „Herzensbildung" entgegenhalten, soll uns das neue Jahr in der aufrechten, geraden und altbewährten Haltung als Garde der nationalsozialistischen Idee erleben. Wir dienen dem Führer im gleichen Geiste, der uns seit unserem ersten Antreten Jahr um Jahr unsere Erfolge erringen ließ: in Ireue, Opfer, Disziplin und im mutigen A n - griff 1
So gehen wir ins Jahr 1938 mit dem festen Willen uns würdig zu erweisen, Kämpfer des Führers zu fein.
Sprenger.
Reichsminister Or. Goebbels spricht heute im Rundfunk.
Berlin, 30. Dez. (DRV.) Reichsminister Dr. Goebbels spricht am Freitag, dem 31. Dezember, von 19 bis 19.25 Ahr über alle deutschen Sender zum Jahreswechsel.
Mehr erzeugen!
Des Reichsbauernführers Grutzwort zum Jahreswechsel.
Deutsches Landvolk! Ein Jahr der harten Arbeit liegt hinter uns. Trotz mancher Schwierigkeiten ist es uns gelungen, neue Erfolge im Kampf um Deutschlands 91 a h r u n g 5 f r e i h e i t 311 erringen. Die Erzeugungsschlacht ist abermals einen wichtigen Abschnitt weiter vorwärts getrieben worden. Jeder einzelne im Landvolk bat daran Anteil. Wir müssen uns auch im kommenden Jahr darüber klar sein, daß es auf jeden einzelnen und auf seimen Willen zur Leistung ankommt, wenn das Ziel des Führers erreicht werden soll, Deutschland ernährungswirt- schaftlich unabhängig ZU machen. Die Parole für das neue Jahr lautet unverändert: Mehr e r - zeugen! Tut wie immer eure Pflicht! Bleiben Air uns unserer Verantwortung bewußt! Am Ende siegt doch die Leistung für das Volk!
R. Walther Darrö, Reichsbauernfübrer und Reichs- und Preußischer Minister für Ernährung und Landwirtschaft. w
der nationalsozialistischen Erziehung, Erhärtung der nationalsozialistischen Organisation! Wirtschaftspolitisch: erhöhte Durchführung des Vierjahresplanes! Außenpolitisch erfordert dies den Ausbau der deutschen Wehrmacht. Denn nur als starker Staat glauben wir in einer so unruhevollen Zeit unserem Volke jenes Gut auch in Zukunft erhalten zu können, das uns als das köstlichste erscheint: den Frieden. Denn die Wiederaufrichtung der deutschen Ration ist erfolgt ohne jeden Angriff nach außen nur durch die Leistungen unseres Volkes im Innern. Möge endlich auch die übrige Welt in Erkenntnis dessen ihrerseits beitragen, jene Fragen friedlich zu lösen, die ebenso sehr in der Vernunft wie im allgemeinen Recht ihre sachliche und moralische Begründung besitzen!
Wie groß aber auch die Leistung der Menschen zu sein vermag, so wird sie sich doch niemals des letzten Erfolges rühmen können, wenn nicht d i e Vorsehung ihr Handeln segnet. Daß d i e Gnade des Herrgotts auch im kommenden Jahre unser deutsches Volk auf seinem Schicksals- weg begleiten möge, sei unsere tiefste Bitte.
Es lebe die nationalsozialistische Bewegung! Es lebe unser deutsches Volk und Reich!
München, den 1. Januar 1938.
(gez.) Adolf Hitler.
Neujahrsempfänge beimFührerundRerchskanzler am 11. Januar
int Hause d^s Reichspräsidenten.
Berlin, 30. Dez. (DNB.) Die üblichen Neu- jahrsempfänge beim Führer und Reichskanzler werden, ebenso wie in den vergangenen Jahren, auch diesmal nicht am Neujahrstage selbst, sondern erst, am Dienstag, 11. Januar, im „Hause des Reichspräsidenten" stattfinden, wo der Führer und Reichskanzler in den hergebrachten Formen um 12.15 Uhr zur Entgegennahme und Erwiderung ihrer Glückwünsche die hier beglaubigten ausländischen Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger unter Führung ihres Doyens, des Apostolischen Nuntius, Monsignore Orsenigo, und in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen, Freiherrn von Neurajh, empfangen wird. Vorher — um 11 Uhr — wird der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht die Glückwünsche der Wehrmacht entgegennehmen. Hieran schließt sich der traditionelle Empfang einer Abordnung der Salzwirker Bruderschaft in Thale zu Halle. Alsdann wird der Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert dem Führer und Reichskanzler die Glückwünsche der Reichshauptstadt überbringen. Im Ehrenhof des Hauses des Reichspräsidenten wird eine Ehrenkompanie des Heeres mit Musik den Oberbefehlshabern der Wehrmacht, sowie den fremden Missionschefs militärische Ehrenbezeugungen erweisen. Nach Abschluß des Diplomaten-Emp- fanges wird der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht vor dem „Haufe des Reichskanzlers" den Vorbeimarsch der Ehrenkompanie abnehmen.
Oie Parole von Nürnberg vrrw rk ichi.
London, 31. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der Berlins- Korrespondent der „Times" befaßt sich in einem ausführlichen Bericht mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland im Jahre 1937. Im ganzen Reiche gäbe es nur noch verhältnismäßig wenige Arbeitslose gegenüber 6 Millionen vor' vier Jahren. Die Schwerindustrie setzte mehr Waren im Auslande ab. Die Einfuhr an Rohstoffen habe in gewissem Grade zugenommen, während im Innern verschiedene synthetische Produkte, vor allem Benzin und Kunstgummi, sich in jeder Weise als zufriedenstellend erwiesen. Neue Straßen und neue Fabriken würden in f a ft allen Tei - len des Landes gebaut. Das Volk in seiner Gesamtheit kaufe mehr Haushaltswaren. Das Jahr 1937 habe sich des Mottos würdig erroiefe«, das ihm in Nürnberg gegeben worden fei „Adel der Arbei t". Diese Kreditseite stelle einen Rekord an Erfolgen dar, der nur möglich sei durch eine ft a r f e nationale Führung und durch den Entschluß, jeden Widerstand zu überwinden, den „wirtschaftliche Orthodoxie" in den Weg legen könnte. Der Korrespondent gibt zu, daß auf der „Debetseite" keinerlei ins Gewicht fallende Angaben gemacht werden könnten. Es könne kein Zweifel über vielseitige Erfolge des Dierjahresplanes bestehen.
Jahr der Arbeit.
Das nun abgeschlossene Jahr 1937 stand für das deutsche Volk 1 m Zeichen der Arbeit, der Parole, die der Führer auf dem Nürnberger Parteitag ausgegeben hatte. „Die Durchführung der ersten Etappe des Vierjahresplanes zur Sicherung unseres nationalen Lebens erfordert den restlosen Einsatz der ganzen Nation", so hatte Reichspropagandaminister Dr. Goebbels in seiner Silvesteransprache erklärt. Sv hat der Kampf um die Selbstbehauptung der Nation, der Kampf um die wirtschaftliche Freiheit Deutschlands dem Jahr 1937 seinen Stempel aufgedrückt. Auf dem Nürnberger Parteitag konnte der Führer feststellen, daß der Vierjahresplan unter der Leitung . des Ministerpräsidenten Göring genau in dem vorgesehenen Tempo abläuft. Wirtschaft, Wissenschaft und Tech- nik setzten ihr Bestes ein, um das gesteckte Ziel zu erreichen, Deutschland frei zu machen von dem Zwang, die für seine Wirtschaft benötigten Rohstoffe aus dem Ausland einzuführen. Der Zusammenfassung aller Kräfte der deutschen Wissenschaft und ihrem einheitlichen und planmäßigen Einsatz für den Vierjahresplan dient der am 16. März gegründete Reichsforschungsrat, an dessen Spitze der General der Artillerie Professor Dr. B e ck e r berufen wurde. Am 25. Mai hielt dieser Generalstab der Forschung in Gegenwart des Führers und Reichskanzlers seine erste Sitzung ab, in der Aufbau und Arbeitsmethode bekanntgegeben wurden, Er wird nach den Worten des Reichsministers Rust „durch die gemeinsame Anstrengung der Herzen und Hirne dem Boden die Schätze abtrotzen, die uns das Schicksal versagt hat". Am 24. Juli wurde unter Führung des Reichs die Reichswerke AG. für Erzbergbau und Eisenhütten Hermann Goring gegründet, die die Aufgabe hat, die Eisenerzvorräte des deutschen Bodens in nationalwirtschaftlich notwendigem Ausmaß zu erschließen und auszunützen. Eine erste große Leistungsschau der in Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Technik geschaffenen neuen deutschen Werkstoffe gab die Düsseldorfer Ausstellung „Schaffendes Vol k", und wie sehr die deutschen Werkstoffe auch yom Ausland als hochwertige Qualitätsstoffe anerkannt werden, zeigte das Interesse, das ihnen auf der P a"r i s e r Weltausstellung entgegengebracht wurde und die vielen hohen Preise, mit denen sie dort ausgezeichnet wurden.
„Gebt mir vier Jahre Zeit" hatte der Führer bei der Machtübernahme vom deutschen Volk gefordert. Der Rechenschaftsbericht, den er am 30. Januar 1937 in seiner großen Rede vor dem Reichstag ablegte, war ebenso wie die Berliner Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit" eine großartige, von berechtigtem Stolz auf ungeahnte Erfolge getragene Ueberschau über die Leistungen der ersten vier Jahre nationalsozialistischer Staats-, Wirtschafts- und Menschenführung. Einmütig verlängerte der Reichstag das Ermächtigungsgesetz vom 23. März 1933 auf weitere vier Jahre. Reichsbank und Reichsbahn wurden im Sinne der Wiederherstellung der deutschen Gleichberechtigung wieder restlos der Hoheit des Reichs unterstellt und folgerichtig die Personalunion zwischen Reichspost- und Reichsverkehrsministerium aufgehoben. Staatssekretär Dr. Ohne» sorge wurde Reichspost-, Generaldirektor Dr. Dorpmüller Reichsverkehrsminister. Dem gleichen Zweck der Schaffung klarer Verantwortlichkeiten und einheitlicher Wirtschaftsleitung diente die Ernennung des Staatssekretärs Funk zum Reichswirtschaftsminister am 27. November, an dessen Stelle Dr. Dietrich Pressechef der Reichsregierung wurde. Dr. Schacht behielt unter Ernennung zum Reichsminister die Leitung der Reichsbank. Am 26. Januar wurde das Gesetz über Groß-Hamburg, und andere Gebietsbereinigungen in Norddeutschland erlassen und am 1. April in Kraft gesetzt. Die Hansestadt Hamburg wird um eine Reihe preußischer Gebiete vergrößert, um sie in den Stand zu setzen, ihrer Aufgabe als Tor Deutschlands zur Welt auch unter den erhöhten Anforderungen des nationalsozialistischen Reichs gerecht zu werden. Die Freie Stadt Lübeck geht auf Preußen, der Stadtkreis Wilhelmshaven auf Oldenburg über. Ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Reichs- reform ist in unserem engsten Heimatgebiet am 31. März mit der Aufhebung der drei hessischen Provinzen geschehen. Bemerkenswert sind ferner das am 23. Juni erlassene P o liz e i- beamtengesetz, das die Polizei der Länder aufhob und das Polizeibeamtenrecht einheitlich für das ganze Reich regelte, und das am 5. November erlassene Personen st andsge setz, das ein Familienbuch einführt. Am 1. Juli sind das „Deutsche Beamtengesetz" vom 26. Januar und die Reichsdienststrafordnung in Kraft getreten, die für alle Beamten ein einheitliches Reichsrecht schaffen und durch das persönliche Treueverhältnis der Beamten zum Führer die beste Tradition des Berufsbeamtentums als Grundpfeiler des nationalsozialistischen Staates wieder aufleben läßt. Der vom Reichsbund der Deutschen Beamten vom 18. bis 23. Oktober in München veranstaltete Erste Deutsche Beamtentag gab dem Reichsinnenminister Dr. Frick Gelegenheit, die Stellung des Beamten zu Partei und Staat darzulegen. Der Vereinheitlichung der Verwaltung dient auch die am 4. September erlassene Verordnung des Neichsinnenministers über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans der Gemeinden. Auf der kommunalpolitischen Woche in Karlsruhe gab Reichsinnenminister Dr. Frick am 23. Oktober Hinweise für die Leistungssteigerung der Gemeinden durch sorgfältige Personalpolitik.
Die großen Leistungen des nationalsozialistischen
nationalsozialistischen Idee.
die Bevölkerung Hessen-Nassaus.


