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deshalb an dem Psennia und an der Pfenniareck- nung achtlos vorübergehen!

NSG. Anträge sofort st e l l e n. Die Gau­dienststelleDas deutsche Handwerk" in der DAF macht darauf aufmerksam, daß als letzter Termin zur Einreichung von Anträgen zum Austauschwan­dern der Handwerksgesellen in diesem Jahre der 1. August festgesetzt ist. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen bie Anträge sämtlicher Handwerksgesellen, die in diesem Jahre noch am Gesellenwandern auf dem Austauschwege teilnehmen wollen, bei der Reichsdienststelle vorliegen. Dagegen können An­träge zum Gesellenwandern der Bauhandwerker nach wie vor noch bei den Kreisdienststellen Das deutsche Handwerk" in der DAF. abgegeben "wer­den. Das Gesellenwandern für Bauhandwerker wird in diesem Jahre erstmals so durchgeführt, daß kein Geselle an ein bestimmtes Ziel gebunden ist.

NSG. Anträge für Auslandsfahrten der HI. Durch die Verordnung des Reichsjugend­führers muß jedes Mitglied der Hitler-Jugend und des BDM. für jede Auslandsreise die Genehmigung des Reichsjugendführers haben. Die Anträge sind

spätestens 10 Tage vor dem Tage, an dem der Paß beantragt werden soll, bei dem zuständigen Bann bzw. Untergau zu stellen. Anträge, die nicht min­destens acht Tage vorher der Auslandsfahrtenstelle der Gebietsführung vorliegen, haben keine Aussicht auf termingerechte Erledigung.

NSD. Begabte Kriegerwaisen erhal­ten eine Studienbeihilfe. Bei einer Unter­brechung des Studiums durch Arbeits- oder Wehr­dienstpflicht kann begabten, aber bedürftigen Krie­gerwaisen eine einmalige Studienbeihilfe gewährt werden, um ihnen den Abschluß des Studiums zu ermöglichen. Diese Sondermaßnahme gilt auch für diejenigen, die das 24. Lebensjahr bereits über­schritten haben. Selbstverständlich darf das Stu­dium nicht absichtlich verzögert und die Ablegung der Prüfungen schuldhaft hinausgezögert werden. Anträge sind durch die Kameradschaften derNSKOV. zu stellen.

** Erloschene Rotlaufs eucke. Die im Schweinebestand des Agrikulturchemiscyen Instituts in Gießen, Braugasse 7, ausgebrochene Rotlauf­seuche ist erloschen. Die Gehöftsperre ist aufgehoben.

Die Anmeldung zum Leifiungskampf der deutschen Betriebe"

NSG. Verschiedene Anfragen veranlassen zur Klarstellung folgender Tatsachen:

Für die Anmeldung zumL e i st u n g s k a m p f her deutschen Betriebe" ist gemäß den Durchführungsbestimmungen und Richtlinien zu­nächst lediglich ein Antrag erforderlich nachstehenden Wortlautes:

Ich bewerbe mich für meinen Betrieb um die Verleihung der Auszeichnung Nationalsozialistischer Musterbetrieb^ und melde mich hiermit zum ,Leistungskampf der deutschen Betriebe^ für das Arbeitsfahr 1937 bis 1938."

Der Antrag muß unterzeichnet werden vom ver­antwortlichen Betriebsführer und vom Betriebs­obmann. Nachdruck ist zu legen auf eine Men­schenführung und Menschenbetreuung in national^ sozialistisckem Geiste. Eine solche innere Einstellung wird aucy in der Wahrung und Gewährleistung des sozialen Friedens innerhalb des Betriebes, der Erhaltung und Steigerung der Volkskraft, der Er­haltung und Steigerung der Arbeitskraft, der Steigerung der Lebenshaltung und der Unterstützung der wirtschaftlichen Zielsetzung der politischen Füh­rung alles tun, was für ihn im Rahmen des Mög­lichen liegt, ohne die Lebensfähigkeit des Betriebes zu gefährden, aus der Erkenntnis:

Eine gute Sozialpolitik ist die beste Wirtschaftspolitik!

Ausgabe der Walter der DAF. in Gau, Kreis und Ort ist es, etwaige unberechtigte Bedenken zu be­

seitigen, Hemmungen zu lösen und Zweifelsfragen zu klären. Soweit sie selbst hierzu nicht unmittel­bar in der Lage zu sein glauben, berichten sie hier­über an die zuständige Reichsbetriebsgemeinschaft, die sich dann von sich aus mit dem betreffenden Betrieb ins Benehmen setzen wird. Pflicht jedes einzelnen ist es, durch eine möglichst hohe Beteili­gung den Eindruck der Geschlossenheit und Einheit­lichkeit zu fördern und zu vertiefen.

Verantwortlich

beim Leisiungswetttampf.

NSG. Die Betriebe, die sich zum Leistungskampf gemeldet haben, führen am 3. August einen B e - triebsappell durch, auf dem sowohl der Be­triebsführer wie der Betriebsobmann ber* Gefolg­schaft verkünden, daß der Betrieb im Leistunas- kampf steht und daß jedes Gefolgschaftsmitglied für den Ausgang dieses Leistungswettkampfes per­sönlich mit verantwortlich ist. Während dieses Betriebsappells gibt der Betriebsführer der Gefolgschaft die konkreten Ziele an, die der Betrieb im Lause des Leistungskampfes erreichen will. Der Betriebsobmann der DAF. gibt der Ge- olgschaft praktische Winke und Vor- ch l ä g e, die der Eigenart des Betriebes ent- prechen. Die vom Betriebsführer gegebenen Ziele werden in Form eines Aufrufes des Betriebs­führers und des Betriebsobmannes an der Be­triebstafel angeschlagen.

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Aus der engeren Heimat.

Branvunglück in einem Vogelsbergdorf.

LPD. Schotten, 29. Juli. In dem Vogelsberg­dorfe Köddingen brach nachts in dem Grund­stück des Kleinbauern und Arbeiters Otto Schmidt Feuer aus, daß trotz eifriger Löscharbeit der Feuerwehr das Wohnhaus mit einem Teil d e s H a u s r a t s , die S ch e u n e mit der gesamten Heuernte und die Stallungen zum Opfer fielen. Der Schaden ist groß. Als Brandursache wird Kurzschluß vermutet.

Trichinen im Wildschwein.

Vermögenssteuer II 305 v. H., Gewerbesteuer nach dem Ertrage und Kapital 100 o. H., Bürgersteuer 100 v. H. An Wegearbeiten sind vorgesehen die Neueindeckung des Holzweges, die Ausführung von Jnstandfetzungsarbeiten an der Straße nach Lang- Göns und die Neupflasterung von Rinnen im Orte. Für die Errichtung eines neuen Feuerwehrgeräte­hauses ist eine Rücklage von 1300 Mark in den Haushaltsplan eingestellt. Weiter ist eine Rücklage für die Erneuerung der beiden Backhäuser vorge­sehen. Die Gemeinde ist schuldenfrei; sie besitzt 183 Hektar Wald, 18 Hektar Klturlanb und 3 Hektar Oedland. Die Einwohnerzahl beträgt nach der letzten Personenstandsaufnahme 505.

Lauterbach, ,29. Juli. (Lpd.) Bei einem dieser Tage geschossenen Wildschwein sind bei der Be­schau im Schlachthaus Trichinen festgestellt wor­den. Ein seltener Fall, der sich hier zum ersten Male seit langer Zeit ereignet hat.

Kreis Alsfeld.

* Groß-Felda, 29. Juli, lieber unserer Ge­markung und Über dem nahen Kestrich ging gestern wieder ein schweres Unwetter nieder. Un­aufhörlich, eine viertel Stunde lang, prasselten dabei die Hagelkörner nieder und die Landschaft wurde winterlich weiß. Stundenlang blieben die Hagel­schlossen liegen. Die Kartoffel- und Dickwurzfelder machen einen troftlofen Eindr u ck. Alle Blät­ter und Blüten sind abgeschlagen. Die Bohnenernte ist vernichtet. Hafer und Gerste haben schwer ge­litten. Für die Bauern unserer Gemarkung bedeutet dieses Hagelwetter schwersten wirtschaftlichen Schaden.

6in ungetreuer Mitarbeiter.

Erhebliche Unterschlagungen in einem Wetzlarer Jndustriewerk.

* Wetzlar, 29. Juli. In einem hiesigen Jndustriewerk wurde am Dienstag eine große Unterschlagung aufgedeckt. Ein Angestellter, der die Lohnbücher zu führen hatte und bereits fett 21 Jahren im Werke tätig ist, mußte von der Kri- minalpolizei Wetzlar verhaftet werden, da er, wie sestgestellt wurde, seit 1 9 3 4 dauernd Fäl­schungen in den L o h n b ü ch e r n vornahm und Beträge von monatlich bis zu 500 Mark unter­schlug. Nach den bisherigen Feststellungen ist der Firma, die dem ungetreuen Angestellten alles Ver­trauen entgegenbrachte, ein V e r l u st o o n 9 1 4 7 Mark erwachsen. Der Verhaftete hat bereits ein Geständnis abgelegt.

Kreis Wehlar.

< Niederkleen, 29. Juli. Der H a u s- Halts plan unserer Gemeinde für das Rech­nungsjahr 1937 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 47 230 Mark ab. Die Steuersätze für die Ge meindesteuern sind wie folgt festgesetzt: Grundoer­mögenssteuer I 165 v. H., Grundvermoaenssteuer II 165 v.H., Gewerbesteuer nach dem Ertrag und Kapital 50 v.H., Bürgersteuer 100 v.f)., $ur Öen .Umbau des Schulhauses ist ein größerer Betrag vorgesehen. Ferner soll die Straße am Backhaus (an der Ecke Nern) verbreitert werden Für die Fertigstellung der Turnhalle sind dle erforderlichen Mittel in den Haushaltsplan emgestellt. Die Ge meinde besitzt 290 Hektar-Wald und>10 Hecktar Kulturland; sie hatte nach der letzten Personen standsausnahme 559 Einwohner. n ,

S Dornholzhausen, 29. Juli. Unser- G-_ meinde kann auch für das Rechnungsi h 93 wieder einen ausgeglichenen HausHal 5 ' der im ordentlichen Haushaltsplan m r und Ausgabe mit 37 447 Mark unb tm augtf ordentlichen Haushaltsplan in werden

gäbe mit 700 Mark abschließt. Steuern erhoben: Grundoermögenssteuer I 305 v. H-,

Gchöffengerichi Gießen.

Die 22jährige E. H. aus Hainchen (Kr. Büdin­gen), sowie deren ätere Schwester P. Sch. aus Hain­chen unb der frühere Verehrer der E. H., Fr. H. aus Vilbel hatten sich wegen Abtreibung und Bei­hilfe dazu zu verantworten. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Das Ge­richt verurteilte die E. H. wegen Abtreibung zu einer Gefängnisstrafe von 3 Monaten, deren Schwester wegen Beihilfe dazu zu einer G e - fängnis strafe von 1 Monat und den Fr. H. zu einer G e n a n i s ft r a f e von 4 M o - n a t e n. Außerdem haben die Angeklagten die Kosten des Verfahrens zu tragen.

Sodann hatte sich der bereits wegen Betrugs vorbestrafte H. M. aus Gießen wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu verantworten. M. war seit Mitte vorigen Jahres nur noch aushilfsweise in einer Gastwirtschaft tätig. Da er als Arbeitsloser ge­meldet war, bezog er mit feiner großen Familie (6 Kinder) eine Arbeitslosenunterstützung von wö­chentlich 19,80 RM. Gemäß den gesetzlichen Be­stimmungen war er aber verpflichtet und wurde, wie dies allgemein üblich war, bei jeder Gehalts­zahlung nochmals darauf hingewiesen, daß er ver­pflichtet war, jeden Gelegenheitsverdienst anzumel­den. In der Zeit seiner Beschäftigung in einer hiesigen Gastwirtschaft hat er im ganzen rund 400. RM. neben seiner Arbeitslosenunterstützung bezogen, und nur 50 bis 60 RM. Nebenverdienst angemeldet. Seinem Arbeitgeber hat er trotz mehr­maliger Aufforderung keine Papiere vom Arbeits­amt vorgezeigt. Insgesamt sind ihm auf diese Weise rund 177. RM Arbeitslosenunterstützung zuviel bezahlt wollen. Die Reichsanstalt ist um diesen Betrag geschädigt worden. Diese Handlungs­weise des Angeklagten stellt sich als ein fortgesetz­ter Betrug dar. Weiterhin hat er aber sich selbst zwei Bescheinigungen angefertigt und diese dem Arbeitsamt vorgelegt, um damit zu dokumentieren, daß er nur einen geringen Nebenverdienst habe. ®r glaubte, das Arbeitsamt wurde dann keinen Verdacht schöpfen. Gelegentlich einer Revision wurde alles aufgedeckt. Obwohl der Angeklagte durch fein Verhalten eine Einrichtung, bie der Ge­samtheit der arbeitslosen Volksgenossen dient, ge­schädigt hat und fein Verhalten von einer niedri­gen Gesinnung zeugt, glaubte das Gericht mit Rück­sicht auf seine große Familie und seiner sozialen Verhältnisse ihm nochmals mildernde Umstände zubilligen zu können. Weiterhin wirkte strafmil­dernd, daß der Angeklagte von Anfang an gestän­dig war. Er wurde wegen fortgesetzten Betrugs in Tateinheit mit zwei Fällen der Urkundenfälschung zu einer Gefängnisstrafe von 2 Monaten ver­urteilt.

Weiterhin hatte sich der H. L. aus Bad-Nau- heim wegen Kärperverlehung zu verantworten. Er geriet am 7.2.1937 in einer Wirtschaft in Bad- Nauhe'm in Streit mit einem Gast und verletzte diesen uabei durch einen Faustschlag ins Gesicht derart, daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen

kohle

haft, aber nicht immer leicht ver­daulich. Der besseren Bekömm­lichkeit halber dem Abbrühwasier Natron beigeben.

Kohle ist in ihrem Heizwert sehr verschieden, es kann aber auch nicht jede Kohle in jeder Feue­rung gebrannt werden. Für die Küche sind Steinkohlen, für Zim­meröfen Briketts, für Dauer­brandöfen Anthrazit, für Hei­zungsanlagen Easkoks zu emp­fehlen.

Kohlendunst, Kohlenoxyd, färb;, geruch- und geschmackloses Eas, das bei Verbrennung von koh­lenstoffhaltigen Stoffen entsteht Kohlenoxyd ist sehr giftig. Es tritt in Zimmern auf, wenn Öfen keinen Zug haben, und ruft chwere Vergiftungserfcheinun- jen hervor. Kohlenoxyd verur- acht auch die Giftigkeit des Leuchtgases.

Kohlenoxydoergiftung kommt praktisch als Leuchtgasvergif­tung vor. Die Atmung wird unmöglich, da der Blutfarb­stoff mit dem K. eine feste Ver­bindung eingeht. Sofort für Zu­strom von frischer Luft sorgen die Fenster öffnen, den Kranken vom Boden aufheben, künstliche Atmung, Sauerstoff - Bombe Schnellstens Arzt!

Kohlensäure (Kohlendioxyd), die in der Luft und Mineralwassern vorhanden ist, wird auch bei Brausepulvern entwickelt.

Kohlensäurebad. Bad in kohlen­säurehaltigem Wasser oder Mi­neralwasser, aus natürlichen Quellen.

Koks

Kohlenstoff, eines der wichtigsten Elemente, aus dem sich mit Sauerstoff, Wasserstoff und Stick­stoff alle Pflanzen und Tiere auf­bauen. Kohlenstoff ist vorhanden in Stärke und Zucker, also in den wichtigsten Nahrungsmitteln, wie Getreide, Kartoffeln, Hülsen­früchten.

Kohlrabi, Vflanze mit verdick­tem Stengel, der eßbar ist. Rote und weiße Sorten. Wachstums­störungen (z. B. Frost) ver- anlasien das sog.Schießen" des K Wird bei Trockenheit holzig, bei großer Nässe tritt Platzen ein. Zarter K. kann auch roh gegeben werden

Kokain, farblose bittere Kri­stalle. die aus den Blättern des Kokastrauches gewonnen, aber auch chemisch hergestellt werden. Kokain wird medizinisch benutzt, um örtliche Betäubungen her- vorzurufen, Empsindungs- und Schmerzlosigkeit. Kokainmiß- brauch, Kokainismus, führt un­weigerlich zu Gedächtnisschwäche sowie körperlicher und geistiger Zerrüttung.

Kokosnuß, Frucht der Kokos­palme, die süßes, wohlschmecken­des Fruchtfleisch und einen weiß­lichen Saft, die Kokosmilch, ent­hält. Geriebene Kokosnuß wird zu mancherlei Gebäck als Man­delersatz verwendet. Das Öl der getrockneten Fruchtkerne wird zu Speisefett, Kokosfett, Kokosbut­ter verarbeitet sowie zur Mar­garineherstellung verwandt.

Koks, meist der Rückstand bei der Verschwelung von Steinkoh-

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Ein Griff am Morgen

und Sie haben wieder Feuer im Kohlenherd. Täglich Feueranmachen ist im modernen Kohlenherd für Dauerbrand überflüssig. Dabei aber ist der Kohlenverbrauch wirklich sehr niedrig. Viele schöne Modelle in diesen Kohlenherden zeigt Ihnen

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werden mußte. Der Angeklagte führte zu seiner Verteidigung an, von dem Gast gereizt worden zu sein. Das Gericht hielt ihn aber für schuldig und verurteilte ihn wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 2 5. R M., die im Unein­bringlichkeitsfalle mit 1 Tag Gefängnis für je 5. RM. zu verbüßen sind. Außerdem wurden dem Angeklagten die Kosten des Verfahrens auf­erlegt.

Feierliche Beisetzung Ernst von Delius'.

Gedenkrede des Korpsführers von Hühnlein.

Auf dem Dahlemer Waldfriedhof wurde Don­nerstag nachmittag Ernst von Delius zur letz­ten Ruhe geleitet. Nach Taufenden zählten die Menschenmassen, die zum Waldfriedhof hinauspil- gerten, um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen. Das NSKK. hatte einen 100 Mann starken Ehren­sturm der Motorstandarte 29, den Musikzug der Motorstandarte 31 und Abordnungen der Motor­brigade Berlin und sämtlicher Berliner Motorstan­darten entsandt. Ferner sah man Vertreter der Wehrmacht, der Partei und ihrer Gliederungen. Die Auto-Union war durch die Betriebsführung, eine 60 Mann starke Gruppe ihrer Werkscharen und zahlreiche Gefolgschaftsmitglieder vertreten. Anwe­send war Korpsführer Hühnlein, der Führer des deutschen Kraftfahrsportes mit seinem Stab, die Kameraden des Verstorbenen von Brauchitsch, Geyer, Hasse und Müller und Vertreter der deut­schen Sportpresse, des Deutschen Automobilclubs und

die nächsten Angehörigen des Toten. Pfarrer Schlemmer würdigte die menschlichen Eigen­schaften des Verstorbenen, der in den Tagen des Ruhmes immer ein lieber Kamerad geblieben sei.

Dann trat Korpsführer Hühnlein an den mit dem NSKK.-Stander bedeckten Sarg und legte zwei Kränze nieder, einen im Namen und Auftrag des Führers und einen zweiten in seiner Eigenschaft als Führer des deutschen Kraftfahrsportes. In seiner Rede betonte er, daß der Führer stets per­sönlich Anteil an den Bestrebungen des deutschen und internationalen Kraftfahrsports, an seiner Ziel­setzung und seiner Durchführung und der Größe seiner Aufgabe nehme. Wir haben uns hier alle versammelt, so wie wir zusammen standen beim letzten Rennen auf dem Nürburgring, die Freunde und Kameraden des anderen Kreises, die Rennfah­rer und Monteure im sportlichen Kampffleiß, und wir wollen Ernst von Delius fürderhin im Gedächt­nis auch immer nur im sportlichen Kampfkleid sehen. Don Delius ist nicht gestorben, sondern ge­fallen im Kampfe um Ansehen und Geltung Deutschlands. Sein Name ist eingeschrieben in das Ehrenbuch des deutschen Kraftfahrsportes.

Unter Glockengeläut wurde der Sarg unter Vor­antritt der von Delius besonders nahestehenden Rennfahrer und von sieben Sturmstandern des NSKK. zur Gruft geleitet. Für die Betriebsfüh­rung und Gefolgschaft der Auto-Union widmete Dr. Hahn dem fröhlichen, tapferen Kameraden und dem unvergeßlichen Menschen herzliche Worte des Gedenkens und des Dankes.

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Einheimische Leichtathleten repräsentativ.

Hessens Leichtathleten gegen Bayern.

Für den am kommenden Sonntag stattfindenden Leichtathletik-Gaukampf gegen Bayern in Schwein­furt hat der Gau Hessen folgende Mannschaft ge­nannt: 100 Meter: Leineweber, Krück; 200 Meter: Leineweber, Krück; 400 Meter: Henkel, Zehnter; 1500 Meter: Kleemann, Roth; 5000 Meter: Nei - d e l (Heuchelheim), Knoploch; 110 Meter Hürden: Staylhut (Heuchelheim), Knappe; 4X1OO-Meter- Staffel: Leineweber, Krück, Henkel, Knappe; 4X400= Meter-Staffel: Monikheim, Peters (Gießen), Ries, Seivert; Hochsprung: Stahlhut, Temme; Weitsprung: Hermann (Gießen), Lange; Stab­hochsprung: Salomon, Lange; Kugelstoßen: Luh, Hermann; Diskuswurf: Kilo, Luh (beide Gie­ßen); Speer: Hermann, Bartels; Hammer: Storch,. Hermann.

Standortsportfest der Garnison Butzbach.

Die Garnison Butzbach rüstet erstmalig zu einem Sportfest größeren Stils. Leichtathletische Wett­kämpfe aller Art werden mit militärischen Vorfüh­rungen abwechseln. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Einzel- und Mannschaftskämpfe, , Wettspiele und militärische Darbietungen verspre­chen einen ereignisreichen Verlauf der Veranstal­tung. Die Mehrzahl der Konkurrenzen ist offen für alle und geben auch der Sportjugend Gelegenheit, ihre Kräfte zu messen.

Deutsche Fliegeroffiziere in Zürich siegreich.

Bei ausgezeichneten Witterungsoerhältnissen wurde am Donnerstag im Rahmen der Internatio­nalen Züricher Flugwoche der Alpenrundflug für Militärflugzeuge ausgetragen, der als Patrouillen­flug im Dreieroerband für Ein- ober Mehrsitzer ausgeschrieben war.

Der vom Flughafen Dübendorf über Thun nach Bellizona und zurück über eine Gesamtentfernung von 367 Kilometer führende Rundflug endete wie­der mit einem großen deutschen Erfolg. Die aus Jagdeinsitzern des Typs BFW Me 109 mit Jumo 210 64O-?8-Motoren mit den Fliegeroffizieren Hauptmann R e st e m e i e r, Oberleutnant Traut­loft und Oberleutnant Schleif gestartete deutsche Staffel sicherte sich in 58:52,7 Minuten einen groß­artigen Sieg vor der Tschechoslowakei, Frankreich, Belgien und den beiden Schweizer Staffeln.

Der Nachmittag brachte auf dem Flugplatz Dü­bendorf vor zahlreichen Zuschauern ein interessantes Schauprogramm, bei dem auch die deutsche Kunst- sliegerin Lisel Bach mitwirkte. Bei der Vorführung neuer Maschinen interessierte besonders die von Fieseler gezeigte NeukonstruktionStorch" und das neue Dornier-Flugzeug Do 17, das fliegend vorge­führt wurde.

Deutsche Rennwagen für Bern.

Acht Tage nach dem ersten Einsatz der neuen Alfa Romeo im Acerbo-Pokal findet am 22. August in Bem derGroße Preis der Schweiz" statt, der zum viertenmal ausgetragen wird. Die Teilnehmer­lifte der deutschen Werke weift die Namen der bis­herigen Sieger auf: Stuck (1934), Earacciolu (1935) und Rosemeyer (1936), der mit 161,755 km/st den Streckenrekord hält.

Für Mercedes-Benz starten: Caracciola, v. Brau­chitsch und Lang. Seaman, der bei der gleichen Ver­anstaltung jedesmal das Kleinwagenrennen ge­wann, ist Ersatzfahrer. Vier Wagen mit Rosemeyer, Stuck, Hasse und Müller setzt die Auto-Union ein. Die Scuderia Ferrari hat ihre Fahrer noch nicht genannt.

Erstes Training auf demSchauinsland.

Bei sonnigem, aber keineswegs warmem Wetter trainierten am Donnerstag die Wagen- und Motor­radfahrer zum ersten Male für den am kommenden Sonntag auf dem Schauinsland bei Freiburg (Breisgau) stattfindendenGroßen Bergpreis von Deutschland". Emsig bei der Sache waren vor allem

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