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Zwecken zugeführt, b. h. ,in Klubs, Kinos, u f ro., verhandelt werden Die Vernichtung der noch übrig gebliebenen Kirchen soll aus Grün­den derSicherheit" geschehen. Eine alleinige Aus­nahme sollen nur wenige Gotteshäuser bilden, ge­gen deren Zerstörung sich die Sowjetregierung ge­wandt hat, da sie einen besonders großen geschicht­lichen Wert haben oder als architektonische Denk­mäler dienen, die mit Rücksicht auf den Fremden­verkehr erhalten bleiben sollen. Von der neuen Zer­störungswut sind betroffen 2900 Kirchen, 63 Klö­ster usw. Zu gleicher Zeit wurde die letzte rus­sische Kirche Wladiwostoks (früher Epis­kopats-Residenz) geschlossen. Das Inventar wurde bem Vollzugsausschuß des Fernen Ostens über­geben.

Der bestohlene Rundfunksender.

Obwohl es kaum glaubhaft erscheint, daß ein Rundfunksender als Lichtquelle dienen kann, so besteht diese Tatsache dennoch, wie ein in Hamburg geführter Strafprozeß es beweist. In diesem Strafverfahren stehen drei Bewohner einer Schrebergartenkolonie am Fuße des Großsenders Hamburg vor dem Richterstuhl, weil sie es in äußerst geschickter Weise verstanden haben, die Hoch­frequenzenergie des Senders zum Betriebe von Lichtanlagen in ihren Wohnungen zu benutzen. So weit die Tatsachen, an denen, obwohl es schier un­glaublich klingt, nicht gerüttelt werden kann. Wie es allerdings die angeklagten Rundfunkbastler fer­tig gebracht haben, ihrerseits so lange am Hambur­ger Großsender zurütteln", bis in ihren Lauben das Licht erstrahlte, darüber schweigt sich der Be­richt über diesen Strafprozeß aus; und man kann getrost hinzufügen: zum Glück und mit Recht! Denn welchen Zeiten würden wir entgegengehen, wenn jedermann seinen Volksempfänger zu einem priva­ten Kraftwerk ausbauen würde?

Manch einer wird vielleicht fragen, wo es denn geschrieben stehe, daß man Rundfunkwellen nicht ^ur Lichterzeugung benutzen dürfe? Und ob hier nicht derselbe Fall vorkiege, der einstmals die Gerichte be­schäftigte, als die ersten Diebstähle am elektrischen Strom begangen wurden? In der Tat? Es gab eine Zeit, in der der Diebstahl am elektrischen Strom nicht geahndet werden konnte, weil das Strafgesetzbuch damals Noch keinen ent­sprechenden Paragraphen aufwies. Erst das Gesetz betreffend die Bestrafung der Entziehung elektri­scher Arbeit vom 9. April 1900 vermochte denelek­trischen Dieben" das Handwerk zu legen. Aber selbst, wenn dieser Paragraph heute nicht bestehen würde, so wäre doch niemand sicher, bei Begehung einer wenn auch selbsterfundenen Stromentnahme straffrei auszugeyen, und zwar deswegen nicht, weil wir heute nicht mehr fragen, ob diese oder jene Tat laut Strafgesetzbuch" verboten ist, sondern: ob der gesunde Menschenverstand in dieser oder jener Tat ein Unrecht erblickt. Ist dieses der Fall, so haben wir heute Handhaben genug, den Täter zur Verant­wortung zu ziehen.

Run sagt aber der gesunde Menschenverstand wohl jedem rechtlich denkenden Volksgenossen ohne wei­teres, daß in der Benutzung der Hochfrequenz- energie eines Senders zum Betriebe von Licht­anlagen eine Entziehung elektrischer Ar­beit und damit eine widerrechtliche Aneignung be­steht, denn es kann unmöglich Recht sein, daß sich jemand irgend etwas von irgendwoher nehmen darf, wofür ein anderer bezahlen, d. h. seinen Arbeits­lohn dransetzen muß. Ist doch auch das Schwarz­hören eine widerrechtliche Aneignung? Mag auch die kühn erdachte Bastelkunst diesmal nicht zum Schwarzhören, sondern zumHellsehen" benützt werden, der Rundfunksender wird so und so be­stohlen. Wer also glaubt, in Nachahmung des Ham­burger Beispiels ein Rundfunklicht leuchten lassen zu können, der frage sich, ob seine Handlung nicht nur billig, sondern auch, ob sie recht sei!

Die Musterung.

Bei der diesjährigen Musterung, die gegenwärtig durchgeführt wird, gelten die neuen Bestim­mungen über die militärärztlichen Un­tersuchungen, die jetzt vom Reichskr^egsmini- ster und Oberbefehlshaber der Wehrmacht in Kraft gesetzt sind. Das militärische Urteil hat zu lauten: tauglich",bedingt tauglich",zeitlich untauglich", beschränkt tauglich",untauglich (für Waffen­dienst)",völlig untauglich".

Tauglich:, Entscheidend ist der Gesamteindruck des Untersuchten, weniger die Zahl der ^-Fehler. Als tauglich sind auch die Untersuchten zu beur­teilen, bei denen unbedeutende, vorübergehende Er­krankungen festgestellt werden, die mit größter Wahrscheinlichkeit bis Zum Zeitpunkt der Einbe­rufung behoben sind.

Bedingt tauglich: Bedingte Tauglichkeit wird durch Fehler, und Gebrechen nach Spalte B der Fehlerkabelle begründet. Hierunter sind Fehler aufgeführt, die zwar die Gesundheit nicht beein­trächtigen, die Leistungsfähigkeit aber, wenn auch nicht erheblich, herabsetzen, jedoch eine kurzfristige Ausbildung zulassen.

Zeitlich untauglich: Zeitlich untauglich sind solche Dienstpflichtigen und Freiwilligen, die in der körperlichen Entwicklung stark zurückgeblieben sind, oder die infolge überstandener Erkrankungen noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Leistungs­fähigkeit sind, oder die zur Zeit der Untersuchung an heilbaren Krankheiten leiden, deren Heilung bis zur Einberufung aber noch nicht mit Sicherheit er­wartet werden kann.

Beschränkt tauglich: Beschränkte Taug­lichkeit haben Untersuchte mit erheblichen körper­lichen Fehlern und Gebrechen, die die Leistungs­fähigkeit zwar herabsetzen, jedoch noch eine b e - schränkte dienstliche Verwendung zu­lassen. Während beschränkt Taugliche im Frieden zur Ausbildung in der Wehrmacht nicht herange­zogen werden, wird ein Teil derselben alsförde­rungsbedürftig" in den Reichsarbeitsdienst eingestellt. Die hierfür in Betracht kommenden Dienstpflichtigen werden nach den vom Reichs- und preußischen Minister des Innern erlassenen beson­deren Bestimmungen durch den bei der Musterung anwesenden Vertreter des Meldeamtes des Reichs­arbeitsdienstes alsförderungsbedürftig" (F) vor­geschlagen.

Untauglich (für Waffendienst): Bei Beurteilung der Untauqlichkeit muß der Arzt prü­fen, ob der festgestellte Fehler den Untersuchten nur für den Waffendienst untauglich macht; denn die Ergebnisse der militärärztlichen Untersuchungen sollen auch für andere Zwecke (z. B. allge­meine berufliche Verwendbarkeit) nutzbar gemacht werden können. Es ist hierbei von der Voraussetzung auszugehen, daß ein Untersuchter auch mit einem erheblichen körperlichen Fehler oder einer nicht heilbaren Erkrankung im bürgerlichen Erwerbs­leben sehr gut noch eine voll leistungs- fähige Arbeitskraft darstellen kann, auch wenn er den Sonderanforderungen des Dienstes in

150000Soldaten auf dem Reichskriegertag in Kassel

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Der Reichskriegertag 1937 fand am Sonntag seinen Höhepunkt mit einem Aufmarsch von 150 000 Offizieren und Soldaten der alten Armee auf der Karlswiese in Kassel. Unser Bild links zeigt Generalfeldmarschall v. Mackensen, Reichssührer SS. Himmler und Bundesführer SS.-Gruppen- führer Reinhard auf der Ehrentribüne. Rechts sieht man den Vorbeimarsch der ausländischen Delegationen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

der Wehrmacht und im Reichsarbeitsdienst nicht ge­wachsen ist.

.Völlig untauglich: Als völlig untauglich sind Untersuchte zu bezeichnen, die infolge hoch­gradiger geistiger oder körperlicher Fehler und Ge­brechen dauernd berufsunfähig sind oder nur unter besonderen Voraussetzungen eine be­schränkte Tätigkeit ausüben können. Hierbei handelt es sich fast ausschließlich um hilflose Krüppel, Geisteskranke und Idioten.

Kleine politische Nachrichten

Der Führer und Reichskanzler hat dem Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e zu seinem 55. Geburtstag seine herzlichen Glückwünsche über­sandt.

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Der Führer und Reichskanzler empfing imHaus des Reich^räfidenten" den kanadischen Premierminister Dr. William Lyon Mackenzie King, der auf einer Eurovareise Deutschland einen Besuch abstattet. Bei der An- und Abfahrt erwies ihm die Ehrenwache des Heeres im Ehrenhof des Hauses des Reichspräsidenten" militärische Ehren­bezeugungen.

Der Führ-r und Reichskanzler empfing unter dem üblichen Zeremoniell den neuernannten peruanischen Gesandten Manuel Ugarteche zur

Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens und des Abberufungsschreibens seines Vorgängers Hen­rique Gildemeister.

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Der Führer und Reichskanzler hat in Anerkennung ihrer Verdienste um die deutsch-ita­lienischen Beziehungen dem Marschall B a d o g l i o, den Generalen Pariani und Valle, dem Ad­miral Cavagnari, dem Staatsminister Graf V o l p i und dem Staatssekretär Ricci das Groß­kreuz des Ordens vom Deutschen Adler, ferner dem Divisionsgeneral Villa Santa, dem Ehrengou­verneur Corni, dem Gesandten Dr. Pirelli und dem Vorsitzenden des Fascistischen Industrie­arbeiterverbandes Eia netti das Verdienstkreuz des Ordens vom Deutschen Adler mit dem Stern verliehen.

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Minister Stucki, der Leiter der schweizerischen Wirtschaftsdelegation, hat in Bern über die deutsch­schweizerischen Wirtschaftsverhandlungen Bericht er­stattet. Er wird sich zur Unterzeichnung des neuen Abkommens nach Berlin zurückbegeben. Dieses Ab­kommen basiere auf dem Verrechnungssystem. Der schweizerische Export nach Deutschland werde etwas erhöht. Auch für den Fremdenverkehr sei eine Lö­sung erzielt worden, die angesichts der deutschen Devisenlage als einigermaßen befriedigend bezeich­net werden könne.

Der Reichskriegsminister in Budapest.

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Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall v. Blomberg, als Gast des ungarischen Honved-Ministers General d. Inf. Roeder (neben Blomberg im Wagen). (Scherl-Bilderdienst.)

Budapest, 29.Juni. (DNB.) Der Reichskriegs­minister Generalfeldmarschall von Blomberg legte am ungarischen Heldendenkmal einen Kranz nieder. Zu der Feier hatten sich der Kom­mandierende General der Budapester Garnison, von Nagy, der Oberbürgermeister und eine Of- fiziersaboronuyg eingefunden. Unter den Klängen der deutschen Lieder schritt der Generalfeldmarschall die Front der Ehrenkompanie ab und verweilte so­dann in ehrfurchtsvollem Schweigen vor dem un­garischen Heldendenkmal. Im Anschluß an die Feier stattete der Reichskriegsminister dem Ministerpräsi­denten, dem Außenminister, demOberkommandieren- den der Honoedarmee, dem Chef des Generalstabes

und dem Feldmarschall Erzherzog Joseph Besuche ab. Zu Ehren des deutschen Gastes veranstaltete am Mittag Ministerpräsident D a r a n y i ein Frühstück, an dem zahlreiche Persönlichkeiten teilnahmen. Der Reichskriegsminister unternahm nachmittags eine Fahrt nach Gran, wo die noch unter dem ver­storbenen Ministerpräsidenten Gömbös eingeleiteten großen Ausgrabungen des Arpadenfchlosfes aus dem 11. Jahrhundert besichtigt wurden. Zu Ehren des Generalfeldmarschalls veranstaltete am Abend der ungarische Honoedminister General Roeder ein Essen, an dem der Ministerpräsident und zahlreiche Persönlichkeiten teilnahmen. An das Essen schloß sich ein Empfang.

Eine Kommission zur Bewahrung von Zeitdokumenten.

Berlin, 29. Juni. (DNB.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goeb­bels hat' eine Kommission zur Bewah­rung von Zeitdokumenten gegründet. Es nahmen an der Gründungssitzung Vertreter der Archive und Bibliotheken von Partei und Staat und führende Vertreter des Rundfunks, des Filmes, des Schrifttums, der Presse und der Industrie so­wie des Reichsinstitutes für Geschichte des neuen Deutschlands teil. Zweck dieser Kommission ist es, wie der Minister yeroorhob, eine umfassende

Zentral st elle für die Sammlung aller mit der Geschichte des Dritten Reiches zusammenhängenden Dokumente zu schaffen und Mittel und Wege zu finden, wie diese Dokumente für eine möglichst große Zeitspanne vor dem Verfall bewahrt und damit späteren Generationen erhalten werden können. Der Minister betonte, daß auf diese Weise der bisherigen Vergeudung der so wert­vollen historischen Schätze unserer Zeit Einhalt ge­boten werden soll.

Dr. Goebbels hat mit der Leitung der Kommis­

sion den stellvertretenden Pressechef der Reichsregie- rung Ministerialrat Berndt beauftragt. Zur Durchführung der praktischen Arbeit veranlaßte der Minister die Einsetzung von sechs Sektio­nen aus Sachverständigen der vorgenannten Stellen. Zu Obmännern der Sektionen hat Reichs­minister Dr. Goebbels berufen: Ministerialrat H a e g e r t (graphische .Arbeiten), den stellvertreten-- den Reichssendeleiter B o e s e (Schallplatten- und Rundfunkwesen), Ministerialrat Berndt (Presse­wesen), Regierungsrat Kurz dein (Lichtbildwesen), Ministerialrat Dr. Seeger (Filmwesen) und Ministerialrat Dr. W i s m a n n (Schrifttum).

Als Mitglieder wurden berufen: Der Leiter des Reichsarchivs Direktor Dr. Z i p h e l, General­direktor der Preußischen Staatsbibliothek Geheimer Regierungsrat Dr. K r ü ß, Generaldirektor der Bayrischen Staatsbibliothek Ministerialrat Dr. B u t t m a n n, der Leiter des Hauptarchivs der NSDAP. Dr. Utrecht, der Leiter des Reichs- filmarchivs Melzer, der Leiter des Schallplatten­archivs der Reichsrundfunkgesellschaft von B r au­ch i t s ch, der Leiter der deutschen Bücherei in Leipzig Direktor Uhlendahl, Präsident des Reichsmstituts für Geschichte des neuen Deutsch­lands Prof. Dr. Frank, der Leiter der Reichs­druckerei Direktor Hensel, der Leiter des staat­lichen Materialprüfungsamtes Dr.-Jng. Seidel, als Vertreter der Zeitungswissenschaft Geheimrat Prof. Heide, Geschäftsführer der Reichsschrift­tumsstelle Diehl, Verlagsdirektoi' Baur, Ver­lagsdirektor Hornauer, Verlagsleiter Dr. Georgi jun., Verlag Parey, der Leiter der Wirt­schaftsgruppe Papier, Pappe und Zellstofterzeugung R. von Wussow, Schristgestalter Wiegand (München), Leiter der Bildstelle Atlanttc-Photo Dr. Hermann, Hauptschristleiter Lorenz, Schrift­leiter Mai, in Firma Ullstein, Hauptschristleiter M a r s a n i (Photo-Hoffmann), Dr. Walter R a h t s (Agfa), Dr. Walter Geyer (Geyer-Werk AG.), Hans Taub mann (Schleußner-Werke), als Ver­treter des Propagandaministeriums: Oberregierungs­rat Dr. Ziegler, Regierungsrat Carstensen, Oberregierungsrat Stephan, Referent Quaas, Dr. E r ck m a n n.

Kunst und Wissenschaft.

Deutscher Hochschultag in Göttinaeu.

In der Aula der Göttinger Universität fand unter dem Protektorat des Reichsministers für Wissen­schaft, Erziehung und Volksbildung, Rust, der Deutsche Hochschultag statt. Die Tagung er­hielt ihre Bedeutung dadurch, daß erstmalig die deut­schen Hochschulen in ihrer Gesamtheit zu einigen durch den Pierjahresplan aufgeworfenen Fragen Stellung nahmen. Daher waren neben Vertretern der Partei, des Staates, der Wehrmacht, aller deut­schen Hochschulen und Wissenschaftlichen Gesellschaf­ten auch Vertreter anderer an diesem großen Werk interessierten Kreise erschienen, ferner eine stattliche Zahl von Vertretern ausländischer Hochschulen

Der Rektor, Professor Dr. Neumann, stellte die Tagung unter das GeleitwortWissenschaft und Raum". Dann ergriff Staatsminister Dr. Wacker das Wort zur Eröffnungsrede, aus der folgende Sätze hervorgehoben seien: Der Staat als Erhalter und Pfleger der Wissenschaft tritt an diese heran, um den prometheischen Geist aufzurufen, ihm zu helfen bei der Lösung der dringendsten Lebensfragen des deutschen Volkes in einem Augenblick, in wel­chem die Volksgemeinschaft bedroht ist infolge ihres ungenügenden oder zu armen Lebensraumes. Der Staat zwingt nicht, er ruft die Wissenschaft, er ruft nach dem Geist, der ihm helfen möge in Dingen, die nur der Geist zu lösen vermag.

Der Präsident des Reichsforschüngsrates, General der Artillerie Professor Dr. Becker, sprach über die Wechselwirkung von Wissen und Wehr.Sorgen wir, jeder für sein Teil", so schloß Dr. Becker,daß in der Stunde der Not auch künftighin beides sich vereint: Höchste Moral des kämpfenden Menschen und bestes, dem Hochstand deutscher Wissenschaft angepaßtes Material." Weiter sprachen der Professor für Mineralogie an der Universität Göttingen Dr Drescher-Kaden" überDeutsche Naturforschung" und der Professor für Ackerbau und Landbaupolitik an der Universität Berlin, Dr. Conrad Meyer, überRaumforschung und Hochschule".

Göttingens Kulturbeziehungen zu England und Amerika.

Die Gründungsgeschichte der Georg-Auaust-Uni- versität und ihre auf dem Gebiete der Anglistik einzigartige Ausgestaltung sichert Göttingen eine bevorzugte Stellung in dem Bemühen/ die deutsch-englischen und die deutsch-amerikanischen Be- Ziehungen der Vergangenheit zu erforschen und in der Gegenwart zu pflegen. Aus Anlaß der 20 0 - Jahr-Feier hielt das Englische Seminar der Universität eine Festsitzung ab, in der von deutscher Seite der Dekan der philosophischen Fakultät Prof. Wilde und der ehemalige Leiter des Institutes Geheimrat Morsbach, von englischer Seite Prof. Gillies Hüll und von amerikanischer Seite Prof