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Tat auf ein Syster?» der Friedenssicherung verlassen können, das schon in einem eklatanten Einzelfall versagt gegen eine internationale Verbrecherorgani­sation, die durch notorische Friedensbrüche und Be­kundungen eines durchaus unfriedfertigen Willens bereits hinreichend vorbelastet ist? Wie soll man an die Wirksamkeit einer Methode glauben, die schon in dem denkbar engen Rahmen der vier westeuro­päischen Großmächte kläglich Schiffbruch leidet, weil man in Paris und London seine eigenen Inter­essen oder das, was man dafür hält, über das be­leidigte Recht stellt und sich scheut, gegen seine Freunde anzutreten, auch wenn dies so fragwürdige sind wie die Bolschewisten von Valencia und Mos­kau, weil man das Stirnrunzeln einer einseitig orientierten und scharf gemachten Presse fürchtet? Was hier in einem Einzelfall und im engsten Rah­men so schnell ad absurdum geführt wurde, wie soll das gleiche System sich als Sicherung des Frie­dens bewähren, wenn es um Lebensinteressen gro­ßer Nationen geht und von einer Reihe sehr ver­schiedenartig interessierter Völker eine internatio­nale Disziplin verlangt wird, die hier nicht einmal Frankreich und England, die lauresten Lobredner des kollektiven Systems, bewiesen haben? Der F ü h- rer hat die unausweichliche Folgerung aus Deutsch­lands Enttäuschung über dieses jämmerliche Ergeb­nis der LondonerBeratungen" gezogen, wenn er in Würzburg feierlich erklärte:Wir werden von jetzt ab in solchen Fällen doch lieber die Freiheit, die Unabhängigkeit, die Ehre und die Sicherheit der Nation in unsere eigenen Hände neh­men und uns selbst beschützen. ... Nachdem sich selbst diese kleinste Abmachung in der Praxis als undurchführbar erwies, soll das für uns eine War­nung fein, eine ähnliche Enttäuschung eines Tages nicht vielleicht in einem schlimmeren Fall noch ein­mal zu erleben. Jede Katze kann sich einmal die Pfoten verbrennen und jeder Mensch einmal Feh­ler machen, aber nur Narren tun das gleiche zwei­mal! Weder ich, noch die deutsche Nation haben nun Lust, sich ein zweites Mal in eine solche Gefahr zu begeben."

Die deutsche Außenpolitik war vorurteilsfrei ge­nug, einem System, das bereits in Form des Gen­fer Völkerbundes von einem Mißerfolg zum an­deren geführt hatte, in einem anderen Rahmen eine neue Chance zuzubilligen und die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, im Falle des Gelingens auch einen Schritt weiter zu gehen und die bisher allzu wohl begründete Stellung gegen die kollektive Methode zu überprüfen. Deutschland ist nicht in die Lage gekommen, den Versuch auszudehnen. Das erste Mißlingen war überzeugend genug, um die deutsche Außenpolitik davon abzuschrecken, die Si­cherheit des Reiches internationalen Kollektivbe­schlüssen anzuoertrauen. Deutschland wird auch in Zukunft an dem für richtig befundenen Grund­satz festhalten, daß starke Nationalstaaten, die in nachbarlicher Zusammenarbeit sich über ihre na­tionalen Lebensinteressen zu verständigen suchen, die Voraussetzung für eine wirksame Friedenssicherung sind genau so wie nach den in gleicher Richtung gehenden Worten Görings in der Eröffnungs­sitzung des Berliner Kongresses der Internationalen Handelskammer gesunde nationale Volkswirtschaf­ten das Fundament für eine lebendige Weltwirtschaft bilden müssen. Wie die wiedererstandene Armee der deutschen Politik die Handlungsfreiheit zurückae- geben hat, so hat der Vierjahresplan die Aufgabe, die deutsche Wirtschaft unabhängig zu machen von den Wechselfällen der Weltpolitik und konjunkturel­len Einflüssen des Weltmarktes. Aber so wenig wie wir uns vom Welthandel ausschließen wol­len, so wenig verkennen wir unsere Verantwortung für den Weltfrieden. Wir haben bereits für das eine wie für das andere sehr wesentliche Beiträge geleistet und sind auch für die Zukunft bereit, un­seren Anteil zur Sicherung des Weltfriedens sowohl wie zur Wiederaufrichtung der Weltwirtschaft auf uns zu nehmen. Nach den Erfahrungen, die man uns hat machen lassen, nehmen wir uns aber die Freiheit für beide Aufgaben unsere eigene Methode zu verfolgen. Dr. Fr. W. L.

Gtaat und Kirche.

Eine Rede des Gauleiters Adolf Wagner.

München, 29. Juni. (DNB.) In Fürstenfeld­bruck hielt der Gauleiter des Traditionsgaues Mün­chen-Oberbayern, Staatsminister Adolf Wagner, eine Rede, in der er auch das Verhältnis zwi - schen Staat und Kirche behandelte. Er müsse mit Bedauern feststellen, so erklärte der Gauleiter, daß es heute noch eine Kraft und eine Macht gäbe, die sich störend im völkischen Leben bemerkbar mache. Diese Kraft seien die Kirchen. Er wende sich mahnend an sie, sich einzufügen in das große Ganze und mitzuarbeiten an den gewaltigen Pro­blemen, die noch zu lösen seien. Die Kirchen hätten in der Systemzeit alles andere getan, als Leistun­gen zur Rettung des deutschen Volkes zu vollbrin- aen. Wenn man schon seitens der Kirchen keine Leistungen des nationalsozialistischen Reiches anzu­erkennen geneigt sei, so müßte man doch zum min­desten anerkennen, daß durch diese Leistungen d i e Einnahmen der Kirchen erheblich gesteigert worden sei. Diese seien aber keineswegs durch er­höhte Leistungen der Kirche, sondern einzig und allein durch die Leistungen des nationalsozialistischen Reiches verursacht worden. Die Einstellung der Kir­chen zwänge ihn nun, diese freiwilligen Leistungen im Verlauf der nächsten drei Jahre in Bayern nach und nach zu kürzen. Die eingesparten Summen sollten zum Bau neuer Schulen in Bayern Verwendung finden. Es könne ja nicht die Aufgabe des Staates sein, eine Organisation finan­ziell zu unterstützen, die nichts anderes als den Kampf gegen den Staat betreibe. Der Staat sei nun einmal dazu da, Störenfriede zur Ordnung zu rufen, und dafür zu sorgen, daß ihnen rechtzeitig das Hand­werk gelegt werde. Das deutsche Volk sei im tief­sten Grunde seines Herzens gottesfürchtig und gott­gläubig. Es wolle über seinen Herrgott nicht strei­ten, sondern im Sinne seines allmächtigen Gottes leben.

Einheitliches Ausbildungsrecht für die höheren Beamten der allgemeinen und inneren Verwaltung.

Berlin, 29. Juni. (DNB.) Der § 164 des neuen Beamtengesetzes gibt der Reichsregierung das Recht, Vorschriften über die Vorbildung und die Lauf­bahnen der Beamten zu erlassen Demzufolge haben die Reichsminister des Innern und der Finanzen eine Verordnung über die Ausbildung für den höheren Dienst in der allgemei­nen und inneren Verwaltung veröffent­licht. Nachdem der Reichsjuftizminister als oberste Justizbehörde für den gesamten richterlichen Nachwuchs des Reiches ein einheitliches Ausbil­dungsrecht geschaffen hat, soll nun dasselbe für den Nachwuchs der höheren Beamten der allgemeinen

Der englische Vorschlag im Mchteinmischnngsansschuß.

Grundsätzliche Bedenken Deutschlands und Italiens gegen die Alleindurchführung der GeekontroUe durch England und Frankreich.

London, 29. Juni. (DNB.) In der Sitzung des Hauptausschusses des Nichteinmischungsausschusses wurde ein englisch-französischer Vor­schlag auf Uebernahme der Seekon­trolle in den spanischen Gewässern vorgebracht. Der deutsche und der italienische Vertre- t e r erklärten, daß sie ihren Regierungen von dem Vorschlag Kenntnis geben wollten, daß sie aber stärkste gründ sätzliche Bedenken gegen jede Art von Ueberwachung hätten, die sich nicht auf dem notwendigen Gleichge­wicht aufbaue, das zur unparteiischen Durchfüh­rung der Kontrolle unerläßlich sei.

Bei der Eröffnung der Sitzung gab der ita­lienische Vertreter folgende Erklärung ab: Die Vertretung des Valencia-Ausschusses in Lon­don hat kürzlich eine Pressemitteilung veröffentlicht, die wilde Behauptungen über kürzliche Landun­gen italienischer Truppen in Spanien enthielt. Nicht zum ersten Mal veröffentlichte die fragliche Vertretung durch die Presse ähnliche phan­tastische Berichte. Es ist nicht meine Aufgabe, irgend­eine Meinung über den Gebrauch zu äußern, den die Vertretung Valencias von dem ihr zugestande­nen diplomatischen Statut macht, doch wünsche ich zu erklären, daß nicht ein einziger italieni­scher Freiwilliger mein Land nach Spanien ver­lassen hat, seit ein diesbezügliches Verbot ver­abredet worden ist."

Lord Plymouth machte dann Vorschläge zur Wiederher st ellung des Flottenüber­wachungsschemas. Nach diesen Vorschlägen wären die englische und die französi­sche Regierung bereit, die Verantwortung für die Durchführung des Flottenüberwachungsschemas für d ie Gesamtheit der Küsten Spa­niens zu übernehmen. Sie erklärten sich grund­sätzlich mit der Ernennung neutraler Beob­achter einverstanden, die auf den Ueberwachungs- schiffen stationiert werden sollen. Die englische Re­gierung will die Verantwortung tragen für die Flottenüberwachung derjenigen Teile der spanischen Küste, die sich in den Händen des Valencia-Aus­schusses befindet, und die französische Regierung und die englische Regierung wollen sich in die Verant­wortung für die Ueberwachung derjenigen Abschnitte der spanischen Küsten teilen, die jetzt in den Händen von General Franco sind.

Der belgische, tschechoslowakische, schwedische und sowjetrussische Vertreter begrüßten die englisch-fran­zösischen Vorschläge. Der deutsche und der ita­lienische Vertreter erklärten sich bereit, die englisch-französischen Vorschläge ihren Regierungen zu übermitteln, brachten jedoch st ä r k st e grund­sätzliche Bedenken gegen diesen Vorschlag

zum Ausdruck, der nicht auf dem notwendigen Gleichgewicht derart aufgebaut ist, daß die völ­lige Unabhängigkeit der Ueberwa­chung sichergestellt werde. Gleichzeitig gaben die beiden Vertreter an, daß ihre Regierungen beschlos­sen haben, ihre Staatsangehörigen, die augenblick­lich als Ueberwachung sbeamte unter dem Ueberwachungsschema beschäftigt sind, anzuweisen, ihre Posten aufzugeben. Beim Abschluß der Aussprache kamen alle Vertreter überein, ihren Regierungen die Vorschläge mit der Bitte um so­fortige Anweisungen zu übermitteln.

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung war der Plan zur Zurückziehung nichtspanischer Staatsangehöriger aus Spanien. Lord

Plymyuth erklärte, daß die englische Regierung sehr besorgt darum sei, ob man in dieser Angelegenheit Fortschritte machen könne. Der französische Vertre­ter erklärte, daß seine Regierung, um mit der all­gemeinen Maßnahme der Zurückziehung zu begin­nen, anregen möchte, daß Vorkehrungen für die sofortige Zurückziehung aller nichtspanischen Staats­angehörigen in Spanien, die zur Zeit kriegs­gefangen oder verwundet wären, getrof­fen würden, Man kam überein, daß die nächste Sitzung des Hauptunterausschusses am Freitag abgehalten werden solle und daß auf dieser Sitzung sowohl die Seeüberwachung wie die Zurückziehung der nichtspanischen Staatsangehörigen beraten wer­den solle.

Kontrolle ober Vegiinstigimg.

Kontrolle ober einseitige Begünstigung? Das ist die Frage, die seit der Rückkehr des Botschafters von Ribbentrop nach London für den Nichtein­mischungsausschuß zur Debatte steht. Es versteht sich von selbst, daß über die jetzt einzuschlagende Rich­tung eine deutsch-italienische Fühlungnahme erfolgte. Ihr Ergebnis ist die gemeinsame Haltung des deut­schen und des italienischen Vertreters vor dem Aus­schuß. Der Vertreter Deutschlands hat es bei seiner Begründung der Bedenken gegen eine Zweirnächte- Kontrolle offen ausgesprochen, daß auf deutscher Seite ein Vertrauen in die Unparteilichkeit der bei­den in der Kontrolle verbliebenen Mächte nicht mehr möglich ist. Wenn Botschafter von Ribben­trop dann weiter darauf verwies, daß ja das den vier Mächten erteilte Mandat nach dem Ausschei­den Deutschlands und Italiens aus der Kontrolle logischerweise als erloschen anzusehen ist, so trifft er damit recht eigentlich den Kern des Gesamt­problems. Denn: Zweck der Kontrolle soll die Ver­hinderung einer Einmischung dritter Mächte in den spanischen Krieg sein. Nun besteht feit rund zehn Monaten ein besondererNichteinmischungsaus­schuß" in London, dessen Aufgabe eben die Siche­rung der Nichteinmischung und damit auch die Durchführung der Kontrolle zu Lande und zu Was­ser gewesen wäre. Aber beide Aufgaben des Aus­schusses sind infolge des sowjetrussisch-französisch- englischen Zusammenarbeitens nicht durchgeführt, ja geradezu sabotiert worden. Wenn also eine zehn­monatige, Nichteinmischungspolitik mit ihrem Wust von Verschleppungs-Manövern und Intrigen selbst bei einer Beteiligung Deutschlands und Italiens nursehr unzureichend" gewirkt hat, wie der Vor­

sitzende Lord Plymouth leider sehr richtig, freilich ohne jede Erwähnung der Schuldigen betont hat, dann muß eineKontrolle" der beiden Mächte Frankreich und England allein logischerweise noch viel unvollkommener sein. Und wenn das Giornale d'Jtalia" ein Kontrollregime französisch- englischer Sorte rund heraus eine .Begünstigung der spanisch-sowjetischen Aufrührer" nennt, dann trifft das den Nagel auf den Kopf.

Der schon vor vier Tagen angekündigte italieni­sche Widerstand gegen eine offenkundige Begünsti- gungskontrolle fand seine vielfache Begründung wenige Stunden vor Beginn der Dienstag-Sitzung des Ausschusses auch noch dadurch, daß sowohl Lon­doner wie Pariser Blätter betonten, es müsse sich jetzt eben zeigen, wer denn nun eigentlich Herr im Mi11elmeer sei. Deutlicher konnte sich der Versuch der doppelten politischen Schiebung nicht dokumentieren. Der Plan, nach dem schweren Ver­trauensbruch vom 23. Juni nun noch zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, indem man unter dem Anschein einer Kontrolle die sowjetrussische Kriegführung in Spanien noch ungestörter als bis­her unterstützen und gleichzeitig eine machtpolitische Verlagerung im Mittelmeer auf Kosten Italiens einleitet, dieser Plan ist denn doch zu grobschläch­tig angelegt, als daß er sich so nebenbei durchführen ließe. Die beiden Mächte, die die planmäßige Durch­löcherung des Nichteinmischungs-Gründsatzes und den Zusammenbruch der Kontrolle bisher zu ver­antworten haben, werden sich über die Folgen klar werden müssen, die notwendig eintrrten, wenn sie sich in der spanischen Frage gänzlich auf die Seite Moskaus schlagen würden.

und inneren Verwaltung geschehen und damit ein weiterer Schritt auf dem Wege der Vereinheitli­chung der Beamtenausbildung im Reich getan wer­den. Die Verordnung tritt am 1. Juli 1937 in Kraft.

Nie erste Reichsmütterschule des Neutscheu Frauenwerks. Ein Denkmal der Frau in der Landschaft der Rhön.

W ü r s b u r g, 29. Juni. (DNB.) Die neue Reichs­mütterschule in Oberbach in der Rhön, die erste Heimmütterschule des deutschen Frauenwerks, wurde am 29. Juni ihrer Bestimmung übergeben. Im Fest­saal, der im Schmuck uralten Rhönhausrates das Wesen der Landschaft widerspiegelt, fanden sich die Gäste der Feierstunde. Gauleiter Dr. Hellmuth kennzeichnete den Grundgedanken der Gestaltung des Heims Oberbach als die Erfüllung des ersten Punktes des Rhön-Plans: Der Mensch solle wie­derfrei werden. Diese Aufgabe sei vor allem an die Frau gerichtet; denn die Ewigkeit habe das Volk, das die Jugend und mit ihr die Mütter besitzt.

Worte der Freude und des Dankes sprach Reichs­führer SS. Himmle r als er ausführte: Erft un­serem Dritten Reich bneb es Vorbehalten, dem Großstadtwahn des deutschen Menschen wieder die gesundende Rückverpflanzung auf das Land, von dem ja alle Kultur ausgeht und in der ja alle Kultur verankert ist, entgegenzustellen. Folge­richtig hat gerade die NS. - Frauenschaft die­sen Gedanken erfaßt und ihr Heim in das Land hineingestellt, ihm Sinn und Zweck gebend, ein Heim zu sein, das in seiner gesunden, daseinsfrohen Gestaltung der Frau das Muttertum zum In­begriff höchster Erfüllung macht. Der Reichsführer SS. kennzeichnete den nationalsozialistischen Gedan­ken der Kameradschaft und des Aufbaues aller vo- fitiven Kräfte auch als Sinnbild für die deutsche Frau. Nicht Männerbünde allein, die Frauen in ihrer Gesamtheit, die NS.-Frauenschaft und das deutsche Frauenwerk, hätten sich in der Erkenntnis der letzten Fragen über Familie, Rasse und Volk zu einer einzigen Kameradschaft zusam­mengefunden. Die Bräute i)er SS., die der SA. und der Wehrmacht, sollten hier zu Frauen und Müttern erzogen werden, wie Deutschland sie braucht. So werde das Rhön-Heim in jeder Hinsicht neues Leben in diese Gegend und weit über ihre Grenzen hinaus in unser deutsches Sein tragen.

Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz - Klink sprach von dem an sie herangetretenen Wunsch, den Gefallenen der Bewegung ein Denkmal der Frau, der Mutter zu setzen. Das Denkmal der deutschen Frau sei nun gesetzt. Es sei das Leben, wie es das deutsche Volk jetzt führe und habe Form angenom­men in Stätten des Lebens, in den vier Reichs­schulen der NS.-Frauenschaft.

Eine Deutsch-polnische Gesellschaft in Warschau.

Warschau, 29. Juni. (DNB.) In Warschau wurde eineDeutsch-Polnische Gesellschaft" gegrün­det. Vorsitzender der Gesellschaft, die die kulturel­len, wissenschaftlichen, literarischen und künstleriscyen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen för­dern will, ist Senator G o 1 u ch o w s k i, sein Stell­vertreter der Germanist an der Warschauer Univer­sität, Professor Dr. von Lempicki, General­sekretär ist der Direktor der Gesellschaft zur För­derung der polnischen Kunst im Auslande, Dr v o n Guttry. Die Gesellschaft will ihre Aufgaben durch die Veranstaltung von Tagungen, Vorträgen, Ver­sammlungen, Austausch von Gelehrten^ Schriftstel­lern und Künstlern, ferner durch Konzerte, Theater­

aufführungen, Ausstellungen und Uebersetzungen von Büchern erfüllen. In der Gründungsversamm­lung kam die Hoffnung zum Ausdruck, daß die Deutsch-Polnische Gesellschaft die kulturellen Bezie­hungen zwischen Deutschland und Polen vertiefen und dadurch das Verständnis der beiden Völker für einander fördern wird.

Das Projekt der Autobahn Berlin-Rom.

Berlin, 29. Juni. (DNB.) Das dem Führer im Dezember vorigen Jahres und Januar dieses Jahres durch Senator Puricelli vorgetragene Pro­jekt einer Autobahn Rom Innsbruck München, welches mit dem Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen besprochen wurde, ist

auf italienischer Seite geprüft worden. Es ist mit einem baldigen Baubeginn auf italienischer Seite zu rechnen. Die Unterhandlungen mit Oester­reich sind soweit gediehen, daß von österreichischen Ingenieuren nunmehr untersucht wird, welche Li­nienführung von Innsbruck zur deutschen Grenze als die zweckmäßigste für die österreichischen Ver­kehrsverhältnisse erscheint. Der Führer hat in die­sen Tagen Senator Puricelli in Begleitung des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen empfangen. Er hat dabei sein großes Interesse an diesem Plan bekundet. Von deutscher Seite wird es möglich sein, den deutschen Anteil dieser großen Straßenachse BerlinRom, die Strecke Berlin München Reichsgrenze, bis zu der 1941 vorgesehenen Weltausstellung in Rom fertigzustellen.

Rumänischer Königsbesuch in

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König Carol von Rumänien ist in Begleitung des Kronprinzen Michael zu einem Staatsbesuch in Warschau eingetroffen. Unser Bild zeigt König Carol, rechts von ihm Staatspräsident Prof. Mos - ci cti, gefolgt vom Kronprinzen Michael auf dem Zentralbahnhof in Warschau. (Scherl-Bilderdienst.)

König Carol fährt nach Krakau.

Warschau, 29. Juni. (DNB.) Mittwoch trifft der rumänische König für einen zweitätigen Aufent­halt in Krakau ein. Im Mittelpunkt des Kra­kauer Besuches steht eine Kranzniederlegung am Sarge des Marschalls Pilsudski. Wie verlau­tet, wird das Krakauer Programm keinerlei Ein­schränkung infolge der durch den Krakauer Erz­bischof Fürst S a p i e h a eigenmächtig vorgenom­menen Ueberführung des Pilsudski-Sarges aus der St. Leonhards-Kapelle in der Wawel-Kathedrale in die Gruft unter dem Turm der Silbernen Glät­ten erfahren. König Carol wird den Kranz am Sarge des Marschalls Pilsudski in der Gruft der Silbernen Glocken niederlegen und anschließend die übrigen Grüfte und die Sarkophage der polnischen Könige und der polnischen Nationalhelden besuchen. An den in Krakau vorgesehenen Feiern wird der päpstliche Nuntius teilnehmen, der auch bei dem Festessen im Wawel-Schloß anwesend sein

wird.Gazetta Polska" veröffentlicht ein Bild, das König Carol im Gespräch mit dem päpst - 1 ichen Nuntius während eines Empfanges im Warschauer Königsschloß zeigt. Im übrigen scheint der Konflikt des Krakauer Erzbischofs mit der pol­nischen Regierung die zuständigen Stellen zu ver­anlassen, für einen umso glanzvolleren Verlauf des Krakauer Besuches des Königs Sorge zu tragen.

Die russischen Kirchen werden dem Boden gleichgemacht. Warschau, 29. Juni. (DNB.) Nach einer Mel­dung aus Moskau bereiten die Sowjets einen neuen vernichtenden Schlag gegen bie Religion vor. Angeblich auf Wunsch der ört­lichen Sowjets hat das Jnnenkornrnissariat sich ent­schlossen, im Rahmen des dritten Fünftahresplanes alle noch vorhandenen Kirchen zu schließen. Die Mehrzahl der Kirchengebäude soll abgetragen und nur ein kleiner Rest profanen