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Kriegerkameradschaft Klein^Linden brachte Kamerad-1 schaftsführer Friedrich Schimmel in seiner Schlußansprache den Dank und die Anerkennung für das Musikkorps zum Ausdruck.

s. Lang-Göns, 30. März. Am 1. April kann Urtier Mitbürger Heinrich Boller IL, Schreiner­meister, Obergasse, seinen 8 2. Geburtstag bei guter körperlicher und geistiger Frische feiern.

* Großen - Buseck, 30. März. Am Oster­montagabend zwischen 19 und 20 Uhr wurde auf der Land st raße Beuern Großen-Bu- seck ein Mann bewußtlos aufgefunden, der mit dem Rad gestürzt war und dabei das Bewußt­sein verloren hatte. Da die Persönlichkeit des Ber- unglückten nicht festzustellen war, wurde er mit er­heblichen Verletzungen nach Gießen in die Chirur­gische Klinik verbracht, wo er am heutigen Vor­mittag noch vernehmungsunfähig darniederlag.

ch Saasen, 29. März. Die hiesige M i l ch a b - satzgenossenschaft hielt im Saale des Gast­wirts Karl Schepp ihre Jahreshauptversammlung ab. Aus dem Geschäftsbericht des Rechners August Biedenkopp ging hervor, daß die Genossen­schaft im letzten Jahre eine gute Aufwärtsentwick­lung erfahren hat. Im abgelaufenen Jahre erfolg­ten zehn Neuaufnahmen, so daß die Mitgliederzahl jetzt 64 beträgt. An die Milchzentrale Gießen wur­den 240 162 Liter Vollmilch geliefert. Die Rech­nungsablage wurde in Ordnung befunden,, so daß Vorstand und Aufsichtsrat entlastet werden konnten. Die beiden satzungsmäßig ausscheidenden Vorstands­und Auffichtsratsmitglieder wurden einstimmig wie­dergewählt. Zum ersten Schriftführer wurde Lud­wig Kutscher bestimmt.

# Ettingshausen, 29. März. In einer Mitglieder-Versammlung der DAF., zu der auch die Angehörigen aller Gliederungen der Partei erschienen waren, sprach der Kreisöbmann der DAF. Wagner (Gießen) über den Kampf des Führers für die politische und wirtschaftliche Freiheit Deutschlands und über die Aufgaben der DAF. in diesem Kampfe. Die Ausführungen des Redners wurden mit großem Interesse ausgenom­men.

Lich, 30. März. Heute können die Eheleute Georg Schmidt und Katharine Luise, geb. Phi­lippi, Silberne Hochzeit feiern. Dasselbe Fest begehen am 7. April bzw. am 8. April die Eheleute Wilhelm Seim und Anna Margarete, geb. Bachmann, bzw. Karl Schmidt (ein'Bruder des Obengenannten) und Lina, geb. Jüngel.

öp Li ch, 29. März. Zur Freude von jung und alt kehrte in diesen Tagen unser Storch zurück und nahm wieder Besitz von seiner Wohnung auf dem Dach der Marienstiftskirche.

LJ Lich, 29. März. Ein langjähriger, verkehrs­hindernder Uebelstand in unserer Stadt wurde jetzt beseitigt. Am Bahnübergang vor der Brauerei Jhring-Melchior ist das Gleis der Butzbach Licher Eisenbahn gehoben und der ganze Uebergang mit Kleinpflasterung versehen worden, wodurch eine große Durchfahrt und ein einwandfreier Uebergang geschaffen wurden.

^) L i ch, 28. März. Die Freiwillige Feuer­wehr L i ch hielt am Samstagabend imLöwen" ihren diesjährigen ordentlichen Jahreshaupt­appell ab. Der Führer der Wehr, Hauptbrand­meister Zimmer, begrüßte die Kameraden, insbe­sondere Kreisfeuerwehrführer Bouffier (Gießer/), Hauptbrandmeister Münch (Gailsche Freiwillige Feuerwehr Gießen) und Bürgermeister Geil (Lich). Nachdem er der im vergangenen Jahre verstorbe­nen Kameraden der Wehr gedacht hatte, denen die übliche Ehrung zuteil wurde, gab er einen ausführ­lichen Jahresbericht, der von emsiger Arbeit zeugte und aus dem zu ersehen war, daß die Wehr stets bestrebt ist, ihre Ausbildung und Schlagfertigkeit immer mehr zu vervollkommnen. Die Wehr konnte im vergangenen Jahre auf ihr 60jähriges Bestehen zurückblicken. Die 60-Jahrfeier wurde in schlichter Weise im Rahmen eines Kameradschaftsabends be­gangen. Ein erfreuliches Zeichen ist, daß 80 v. H.

der Kameraden auf eine mehr als 10jährige Dienst­zeit in der hiesigen Wehr zurückblicken können. Der Mitgliederstand ist zur Zeit folgender: 118 aktive, 180 passive, 5 Alters- und 8 Ehrenmitglieder. Im verflossenen Jahre wurden 7 Uebungen und 16 Führerbesprechungen abgehalten und zur Vervoll­kommnung der Ausrüstung 180 Meter Schlauch neu angeschafft. Da der Rechner zur Zeit beruflich aus­wärts weilt, soll die Rechnungsablage zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Im weiteren Ver­laufe des Appells sprach der Führer der Wehr in ausführlichen Darlegungen über die Entstehung von Bränden und deren zweckmäßige Bekämpfung. Kreisfeuerwehrführer Bouffier (Gießen) unter­strich die Ausführungen des Wehrführers und wußte in leichtfaßlichen Erklärungen weitere wertvolle Anregungen den Anwesenden nahezubringen. Nach einigen Mitteilungen über die Auszeichnungsfrage und den Provinzfeuerwehrtag in Büdingen wurde der Appell in üblicher Weise geschlossen.

oo Eberstadt, 29. März. Der Rindvieh- und der Schweineoersicherungsverein hielten bei Gastwirt F e l s i n g gemeinsam ihre Ge­neralversammlung ab. Der Vorsitzende der Vieh­versicherung hieß die Teilnehmer willkommen. Rech­ner H. Wedemann erstattete den Kassenbericht der Viehoersicherung, der mit einem Ueberschuß von 292,94 Mark abschloß. An Entschädigungen wurden 1681,30 Mark ausgezahlt. Die satzungsgemäß aus­scheidenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Der Kassenbericht der Schweinever­sicherung, von Rechner F. Müller vorgetragen, schloß in Einnahmen mit 1429,17 Mark, in Aus­gabe mit 1415,70 Mark ab. Die Abschlüsse beider Vereine wurden gutgeheißen und den Vorständen, wie auch den Rechnern einstimmig Entlastung er­teilt. Für die aus Altersgründen aus dem Vorstand scheidenden Mitglieder Ph. Weisel IL, August Gorr und Ernst von Diemar wurden Ferdi­nand Weisel, Hermann Engel und Ferdinand Holler gewählt.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 29. März. Unser P o - saunenchor, der seit dem Wegzug unseres ver­storbenen Pfarrers D Fritsch ruhte, hat auf An­regung von Pfarrer Hörr seine Tätigkeit wieder ausgenommen. Er verschönte die Gottesdienste bei der Orgeleinweihung und am Karfreitag. Am Oster- morgen in aller Frühe ließ er vom Kirchturm aus seine Osterchoräle erklingen. Damit ist ein alter, schöner Brauch wieder aufgelebt.

Kreis Büdingen.

Z Nidda, 29. März. Die im vorigen Jahre ziemlich rege Bautätigkeit wird in diesem Jahre durch den Neubau von sechs Wohnhäusern sowohl als auch durch Um-, An- und Aufbauarbei­ten an älteren Häusern übertroffen, so daß die Bauhandwerker und Arbeiter auf lange Zeit be­schäftigt sein werden. Zur Zeit vollendet man den Innenausbau von mehreren im vorigen Herbst in der Beundestraße und in der Hopfengasse im Roh­bau erstellten Wohnhäusern. Mit dem Neubau von zwei weiteren Wohnhäusern an der Beundestraße, drei an der Leichthammerstraße und einem in der Raun hat man begonnen bzw. fängt damit/-in den nächsten Tagen an. Von der Stadt wurden zur Verbesserung der Seitenstraßen und verschiedener Plätze die letzten Arbeitslosen eingestellt.

Kreis Alsfeld.

. Deckenbach, 29. März. Bei der jüng­sten Holz Versteigerung der Oberförsterei Homberg in unserem Orte wurden folgende Preise erzielt: Buchen-Scheitholz 20 bis 33 Mark, Buchen- Knüppel 18 bis 20 Mark, Eichen-Scheit 13 bis 16 Mark, Eichen-Knüppel 10 bis 13 Mark, Fichten- Knüppel 8 bis 12 Mark je vier Raummeter; Eichen- Reiser-Knüppel 50 Pf. pro Raummeter, Buchen- Reiser-Knüppel 1 Mark bis 1,40 Mark pro Raum­meter.

Wirtschaft.

Gute Fortschritte der Getreideablieferung rm Februar.

Fwd. Wie das Ergebnis der vom Reichsnährstand durchgeführten Umfrage über die Ende Februar bei der Landwirtschaft noch vorhandenen Bestände an Brot-, Futtergetreide und Kartoffeln zeigt, hat die Ablieferung von Brotgetreide recht gute Fortschritte gemacht. Beim Roggen haben sich die bei der Land­wirtschaft vorhandenen Bestände im Februar um 10 v. H. der Gesamternte vermindert, so daß der Gesamtbestand auf rund 1,6 Millionen Tonnen zu beziffern ist. Beim Weizen hat die Abnahme von Winterweizen etwas geringere, die von Sommer­weizen dagegen etwas stärkere Fortschritte gemacht als im Januar. Die Gesamtvorräte können auf rund 0,7 Millionen Tonnen angenommen werden. Es läßt sich jedenfalls feststellen, daß der wirtschaftseigene Verbrauch sowohl beim Roggen als auch beim Weizen weiter nachgelassen hat, und daß sowohl Bauern als auch Landwirte bemüht waren, durch stärkere Ablieferungen ihren Abgabeverpflichtungen nachzukommen. Aus den beim Futtergetreide fest- gestellten Zahlen läßt sich schließen, daß die Landwirt­schaft nach wie vor bemüht ist, mit ihren Vorräten vorsichtig und sparsam zu wirtschaften. Die gesamten Gerstenvorräte der Landwirtschaft können für Ende Februar auf 0,77 Millionen Tonnen veranschlagt werden, während die Haferbestände bei etwas gerin­gerer Abnahme etwa 2,5 Millionen Tonnen betragen. Die noch vorhandenen Kartoffelvorräte werden nach der Erhebung des Reichsnährstandes mit 17,5 Mil­lionen Tonnen ausgewiesen. Hier war die Abnahme um nur 0,5 Millionen Tonnen geringer als im Januar.

Aus dem Gießener Handelsregister.

In das Gießener Handelsregister wurde einge­tragen: Zigarrenspezialgeschäft Theodor Mohr: Inhaber ist der Kaufmann Theodor Mohr, feiner Ehefrau Martha, geb. Muth, in Gießen, wurde Prokura erteilt. Firma Carl Freitag, Bau­unternehmung für Hoch-, Tief- und Eisenbetonbau in Gießen: Inhaber ist der Baunternehmer Carl Freitag, dem Architekten Philipp Kögel und dem Ingenieur Otto S ch a r d t, beide in Gießen, ist Gesamtprokura erteilt. Kohlenhandelsgesell­schaft Firma Job. Fischer, Kommanditgesellschaft in Gießen: Gesellschafter find Kaufmann Wilhelm Sengenberger und Kaufmann Otto Fische r, dem Handlungsgehilfen Adolf Benner ist Pro­kura erteilt; die Gesellschaft hat am 1. Januar 1937 mit zwei Kommanditisten begonnen. Die Firma Rudolf Schlabachs Nachf. Gießen ist erloschen. Die Firma A. H e ß Söhne Gießen ist erloschen. Firma Wilhelm Germer III. in Klein-Linden: Inhaber ist der Kaufmann Wilhelm Germer III. in Klein-Linden. Firma Heinrich Schäfer, Gie­ßen: Inhaber ist der Kaufmann Ludwig Wagner

in Salzböden, auf den mit Wirkung vom 1. April 1936 Firma und Geschäft unter Ausschluß der Ak­tiven und Passiven und mit dem Recht der Weiter­führung der seitherigen Firma übergegangen sind. Verlagsbuchhandlung und Hessischer Schulbuch­verlag Emil Roth, Kommanditgesellschaft in Gie­ßen: Gesellschafter ist der Verlagsbuchhändler Otto Roth in Gießen, die Gesellschaft hat am 1. De­zember 1936 mit drei Kommanditisten begonnen.

Bei der Kohlenhandelsgesellschaft m. b. H. Joh. F i s ch e r ist die Umwandlung der Gesellschaft durch Uebertragung ihres Vermögens unter Ausschluß der Liquidation auf die neu zu errichtende Kom­manditgesellschaft beschlossen worden, die seitherige Firma ist erloschen; den Gläubigern steht es frei, soweit sie nicht Befriedigung verlangen können, bin­nen sechs Monaten Sicherheitsleistungen zu verlan­gen. Bei der Verlagsbuchhandlung und Hessi­schem Schulverlag Emil Roth G. m. b. H. ist die Umwandlung der Gesellschaft durch Uebertragung ihres Vermögens unter Ausschluß der Liquidation auf die neu zu errichtende Kommanditgesellschaft beschlossen worden, die frühere Firma ist erloschen. Den Gläubigern steht es frei, soweit sie nicht Be­friedigung verlangen können, binnen sechs Mo­naten Sicherheitsleistungen zu verlangen.

Die Firma Albert Adler in Gießen ist erlo­schen. Bei der Firma K. Köhler, Lich, ist dem Kaufmann Fritz Sonntag Gesamtprokura erteilt und diese in eine Einzelprokura umgewan- delt worden. Firma Karl Rodenhausen in Gießen: Inhaber ist der Kaufmann Karl Roden­hausen in Gießen. Die Firma Krohn & C o. G. m. b. H. in Gießen ist erloschen.

Frankfurter Schlachtviehmarkt

Frankfurt a. M., 30. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 697 Rinder (124 Ochsen, 118 Bullen, 365 Kühe, 90 Färsen), 174 Kälber, 5 Schafe. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 30 bis 65, Hümmel 48 bis 52 Mark. Marktverlauf: Rinder wurden zugeteilt, Kälber und Schafe mittel­mäßig. Schweinemarkt findet erst am Donnerstag statt.

Industrie- und Handelskammer Gießen.

Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über Abwertungsgewinne. (Richtlinien 2 für die Erfassung von Äbwertungsgewinnen.)217: Nach­trag Nr. 1 zur Anordnung Nr. 4 der Ueber- wachungsstelle für Papier (Papierspäne und Alt­papier); Höchstpreise für Papierspäne und Alt­papier. 218: Die Wirtschaft Brasiliens im Jahre 1936. 219: Ueber die neue Sumatratabakernte. Pessimistische Stimmen zu den Absatzmöglichkeiten. 220: Verbilligung des Fernsprechverkehrs mit Schweden, Australischer Bund, Britisch-Jndien, Ceylon, Kenya, Union von Südafrika. 221: Die Gebühren der polnischen Einfuhrbewilligungen.

SJL^fpont

VD.-R.-Teutonia" Hausen 7:2 (2:0).

Die zahlreich erschienenen Zuschauer, die sich auf dem Waldsportplatz eingefunden hatten, wurden von der Leistung der Ligamannschaft des VsB.-Reichs- bahn angenehm überrascht. Sie erlebten ein Spiel, das jeden freuen konnte. Die Grünweißen waren in vorzüglicher Verfassung und legten trotz des Er­satzes ein großes Spiel vor. Im Tore stand Meißner, der gute Paraden zeigte. An den zwei Gegentoren war er schuldlos. Die Verteidigung mit Kramer und Fehling war wuchtig und schnell und ein für den Gegner schwer zu nehmendes Hindernis. In der Läuferreihe überraschte Thron als Mittelläufer durch guten Aufbau und großen Eifer, von Feufter und Hauptfeld wurde er unterstützt. Im Sturm sah man seit langer Zeit wieder gesunde Torschüsse. Szponick war sehr gut in Fahrt, Annecke, der sonst als Tormann wirkt, konnte nicht an die Leistungen seiner Kameraden heran. Bach, Radtke und L. Schmidt konnten restlos gefallen. Die Gäste, die mit zwei Ersatzleuten erschienen, waren technisch den Grünweißen überlegen, sie spielten ein für das Auge schönen Fußball, vergaßen aber den Torschuß. Der Torwart machte einen unsicheren Eindruck. Der beste Mannschaftsteil war die Verteidigung, die aber stark überlastet wurde. Die Läuferreihe ließ manchen Wunsch offen. Im Sturm war der Halb- rechte die treibende Kraft, die anderen Spieler ver­suchten durch Alleingänge zu Erfolgen zu kommen, hatten damit aber kein Glück.

Die Grünweißen eröffneten das Spiel mit stür­mischen Angriffen, wodurch der Gegner in die eigene Spielhälfte zurückgedrängt wurde. Doch die Gäste fanden sich und trugen schöne Angriffe vor, die aber von der Hintermannschaft abgestoppt wur­den. Nach einer Spielzeit von 20 Minuten konnte Bach, der den Ball über den herauslaufenden Tor­wart hob, das erste Tor buchen. Die Gäste hatten mit ihren Aktionen fein Glück, immer wieder konnte die Verteidigung klären. Eine Flanke von links konnte Radtke mit dem Kopf zum zweiten Tor ver­wandeln. Bis zur Pause sah man verteiltes Spiel, bei dem beide Tore in Gefahr gerieten. Nach dem Wechsel flankte Szponick und Radtke konnte durch Schrägschuß auf 3:0 erhöhen. Die Verteidigung

wurde stark belastet, Angriff auf Angriff rollte vor des Gegners Tor. Einen scharfen Schuß konnte der Torwart nur abklatschen, Radtke war blitzschnell zur Stelle und schoß zum vierten Tor ein. Bei einem Angriff der Gäste war es dem Halbrechten vorbehalten, den ersten Gegentreffer zu erzielen, doch dauerte es nicht lange, bis Szponick aus einem Gedränge heraus das fünfte Tor schoß. Die Grün­weißen, die kaum noch zu halten waren, ließen den Gegner nicht zur Ruhe kommen und Szponick brachte einen unhaltbaren Schuß in die rechte Tor­ecke an. Nachdem Radtke auf 7:1 erhöht hatte, konnte Hausen den längst verdienten zweiten Treffer durch den Halbrechten erzielen. Damit war der Tor­reigen beendet. Schiedsrichter Mohr leitete das an­ständig durchgeführte Spiel einwandfrei.

VfV. Ruppertsburg 1 VfB. Reichsbahn II 1:2.

Die Ligareserve, verstärkt durch einige Spieler der Ligamannschaft, konnte auf dem gefürchteten Boden einen knappen, aber verdienten Sieg er­ringen.

VfB.-R. Jugendabteilung.

1. Feiertag: 1. Stadtjugend Bad Ems1. Jgd. DsB.-R. 1:3; 2. Jgd. VfB.-R. Bad-Nauheim 1. Jgd. 1:3; 3. Jgd. VfB.-R. Spfr. Wetzlar 1. Jgd. 7:3.

2. Feiertag: 1. Stadtjugend Nassau 1. Jgd. VfB.-R. 2:10; 2. Jgd. Spv. 05 Wetzlar 2. Jgd. VfB.-R. 2:6; 3. Jgd. VfB.-R. Staufenberg 1. Jgd. 3:0; 3. Jgd. Spv. 05 Wetzlar 4. Jgd. VfB.-R. 1:1.

Die 1. Jugend weilte in Bad Ems und konnte gegen die körperlich stärkere Stadtjugend einen Sieg herausholen. Wie vorausgesehen, verlor die 2. Ju­gend gegen Bad-Nauheim, hätte aber dem Spiel­verlauf nach ein remis verdient. Ueberraschend kommt der Sieg der 3. Jugend über Spfr. Wetzlar. Auch Nassau hatte nichts zu bestellen und verlor sehr hoch. Erfreulich ist, daß die 2. Jugend in Wetz­lar zu einem sicheren Siege kam. Ebenfalls konnte die 3. Jugend die Staufenberger geschlagen nach Hause schicken. Einen Achtungserfolg errang die 4. Jugend, die in Wetzlar ein Unentschieden heraus- holte.

Spielvereinigung 1900 schlügt Lauliga.

Kewa" Wachenbuchen mif 3:1 im Hintertreffen.

Die Elf der Spielvereinigung 1900 konnte gestern einen erfreulichen Erfolg buchen.Kewa" Wachen- buchen, jene Mannschaft, die in der Gauliga Hessen so sehr zu überraschen vermochte, die an dritter Stelle in der Tabelle der Gauliga steht und beste Vereine hinter sich ließ, wurde gestern von der Elf der Spielvereinigung 1900 glatt geschlagen. Mit diesem Ergebnis hatte sicherlich niemand gerechnet. Weder die Zuschauer, noch die Gäste auf dem Spiel­feld, noch die Mannschaft der Spielvereinigung selbst. Das Ergebnis wird auch über den Kreis der Fußballinteressenten in unserer Stadt hinaus einiges Aufsehen erregen.

Mit gehöriger Spannung erwarteten die etwa 1200 Zuschauer, die sich eingefunden hatten, den Spielbeginn, als die Mannschaften im schmucken Dreß antraten. Der Kampf begann außerordentlich schnell und lebhaft, wurde zum Teil auch hart ge­führt, und verschiedentlich hatte man den Eindruck, als wollten sich die Gäste mit der Manier der Ueberraschung von vornherein den Sieg sichern. Aber es gelang ihnen nicht! Die Verteidigung war sehr auf der Hut und hielt selbst den stürmischsten Angriffen stand. Lippert fuhr immer wieder wie

der Blitz dazwischen und Zeiler stand auch seinen Mann. Fischer im Tor brauchte nur selten einzu­greifen. Bald hatten sich die Blauweißen freige­macht. Ihre Kombinationsarbeit lief nun manchmal sogar weitaus besser, wie die der Gäste, die sich oftmals nur auf Zerstörungsspiel zu beschränken schienen. Den Gästen war es dann eine peinliche Ueberraschung, als etwa in der 15. Minute das erste Tor fiel. Löb sack war mit dem Ball aut durch­gekommen, hatte einige feiner Gegner umspielt und war am Torschuß, als der Tormann der Gäste ihm entgegensprang, dabei einen seiner eigenen Ver­teidiger über den Haufen warf und doch den Ball verfehlte, den Lobsack an ihm vorbei sicher in das Tor schob. Die Freude der Blauweißen konnte allerdings nicht lange währen. Die Gäste glichen nach einem kurzen heftigen Geplänkel vor dem Tor der Blauweißen aus. Aber auch bei dem 1:1 blieb es nicht lange! Das zweite Tor für die Blauweißen fiel auf eine sehr ähnliche Weise wie das erste. Wiederum stürmte der Tormann aus seinem Kasten, als Bergmann mit dem Ball in bedroh­liche Nähe kam. Fast 20 Meter rannte der Tor­mann der Gäste aus seinem Gehäus leichtsinnig

Hier abschneiden! 4*

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Schutzbrille

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Schwämmchenkrankheil

oder ausreichend erscheint (an- dernfallsFürsorgeerziehung).Die Sch. wird vom Vormundschafts­gericht angeordnet. Antrags­berechtigt sind die Eltern, der Vormund und das Jugendamt Die Sch. besteht in Schutz und der Überwachung des Jugend­lichen. Sie wird ausgeübt durch geeignete Personen (sogenannte Helfer), die jederzeit zu dem Minderjährigen Zutritt haben und dem die Eltern, der Vor­mund oder die sonstigen Er­ziehungsberechtigten Auskunft geben müssen. Die Sch. erlischt mit der Volljährigkeit oder mit der Anordnung der Fürsorge­erziehung; sie wird aufaehoben. wenn der Zweck erreicht oder sonst sichergestellt ist.

Schutzbrille, Brille zum Schutz der Augen bei besonderen Arbei­ten wie z. B Steinklopfen oder Schutzbrille gegen Sonnenstrah­len, Sonnenbrille.

Schutzimpfung, siehe Impfung. Schwaben, Ungeziefer, andere Bezeichnung für Schaben, Kaker­laken usw.

Schwachsichtigkeit, siehe Seh­störungen.

Schwachsinn, ein geringer Grad von Geistesschwäche, ist gewöhn­lich erblich, kann aber auch die Folge von schweren Geistes- oder Eehtrnerkrankungen sein. Die Träger von angeborenem erb­lichen Schwachsinn werden in Deutschland gemäß dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nach Wuchses sterilisiert.

Schwägerschaft, s. Ehehinderntsie, Zeugnisverweigerungsrecht.

Schwalbe, Zugvogel, der sich in Deutschland von April bis Okto­ber aufhält und an Häusern nistet. Die Hausschwalbe oder Mehl- schwalbe hat weiße Unterseite, die Rauchschwalbe außerdem rote Federn um den Schnabel, wäh­rend der Mauersegler mehr grau ist, auch eine dunkle Unterseite hat.

Sckwamm, Skelette von im Meere lebenden Schwammtieren. Die Naturschwämme sind hellgelb. Vor der ersten Benutzung muß man nachprüfen, ob keine harten Teilchen im Gewebe sind und den Schwamm gut auswaschen Schwämme, die nicht nach jedem Gebrauch zum Trocknen aufge­hängt werden, fühlen sich glit­schig an. Man reinigt alle Schwammarten mit warmem So­dawasser und spült nach, bis das Wasier klar bleibt Statt der Naturschwämme werden heute vielfach Eummischwämme benutzt Zum Frottieren werden Luffa­schwämme gebraucht, die aus einem wurzelartigen Holzgewebe bestehen.

Schwämmchenkrankheit oder Soor der Mundschleimhaut geht mit festhaftendem, grauem, fleckigem Belag einher. Tritt besonders auf bei unrichtig ernährten, oft auch bei unterernährten Säug­lingen. Häufig verschlechtert durch das Auswaschen des Mundes, wodurch die Soorpilze erst recht tief in das Gewebe eindringen. Auch bei schwer fiebernden Kran­ken kann Soor entstehen. Von vornherein für gute Mundpflege sorgen, gute Verdauung und rich-

Der Kaffee schmeckt besser,

wenn er gefiltert ist. Das köstliche Aroma bleibt dabei voll erhalten Außerdem wrrd der Kaffee viel besser ausgenützt. Das Durchlaufen geht sehr rasch mit dem SchnellfilterMelitta". In verschiedenen Aus. führungen gibt es ihn bei

3- L. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.