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Küste

und

Der schwedische Gesandte Exzellenz R i ch e r t i Kommissare beider Abteilungen wurden abgesetzt rach seine Dankbarkeit über die Ehrung aus. Es I und vor ein Kriegsgericht gestellt. Aus

sprach seine Dankbarkeit über die Ehrung

a m sich

umgewandelt worden, teilweise in Gesellschaf­ten mit beschränkter Haftung, teilweise in offene Handelsgesellschaften, teilweise sind sie mit ande­ren Aktiengesellschaften zusammengelegt worden. Sie sind also verschwunden und mit ihnen ein Nominalkapital von 446 Millionen RM. Die Zahl von 797 Aktiengesellschaften zeigt aber noch nicht den gesamten Konzentrationsprozeß bei unseren Aktiengesellschaften an. Seit dem 31.12.1932 hat sich nämlich die Gesamtzahl der deutschen Aktien­gesellschaften von 9634 auf 7204 vermindert, also um 2430 Stück, wobei das gesamte Nominalkapital von 22,264 Milliarden auf 19,225, also um rund 3 Milliarden zurückging. Börsenmäßig hat sich dieser Prozeß dahin ausgewirkt, daß sich die an der Berliner Börse gehandelte Zähl der Aktien (nur ein beschränkter Teil der Aktiengesellschaften sind ja mit ihren Aktien zum Handel an der Börse zu­gelassen) in derselben Zeit, also vom 21.12. 32 bis zum 31.12. 36, von 659 Papieren a u f 4 8 9 ver­minderte. Diese Schrumpfung der Anzahl der verschiedenen Aktien bedeutete kapitalmäßig, daß rund 2 Milliarden Reichsmark Aktien weniger am Markt sind (statt 10,24 Milliarden nur noch 8,15 Milliarden Nominalkapital), daß also der Markt der zu handelnden Werte sehr stark ein­geschränkt ist. Die sogenannteMaterialknappheit" findet hiermit eine gewisse Erklärung, wenn ste auch noch andere Gründe hat.

Das Gesetz über Aktiengesellschaften vom 30. Ja­nuar 1937 bringt nun diese Entwicklung zum Ab­schluß. Es läßt binnen weniger Jahre alle kleinen Aktiengesellschaften mit weniger als 100 000 RM. Kapital verschwinden (das sind Ende 1936 immerhin noch 851 Stück mit insgesamt 50,2 Mil­lionen Nominalkapital), es läßt ferner in Zukunst nur noch neue Gesellschaften mit mindestens 500 000 RM. Grundkapital zu, es fetzt weiterhin den Min­destnennbetrag für neu zu begebende Aktien auf 1000 RM. fest und wird die kleine Stückelung der vorhandenen Aktten ganz verschwinden lassen. Ak- tten im Nennbeträge von unter 100 RM. werden also gänzlich verschwinden (davon haben wir am 31.12.35 immerhin noch einen Gesamtbetrag von 80 Millionen RM. gehabt), und die Aktien im Nennbeträge von 100 bis 1000 RM., die bei alten Gesellschaften noch vorhanden sind, werden auch nur in gewisser Menge bestehen bleiben dürfen. Hierüber fit die Entscheidung aber noch nicht ge­troffen. Es handelt sich hier um einen wetteren Betrag von 5Vl> Milliarden Reichsmark, die in Be­trägen von 100 RM. bis zu 1000 RM. im Umlauf find. Der Markt der für den kleinen und mittleren Sparer in Frage kommenden Werte wird damit

Die Stadt Trier an der Mosel war lange em verwunschenes Märchen. Abseits der großen Ver- kehrsstraßen des Rheins gelegen, zwischen seinen unwegsamen Gebirgen, der Eifel und dem Hunsruck, war es mit seinen Schätzen: Kirchen, Schlössern, Bürgerbauten und römischen Palästen unbekannt geblieben. Selbst die übliche Moselreise führte ge­wöhnlich nur ein Stück des blausilbern blitzenden, sanft geschwungenen Stromes hinaus bis zu der alten, noch von echter Rheinromantik umwehten Burg Cochem. Weiter hinauf kamen nicht viele, und Trier blieb still und abseits, nur den Kennern be-

Berlin, 27. März. (DNB.) Ministerpräsident Generaloberst Göring gab am Karfreitag einen Empfang für schwedische Reichstagsabgeordnete, Bauern und Wirtschaftsführer, die sich in Deutsch­land befinden. Er hieß die Gäste in schwedischer Sprache in seinem Heim herzlich willkommen. Beide Länder seien durch die Bande des Blutes verbun­den; er hoffe daher, daß die Schweden den Eindruck mit nach Hause nähmen, welche freundschaftlichen Gefühle man in Deutschland für Schweden habe.

sei für die Schweden eine Quelle wahrer Freude, zu wissen, daß an verantwortungsvoller Stelle im Reiche ein Mann stehe, der ein treuer Freund des schwedischen Volkes sei. Nach schwedischer Art brachte er ein vierfaches Hurra auf das Wohl des Gast­gebers. Der schwedische Reichstagsabgeordnete, Mi­nister a. D. Pettersson-Djälbo, hob hervor, daß auch der Ausländer mitgerissen werde durch die Energie und Schaffensfreude, der man überall begegne. Mit Riesenschritten gehe es in Deutsch­land vorwärts. Sein stärkster Eindruck sei die Art, wie Deutschland seine Jugend erziehe, eine Art, die die größte Bewunderung der schwedischen Rei­senden erregt habe.

Der Danziger Polizeipräsident hat das Zentrums­organ, dieDanziger Volkszeitun g", auf die Dauer von sechs Monaten verboten, da es trotz einer Verwarnung und zweimaliger Beschlag­nahmung ständig alle in der Weltpresse auftauchen- üen unkontrollierbaren Meldungen, soweit sie dem deutschen Volkstum abträglich waren, in tenden­ziöser Form herausgestellt hat. Diese einseitige Haltung sei eine bewußte Herausforderung der zum größten Teil auf dem Boden der national­sozialistischen Weltanschauung stehenden Danziger Bevölkerung und damit eine Gefährdung der öffent­lichen Sicherheit.

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Der französische Außenminister D e l b o s hatte an den Ostertagen in Cannes eine Besprechung mit dem polnischen Außenminister Beck, der in Begleitung des polnischen Botschafters in Berlin, Lipski, auch eine Besprechung mit dem Danziger Völkerbundskommissar Burckhardt hatte.

Baus eine riesenhafte Doppelkirche durch zwei Geschosse; die Apsis wurde an einen der Tor- türme angebaut. An die andere Seite schloß sich das Kloster mit einem schönen Jnnenhof mit einem Ar­kadenkreuzgang an. Dieses Kloster, seit der Säku­larisation durch Napoleon arg vernachlässigt, fast zerstört die einstigen Mönchszellen dienten als Kleinwohnungen wurden nun als wichtigen Ausgangspunkt derVia archaeologica mit gro­ßen Mitteln wiederhergestellt. Hier wird in Zukunft der Besucher Triers empfangen werden und durch einen Plan auf die kommenden Sehenswürdigkeiten hingewlesen werden.

Der Weg führt durch die Simeonstraße, die nut ihrem reizvollen Wechsel von mittelalterlichen Gie­belhäusern und streng rechtwinkligen, anmutigen Empirehäusern eine in ihrer alten Form noch gut erhaltenen Bürgerstraße ist. Besondere Mittel sind eingesetzt, um die Häuser, wo es notwendig ist, von den häßlichen Zutaten einer späteren Zeit zu be-

Drei bolschewistische Angriffe am Ostermontag abgewiesen.

Salamanca, 30. März. (DNB. Funkspruch.) (Vom Sonderberichterstatter des DNB.) Nach dem Heeresbericht vom Ostermontag schlugen die an der Nordfront kämpfenden Nationaltruppen einen bol-> schewistischen Angriff auf die Ortschaft Lorillo zu­rück, wobei der Gegner 39 Tote und zahlreiches Kriegsmaterial auf dem Kampfplatz zurückließ. Ebenso wurden Angriffe auf die Ortschaften Aravaca bei Madrid und Cuefta de Pedices im gleichen Frontabschnitt a b g e w i e s e n. Als die nationalen Truppen zum Angriff übergingen, gelang es ihnen, den Bolschewisten größere Verluste zuzufügen. Die nationalen Flieger belegten die teilweise in acht Linien aufgebaute Schützengrabenstellung der Bol­schewisten an der Guadalajara-Front mit Bomben. Die Stellungen wurden unter der Anleitung aus­ländischer Militärsachoerständiger angelegt. Die nationale Artillerie nahm die bolschewistische Frontlinie am Jarama-Fluß bei Aravaca und Las Rozas unter Feuer.

Wie alle Tage haben sich auch am Ostermontag zahlreiche Bolschewisten als Ueberläufer bei den nationalen Truppen eingefunden. Aus den Be­richten der Ue'berläufer geht hervor, daß es am Ostersonntag zwischen einer Abteilung bolschewisti­scher Miliz und derMateotti"-Abteilung der Inter­nationalen Brigade zu einem Feuer gefecht ge­kommen ist, bei dem es 20 Tote gab. Die politischen

immer kleiner.

Also, kleiner Aktionär, war nun? Die Betätigung auf dem Felde des Aktienmarktes ist nicht mehr möglich! Du brauchst aber nicht traurig zu fein, denn du hast nichts damit verloren. Sichere nicht weniger gut verzinsliche Kapitalsanlagen Renten- und Anleihemarkt haben dafür erschlossen. Davon ein anderes Mal.

Eine Schau deutscher Aufbauarbeit mWerden

Berlin 27. März (DNB.) Die Wassersport- und die Textilschau füllen noch einen Teil der Ausstel­lungshallen am Funkturm, und schon wird in den anderen für die nächste Ausstellung gearbeitet: für die größte und bedeutendste von allen:Gebt mir vier Jahre Zeit!" Dort entsteht die Eingangshalle der Ausstellung. Sie ist als ein gewaltigs Forum gedacht, das die Gestalt einer 120 Meter langen Halbellipse hat. Neun breite Postamente jedes rund zehn Meter hoch teilen das Halbrund auf. Es sind dieBilder der Geschichte", zu denen terrassenförmige Stufen emporführen. In diesem feierlichen Raum wird die lebendige Geschichte der ersten vier Jahre national­sozialistischer Staatsführung erstehen. Die architek­tonische Idee der Halle zeichnet sich schon in dem Gerüst ab, das fast den ganzen Raum ausfüllt mit feinen 160 Meter Länge, und 45 Meter Tiefe. Die für das Gerüst erforderlichen Leitern haben eine Länge von 12 Kilometer! Das ist das größte Ge­rüst, das bisher in einer Ausstellungshalle errichtet wurde. An der Rückwand gegenüber der Ellipsen­öffnung spannt sich längs der ganzen Wandlänge ein 80 Meter langer und fast 5 Meter hoher Fries. Die Deckenkonstruktion wird erheblich verstärkt, denn sie soll ein über dem Raum schwebendes H o - heitszeichen mit einer Länge von 28 Meter und einem Gewicht von 27 Tonnen tragen.

In der Zwischenhalle entsteht das Ausstel­lung s k i n o , das Raum für 2000 Besucher ha­ben wird. In die Wände, die Decke und die Hal­lenfenster werden insgesamt etwa 20 000 Meter

Paris, 29. Marz. (DNB.,Echo d- Paris' veröffentlicht den Bericht der französischen Gerichts- ärzte über die Untersuchung der vor einiger Zett angeschwemmten Leichen. Man glaubt, daß es sich bei den Toten um nationale Spa­nier handelt, die von den Bolschewisten als Geiseln fe ft genommen, vor der Einnahme von Jrun und San Sebastian durch die natio­nalen Truppen von Rotmord aus die See entführt und dort gefielt ins Meer geworfen wurden. Die unglücklichen Opfer müs­sen einige Stunden nach ihrer letztem Mahlzeit, die bei allen die gleiche war, den Tod erlitten hoben. Die Leichen werden etwa viereinhalb Monate: im Wasser gelegen haben, ehe sie an der französischen angespült wurden.

Klöster und Arenen.

Der Ausbau derVia Archaeologica in Trier.

Don Or. £>. Neumeister.

freien.

Dann öffnet sich der zauberhafte Doppel­klang des Marktplatzes und des Dom­platzes. Jener vom heitersten, tätigsten Leben 1 erfüllt: mit rauschendem Brunnen, Marktkreuz, um das sich seit alters die Marktstände scharen, mit hübschen Bürgerhäusern' und dem echt mittelalter­lich, mit vier lustigen kleinen Schmucktürmen empor­steigenden Gangolfs-Kirchturm, das Ganze die rechte, behagliche Bürgerstube. Nur zehn Schritte weit entfernt der Domplatz, von Platanen malerisch belebt, umstanden von b.en schönsten, kleinen, barocken Stadtpalästen des Adels, der ehemals hier wohnte, und überhöht von dem großartigen Mas­siv des auf römischen Grundmauern errichteten, alten romanischen Domes, verwachsen mit der Lieb­frauenkirche, einem zauberhaften Werk der allerfrü- hesten deutschen Gotik.

Aber dieVia" führt weiter. Ein wenig sonder­bar war wohl immer zunächst für den fremden Be­sucher das Bild des Palastplatzes. Hier steht, ein heiteres, lichtes Werk des Spätbarock mit einer der allerschönsten, weitgeschwungenen Treppenanlagen jener Zeit: das ehemalige Bischöfliche Pa­lais. Dicht daneben aber behauptet aus den ur­alten Tagen der Römer die römische Basi­lika, ein riesiger, imposanter Ziegelbau, seinen Platz. Das Barock war unbefangen genug, feinen Palast dicht vor diesen großen Bau zu setzen, ja, ihn mit Stuck zu verkleiden und ihn so auf das anmutigste in das der gesellschaftlichen Repräsenta^ fion dienende Palastgebäude einzubeziehen. Aber auch hier wurde säkularisiert und der schöne Palast zur Kaserne, die Basilika zur protestantischen Kirche gemacht; die leicht verschlungenen, barocken An­lagen vor dem Palast aber wurden zum Exerzier­platz degradiert. Als solcher liegt er vor dem immer noch schönen Massiv des Palastes und der Basilika noch heute. Auch hier wird der Ausbau derVia arcnaeologica" manches bessern. Einfache gärtne­rische Anlagen sollen den Platz schmücken, und in dem großen Bering des ehemaligen Palastes sollen die sehr bedeutenden Trierer Sammlungen, die bisher sehr verstreut waren, (Weinmuseum, Mo­selmuseum, Provinzialmuseum, Diözesanmuseum), zusammengefaßt und zu einem neuartigen und le­bendig geordneten Großmuseum vereinigt werden.

Dom Palastplatz fliegt der Blick hinüber zu den schöngeschwungenem Bogen der römischen Kaiser- t her men. Auch hier wird Störendes beseitigt i und manches erneuert werden. Bis der Weg dieser i in Deutschland wahrhaft einzigartigenVia ; archaeologica" schließlich bei der einst vor den i Toren der Römerstadt liegenden, von freundlichen - Villen und Weinbergen tröstlich umfaßten römischen t Arena enden wird.

kann. , .

Der Rahmen heißt: dieVia archaeologica, Er braucht nicht künstlich geschaffen zu werden, er ist von selbst da. Denn an dieserVia an die- 1 fern Weg, der von dem römischen Eingangstor, der Porta Nigra, schräg durch Trier führt bis zu der Arena, in der die Tierkämpfe stattfanden liegen ohnedies die interessantesten und schönsten Punkte der Stadt. Der neue Plan will nur dieseVia in ihren Stationen noch sichtbarer und verständlicher machen, als sie es bisher war.

Dunkel und drohend ragt am Eingang der Stadt die Porta Nigra, das T o r d e r R ö m e r, die hier Jahrhunderte lang die Herrscher waren. Betrachtet man von einem der Berge um Trier diese weiche, betörende Landschaft zärtlich schimmert der Fluß im goldenen Nachmittagslicht so glaubt man, daß die römischen Soldaten, als sie über die Berge in dieses Tal herunterkamen, ausgerufen hüben sollen: Hier ist die Heimat, hier bleiben wir!" An die Römer, die eine kräftige Kolonialkultur her entfal­teten, die Trier nicht zu einem kriegerischen Lager machten, wie sie sich am Rhein häufig finden, son­dern zu einer reichen handeltreibenden Etappenstadt, an sie erinnert noch vieles. Diese Zeit zu schelten, ist unklug; zwar tarnen die Romer als Eroberer, doch was vor ihnen dort lebte ob Germanen ober Kelten, ist ungewiß und nach ihnen und gerade durch die Auseinandersetzung mit ihnen, ging der deutsche Stamm der Franken desto kräftiger und fruchtbarer hier auf.

An diese, die Franken, erinnern noch trotzige, alte Wohn - und Wehrtürme in der Stadt. Um das Jahr 1000 aber lebte in den, von einem Fran­ken erstürmten, verfallenen Mauern der Porta Nigra ein Einsiedler namens Simeon. Als er starb, setzte in jener christlich hochgespannten Zeit eine all­gemeine Verehrung für ihn ein; er wurde heilig ge­sprochen und ihm in der Porta Nigra eine Kirche errichtet und geweiht und dicht an sie anschließend ein Moster.

Welche Ausmaße dieses Römertor hat, geht allein daraus hervor: Das unterste Geschoß, einst die eigentliche Porta und heute freigelegt, war damals zugeschüttet; auf einer breiten Erd-Rampe trat man sogleich in das erste Stockwerk ein. Und hier er­hob sich nun im Innern des großartigen römischen

könnt. .

So manchen Reiz diese Abgelegenheit der Stadt auch verlieh schade war es doch, daß ihre Schön­heit von so wenigen gekannt war. Jetzt geht man jedoch, mit Hilfe der Verkehrsausbesserungen der letzten Jahre und im Zuge des allgemeinen Auf­schwungs, der auch die Reiselust belebt, daran, hier etwas nachzuholen. Holland, Belgien, Luxemburg sind nicht weit, seit längerem wird Trier viel von diesen Ländern her besucht, und auch der deutsche Reisestrom richtet sich nun hierher. Da das, was Tier an Sehenswürdigkeiten zu zeigen hat, zwar einmalig, aber in feiner ganzen Große nur dem Kenner gleich ersichtlich ist, geht man jetzt daran, alles gleichsam in einem großen Rahmen zusammen­zufassen, in dem auch der weniger geübte Beschauer das Besondere und Schone dieser Stadt erkennen

Kantholz eingebaut. In knapp sechs Wochen muß alles fertig fein; am 29. April wird die Ausstellung Gebt mir vier Jahre Zeit' fertig dastehen.

Steuervergünstigungen

bei Eigenheimen für Kinderreiche.

Nach dem geltenden Recht ist ein Eigenheim nur bann ft e u e r f r e i, wenn seine nutzbare W o h n f l ä ch e. nicht großer ist als 150 Quabrat- meter. Gehören zur Haushaltung des Eigentümers mehr als br ei Kinber, so barf bie nutzbare Wohnfläche für bas vierte unb jebes weitere Kind um je 15 Quadratmeter überschritten werden. Bei Anwendung dieser Vorschrift war bisher grund­sätzlich die Zahl derjenigen Kinder maßgebend, die zur Zeit des Einzugs in das Eigenheim vor­handen waren. Da diese Regelung zu unbilligen Ergebnissen führen kann, hat der Reichsfinanzmi­nister angeordnet, daß die Steuerbefreiung auch dann gewahrt wird, wenn die Voraussetzungen erst nach dem Einzug in das Eigenheim durch die Geburt eines Kindes erfüllt werden. Die Steuerbefreiung läuft in diesen Fällen von Beginn des Jahres an, in dem das Kind geboren worden ist. Allerdings sind für diese erweiterte Vergünsti­gung nur die leiblichen Kinder und bie Stiefkinber bes'Eigentümers zu berücksichtigen, nicht auch bie Enkel, Pflegekinber usw. Die Vergünstigung ist auf alle Fälle anzuwenben, in benen das Eigenheim nach dem 31. Mai 1 934 bezugsfertig geworden ist. Sie gilt auch rückwirkend für die Fälle, in denen die für die Steuerbefreiung erforderliche Kinderzähl bereits vor der neuen Anordnung erreicht worden ist.

Schwedische Gaffe bei Göring.

Rundfunknachrichten geht hervor M cuf tzn tschechischen M111 t a r i n st r u k t e u r m Barcelona von Anarchisten ein Attentat verübt wurde.

Gefesselt und lebendig ins Meer geworfen.

sämtlichen Dividenden verteilenden Aktiengesellschaf­ten nur rund 70 Millionen Reichsmark an den Anleihestock abgeführt wurden, zeigt, daß man sich an die vom Staat gewünschte Höhe der Dioidenden- verteilung hielt.

Anleihestockgesetz und Preisregulierung sind also zwei Momente, die auf das Kursniveau der Aktien Einfluß nahmen und was uns in diesem Zusammenhang am meisten interessiert einen ungesunden Anreiz zum Spekulieren in Ak­tien vom Volke abhielten. Das oben erwähnte Um­wandlungsgesetz vom Juli 1934 bewirkte nun ein Drittes, es engte den Markt der Aktien­werte im Verlauf der vergangenen 2V2 Jahre ganz gewaltig e i n. Dieser Vorläufer des neuen Aktiengesetzes sollte auf dem Gebiet der Kapital­gesellschaften den nationalsozialistischen Grundsatz verwirklichen, daß jeder möglichst mit der eigenen Verantwortung zu seinem Tun unb Hanbeln zu stehen hat, b. h. also für bas Gebiet der Aktien­gesellschaften, daß die anonyme Kapitalgesellschaft wieder möglichst verschwinden und nur für die Zwecke bestehen bleiben soll, zu deren Bewältigung das Vermögen eines einzelnen Kaufmanns ober Unternehmers in ber Regel nicht ausreicht. Allein hier soll die Zusammenballung großer Kapital­massen in Zukunft möglich sein, wobei die zusam- menfließenden Geldbeträge gleichfalls nur von Geldgebern stammen sollen, die über größere Er­sparnisse verfügen und ein Risiko zu tragen fähig find, das bei Aktiengesellschaften niemals wird völlig ausgeschlossen werden können. Deshalb die Fest­setzung des Mindestnennbetrages von 1000 RM. für neu zu begebende Aktien im neuen Aktien­gesetz vom 30. Januar dieses Jahres.

In den 2V2 Jahren find 797 Aktiengesellschaften

Sudetendeutsche Hot

Nuthas Londoner Reise.

Prag, 26. März. (DNB.) Heinz R u t h a , der außenpolitische Beauftragte Konrad Henleins, er­klärte u. a.: Nach seiner Londoner Reise habe er versucht, eine Aussprache mit dem Mi­nisterpräsidenten Dr. Krvfta herbeizu­führen, da sie aber bisher nicht zustande gekommen sei, sehe er sich genötigt, jetzt öffentlich zu antwor­ten. Er habe mit seinen englischen Freunden wahr­heitsgemäß über das gesprochen, wonach er gefragt wurde. Gleichzeitig habe er als tschoslowakischer Staatsbürger dem tschechoslowakischen Gesandten in London, Jan Masaryk, einen Besuch abgestattet und ihm Fälle aufgezeigt, die unter den Deutschen Unwillen erregten, in der Hoffnung, daß der Ge­sandte diese Fälle in Prag zur Sprache bringen werde. Denn wenn Sudetendeutschen, denen jahrelang jede Betätigung und Arbeit versagt mar und die jetzt im Deutschen Reich Arbeit unb Brot finden, die Pässe entweder verweigert oder ihnen solche für alle europäischen Staaten m i t Ausnahme des Deutschen Reiches ge­geben würden, dann habe man eben für die Not und bas 'Elend der Arbeitslosen kein Verstäub- n i s und kein Herz. Der Hinweis auf Eigenmächtig­keiten untergeorbneter Organe sei keinesfalls stich­haltig.

Ausbau

des österreichischen Ständestaates.

W i e n, 27. März. (DNB.) Im Laufe der letzten zwei Jahre sinb die verschiedenen Ard ei ter - unb Unternehmergruppen für s ich or­ganisiert worben, es gab aber keine Möglichkeit, baß Arbeitgeber unb Arbeitnehmer gemeinsam hät­ten zusammentreten können. Das ist jeboch das Ziel bes in der Mäi-Verfassung von 1934 verankerten Ständestaates. Jetzt erschien im Bundesgesetz­blatt eine Anordnung über die Schaffung b e - rufs ständischer Ausschüsse in Gewerbe, Industrie und Handel. In ihnen sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über bedeutungsvolle Fragen, wie den Abschluß neuer Tarifverträge, Einhaltung bestehender Tarifverträge, Disziplinarfragen usw. entscheiden. Für andere Berufsgruppen wurden ähnliche Einrichtungen vorbereitet.

Kleine politische Nachrichten.

Der Meichs- und Preußische Minister des Innern hat als Nachfolger des am 31. März, wegen Er­reichung ber Altersgrenze aus bem Amt scheiben- ben Oberbürgermeisters ber Stabt Wiesbaden, Schulte, den feicherigen Oberbürgermeister ber Stabt Tilsit, Dr. jur. Erich Mix, berufen.

Der Zentraloollzugsausfchuß hat zum Leiter der Bank für Jndustriekapitalinvestie- rungen ben Juden Lewin ernannt. Die Jn- buftriebanf ist eines der wichtigsten Institute zum Aufbau der sowjetrussischen Schwer- und Kriegs­industrie.

Aus aller Welt.

Der deutsche Forscher Wilhelm Filchner in Turkestan verschleppt.

Der deutsche Forscher Wilhelm F i l ch n e r, ber sich seit längerer Zeit im Kukurnor- unb Tsaidarn- Gebiet aufhielt und dort erdmagnetische Forschun­gen betrieb, ist beim Grenzübertritt von Zentral­china nach Chinesisch-Turkestan fe ft genommen worden. Er wurde nach Chotan im südwestlichen Teile von Ostturkestan verschleppt und befindet sich zur Zeit in den Händen der dortigen Behörden.

Die erste diesjährige Uederseefahrl des LuftschiffsHindenburg".

Die erste diesjährige Ueberseesahrt des Luftschif­fesHindenburg", das Samstag früh nach Frankfurt zurückkehrte, war besonders reich an Be­gegnungen mit deutschen Schiffen. Auf seiner Aus­reise traf das Luftschiff im Mittelmeer das Panzer­schiffDeutschland". Durch Funkspruch begrüßte der an Bord befindliche Admiral im Namen ber deut­schen Seestreitkräfte das Luftschiff. Auf ber Heim­reise begegneteHinbendurg" dem DampferCap

Für Jhre Haut ~ |

die PALMOLIVE 2*2 Jllit luten,-Schalheit#pflege