VierZahre neues Kulturschaffen.
Von Erich Langenbucher.
Wir folgen dem Führer!
Oie Wehrmacht am 30. Januar. - Ein Wort des Neichskriegöministers.
mit dem Spaten für Deutschland sichelten lehrt, der ihnen Gelegenheit gibt, sich kennen und schätzen zu lernen, und sie alle zu Mithelfern am Bau der deutschen Volksgemeinschaft macht.
So stehen wir nun am Ende der vier Jahre, die sich der Führer am 30. Januar 1933 ausbedungen hatte. „Ungeheures, ja kaum Faßbares ist in diesen vier Jahren geleistet worden", so hieß es in der Botschaft des Führers zur Jahreswende 1937. „Ein tief gedemütiates, politisch und moralisch geschlagenes, wirtschaftlich ruiniertes Volk hat sich wieder erhoben. Die Tatsache der deutschen Wiederauferstehung wird als ein Wunder eingehen in die Geschichte." Aber der Führer richtete in der gleichen Botschaft auch den Blick in die Zukunft. „Das Jahr 1937 findet uns Nationalsozialisten entschlossen, den neuen gewaltigen Kampf der Nation auf wirtschaftlichem Gebiete aufzunehmen. Das politisch aus den Fesseln des Versailler Vertrages erlöste Volk wird in den kommenden vier Jahren auch die wirtschaftlichen Fesseln lösen." Wir treten, durch die Erfolge der ersten vier Jahre nationalsozialistischer Arbeit für Deutschland in unserem Glauben an die Zukunft unseres Volkes gestärkt, heute wiederum hinter den Mann, der uns durch Leistungen überzeugt hat, der uns Führer wurde in ein Reich der Ehre und Freiheit, in gläubigem Vertrauen, daß er das Werk vollende, was am 30. Januar 1933 begonnen wurde und mit dem Gelöbnis, auch in diesem zweiten Abschnitt des deutschen Freiheitskampfes unser alles einzusetzen für Führer, Volk und Reich. Fr. W. L.
periode, für ein Kunstschaffen, genährt aus den ewigen Quellen des Volkstums und wirkend in einem Volk, daß sich mit offenem Sinn der Offenbarung künstlerischen Geistes hingab. Lange verdrängte Leistungen des Volkes der Dichter und Denker bekamen neue Gültigkeit und fanden die Anerkennung, die sie verdienten. An die Stelle des kleinen Häufleins der „Geistigen" trat das Volk als Hüter und Schöpfer. Der deutsche Film rang um neue Ausdrucksmöglichkeiten und Leistungen, deutsche Musik, Theater und deutsche Kunst traten heraus aus der Zurückhaltung und fanden einen Platz im Herzen eben dieses Volkes, deutsche Dichtung baute die Brücken vom Wertvollen der Vergangenheit zum drängenden Leben der Gegenwart. Der Künstler und Dichter war nicht mehr ein Abgeschiedener, er wurde zum Diener und Beauftragten des Kulturwillens der Nation. Stiftungen und Preise gaben die Möglichkeit zum edlen Wettstreit. Die Leistungen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" seien nur genannt, sie machte das Wort Dr. Leys „Oeffnet dem Volk die Türen der Kunst" wahr! Und wenn auf dem Büchermarkt die Neuauflage der guten früheren Werke besonders auffällt, so bedeutet das eine Wandlung der Haltung der deutschen Leserschaft ohnegleichen, und wenn der Umsatz des Büchermarktes stetig steigt, so ist das nicht nur eine Konsunkturerschei- nung, sondern eben Ausdruck und faßbares Ergebnis dieser neuen Haltung. Wie wäre vor 1933 eine Aktion wie die „Woche des deutschen Buches" unter Zusammenfassung aller Kräfte möglich gewesen? Junge Dichter schenkten uns ein neues junges Merk, und der Kampf der Bewegung gab ihnen ein gläubiges Volk. Deutsche Baukunst und Architektur bekamen neue Ziele und ihre Werke sind Ausdruck eines neuen Kultur- und Kunstgefühls.
Wir sind stolz, fragen zu können, wo wurde je Kunst und Kultur so geehrt wie in diesem Reich Adolf Hitlers?
Wie gering — in Zeiträumen der Geschichte gesehen — ist doch die Zeit der vier Jahre, die das alles wandelte!
So stehen wir gläubig am Ende dieser Jahre und wenden uns einer Zukunft entgegen, die, aufbauend auf das Vergangene, zu neuem Werden und Wachsen führt.
auf 8,8 Milliarden. Mark im Icchre 1935/36, die Schuldenlast konnte in der gleichen Zeit um rund 1 Milliarde herabgedrückt, die Z i n s l a st von 850 auf 570 Millionen Mark gesenkt werden, so daß der Anteil der Zinsen an dem Verkaufserlös nur noch 6,8 Prozent beträgt statt 13,5 im Jahre 1932. Entsprechend konnte der Bauer auch wieder als Käufer auftreten und Handel und Gewerbe, namentlich Landmaschinenindustrie und Düngemittelfabrikation befruchten. Dabei ist der Preisstand für landwirtschaftliche Erzeugnisse insoweit erhöht worden, daß der Produzent auf seine Kosten kommt, ohne daß der Verbraucher in seiner Lebenshaltung bedrückt wurde.
Hand in Hand mit der Rettung des deutschen Bauern ging die Erlösung des deutschen Volkes vom Fluch der A r be i t s l o s i g k e i t. Man braucht nur zwei Zahlen gegenüber zu stellen, um die Größe dieser Leistung zu ermessen. Ende Januar 1933 wiesen die Arbeitsämter mehr als sechs Millionen Unbeschäftigte aus, Ende Januar dieses Jahres werden es nicht viel mehr als l'/r Millionen sein. Die Durchschnittszahl der Arbeitslosen ist von 5,1 Millionen im Jahre 1932 auf 1,04 Millionen im Jahre 1936 gesunken. Gleichzeitig hat sich die Zahl der beschäftigten Arbeiter und Angestellten von 12,58 auf 17,15 Millionen erhöht. Die tätliche Arbeitszeit in der Industrie ist im gleichen Zeitraum von 6,91 auf 7,59 Stunden geftiegen und entsprechend konnte der industrielle Produktionswert sich von 34,8 auf 65,1 Milliarden Reichsmark erhöhen. Wichtiger als die wirtschaftliche Seite dieser Erfolge ist die moralische und bevölkerungspolitische. Wenn auch eine allgemeine Lohnerhöhung vermieden werden mußte, um nicht das Preisgebaude zu gefährden und die deutsche Wirtschaft nicht in den gleichen Wirbel hinem zu ziehen, in dem sich z. B. die französische dank dem kurzsichtigen Sozialprogramm der Dolks- srontregierung und trotz der Frankenabwertung befindet, und wenn auch nicht alle Wirtschaftszweige in gleichem Maße aus der Arbeitsbeschaffung Nutzen ziehen konnten, so konnte doch die allgemeine Lebenshaltung des deutschen Volkes im ganzen erheblich verbessert werden. Das hat sich besonders in der Ernährung durch gesteigerten Fleisch- und Fettverbrauch und in der Wohnweise durch gesteigerte Ansprüche an den Baumarkt geltend gemacht. So ist die Zahl der neugebauten Wohnungen von 131 000 im Jahre 1932 auf 270 000 im Jahre 1936 gestiegen. Im Baugewerbe und in der Metallindustrie macht sich bereits ein Mangel an Facharbeitern geltend. Wie sehr die Lebenshaltung sich unter dem Einfluß der Durchführung des Arbeitsbeschaffungsprogramms des ersten Vierjahresplans gehoben hat, dafür zeugt die Erhöhung des Volkseinkommens von 45,2 (1932) auf 62 Miliarden Reichsmark (1936). Der Einzelhandel konnte feinen Umsatz im gleichen Zeitraum von 22,7 auf 28 Miliarden Reichsmark erhöhen. An Personenkraftwagen wurden 1932 nur 41 000 zugelassen, im J"öre 1936 dagegen 213 000 Stück. Die Zahl der Rundfunk- Hörer stieg von 4,31 (1932) auf 8 17 Millionen (1936). Die Prämieneinnahmen der Lebensversicherungen erhöhten sich in der gleichen Zeit von 749 auf 940 Millionen Reichsmark. Die Spareinlagen bei den Sparkassen wuchsen von 11,4 (1932) auf 14,6 Milliarden Reichsmark (1936) an. Die Zahl der Konkurse ging von 8393 im Jahre 1932 auf 2577 im Jahre 1936, die Zahl der Vergleichsverfahren im gleichen Zeitraum von 6041 auf 552 zurück. Selbstverständlich blieb der in diesen Zahlen deutlich gewordene Aufschwung der deutschen Wirtschaft auch nicht ohne Einfluß auf die Finanzen des Reiches. Die durch den Einsatz erheblicher öffentlicher Mittel in Gang gebrachte Neubelebung der Wirtschaft hat sich sehr bald in einer Stärkung der Steuerkraft ausgewirkt. Das belegt die Steigeruna der Einnahmen des Reiches aus Steuern, Zöllen und sonstigen Abgaben von 6,65 Milliarden Reichsmark im Jahre 1932 auf 11,50 Milliarden Reichsmark im Jahre 1936.
Nirgends kann dieser gewaltige Umschwung in Deutschland sichtbarer werden als auf einer Fahrt durch das deutsche Land. Ueberall neue Amtsgebäude, Wohnungen und Siedlungen, Sport- und Erholungsplätze. Das Straßennetz, das teilweise in einen Zustand trostloser Verwahrlosung geraten war, wird wiederhergestellt, mehr als tausend Kilometer Reichsautobahnen durchziehen das Land, ohne daß Post und Reichsbahn in ihrem Besitzstand geschmälert wurden. Die öffentliche Hand wurde durch die vom Reich durchgeführte Gemeindeumschuldung und die etappenweise Herabsetzung des Zinsfußes in den Stand gesetzt, ihren vermehrten Aufgaben im Rahmen der Arbeitsbeschaffung nnchwfommen. In dem Maße, wie Sparkapital durch die Wiederbelebung der Wirtschaft gebildet wurde, konnte die vorläufige Finanzierung der öffentlichen Aufwendungen für die Arbeitsbeschaffung in eine langfristige durch Anleihen umgewandelt werden, die dank dem Vertrauen des deutschen Sparers stets voll gezeichnet werden. Die Sanierung des deutschen Wirtschaftslebens wäre undenkbar gewesen ohne Aufrechterhaltung unsrer Währung. Wenn das Reich zu diesem Zweck auch das Angebot deutscher Währung an ausländischen Börsen verhindern mußte, so wiegen die Unbequemlichkeiten des Verrechnungsverkehrs mit dem Ausland doch leicht gegenüber der Sicherheit, die der deutsche Sparer für die Aufrechterhaltung der Kaufkraft seiner Ersparnisse hat. Die Unvernunft unserer Auslandsgläubiger zwang uns zur Einführung des „Neuen Plan s", der es gestattet, die deutsche Einfuhr aus dem Ausland nach dem Umfang der für deutsche Ausfuhr erhaltenen ausländischen Zahlungsmittel zu bemessen. Der vom Führer in Nürnberg verkündete zweite Vierjahresplan wird die deutsche Wirtschaft in ihrer Rohstoffversorgung soweit von der Einfuhr aus dem Ausland unabhängig machen, daß die aus der deutschen Ausfuhr anfallenden fremden Zahlungsmittel vorwiegend zum Einkauf uns fehlender Lebensmittel dienen können.
Vielleicht das wichtigste und tiefgreifendste Ergebnis der nationalsozialistischen Wirtschafts- und Sozialpolitik ist die Erziehung der werktätigen Bevölkerung zu einer neuen Arbeitsgesinnung. An die Stelle des Klassenkampfes, der bis dahin in immer breiter werdender Kluft das Volk auseinandergerissen hatte, haben sich neue Grundsätze innerhalb der Unternehmerschaft wie der Arbeiterschaft durchgesetzt, neue Wege der Zusammenarbeit als Betriebsführer und Gefolgschaft, wie sie das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20. Januar 1934 gewiesen hat. In ihm wurde die Einheit des Betriebes verankert, Unternehmer und Arbeiter sind nicht mehr zwei Faktoren, die gegeneinander arbeiten, sondern die in der Betriebsgemeinschaft alle an einem Strange ziehen müssen zum Wohle des Betriebes und damit zum Wohle des Volksganzen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Mensch. Ihn in seiner Arbeitskraft zu rrhatten, in seiner Arbeitsfreude zu steigern wurde von der Deutschen Arbeitsfront die Organi-
faflon „K ra ft vsrch Freude" geschaffen. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein", so erklärte der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, in seiner großen Rede am 27. November 1933 zur Begründung der nationalsozialistischen Freizeitorganisation „Wir Nationalsozialisten wissen, daß wir alle deutschen Menschen an der überreichen und hohen Kultur der Kunst, der Musik, des Theaters und des Films, den Schönheiten unseres Landes, der sportlichen Ertüchtigung unseres Volkes, mit einem Wort, an der Freude und der Schönheit des Lebens in unserem Volke teilnehmen lassen können." Nach diesem Programm hat die Organisation „Kraft durch Freude" gehandelt und in diesen vier Jahren Leistungen vollbracht, die im Ausland größte Bewunderung erregt haben. Jahr um Jahr wuchs die Zahl der deutschen Arbeiter in die Hunderttausende und in die Millionen, die für einen geringen Betrag ihren Urlaub an der See oder im Gebirge verleben können, die in Theatern und Konzertsälen an den großen Kulturgütern der Nation teilhaben und in den Sportkursen der KdF. als Ausgleich für die Berufsarbeit in Kontor ober Fabrik bei gesunden Leibesübungen ihren Körper stählen. Aber auch in die Arbeitsräume selber bringt das Amt „Schönheit der Arbeit" überall dort, wo diese noch nicht den Geboten der Hygiene entsprechen, Luft und Licht, gesunde Aufenthaltsräume, zweckmäßige Arbeitsplätze. Die große Schule des deutschen Volkes zu dieser neuen Arbeitsgesinnung ist der Reichs- a r b e i t s d i e n st, der alle jungen Deutschen ohne Unterschied der Herkunft und des künftigen Berufs
Der Kampf der nationalsozialistischen Bewegung war von seinem Anfang an ein politischer Kampf, ein Kampf um die Macht, die die Grundlage sein sollte für die Durchführung weltanschaulicher Fragen und die Durchführung des weltanschaulichen Bekenntnisses. Wer dem Nationalsozialismus in den Jahren seines Kampfes den Vorwurf machte, er vergesse in feinem elementaren Aufbruch und seinem Vorwärtsstürmen kulturelle und künstlerische Fragen, der hat die Weltanschauung nationalsozialistischer Kämpfer nie verstanden, denn sie umfaßte nicht nur das politische Leben, sie bestimmte gleichermaßen auch all das, was wir herkömmlicherweise mit dem Wort „Kultur" bezeichnen. Es ist richtig, daß eine Kampfzeit nicht ihre Kraft dort einsetzen wird, wo neues Leben behütet und beschützt wachsen muß, dieser Kampf schuf aber die Grundlage für ein neues Aufbrechen aller geistigen und kulturellen Kräfte, die ebenso wie das Bekenntnis zur Arbeit oder anderes ein Teil der nationalsozialistischen Weltanschauung sind. Sehr genau wußten die Gegner des Nationalsozialismus, daß wir nicht politische Gegner im üblichen Sinne des Wortes waren, daß die Gegnerschaft auf dem Gebiet der Dichtung, der Kunst, des Films, des Theaters und der Musik ebenso heftig war. Und die Kampfansage galt den Freunden jener zersetzenden, undeutschen „Kultur" und ihren Götzen, wie auch dem „politischen" Gegner. Die Umwandlung und die Neusetzung der Ziele begann gleichzeitig mit der Neugestaltung des politischen Lebens.
Schnell und unzweideutig bewies so der Nationalsozialismus seinen Gegnern, daß er nie die „un- geistige" Bewegung war, als die man ihn verschrien hatte. Der Rückblick auf das kulturelle Schaffen der letzten vier Jahre erfüllt uns mit dem gleichen Stolz wie die wirtschaftlichen und sozialen Leistungen, die der Nationalsozialismus vollbrachte. Noch im Jahre der Machtübernahme schuf die Reichsregierung das Kultur- kammergefetz und gab so den Rahmen zu neuem kulturellen Leben.
Dem Prozeß der Reinigung in den ersten Monaten des Jahres 1933 folgte rasch die Arbeit des Aufbaues und Ausbaues. Der ständische Aufbau wurde die Grundlage für eine neue Schaffens-
Berlin, 30. Jan. (DNB.) Der „Völkische Beobachter" bringt aus Anlaß der vierjährigen Wiederkehr des Tages der Machtübernahme Beiträge aus der Feder der ersten Mitarbeiter des Führers, unter ihnen schreibt der Reichskriegs- mi nift er, Generalfeldmarschall von Blomberg: Sinnbild, organisatorischer Ausdruck und Hüterin der Wehrkraft des Volkes ist die neue Wehrmacht, die nach außen das Reich schützt und im Innern die soldatische Erziehungsschule der Nation bildet. In dem Trümmerfeld, das der zusammenbrechende Staat von Weimar dem Führer des neuen Deutschlands hinterließ, befand sich nur ein Block, der keine Risse und Schäden aufwies, der den Stürmen aller inneren und äußeren Feinde getrotzt hatte. Es war die kleine Reichswehr, deren geschichtliches Verdienst darin beruht, daß sie das Erbe preußisch-deutschen Soldatentums, den Geist hingebungsvoller Vaterlandsliebe und das Kapital kriegerischen Wissens und Könnens trotz aller Fesseln und hemmenden Einflüsse der Umwelt unversehrt über die fünfzehn schweren Jahre deutscher Wehrgeschichte hinweggerettet hatte.
Adolf Hitler hat dieser Armee trotz allem, was vorher zwischen ihm und ihrer politischen Führung gestanden hatte, vom ersten Tage der Machtübernahme ein volles und rückhaltloses Vertrauen geschenkt. Diese kleine Armee bot ihm die Gewißheit, daß aus ihr eine größere hervorgehen, daß aus diesem Berufsheer das Volksheer werden konnte. Was der Führer in diesen vier Jahren für die Wehrmacht tat, stellt ihn i n d i e Reihe der größten Wehrschöpfer unserer Geschichte. Die Reichswehr hat die Erwartungen des Führers nicht enttäuscht. Sie glaubte an diesen Mann und seine Sendung-, sie erwiderte Vertrauen mit Treue, mit selbstverständlichem Gehorsam und was mehr ist — m i t L i e b e. Aufopfernder ist noch nie in Friedenszeiten in einer Wehrmacht gearbeitet worden als seither im deutschen Heer, in der Kriegsmarine und in der Luftwaffe. Wenn Deutschland am heutigen Tage dem Führer und allen seinen Helfern am Werk dankt, dann gebührt ein Teil dieses Dankes auch den Offizieren, den Unteroffi» zieren und allen Angehörigen der Wehrmacht.
Wer den Führer und die Wehrmacht nennt, darf die Partei nicht vergessen. Daß der Punkt 22 des Programmes vom 24. Februar 1920, der „die Bildung eines Dolksheeres" fordert, heute Wirk
lichkeit ist, daß der Wehrgedonke im ganzen Volke lebendig ist, daß die Nation in soldatischer Disziplin dem Führer folgt, verdanken wir Soldaten der Partei. Wir Soldaten grüßen daher heute in treuer Kampfgemeinschaft di e Kameraden der Partei im braunen, schwarzen und erdfarbenen Kleid. Das Thema von Gegensätzen zwischen Partei und Wehrmacht wollen wir Emigranten und deutschfeindlichen Leitartiklern überlassen.
Die Wehrmacht ist nichts ohne das Volk, das hinter ihr steht. Die Wurzeln ihrer Kraft liegen wohl „in einer ruhmreichen Vergangenheit", aber auch im „deutschen Volkstum, deutscher Erde und deutscher Arbeit" (Pflichten des deutschen Soldaten). Der neuzeitliche Krieg fordert die Dreieinigkeit von Soldat, Bauer und Arbeiter; der Friede nicht minder. Das fordert Selbstüberwinden im Großen und im Kleinen, Achtung vor der Vergangenheit, aber auch Aechtung überlebter Vorstellungen und inhaltlos gewordener Formen. Das verlangt nicht mehr und nicht weniger, als daß wir Soldaten mit Nationalsozialisten sind. Führer und Volk, Partei und Wehrmacht sind die Gesetzgeber des neuen Deutschland. Nach ihnen hat sich unsere Arbeit auch in der Zukunft auszurichten. Dann werden wir auf dem zweiten Zeitabschnitt des Dritten Reiches mit dem gleichen Stolz zurückblicken können wie auf den ersten. Wir haben noch große Aufgaben vor uns. Der Marsch geht weiter. Wir folgen dem Führer.
Ehrengeschenk der Goldschmiede für Or. Goebbels.
Reichsminister Dr. Goebbels empfing eine Abordnung der Deutschen Gesellschaft für G o l d s ch m i e d e k u n st e. 23. Im Namen des Präsidiums sprach Herr Wilm, der Gründer der Gesellschaft, Dr. Goebbels seinen Dank für die tatkräftige Förderung des deutschen Kunst- Handwerks aus und überreichte dem Minister unter Hinweis auf die Bedeutung des Tages der nationalen Erhebung ein Ehrengeschenk der Goldschmiedekunst. Durch dieses Kunstwerk in Gold wolle man Dr. Goebbels vor Augen führen, auf welcher Höhe die deutsche Goldschmiedekunst heute stehe. Reichsminister Dr. Goebbels nahm das Ehrengeschenk mit Worten des Dankes und der Anerkennung entgegen.
ruhte vielmehr in dem kulturellen Gebiet.
KSäs»
Hier aber ist der Punkt, von dem alle roeltpolti» scheu Betrachtungen und Auseinandersetzungen ois« gehen müssen, wenn sie fruchtbar fein sollen. Uni hier ist auch die Stelle, von der aus das Auslaß, das uns verstehen will, seine Beobachtungen ai nehmen muß. Wer z. B. unser hartes Ringen a is der Zersplitterung zur Einheit n.$1 begreift, wird Deutschland nie verstehen. Er tniii dann auch unbeeindruckt an dem vorübergeben, ms uns am 30. Januar froh und stolz macht. Wer
Fiihrer und! r auf Vorschlag de
auseinanderginaen. wird fassungslos immer roi^tt den Ehor des Mißoerstehens jenseits der 23o'irl«i| vernehmen. Als Karl der Große in der Petersksths ,iu Rom einst die Kaiserkrone annahm, schien H Traum der Einheit verwirklicht. Hundert danach bereits hatten sich beide Völker aus"irnu?'!' aele'bt. Der Drang in die Weite und der Zug Süden blieb aber bei den Deutschen: und er ’M vierhundert Jahre hindurch noch die Wege ber Sii' ser südwärts gelenkt. Jenes Weltkaisertum, wie ei sich damals in Italien verwirklichte, und wie « nicht nur auch ein Teil deutscher Kratt, sond-n auch ein Stück des „Faust unter den Söhnen tes" war, sollte wiederum schicksalhaft werden w den Weg der Deutschen durch die Geschichte. M! dem Scheitern der Staufer sand nicht nur eine it* wattige schöpferische Leistung des deutschen Dolles ihr Ende — die sich allein schon dadurch ausr daß die Deutschen zu jener Zeit das führende M der Christenheit waren —, mit diesem Niederes ainq vielmehr Hand in Hand der Niederbruch Gesamtstaates. Die Idee des Imperiums aber, mit sie die Kaiserpolitik des Mittelalters bestimmt Mi, ging auf Frankreich über, während uns die sucht in die Ferne blieb. Jenes fand darum «ui rasch den Weg zur politischen Einheit, während ü die Deutschen immer weiter in die Zersplittert verloren.
Dennach kam auch dem in Ohnmacht und rissenheit liegenden Volk der Deutschen mied"rm, wenn auch erst nach Jahrhunderten, die Kratt i< Einheit. Nicht allein airf den Schlachtfeldern rv"^ diese Einheit erftritten, so groß auch die milil^ scheu Leistungen waren, die die Geschichte üer>»-* net. Und auch nicht in einer staatsrechtlichen rie wurde sie gefunden, so stark manchmal die S'1 ftrebunaen zum Zusammenschluß waren. Sie niirrfc vielmehr haimtsächl'ch gefunden in der Neu^' b u r t der deutschen Seele, die dem ®v?!
der Waffen und dem Erfolg des Skaatsman"^ voranainq. Im faufttschen Drana war der über seine Zeit und ihre Widrigkeit him»^ geschritten.
(SMs, wenn die Deutschen auf ihren engen 9ta|r' volitisch tulammengedrängt wurden, besannen h üch auf ihre Äulturaufaabe. Ein Luther und eil Goethe wuchsen nicht in den Zeiten volitii Gide-, aber sie mnren Ausdruck h»« Reichtums M deutsche^ Seele. Neben der Gewalt d»s Korsen leg l'ch die Titanengestalten eines Goethe "j eines Beethoven empor, die zwar nicht W den Schlachtfeldern den Heeren Navoleons gegentraten, aber dem Deutschtum die <5cb(a<*,'i "w d-n kulturellen Bestand schlugen, der let 'i über Aufstieg oder Unteraana der Völker ent'^7 det. Und von hier aus wiederu.ni nur läßt sieh 1" greifen, was die Welt fett 1933 an Deutschland r* lebt: h i e innere Neugeburt eines aö"‘ zen Volkes, die an die letzten Grundfragen s>7 nes ttaatlichen Seins rührt. , 1
Wir brauchen sie hier nicht zu deuten, denn der diese letzten vier Jahre w«hen Sinnes , erlebte, hat an sich das deutsch^ Werden abf'^. können. Mehr noch: Er hat erksnnen müssen. ff' Woche um Woche an ihm neugestaltete. Und ' wäre falsch, wollte mancher nicht dabei eingeft#hi| daß er s i ch selbst oft in der Rolle des M wiederfand, der suchte, forschte, zweifelte, oerr< und bekannte. Er griff nach den Sternen und N schließlich doch nur das eigene, zuckende Herz •’ aller schöpferischen Unruhe aber spürte er benntj die große Lösuna und er empfand dann in b'J Ringen um den Weg zu Tldolf Hitler, daß vor ö’i Bekennen das Kämpfen um die eigene Klart;
Kn AÜl°w' des Protokolls WM Julin, 29- Aon. folgenden Au ;ßS6-: .Der Glo Me Liebe zu - MeTreue lieh W Tugenden lieft ein großes Volk r ta für alle fern.
-p; Heinrich S)tm Auszeichnung »urch I
Faust unter den Völkern.
Inh Kürschner.
erneut vor die Gegenwart tritt?
Das Faustische in der deutschen Seele war p, allen Zeiten ihre Kraft. Das Faustische im Lebg des Volkes bestimmte stets unseren Weg. Es l-y die einen, die es in Bann schlug, für dieses beutfy Volk begeistert. Und es hat die anderen, die es begriffen, beunruhigt, weil es weder in beftimnj Formeln zu pressen, noch mit der LogarithmerM auszurechnen, noch auf dem Meßtischblatt des iß, neralstüblers zu umreißen ist. So, wie der gtwt Reformator von Wittenberg nicht der Begrüß einer neuen Theologie war und nicht das fyrqt einer neuen Kirche wurde, und dennoch als ei« gewaltige geistige Macht das Gesicht der Welt ü? auf den heutigen Tag mitbestimmte, so hat Itr „Faust unter den Söhnen Gottes" immer wiei« über seine Zeit hinausgegriffen in großen geifhan und seelischen Bewegungen. Und so, wie der 3uv ker Jörg den Gedanken einer Lutherpartei weit an sich wies, kehrte auch der Deutsche stets wieder jn seinem eigenen Ich zurück Der Franzose d, 18. Jahrhunderts wollte mit der Proklamation Menschenrechte die Welt erobern. Der Deutsche fo, gegen hat selbst in der Tat Martin Luthers ruf den Pulsschlag des geistigen Werdens gespiri. Seine Dynamik lag eben nicht auf politischem, fit
ßrung und Propag sistier mit ber Be V\\d)net.
Mde oerliefen bei \'\W\x den beiden \ kMtz Deutschen £ le,Kammer u I M Geschästsfühi ; ich Orchesters K
-'ÄProfesso : Wisch und Arn । --»Peer, der Rei Umgebung Seid) Rüuer Kurt Schr jMarl Froeli M'ig und der Te r?’Naus Kurt h k
Kamme I'WAnton Bai l'/MÄanbfj ’M, Gottheld i |2flr und Willi y fomie Ludwig Wen.-Den ä | Ä^kmnsängei I 'Marcön, I te1"* Mfa Ä« °°" d°i Kit QQt5fd)( fi?Wirich (Ze to°°-,P°ulv
?leIer’n erhiel
Man hat den Deutschen einmal den „Faust uiyr den Söhnen Gottes" genannt. Es sollte seine nne, ren Spannungen anbeuten; den Drang in >je Weite, den Griff ins Ueberirdische, das Ringen letzte Entscheidungen, und nicht zuletzt die schz,. ferische Unruhe, die dem Manne eigen w§, dem der größte deutsche Dichter die Unsterblich^ verlieh mit jenem Werk, das nicht mehr und nitz weniger ist denn ein Spiegel der deutschen schlechthin. Wer in unsere Tage hineinhorcht, u* wer im Auf und Ab des politischen Geschehens nihi nur eine Kette einzelner Vorgänge sieht, fonbern den Herzschlag der Völker spürt, der erkennt, Dje das Bild vom „Faust unter den Söhnen Gotuz- zugleich einen Schlüssel für das deutsche Wesen zch unser Verhältnis zur Welt gibt.
Als einst Ch. D. Grabbe in seiner TraM „Don Juan und Faust" die geniale Idee verwit- lichts, die beiden Helden der romanischen und ter germanischen Sage sich auf der Bühne gegenüber, treten zu lassen, hat der Vielverkannte bewußt d Stück Völkerpsychologie gestaltet: Nicht Faust njr ich, wenn ich kein Deutscher wär! Liegt darin nijj: die Größe und zugleich die Tragik des deutsch,, Schicksalswegs umschlossen? Und läßt sich nicht nur von dorther begreifen, was die Umwelt in jt. dem Jahrhundert neu als „bas deutsche Wun d e r" bestaunte, und was mit diesem 30. Jam.«
umgekehrt nicht klar macht, wo einst die QmfroW lungslinien zwischen Deutschland und Franst -
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