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Straßen, Bauten und öffentlichen Plätzen zu versehen, die es für alle Zeilen als geeignet und würdig erschei­nen lassen werden, die Hauptstadt des Deutschen Reiches zu sein. Es soll dabei die Grötze dieser Anlagen und Werke nicht be­messen werden nach den Bedürfnissen der Jahre 1937, 1938, 1939 oder 1940, sondern sie soll gegeben sein durch die Erkenntnis, dah es un­sere Aufgabe ist, einem tausendjährigen Volk mit tausendjähriger geschichtlicher und kultu­reller Vergangenheit für die vor ihr liegende unabsehbare Zukunft eine ebenbürtige tausendjährige Stadt zu bauen. Wir entziehen daher die in den kommenden zwan­zig Jahren zu diesem Zweck in Berlin zu lei­stende Arbeit bewutzt der Kritik der Gegenwart und unterwerfen sie dafür der Beurteilung jener Generationen, die einst nach uns kommen wer­den. Wie immer dieses Urteil aber auch aus­fallen wird, eine Rechtfertigung soll man uns dann nicht versagen können: Wir haben auch bei dieser Arbeit nicht an uns gedacht, sondern an jene, die nach uns kom­men.

In dieser heiligen Ueberzeugung lege ich nun den Grund st ein zur Wehrtechnischen Fakul­tät der Technischen Hochschule in Berlin als dem er st en Bauwerk, das in Vollzug dieser Pläne entsteht. Es soll ein Denk mal werden der deutschen Kultur, des deutschen Wissens und der deutschen Kraft.

Mit drei wuchtigen Hammerschlägen nahm dann der Führer die Grundsteinlegung des ersten Bau­werkes vor, das die neue bauliche Entwicklung Ber­lins einleitet. Der RufEs lebe Deutsch­lands großer Baumei st er! Adolf Hit­ler Sieg-Heil!" fand ein vieltausendstimmiges Echo, lieber das weite Feld hallten die Lieder der Nation. Als der Führer die Weihestätte verließ, umsing ihn noch einmal die laute Freude und Dankbarkeit der Berliner Bevölkerung.

Drei Jahre

deutscher Wirtschaftspolitik.

Dr. Schacht an die Angehörigen

des Reichswirtschaftsministeriums.

Berlin, 27. Nov. (DNB.) Der aus der Leitung des Reichs- und Preußischen Reichswirtschafts- uninisteriums scheidende Reichsbankpräsioent Dr. Schacht hat sich von den Angehörigen des Reichs- und Preußischen Wirtschaftsministeriums mit folgendem R U n d e r l a ß verabschiedet:

Der Führer und Reichskanzler hat mich auf mei­nen Wunsch mit dem heutigen Tage von der Wahr­nehmung der Geschäfte des Reichs- und Preußischen Wirtschastsministers entbunden. Beim Scheiden aus -diesem Amt, das ich über drei Jahre inne hatte, 'ist es mir ein Bedürfnis, allen im Wirtschaftsmini­sterium tätigen Beamten, Angestellten und Ar- !b eitern für ihre treue Mitarbeit zu dan­ken. Meine Beauftragung mit der Führung des 'Wirtschaftsministeriums erfolgte zu einem Zeitpunkt, rnls es gatt, d i e Arbeitsbeschaffung und Wiederwehr haftrnachung des deutschen ^Volkes gütermäßig durch Erhöhung unserer Mohstoffeinfuhr und vermehrte Roh- stoffeigenerzeuguna zu sichern. Mit diesen -wenigen Stichworten umreiße ich den Weg, den Sie, meine Mitarbeiter, in einem entscheidenden Zeitab­schnitt des nationalsozialistischen Wirtschaftsaufbaues mit mir gegangen sind. Wenn seit geraumer Zeit das Arbeitslosenproblem als ge- l ö st anzusehen ist und unser Führer, gestützt aus eine wiedererstarkte Wehrmacht, in den letzten Jah­ren Schritt für Schritt Deutschland von d e n e n t- ehrenden Fesseln des Versailler Ver­trages befreit hat, so darf Sie alle das stolze Bewußtsein erfüllen, daß auch Sie, so begrenzt das Arbeitsgebiet des einzelnen sein mag, Helferzur Erreichung dieser Ziele gewesen sind. Entscheidend für unser Schaffen wird stets bleiben, Db wir mit allen Kräften des Herzens und des Verstandes dem deutschen Volke dienen. Während meiner Amtsperiode war ich bestrebt,' als Maßstab für die Beurteilung einer jeden Leistung Diesen Gesichtspunkt immer als d e n wichtigsten gelten zu lasten. Lasten Sie sich das Wohl des Tanzest auch künftig als Rechtsschnur ihres Han­delns dienen, und behalten Sie, getreu dem unserem Führer gegebenen Gelöbnis und unbeirrt durch die Lagesgeschäfte, auch ferner nur ein Ziel im Auge: Deutschland! Heil Hitler!

gez. Dr. Hjalmar Schacht.

Menschenführung bei der Reichspost.

Rcichsminister Dr. Ohnesorge spricht in der Hamburger Hanseatenhalle.

Hamburg, 28. Nov. (DNB.) In der Hansea- Lnhalle sprach Reichspostminister Dr. Ohnesorge ~i einer von den Reichspostdirektionen Hamburg, Ziel, Bremen, Schwerin, Hannover und Magdeburg (lemeinfam mit dem Reichsbund der deutschen Be­amten und der Deutschen Arbeitsfront veranstalteten Kundgebung zu Beamten, Angestellten und Arbei- isrn Der Reichspost. 30 000 Menschen füllten die -«alle. Es war die bisher größte Kundgebung der deutschen Reichspost. Leben und Persönlichkeit in $aer Staatsverwaltung, so erklärte der Minister, kön­nen nur in der Kameradschaft gebunden hin. Kameradschaft ist nicht allein das Band des hebens zwischen Leitung und Gesamtpersonalkörper :*r Verwaltung, sondern auch innerhalb des Perso- 'alkörpers selbst. Kameradschaft in der Deutschen Leichspost fördert und stärkt das Leben in der Ge- vlgschaft und wirkt sich aus in der Schulung für l$n Nachwuchs und in der Postsportbewegung und hu Postschutz für die Aelteren. Der Strom des Le- I2NS in der Verwaltung geht gleich dem Lebens- fnom der Bewegung von der Leitung über die t («char der alten Kämpfer in den Gesamtpersonal- liirper. Bei der Verwaltungsreform wird Lefem Verlauf Rechnung dadurch getragen, daß bei tm Direktionen und dem Ministerium die Men - schenführung von der Erledigung der reinen Fachaufgaben getrennt wird. Im Ministerium i : diese Trennung durchgeführt. Die Menschensüh- rmng für die gesamte Verwaltung ift mir allein vw r b e h a l t e n. Zur Seite steht mir eine neuge- p:*ünbete, nur mit alten Parteigenossen besetzte po° l tische Abteilung. Sie entscheidet ohne eine andere Instanz des Ministeriums oder legt mir die Lmgelegenheit unmittelbar zur Entscheidung vor.

Das Msmeldeuischium wehrt sich.

Das litauische Enteignungsgesetz mit dem Memelstatut unvereinbar.

Memel, 27. Nov. (DNB.) Die Sitzung des Memelländischen Landtages gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung gegen d i e zahl­reichen Verletzungen des Memel st atuts durch Litauen, insbesondere gegen das unter Umgehung des Memeldirektoriums von der litau­ischen Regierung erlassene Enteignungsgesetz vom 6. September dieses Jahres. Der memellän- difche Abgeordnete M o n i e n verlas ein Schreiben des Direktoriumspräsidenten Baldszus an den litauischen Memelgouverneur, in dem es heißt, daß das Gesetz mit dem Memelstatut nicht verein­bar sei, so daß dem Memeldirektorium nicht zu- gemutet werden könne, die Rechtmäßigkeit dieses Gesetzes anzuerkennen und an seiner Durchführung mitzuwirken. Eine folgerichttge Anwendung des in dem Schreiben des Gouverneurs zum Ausdruck ge­brachten Grundsatzes würde der litauischen Regie­rung die Möglichkeit geben, sich über alle den autonomen Gewalten vorbehaltenen Zuständigkeiten hinwegzusetzen. Dies würde aber in krassem Gegensatz zu dem Memel­statut stehen. Das Memeldikektorium müsse außer­dem mit Bedauern feststellen, daß weder vor Erlaß des Gesetzes noch bis heute die litauische Regierung sich irgendwie mit dem Direktorium wegen ihres Wunsches, in der Umgebung der Stadt Memel neue öffentliche Anlagen zu errichten und zu diesem Zweck Grundstücke zu erwerben, in Verbin­dung gesetzt hat, was, abgesehen von der Rechtslage, nicht in Einklang zu bringen sei mit dem oft von der litauischen Regierung ausgespro­chenen Wunsche, die beiderseitigen Beziehungen auf die Grundlage aufrichtiger und vertrauensvoller Zusammenarbeit zu stellen. Der Abgeordnete Ma­nien charakterisierte sodann die tatsächliche Lage des Memelgebietes dahin, daß Landtag und Direkto­

rium infolge des feit vielen Jahren von der litau­ischen Regierung verhängten Kriegszustandes eigent­lich nur ein Scheindasein führten und wandte sich scharf gegen die Pressezensur durch den litauischen Kriegskommandanten, der bis­her jede Veröffentlichung über die Enteignungs­frage unterdrückt habe.

Der Präsident des Memeldirektoriums, Bald- ß u s , begründete nochmals den memelländischen Rechtsstandpunkt, betonte aber die grundsätzliche Bereitschaft des Memeldirektoriums zur Mitwirkung bei tatsächlich notwendigen Enteignungen. Er wi­derlegte den litauischen Einwand, daß das Gesetz nicht existiere, weil es praktisch bisher nicht durch- ! geführt werde und warnte, seine bisher gezeigte große Verständigungsbereitschaft als Schwache an» zusehen, da diese Verständigungsbereitschaft niemals die Preisgabe memelländischer Rechte zulassen würde.. Eine kurze Entgegnung des litauischen Ab­geordneten Gailius, der die Enteignungen durch die Höhe der zu zahlenden Entschädigungen schmack­haft zu machen versuchte, wurde von Baldßus zu­rückgewiesen.

Die darauf vom Landtagsvizepräsidenten Abge­ordneten Manien eingebrachte Entschließung, daß die Vornahme von Enteignungen im Memelgebiet zur Zuständigkeit der lokalen Gewal­ten gehöre, daß die vom Direktorium und der Landtagskommission bisher unternommenen Schritte ausdrücklich gebilligt würden und daß die Kom­mission beauftragt werde, auch weiterhin alle gesetz­mäßigen Schritte zu unternehmen, um d i e m e - melländischen Rechte zu wahren und statutsmäßige Zustände im Memelgebiet zu schassen, wurde von der memelländischen Einheitsfraktion einstimmig gegen die litauischen Abgeordneten a n - genommen.

Kunfischöpfung und Kunstführung.

Arbeitstagung des Reichskultursenats.

Berlin, 27. Nov. (DNB.) Im Senatorensaal des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda trat im Anschluß an die Jahrestagung der Reichskulturkammer der Reichskultursenat zu einer Arbeitstagung zusammen. Vizepräsident Reichsminister Funk stellte zwei Probleme zur Er­örterung: u n st b e t r a ch t u n a" undEnt­

artete Kun st". Zu dem ersten Thema sprachen in freimütiger Aussprache der Leiter des Reichs­verbandes der Deutschen Presse, Hauptmann a. D. Weiß, der Vizepräsident der Reichsmusikkammer, Professor Dr. Grüner, der Präsident der Reichs- theaterkammer Dr. Schlösser, der Dichter Ger­hard Schumann, Reichspressechef Staatssekretär Dr. Dietrich und Generalintendant Krauß. Aus der Schilderung der bei der neuen Kunstbe­trachtung bisher gesammelten Erfahrungen und der darauf erfolgenden Aussprache ergab sich volle U eher ein ftimmung über den eingeschlagenen Weg. Reichsminister Dr. Goebbels, der auf jede An­regung und auf jeden Vorschlag einging, gab seinen festen Willen zu erkennen, Ansätze neuer Talente und neuer Kunst zu fördern und zu unterstützen. Zu dem zweiten PunktEntartete Kunst" sprachen der Dichter und Chefdramaturg Friedrich Bethge, der Präsident der Reichskammer der bil­denden Künste, Professor Ziegler, Staatsschau­spieler Lothar Müthel und Professor Suchen- wirth.

Reichsminister Dr. Goebbels,

betonte abschließend die Unabänderlichkeit der Eigengesetze der Kunst, die immer persönlichkeitsbestimmt gewesen sei und es in Ewigkeit sein werde. Wahre Kunst wachse nicht in der Organisation, sondern in der Einsamkeit, die Ergebnisse einer schöpferischen Einsamkeit dürf­ten aber nicht zur Isolierung schöpferischer Kräfte von der Nation führen. Die Kunstschöpfung ist das Produkt der Eiizzelpersönlichkeit. Kunstschöp­fung hat aber nichts mit Kunstsührung zu tun.

Der Staat kann nicht Kunstschöpfungen befehden, er beansprucht die Kunstführung. Die Staatsfüh­rung will bestimmen, was für Volk und Nation dienlich oder unzweckmäßig ist. Die Entscheidung auf dem Gebiet der Kunstführung kann nur der Staatsmann, nicht der Künstler fällen. Der Staats­mann habe nicht die Aufgabe, praktisch Kunst aus- zuüben, sondern Künstler zu führen, und sie auf die wirksamste Weise einzusetzen. Die Reichs­kulturkammer ist für die Kulturführung nur ein Mittel zum Zweck. Gerade wegen der Verschieden­artigkeit ihrer Individualität muß man die Künst­ler organisieren. Die Eigenpersönlichkeit der Künst­ler soll aber durch ein möglichst geringes Maß an Organisation so wenig wie möglich beschränkt wer­den. Nach Durchführung des ersten Aufbaues solle eine starke Herabsetzung des Vermal- tungsapparates durchgeführt werden. Ge­waltige Aufgaben stünden noch bevor; die wunder­volle Uebereinftimmung zwischen Technik und Wil­len werde die Möglichkeiten zur Erfüllung dieser Aufgaben geben. Deutschland werde damit eine künstlerische Blüte erleben, von deren Ausmaß man sich keine Vorstellung machen könne.

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Reichsminister Dr. Goebbels gab am Samstag­abend in den Festräumen des Schinkelhaufes am Wilhelm-Platz einen Empfang für die deutschen Kulturschaffenden. Mehr als 500 Angehörige des deutschen Kulturlebens versammelten sich in den festlich, geschmückten Räumen, unter ihnen zahlreiche Intendanten, Musikdirektoren, Angehörige der Bühne und des Films, Komponisten, Musiker, Ma­ler, Bildhauer, Plastiker, Graphiker, Dichter, Dra­matiker, Schriftsteller und Journalisten. Fast sämt­liche Mitglieder des Reichskuttursenats waren neben dem Präsidenten und den Präsidialräten der Ein- zelkammern anwesend, ferner die Reichsleiter Amann, Bouhler, Dr. Dietrich. Der Abend gab Ge­legenheit zu enger Fühlungnahme zwischen Kultur­führung und Kulturschaffenden.

Jetzt ist die unmittelbare persönliche Verbindung zwischen mir und jedem einzelnen der Kameradschaft hergestellt und gewährleistet. Die Menschenführung ist damit dem bürokratischenSysternent- zogen. Die bisherigen Abteilungen des Ministeri­ums behandeln nur noch reine Nachfragen, bei den Direktionen fall nach einiger Zeit die gleiche Neu­gliederung vorgenommen werden

Nach der Kundgebung versammelten sich die Ar­beitskameraden der verschiedenen Reichspostdirektio­nen zu Kameradschaftstreffen, für deren vortreff­liche Ausgestaltung die NS.-GemeinschastKraft durch Freude" sorgte. Reichsminister Dr. Ohnesorge, der in den einzelnen Stätten fröhlicher und kamerad- schaftticher Verbundenheit erschien, wurde überall mit Freude begrüßt.

Probleme des Kraftverkehrs

Keine Monopolisierung des Güterfernverkehrs.

Dortmund, 27. Nov. (DNB.) Die Reichsoer- kehrsgruppe Kraftfahrgewerbe veranstaltete in Dort­mund ihre zweite Reichstagung. Dabei nahm Staatssekretär König vom Reichs- und preußi­schen Verkehrsministerium zu allen bedeutsamen Fragen des Kraftverkehrs Stellung. Mit den For­derungen des Reichs-Kraftwagen-Betriebs-Verban- des nach Erleichterung in der Tarifgestaltung, Aus­dehnung der Konzessionen usw. sei er im Ziel voll­ständig einig, lieber die Mittel werde das Ministe­rium den 'Verband und seinen Beirat eingehend hören. In der Presse sei mehrfach der Gedanke auf- getaudjt, daß das Reichsoerkehrsministerium be­absichtige, den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeu­gen z u monopolisieren und die Führung des Monopols in die Hand der Reichsbahn zu legen.Ich kann mit aller Deutlichkeit und Klar­heit sagen, daß der Herr Reichsverkehrsminister an eine Monopolisierung des Güterfernverkehrs nicht denkt und die Tendenzen zur Monopolisierung ablehnt." Man könne die Grenzen zwischen den Arbeitsgebieten der großen Verkehrsträger nicht er­starren lassen. Tarifliche Ermäßigungen oder be­triebliche Verbesserungen der Reichsbahn beruhten auf staatlichen Notwendigkeiten, lieber die lieber» tragung von Ausnahmetarifen der Deutschen Reichs- bahn auf den Kraftwagen seien Verhandlungen möglich. Die Schwierigkeiten lägen in der Ausge­staltung eines solchen Tarifes. Unter allen Um­

ständen müsse der Tarif, der einmal festgesetzt ist, von den Unternehmern im Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen auch wirklich eingehalten werden.

Das Konzessionierungsverfahren für die Unter­nehmer im Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen stehe erst jetzt nahe vor dem Abschluß. Entscheidend sei hier die Lage der Trampfahrer.Wir können eine Vernachlässigung der Bedürfnisse der Trampfahrer, die als kleine ^selbständige Unter­nehmer im nationalsozialistischen Staat des beson­deren Schutzes bedürfen, nicht zulassen. Wird der Notstand der Trampfahrer behoben sein, so kön­nen wir mit gutem Gewissen neue Wagen im Gü­terfernverkehr zulassen. Wir müssen für eine Er­höhung der im Güterfernverkehr tätigen Wagen eintreten. Der fortschreitende Ausbau der Reichs­autobahnen ist eine dringende Mahnung, daß wir der Wirtschaft mit einer Ausweitung des Wagen­parks des Güterfernverkehrs die Möglichkeit bie­ten, diese schönen Straßen auch wirklich zu be­nutzen." Im Kraftomnibusverkehr solle der Fern- linienverkehr grundsätzlich den großen Reichsver- kehrsanstalten Deutsche Reichsbahn und Deutsche Reichspost Vorbehalten werden. Zu den Berufs­fragen der Kraftfahrlehrer erklärte Staats­sekretär König, wenn der Beruf auch übersetzt sei, so könne man weitere Maßnahmen nicht in Aus­sicht nehmen. Mit der Zunahme von Käufern der Kraftwagen werde auch der Beruf der priva­ten Kraftfahrzeug-Ueberwachung wachsen.

Gr Öffnung der Reichsapothekerkammer.

In Freudenstadt fand die Eröffnungssitzung der durch Gesetz vorn 18. April 1937 geschaffenen Reichs- apothekerkarnrner statt. Dabei erklärte Ministerial­direktor Dr. Gütt vorn Reichsministerium des In­nern, der nationalsozialistische Staat wolle jedem Stand die Form geben, die es ihm erlaube, sich als nützliches Glied in die Dolksgesamtheit einzuordnen. Der Apothekerstand zeige insofern eine gewisse Be­sonderheit, als er nicht nur ein freier wissenschaft­licher Berufsstand sei, sondern seine Berufsform auch Berührungspunkte mit der Wirtschaft habe. Trotzdem sei er einer der drei das Heilwesen mit­bestimmenden Stände. Die neue Standesgesetzgebung habe die Apotheker daher in einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zusammenge­faßt. DieReichsapothekerkammer" hat für die Wahrung der Ehre des Standes und feiner Ange­hörigen zu sorgen, die Forderung des Wohles der Standesangehörig-n, ihre einheitliche Erziehung und

Ausrichtung im Auge zu behalten, sich die Fort« schritte der pharmazeutischen Wissenschaft und For­schung angelegen fein zu lassen, behördliche und son­stige Dienststellen in Fragen des Apothekerwesens und des Arzneimittelverkehrs zu beraten. In eige­nerBerufsgerichtsbarkeit" hat sie dafür zu sor­gen, daß die Berufspflichten von allen Standes- angehorigen gewissenhaft und treu erfüllt werden. Ihr unterstehen alle deutschen Apotheker mit Aus­nahme der aktiven Apotheker der Wehrmacht. Sie selbst untersteht, ebenso wie die Reichsärzte- und Reichstierärztekammer, der Aufsicht des .Reichs­ministers des Innern, ihre Gliederung ist ent­sprechend dem staatlichen Aufbau des Reiches durch­geführt.

Das erste Todesurteil des Militär­gerichts in Palästina vollstreckt.

Jerusalem, 27. 9Tod. (DNB.) Der von dem Militärgericht in Haifa zum Tode verurteilte 80jäh- rige Araberscheich Farhan Saadi ist im Gerichtsgefängnis von Akko durch den Strang hin- gerichtet worden. Damit ist das erste Todes­urteil, das von dem neuen Militärgericht in Palä­stina gefällt wurde, vollstreckt worden. Die Meldung hat in Damaskus wie eine Bombe gewirkt, lieber 50 000 Araber zogen vor das englische K o n s u l a t, um gegen das Todesurteil des Kriegs­gerichts zu protestieren. Die Menge feierte den Hin­gerichteten als einen Märtyrer der arabi­schen Sache. Die syrische Mandatsregierung hat Truppen zum Schutz des englischen Konsulats ein­gesetzt. Auch in Bagdad und anderen Orten des Irak fanden en glandfeindliche Kundge­bungen statt. In Bagdad wurde ein Engländer mißhandelt, worauf die Polizei weitere Ausschrei­tungen verhinderte. Die Stimmung in den arabischen Kreisen ist außerordentlich erregt.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat dem König der Albaner anläßlich des 25jährigen Bestehens der Unabhängigkeit Albaniens drahtlich feine Glückwünsche übermittelt.

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Generalinspektor Dr. Tobt übergab die Reichs­autobahnstreckeZubringer Bremen" in einer Feier bet Lesum dem Verkehr. Die rund 27 Kilo­meter lange Reichsautobahnstrecke von Ayten bis Lesum, die in die nach Bremerhaven führende Reichsstraße einmündet, stellt die unmittelbare Ver­bindung des Reichsautobahnnetzes mit der Nord- f e e f ü ft e und Öen beiden Einfallstoren von Heber« fee nach DeutschlandBremerhavenWesermünde her.

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Reichsjugendführer von Schirach traf am Sonntagnachmittag von Sofia kommend, im Flug­hafen von Athen ein. Er wurde vom Gesandten Prinz Erbach, vom Landesgruppenleiter Dr. Wrede und von griechischen Jugendführern und anderen Persönlichkeiten empfangen und besichtigte das Heim der deutschen Jugend in Athen. Ein Empfang beim Kronprinzen Paul sowie roeitere Besuche sind vor­gesehen. v

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Der ungarische Ministerpräsident v. D a r a n y i und der Außenminister v. K a n y a , die vor einer Woche zu einem Staatsbesuch nach Berlin gekom­men waren, verließen am Sonntagabend mit dem fahrplanmäßigen l)-Zug nach Wien in drei Sonder­wagen die Reichshauptstadt, um nach Budapest zu- rückzukehren.

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Nach Einsatz der stärksten polizeilichen und diszi- plinanschen Mittel sind die Studentenunru­hen in Oe st erreich zum Stillstand gekommen. Besprechungen zwischen dem Unterrichtsminister und den Dekanen der Medizinischen Fakultäten von Wien, Graz und Innsbruck haben zu einer Mil­derung der medizinischen Studienverordnung ge­führt, die Anlaß zu den Studentenunruhen war.

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Der französische Ministerpräsident Chautemps und Außenminister D e lb o s trafen in London ein, wo sie von Unterstaatssekretär Sir Robert Van- s i 11 a r t begrüßt wurden.

Der Volksentscheid in der Schweiz über den Antrag, die Freimaurerlogen im gesamten Bundesgebiet aufzulösen, enoete mit einer Ablehnung des Jnittativbegehrens.

Aus aller Welt.

Internationale Jagdausstellung ein Welterfolg.

Am Sonntagabend hat die Internationale Jagdaus st ellung Berlin 1937 ihre Tore geschlossen. Mit ihren rund 40 Sonderschauen, mit dem gewaltigen Material, das sie aus allen Län­dern und Zonen des Erdballes nach Berlin gebracht hatte, errang sie einen Erfolg, der auch die kühn­sten Erwartungen übertraf. In rund drei Wochen sind nicht weniger als 4 5 0 0 0 0 Besucher durch die Drehkreuze gegangen. Die Reichsregierung und die führenden Männer der Partei bewiesen ihre nachdrücklichste Anteilnahme. Fast täglich konnte die Ausstellungsleitung auch den Besuch von Staats­männern und anderen hervorragenden Persönlich­keiten des Auslandes melden. Berühmtheiten der ganzen Welt zählten zu den Gästen der Schau. In zahlreichen Schreiben aus der ganzen Welt ist den Organisatoren der Internationalen Jagdaus­stellung Anerkennung ausgesprochen worden.

kdF.-FeierslundeVolk an der Arbeit".

Die Feiern im Gau Hessen-Nassau aus Anlaß des 4. Jahrestages der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", die Zeugnis ablegten von einer sich dauernd steigernden und vertiefenden kulturellen Arbeit, er­reichten ihren Höhepunkt mit einer Feier st unde Volk an der Arbeit" im Hessischen Landes­theater zu Darmstadt. Die Feierstunde war umrahmt von stimmungsvollen Dichtungen von Gerhard Schumann, Heinrich Lersch und Herybert Menzel, sowie von Choren der Werkscharen, vom Orchester des Hessischen Landestheaters wirkungsvoll unter­stützt. Nach der Begrüßung durch den Kreiswart der NSG.Kraft durch Freude" Heinrich W i n d h o r st nahm der Gauobmann der DAF. Willi B e cf e r bas Wort zu einer Ansprache, in deren Mittelpunkt er die Tatsache stellte, daß das durch den Führer ge­einte deutsche Volk in der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" wieder zur deutschen Kultur zurück- gefübrt worden sei, und daß der deutsche 2(rbeiter der Stirn und der Faust in dieser Gemeinschaft an der deutschen Kultur mittrage und mitschöpferisch tätig fei. Nach dem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang der deutschen Lieder erfolgte die Fest­aufführung von Gounods DpfrMargarethe" mit^ Sch. midt-Berikoven, Heinrich S djTflter und Hildegard Kleiber i/den Haupttollen und dem Orchester des Hessische-^ Landestheaters unter der Stabführung Werner Bitters. Das voll« besetzte Haus dankte durch lebhaften Beifall.