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Die Krise
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Wie die Maul- und Klauenseuche aus Nordafrika nachFrankreich eingeschleppt wurde.
Paris, 27. Nov. (DNB.) Im Senat sprach Senator Beaumont über die Krise in der französischen Landwirtschaft. Die Abwanderung der Bauern in die Städte habe teilweise
trage aber nur noch 180 Milliarden, also sei ein Verlust von 4 5 0 Milliarden eingetreten. Die Abwanderung der Landbevölkerung, die diesem Besitzverlust zugrundeliege, sei durch die 40° Stunden-Woche nur noch verschärft worden, denn die jugendliche Landbevölkerung dränge in die Städte, um in den Fabriken zu arbeiten oder Beamter zu werden. Besonders schwierig sei das Problem des mangelnden Absatzes für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Der Dauer sei das Opfer der Spekulanten. Seine Erzeugnisse müßten aufgewertet werden. Der Redner wies auf die Schäden der Maul- und Klauenseuche hin, die aus Nordafrika eingeschleppt worden sei „Wie konnte es geschehen, daß der Viehbestand des französischen Mutterlandes vor dieser Seuche nicht durch wirkungsvolle Maßnahmen geschützt worden ist?"
Landwirtschaftsminister Monet sprach sich für eine Preisauswertung der Landwirtschafts- erzeugnisse aus. lieber bie Maul- und Klauenseuche habe er nicht rechtzeitig aus den nordafrikanischen Besitzungen die notwendigen Auskünfte erhalten. Die tierärztlichen Dienststellen müßten vollständig reorganisiert werden. Die Seuche sei wieder im Abflauen. Zur Hebung der Landwirtschaft müsse gesetzlich gegen die Teilung des Besitzes anaegangen werden. Man werde finanzielle Maßnahmen zur Unterstützung der kinderreichen Bauern- familien und vielleicht auch eine Altersrente für alte Landarbeiter vorbereiten.
routo n wurde als französischer Botschafter nach Buenos Aires versetzt, und in Rabat zog ein links eingestellter neuer Generalresident ein.
Natürlich wirkten sich mit der Zeit auch die Vorgänge in den arabischen Ländern des östlichen Mittelmeeres bis nach Marokko aus. Nationale arabische Führer suchten die Bevölkerung für den arabischen Gedanken zu gewinnen und gewannen zusehends an Anhang. So bedurfte es nur eines geringen Anstoßes, um auch in Marokko blutige Unruhen ausbrechen zu lassen. Zwar kann es keinem Zweifel unterliegen, daß die Franzosen der Unruhen jederzeit Herr werden. Sie haben genügend zuverlässige Truppen im Land und verfügen über ausgezeichnete Straßen und alle Verkehrsmittel, um Truppen jederzeit in genügender Anzahl an alle bedrohten Punkte des Landes zu werfen. Auch ist nicht anzunehmen, daß die arabische Bevölkerung einig ist und einem idealen Ziele zustrebt. Im Gegenteil scheinen die Verhaftungen zu zeigen, daß eine gewisse Gruppe unter den arabischen Führern aus persönlichem Machtbedürfnis eine Art Staatsstreich versuchen wollte. Trotzdem kann kein Zweifel bestehen, daß die französische Verwaltung bei den Arabern Marokkos nicht mehr beliebt ist. Und wenn jetzt eine Reihe ihrer Führer, gleichgülttg was sie angestrebt haben, verhaftet und zu Gefängnis verurteilt worden sind, fo können aus diesen sehr bald Märtyrer werden, was sich in franzosenfeindlichem Sinne auswirken muß.
Nicht umsonst haben in letzter Zeit die Bürgermeister von Algier und von Constantine in Algerien die französische Regierung dringend davor gewarnt, den kommuni st ischen Einfluß in der französischen Verwaltung zu stark werden zu lassen, da sich dies ungünstig auf die arabische Bevölkerung Algeriens auswirken müsse. Und was für Algerien gilt, gilt in gleichem Maße auch für Marokko. Die Unruhen der letzten Zeit in diesem Lande sind der beste Beweis dafür. Frankreich läuft sonst Gefahr, statt einer großen Kraftquelle, die es bisher in feinem nordafrikanischen Kolonialbesitz hatte, bald einen Herd großer Unruhe und größter Sorge zu besitzen. Man scheint sich in Paris der Gefahr auch bewußt zu seift und versucht dieser dadurch zu begegnen, daß man dem früheren Minister Sarraut die Oberhoheit über Tunis, Algier und Marokko anvertraut hat. Herr Sarraut scheint nun angeordnet zu haben, in Marokko rücksichtslos und mit aller Strenge durchzugreifen, um möglichst schnell die dort ausgebrochenen Unruhen im Keime zu ersticken. Ob er aber den Brand aanz wird löschen können, erscheint höchst zweifelhaft, vorausgesetzt, daß in Marokko nicht wieder ein anderer Kurs gesteuert wird Es schlummern in den Arabern noch ungeheure Kräfte. Sind diese einmal geweckt, so find sie zu großen Leistungen fähig. Die Geschichte der früheren arabischen Reiche sollte auch den Franzosen zu denken geben.
Sarrauls Mission in Aordasrika.
Reform der Eingeboren en-Fürsorge.
Paris, 27. Nov. (DNB.) Die Havas-Agentur verbreitet einen^Lericht der Darlegungen des Staatsministers Sarraut im Ministerrat über die Lage in Nordafrika. Die Maßnahmen, die der Eingebore- nen-Bevölkerung in wirtschaftlicher, moralischer, sozialer und verwaltungsmäßiger Hinsicht Genugtuung bringen sollen, find Hilfsmaßnahmen für die unter Lebensmittelknappheit, Arbeitslosigkeit und Elend leidende Bevölkerung. Mit Hilfe von Anleihen sollen neue Arbeiten in Angriff genommen werden; vorgesehen sind eine Wasserpolitik, um die eingeborenen Pflanzer vor den Schäden der Trockenheit zu schützen, Arbeiten zur sozialen und sanitären Ausstattung der Bevölkerung sowie die Verbesserung des Schul - und des städtischen Wohnungswesens. Diese Maßnahmen haben die Organisierung des eingeborenen Bauernstandes zum Gegenstand, und zwar durch eine zahlenmäßige Erfassung der Fellahs, durch die Parzellierung der bebauten und bewässerten Flächen, durch Schutz gegen Erpressung und Ausplünderung und durch Förderung von Handwerkern. Eine Revidie- rung der Löhne wird dort, wo es noch nicht geschehen ist, vorgenommen werden. Die nach Frankreich eingewanderten nordafrikanischen Arbeiter sollen gleichfalls die Fürsorge des Staates erhalten. Außerdem find vorgesehen: Justiz- und Verwaltungsreformen zum Schutze der Interessen und Güter der ansässigen Bevölkerung, eine großzügigere Zulassung der Muselmanen zu den öffentlichen Dienststellen und eine bessere Eingeborenenvertretung in den beratenden Körperschaften. Der Ministerrat hat diesem Programm seine Billi-
...... j um die Hälfte verringert. Der landwirtschaftliche Besitz habe 1913 einen Wert von 63 Milliarden Franken gehabt, dem müßten heute 630 Milliarden entsprechen. Der heutige Wert de-
Oie bauliche Neugestaltung der Neichshauptstadt.
Oer Führer legt den Grundstein zum Neubau der Wehrtechnischen Fakultät.
Berlin, 27. Nov. (DNB.) Samstag legte der Führer und Reichskanzler den Grundstein zum Neubau der W e h r t e ch n i s ch e n Fakultät der Technischen Hochschule. Das Gebäude wird am westlichen Rande der Reichs- Hauptstadt an der Teufelssee-Chaussee erstehen. Nicht allzuweit entfernt liegt dasRei ch s - fp ortfeld. In nächster Nähe befindet sich das große Einfallstor der Reichshauptstadt, die H e erst r a ß e, die im Zuge des umfassenden Bauplanes ebenfalls neu gestaltet wird. Eingegliedert in die Landschaft des Grunewaldes, umsäumt von Kiefern und Birken, wird das Wehrtechnische Institut als ein mächtiger fünfstöckiger Quaderbau hervorragen. Professor Speer wird ihm die Form eines wuchtigen Kastells geben, das von zwei großen Eckbauten begrenzt wird, die vier 30 Meter hohe Ecktürme tragen. Das machtvolle Gebäude umschließt einen großen freien Hof. In zwei Jahren soll das Bauwerk vollendet fein.
Die Wiedererringung der Wehrfreiheit hat die Wehrtechnische Fakultät an der Technischen Hochschule in Berlin — die einzige ihrer Art in Deutschland — vor so große und neue Ausgaben gestellt, daß ihre bisherigen Forschungs- und Lehrstätten nicht mehr genügen. Der Wehrtechnischen Fakultät obliegen vor allem die Fachgebiete des Nachrichtenwesens, der Waffenkonstruktion, des Wehrbaues, der angewandten Optik und Ballistik, Sprengstoffchemie, des Fahrzeugbaues und Gasschutzes, also alle wesentlichen Aufgaben der Landesverteidigung.
Auf dem weiten Platze hatten sich viele Tausende eingefunden. In mächtigen Blocks waren sämtliche Gliederungen der Bewegung aufmarschiert. Auf der Haupttribüne sah man das Führerkorps von Staat und Partei und viele Ehrengäste, darunter Ministerpräsident Generaloberst Göring, Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg, die Reichsminister Dr. Goebbels und Dr. Frank, Finanzminister P o p i tz, ferner mehrere Staatssekretäre, den Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, Architekt Prof. Speer, Stadtpräsident Dr. Lippert, die Rektoren der Berliner Hochschulen.
Als der Führer durch das Spalier der ff die Stätte der Grundsteinlegung betrat, grüßten ihn die Klänge des Badenweiler-Marsches.
Oer Dekan
der Wehrtechnischen Fakultät, General der Artillerie, Pros. Becker,
eröffnete den Festakt mit einer Ansprache, in der er die Entwicklung und Bedeutung der Forschung und Lehre auf dem Gebiete der Wehrtechnik darstellte. Schon zu Beginn des Jahrhunderts plante das Preußische Kultusministerium eine akademische Forschungsstätte für die Pflege der Militärtechnik. 1903 wurde die preußische Militärtechnische Akademie eröffnet. Mit der Mobilmachung 1914 schloß die Militärtechnische Akademie ihre Hörsäle. Erst 1920 wurde sie in Verfolg des Versailler Friedens endgültig aufgelöst. Schon während des Krieges wurden Erwägungen über die Frage angestellt, in welcher Form nach Kriegsende die wehrtechnische Forschung und die wehrtechnische Lehre neu organisiert werden sollten. Nach eingehenden Beratungen war man zu dem Beschluß der Eingliederung in die Technische Hochschule in Berlin gekommen. Heber ein bis anderthalb Jahrzehnte verhinderte das Versailler Diktat die Organisation. Erst nach dem Sieg der nationalsozialistischen Revolution gewannen die Gedanken einen entscheidenden Auftrieb. Schon im Herbst 1933 wurde die Wehrtechnische Fakultät an der Technischen Hochschule in Berlin ein» gerichet. An dieser ganz besonders günstigen Stelle sollen die Neubauten erstehen, die sieben wehrtechnischen Instituten künftighin ausreichenden Raum und zweckmäßig ausgestattete Räume für die Erfüllung ihrer wichtigen Aufgaben geben werden..
Reichsminister Rust
ührte dann aus: So bedeutsam diese Schöpfung ist, so ist sie doch nur der Beginn eines ungleich größeren Werkes. Der Neubau der Wehrtechnischen Fakultät wird mit einbezogen in den großen Raum, auf dem sich öie neue Hoch -
chule des Dritten Reiches in Berlin erheben wird. Wenn wir heute damit beginnen, der Wehrtechnischen Fakultät auf diesem weiten Feld vor den Toren Berlins ein Haus zu errichten, so heißt das, daß die Technische Hochschule mit ihren Einrichtungen und die Berliner Universität mit ihren Einrichtungen folgen werden, daß hier die Technische Hochschule und Universität eine neue Stätte finden sollen. Wenn wir aus Gründen der Zweckmäßigkeit eine Reihe von Wissenschaften, die bisher an Universität und Technischer Hochschule gesondert auftraten, Zusammenlegen in gemeinsame Lehrstühle und gemeinsame Institute der Universität und Hochschule, wenn wir damit Kräfte und Mittel gewinnen, um zugleich das Leistungsniveau unserer Einrichtungen zu heben, so ist auch dies ein Schritt auf dem Wege zum letzten Ziel. Die Studenten beider Hochschulen werden in Zukunft denselben Sportplatz haben und damit jene gemeinsame E r - ziehung zum körperlichen Einsatz, einzeln und in der Mannschaft, ohne den heute keine Erziehung in Deutschland mehr denkbar ist. Die Studenten der Reichsuniversität Berlin werden den herrlichsten Sportplatz der Welt haben, das Reichssportfeld, und es wiederholt fick damit der Werdegang jener ersten Akademie in Hellas, wo nicht der Sportplatz an die Hörsäle der Philosophen angebaut wurde, sondern wo die Philosophen sich an den Uebungsplätzen der griechischen Jugend, an den Gymnasien zusammen einfanden.
Heute stehen wir an der Schwelle eines neuen Zeitalters der Entdeckungen. Die Idee der Rasse erschließt uns die Welt des handelnden unh gestaltenden Menschen. Wo nach ihren Gesetzen gehandelt wird, da waltet eine Ordnung im geschichtlichen Leben. Uns gibt die Erkennntnis der Rasse oas neue Ordnungsprinzip für alle Bezirke zur Gestaltung des geistigen Lebens. Sie ist der Ausgangspunkt für die politische Formung des deutschen Volkes. Sie weist uns überall hin auf die schöpferische E i n- heit von Leib und Seele, die die Voraussetzung aller starken und schöpferischen Kulturen von jeher gewesen ist. Von der Entdeckung der Rasse schließlich erhält auch die Wissenschaft ihren entscheidenden revolutionären Anstoß. Die Krise der
Wissenschaft, die in dem Herrschaftsanspruch des selbständigen, naturlosen Geistes und im Zusammenbruch dieses Anspruches offenbar wurde, wird in dem Augenblick überwunden, in dem im Begriff des wirklich blut- und schicksalgebundenen Menschen der Gegensatz eines weit- und naturlosen Geistes und einer geist- und seelenlosen Natur aufgehoben ist. Geleitet von dieser gewaltigen Idee der Rasse, die im Mittelpunkt unserer Weltanschauung steht, gehen wir auf allen Gebieten an den Aufbau eines »neuen Jahrtausends. Auf dem Fundament dieser Idee wird auch die Universität des Reiches Adolf Hitlers sich erheben. Der Bau, zu dem wir heute den Grundstein legen, ist nur der Anfang eines gigantischen Werkes, aber zugleich von einer wunderbaren Symbolik. Schon einmal war in der Entwicklung der deutschen
Universität der Augenblick, wo Wehr unb Wissenschaft, Soldat und Gelehrter em Bündnis hätten eingeben können. Das war vor 130 I a h r e n , als H u m b o l d t die Berliner Universität gründete und Scharnhorst die ©runblage für ein deutsches Volksheer schuf. Der Augenblick ist versäumt worden. Und die Geschichte des 19. Jahrhunderts zeigt das traurige Bild eines verhängnisvollen Auseinanderfallens dieser beiden nationalen Bezirke. Die Schaffung dieses Bauwerkes soll von uns verstanden werden als ein glückhaftes Zeichen dafür, daß im Zeitalter des Nationalsozialismus dieses Bündnis nich» eine leere Forderung bleibt, sondern Dauer erhält, so, wie das Reich von vielen gedacht und erträumt wurde, aber erst durch Adolf Hitler Wirklichkeit geworden ist.
Der Führer mit seiner Begleitung trifft auf der Baustelle ein. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Anschließend verlas Reichsminister Rust die Urkunde über die Grundsteinlegung:
„Der Bau der Wehrtechnischen Fakultät schafft nach dem Willen des Führers dem Deutschen Reiche die zentrale Lehr- und Forschungsstätte, die sämtliche Zweige der Wehrtechnik und Wehrwissenschast im Rahmen einer Hochschule zusammenfaßt. Die Vorarbeiten veranlaßte der Reichserziehungsminister Dr. phil. h. c. Bernhard Rust und der Dekan der Wehrlechnischen Fakultät General der Artillerie Professor Dr.- 3ng. Dr. phil. h. c. Karl Beck et. Unter der Verantwortung des Generalbauinspektors Professor Albert Speer wurde die Einzelplanung von Regierungsbaurat Walwih vorgenommen. Den Grundstein legte heute am 27. November im fünften Jahre nach der Nationalsozialistischen Revolution, im neunzehnhundert- undsiebenunddreihigsten Jahre christlicher Zeit- rechnung der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Woge diese neue Stätte der Wissenschaft für immer die Verbindung Herstellen zwischen deutschem Forschergeist und deutscher Wehrkraft, damit das deutsche Volk gesichert gegen jeden Feind in Frieden seiner geschichtlichen Sendung leben kann.
gerade deshalb die natürliche überragende machtpolitische Zentrale. Denn wir wollen für die Bedeutung einer solchen Hauptstadt nicht so sehr die Zahl ihrer Einwohner als vielmehr die Große und den Umfang ihres Gesa Midi 1 d e s und damit ihres Gefamtwer- t e s an sehen. Den Einwohnern nach ist Berlin mit
Der Führer spricht.
Dann trat d e r F ü h r e r vor den mächtigen, auf einem hohen Postament ruhenden Block. Mit dem heutigen Tage, so führte er aus. beginnt in Berlin eine Periode baulicher Neugestaltung, die das Bild und — wie ich überzeugt bin — auch den Charakter dieser Stadt auf das tiefste verändern wird. Die ehemalige Residenz hohenzollerscher Fürsten, Könige und Kaiser soll nunmehr zur ewigen Hauptstadt des ersten deutschen Volksreiches werden. In ihr wird für alle Zukunft jene Not behoben sein, die einen großen Historiker zu der erkenntnisreichen Feststellung führte, daß es stets das Unglück der Deutschen gewesen sei, wohl Hauptstädte, aber niemals eine wahre Haupt ft adt besessen ^u haben. Denn eine wirkliche dauernde staatliche Gestaltung einer volklichen Gemeinschaft erscheint uns nach aller Einsicht unb allen geschicht- lien Erfahrungen nur dann denkbar, wenn die Führung einer solchen Gemeinschaft auch örtlich ihren unbestreitbaren führenden Mittelpunkt besitzt.
Es sind daher nicht wenige der großen vergangenen Staatenbildungen verbunden gewesen nicht nur mit der Geburt, sondern sogar mit dem Namen ihrer Hauptstädte. Die Meinung aber, daß der Verfall dieser Staaten bedingt gewesen sei durch die Ausbildung dieser ihrer dominierenden Hauptstädte als Organisationsmittelpunkte des gesamten Lebens, beruht auf einem Trugschluß. Denn gerade die antiken Staaten sind nicht an ihren Städten zugrunde gegangen, sondern die antiken Stä d t e gingen zugrunde an der Verkennung und Mißachtung der sie bedingenden und damit tragenden Blutgesetze. So verfiel das Römische Reich nicht wegen Rom, denn ohne Rom als Stadt hätte es nie ein Römisches Reich gegeben! Der natürlichste Weg der meisten großen Staatengründungen beginnt in seinem Anfang fast immer von einem ersten Kristallisationspunkt des politischen und späteren kulturellen Lebens, der dann sehr oft als Hauptstadt dem ganzen Staat seinen Namen verleiht!
So wie aber das Deutsche Reich das späte Ergebnis eines wechselvollen Ringens verschiedener deutscher Stämme und Staaten nach einer staatlich-politischen Einheit unseres Volkes ist, so fehlt dieser nunmehr endlich erreichten Staatsgründung
Der Führer vollzieht die drei Hammerschläge. (Scherl-M.)
4'/2 Millionen Menschen ohne roeiterees die Hauptstadt des Reiches. Sie ist es aber nicht, wenn wir darüber hinaus das Gewicht ihrer kulturellen und monumentalen Bedeutung und Gestaltung in Vergleich setzen zu den ähnlichen Werten anderer deutscher Städte.
Es ist daher mein unabänderlicher Wille und Entschluß, Berlin nunmehr mit jenen
Das schwarze Viereck bezeichnet das Gelände, auf dem das Wehrtechnische Institut errichtet wird. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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