ebenso die Mitarbeiterin bei der Essensausgabe. Beide gaben anschauliche Bilder ihrer Tätigkeit.
Der Abend war sehr gut besucht. Die Leiterin schloß die Versammlung mit dem Gedenken an den Führer. F. K.
Ein Gefallenen-Ehrenmal auf dem Neuen Friedhof.
Die Arbeitsgemeinschaft Gießener Soldatenkame- radschaften, der fast alle Gießener Offiziers--, Regi- ments' und Waffenring-Kameradschaften angehören, hat seit einiger Zeit an den Vorbereitungen zur Errichtung eines Gefallenen-Ehrenmals auf dem Ehrenhof des Neuen Friedhofes gearbeitet. Den in aller Stille zielbewußt durchgeführten Maßnahmen ist nunmehr nach der vor einigen Wochen erteilten Zustimmung des Herrn Oberbürgermeisters ein voller Erfolg beschieden worden. Aus den freiwilligen Dpferfpenben der in den Soldatenkameradschaften vereinigten alten Soldaten ist ein mächtiger Find- lingsstem aus den Bergen des Odenwaldes beschafft worden, dessen Aufstellung auf dem Ehrenhof des Neuen Friedhofes in der nächsten Zeit erfolgt. Der Gedenkstein, in den durch Bildhauerhand ein Gedenken an die gefallenen Kameraden eingegraben werden wird, soll am 21. November feierlich geweiht werden.
^Woche des Deutschen Buches 1937/
Kundgebung in Gießen.
Auch unsere Stadt wird am Dienstag, 2. November, 20 Uhr, in der Neuen Aula der Universität eine Kundgebung aus Anlaß der „Woche des Deutschen Buches" veranstalten. Der volksdeutsche Dichter Heinrich Zillich wird dabei aus eigenen Werken lesen. Der Dichter, der als Auslandsdeutscher das kämpferische Leben der Deutschen in Siebenbürgen, ihr Ringen um die Bewahrung des schwäbischen Volkstums in seinen Skizzen und Gedichten schildert, wurde in diesem Jahre mit dem Literaturpreis der Stadt Berlin für seinen großen Grenzlandroman „Zwischen Zeiten und Grenzen" ausgezeichnet. So wird die Gießener Kundgebung, zu der der Oberbürgermeister, der Goethe-Bund Gießen in Dortragsgemeinschaft mit dem Kaufmännischen Verein und der örtliche Arbeitsausschuß zur Buchwoche die Bürgerschaft einladen, ein starkes Bekenntnis zum deutschen Schrifttum und Buch und zum deutschen Volkstum werden.
Wartburgfest-Feier der Bereinigung alter Burschenschafter.
Man berichtet uns: Unter starker Beteiligung und mit Begeisterung feierten die Mitglieder der Vereinigung alter Burschenschaften, die Träger der Tradition der Urburschenschaft, die Nachkommen der „Gießener Schwarzen", am 18. Oktober die 120. Wiederkehr des Tages des SBartbur^feftes von 1817 unter dem Vorsitz ihres Leiters, Studienrat Adolf Fischer (Frankonia-Gießen, Saxonia), des Bundesleiters der Franken, auf dem Germanenhause. Der Leiter 30g eine Parallele zwischen der nationalen Revolution der damaligen Zeit, die, aus der studierenden Jugend hervorbrechend, Wirkungen ausstrahlte, von denen wir uns heute kaum eine Vorstellung machen können, und der großen natio- nalsozialistrschen Revolution unserer Tage, die das ganze Volk ergriffen. Er gedachte unseres großen Führers, ,cher dem Ringen und Streben der 120- jährigen Burschenschaft Erfüllung gegeben", der aus dem Nichts gekommen, emporgestiegen „gleich einem Meteor", der auf einsamer Höhe wandelt wie alle Großen der Menschheit, eine einmalige Erscheinung, „der dem Sehnsuchtstraum der Burschenschaft, dem Traum eines Jahrhunderts Vollendung gebracht", „dessen Lehren, Reden und Ideen noch künftigen Geschlechtern Dogmen sein werden, nach denen sie ihr deutsches Leben formen werden".
Studienassessor Gundel (Alemannia Gießen) sprach Worte ,Llus Riemanns Wartburgrede"; Forstassessor Simon (Germania Gießen) „Aus Rüdigers Feuerrede".
Die Lieder, die einst 1817 auf der Wartburg (zum Teil zum erstenmal) gesungen wurden, u. a. des Gießener Schwarzen Karl Fallen „Deutsch Burschenlied": „Brause du Freiheitssang ...", umrahmten die eindrucksvolle Feier.
In ausführlicher Rede gab der Leiter in seiner Festansprache einen Einblick in die Weite und Tiefe der Gedankenwelt der Urburschenschaft, die um politische und soziale Probleme gerungen, deren Lösung wir heute als Zeitgenossen des Führers miterleben dürfen. Ihren Niederschlag finden diese Gedanken in den „Grundsätzen und Beschlüssen des 18. Oktober", die Kieler Anregungen entstammend von den Studierenden zu Jena vorgelegt wurden und in den „Grundzügen für eine künftige Reichsver- fassuna", die entworfen von Adolf Ludwig Fallen, nach Besprechungen im Gießener Follenschen Kreise niedergelegt wurden.
** D ie D i e n stst u nd en beiden Gießener Justizbehörden (Landgericht, Staatsanwaltschaft, Amtsgericht) sind gegenwärtig wie folgt festgesetzt: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7.30 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr, Mittwoch und Samstag von 7.30 bis 13.30 Uhr.
** Außer Lebensgefahr. Der Gefreite Wald aus Gießen, der am Dienstagabend in der Nähe von Hermannstein von einem Fernlastzug angefahren wurde und schwer verletzt in das Städtische Krankenhaus zu Wetzlar eingeliefert werden mußte, befindet sich, wie wir auf Anfrage hören, erfreulicherweise außer Lebensgefahr. Sein Zustand war heute morgen befriedigens, und man hofft, ihn am Leben erhalten zu können.
** Jubiläumsfeier b e i W i l h. W a l l e n- fels Sohn. In diesen Tagen konnte die Firma Weingroßhandlung und Likörfabrik Wich. Wallen- fels Sohn (Inh. August Balzer) das Jubiläum ihres 110jährigen Bestehens feiern. Gleichzeitig feierte der Inhaber das Jubiläum seiner 30jährigen Inhaber- und Geschäftsführerschaft. Gefolgschaft, Vertreter und Freunde der Firma fanden sich aus diesem An- m ri<LUc kameradschaftlichen Stunden im
Gasthof Boller ein. Der Kreisobmann der DAF., Hermann Wagner, überbrachte die Glückwünsche der DAF. und hob das vorzügliche Einvernehmen zwischen Betriebsführer und Gefolgschaft hervor. Der ^h;ber der Firma, August Balzer, dankte allen Gefolgschaftsmitgliedern für ihre Mitarbeit und Arbeitsfreudigkeit. Als Anerkennung wurden den Gefolgschaftsmitgliedern namhafte Geldbeträge als Jubiläumsgeschenk überreicht. Gefolgschaftsmit- glied Brück übermittelte dem Betriebsführer die Glückwünsche der Gefolgschaft und überreichte als Ausdruck der engen Verbundenheit einen prächtigen Blumenkorb. Einige unterhaltsame Darbietungen und kameradschaftliches Beisammensein beschlossen die Jubiläumsfeier.
** Herb st-Pflichtoersammlung d e r Mechaniker.Innung Gießen. Man be-
Deutsche Erzieher im Dienst an völkischer Zukunft
Kreisversammlung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes.
Der Obmann des NSLB. im Kreis Gießen, Kreis- schulrat N e b e l i n g, hatte für den gestrigen Donnerstag die Lehrerschaft des Kreises zu einer Ar- beitstagung in den Turnsaal der Neuen Pestalozzi- schule eingeladen. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Kreisschulrat N e b e l i n g gab zunächst einige Mitteilungen zur Kenntnis, wies auf die „Woche des Buches" hin und empfahl, die eigene Bücherei zu erweitern und betreute Büchereien zu ergänzen. Er erinerte an die notwendige Unterstützung des Winterhilfswerkes und forderte dazu auf, auch der Arbeitsbeschaffungslotterie nicht zu vergessen.
Die Versammlung brachte dann drei Vorträge. Der Gaureferent des NSLB. für den Luftschutz, Beyer, sprach zunächst über die Grundlagen des Selbstschutzes. Der Redner ging zunächst von geschichtlichen Tatsachen aus und erläuterte den Selbstschutz, wie er von Völkern der Vergangenheit, bis herauf in die Gegenwart gepflegt wurde. In der Nutzanwendung für die Schule betonte der Redner, daß in der Schule die geistige Grundhaltung geschaffen werden müsse, die als Ausgangspunkt für jeglichen Selbstschutz im Interesse unseres Volkes notwendig sei. Hier habe der Erzieher eine große Aufgabe. Im Lehrplan gäbe es viele Möglichkeiten über den Selbstschutz zu sprechen, besonders aber im Geschichtsunterricht. Eine kriegerische Auseinandersetzung der Zukunft bedeute schwerste Belastungsprobe für jedes beteiligte Volk. Der Angriff werde sich nicht lediglich gegen Fronten, sondern gegen ganze Volksgemeinschaften richten. Die Jugend müsse frühzeitig erkennen, daß die Gemeinschaft des Volkes immer Ausgangspunkt und Trä- aer des Wehrwillens sei. Die Frage des Selbstschutzes sei wichtigstes Erziehungsproblem. In der Zukunft würden vor allem auch an die Frau größte Anforderungen gestellt. Die Wehrmacht werde in der Zukunft die Angriffswaffe darstellen. Der Schild aber werde, gehalten von der Frau, Ausdruck des Selbstschutzes sein.
Die Äugend müsse einfach und volkstümlich belehrt werden. Man könne nicht wissen, wie sich ein Zukunftskrieg in seinen Auswirkungen gestalte. Deshalb sei Selbstschutz nicht die Angelegenheit einer Auslese, sondern Sache des ganzen Volkes. Die Jugend müsse, so schloß der Redner, zu jener Widerstandskraft herangebildet werden, die allein
den Bestand des Volkes sichere. Der Vortrag wurde sehr beifällig ausgenommen.
Der Kreissachbearbeiter für Familien- und Sip- penforschung, Dähn (Gießen), sprach sodann über das umfangreiche Aufgabengebiet der Familien- und Sippenforschung und stellte einleitend heraus, daß sich der Lehrer, um im Unterricht nutzbringende Arbeit leisten zu können, sich selbst das nötige Rüstzeug beschaffen müsse. Eine wahrhaft lebensnahe Schule müsse Sippen- und Familienforschung betreiben.
Nach einem kurzen Rückblick auf die Geschichte der Familienforschung gab der Redner einen aufschlußreichen Einblick in die Technik und Systematik der Familiensorschung, ließ erkennen, aus welchen Quellen das Material fließen könne, er ließ aber auch die Schwierigkeiten wissen, die der Arbeit häufia genug entgegenstehen. Er forderte dazu auf, eine Ahnentafel aufzustellen, zunächst von der eigenen Familie und regte an, sich auch an der Verzettelung der Kirchenbücher zu beteiligen.
Der dritte Vortrag der Versammlung wurde von Pg. K r a u s k 0 p f gehalten. Der Redner sprach über das Thema „Gesunde Beoölkerungspolitik — gesicherte Zukunft". Der Redner gab an Hand eines aufschlußreichen Zahlenmaterials einen Ueberblick über die bevölkerungspolitische Lage in Deutschland und charakterisierte dabei den verheerenden Einfluß liberalistischen Denkens. Der Vortragende forschte in seinen weiteren Darlegungen der Entwicklung in den Großstädten, sowie den Ursachen des Geburtenrückganges nach, er schilderte den Altersaufbau unseres Volkes und kennzeichnete das Verhältnis zwischen Geburtenzahl und Wehrkraft. In abschließenden Betrachtungen zeigte der Vortragende alle die Wege auf, die der Nationalsozialismus im Dienste einer gesunden bevölkerungspolitischen Entwicklung bisher bereits gegangen ist und zu gehen beabsichtigt.
Schulrat N e b e l i n g schloß die Versammlung mit dem Hinweis, daß all unser Krafteinsatz für die Gegenwart des tieferen Sinnes entbehrten, wenn wir nicht gleichzeitig der Zukunft zu dienen bereit seien.
Einige gemeinsam gesungene Lieder gaben den Vorträgen einen schönen Rahmen. Mit einem Ge- denken des Führers wurde die anregende Versammlung geschlossen.
Vom Holz zur Zellwolle.
Auf Einladung der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde sprach am Mittwochabend im überfüllten Hörsaal des Chemischen Instituts der Universität Prof. Dr. Kr 0 llp fe i f f er über die Wege, die zur Schaffung der Zellwolle, des neuen deutschen Textilrohstoffes, führten. Aus dem fesselnden Vortrag sei folgendes festgehalten:
Don den natürlichen Gespinstfasern besitzt als Textilrohstoff die Baumwolle die größte Bedeutung. Da sie nur in Gegenden mit tropischem Klima gedeiht, ergab sich für Deutschland, als Land ohne Kolonialbesitz, zwecks Sicherung der Versorgung seiner Bevölkerung mit Bekleidung die Notwendigkeit, eine gleichwertige Spinnfaser aus heimischen Rohstoffen zu schaffen.
Der Vortragende zeigte in fesselnder Weise die Wege auf, die der Chemiker bei der Herstellung eines (Stoffes gehen kann: Isolierung bzw. Abbau eines vorhandenen Naturstoffes oder Synthese des Produktes aus seinen Bausteinen. Die Baumwolle besteht aus fast reiner Zellulose, dem Hauptbestandteil der Zellmembran aller Pflanzen, aus diesem Grunde auch Zellstoff genannt. Im Anschluß an einige Versuche, die den Abbau der Zellulose zum Traubenzucker zeigten, gab der Vortragende einen kurzen Ueberblick Über die von Forschergenerationen geleistete Arbeit zur Aufklärung der Konstitution der Zellulose.
Das Problem der Schaffung einer Kunstspinnfaser van den Qualitäten der Baumwolle lief darauf hinaus, gewachsene, nicht spinnfähige Zellulose, wie sie in 50 bi? 60 v. H. der Trockensubstanz des Holzes vorliegt, in solche von der Faserlänge, des „Stapels", der Baumwolle umzuformen. Man mußte also den Spinnvorgang der Spinnen und Seidenraupen nachahmen. Diese Tiere scheiden aus feinen Oeffnungen ihres Körpers ein an der Luft zum Faden erstarrendes Sekret aus.
Nach einigen Versuchen Über Holzverzuckerung und den Ligninnachweis, des Hauptbestandteils der Jnkrusten des Holzes, besprach der Vortragende die Verfahren zur Gewinnung des H 0 l z z e l l st 0 f f s, des Rohmaterials für die Papier- und Kunftspinn- faserindustrie. Im Anschluß hieran führte er die Herstellung der Nitrozellulose und ihre Verspinnung zum Kunstseidenfaden sowie die Denitrierung des letzteren vor. Welch reiche Frucht die im Laufe rein wissenschaftlicher Untersuchungen über
die Konstitution der Salpetersäure erfolgte Entdeckung der Nitrozellulose durch den Deutschen Christian Friedrich S ch ö n b e i n. seinerzeit Pro- fessor der Chemie an der Universität Basel, späteren Generationen tragen würde, war nicht im entfern» testen vorauszusehen. Auf der Basis der Nitrozellulose entwickelte sich die Kunstspinnsasern- und Filmjndustrie.
Nach Versuchen über die Herstellung der Ace- t a t s e i d e (Vorführung des Trockenspinnverfahrens) behandelte der Vortragende das Kupferseide verfahren, an dem Thiele in den Bemberg- werken das S t r e ck f p i n n verfahren entwickelte. Letzteres ermöglicht die Herstellung von Fäden größerer Feinheit als die der natürlichen Seide. Im Modellversuch wurde ein kleiner Kunstseidenstrang gesponnen.
Das wichtigste Verfahren, nach dem heute mehr als 85 v. H. der gesamten Kunstspinnfasern und auch das Zellglas (Zellophan) gewonnen werden, ist das Viskose verfahren. Wieder waren es, wie auch beim Kupferseideverfahren, Entdeckungen gelegentlich rein wissenschaftlicher Forschungen, in denen das Verfahren wurzelt. Seine besondere Bedeutung liegt darin, daß es hier zum erstenmal gelang, , unabhängig von der Baumwolle aus dem Zellstoff des Holzes Kunstfpinnfafern herzustellen. Das Verfahren wurde im Modellversuch vorgeführt.
Die Erzeugung der Stapelfaser in den Kriegsjahren streifend, zeigte der Vortragende dann, wie sich unter Führung der IG. Farbenindustrie in der „Vistra" der Typ der deutschen Zellwollen entwickelte. Dabei wurde klar, daß Zellwolle kein Textil e r s a tz ftoff, sondern ein neuer Textil roh stoff ist, dessen textiltechnische Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind.
Nach kurzer Behandlung der italienischen Kaseinspinnfaser „Lanital" schloß der Vortragende mit dem Hinweis, daß jeder Fortschritt der Technik in der reinen wissenschaftlichen Forschung, der entsagungsvollen Arbeit der Forscher für kommende Generationen unseres Volkes wurzelt.
Reicher Beifall dankte dem Vortragenden, der es in meisterhafter Weise verstanden hatte, die Zuhörer durch feine von zahlreichen anschaulichen Versuchen begleitete Schilderung zu fesseln.
richtet uns: Die Mechaniker-Innung Gießen Bereinigte in diesen Tagen zahlreiche Berufskameraden zur Herbst-Pflichtversammlung im „Frankfurter Hof". Obermeister Steinbach begrüßte die Berufskameraden und gab bekannt, datz zu gleicher Stunde im Reiche insgesamt 298 Versammlungen der Mechaniker abgehalten werden. Im An- schluß daran gab er einige grundsätzliche Ausführungen über die Ziele des Mechaniker-Handwerks, wie sie der Reichsinnungsmeister Janicke (Berlin) umriffen hatte. Anknüpfend an diesen Vortrag des Hauptgeschäftsführers der Innung wurden wichtige Tagesfragen besprochen. Berufskamerad G ö d i ck e referierte über unlauteren Wettbewerb im Mechaniker-Handwerk und stützte sich dabei ebenfalls auf Material aus berufener Feder, lieber Fahr- und Motorräder, sowie über die Branche der Näh- Maschinen sprach Berufskamerad Bornemann, lieber Büromaschinen sprach Berufskamerad Overbeck. Der stellvertretende Kreishandwerksmeister Hartmann wies auf einen demnächst erscheinenden Fragebogen hin und bat um schnellste und gewissenhafte Ausfüllung. Ferner erinnerte er an die Buchführung, die ab 1. April 1938 für jeden Betrieb zur Pflicht gemacht wird. Die Erörterung verschiedener fachlicher Fragen beschloß die Versammlung.
Kein Fall von Maul- und Klauenseuche in Hessen.
D a r m ft a b t, 28. Oft. (Lpd.) Wie ßanbesbauern« fubrer Dr. Wagner in einer Bauernkundgebung in Gräfenhausen u. a. erklärte, ist entgegen allen in Umlauf gesetzten Gerüchten in Hessen bis Ijeute kein Fall der Maul - und Klauen
seuche fe st gestellt worden. Gerade deswegen fei es besonders notwendig, vorsichtig zu fein und alles zu tun, um ein Auftreten der Seuche in Hessen zu verhindern. Die Landesregierung habe alle Maßnahmen zum Schutze der Viehbestände ergriffen. Das beste Abwehrmittel sei die Disziplin der Bauern. Jeder Fall von Maul- und Klauenseuche sei sofort dem Bürgermeister zu melden.
Der Schuh gegen die Maul- und Klauenseuche ist organisiert.
Lpd. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: Gegen die Maul- und Klauenseuche sind u m - fassende Abwehrmaßnahmen getroffen worden. Pflicht eines jeden Viehhalters ist es, vor allen Dingen bei dem geringsten Verdacht von Maul- und Klauenseuche softt Anzeige zu erstatten, damit ein Uebergreifen verhütet und Seuchenherde örtlich begrenzt werden. So verständlich es auch ist, bei derartigen Seuchengängen die Gefahr der Hal- tung fast schlachtreifer Rinder und Schweine zu mindern und die Tiere den Schlachtviehmärkten frühzeitig zuzuführen, so wirkt sich doch dieses Vor- gehen in der Folge verhängnisvoll aus. Diese sogenannten Angstverkäufe machen sich zum Teil auch auf unfern Schlachtoiehmärkten bemerkbar. Es entsteht ein Ueberangebot, das sich in jeder Beziehung nachteilig auswirken muß. Jeder Bauer kann sich also ausrechnen, welche ungeheuren Summen dadurch der Gesamtheit der deutschen Diehhalter oer- loren gehen, wenn dieses Ueberangebot auf den Schlachtoiehmärkten auftritt. Es muß daher von jedem Bauern und Landwirt gefordert werden ruhig zu bleiben und keine A n g ft d e r t a u f e vorzunehmen.
Lor
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CARL NOWACk
INHABER'CARL HEINZ SCHLÜTER. (jlESSEN.


