obersten Ränge. Gleichzeitig werfen auch die Schein
werfer ihre Hellen Strahlen auf das Mittelfeld 6« Staoions. Es find weihevolle Minuten, wie nm
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Nach der Rede des Duce werden die deutschen Nationalhymnen gesungen. Dann besteigt noch einmal Reichsminister Dr. Goebbels das Podium und schließt die Kundgebung mit den Dorten: ..Die historische Rlillionen-Kundgebung auf dem Berliner Rlaifeld vereinigt sich in dem Rufe: Benito Mussolini Sieg-Heil! Sieg-Heil! Sieg-Heil! Adolf Hitler Sieg-Heil! Sieg-Heil! Sieg-Heil! Begeistert stimmen die Millionen ein. Die gewaltige Kundgebung für den Frieden Europas hat damit ihr Ende erreicht.
Das Europa von morgen wird faschistisch sein.
Durch den logischen Zwang der Ereignisse, nicht durch unsere Propaganda.
Festlicher Ausklang der Kundgebung: Konzert undZapfenstreich der Wehrmacht im Stadion
panien des Wachregimentes Berlin, des Infanterie- Lehrregimentes der Kriegsschule Potsdam, der Heeres-Unteroffiziersschule und der Heeres-Waffen- meisterschule, von der Kriegsmarine die erste Ma- rineunteroffizier-Lehrabteilung und von der Luftwaffe Teile des Wachtbataillons der Luftwaffe Ber-
Die Achse Berlin-Rom ist fest geschmiedti
Die englische presse begrüßt den in Berlin bekundeten Friedenswillen.
mit verhaltener Stärke das Gebet des Soldatr»^^ „I ch bete an die Macht der Liebe" buMrSrV das Stadion klingt. „Helm auf!" schallt es buri das Stadion. Major Hofmeister meldet: Führer! Großer Zapfenstreich der Wehrmacht W endet." Er läßt die Truppen präsentieren. D» ™ !
Tagen mit eigenen Augen aber die Tatsache am nationalsozialistischen Staat festgestellt haben: Auch D e u t s ch l a n d ist in seiner volklichen Haltung und seiner militärischen Stärke wieder eine Weltmacht.
Die krafl dieser beiden Reiche bildet heule den stärksten Garanten für die Erhaltung eines Europas, das noch eine Empfindung besitzt für seine kulturelle Mission und nicht gewillt ist. durch destruktive Elemente der Auflösung zu verfallen! Denn Sie alle, die Sie in dieser Stunde hier versammelt sind oder in der Welt mithören, müssen es bekennen, daß hier zwei selbstherrliche nationale Regime den weg zueinander gefunden haben und zueinander stehen, in derselben Zeit, in der die Ideen unserer demokratisch-marxistischen Internationale überall nur Demonstrationen des Hasses und damit der Entzweiung aufzuweisen haben. Jeder Versuch aber, eine solche Völkergemeinschaft durch gegenseitiges Ausspielen, durch Verdächtigungen oder durch die Unterschiebung unwahrer Ziele auseinanderbringen oder auflösen zu wollen, wird ebenso scheitern an dem Wunsche der 115 Millionen, die in dieser Stunde diese Kundgebung der Gemeinschaft bilden, wie aber besonders am willen der beiden Männer, die hier vor Ihnen stehen und zu Ihnen sprechen!
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Musikkorps setzen zu den italienischen Nations Hymnen und zu den deutschen Liedern der Nati^ ein. Die Spannung der Massen löst sich in une^ lichen Jubel, als der Führer mit seinem hohen (M die Tribüne verläßt.
Das Feuerwerk.
lin, des Regimentes General Göring, des Flak- Lehrregimentes und der Flakregimenter 3,
Während nun die Truppen und die Musitkorp unter den Klängen des Badenweiler Marsches ai> den Innenraum marschieren, verlöscht der Lichtdon Zu gleicher Zeit steigen vor der regenschwern Kulisse des Nachthimmels Raketen unter ohrenbv täubendem Donner auf, die mit grünweißrota Leuchtkugeln dem hohen Gast eine Huldigung bri$ gen, um dann in allen Farben das Grau des hui mels mit feurigen Ornamenten zu überziehv. Grandioser Abschluß ist ein dröhnendes Trommri feuer, während im gleichen Augenblick rings ir das Stadion bengalische Feuer aufflammen und bi tiefhängenden Wolken bunt überstrahlen.
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Starker Eindruck in Paris.
Paris, 29. Sept. (DNB. Funkspruch.) J Reden des Führers und des Duce stehen im ™ telpunkt der Betrachtungen der Pariser Morg^ presse. Fast alle Blätter weisen darauf hin, daß/ beiden Staatsmänner der Welt ihren Ftti de nswillen erklärt, dagegen dem Bo^
in unserem Lande haben die deutsche Nation nicht gerettet vor den schlimmsten Vergewaltigungen, bte geschichtlich denkbar waren. So mußte der Nationalsozialismus ein anderes ^.nd wirkungsvolleres Ideal aufrichten, um unserem Volk jene allgemeinen Menschenrechte rote» derzugeben, die ihm anderthalb Jahrzehnte lang verweigert worden waren.
In dieser Zeil bitterster Prüfungen, da hat sich — dies muh ich am heutigen Abend vor dem deutschen Volk und einer ganzen Wett aussprechen — Italien und besonders das faschistische Italien an den Demütigungen unseres Volkes nicht beteiligt. Es hat in diesen Jahren Verständnis aufzubringen vermocht für die Forderungen einer großen Nation nach gleichem Recht, für ihr nacktes Leben und nicht zuletzt für ihre volk- liche Ehre. Es erfüllt uns daher mit aufrichtiger Befriedigung, daß eine Stunde kam, in der wir uns dessen erinnern konnten — und, wie ich glaube, erinnert haben!
Aus der Gemeinsamkeit der faschistischen und der nationalsozialistischen Revolution ist heute eine Gemeinsamkeit nicht nur der Ansichten, son- dern auch des handelns gekommen. Dies ist aber ein Glück in einer Zeit und für eine Welt, in der die Tendenzen der Zerstörung und der Deformation überall sichtbar sind. Das faschistische Italien ist durch die geniale schöpferische Tätigkeit eines gestaltenden Mannes zu einem neuen Imperium geworden. Sie, Benito Mussolini, werden in diesen
So haben wir es auch in Spanien gemacht, wo Tausende von italienischen faschistischen Frei- willigen gefallen sind, für die Rettung der europäischen Kultur, der Kultur, die noch eine Wiedergeburt erleben kann, wenn sie sich von den falschen lügnerischen Göttern von Genf und Moskau abkehrt und sich den leuchtenden Wahr, heilen unserer Revolution zuwendet.
Kameraden! Ich komme zum Ende. Wir und Ihi machen außerhalb unserer Landesgrenzen keinerlei Propaganda im gewöhnlichen Sinne des Wortes, um Anhänger zu werben. Wir glauben, dbß di« Wahrheit selber Kraft genug besitzt, um überall hinzudringen, und daß sie schließlich siegen wird. Das Europa von morgen wird faschistisch sein, durch den logischen Zwang der Ereignisse, nicht aber durch unsere Propaganda. 20 Jahre sind es her, als Euer großer Führer den Ruf zur Erhebung in die Massen schleuderte, der zum Schlachtruf des ganzen deutschen Volkes werden sollte: Deutsch, land, erwache! Deutschland ist erwacht. Das Dritte Reich ist da.
Ich weih nicht, ob und wann Europa erwachen wird, wie auf dem Parteitag in Nürnberg gesagt wurde; denn geheime, uns wohl- bekannte Kräfte sind am Derk, um einen Bürgerkrieg in einen Dettbrand zu verwandeln. Wichtig ist, dah unsere beiden grohen Völker — die an Den- schen die gewaltige und immer weiterwachsende Dasse von 115 Millionen betragen — zufam- menstehen in einer einzigen unerschütterlichen Entschlossenheit. Diese heutige gigantische
Kungebung gibt der Welt den Beweis.
menschlichen Adels. Beide stützen wir uns auf die Jugend, die wir erziehen zur Disziplin, zum Mut, zur Zähigkeit, zur Vaterlandsliebe und zur Verachtung eines bequemen Lebens. Das wieder- erstandene Imperium Roms ist das Werk dieses neuen Geistes, der Italien beseelt. Die deutsche Wiedergeburt ist gleichfalls das Werk einer geistigen Kraft, des Glaubens an eine Idee, an die erst nur ein einziger glaubte — dann eine Schar von Vorkämpfern und Märtyrern, dann eine Minderheit und endlich ein ganz es Volk.
Deutschland und Italien verfolgen das gleiche Ziel auch auf dem Gebiet der Wirtscyaftsautarkie: Ohne wirtschaftliche Unabhängigkeit ist die politische Unabhängigkeit einer Nation selbst in Frage gestellt, und ein Volk von großer militari-
London, 29. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Presse berichtet über die große Kundgebung auf dem Maifeld bis in alle Einzelheiten mit zum Teil ausführlichen Auszügen aus den Reden des Führers und Mussolinis. Die „Times" bringt ihren Bericht unter der Überschrift „Friedensbekundung in Berlin — Begeisterung der Massen — antibolschewistische Front." Hitler, so heißt es, habe Mussolini dem gesamten deutschen Volk vorgestellt. „Daily Telegraph" bringt die lieber- schrift: „Keine geheimen Ziele mit Hitler — kein Plan, Europa zu trennen — Nazis und Faschisten wollen Frieden." Das Blatt schreibt, in England sei man sich voll im klaren darüber, daß eine deutsch-italienische Zusammenarbeit einen wirklichen Frieden in Mittel- und O st - europa darstellen kann. Die Achse Berlin—Rom habe große Möglichkeiten, und englischerseits brauche man keine Befürchtungen zu hegen. Es bestehe kein Zweifel darüber, daß der in Berlin bekundete FriÄenswille ernst gemeint fei. Dieser Friedenswille werde von den Westmäch- t e n geteilt. Der Weg, der dahin führe, fei Z u» fammenarbeit.
Die „INorning Post" schreibt, aus den Reden Hitlers und Mussolinis könne man entnehmen, dah sie die Welt davon überzeugen wollten, dah die Entente zwischen Deutschland und Italien mehr als nur oberflächlich sei. Es sei wohl möglich, dah die Welt die Revolutionen In Italien und Deutschland noch nicht verstanden habe. Die Welt wisse aber, daß die Führer dieser beiden Nationen einen klaren Dirklichkeitssinn besäßen und dah beide sehr gut wühlen, dah ein europäischer Krieg sich zugunsten ihres öffentlichen Feindes
der Welt. Eine deutsch-englische Verständig« würde alle Befürchtungen und jeglichen Verdacht Europa verschwinden lassen und würde eine Gr^ läge bilden, auf der dann endlich eine dauert Stabilität aufgebaut werden könnte.
blick blenden die Scheinwerfer rund um das 6ta« ilCUß dion herum auf. Der Regen hat aufgehört. Aber ^oolr tief ziehm noch die brodelnden Wolken über dir «W ’
und st ar k geschmiedet sei. Wenn diese V" auf London verlängert und dann Pflf11 einschließen würde und schließlich, wie an?- regt, sogar Warschau, so würde Kriegsfurcht endgültig in den Sch^' t e n gedrückt werden. Die Führer der WM großen Völker hätten wiederholt erklärt, daß $ deutsch-italienische Verständigung nicht a u f : ft e n anderer Staaten entstanden fF sondern daß diese Verständigung eine Abmach» darstelle, zu der die anderen Mächte zum B' tritt eingeladen seien. Eine fteundschaM Verständigung zwischen England und Deutschs sei der erste Schritt auf dem Wege zur Befried«" der Welt. Eine deutfck-enalilcke Verständig«
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Nr. 1, nämlich des Bolschewismus, auswirka würde. Immerhin wisse man jetzt, daß bti Rom-Berlin-Achse eine solide dauerhaft! Angelegenheit sei.
„Daily Mail" setzt sich warm für die VerM digung mit den beiden Ländern der Achse Berlin Rom ein. Eine Tatsache sei durch die Ereignisse W letzten Tage einwandfrei unter Beweis gestellt w* den, nämlich, daß die Achse Berlin—Rom f1'
venregierung. Diese Form menschllcher Entartung, die von der Lüge lebt, hat der Faschismus nach dem Krieg mit äußerster Energie bekämpft: Bekämpft mit dem Wort BmI, und mit der Waffe. Denn, wenn das Wort nicht ausreicht und wenn drohende Umstände es for- Gierst dern, muß man zur Waffe greifen.
Nachdem die italienischen Hymnen verklungen sind, tritt Reichsminister Gauleiter Dr. Goebbels : nochmals an das Rednerpult und kündigt unter : Iubelstürmen den Millionen an: „Es fprichtderi Duce!"
Die Rede des Duce.
Kameraden!
Der Besuch, den ich Deutschland und seinem Führer mache, die Rede, die ich jetzt vor euch halte, bedeuten einen wichtigen Punkt im Leben unserer beiden Völker und auch in meinem eigenen. Die Kundgebungen, mit denen ich empfangen worden bin, gaben m i ch tief bewegt. Man darf meinen Besuch nicht nach demselben Maßstab messen, wie die Üblichen diplomatisch-politischen Besuche. Die Tatsache, daß ich heute nach Deutschland gekommen bin, bedeutet nicht, daß ich morgen woanders hinfahren werde. Nicht nur in meiner Eigenschaft als Eh es der italienischen Regierung bin ich zu euch gekommen, sondern vor allem in meiner Eigenschaft als Chef einer nationalen Revolution, der damit einen Beweis für die offene, feste Verbundenheit z u eurer Revolution geben will. Mag auch der Verlauf der beiden Revolutionen verschieden gewesen sein, das Ziel, das beide erreichen wollten und erreicht haben, ist das gleiche: die Einheit und die Größe des Volkes.
Faschismus und Nationalsozialismus sind beide Ausdrücke jener Gleichartigkeit des geschichtlichen Geschehens im Leden unserer Nationen, die im gleichen Jahrhundert und durch das gleiche Ereignis zur Einheit gelangten. Wie schon gesagt, hinter meiner Reise nach Deutschland verbergen sich feine geheimen Absichten. Hier wird nicht gesponnen, um das schon genug in sich gespaltene Europa noch weiter zu spalten.
Die feierliche Bekräftigung der Tatsache und der Festigkeit der Achse Rom—Berlin richtet sich nicht gegen andere Staaten. Wir, Nationalsozialisten und Faschisten, wollen den Frieden und werden immer bereit fein, für den Frieden zu arbeiten, einen wirklichen, fruchtbaren Frieden, der die Fragen, die sich aus dem Zusammenleben der Völker ergeben, nicht mit Stillschweigen übergeht, sondern sie löst. Der ganzen Wett, die sich gespannt fragt, was das Ergebnis der Begegnung von Berlin sein wird: Krieg oder Friede, können wir beide, der Führer und ich, mit lauter Stimme antworten: Friede.
So wie 15 Jahre Faschismus Italien äußerlich Und geistig ein neues Gesicht gegeben haben, so hat auch eure Revolution Deutschland ein neues Gesicht gegeben: Neu, auch wenn es sich, wie in Italien, nach den höchsten, unvergänglichen lieber» Lieferungen formt, die sich mit den Notwendigkeiten des modernen Lebens vereinbaren lassen. Und dieses Gesicht des neuen Deutschlands habe ich gern sehen wollen. Und bei seinem Anblick, jetzt, bin ich noch stärker davon überzeugt, daß dieses neue D e utschl and — in feiner Stärke, seinem berechtigten Stolz, feiner Friedfertigkeit — ein Grundelement des europäischen Lebens ist.
Ich glaube, daß die Ursache für manches Mißverständnis und Mißtrauen zwischen den Völkern darin liegt, daß die Verantwortlichen die neue, si ch bildende Wirklichkeit nicht kenne n. Das Leden der Völker wie der Einzelpersonen ist nichts Starres, einmal Gegebenes, sondern unterliegt einem fortwährenden Umwandlunasprozeß: Ein Volk auf Grund von Zahlen und Beschreibungen oder einer Literatur von vor 20 oder 50 Jahren ^u beurteilen, ist ein Fehler, der verhängnisvoll werden kann. Dieser Fehler wird sehr oft gegenüber Italien begangen. Wenn man die nationalen Revolutionen Deutschlands und Italiens besser kennen würde, würden viele Vorurteile fallen und viele Streitpunkte ihre Daseinsberechtigung verlieren.
Wir haben viele Elemente unserer Weltanschauung gemeinsam. Nicht nur haben Nationalsozialismus und Faschismus überall dieselben Feinde, die demselben Herrn dienen: der D r i t • t en Internationale, sondern ihnen sind auch viele Begriffe der Lebens - und Geschichtsauffassung gemeinsam. Beide glauben an den W i l l e n als die bestimmende Kraft im Leben der Völker, als die Antriebskraft ihrer Geschichte, und weisen deshalb die Lehren des sogenannten geschichtlichen Materialismus und seiner politischen und philosophischen Nebenprodukte zurück. Beide verherrlichen wir die Arbeit — in ihren unzähligen Erscheinungsformen — als das Zeichen
scher Kraft kann zum Opfer einer wirtschaftlichen Blockade werden. Wir haben diese Gefahr in ihrer ganzen Unmittelbarkeit zu spüren bekommen, als 52 in Genf versammelte Staaten die verbrecherischen Wirtschaftssanktionen gegen Italien beschlossen, jene Sanktionen, die mit aller Schärfe durchgesührt wurden, aber ihr Ziel nicht erreichten, ja dem faschistischen Italien sogar Gelegenheit gaben, der Welt seine Widerstandskraft zu beweisen.
Trotz allem Drängen hat Deutschland sich den Sanktionen nicht angefchtoffen. Wir werden das niemals vergessen. Dies ist der Punkt, an dem zum erstenmal ganz deutlich das Vorhandensein eines notwendigen Zusammengehens zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien in Erscheinung tritt. Das, was man nunmehr in der ganzen Welt als die Achse Berlin- Rom kennt, entstand im Herst 1935 und hat in den letzten zwei Jahren für die immer stärkere Annäherung unserer beiden Völker aneinander wie für die wachsende politische Stärkung des europäischen Friedens großartig gearbeitet. Der Faschismus hat seine Ethik, der er treu zu bleiben beabsichtigt, und diese Ethik deckt sich mit meiner persönlichen Moral: klar und offen reden und, wenn man einen Freund hat, mit ihm zusammen bis ans Ende marschieren.
Alle Argumente, die unsere Gegner ins Treffen führen, sind hinfällig. Weder in Deutschland noch in Italien besteht eine Diktatur, sondern es bestehen Kräfte und Organisationen, die dem Volke dienen. Keine Regierung, in keinem Teile der Welt, hat die Zustimmung des Volkes in solchem Maße wie die Regierungen Deutschlands und Italiens. Die größten und echtesten Demokratien, die die Welt heute kennt, sind d i e deutsche und italienische. Woanders wird unter dem Deckmantel der „unveräußerlichen Menschenrechte" die Politik beherrscht von Mächten des Geldes, des Kapitals, von geheimen Gesellschaften und miteinander im Kampf liegenden politischen Gruppen. In Deutschland und Italien ist es streng ausgeschlossen, daß private Kräfte die Politik des Staates beeinflussen können.
Diese Gemeinsamkeit der Gedanken in Deutschland und Italien hat ihren Ausdruck gesunden im Kamps gegen den Bolschewismus. die modernste Form finsterster byzantinischer Gewaltherrschaft, jene unerhörte Ausbeutung der Leichtgläubigkeit der niederen Blaffen, jene hunger-, Blut- und Skla-
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Im Olympia-Stadion.
Berlin, 28. Sept. (DNB.) Eindruckstieser voller Ausklang der Millionenkundgebung auf dem Maifeld war das vom Generalkommando des III. Armeekorps veranstaltete Konzert der Wehrmacht im Olympischen Stadion. Don den Wällen flattern regenschwer die Fahnen beider Nationen. Inmitten des Rasens ist das Dirigentenpult aufgebaut. Die hohen Ränge sind Kopf an Kopf von einer erwartungsvollen Menschenmenge besetzt. Fanfaren schmettern. Am höchsten Olympischen Siegesmast wird die Fahne Italiens, rechts davon werden das Hakenkreuzbanner und zur Linken die Reichskrie^flagge aufgezogen. Scheinwerfer fallen auf das Marathontor und die große Freitreppe. Der Duce und der Führer werden im Marathontor sichtbar, schreiten langsam die Freitreppe herunter über die Aschenbahn zur Ehrentribüne. Als die Standarten der beiden Staatsmänner gehißt werden, nimmt der Jubel orkanartige Formen an. Fast Stunde jauchzen und rufen und winken und jubeln die mehr als hunderttausend Menschen, die in dem gewaltigen Oval versammelt sind, ©ie verstummen erst, als scharfe Komrnandoworte ertönen.
Der Aufmarsch.
Trommeln und Pfeifen setzen ein. Die Scheinwerfer erlöschen. Nur der Durchgang unter dem Marathontor ist in strahlende Helle getaucht, als die 25 Spielmannszüge, 33 Musikkorps und 10 Trompeterkorps unter den Klängen des Marsches „Preußens Gloria" einmarschieren. Das Licht funkelt in den Schellenbäumen und auf den Instrumenten und immer wieder dröhnen Beifallskundgebungen durch das Stadion, bis der Einmarsch vollzogen ist. Die Spitze bilden alle Spielmannszüge des Heeres, der Marine und der Luftwaffe, gefolgt von den Schellenbäumen, den Fanfarenbläsern und den Pauken. Ihnen schließen sich die 12 Musikkorps der Fußtruppe des Heeres, die zehn Trompeterkorps der Kavallerie und Arttllerie, die Musikkorps der Marine urrd die 12 Musikkorps der Luftwaffe an. Gegenüber der Ehrentribüne nehmen sie Aufstellung, während der Leiter sämtlicher Spielmannszüge, Feldwebel Winter vom Wachregiment, im Paradeschritt vor die Front marschiert. Wundervoll exabt marschieren Spielleute und Musikkorps dann zu einem geschlossenen Viereck unter den Klänaen des Heeresmarsches Herzog von Braunschweig" auf. Unmittelbar vor dem Podium des Leiters der Heeresmusikinfpizienten, Prof. Schmidt, sind die Kesselpauken aufmarschiert. Auf der Freitreppe des Marathonturmes unb vor der großen Anzeigentafel haben Fanfarenbläser, die beim jeroeiligen Einsatz von Scheinwerfern bestrahlt werden, Aufstellung genommen. Begeisterter Beifall dankt für das prächtige Bild. Mit Rücksicht auf die Witterung wird das musikalische Programm zusarn- mengezvgen. Die vereinigten Musikkorps beginnen mit einer Huldigung an die großen Tondichter der beiden Nationen: Giuseppe Verdi und Richard Wagner, einer Tonfolge aus „Aida" und „Rienzi".
Während die Scheinwerfer verlöschen, ertönen Kommandos für die Fackelträger. Die Musikkorps und Spielmannszüge fetzen ein mit dem bayerischen Defiliermarsch, während die Fackelträger ein gewaltiges Oval von Lichtpunkten um den ganzen Innenraum des Stadions ziehen und die einzelnen Blocks der Musikkorps und Spielmannszüge mit glitzerndem Licht einrahmen. Nun marschieren die ebenfalls von Fackeln eingerahmten Blocks der Ehrenkompanien mit geschultertem Gewehr im strammen Paradeschritt unter den bekannten Klängen des Porkschen Mar- s ch e s von Beethoven ein. Es sind vom Heer Kom-
und 20.
Der Zapfenstreich.
Die Kompanieblocks marschieren auf der Aschenbahn rund um das Stadion. Voran reitet Major Hofmeister vom Wachregiment Berlin. In gestrecktem Galopp reitet er vor die Ehrentribüne, pariert dort das Pferd, salutiert und läßt die Kompanien im Paradeschritt so vor der Ehrentribüne aufmarschieren, daß unmittelbar in der Mitte davor das weiße Viereck der Marineabteilung steht, zu beiden Seiten in Blau und Blaugrau die Formationen des Heeres und der Luftwaffe. Er läßt präfentieren und meldet dem Führer: „1600 Sol- oaten der Wehrmacht zum Großen Zapfenstreich angetreten!" Das Locken der Trommeln und Pfeifen fetzt ein und es folgt die großartige Einleitung des Zapfenstreiches mit den Klängen des Musikkorps, abgewechselt von den Fanfarenkorps, die über dem Marathontor stehen. Wie die letzten Töne verklingen, wendet Major Hofmeister sein Pferd und leitet den eigentlichen Großen Zapfenstreich mit dem Kommando ein: „Helm a b zum Gebet!" Im gleichen Augen-


