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29.9.1937
 
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ltr.227 Erstes Blatt

187. Jahrgang

Mittwoch, 29. September 1937

Prüft und Verlag: Srühlsche Univerfitätrdnickerei «.Lange ls Siehe«. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7

i (neben!

Der Berliner Gauleiter grüßt den Duce

Wir

muß immer wieder betont andere Nationen ge-

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abgespielt hat! lieber eine Million Menschen haben sich hier versammelt zu einer Kundgebung, an der 115 Millionen Angehörige zweier Völker in heißer Empfindung teilnehmen und die Hunderte von Mil­lionen Menschen der übrigen Welt als mehr oder weniger interessierte Hörer verfolgen!

Was uns olle in diesem Augenblick zuerst bewegt, ist die große Freude, in unserer Mitte als Gast einen jener einsamen Männer der Zei­ten zu wissen, an denen sich nicht die Geschichte er­probt, sondern die selb st Geschichte machen.

Zweitens fühlen wir, daß diese Kundgebung nicht eine der Versammlungen ist, wie sie immer und auch anderwärts stattfinden, sondern daß sie ein Be­kenntnis ausdrückt aus gemeinsamen Idealen und zu gemeinsamen Interessen. Ein Bekenntnis, das von zwei Männern ausgesprochen wird, dos eine Million Menschen hier hören, aber 115 Mil­lionen mit heißem Herzen erwarten und bejahen! Und damit ist dieser Abend heute keine Volksver­sammlung mehr, sondern eine Völkerkund­gebung.

lj ine widernatürliche Weise aneinandergekettet ipr n. Die deutsch-italienische Solidarität, so sagte JlliiMini, ist eine lebendige und tätige Solidari- njt, jae ist der Ausdruck naturgegebener Zusammen- Mli'gteit und gemeinsamer Interessen. Hieraus rraib sich ganz von selbst dasBewußtsein unserer c|tii Freundschaft", das der Duce mit nach Hause

limtnt und das auch in uns lebendig bleiben wird. Die' ertiefung der deutsch-italienischen Beziehungen

Ijrir in der bündigsten Form Ausdruck. Adolf lei sprach davon, daß man jedem etwaigen Ver- »e«ntgegentreten werde, die beiden Nationen zu

mung ausgenommen. Dieser Beifall schwillt fast zum Sturm an, als der Führer, sich wieder direkt an 2Nussolini wendend, von dem gemein­samen Bekenntnis beider Männer, von den Gemeinsamkeiten der beiden Völker und der na­tionalsozialistischen und faschistischen Revolu­tionen spricht. Immer wieder schwillt der Bei­fall an, besonders bei den Dorten, die der

Führer dem Weltfrieden widmet.

Als der Führer die Tribüne verläßt, klingen Ju­bel und Begeisterung noch lange nach. Die ita­lienische Nationalhymne kündigt an, daß der D u c e sprechen wird. Reichsminister Dr. Goebbels ge­leitet den italienischen Regierungschef auf die Tri­büne und erklärt:Der Duce spricht! Die Begrü­ßung, die dem Duce des befreundeten italienischen Staates zuteil wird, ist gewaltig und von Herzen kommend. Im gleißenden Scheinwerferlicht ist Mus­solini weithin sichtbar. Mussolini hebt immer wieder den Arm zum Faschistengruß. Immer stärker um­wogen ihn, den Freund des nationalsozialistischen Deutschlands, die brausenden Heilrufe. Dann tritt Ruhe ein. Der Duce spricht zum deutschen Volk. Ob­wohl während der Rede Mussolinis starker Regen niedergeht, bleibt die Begeisterung der Massen un­gebrochen. Mussolini spricht deutsch und findet schnell die Verbindung zu den Hunderttausenden. Er spricht mit eigenwilliger Betonung und unter­streicht seine Worte mit lebendigen und wirkungs­vollen Gesten. Er stemmt seine Arme fest in die Seiten, wirft den Kopf stolz nach hinten. Jeder seiner wuchtigen Sätze, die er in die Menge häm­mert, zündet.

Schon die ersten Worte, mit denen der Duce die Verbundenheit zur deutschen Revolution bekundet, finden begeisterten Widerhall.

Lin Sturm der Begeisterung aber bricht los, als Mussolini der ganzen Welt auf ihre Frage nach dem Ergebnis der Begegnung in Berlin, auf die FrageKrieg oder Frieden" mit lauter Stimme auch im Namen des Führers zuruft: Frieden!"

Wieder und wieder schwillt der Beifall an, als Mussolini seiner Bewunderung für das neue Deutschland, dessen Stärke, dessen Stolz und dessen Friedfertigkeit Ausdruck gibt, als er die gemein« lamen Elemente des Nationalsozialismus und des Faschismus kennzeichnet. So deutet Mussolini unter begeisterter Zustimmung der Menge das wieder­erstandene Imperium und die deutsche Wiedergeburt als Werk einer geistigen Kraft und des Glaubens an die Idee. Als Mussolini dann auf Deutsch­lands Nicht beteil igung an den gegen Ita­lien gerichteten Wirtschaftssanktionen zu sprechen kommt und ausruft:W i r werden das nie vergesse n", dröhnt ein Beifallssturm ohne­gleichen über den Platz, der sich noch steigert, als der Duce über die Achse Rom Berlin spricht. Die Hunderttausende stimmen immer wieder be­geistert zu, als er Deutschland und Italien als die echtesten Demokratien bezeichnet. Ungeheurer Bei­fall antwortet dem italienischen Staatsmann, als er über den gemeinsamen Kampf Deutschlands und Italiens gegen den Bolschewismus spricht und, anknüpfend an den nationalsozialistischen Schlachtruf, aus der KampfzeitDeutschland er­wache" die Frage erhebt:Wann wird Eu­ropa erwachen?" Immer wieder erschallen Duce-Duce"-Rufe, bis Mussolini mit der Feststel­lung schließt, beide Völker werden in unerschütter­licher Entschlossenheit zusammen stehen.

Das Maifeld ist heute zum erstenmal der Schau­platz einer Großkundgebung. Bor dem Glockenturm liegt eine breite Terrasse, die für den Auf­marsch der Fahnenträger einen herrlichen Platz bildet. Unterhalb dieser Terrasse ragt das große Podium einige Meter in das Feld hinaus. Von hier aus werden der Führer und der Duce sprechen. Italienische und deutsche Fahnen schmücken den Rundbau der Tribünen, von denen der Blick durch das Marathontor hindurch zum Stadion geht, in dem weitere 120 000 Menschen der großen Stunde harren. Führer von Staat, Partei, Wehrmacht und allen Formationen sowie die diplomatischen Missionschefs haben sich schon mehrere Stunden vor Beginn der Kundgebung ein­gefunden. In dem großen Presseblock sitzen mehrere hundert Journalisten aus aller Welt. Alle deutschen und italienischen Sender übertragen die Kund­gebung, und zahlreiche ausländische Sender Über­mitteln sie in alle Teile der Erde, so daß weit mehr als hundert Millionen Menschen unmittelbare Zeugen dieses gewaltigen Ereignisses werden.

Um 18.10 ertönt der schwere, feierliche Schlag der Glocke vom Glockenturm herab und zeigt an, daß der Führer mit seinem Gast die Fahrt zum Maifeld angelrelen hat.

Scheinwerfer gießen ihr Licht auf die Million Menschen, die inzwischen das große Rund des Mai­feldes völlig angefüllt hat. Scheinwerferstrahlen fal­len auch auf die Fahnengruppe der SA. und der übrigen nationalsozialistischen Formationen. Phan­tastisch hebt sich das Bild der Hakenkreuzfahnen mit ihren goldenen Spitzen im silbernen Licht vom Him­mel ab. Das ganze Führerkorps des national­sozialistischen Deutschlands und des faschistischen Italiens ist jetzt auf der Ehrentribüne versammelt. Brausender Jubel begrüßt die engsten Mitarbei­ter des Führers, und die Namen Göring und Goebbels klingen in hunderttausendfachem Echo über das Feld. Das Aufhören der Glockenschläge zeigt den wartenden Massen an, daß der Führer und der Duce vor dem Maifelü eingetrof- f e n sind, nachdem sie am Glockenturm von Gau­leiter Reichsminister Dr. Goebbels begrüßt wor­den sind. Beide haben das Ehrenbataillon der Leib- standarte abgeschritten und begeben sich auf die Tribüne des Maifeldes.

Fanfaren klingen auf. Die Fahnen gehen hoch. Der Präsentiermarsch klingt auf. Der Füh­rer und der Duce werden sichtbar. Ein einziger unendlicher Jubelschrei braust gen Himmel. Ein nichtendenwollender Heil-Ruf aus Milionen kehlen, der viele Minuten lang an- dauerl. Eine ungeheure Welle der Begeisterung schlägt den beiden Führern ihrer Volker ent­gegen, immer und immer wieder sich erneuernd als Zeichen unendlich gläubigen Vertrauens und innerster Zuneigung.

Der Duce und der Führer werden vorn Stellver­treter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, und Reichsminister Dr. Goebbels zur Ehrentribüne ge­leitet. Auf dem Platz vor der Rednerkanzel haben die italienischen Minister Graf Ciano, Sta- race und Alfieri und die deutschen Minister Generaloberst Göring, Freiherr von Neu­rath und Generalfeldmarschall von Blom­berg sowie der italienische Botschafter in Berlin, Attolico, und der deutsche Botschafter in Rom, von Ha ff eil, Platz genommen. Zu beiden Sei­ten des Rednerpodiums fknd die Standarten des Duce und des Führers von Angehörigen der Kriegs­marine aufgezogen worden. Als dann Dr. Goeb­bels im Namen des deutsechn Volkes das Wort an den italienischen Regierungschef richtet und ihm den begeisterten und freudigen Dank der Millionen für den Besuch übermittelt, finden seine Worte ein brausendes Echo bei den Massen. Wieder weckt Dr. Goebbels stürmische Begeisterung, als er in Musso­lini den Freund Deutschlands, den großen Duce ' seines Volkes begrüßt. Jeder Satz, der dem Schöp­fer des italienischen Imperiums gilt, löst tosenden J Beifall aus.

Bei den ersten Worten des Führers herrscht , unter den Massen tiefstes Schweigen. Die Be- ; grühungsworte, die der Führer dann an den j Duce richtet, werden mit begeisterter Zustim- <

Der tiefste Sinne dieser Völkerkundgebung aber ist der aufrichtige Wunsch, unseren Ländern jenen Frieden zu garantieren, der nicht der Lohn einer entsagenden Feigheit, son­dern das Ergebnis eines verant­wortungsbewußten Sicherns unfe- rer volklichen, seelischen und leiblichen sowohl als unserer kulturellen Substanzen und Werte ist. Damit glauben wir aber auch jenen Interessen am besten zu dienen, die über unsere beiden Volker hinaus eigentlich die Interessen des ganzen Euro­pas fein müßten.

Wenn mir heute in der Lage sind, hier diese Kundgebung abzuhalten, dann ermessen wir den Wandel der hinter uns zurückliegenden Zeit. Kein Volk kann sich mehr nach Frieden seh­nen als das deutsche, kein Volk hat aber auch mehr die furchtbaren Folgen von schwa­cher Vertrauensseligkeit kennengelernt als das unsere! Denn hinter uns liegt vor dem Machtantritt des Nationalsozialismus eine Periode non 15 Jahren, die eine einzige Folge von Unter­drückungen, Erpressungen, verweigertem gleiche« Recht und damit von unsagbarer seelischer und ma­terieller Not war.

Die Ideale des Liberalismus und der Demokratie

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Der Führer spricht.

Männer und Frauen!

sind soeben Zeugen eines geschicht

Wir kämpfen für die wahren Mreffen ganz Europas.

1C Privatpraxis jßeoowmea in von auber Montag

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i und durch eine verwandte weltanschauliche fei ung bestimmt, sondern sie hat ein weit ttt Ziel. Sie will nicht nur unsere beiden h in Friede und Freundschaft vereinigen, Vr auch Kristallifationskern eines Jen Europa fein, in dem alle Völker guten lins, ihren Lebensraum finden. Die Achse Ber-

lichen Vorganges, der sich in dieser Form und in einem solchen Ausmaß bisher noch nicht

N o I ft r e tf e r und Sprecher ihrer Völker £ wchselt haben, werden von jedermann ver- ,i gib en. Sie waren nicht nur in der Satzfügung umi Wortwahl unkompliziert und unterschieden sich )!l)k'ch von den feierlich gedrechselten Redensarten, l e bnft bei solcher Gelegenheit ausgetauscht wer- > n, sondern sie waren auch ihrem Inhalte nach !!° , eindeutig und ohne Hinterge­danken. Sie waren aber auch verbindlicher und H tn ichtender als die ausgeklügelten Vertragstexte, i Jenen andere Staatsmänner ihre politischen ttk zu erreichen suchen.

Bir haben feine Protokolle und Paragraphen i; durch die anderwärts wesensfremde Völker

Jr?6e Runb. V^Gl-bs. Ä'b'e! 'ür'h durch- »llmali, k r JOUsfteUung * (Eine er»f ct® 2 i.nil Ange.

Mer. QrJrorbnung für Merungder tepra'uommen' eNunqunb ^auptabtei. pupper, be- W seien, den 1 ^hr Menschen wir uns in iußten, was die W und Aufgabe ' lagen, was das fowort hielt der bei, Dr. Franz

Irsch eint täglich, außer fonntags und Feiertag, Anlagen: Die Illustrierte iießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle

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Siir den Soeben Europas.

Barlin, 28. Sept. (DNB.) Draußen auf dem riesigen Platz des Maifeldes steht seit dem Mittag bereits das ganze werktätige Berlin, die Gefolgschaften- der großen Betriebe. Um 16 Uhr ist der weite Raum innerhalb der großen Tribünen bis auf den letzten Platz besetzt. Ueber 650 000 Menschen haben sich allein auf dem Maifeld versammelt, und trotz des stundenlangen Wartens herrscht unter ihnen eine freudige Erwartung. Sie sind stolz, daß sie auserlesen sind, Zeugen dieser ge­schichtlichen Stunde zu sein. Und sie zeigen sich die­ser Auszeichnung durch musterhafte Ruhe und Disziplin würdig. Weitere Hunderttausende stehen noch weit außerhalb vor den Toren des Maifeldes und des Stadions.

Wir wollen den Frieden, einen wirklichen fruchtbaren Frieden.

Ner Führer und der Duce sprechen auf der Völkerkundgebung auf dem Berliner Maifeld

Reichsminister Dr. Goebbels empfing als Gauleiter von Berlin den Führer und feinen hohen Gast am Glockenturmeingang zum Maifeld und eröffnete die Millionenkundgebung mit folgender Ansprache:

Duce des faschistischen Italiens!

Mein Führer!

Ich melde: Auf dem Maifeld in Berlin, im Olympiastadion und den Vorplätzen des Reichs- fportfeldes eine Million Menschen, dazu auf den Anfahrtsstraßen von der Wilhelmstraße bis zum Reichssportfeld zwei Millionen, insge­samt also drei Millionen Menschen zur historischen Massenkundgebung der nationalsozia- lischen Bewegung versammelt. In festlicher Stunde ist die Bevölkerung der Hauptstadt des Dritten Reiches aufmarschiert, Berlin und darüber hin­aus das ganze deutsche Volk sind von tiefster Freude erfüllt. Bewegten Herzens werden in Deutschland und in Italien mehr als hundert Millionen an den Lautspre­chern versammelt sitzen, um durch die Aether- wellen mit diesem einzigartigen Ereignis verbunden zu sein. Ich bin glücklich und stolz, den Dolmetsch der Gefühle machen zu dürfen, die uns in dieser Stunde alle bewegen.

Ich habe die hohe Ehre, den Duce Italiens auf dem Boden der Reichshauptstadt vor dem deut-1

»ek Ullv W ickrb:, sondern nur gegen den Internationalismus Hin 'en '2sschewistisch-jüdischen Kriegshetzer.

82 aber nehmen Deutschland und Italien das

tn des DM leich- einen solchen Führungsanspruch in Europa -.0.3,60. u Raupten? Mussolini gab die Antwort, als er Jan^'^^'iSige Bedingung für unsere Freundschaft mit en aDtentgtgtn- ln9rer Völkern nur verlangte, daß man d i e !etla9« v gierig ° r ln®> lagen unserer ruhmreichen e u - zzsthlkl- « o iipi 's chen Kultur nicht anzutasten versucht. x,ichters^^^Jn ii?2m Wort wurde die weltgeschichtliche Tiefe ü-Drertreffens einen Augenblick sichtbar. Denn nicht umsonst die beiden ältesten Äultur« eicht Europas, in denen heute die jüngsten Völker Lur.:o.c5 wohnen und die nun nach einer Jahr- | währenden Periode des Leidens, der Zer- Plitinng und der Schwäche erneut vor die Welt infrrtei, um ihr uraltes kulturelles Erbgut vor ,enr t igen Menschheitsfeind zu schützen. Dieses :rb:gi üft Gemeinbesitz der ganzen Welt lewmtm, von ihm zehren alle Kulturnationen der 2 das Schicksal Deutschland und Italien X : I)at' 3U gleicher Zeit und nicht in Feind- t-nbern in Freundschaft als Sachwalter der weMa-ldischen Kultur aufzutreten, das empfinden Dir Uifoas höchste Glück der Gegenwart. D. S.

5a 9 u n9ruppe

' UnH fiina- " "«'hin,,

schen Volke auf das herzlich ste willkom - men zu heißen. Ich darf Ihnen im Namen der ungezählten Millionen Deutschen, die jetzt mit uns verbunden sind, freudigen und begeisterten Dank sagen für Ihren Besuch. Ich darf Ihnen versichern, daß Ihr geschichtliches Leben und Wir­ken im deutschen Volke tief st e Bewunderung ausgelöst hat. Sie sind in eine festliche Stadt gekommen. Sie hat sich Ihnen zu Ehren bekränzt und geschmückt. Aber was bedeutet das ange­sichts der hochgestimmten und jubelerfüllten Herzen, die Ihnen aus ganz Deutschland millionenfach ent« gegenschlagen? In Ihnen begrüßt die Stadt Der- lin, begrüßt ganz Deutschland den großen Duce feines Volkes undseinerNation, den Freund Deutschlands, den mutigen und zielbewußten Staatsmann, den überragenden Gestalter eines nationalen Volksschicksals.

Seien Sie uns auf das herzlichste will­kommen! Dies rufe ich Ihnen im Namen aller Deutschen zu, von denen nur ein ganz kleiner Aus­schnitt Sie am heutigen Abend umjubeln kann. Wir großen Ihr schönes Land und Ihr tapferes Volk. Sie Seite an Seite mit unserem geliebten Führer zu sehen, ist eines der freudigsten Ereig­nisse unseres Lebens. Die große historische Massen- kundgebung der nationalsozialisttschen Bewegung aus dem Berliner Maifeld ist eröffnet. Es fpricht der Führer!"

Es geht um Europa!

Aer Besuch des italienischen Staatschefs nähert Id; feinem Ende. Man verspürt den Wunsch, in :ir m ernsten Ueberblick Rechenschaft abzulegen ilic bas Gesehene und Erlebte. Der Aufenthalt Dljiolinis in Deutschland brachte eine Fülle von es ächen Veranstaltungen, er vermittelte dem Difce lie persönliche Kenntnis der nationalsozialistischen 1$: r t e i in München, der nationalsozialistischen Dhr macht in Mecklenburg, der nationalsozia- ist.chen Arbeit in Essen, des nationalsozialisti- ch-n Staates in Berlin und des nationalsozia- ist»chen Volkes in allen Reichsteilen, durch die r «einen Weg nahm. Der Besuch sah Volkskund- lebnngen von schier unglaublicher Begeisterung, er jat nicht zuletzt auch Gelegenheit zu Aussprachen int Ansprachen der beiden Volksführer. Denn nicht flen, um ein Fest zu feiern, eine persönliche Be- Lir.tschast zu erneuern oder ein befreundetes Land us Reisen kennenzulernen, haben sich der Führer ini der Duce getroffen, sondern auch um ein p o - il sches Ergebnis zu erzielen.

.2 efes politische Resultat der Deutschlandfahrt Jlijolinis freilich entspricht in keiner Weife den $t>ittellungen, die man anderswo und besonders in er-vestlichen demokratischen Welt von derlei Zu- limenfünften hat, und die man in die verklausu- erl n Sätze eines nichtssagenden Kommuniques zu- lymenzufassen pflegt. Das Kommunique der ttrch-italienischen Zusammenarbeit wird nicht in :r Geheimsprache der Berufsdiplomaten abgefaßt,

rn d o n b e n Völkern, von 110 Millionen Heischen süblich und nördlich der Alpen, geschrie- ln Was in diesen Mitteilungen gesagt wird, hat arwäisches, hat weltpolitisches Gewicht. Die R e - pr die der Führer und der Duce a l s Willens-

K, ffi 1c» erste Ergebnis politischer Art.

ÄIM DI o I Ar: der Bekundung dieser Freundschaft aber er- R pi iief) ganz selbstverständlich der Wille, gegen Ü2 Lpaltungsversuche von dritter Seite zusam- 77__nüpgust e h e n. Diesem Wunsche gaben beide

inti oder sie gar gegeneinander ausspielen zu Beru und Mussolini erwiderte in seinem Trink- Pt daß die Besprechungen die deutsch-italienische »Qschast gegen jeden Störungs- und Span- ki;!-iersuch von welcher Seite er auch kommen I gefeit hätten. Diese Sätze enthalten eine icftuelle Note. Denn gerade in der Begleit- j!, welche die westliche Presse zum Mussolini- [id machte, wurde immer wieder der Wunsch Kiijflrmbar, durch irgendwelche publizistische oder »iMnatische Manöver die beiden Führerstaaten )dit (inanöer zu trennen. Man fühlte dort wohl mch^ürlich die Beschränktheit der eigenen poli- ischn Mittel und Ziele und versuchte deshalb, die 8e:)(imma des Mussolini-Besuches durch herab- ie^rb Kommentare zu verkleinern. Ein lächer- I sO 6'' Aemühen. Denn die deutsch-italienische Freund- ' -^Ich'llf' wird ja nicht allein durch die gleichen Inter- ; R?r®:..............

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen