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wußte ich eins: Ich werde Flieger!
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Die zweckmäßige Bekämpfung des Sperlings
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Jakob Tiedtke, Aribert Waescher, Grethe Weiser und Mathias Wiemann.
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vierzehn Tage nachgesehen werden. Die Eier werden herausgenommen und vernichtet. Die Sperlinge ziehen keineswegs fort, sondern nach kurzer Zeit liegen wieder Eier in den Nestern. In Belgien wird diese Art Spatzensang schon lange betrieben. Nur werden dort nicht die Eier herausgenommen, sondern die halb erwachsenen Jungen. Sie bilden einen Leckerbissen für verwöhnte Gaumen.
Es gibt auch Spatzenfallen aus Draht, die sich in der Praxis gut bewährt haben. Viele Gemeinden zahlen für einen getöteten Sperling ein Fanggeld.
Man ärgert sich immer wieder, wenn man im Winter den Sängern ihr Futter hinstreut und dann sehen muß, wie die Sperlinge sich vordrängen und alles wegfressen. Freiherr von Berlepsch empfiehlt das Wegschießen der weiblichen Sperlinge, die bekanntlich keinen dunklen Fleck an der Kehle haben. „Wenn wir nrm durch Vernichten der weiblichen
Jeder, der für die nützlichen Gartenvögel Nistgelegenheit besorgt, wird die Erfahrung machen, daß die Sperlinge davon Besitz ergreifen, es sei denn, daß die künstlichen Nester ganz niedrig aufgehängt werden. Die Sperlinge brüten gern hoch. Aber das Aufhängen in der Höhe von etwa 1 bis 2 Meter hat feine Nachteile. In großen Gärten oder gar in Anlagen besteht die Gefahr, daß sie mutwilligerweise zerstört werden, auch nisten die scheuen Vögel sehr schwer darin Wir können deshalb eigentlich nur Vogelschutz treiben, wenn wir nebenher den Kampf gegen die Sperlinge aufnehmen. Sie sind die größten Feinde der Singvögel, besonders die kleineren Feldsperlinge. Sie ziehen überall da ein, wo sich die kleinen Sänger ein Nest gebaut haben. Es sind gar nicht immer Katzen und Raubvögel, die unsere Singvögel vertreiben, sondern meistens die Sperlinge. Es ist auch bekannt, daß sie junge Meisen und Schwalben usw. einfach aus dem Neste herauswerfen, nur damit sie eine Nistgelegenhcit haben. In den Sommermonaten kann der Sperling ganz nützlich sein. In der Hauptsache deshalb, weil er in Massen austritt und durch Vertilgung von Raupen und anderem Ungeziefer bei der Gartenarbeit Hilst.
Betrachtet man dagegen den Schaden, den die Sperlinge jahraus, jahrein anrichten, dann müssen wir doch erkennen, daß es eigentlich Pflicht eines jeden Gärtners und Landwirtes ist, den Gassenvogel zu vertilgen. Aerger genug haben wir schon wenn die Spatzen im Frühjahr die kleinen frisch gekeimten Pflänzchen aus der Erde reißen, die Erbsen abpicken oder den Salat abfressen. Auch die Knospen der Obstbäume sind nicht sicher vor ihnen.
Ebenso weiß der Hühnerhalter, der seinen Tieren das Futter hinwirft, daß ein großer Teil der Körner von. den Spatzen gefressen wird, wenn er nicht in der Nähe stehen bleibt und wartet, bis die Hühner sich gesättigt haben. Den größten Schaden fügen die Sperlinge den Landwirten zu. Wenn die Getreidekörner eben anfangen, hart zu werden, dann können wir auf manchem Acker Hunderte von den frechen Vögeln fressen sehen. Wenn man sich nun vorstellt, daß in ganz Deutschland überall die Sperlinge am Werke sind, dann ist man nicht erstaunt über die Zahlen, die errechnet wurden und die den Schaden in Millionen von Mark angeben.
Die Abschreckmittel, zu denen man meistens greift, dienen eigentlich gar nicht der Bekämpfung des Sperlings, sondern vertreiben ihn höchstens für einige Tage. Man sieht ja immer wieder Vogelscheuchen auf den Aeckern stehen. Aber die Sperlinge sind klug. Sse haben bald herausgefunden, daß das gar keine richtigen Menschen sind. Aehnlich wirken Klappern, Windmühlen, aufgehängte Spiegel usw. Sie erschrecken zunächst die Tiere, aber bald merken sie, daß eigentlich keine Gefahr droht. Der beste Schutz im Hausgarten ist immer noch das Spannen von Fäden über die frische Saat, oder das Bedecken mit einem Drahtgeflecht
Die eigentliche Vertilgung der Sperlinge beginnt aber erst mit dem Abschießen. Auch hier ist der Erfolg nur einseitig, denn sie merken bald, wo es nicht sicher ist und fliegen einige Häuser weiter. Das Abschießen muß also gemeindeweise oder flurweise in gewissen Zeitabständen erfolgen, sonst hat es nicht viel Wert.
Windecken feiert Jubiläum.
LPD. W i n d e ck e n , 28. Juli. Eines der reizvollsten Städtchen im Tal der Nidder, in demZeu- gen starker und glanzvoller Vergangenheit bis auf den heutigen Tag ausgezeichnet erhalten geblieben sind, ist Windecken. Im nächsten Jahre sind 650 Jahre vergangen, seit Windecken Stadtrecht erhalten hat. Dieses Ereignis soll festlich begangen werden. So ist u. a eine Ausstellung geplant, die die Entwicklung der Stadt und wichtige Ausschnitte aus ihrer Geschichte in Modellen und Dokumenten zeigen wird. Unter diesen Dokumenten, die sich gegenwärtig im Marburger Archiv befinden, ist interessantes Material über die Hexenprozesse. Der „Hexenturm", der an diese Prozesse erinnert, steht heute noch; er ist ein malerischer Bestandteil alter Stadtreste, ebenso wie die Befestigungsmauern nach dem Tal der Nidder zu und die ausgezeichnet erhaltene Burg. Windecken besitzt eine große Anzahl schöner alter Fachwerkbauten und ein schönes gotisches Rathaus.
Gälisch erschüttert läuft alles den Hang herunter. Zum Glück übersieht der Fluglehrer am Oberrand nur ‘ die Westhälfte. Dahinter entzieht sich alles Weitere seinen Blicken.
Auch der Südhang hat seine -Eigenschaften. Da liegt Bauer Puhlmanns Roggenfeld. Als einer mit dem gut ausschwebenden Grunauer „Baby" etwas vom Kurs abgekommen war und mitten in seinem Kornfeld landete, protestierte der Besitzer energisch gegen solches Unterfangen. Man mußte auf den Bescheid des Luftpolizeibeamten warten. Während die anderen Abendbrot aßen, konnte der Pilot zwei Stunden in der Kiste sitzen bleiben.
Eines Morgens fanden wir das Bett eines Ka. meraden leer. Er hatte am Tage vorher etwas geredet von krank fein, aber im Grunde wollte er sich nur drücken. Er hatte noch nichts von unserer Kameradschaft an der Maschine verstanden. Er nahm alles auf die leichte Schulter und kannte nicht das stolze 'Gefühl, nämlich wenn der Fluglehrer nach einem gelungenen Flug sagen konnte: „Gleich noch einmal rein in die Kiste, der Flug war sauber. Beim nächsten Start kommst du ins Baby!"
Für uns waren da mit einem Schlage dreiwöchentliches Schieben an der Maschine und die dicken Zigarren 'des Fluglehrers vergessen. Besser als sonst geht der Flug, beim Start wird man leicht an die Rückenlehne gedrückt, wartet ruhig ab, bis die erste Spannung voll ausgeflogen ist, und setzt zur Kurve an. Lange Zeit fliege ich nun den Hang entlang. Hier oben war ich ganz allein und die Welt war weit und groß! Ich mußte noch an die Worte des Fluglehrers denken: „Dein Flug war sauber!" Als ich nach der Landung unten stand,
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Stubenfen gehen in die Kohlengruben, um den Bergleuten Ferien zu ermöglichen.
In Oelsnitz in Sachsen haben Leipziger Studenten in schöner Weise den Geist der Volksgemeinschaft verwirklicht. Sie übernahmen die Arbeitsplätze von Bergleuten in den Gruben, um diesen Volksgenossen die Möglichkeit zu einem vierwöchigen Ferienaufenthalt zu ermöglichen. Hier sieht man Studenten bei der Arbeit in der Grube und die Bergleute in Hartenstein im Erzgebirge während ihrer Ferien. — (Scherl-Bilderinenst-M.)
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Grünanlagen sollen Bienenweide sein!
Auch ein Dienst an der Dolksernährung.
Werde Flieger!
Tage im Fliegerlager.—„Oer Flug war sauber!""
gri, Anny Ondra, Erika von Thellmann, Maria Ändergast, Lizzi Holzschuh, Richard Romanowsky, Gusti Huber, Ludwig Manfred Lommel, Susi Lanner, Ralph Arthur Roberts, Luis Trenker, Lucie Englisch, Olga Tschechowa, Paul Kemp, Hermann Speelmans und zahlreiche der bei Ufa und Tobis aufgezählten Darsteller.
Luis Trenker arbeitet an seinem neuen Bergfilm „Kampf ums Matterhorn" mit Außenaufnahmen auf dessen Gipfel; in Vorbereitung ist u. a. das mit dem Staatspreis ausgezeichnete Bühnenwerk „Marsch der Veteranen" von Friedrich B e t h g e. — Auf das Programm der großen Produktionsfirmen werden wir im Feuilleton noch eingehender zurückkommen.
Den Anfang als Segelflieger machte ich vor zwei Jahren. Ein Kamerad war mit feiner Luftsporteinheit in einem kleinen Segelfliegerlager A. gewesen und erzählte mir davon. Kurz, er schlug vor, mich einmal mit dem Motorrad mitzunehmen, denn er schulte draußen noch weiter. In einer Holzbaracke war alles untergebracht: der Lagerleiter und der Fluglehrer, ein Sanitätsraum, die Küche, die Werkstatt und die Flugzeughalle. Ich mußte gleich mit anpacken! Das war selbstverständlich! Zuschauer können im Fliegerlager nicht gebraucht werden! Die einzelnen Teile eines Segelflugzeuges wurden vor die Halle gebracht. Dann kam einer mit dem Handwerkskasten und nach zwei Stunden Arbeit war die Maschine zusammengesetzt. In der Mittagspause hieß es, daß neben den regelmäßigen dreiwöchigen Kursen auch noch Sonntags geschult würde. Das war die richtige Sache für mich! Denn ich war gleich mit diesem ersten Tage für die Segelfliegerei geteilt. Ich meldete mich bei dem Gefolgschaftsführer der Luftsportgefolgschaft. Alles klappte. In der Woche machte ich Baudienst und Heimabend mit und Samstags und Sonntags fuhr ich zum Fliegerlager A., um möglichst bald die ^-Prüfung zu machen. Die Herbstferien rückten aber zu schnell heran und ich konnte in den paar Sonntagen keine Prüfung mehr machen. So nahm ich an einem 12tägigen geregelten Ferienkurs teil und erreichte mein Ziel: die ^-Prüfung! Den Winter über wurde gebaut und wurden Schularbeiten gemacht, wenn Ostern nahe kam. Als diese Schwierigkeiten überwunden waren, kannte ich nur noch eines die B= und L-Prüsung in Rossitten oder auf der Wasser-
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Sperlinge dieses ungesunde geschlechtliche Verhältnis noch mehr steigern, so bin ich überzeugt, daß dann ein Zeitpunkt eintreten wird, in dem die wenigen überlebenden Weibchen derart durch die Männchen beunruhigt werden, daß sie nicht mehr zum Brüten kommen können und so allmählich ohne Nachzucht ganz verschwinden werden. Der Geschlechtstrieb ist bei den Sperlingen ja besonders stark ausgeprägt, außerdem ist geschätzt ? worden, daß etwa viermal soviel Männchen da sind als Weibchen.
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Bott mehr! Schon 1936 haben sie diesen Grundsatz wahrgemacht und den Bestand an Stöcken von 2,13 auf 2,5 Millionen erhöht. Durch Zuschüsse fördert das Reich die Imkerei. Viel größer als der Ertrag an Honig und Wachs ist Oer Nutzen, den die Bienen durch die Befruchtung Der Obstbäume und anderer Kulturpflanzen stiften. Die Wissenschaft schätzt ihn auf eine halbe Milliarde Mark. Aber die Obstbäume blühen nur kurze Zeit, auch die Blütezeit der Heide, der Waldbäume und der Blumen ist zeitlich beschränkt. Die Bienen wollen und müssen aber auch zur anderen Zeit Honig sammeln.
Es fehlt uns an Vienenwelde. und nur ein recht bunter Besah unserer Pflanzenwelt kann dem Mangel abhelfen. Die Imkerei ist Sache einzelner, für die Vienenwelde aber müssen alle sorgen, die Pflanzen sehen, nicht zum Nutzen der einzelnen Imker, sondern zur Mehrung der Erträge unserer Kulturpflanzen zum Nutzen aller.
Wer Bäume, Sträucher, Blumen pflanzt, sollte dabei auch an die Bienen denken! Hier legt einer einen Garten an, dort wird ein Park geschaffen, hier baut man die Reichsautobahn, dort wird eine Straße bepflanzt. Alle Obstbäume, dann Linde, Salweide, Akazie, Ahorn, Kastanie, Eberesche, Traubenkirsche und manche andere Bäume sind gute Birnenweide. Setzt man Sträucher, so denke man an Goldregen, Schneebeere, Liguster und Geißblatt; auch alle Beerensträucher sind gut für die Bienentracht! Unter den Blumen vergesse man nicht Krokus, Goldlack, Sonnenblume, Goldrute, Fetthenne und einfachblühende Dahlie! Die Mittelstreifen der Reichsautobahnen könnten mit Weißklee und anderen doppelt — als Bienenweide und Viehfutter — nützlichen Pflanzen besetzt werden, wie sich die Böschungen zu Maulbeeranlagen für Den so notwendigen Seidenbau eignen. Wir können hier nicht alles nennen, was sich zur Bienentracht eignet. Jeder, der mit offenen Augen durch die Natur geht, sieht, welche Pflanzen hauptsächlich von den Immen beflogen werden. Das sind die richtigen!
ZdR. Deutschland soll noch schöner werden! Das Amt für „Schönheit der Arbeit" hat den grauen, bedrückenden Fabrikhöfen den Krieg angefagt. Statt Gerümpel, Müll und Abfall sollen Bäume, Blumen und Rasenflächen den Arbeitsmann anschauen, wenn er Den Kopf vom Schraubstock aufhebt unD §um Fenster hinaus sieht, Grünanlagen, Die ihm in Der Freizeit Erholung und Kraft durch Freude zu neuem Schaffen geben. Nicht nur auf den Fabrikhöfen und in den Städten ist solche Arbeit notwendig: auch auf dem Lande muß noch viel getan werden, und wird schon sehr viel getan, lieber seine hohen wirtschaftlichen Aufgaben vergißt der Reichsnährstand auch diese Arbeit, Gemütswerte für das Landvolk zu schaffen, nicht. Das Bild des Dorfes soll uns wieder anlachen, und uns nicht, vor lauter Zweckmäßigkeit erstarrt, anftieren. Immer und überall werden noch Bäume, Sträucher und Blumen gepflanzt, die uns Lust am Tag und am Werk geben sollen.
Wer pflanzen seht, soll dabei die Bienen nicht vergessen!
Wenn wir das sagen, so soll uns keiner den Vorwurf machen, wir ließen wiederum die Zweckmäßigkeit über die Schönheit herrschen. Denn, wenn wir unser Dorf und unsere Stadt aufputzen, so soll Die Sorge um Die seelischen Werte vorgehen. Wo man aber, ohne sie zu beeinträchtigen, Den Nutzen mit ihr verbinden kann, wäre es töricht, darauf zu verzichten. Wie denn ja überhaupt dem schönen Streben nach Freude ganz natürlich die Schöpferkraft zu neuem Schaffen anfällt und schon innewohnt. Es sind schon Dieierorten — als Muster sei das Saarland genannt — Grünanlagen in den Städten und Dörfern und in der freien Landschaft angelegt worden, bei denen man in vorbildlicher Weise der Bienen gedacht hat.
Grünanlagen sollen Bienenweide sein!
Die Bienen geben uns Honig und Wachs für gute 50 Millionen Mark. Den Imkern ist die Auf-' gäbe gestellt worden, in vier Jahren diese Ernte stark zu vermehren. Ihnen ist die Losung ausgegeben worden: Jeder Imker jährlich mindestens ein
kuppe machen! Ich meldete mich pünktlich und wartete einige Wochen. Endlich kam das Schreiben — aber es lautete anders: „Einberufen zum Fliegerlager A. — Sonderkursus — aus technischen Gründen. — Eintreffen am 16. d. M. um 6 Uhr!" Also aus mit dem Traum von Rossitten! Dann muß eben unser kleines einfaches Lager uns weiterschulen. Das wird nur Schweiß und Mühe kosten und die 8-Brüfungen machen wir am Enoe doch nicht. Jchckenne ja Den Betrieb noch vom Herbst her. Den ganzen Tag schieben und zwei bis Drei Rutscher. Aber unser Motto als Segelflieger war ja: „NN, WW." (Nur nicht weich werben.)!
Zum befohlenen Termin rückte ich pünktlich im Segelfliegerlager an. Den anberen war es zum Teil noch schlechter gegangen wie mir! Sie waren einberufen worben unb mußten auf Grunb eines nachträglichen Schreibens hierherkommen. Die Verbreitung ber Segelfliegerei war eben noch im Ausbau. Die Kameraben waren aus ben verfchiebenften Fliegereinheiten zusammengekommen.
Eind Tatsache munterte mich sogleich auf: wir sahen gute Maschinen vor bem alten Schuppen stehen, unb zwar zwei Grunau-„Babys", zwei 12-Meter-Zöglinge, einen oerfleibeten unb brei offene 10-Meter-Zöglinge. Wir würben in einem ganz neuen Haus untergebracht. Es entftanb gleich eine enge Kamerabfchaft.
Die ersten acht Tage waren noch ausgefüllt mit Frühsport, Waschen, Reinigen unb Ordnungsdienst unb beherrscht von einem kraftvollen Lagerton. Diele hatten auch lange nicht mehr geschult unb
Den besten Erfolg hat man zweifellos mit Vernichtung Der Sperlingsbrut. Es sei aber hier gleich gesagt, Daß bas keine Arbeit für Kinber ist. Es besteht sonst bie Gefahr, baß bann auch andere Nester ausgehoben werden. Das muß man ver- hüten. Am besten hängt man künstliche Sperlings- hö
Die Tobis kündigt gleichfalls 40 Filme an, wobei sie auch die Spitzenfilme ihrer Produktion in Wien, Paris und Rom im Verleih bringt, wo deutsche Darsteller unter deutschen Spielleitern bie deutschen Versionen internationaler Filmvorhaben drehen. Unter ben für bie Tobis arbeitenben Spielleitern seien aufgezählt: Emil Jannings, Gustaf Grünbgens, Willy Forst, Professor Carl Froelich, Hans Steinhoff, Gustav Ucicky, Jaques Feyber unb Veit Harlan, unter ben Darstellern außer einer Reihe auch für bie Ufa Tätigen noch: Viktoria von Ballasko, Marieluife Claudius, Käthe Dorsch, Martha Eggerth, Käte Golb, Marianne Hoppe, Camilla Horn, La Jana, Jenny Jugo, Carsta Löck, ßeni Marenbach, Renate Müller, Henny Porten, Angela Salloker, Maria Sazarina, Sybille Schmitz, Ägnes Straub, Jessie Vihrog, Paula Wessely, Iba Wüst, Michael Bohnen, Gustav Fröhlich, Werner Fütterer, Benjamino Gigli, Paul Hartmann, Attila unb Paul Hörbiger, Friedrich Kayssler, Jan Kiepura, Hans ßeibelt, Theo ßingen, Älbert Matterstock, Hans Moser, Harald Paulsen, Ivan Petrovich, Heinz Rühmann, Hans Söhnker, Oskar Sima, Albrecht Schoenhals, Hermann Thimig und Paul Westermeier, endlich Weiß-Ferdl.
Im Sonderverleih wird die Tobis ben dokumentarischen Film von ßeni Riefenstahl von Den Olympischen Spielen 1936 bringen, Der in zwei abenDfüttenDen Teilen erscheinen wirb.
Unter ben zur Verfilmung gelangenben Stoffen finb befonbers erwähnenswert „Der zerbrochene Krug" von Heinrich v. Kleist, „Dantons Tob" nach Georg Büchners Drama, „Bel Ami" unter Der Regie von Willy Forst, „Was Ihr wollt" von Shakespeare mit Gustaf Grünbgens als Spielleiter unb „Die Flebermaus".
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Die Terra Filmkunst G. m. b. H. startet 26 Filme unb wirb mit vier Ueberläufem aus Dem vergangenen Probuktionsjahr insgesamt 30 Filme zur Verfügung stellen. Vier Filme ber neuen Produktion sind bereits fertiggestellt, fünf weitere im Atelier. Für die Terra sind u. a. als Spielleiter tätig: Wolfgang ßiebeneiner (zum erstenmal als Regisseur), Geza von Bolvary, Karl Heinz Martin, E. W. Emo, Hans Steinhoff, Heinz Paul, Carl Boese, ßtris Trenker, Toni Huppertz, Herbert Maisch, Harry Piel, Frank Wysbar, Erich Engels, Herbert Selpin; als Schauspieler: Pola Ne-
so ging es erst auf dem unteren Hang los. Die alten Krankheiten wurden also ausgemerzt und nun konnte es richtig losgehen. Wir wurden in drei ßeiftungsgruppen eingeteilt, die erste Gruppe hatte die beste Maschine des Tages und die besten Flieger. Der Flugdienst war so anstrengend, daß der Frühsport jetzt öfters ausfiel. Beim Antreten zum Flugdienst klappte alles. Kullerchen, Zwirn (Räder und Seil zum Transport), und Sturzhelme wurden rasch verladen und es kam darauf an, rasch auf den Hang zu kommen und den ersten Start des Tages zu machen. Start auf Start folgte. Für den Zuschauer immer derselbe Trott! Aber für uns war Das Ganze ein ßeben voller Spannungen und Aufregungen.
Der Pilot besteigt die Kiste. Bestimmt den Wind noch einmal (das kann auch das flehentlichste Kraulen am Mast des Windsacks um guten Wind nicht verhindern!) und wir starten nicht zum Südhang, sondern zum Westhang. Das Wohl des Piloten hängt bis zum ßoskommando von der Startmannschaft ab. „Au! Der Dicke sitzt in der Kiste, ber soll Zunder kriegen!" oder „Den Heini lassen mir den Hang herunterrutschen!" Denn er hatte beim letztenmal einen „Kavalierstart" gemacht (die Maschine aus dem Start gezogen), daß die Gummihunde, die hinten am Seil standen, bie volle Spannung bes Gummiseils ins Kreuz bekamen unb laut fluchten.
Nach bem Start wirb auf ben Flug gesehen: „Sauber, bie Kurve war gut, jetzt noch eine an- ftänbige Rechtskurve — so ein Esel, ber zieht ja — Mensch ist ber burchgesackt" ober „Na, ja typischer Jagbflieger, auch noch Bumslandung" oder „wenigstens sauber gelandet". Und von oben waltet der Fluglehrer seines Amtes mit unerbittlicher Kritik!
buten. Am besten hangt man künstliche Sperlings- W nester, sogenannte Fallen, auf. Sie sind aus Ton Dermi und haben keine Rückwand. Im übrigen sehen sie j ' .Der wie ein Schwalbennest aus. An ben" Plätzen, an J^.ytoesf denen bie Sperlinge gerne nisten, also unter dem Dach usw., hängt man sie auf. Die Sperlinge gewöhnen sich bald daran und suchen sie als Nistge- legenheit auf. Es ist gut, recht viele aufzuhängen.
Von April bis August müssen die Nester dann alle


