Kunst und Wissenschaft
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kommende Geschlechter weitergibt.
Statt besonderer Anzeige!
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Amtliche Bekanntmachungen
Betr.:
Zweite Durchführungsverordnung zum Luftschutzgesetz und Erste Ausführungsbestim-
Friedrich Schuchardt
4989 D
im Alter von 79 Jahren
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Gießen, Friedensstraße 2. den 29. Juli 1937
Die Trauerfeier fand auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille statt
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Frau Karoline Hinterlang Wwe
im 70. Lebensjahre,
Klein-Linden (Frankfurter Straße 70), Koblenz, den 28. Juli 1937.
Die Beerdigung findet Freitag, den 30. Juli, nachmittags 3 Uhr statt
das kochen kann,
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1990 D
werden von Tauienven
Seltersweg 43.
beachtet und gelesen.
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im zu
Elektrotechnik Masch.-, Auto- u.Flugzeugbau
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Lisette Schuchardt, geb. Harnickel
Am Freitag, dem 23. Juli, abends 8.15 Uhr, verschied infolge eines Schlaganfalls nach langem Leiden mein lieber Mann und unser guter Vater
Große Laboratorien Lehrfabrik f. Praktikanten
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Kooperator Sebastian Pi tz l wegen Kanzelrniß- brauchs an Stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten zu 6 00 RM. Geldftrafe verurteilt. Der Angeklagte hatte nach der Verlesung eines Hirtenbriefes von der Kanzel Aeußerungen getan, die geeignet waren, den öffentlichen Frieden erheblich zu stören. Bezeichnend für den Mangel an Verständnis dieses katholischen Geistlichen für eine gesunde Jugenderziehung im Geist des Sportes und eine gesunde Körpererziehung war im übrigen seine abfällige Kritik von der Kanzel herunter über die Turnkleidung des BDM., wobei er von „halbnackter, schamloser Jugend" sprach und die Bauern aufforderte, diese „mit der Peitsche von den Wiesen zu verjagen". (!)
In Ellwangen kam ein weiterer typischer Fall
richtet worden; sie ist ihrem Schirmherrn, dessen Namen sie trägt, unmittelbar unterstellt. Zum Leiter der Meisterschule hat MinisterpräsDent General
politischer Brunnenvergiftung von der Kanzel herab zur Verhandlung. Hier stand vor der Großen Strafkammer des Landgerichts der von 1935 bis 1936 im Neuler Kreis als Seelsorger tätig gewesene katholische Vikar Franz Balles wegen K a n z e l m i ß- brauchs auf der Anklabebank. Anstatt sich ausschließlich mit geistlichen Dingen zu beschäftigen, hat er des öfteren die Kanzel und sein geistliches Amt dazu mißbraucht, um durch ihm zugetragene unwahre Behauptungen, durch dumme Hetzereien und Weiterverbreitung unwahrer Gerüchte über politisch im Vorderbrund stehende Personen den öffentlichen Frieden feiner Gemeinde in erheblicher Weise zu stören. Der Angeklagte wurde wegen Kanzelhetze im Sinne des § 130a des StGB, zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.
u.at.läst.Haarew. nurd.dievonmir angew.,einz.sich. Meth. unt. Gar. irnm.mit d.Wurz. schmerzl.entfernt Frau B. Gulden, seit 1935 Fr. W. Henkel Svrechstd. leden FreitagMie' en Am Rlegelplad 32 9-7 Uhr durchg.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), Vertreter: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (beurlaubt). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 37: 9104. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R, Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs» preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
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zweiten und dritten Preises mit Dr. Aljechin. Der Schluß st and lautet: Weltmeister Dr. Euwe 4, Exweltmeifter Dr Aljechin und Großmeister Bogoljubow je 3Vs, Sämisch 1 Punkt. — Bemerkenswert ist bei Euwe vor allem seine großartige Leistung als Verteidigungskünstler. Der Weltmeister errang damit einen eindeutigen triumphalen Erfolg. Aljechin begann vielversprechend, hatte aber in Stuttgart eine Schwächeperiode zu überstehen. Auf Grund seiner Leistungen muß man dem Weltmeister zutrauen, daß er im Oktober seinen Titel erfolgreich verteidigen wird. Eine prächtige Leistung hat Bogoljubow vollbracht. Er bewies, daß er noch immer zu den besten Spielern der Welt gehört. Sämisch zeigte wieder seine hohe Fähigkeit eines sehr originellen Aufbauspieles und der Schaffung ungewöhnlicher Verwicklungen, verbrauchte aber' damit zu viel Zeit. Bogoljubow dankte der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen für die Unterstützung des Turniers. Anschließend wurde die Preisverteilung vorgenommen.
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Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen herzlichen Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarete Rohrbach.
Gießen, den 28. Juli 1937.
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mungen zum § 1 der Zweiten Durchführungsverordnung zum Luftschutzgefetz (Schutz- raumbestimmungen) vom 4. Mai 1937 (Reichsgesetzblatt Teil I Nr. 58); hier: Die zu treffenden baulichen Maßnahmen.
Bekanntmachung.
Auf Grund des § 12 des Luftfchutzgefetzes vom 26. VI. 1935 wird im § 1 der Zweiten Durchführungsverordnung zum Luftschutzgefetz vom 4. V. 1937 bestimmt, daß, wer Neubauten sowie sonstige bauliche Anlagen errichtet oder Um- und Erweiterungsbauten, die eine erhebliche Wertsteigerung eines bestehenden Gebäudes oder Gebäudeteils darstellen, ausführt, bauliche Maßnahmen durchzuführen hat, die den Anforderungen des Luftschutzes entsprechen.
Die Ueberwachung der Durchführung dieser Verordnung obliegt den Baupolizeibehörden.
Wir machen die Architekten und Baulustigen darauf aufmerksam, daß bei den einzureichenden Plänen die dem Gesetz bzw. den Ausführungsbestimmungen entsprechende Schutzräume vorzusehen sind.
Insbesondere ist auf die konstruktive Durchbildung der Decken und Wände, das Vorsehen von Gasschleusen und Aborten und auf die Verlegung der Rohrleitungen Wert zu legen. 4993V
Gießen, den 28. Juli 1937.
Hessisches Hochbauamt Gießen.
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Das Wetter vom 29 Juli bis 7. August.
Herausgegeben von der Forschungsstelle für lang, fristige Witterungsvorhersage des Reichswetter- i diensies in Bad Homburg v. b. h.» am 28. Juli 1 abends.
Die Großwetterlage hat sich seit der letzten Voraussage erheblich, und zwar zum Teil anders als erwartet, umgestaltet. Es ist in den nächsten zehn I Tagen bei Winden aus vorwiegend westlicher Rich- | tung mit vielfach unbeständigem, wenn auch nicht I durchweg unfreundlichem Wetter zu rechnen. Völ- 1 lig sonnenlose Tage werden nur ausnahmsweise I eintreten, andererseits werden aber doch meistens auch — etwa in der Hälfte aller Tage — Niederschläge fallen. Die Temperaturen werden schwanken und nur vorübergehend größere Werte (Tageshöchsttemperatur über 25 Grad) annehmen. Im Durchschnitt von dem zehntägigen Zeitraum werden sie ziemlich normal sein.
Weiterbericht
des Relchswekterdienftes. Ausgabeort Frankfurt.
Während über Norddeutschland die Zufuhr kühler Meeresluft weiter anhält, erstreckt sich heute von England über Nordfrankreich bis nach Südwestdeutschland ein flaches Zwischenhoch, das eine vorübergehende leichte Besserung zur Folge haben wird. Da aber die Höhenströmung auch bei uns noch aus Nordwest kommt, werden die Temperaturen immer noch keinen wesentlichen Anstieg erfahren.
Aussichten für Freitag: Bewölkt, abgesehen von örtlich auftretenden Schauern, trocken, kühl und schwache in der Richtung wechselnde Winde.
Aussichten für Samstag: Wolkig mit Aufheiterungen, über Tag wärmer, auf Südwest zurückdrehende Winde.
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Aus aller Wett.
Rumänische Staaisjugend in Frankfurt
In Frankfurt trafen, von Nürnberg kommend, 30 Offiziere und etwa 80 Mann der rumänischen Staatsjugend-Organisation „Wächter des Landes" ein Die Rumänen befinden sich auf der Durchfahrt nach Holland, wo sie an einem internationalen Jugendtreffen teilnehmen. Auf dem Bahnhofsplatz hatte sich zum Empfang eine größere Abordnung der Hitler-Jugend eingefunden. Nach der Begrüßung durch den Leiter des Auslandsamtes der Reichsjugendführung, Oberbannführer Dr. Fink, und Dankesworten des Führers der rumänischen Staatsjugend, Prof. I o i- nescu, begaben sich die Rumänen nach dem „Hause der Jugend". Anschließend veranstaltete die Stadtverwaltung einen Empfang im Römer. Stadtrat Lingnau begrüßte die rumänischen Gäste im Namen des auf Urlaub befindlichen Oberbürgermeisters. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß die mit diesem Besuch angeknüpften Beziehungen zwischen der rumänischen und der deutschen Jugend gute Früchte zeitigen möchten. Prof. I o i n e s c u sagte in feiner Dankesrede, daß die rumänische Staatsjugend ihre höchste Aufgabe darin erblicke, mit der Jugend anderer Länder, namentlich auch mit der deutschen Jugend, gute Beziehungen zu unterhalten. Er schloß mit einem von seinen Gefolgsmannen und den Anwesenden freudig aufgenommenen Sieg-Heil auf den Führer Oberbannführer Dr. Fink brachte ein Sieg-Heil auf König Carol von Rumänien aus. Am Nachmittag fanden Besichtigungen des Flughafens Rhein-Main, des Hochhauses der IG.-Farben-Jndustrie statt, und abends wohnten die Gäste der Aufführung von „Florian Geyer" bei den Römerbergfestspielen bei.
Der Besuch der Schnellboolsflollille in Mainz.
Drei Tage liegt die I. Schnellbootsflottille jetzt im Hafen von Mainz. In diesen Tagen hat sich zwischen den Besatzungen und der Mainzer Bevölkerung ein herzliches Einvernehmen herausgebildet. Man hört immer wieder von den Matrosen, wie wohl sie sich in Mainz fühlen, und ebenso groß ist die Freude der Mainzer über den Besuch. Die Zeit des Aufenthalts war für die Bootsbesatzungen reichlich ausgefüllt. Am Montag gab es im Stadtpark ein großes Militärkonzert. Am Dienstag und Mittwoch wurden den Mannschaften in Omnibusrundfahrten die Sehenswürdigkeiten von Mainz gezeigt. Am Dienstagnachmittag wurde eine Omnibusfahrt durch den Taunus nach Bad- Nauheim unternommen, wo ein Kameradschaftsabend veranstaltet wurde. Die Heimfahrt wurde über den Flughafen Rhein-Main unternommen. Als Ausdruck der Verbundenheit überreichte eine Abordnung der Marinekameradschaft Mainz dem Kommandanten von S IX, Kapitänleutnant Menge, eine Erinnerungsgabe. An allen drei Tagen besuchten Tausende von Volksgenossen den Zollhafen, um die Schnellboote zu besichtigen.
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oberft Göring den Maler Professor Werner Peine r, Mitglied der Reichsakademie der Künste, berufen. Zweck und Ziel der Meisterschule, die in Preußen Vorbild sein soll, zeigt eine vom Ministerpräsidenten gegebene Satzung auf. Die Leistung entscheidet, wer lehren und lernen darf. Die Aufgabe heißt, deutschem Wesen in der Kunst Ausdruck zu verleihen. Das Ziel ist erreicht, wenn Meister und Schüler den Grund für eine deutsche Malereischule unserer Zeit gelegt haben, die an eine große Vergangenheit anknüpft und wertvolles Erbe
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Hardcmger in Norwegen geboren, war anfangs schwedischer Offizier unb bildete sich feit 1873 auf den Kunstschulen in Karlsruhe und Düsseldorf zum Landschafts- und Genremaler aus. 1889 nahm Dahl feinen Wohnsitz in Berlin und erhielt dort von Preußen den Profefsortitel verliehen. Seine Gemälde behandelten meist Motive seiner norwegischen Heimat.
hermann-Göring-Meislerfchule für Malerei.
In Kronenburg (Eifel) ist die „Hermann-
Euwe siegt im internationalen Schachmeisterkampf.
Exweltmeister Dr. Aljechin nahm bei Wiederaufnahme das angebotene Remis sofort an, nachdem er sich überzeugt hatte, daß der letzte Zug Euwes weitere Gewinnversuche erübrigte. In der Partie Sämisch — Aljechin brachte Sämisch zwar seine 45 Züge in den geforderten drei Stunden hinter sich, benötigte aber dann für seinen 46. Zug 20 Minuten und für den 47. Zug sogar weitere 40 Minuten. Damit hatte Sämisch die für 60 Züge erforderlichen vier Stunden überschritten und damit die Partie verloren. Mit großer Spannung verfolgten die zahlreichen Zuschauer die Entscheidungspartie Bogoljubow — Sämisch. Sämisch gab im 46. Zuge in aussichtsloser Lage auf. Bogoljubow kam so noch zur Teilung des
in feiner Strichzeichnung ausgeführt, ein Kopf! Richard Wagners zeigt und einen Hinweis auf Bayreuther Festspiele enthält.
Der Maler Hans Dahl f.
Der Maler Hans Dahl ist in Balestrand westlichen Norwegen gestorben. Dahl, 1849
-Siegfried" in Bayreuth.
Der dritte Abend von Richard Wagners gewaltigem Nibelungen-Drama im Bayreuther Festspielhaus zeigte wieder das vertraute Bild. Auch zur Aufführung des „Siegfried" waren der Führer, mehrere Reichsminister und Reichsleiter sowie führende Männer der Wehrmacht erschienen. Die Künstler setzten an die Wiedergabe unter der Leitung von Furtwängler, Tietjen und Preetorius ihre besten Kräfte mit einer selbstlosen Hingabe, die der ungewöhnlichen Anstrengungen dicht aufeinanderfolgender Ringauffuhrungen nicht achten. So lösten Werk und Aufführung Helle Begeisterung aus, die in immer neuen Beifallsstürmen durch das ausverkaufte Haus brandeten.
Neben dem Siegfried, der zu den berühmtesten Bühnengestalten von Max Lorenz gehört, trat in der großen Rolle des Mime besonders eindrucksvoll in Erscheinung Erich Zimmermann. Wie dieser Künstler den Zwerg in Maske, Gesang und Gebärdenspiel vom Affen her anlegt, zu einem Wesen der mythischen Untermenschenwelt entwickelt und mit echtem Gesang zu verbinden weiß, das ist eine der ausgefeiltesten Leistungen der Charakterisierungskunst, die gegenwärtig die deutsche Musikbühne aufzuweisen hat. Charakteristisch hob sich die Brutalität des Alberich in der Darstellung Robert Burgs ab. Auf der Lichtseite des Nibelungen- Dramas ragte wieder die vergeistigte Gesangskunst Rudolf Bockelmanns als Wanderer auf, dem in Enid Szantho eine Erda von dunkler Stimmpracht gegenüberstand. Frida Seibers Beherrschung der psychologisch durchgestalteten Wagnergebärde und die Ausdrucksgewalt ihres hochdramatischen Soprans gaben dem Erwachen Brünnhildes und ihrer Vereinigung mit Siegfried den großen Aufschwung des letzten Aktes. Für die Stimme Fafners war zum erstenmal Michael v. Roggen eingesetzt, während der leicht geführte Sopran Kaete Heidersbachs mit dem Gesang des Waldvogels dis Naturpoesie des Waldidylls wesentlich steigerte. Hier erlebte auch die Dirigentenkunst Wilhelm Furtwänglers im Schmelz der Orchesterlyrik einen ihrer Höhepunkte. Danden gehören die durchgeistigte Klanggestaltung der Erda-Musik, die strenge Rhythmik der Schmiedeszene und der hinreißende Schwung der Schlußszene zu den unvergeßlichen Eindrücken der Aufführung.
Im Gedenkjahr der 10. Wiederkehr des Todestages von Frau Cosima Wagner hat der Rechts- nwalt Hugo Kekule von Stradonitz aus 'rlin-Friedenau, den letzten Willen feiner verdorbenen Mutter ehrend, den Briefwechsel feiner Eltern mit Frau Cosima Wagner und Frau Eva Chamberlain der Richard-Wagner-Ge- denkstätte in Bayreuth zugewendet. Seine Eltern, der Universitätsprofessor Reinhold und Frau Anna Kekule von Stradonitz, geborene Helmentag, standen in engen persönlichen freundschaftlichen Beziehungen zum Haus Wahnfried. Dieser Freundschaft ist in den 214 Briefen von Frau Cosima Wagner und in den 144 Briefen von Frau Eva Chamberlain, in den in Abschrift beigegebenen Briefen von Reinhold
vier Todesopfer eines Eisenbahnunglücks.
Ein von Elsterwerda kommender Eilgüterzug fuht im Bahnhof Radebeul-Kötzfchenbroda aus noch nicht geklärter Ursache auf das dortige Stellwerk auf und zerstörte es. Hierbei wurde der im Stellwerk diensttuende Weichenwärter Max Prater getö« t e t. Durch den heftigen Aufprall des Zuges auf das Stellwerk schoben sich die ersten sieben Güterwagen ineinander. Dadurch kamen zwei Zugbegleitbeamte ums Leben; der Zugschaffner Fritz Werner und der Gepäckschaffner Martin Berndt, beide aus Dresden. Auch der Lokomotivführer Arno Steudtner aus Dresden wurde getötet, während der Lokomotivheizer Kurt R i e t f ch e l aus Dresden schwere Verletzungen erlitt. Er wurde ins Krankenhaus Meißen gebracht.
14 Todesopfer eines Flugzeugabsturzes bei Brüssel.
In der Nähe von Brüssel hat sich ein schweres Flugzeugunglück ereignet. Ein holländisches Flugzeug, das auf dem Brüsseler Flugplatz eine Zwischenlandung vorgenommen hatte und sich auf dem Wege von Rotterdam nach Paris befand, stürzte in der Nähe von Hal bei Brüssel infolge einer Explosion brennend ab. Sämtliche 14 Insassen des Flugzeuges find dabei ums Leben gekommen. Das Flugzeug wurde völlig vernichtet. An Bord befanden sich 10 Fahrgäste und 4 Mann Besatzung.
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und Anna Kekule und in den Anmerkungen und Zusammenstellungen ein schönes Denkmal gesetzt. Namentlich die Briefe aus der Hand Cosima Wagners sind inhaltlich wertvolle Zeugnisse von der menschlichen Größe und der hohen Lebensauffassung dieser großen Frau.
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