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Feierliche Eröffnung in der ZabrbunderKalle
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Anklageerhebung gegen Pfarrer Niemöller.
liche Sängertag statt, der im Rathause die Sängergauführer des In- und Auslandes vereinigte. Bundesführer Meister begrüßte vor allem die ausländischen Sängerführer und gedachte der seit dem letzten Sängertag in Hamburg verstorbenen Mitglieder, ferner von der Schaffung zweier Stiftungen, von denen die eine den Ausbau des deutschen Sängermuseums und die andere der Altersversorgung der Bundesbeamten dienen soll. Beiden Stiftungen aus Anlaß des 75jährigen Bestehens des Deutschen Sängerbundes wurde von den Anwesenden zugestimmt, außerdem einer Umlage, die für alle fünf Jahre stattfindenden Sängerbundesfeste einen Fonds schaffen soll. Neben dem Bundesgeschäftsführer erstatteten auch der Obmann des Musikbeirates und der Leiter der Auslandszentrale des Deutschen Sängerbundes ihre Geschäftsberichte. Anschließend unterstrich Präsidialrat und Kultursenator Jhlert die kulturelle Bedeutung der Sängerfeste.
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Klängen, du deutsches Lied?
Grüß Goll mit Hellem Klang, heil deutschem Wort und Sangt Die Grüße der Reichsmusikkammer und der geschlossenen Organisationen übermittelte
Präsident Zhle^t,
Viele tausend Sänger aus aller Welt sind in der Feststadt zusammengekommen. Links steht man Siebenbürger Sänger in ihren eigenartigen Trachten; rechts das Denkmal des Minnesängers Herzog Heinrich von Breslau vor dem Rathaus. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
b?r im besonderen auch die auslandsdeutschen Sänger herzlich willkommen hieß. Wir geloben uns in dieser Stunde, so führte er aus, daß wir der deutschen Kultur ein klingendes Denkmal für alle Zeiten setzen wollen und geloben, daß dieses klingende Denkmal die Kraft und Stärke des deutschen Volkstumes in sich vereint, um nicht eher zu ruhen, bis deutsches Lied und deutsches Volkstum eins geworden sind mit dem ganzen deutschen Volk. — Drei Männerchöre, gesungen von der Arbeitsgemeinschaft der Gesangvereine Breslauer Lehrer, dem Mannergesangverein Fidelio sowie dem Wätzoldichen Männergesangverein, und zwar Peter Cornelius' „Der alte Soldat" nach Worten von Eichendorfs und Hugo Kaulls „Feierschluß", bildeten die .nächsten Bausteine dieses tönenden Denk- mals deutscher Kultur. — Der
Gauleiter und Oberpräsident Wagner, der die Teilnehmer in Schlesien auf das herzlichste willkommen hieß und unter dem Beifall aller Teilnehmer die Freude ganz Schlesiens über die Abhaltung des 12. Deutschen Sängerbundesfestes in Breslau bekundete, gab eine Darstellung der Bedeutung Schlesiens in der deutschen Musik Wenn das deutsche Volk, so führte er u. a. aus, in den letzten Jahren ernster und härter geworden sei und
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In der vollkommen neugestalteten I a h r Hunderthalle nahm am Mittwachabend das 12. Deutsche Sängerbundesfest, das durch die gleichzeitige Feier des 75jährigen Bestehens des stolzen Sängerbundes ausgezeichnet ist, feinen Anfang. Das einheitliche Schwarz der Sänger, die Kopf an Kopf die von der Orgel gekrönte Tribüne füllten, hob sich eindrucksvoll gegen das bunte Bild der mit Trachtengruppen durch- etzten Masse der Zuschauer in der Halle ab. Zahlreiche Vertreter der Bewegung und des Staates, der Wehrmacht und des kulturellen Lebens in Schlesien hatten sich mit den vielen Tausenden von Volksgenossen eingefunden. Nachdem der Gauleiter und Oberpräsident Staatsrat Josef W a g - n e r mit den Mitgliedern des Führerrates und des Festausschusses eingetroffen war, nahm das 12. Deutsche Sängerbundesfest seinen An.ang. -llon herzlichem Beifall begrüßt, bestieg kurz nach 20 Uhr der Festdirigent Hermann Behr das Di- riqentenpult und gab das Zeichen zum Begmn des Festes. Den machtvollen Auftakt gab das „Konzert für Orgel und Orchester in A-dur von Handel, gespielt von Oberorganist Piersig auf ber mach-, tiqen neuen Jahrhunderthallenorgel im Zusammenwirken mit der schlesischen Philharmonie^ Alle Feinheiten der Orgel und der zehn neuen Geaenorgeln kamen dabei eindrucksvoll zur Geltimg. Nicht weniger eindrucksvoll und die hohe Kunst deu scheu Männergesanges eindringlich bezeu- aend hallte die Schubert-Hymne für zwei Männerchöre mit Blasorchester durch die weite Halle, wobei auch die verbesserte Akustik des gewaltigen Kuppelraumes sich als vo^ilhast und endgültig gelöst erwies. Ergriffen und gebannt lauschte' die Zuhörerschaft. Stürmischer Beifall folgte.
Vorsitzender des Festausschusses GiudienratFuchs
erklärte anschließend das 12. Deutsche Sängerbundesfest für eröffnet. Der Redner betonte die Freude der deutschen Sänger, daß sie als erste in die Bres- lauer Iahrhunderthalle nach ihrer inneren Erneuerung Einzug halten dursten. In dankbarer Er- aebenheit mit dem Gelöbnis treuer Gefolgschaft fühlten sich die deutschen Sänger im Geiste mit h»m Führer verbunden. In Dankbarkeit grüßten sie den Reichsminister Dr G 0 e b b e l s , den Schirmherrn des Sängerbundesfestes. Studienrat Fuchs begrüßte weiter den Gauleiter und Oberpräsidenten Joseph Wagner als Förderer des Festes sowie den Kommandierenden General des VIII. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis
VIII. Mit besonderer Freude erfülle es die deutschen Sänger, daß der Präsident der Reichsmusikkammer Professor Dr. Raabe zu dem Fest gekommen sei. Die Anwesenheit des Konsularkorps zeige, daß das Ausland dem Fest des deutschen Liedes höchste Beachtung schenke. Der Redner hieß weiter die Vertreter der Bewegung und der Behörden sowie der Wirtschaft und der Presse willkommen. Er grüßte weiter alle seine Mitarbeiter. Nach einem Grußwort an die 130 000 in Breslau versammelten deutschen Sänger schloß der Redner:
Mögen die Lieder deutscher Sänger in Breslau in diesen Tagen zum Aether emporsteigen, hinströmen über Berge und Meere und künden allen denen auf dem weiten Erdenrund, die da hören, von dem hohen vaterländischen, kulturellen und künstlerischen Bingen deutscher Sanger in Breslau. Darum töne fort in ewigen
Berlin, 28. Juli. (DNB.) Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Gegen den Pfarrer M. N 1 e m 0 = Irr aus Berlin-Dahlem, der sich seit dem 1. IM <1937 in gerichtlicher Untersuchungshaft befindet, ist von der Staatsanwaltschaft Anklage beim Sonder- grricht Berlin erhoben worden wegen Vergehens gegen das Heimtückegesetz, wegen Kanzelmißbrauch , ' wegen Aufforderung zum Ungehorsam gegen. V - orbnungen und wegen Zuwiderhandlung gegen dl ministerielle Anordnung vom 18. Februar 193 .
Amerika sott Lustschiffe bauen.
Washington, 29 Juli. (DNB.) Vor dem Narineausschuß desK 0 n g r e He ter Kommandant des ameritam^en Lusthafens Lokehurst, Rosendahl, energisch für den Bau °°n zwei weiteren Marinelufi ch. ■ fen -in. Der Ausschuß hatte nur den Baui eines -nzigen Ausbiidungsschssses "wogen. Rosenday -'klärte, daß ein Lustschiss die Suche nach der Flie , csrin Earhart wesentlich beschleunigt hatte.
Luftschiff wäre z B in der Lage gewesen, die How 1 lmd-Jnseln von Honolulu aus in 36 Stunden und ;, ton San Franzisko in vier Tagen zu erreich .
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Das 12. Deutsche Gängerbundesfest in Breslau
130000 Gänger aus allen deutschen Gauen ....
Empfang der Beichsregierung für Minister Aii Eetinkaya.
Berlin, 28.Juli. (DNB.) Zu Ehren d-s tür- lisch en Ministers der öffentlichen Arbeiten Ali Eetinkaya veranstaltete Reichsminister Dr. Dorpmüller im Namen der Reichsregierung im Haus der Flieger ein Abendessen, an dem der türkische Botschafter Hamdi Arpag, Unterftaatssekretär Faik Kurtoglu, die Herren aus der Begleitung von Minister Ali Eetinkaya, Mitglieder der zur Zeit in Berlin weilenden türkischen Wirtschaftsdelegation, sowie die Angehörigen der türkischen Botschaft mit ihren Damen'teilnahmen. Von deutscher Seite waren führende Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wirtschaft mit ihren Damen anwesend.
Der deutsche Gesandte des irischen Freistaates bei de Valero.
Dublin, 28. Juli. (DNB.) Der neue deutsch e Gesandte im irischen Freistaat Dr. Eduard Hempel überreichte am Mittwoch im Schloß von Dublin dem irischen Ministerpräsidenten de Valero sein Beglaubigungsschreiben. Auf dem Wege zum Schloß wurde er von einer berittenen Eskorte begleitet. Bei der Ankunft spielte die Kapelle der irischen Armee die deutschen Nationalhymnen.
König Farouk wird gefrön
Der Auftakt.
Breslau, 28. Juli. (DNB.) Die Hauptstadt Schlesiens prangt am Mittwoch früh in reichem Festschmuck, um die 130000 Sänger und die unzähligen Gäste zum 12. D e u t s ch e n S ä n g e r- b u n d e s f e st, mit dem gleichzeitig die 7 5 -Jahr- Fe i e r des Bundes begangen wird, zu empfangen.
Als Auftakt zu den Veranstaltungen fand im Oberpräsidiu'm ein Empfang des Führerrat e s des Deutschen Sängerbundes, der 22 Gau- ängerführer aus dem In- und Auslande und des örtlichen Festausschusses durch den Gauleiter Ober- präsidenten Wagner statt, an dem auch der Ge- chästsführer der Reichskulturkammer, Reichskultur- enator Jhlert, teilnahm. Gauleiter Oberpräsident Josef Wagner hieß die Erschienenen im Südostgau herzlich willkommen. Für Schlesien bedeute das große Sängertreffen sehr viel. Gerade die Gäste aus dem Auslande wüßten, welch gewaltiges Ge- ühl, welch gewaltige Kraft in dem Bewußtsein iege, mit den Angehörigen des gleichen Blutes zu einem großen Bekenntnis des gemein® amen Volkstums zusammenzutreffen. Schleien sei stolz darauf, den Rahmen für diese große Veranstaltung abzugeben, die ja über das Reich hinausgehe und ein Bekenntnis aller Deutschen zu ihrem Liede sei. Denn das deutsche Lied habe von jeher, oft unbewußt, das Bindeglied deutscher Menfchen gebildet. Der Bundesführer des Deutschen Sängerbundes, Oberbürgermeister Meister-Herne, dankte dem Oberpräsidenten für die Unterstützung, die er und alle seine Mitarbeiter dem Deutschen Sängerbund gewährt habe.
Beschlüsse des 32 Sänaeriaaes.
Wegen Kanzelmißbrauchs ins Gefängnis.
München, 26. Juli. (DNB.) Dor dem Son- dergericht in München stand der Jesuitenpater Rupert Mayer unter der Anklage, fortgesetzt öffentlich hetzerische Aeußerungen über leitende Persönlichkeiten des Staates und deren Anordnungen gemacht zu haben, die geeignet sind, das Vertrauen des Volkes zur politischen Führung zu untergraben. Weiter wurde ihm vorgeworsen, durch die gleiche Handlung fortgesetzt als Geistlicher in Ausübung seines Berufes in Kirchen Ange- legenheiten des Staates in einer den öffent«
rter der Zivilbevölkerung und an Gebäuden, an l-men fremde Mächte Rechte und Interessen haben, {»inen Schaden anzurichten.
Keine Einschaltung des Völkerbundes.
London, 28. Jult. (DNB.) Die Lage im Ferre n O st e n wurde am Mittwoch erneut im U n - | Hrhaus zur Sprache gebracht. Der Oppositions- I iberale Mander fragte, ob wegen der ernsten (ntwicklung der Lage nicht geplant sei, den Völ - lerbundsrat einzuberufen.
Außenminister Eden erwiderte, es werde zu- r gegeben, daß die Lage sehr ernst sei, er sei aber gegenwärtig nicht bereit, die Initiative in die- j»r Angelegenheit zu übernehmen. Man müsse wis- i»n, daß zwei der wichtigsten Mächte, Japan und J lie Vereinigten Staaten, keine Völkerbund s- nitglieö er seien
In Beantwortung weiterer Anfragen sagte üben, daß ihm keine Berichte über die Lage in tzeiping vorlägen. Aus Vorsichtsgründen seien je- toch die britischen Staatsangehörigen in dieser 6tabt angewiesen worden, sich in das Gesandtschafts- üertel zu begeben. Der Außenminister fügte hinzu, jaß England, die Vereinigten Staaten und andere Nächte alles tun würden, um eine endgültige Bei® kgung des Konfliktes herbeizuführen.
Die Deutschen ins Botschaftsgebäude , gerufen.
Nanking 28. Juli. (Ostasiendienft des DNB.) Die Deutsche Botschaft hat alle deutschen Staatsangehörigen in Peiping ßngewiesen, sich angesichts der Lage ins Botschaftsgebäude zu begeben. Auch die anderen ausländischen Botschaften haben ihren Staatsangehörigen gleichartige Anweisungen gegeben.
Das Flaggschiff der amerikanischen Fernoftflotte in Wladiwostok.
Washington, 29. Juli. (DNB.) Wie amtlich mitgeteilt wird, lief am Mittwoch der Kreuzer „Au- ousta", das Flaggschiff der amerikanischen F e r n o ft fl o 11 e, in den Hasen Wladiwostok zu einem Höflichkeitsbesuch ein.
deshalb in feiner gesamten politischen Haltung praktischer und nüchterner, so dürften auf der anderen Seite doch die reichen Kräfte des d e u t - ch e n Gemüts und des deutschen Herzens nicht verkannt werden, die in der deutschen Kunst und am sichersten in der deutschen Musik sinnfälligsten Ausdruck fänden.
Der (Bauleiter bezeichnete das 12. Deutsche Sängerbunbeefeff als bas große Familienfest ber beutscheu Seele unb bes beutfchen Gemüts. Dem Sängerbunb gab er bie Verpflichtung auf, bafür zu sorgen, bah bie Kräfte bes beutfchen Liebes mitschwingen in ber gewaltigen Urkraft, bie bas beutfche Volk herausgeführt hat zu einem neuen Beich unb zu einer großen Zukunft.
Drei Lieder, die wiederum starken Beifall aus- lösten, und Gerhard Röhners „Deutschland verlangt" leiteten über zu dem Sieg-Heil auf den Führer, den deutschen Liedern und dem Sänger- grüß, mit dem die verheißungsvolle Eröffnung bes 12. Deutschen Sängerbundesfestes ausklang.
lichen Frieden gefährdenden Weise zum Gegenstand von Erörterungen gemacht zu haben.
Die Vergehen des Angeklagten bestanden in völlig unzutreffenden hetzerischen Aeußerunaen zu der Abstimmung über die Gemeinschaftsschule, zu der Presseberichterstattung über Strafverfahren gegen katholische Geistliche und Ordensangehörige und schließlich zum Nationalsozialismus und seinem Schrifttum. Im Zusammenhang mit dem Konkordat hat der Angeklagte sogar von „Staatsbetrug" ge» sprachen. Gegen die Presseveröffentlichunaen über die Geistlichen-Prozesse hat er systematisch Mißtrauen gesät und gedroht, wenn das so weiter gehe, dann würden katholische und evangelische Geistliche eine „ganz gewaltige Stinkbombe" hineinwerfen müssen.
Die in der Anklage aufaesiihrten Aeußerungen gibt Pater Mayer bis auf einige wenige Punkte unumwunden zu, bleibt aber dabei, daß er als durch und durch „unpolitischer Mensch" bei seinen Angriffen nur die Religion im Auge gehabt habe. Der Reichsregierung habe er keine schlechten Absichten hinsichtlich des Konkordats unterschieben wollen. In bezug auf die Geistlichen-Prozesse hielt ihm der Vorsitzende vor, daß nicht durch diese Prozesse und die Berichterstattung über sie, sondern durch die Straftaten pflichtvergessener Geistlicher und Ordensangehöriger selbst dem geistlichen Stande so großer Schaden zuaefügt worden sei.
Der Staatsanwalt stellte fest, daß der Angeklagte schon mit seinen Aeußerungen in der Oeffentlichkeit über die Gemeinschaftsschule, die eine aus- gesprochen zersetzende Tendenz hatten, sich einer strafbaren Handlung schuldig gemacht habe. Seine Worte über das Konkordat hätten den Eindruck erwecken müssen, als wolle er dem Staat eine betrügerische Handlung unterstellen, während er hinsichtlich der P r o z e ß b e r i ch t e r st a 11 u n g ebenfalls darauf hinwies, daß die Autorität der Kirche durch die Straftaten selbst untergraben werde. Der Angeklagte habe durch seine Predigten den inneren Frieden gefährdet, in den Zuhörern Zweifel über die Rechtssicherheit erweckt und sich damit eines Vergehens des Kanzelmiß- b r a u ch e s schuldig gemacht. Er habe aber auch gegen das Heimtückegesetz verstoßen, da er mit Absicht und vollem Bewußtsein Zwiespalt und Mißtrauen ins Volk getragen habe. Als strafmildernd ließ der Staatsanwalt gelten, daß der jetzt 61jährige Angeklagte nicht vorbestraft ist, daß er im Felde eine tapfere Haltung bewiesen und sich am Kampf gegen Den Bolschewismus beteiligt hat. Straferschwerend sei die Hartnäckigkeit und Verbissenheit des Angeklagten sowie die Tatsache, daß er feine Angriffe gegen den Staat in Predigten, die teilweise auch oersammlungsmäßig aufgezogen wurden, erhoben hat. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten abzüglich einem Monat Untersuchungshaft. Die Verteidiger hoben die Verdienste des Angeklagten im Felde und im Kampf gegen den Bolschewismus hervor und versuchten nachzuweisen, daß Verstöße gegen das Heimtückegesetz nicht vorliegen.
Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen eines fortgesetzten Vergehens gegen § 130a Des StGB, in Tateinheit mit einem fortgesetzten Vergehen gegen das Gesetz vom 20. Dezember 1934 (Heimtückegesetz) zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten unter Anrechnung von sechs Wochen Untersuchungshaft und zur Tragung der Kosten. Der Haftbefehl wurde aufgehoben, und zwar mit Rücksicht auf die Erklärung des Angeklagten, daß er gegen die Gesetze nicht mehr verstoßen werde.
In diesen Tagen kamen zwei weitere Fälle von K a n z e l m i ß b r a u ch s zur Aburteilung, die juristisch allerdings wesentlich geringfügigere Vergehen betrafen. In Landshut wurde der 35jährigtz
m Donnerstag wird in Kairo K ö n t g F a r o u C I. o n Aegypten, der jetzt mit 18 Jahren seine Volljährigkeit erreicht, zum König gekrönt.
(Scherl-Bilderdienst-M.)
Gauleiter und Oberpräsident Josef Wagner sprach über die Sendung des deutschen Liedes. Das XII. Deutsche Sängerbundesfest werde und solle eine ganz große Sammlung der Kraft deutscher Kultur, deutschen Lebens und deutscher Art sein, und alle Teilnehmer dieses Festes sollen Künder sein von dem Eindruck einer wirklichen deutschen Volksgemeinschaft und deutschen Volkstums Bundesführer Meister teilte mit, daß der nächste Sängertag 1938 am Wochenende nach Pfingsten im Zusammenhang mit dem Gausängertag des Saargebietes in Saarbrücken statt- finden werde. Mit einem Dank an den Führer für die dem Deutschen Sängerbund gestiftete Fahnenmedaille, wodurch zum ersten Mal ein deutsches Staatsoberhaupt dem Deutschen Sängerbund ein persönliches Geschenk überreicht habe, schloß Bun- Im Zusammenhang mit dem 12. Deutschen Sän- desführer Meister den 32. Deutschen Sängertag gerdundesfest fand am Mittwoch ber 3 2. o r b e n t =1 mit bem Sieg-Heil auf Führer unb Dctterlanb.
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