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und Ungarn an ihnen ieilnahmen. Bei den Herbftubungen des V. Armeekorps nördlich des Bodensees waren ferner die fremd­ländischen Militärattaches und bei denen des VI. Armeekorps in der Eifel De­legationen von 15 ausländischen Ar­meen als Gäste des Oberbefehlshabers des Heeres zugegen. Zahlreiche Kommandos und Besuche wei­terer ausländischer Offiziere bekundeten das große Ansehen, das das deutsche Heer heute wieder in der Welt genießt. Im Lause des Jahres 1937 wurde auch eine Anzahl deutscher Militär- attachs stellen neu eingerichtet. Für Belgien und die Niederlande wurde ein Militärattache mit Sitz in Brüssel ernannt. Ferner wurden die Ber- treter des deutschen Militärattaches für Wien in Bern und 'Budapest in Sofia zu selbständigen Mi­litärattaches für die Schweiz mit Sitz in B e r n und für Bulgarien mit Sitz in Sofia ernannt, sowie ein Gehilfe des Militärattaches in Tokio.

Der Neuaufbau und Ausbau des Heeres machte es erforderlich, daß nicht nur mit dem 1. April eigene Heeresarchive in Dresden, Mün­chen, Potsdam und Stuttgart eingerichtet wurden, sondern mit dem 17. Juni auch eine Neuregelung der Traditionspflege im Heer verfügt wurde. Sie erfolgte unter dem Gesichtspunkt, daß die in bejj einzelnen Teilen des Reiches liegenden TruppenformationeN waffenweise die Ueberliefe- rung derjenigen Regimenter und Bataillone der alten Armee führen, die in oder in deren Nähe b e r gleichen Standorte gelegen haben, wi« jetzt die betreffende Truppe des neuen Heeres. Dadurch ist nun die Möglichkeit geschaffen, daß die Söhne der Angehörigen der Regimenter der alten Armee bei den im gleichen Gau und' derselben Landschaft liegenden neuen Truppenteilen ihrer Dienstpflicht genügen. Die Tradition des alten Regiments kann sich somit'in der neuen Truppe lebendig fortpflanzen. Durch gesetzliche Maßnahmen wurden schließlich auch die für den weiteren Aus­bau der Wehrmacht notwendigen Maßnahmen ge­troffen. Don wesentlicher Bedeutung sind in diesem Zusammenhang zu erwähnen die Verordnungen über das Erfassunaswesen, über die M u - sterung und Aushebung, über die Heran­ziehung der deutschen Staatsangehörigen i m Ausland zum aktiven Wehrdienst und Reichs­arbeitsdienst, über die Wehrbezirksein­teilung für das Deutsche Reich, über die Rege­lung des Wehrdienftoerhältnisses der noch nicht er­faßten Wehrpflichtigen der Geburtsjahr­gänge 1 8 9 3 bis 1900, sowie die Verord­nung über die Wehrüberwachung. Auch die Bestimmungen über die Versorgung und Fürsorge für die Unteroffiziere und gedienten Soldaten der Wehrmacht wurden wesentlich erweitert, um ihnen die Uebernahme als Beamte bzw. die Eingliede­rung in das Erwerbsleben zu erleichtern.

Die vorstehend erwähnten Einzelheiten geben in großen Umrissen ein Bild von der tatkräftigen und zielbewußten Aufbauarbeit in der Wehrmacht im Jahre 1937. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat sie nicht nur dadurch anerkannt, baß er bem Reichskriegsminister unb Oberbefehls­haber ber Wehrmacht, sowie ben Oberbefehlshabern bes Heeres unb ber Kriegsmarine am 30. Januar das Golbene Parteiabzeichen verlieh, sonbern barüber hinaus bem Reichskriegsminister, Generalfelbmarschall von Blomberg, anläßlich seines 40jährigen Dienstjubiläums am 13. März, zum Chef bes Jnfant. - Regiments 73 in Hannover ernannte unb bei dieser Gelegenheit heroorhob:Die heutige beutsche Armee, sie wäre abgesehen von den unendlichen fachlichen unb seelischen Leistungen ber einzelnen Chefs ber Wehr- machtteile in dieser kurzen Zeit nicht denkbar gewesen ohne ben Generalfelbmarschall von Blom­berg. Das ist geschichtliche Tatsache! Dafür dankt das ganze beutsche Volk bem Generalfeldmarschall. In ber beutschen Armee wirb ber Name bes Neichs- kriegsminifters für immer weiterleben. Er bleibt auch in Zukunft ber erste Treuhänber ber Wehrmacht."

Generalfeldmarschall von Blomberg war es, der am Heldengedenktag des deutschen Volkes, als er gelegentlich der Feier in ber Staalsoper in Berlin ber Gefallenen bes Weltkrieges unb ber Bewegung gebuchte, bie Worte prägte:Geboren aus bem Geiste bes Nationalsozialismus ist bie Wehrmacht Trägerin unb Künberin nationalsozia­listischer Weltanschauung unb Leben^gistaltung. Zusammen mit ber NSDAP., ber sie sich unlös­bar oerbunben fühlt, bildet sie bas Rückgrat unb bas Fundament des neuen Reiches." Die Wehrmacht ist sich bewußt, bgfj bie deutsche Nation Schicksals- und Willensgemeinschaft ist und daher mit bem Volke eine unlösbare Gemeinschaft bilbet, aus bem sie ihre Kraft schöpft. Die Wehrmacht hat sich baher auch vielfach in ben Dienst ber Volks- gemeinschaft gestellt. So wurde z. B. die Landwirt­schaft bei Einbringung ber Ernte in weitgehendem Maße durch bie brei Wehrmachtteile unterstützt. Dienstliche Störungen würben dabei im Interesse ber Volksernährung in Kauf genommen. B e i Unwetterkatastrophen stellte sich bie Wehrmacht gleichfalls in ben Dienst ber Volks- gemeinfchaft. Die Zusammenarbeit mit ber DAF., für die in der Wehrmacht eine besondere Abteilung eingerichtet ist, wurde durch Beschickung von Schulungskursen gefördert. Für Kinder der gering besoldeten Angestellten und Arbei­ter der Wehrmacht wurde das Erholungsheim in Ta­barz in Thüringen bas ganze Jahr über voll be­ansprucht. Auch am W i n t e r h i l f s w e r k 19 3 6/37 beteiligte sich bie Wehrmacht mit vollem Erfolg. Nicht weniger als 5 913 991 RM. konnten an Barbeträgen unb Naturalienspenben für die Notleidenden des deutschen Volkes abgeführt wer­den. Gegenüber der Sammlung des W,interhilfs- werkes 1935/36 konnten ijper 2 Millionen Reichs­mark mehr zur Verfügung gestellt werden. Auch in diesem Winter hat sich die Wehrmacht wieder in stärkstem Maße in ben Dienst biefes Hilfswerks gestellt. In Form von Gehaltsabzügen, öffentlichen Speisungen, Wohlfahrtsveranstaltungen unb Ge­stellung von Hilfskräften trägt die Wehrmacht mit dazu bei, die Not bedürftiger Volksgenossen zu lindern. Erinnert sei z. B. an den Erfolg, ben die Berliner Truppenteile amlag der Wehr­macht" durch ihre von der Bevölkerung stark be­suchten Wohlfahrtsveranstaltungen für bas Winter­hilfswerk erzielten. Der Reichskriegsminister unb Oberbefehlshaber ber Wehrmacht hat baher ange­ordnet, daß künftig von allen Truppenteilen ber Wehrmacht im ganzen Reich zugunsten des Winter- hilfswerks berTag ber Wehrmacht" jeweils am Sonntag uach bemTag ber nationalen (Solidari­tät" durchgeführt werben soll.

Wenn der Reichskriegsminister in seinem Neu- jahrserlaß an die Wehrmacht hervorhob, daß sie auch im Jahre 1937 ben alten Soldaten- Lügenden getreu für Deutschland arbeiten werde, und der Oberbefehlshaber des Heeres der Ueberzeugung Ausdruck gab, daß das Heer seine Pflicht in Manneszucht unb Treue erfüllen würde,

Eine frohe Lugend im freien Reich.

Oie Weihnachtsansprache des Stellvertreters des Führers an die Deutschen in aller Welt.

München, 25. Dez. (DNB.) Wie an jedem Heiligen Abend nach ber Machtergreifung durch den Nationalsozialismus sprach auch in diesem Jahre wieder ber Stellvertreter bes Führers vom Münchener Senbehaus aus über alle beut­schen Sender zu den ausland sdeutschen Volksgenossen und zu den Volksge­nossen in der Heimat. In seiner Ansprache gab Rudolf Heß einleitend ber Tatsache Ausdruck, baß mieberum für eine kurze Spanne Zeit alle Deutschen auf ber Welt in einer direkten Verbin­dung durch bas beutsche Wort miteinander vereint seien. Wieder umfasse uns Deutsche ber Zauder eines feierlichen, festlichen Abenbs, unb einer stillen, burch bie Teilnahme bes ganzen Volkes geheiligten Nacht. Habe bas beutsche Volk in einem von Weih­nacht zu Weihnacht steigendem Maße Not unb Elend unter seinen Volksgenossen verringert, so könne es jetzt in fteigendem Maße burch Hunbert- taufende und Millionen von Geschenken Freude unb Glück spenden:Das deutsche Volk kann heute in seiner Gesamtheit sagen, baß es seine sozialen Pflichten gegenüber allen Volksgenossen frei­willig, freudig und in einem Maße erfüllt has, wie kein anderes Volk ber Erbe."

Besonders aber sei in ben Jahren bes neuen Regimes, so betonte Rudolf Heß, ein Gefühl wieder gewachsen, das wir gerade am Heil'gen Abend so |tarf empfänden, bas Gefühl des Friedens in Sicherheit:

3n Deutschland gibt es das Gerede von k r i eg sgefahr und kriegerische Drohung nicht. Das felsenfeste Bewußtsein, selbst keinen Krieg zu wollen und jederzeit die Kraft zu besitzen, eigener Bedrohung emmütig und stark entgegenzutreten, nimmt uns Deut­schen, die wir eine Kriegsangst überhaupt nicht in uns fühlen, auch die Sorge einer täglichen kriegerischen Bedrohung. Dabei wissen wir", fuhr Rudolf Heß fort,auch der Mann und die Frau der anderen Völker wollen den Krieg nicht. Auch sie wollen Ruhe, friedliche Arbeit und ein aufbauendes Leben. Die Friedenssehnsucht der tüchtigen und anständigen Menschen aller Kulturnationen ist heute einer der stärksten Garanten , der Ruhe in Europa. Auch die in ihrem Streben nach Erhaltung des Friedens immer nachhaltiger wirksam werdende Kamerad­schaft der Frontsoldaten des Großen Krieges und das Kennenternen der Jugend, deren Väter gegeneinander tm Felde standen, nimmt den Kriegshetzern eben­

falls immer mehr die Aussicht auf Erfolg."

So sei aus bem Bewußtsein ber beharrlichen Kraft, eines guten friedfertigen Willens unb bes Ver­trauens in bie Führung die Weihnachtsstimmung des deutschen Volkes am Ende bes fünften Jahres bes nationalsozialistischen Aufbaues bie Weihnachts­timmung des Friedens. In unerschütterlicher Zu­versicht gehe bas deutsche Volk an bie größten Auf­

gaben, friedlicher Arbeit, die sich jemals gestellt haben unb bie ungestört zu beenben sein sehnlichster Wunsch sei:Was im Kampf um Deutschlands Erneuerung gewonnen wurde, bas wollen wir in ben fommenden Jahren bewahren, feftigen ünb ausbaue n".

Nach bem Willen seines Führers ist Deutschlanb dabei", sagte Rudolf Heß weiter,gewaltige Veränderungen feines baulichen G e - sichts vorzunehmen. Es setzt sich gerabe in der gleichen Zeit, in welcher bas bis vor wenigen Jah­ren noch gebemütigte und entehrte, erniedrigte unb verachtete Millionenoolk seinen politischen, wirt­schaftlichen, militärischen unb moralischen Wieber­ausbau Dornirnmt, in seinen Bauwerken bie ewi­gen Zeugen bes Wollens unb des Könnens der ge­einten Nation. Schafft es dabei für Millionen Ar­beit unb Brot, so schafft es zugleich für bie Nach­welt unvergängliche Denkmale seiner wieberer- wachten Kraft. Denkmale, bie in ihrer Größe unb in ihrer Schönheit Spiegelbilber sind ber leiden« schaftlichen Schaffenskraft unb bes Jbealismus, bie biefes Volk in unserer Zeit empfinbet!

Gewaltige soziale Leistungen als Zeugnis ber Nächstenliebe, gewaltige Monumente als Zeu­gen ber wiedererkämpften Freiheit zu gestalten, sie sind unser sichtbarer Dank an das Schicksal, sie sind durch bie Tat abgestatteter und in Steift 'unb Eisen geformter Dank eines starken Volkes an seinen Gott! Es wirb stets bas Bedürfnis eines jeden anständigen Deutschen sein, durch Tat und Wort seinem Gott für die Kraft unb ben Segen zu banken, bie bie Allmacht bem einzelnen unb bem ganzen Volk gegeben hat. Schon die Weihnacht ist für bie meisten Deutschen bei aller Freube ver­bunden mit bem bankbaren Besinnen auf bas Wir­ken ber Allmacht. Es ist ein besinnliches Fest, unb niemanb wirb bem deutschen Volk dieses deutscheste aller" Feste rauben. So wenig wie trotz aller hämischen ausländischen Meldungen der Tan­nenbaum, dieses urdeutsche Symbol, je im weih­nachtlichen Heim fehlen wird."

Rudolf Heß grüßte bann namens^ber Heimat bie Männer ber deutschen Kriegs­marine unb gebuchte ber Toten, bie im ver­gangenen Jahr in Vollzug eines internationalen Auftrages und für die Ehre der deutschen Flagge ihr Leben gegeben haben, und mit ihnen zugleich der Volksgenossen, die als Seefahrer im Dienste der Handelsmarine starben.Mit besonderer Anteil­nahme", so betonte der Stellvertreter bes Führers, grüßt bie Heimat in biesem Jahr bie aus* lanbsdeutschen Flüchtlinge ber chine­sischen Wirren und sie bankt babei besvnbers ben beutschen Männern unb Frauen in manchen Ortsgruppen bes Fernen Ostens, die sich in vor­bildlicher nationalsozialistischer Kameradschaft ihrer in Not geratenen Landsleute angenommen haben und sie noch heute betreuen.

Als die Parole der Heimat rief Rudolf Heß den auslandsdeutschen Volksgenossen zu:Wir vollenden unbeirrbar und unabänderlich, was wir im nationalsozialistischen Deutschland be­gonnen. Wir haben unseren Kindern

ein freies Reich erkämpft. Dir geben ihnen eine frohe Jugend, ein gesun­des Leben, eine anständige Moral und eine saubere Weltanschauung. Wir werden dieser Jugend die Freiheit erhalten und alle Einrichtungen vollenden, die ihr die Zuversicht auf eine schöne Zukunft geben. Wir werden den friedlichen Anab- ngi gkeitskampf der deutschen Wirtschaft durchfechten und für die weitere Gesunderhaltung und Gesundung unseres Vol­kes Vorsorge treffen, wir werden die Verbin­dung zwischen Heimat und Auslandsdeutschtum weiter fördern und ebenso die versuche fort­sehen, für das Volksdeutschtum im Auslande durch Vereinbarungen mit den betereffenden Re­gierungen einen würdigen Zustand herbeizu-

. führen.

Wir werden unsere freundschaftlichen Beziehungen zu den Nationen, die guten Willens sind, pflegen und werden nicht müde werden, unseren Kampf für ein anftänbiges Menschentum gegen bie bolschewistische Mörderclique weiterzuführen. Wir können voll Stolz sagen, baß wir -Deutsche zum Block des Friedens geworden sind. Wo aber immer die Agitatoren der Komintern ihren niedrigen Lügen Gehör verschafft haben, da waren, wie nun schon seit 20 Jahren, Krieg und Mord, Haß und Willkür, Zerstörung und Vernichtung die Folge. Wir haben in friedlichen Abmachungen, die der Sicherheit der Völker, ihrem Aufbau und ihrer Freundschaft untereinan­der dienen, unser Ziel g'esehen, und wir wissen, daß es zum Besten unseres Volkes war und wir find überzeugt, auch zum Besten der anderen Döl- ker. Auf diesem Wege werden wir wie in der Ver­gangenheit auch in Zukunft fortschreiten."

Zum Schluß gedachte Rudolf Heß des vor we­nigen Tagen verstorbenen großen Deutschen Erich Ludendorff. Das deutsche Volk werde sich des Feldherrn stets stolz erinnern als eines seiner größ­ten Söhne, der sich als einziger militärischer Führer aller am Weltkriege beteiligten Nationen den EhrennamenFeldherr" errungen habe.

Der Stellvertreter des Führers endete seine An­sprache mit den Worten:An der Schwelle eines neuen Jahres wenden wir unsere Gedanken und Wünsche dem Manne zu, dem jeder einzelne von uns seines Volkes und damit seine eigene Stellung in der Welt heute dankt. Es gibt keinen Deutschen, dessen Leben nicht in irgendeiner Form mitgeleitet und mitgeführt ist durch ihn. Und es gibt keine uns alle angehende Idee oder Handlung, die nicht ent­weder von ihm gedacht oder getan oder von ihm mitbestimmt wäre! Glücklich wer mit uns des Glau­bens fein kann, im Handeln dieses Mannes die sicht­bare Spur eines allmächtigen Willens zu sehen. Wir, die wir dies können, wir gehen in die Weih­nacht mit der einen großen Bitte: Herr, er­halte Deutschland seinen Führer Adolf Hitler!"

so hat der Verlauf des hinter uns liegenden Jahres diesen Erwartungen Recht gegeben. Nicht nur Füh­rung und Truppe, sondern das ganze deutsche Volk können stolz sein auf die Leistungen, die in vor­bildlicher Pflichterfüllung von der Wehrmacht ge­leistet worden sind. Das'Ergebnis des Jahres 1937 macht es zur Gewißheit, daß auch die Ausgaben, dieimneuenJahran das Heer unb die beiden anderen Wehrmachtteile gestellt werben, mit gleicher Hingabe unb Entschlossenheit im Glauben an ben Führer und bas ewige Deutsch­lanb erfüllt werben.

Der Führer bei der Weihnachtsfeier der alten Münchener Parteigenossen.

München, 24. Dez. (DNB.) Der Führer weilte auch in biesem Jahr zum Weihnachtsfest im Kreise seiner alten Münchener Partei­genossen. Mehr als 1300 SA.-Männer unb alte Parteigenossen hatten sich am Freitagmittag auf Einlabung bes Führers in bem weihnachtlich ge­schmückten großen Löwenbräu-Saal versammelt, in bem früher so manche heiße Versammlungsschlacht ausgefochten würbe. Neben bem Führer sah man im Kreise ber alten Parteigenossen bie Reichsleiter Schwartz, Fiehler unb Dr. Dietrich, Korpsführer Hühnlein, Ministerpräsident Siebert, bie ^-Ober­gruppenführer Sepp Dietrich unb von Eberstein, SA.-Obergruppenführer Helfer und zahlreiche wei­tere führende Münchener Parteigenossen, ferner die Spender, die zu dem reichhaltigen Gabentisch für bedürftige SA.-Männer und Parteigenossen beige­tragen hatten unb Mitglieber ber NS.-Frauenschaft, die an ber Ausgestaltung ber Feier beteiligt waren.

Die alten Parteigenossen erinnerten sich wieber an Weihnachten 1931, als Obergruppenführer Brückner zum ersten Mal bie armen unb bedürftigen SA.-Kameraden zu der Feier mit dem Führer in das Braune Haus einlub. Aus Her kleinen Weih­nachtsbescherung von einst ist die Feier der Kame­radschaft geworden, bie ben großen Kreis ber alten Münchener SA.-Männer unb Parteigenossen all­jährlich zum Weihnachtsfest mit bem Führer vereint. Sauleiter Wagner sprach bem Führer im Namen der versammelten 1320 alten SA.-Kameraben in warmen Worten seine herzlichen Wünsche für bas Weihnachtsfest aus. In fast einftünbigen Ausfüh­rungen gab bahn be r Führer einen Rückblick auf ben Weg ber Wieberherstellung ber beutschen Macht unb einen Ausblick in die Zukunft unb bie Aufgaben, bie sie uns stellt. Minutenlanger unbe­schreiblicher Jubel umbranbete ben Führer, als er geenbet hatte. Durch ein Spalier erhobener Arme verließ der Führer die Weihnachtsfeier seiner alten Kampfgenossen.

Oie deutschen Bergmänner danken dem Führer.

Essen, 24. Dez. (DNB.) Das Gesetz über den 2l u fbau ber Rentenversicherung mit feinen großzügigen Maßnahmen zur Besserung ber sozialen Lage bes deutschen Bergmannes hat bei den Arbeitsmännern des Ruhrbergbaues dankbare Freude ausgelöst. Dem Dank der deutschen Bergmänner gibt' der Letter ber Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau, ?Hh°rt Padberg, in folgendem Telegramm an den Führer Ausdruck: Mein Führeri 650000

deutsche Bergmänner begrüßen aus dankbarem Her­zen die Neuregelung der knappschaltlichen Versicherung, die durch eine Gemeinschaftshilfe bes gesamten beutschen Volkes ermöglicht würbe. Sie geloben Ihnen, mein Führer, wie in den früheren Jahren des Aufbaues auch für alle Zukunft Ein­satzbereitschaft und Treue für das deutsche Vaterland."

Verbesserte Lage

der Kriegsbeschädigten.

Weiterer Abbau der Notverordnungen.

Berlin, 24. Dez. (DNB.) Das Gesetz über den Ausbau der Rentenversicherung vorn 21. Dezember 1937 bringt für die Kriegsbe­schädigten und K ri e g e r t) i n t e r b (i e b e« nen einen weitgehenden Abbau untragbar gewordener Vorschriften ber Reichsver- sicherungsorbnung, bie noch aus der Zeit der Not­verordnungen stammen. Diese Vorschriften bewirk­ten eine scharfe Kürzung der Renten aus der Sozial­versicherung beim Zusammentreffen mit [ben Renten aus ber Kriegsversor­gung. Die baraus folgenden Abzüge von ben an sich kleinen Derficherungsrenten wirkten sich bei ben beschädigten alten Frontsoldaten sowie ihren Hinter­bliebenen schmerzlich aus und beeinträchtigten im­mer mehr ihre Lebenshaltung und ihren Lebens­abend.

Nachdem schon seit der Machtergreifung die schlimmsten Härten gemildert worden waren, wird jetzt ein entscheidender Schritt zum vollstän­digen Abbau dieser N o t v o r s ch r i f t e n getan. Das Gesetz vom 21. Dezember gibt nunmehr der Mehrzahl der Kriegsbeschädigten unb1 ihrer Hin­terbliebenen die volle Soz'ialrente wieder, für die übrigen wird der zahlbar bleibende Betrag nach Möglichkeit erhöht. Damit ist besonders für die ältesten Gruppen der Kriegs­opfer ein Fortschritt erreicht, der zusammen mit ber 1934 bewilligten Frontzulage wohl als eine der beöeutenbfamften Maßnahmen zugunsten der Kriegsopfer angesehen werden muß. Außerdem erhalten jetzt alle Kriegsteilnehmer Steige­rungbeträge für die Dauer ihrer Teilnahme am Weltkriege. Dadurch wird ihre Rente aus der Sozialversicherung entsprechend erhöht.

Erweiterte Rückzahlungen

aus der Beamtenzwangssparkaffe.

Berlin, 26. Dez. (DNB.) Auf Grund der Ein­behaltungsoerordnung wurde den preußischen Beamten und Angestellten vom 1. Juli 1932 bis zum 31. März 1935 ein Teil ihrer Dienst- und Dersorgungsbezüge e i n b e h a 11 e n und nur beim Tode eines Empfangsberechtigten, beim Aus­scheiden eines Beamten aus dem öffentlichen Dienst ohne Versorgung oder beim Ausscheiden eines An­gestellten aus dem Staatsdienst ausgezahlt. Die Rückzahlungsoorschriften sind jetzt durch eine Der- ordnung b'es preußischen Finanzministers Dr. Po. Pitz zugunsten der B e a m t e n w i t w e n und ber kinderreichen Beamten und Ange­stellten e r m < i t e r t ^orhen. Im Jnm""- w - den die vom Witwengeld einbehaltenen Beträge

ausgezahlt, ebenso die einbehaltenen Beträge an Beamte und Angestellte mit mindestens vier Kin­dern, für bie sie Kinderzuschläge beziehen, zurück­gezahlt.

Neue Bestimmunaen zur Wehrffeuer.

Berlin, 24. Dez. (DNB.) Eine zweite Durch­führungsverordnung zum Wehrsteuergesetz bestimmt, oaß ootn 1. Januar 1938 ab Wehrsteuerpflichtige, denen nach den Vorschriften des Einkommensteuer­gesetzes Ki n d e r e r m ä ß i g u n g für minde­stens zwei Kinder zusteht, die Wehrsteuer auch in den beiden ersten Jahren ber Steuerpflicht nur nach ben einfachen Sätzen, b. h. in Höhe von 6 v. H. der Einkommensteuer (Lohnsteuer) zu entrichten haben. Die Wehrsteuer beträgt bei diesen Wehrsteuerpflichtigen aber mindestens 5 v.T. des Arbeitslohnes, wenn sie durch Steuerabzug vom Arbeitslohn erhoben wird, oder 6 v. T. bes Einkommens, wenn bie Wehr­steuer veranlagt wird. Richtlinien für bie Wehr­steuerveranlagung unb ben Wehrsteuerabzug vom Arbeitslohn werden Anordnungen über bie Be. Handlung solcher Personen enchalten, die aktiven Wehrdienst von weniger als 24 Mo­naten abgeleistet haben ober bie infolge bestimm­ter Dienstbeschädigungen ober Körperverletzungen für ben Wehrbien st untauglich gewor­ben sind. Die Richtlinien werden im Buchhandel erhältlich sein. ,

Die Wahrheit über Deutschland.

W a r s ch a u, 24. Dez. (DNB.)Gazeta Polska" beschäftigt sich mit ben Vorstellungen bes durch­schnittlichen Zeitungslesers in Europa über die Lage in Deutschland. Der Berliner Berichterstatter des Blattes kennzeichnet die Irreführung, der viele Ausländer durch bie tenbenziöfe Dar­stellung deutscher Verhältnisse in ausländischen blät­tern Zum Opfer fallen. Diese erwarten auf Schritt und Tritt in Deutschland Beweise von Elend unb oon Lebensmittelmangel anzutreffen. Stattdessen sehen sie auf ber Straße, in der Straßenbahn oder in irgend einem Dorstadtkinv nur sauber und ordentlich gekleidete unb gut genährte Menschen. Sie stellen sich vor, bah bie Mehrheit der beutschen Bevölkerung nach Demokratie sich sehne, daß man solche Menschen leicht irgendwo antreffen unb mit ihnen sprechen könne. Stattdessen gäbe es sie entweder überhaupt nicht oder sie wüßten sich vorzüg- lich im Verborgenen zu halten. Jeder, ber einen Um­sturz in diesem Lande erwarte oder auch nur diese. Möglichkeit in Erwägung ziehe oder sie wünsche, gebe sich einem Irrtum hin. Man könne ohne zu «zögern sagen, daß die nationalsozialisttsche Verfas­sung eirre ber stärksten Verfassungen sei, die innerhalb der zivilisierten Welt bestehen. Wohl gebe es noch einzelne Unzufriedene. Aber schon bas Offizierkorps habe aufgehört, eine bestimmte Kaste im Volk^ sein Es gebe keinen Gegensatz zwischen Armee und Partei. Die Partei milche sich nicht in die Angelegenheiten der Armee und die Armee nicht in die Politik, beide aber ar­beiteten für die Nation. Zu ben im Ausland ver­breiteten unwahren Behauptungen über bie Lage der Kirchen in Deutschland erklärte ber Berichterstatter, nach feinen Beobachtungen denke ber Nationalsottalismus nicht daran, Irgend eine Kirche zu urtt-rbrück " Er habe nur ein Ziel, eine einheitliche unb starke Nation zu schaffen.